Engel Gottes

Die Engel sagen, auf der Erde gibt es keine Gerechtigkeit…

Die Engel sagen, auf der Erde gibt es keine Gerechtigkeit,
außer wir machen sie selbst.

Aber da geht einem doch der Hut hoch!

Verstorbenenkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit Harald zu verbinden. Er kommt sehr langsam herein, schaut sich kaum um, grüßt auch erst, als er sich zu mir an den Tisch setzt, ernst ist sein Gesicht …

G: Ja, Tach, also, doch ungewöhnlich, was wir hier machen, ist alles in Ordnung?

U: Grüß dich, Harald, ja, es ist alles in Ordnung …

Du hast recht, was wir machen, ist ungewöhnlich.

G: Kann man mit dem Verstand nicht fassen …

U: Nein, ist das ein Problem für dich?

G: für MICH?!

Ich hab keine Probleme, wollte ich nur sagen, mir geht es gut …

Aber man muss das mal von der anderen Seite sehen, so einfach ist das alles nicht …

U: von welcher Seite?

G: ja, das kannst du doch keinem erzählen!

U: Ach so, nein, das muss man ja auch nicht. Oder bedrückt dich das?

G: MICH! Ne, ich glaube, was ich glauben will.

Ich laß mir da von keinem reinreden. Was wahr ist, muss auch wahr bleiben.

U: Du weißt, dass deine Frau mich beauftragt hat?

G: ja …sie ist so müde, aber da kann ich wohl nichts dran machen, oder?

Kann man da was tun?

U: Vielleicht hilft ihr das hier?

G. Hast du schon mal gesehen, wie sie lacht?

U: nein …

G: Das war am Schönsten, ich hab mich damals zuerst in ihr Lachen verliebt, jetzt warte ich.

U: auf was?

G: Dass ich das wieder an ihr sehe, ist wohl schwer.

U: Ja, es ist schwer, eine Witwe zu sein.

G: Tja, das hätte ich ihr gern erspart, aber ich durfte ja nicht, ich musste ja gehen.

U: Du kannst nichts dafür …

G: Ich hab Angst gehabt, bin froh, dass wir noch geheiratet haben, sonst weiß man nicht, dann hätte sie dagestanden mit Nichts …

U: Wolltest du das vermeiden?

G: Ich hab viel drüber nachgedacht, hab mir viele Sorgen gemacht.

Aber sie war stark, ich hätte nie gedacht, dass sie so stark ist.

Man wundert sich ja manchmal, was in so einer kleinen Frau alles steckt (lächelt).

Ich hab mich oft über sie gewundert, das war schon.

Sie hat immer Überraschungen für mich gehabt, ach, es war doch eine schöne Zeit mit uns.

Manchmal war ich zu stur, aber nur manchmal, das hat ihr dann Kummer gemacht.

Sagst du ihr, dass mir das leidtut?

U: Ja, mach ich …

G: Ich wollte nicht sterben, ich wollte nicht …

U: nein …

G: Möchtest du noch mehr von mir wissen?

U: oh ja!

G: Da gibt’s ja nicht so viel zu erzählen, oder doch?

U: hm …

G: Vielleicht, dass ich immer irgendwie Angst hatte, aber ich habs nicht gezeigt, ich wollte ja nicht, dass einer was merkt, das kriegt man von zu Hause so mit, das wirst du nie richtig los …

Ich war zum Schluss so müde, ich hatte es satt, diese Angst zu haben …

„Sieh doch nicht immer alles so schwarz!“

Ich wollte ja gar nicht alles schwarz sehen!

U: das war eben in dir?

G: irgendwie … ja …

U: Wenn du jetzt noch leben würdest, was würdest du gerne machen?

G: Mit ihr irgendwo hin fahren, wo es schön ist, mit Janine hatte ich diese Angst nicht, ihr hab ich vertraut. Ich weiß nicht, was das da war mit uns, alles war von Anfang an anders …

Die Augen, die konnte nur mit einem einzigen Blick reden, da brauchte sie gar nichts sagen!

Ach, ich kann gar nicht so reden, das hat mich manchmal geärgert …

Er gibt mir ein Bild, das ich nicht verstehe, da ist ein Zettelchen, auf dem etwas geschrieben steht, handschriftlich …

U: was ist das?

G: Von ihr, damit ich es nicht vergesse, das war schön …

Ich war so, ich weiß nicht … so …

U: formal?

G: Am Anfang ja, ich konnte ja nicht aus meiner Haut raus …

U: das kann keiner …

G: Sie hat das verstanden, ich brauchte mich nicht dafür entschuldigen, sie wusste, wie ich es meine, das war so schön, in meinem Alter hoffst du doch nicht mehr auf so was!

Aber ich frage mich, ob ich ihr nicht zu viel zugemutet habe!

Jetzt ist sie ganz allein …

U: Sie hat dich doch so lieb gehabt!

G: Ja, aber sie hat doch was Besseres verdient!

Ich hatte diese Kopfschmerzen, das war nicht schön, gut, dass ich jetzt davon los bin, es war anstrengend …

Zwischendurch zeigt er mir das Bild, wie er Auto fährt, die Autobahn durch grünes, bergiges Land, er hat Musik angemacht, aber er sitzt allein im Auto …

G: Sie hat ja alles für mich aufgegeben.

Der Mann bekommt Glückwünsche, aber die Frau ist die Dumme.

Das ist doch nicht gerecht (er regt sich jetzt richtig auf, bekommt rote Flecken im Gesicht).

Er zieht aus der Tasche seines Jacketts Rechnungen und Kassenzettel, wirft sie auf den Tisch!

G: Hier und noch viel mehr davon, das kann man ihr doch nicht zum Vorwurf machen! Jetzt, wo ich nicht mehr da bin! Das ist doch ungerecht!

Alles muss sie alleine machen!

Das ist doch nicht gerecht!

U: Das regt dich immer noch auf?

G: Ja, soll ich da vielleicht ruhig bleiben?

Ich hab immer getan, was ich für richtig hielt, aber sie soll allen gehorchen?

Ne! So geht das nicht!

U: Hmhm, Harald, beruhige dich bitte, Julia kämpft sicher ganz vernünftig.

G: sicher? Da bin ich aber nicht sicher!

Die Frau ist müde, die braucht mal eine Pause …

U: Soll ich mit ihr reden?

G: Daran kannst du auch nichts ändern!

U: Ok, möchtest du ihr was sagen?

G: ja! Mach doch, was DU willst!

Ist doch egal, was andere sagen, wann fängst du an, das zu machen, was du für richtig hältst? Glaubst du, das ist gut?

Ich will dir Kraft geben, aber wenn du so müde bist, komm ich gar nicht an dich ran.

Das ist doch zum verrückt werden!

Keiner kann dir Vorwürfe machen, laß dir das gesagt sein.

Die versuchen nur, dich müde zu machen!

Zeigt mir das Bild einer Vase, darin stehen Pfingstrosen, diese Vase steht auf einem kleinen Schrank, dahinter ist ein Bild …

U: was soll das?

G: ein Gruß …

Weitere Bilder folgen, mein Blick fällt auf eine kleine Ortschaft mit spitzem Kirchturm, es ist Sommer, Klatschmohn blüht …

Dann bekomme ich ein Fußballfeld gezeigt und junge Männer in ziemlich altmodischen Trikots stehen dort, einer entfernt sich von ihnen.

G: Ich war kein Sonderling, nur mit manchen Menschen konnte ich einfach nichts anfangen …

Jetzt sehe ich einen großen asphaltierten Platz, ein großes, mehrstöckiges Gebäude dahinter, ich vermute, es ist ein Krankenhaus, ich höre ihn sagen:

Ich will da nicht rein, da komm ich nicht wieder raus!

Jetzt höre ich Orgelmusik, sehr heftig, sehr laut, aber es ist mit Schmerz, Traurigkeit und Verzweiflung verbunden …

Als nächstes Bild sitze ich wieder im Auto, diesesmal fährt eine Frau, die Scheibenwischer schaffen es kaum, den Regen von der Scheibe zu bringen …

Ich sehe ein Kaminfeuer, es prasselt und knistert …

G: So war sie …

U: wie?

G: Wie so ein Feuer, wenns draußen kalt ist und regnet.

Wieder Bilder: Ein Krankenhauszimmer, aber da sind auch Fenster zwischen den Räumen, es ist irgendwie laut hier, unruhig, das Gegenteil von entspannend.

Dann: Ich scheine auf einer Transportliege zu liegen, werde ich einen Gang entlanggefahren, dann ein sehr stilles Zimmer, ganz ruhig, ich höre nur Schritte, Frauenschritte, ich weiß, sie ist da, jetzt ist es gut …

Ich sehe etwas ganz anders, das ist ein Bild in mir, das muss der Himmel sein.

Ich schreie alle an, ich will da nicht hin!

Es ist viel zu früh, das geht doch nicht!

Jetzt wird es dunkel …

U: Was war das, Harald?

G: Es ging so hin und her, sie soll sich keine Vorwürfe machen, das ging eben nicht anders, ich hab gekämpft …

U: Verstehe ich dich richtig, du hättest nicht kämpfen müssen?

G: verstehst du falsch! Ich musste.

Weißt du, was mir das Schlimmste war?

Sie im Stich zu lassen!

U: ich weiß …

G: Sie sieht immer nur darauf, was sie falsch gemacht hat.

Sie hat nichts falsch gemacht!!!

Sie muss lernen, sich selbst anders zu sehen, sonst kann jeder mit ihr machen, was er will. Das geht so nicht.

Sie versucht es. Aber das ist nicht leicht, wenn man nicht mehr weiß, für wen man kämpfen soll, dann ist das schwer …

U: Für wen oder was sollte sie kämpfen?

G: Wenn sie nicht für sich kämpft, dann für mich!

U: für dich? Aber du bist doch im Himmel!

G: Das freut mich aber nicht, wenn ich sehe, wie es ihr geht!

Ich bin nicht allein gestorben, ich hab ihren Lebensmut mitgenommen, glaubst du, dass ich das will?

Glaubt das wer?

Das kann doch nicht richtig sein!

Sie darf noch nicht herkommen, jetzt nicht, das geht nicht.

Sie hat sich immer aufgeopfert, das muss doch mal ein Ende haben!

U: Bitte beruhig dich ein wenig, Harald. Ich würde jetzt gerne schildern, wie ich dich erlebe, darf ich das tun?

G: ja …

U: Wenn du Einwände hast, darfst du mich unterbrechen …

G: ist gut …

Ich erlebe Harald als eine Persönlichkeit, der es nicht leicht fällt, seine Emotionen zu äußern.

Er ist sehr bemüht, rational zu bleiben. Aber das ist nur äußerlich, tatsächlich erlebe ich ihn sehr emotional, lediglich die Artikulation fällt schwer.

Ich bekomme ein Bild, da schaut er einen Film, irgendwer wird geehrt und ihm laufen die Tränen …

Ich denke, Harald hat viele Dinge durchdacht und sich sehr viel mit dem, was andere Menschen an Werten haben, auseinandergesetzt.

Ungerechtigkeit war ihm zuwider, er hat es nicht gemocht, aufgrund rein emotionaler Bewegungen Entscheidungen zu treffen.

Wann immer er konnte, wollte er „vernünftig“ sein.

Aber ich glaube, dass dies eher vordergründig war und er im Inneren äußerst sensibel war und sehr viel mehr Gespür dafür hatte, was gut und richtig ist, als er es sich selbst eingestanden hat.

Ich erlebe ihn hier so, dass er viele Pausen macht, nachzudenken scheint, was er sagen kann und was nicht.

Vorsichtig und umsichtig sein will, aber dann kommen eben doch die Emotionen durch …

Mir scheint, dass er eine starke „Außenfassade“ hatte und er nur äußerst selten so viel Vertrauen aufbrachte, jemanden hinter dieses Bild von ihm schauen zu lassen.

Wenn das jemand durfte, dann du!

Ich denke, er brauchte immer schon lange, um jemandem zu vertrauen, wenn das allerdings geschehen ist, dann war er auch jemand, auf den man sich hundertprozentig verlassen konnte.

Der mit einem durch dick und dünn ging.

Aber da ist eben auch eine große Verletzlichkeit und so mag er sich auch gerade dann wenig gefühlvoll gezeigt haben, wenn es in Wahrheit besonders tief in die Gefühle bei ihm ging. Man muss diese Abwehr schon durchschauen können, um nicht ein völlig falsches Bild von ihm zu bekommen.

G: Ich mochte Zahlen …

U: Die konnte keiner deuten?

G: ne …

Ich denke, Harald war viel zu intelligent, um sich von irgendwem täuschen zu lassen, er war ein klarer Analytiker, auch, was soziale Zusammenhänge angeht. Und ich glaube, dass er das auch sehr deutlich zum Ausdruck bringen konnte. Manchmal auch durchaus so, dass er sich unbeliebt damit machte, was ihm aber anscheinend nicht so wichtig war, nicht so wichtig wie Ehrlichkeit und Gerechtigkeit.

Und ich glaube, dass er ein sehr feines Gespür für alles hatte, was „edel“ ist, was Stil hat, was außergewöhnlich gut ist.

Hier scheint er mir möglicherweise sogar eine künstlerische Veranlagung gehabt zu haben, aber Herkunft und Beruf haben das wohl verhindert.

Aber da ist etwas an ihm, das sich voller Hingabe über etwas freuen kann, was wahr und echt ist, keine Täuschung in sich trägt …

Ich denke, dumme Menschen waren ihm ein Reizthema, noch mehr solche, die Arroganz und Dummheit in sich vereinten.

Meiner Beobachtung nach hatte er eine ziemliche Ausdauer, wenn er einmal von einer Sache und ihrem Wert oder einem Menschen überzeugt war, dann setzte er auch alle Kraft daran.

Er war außergewöhnlich ausdauernd, bis hartnäckig in der Verfolgung seiner Ziele. Und auch bei schwierigsten Situationen nicht zu entmutigen.

Im heutigen Jargon würde man sagen: Er zog sein Ding durch …

Ich glaube nicht, dass er sich dann leicht entmutigen ließ.

Aber ich frage mich, ob er je sein eigenes Leben mit Leichtigkeit sehen konnte, ob er je das süße Nichtstun pflegen konnte. Mir scheint er eher jemand gewesen zu sein, der gar nicht richtig auf seine eigenen Bedürfnisse Rücksicht nahm, schon gar nicht, wenn die im Widerspruch zu den Bedürfnissen der Menschen standen, die er liebhatte.

Zusammenfassend gesagt: Nach außen ein Mann wie ein Baum, unter dessen kühlen Schatten man sich ausruhen darf, aber nach innen selbst jemand, der eine Stütze, einen Halt, einen Raum der Fürsorge dringend brauchte, um für sein Leben genug Kraft zu haben.

G: Das war Julia, das war sie!

U: Das warst du ihr doch auch!

G: Ja, aber nicht zum Schluss …

U. Das ärgert dich immer noch?

G: und wie!

U: Harald, ich würde jetzt gerne die Fragen von Julia an dich stellen, darf ich das?

(Statt einer Antwort sehe ich ein Flugzeug in den azurblauen Himmel aufsteigen, anscheinend geht der Flug über eine grüne Insel.)

G: Man muss sich auch mal was gönnen!

U. Da hast du recht. Darf ich dir jetzt Julias Fragen stellen?

G: Ja, wir reden ja eigentlich viel. Also, sie redet, aber sie versteht nicht, was ich antworte, sie glaubt das nie richtig.

U: Du meinst, sonst bräuchten wir dieses Reading hier gar nicht?

G: Ne, ist ja kein rausgeworfenes Geld.

ICH! sage das nicht, aber es geht ja nicht anders, jetzt.

U: hmhm, also, Julias erste Frage:

Hallo, mein lieber Harald! Ich bin ja so froh, dass ich durch Uta mit dir sprechen kann. Dafür bin ich so dankbar. Wie geht es dir?

G: Mach dir um mich mal keine Sorgen! Mir geht’s gut. Aber ich ärger mich auch!

Du hattest recht, ich hätte dich viel früher heiraten sollen, wir hätten es uns doch so schön machen können. Das holen wir aber mal nach, ja?

U. Sie fragt, ob sie deiner Tochter was ausrichten soll?

G: Ne, das musst du nicht machen. Wenn sie mit mir reden will, dann soll sie es selbst tun.

Sie hat ja auch ihr Päckchen zu tragen, da hätte ich schon noch was zu sagen. Aber ich will nicht, dass du den Widerstand abkriegst.

Dass ich sie liebe, das weißt du doch, was soll ich schon ausrichten lassen.

Aber meinst du, so was reicht ihr?

Ne, ich hab sie lieb, aber manchmal wäre mir wohler, wenn sie versteht, dass sie wirklich noch soviel Leben vor sich hat!

Dass man was ändern muss, damit das Leben sich ändert. Na ja, ist schon gut, dass soll sie selbst fragen, ist besser so.

U. Kannst du ihr beschreiben, womit du dich beschäftigst?

(Statt einer Antwort gibt er mir das Bild, wie er Zeitung liest.)

U: Harald!

G. lächelt: Ne, ich mach noch nicht soviel, ich hatte genug mit meiner Kindheit zu tun, da bin ich noch dran, die Ängste, die von da gekommen sind und warum ich mir dieses Elternhaus ausgesucht habe …

Ich versuch, mich zu verstehen, erstmal ist das genug.

Tja, und sonst versuch ich, bei dir zu sein, ich versuch, dass du mich fühlst, manchmal klappt es ja auch.

Du hast recht, zurückzugehen, mach einen Schlussstrich …

Dieser Ort, das war ich und ich bin jetzt da, wo du bist …

U. Ist es in Ordnung, wenn sie dir sagt, dass sie dich wiedersehen möchte?

G: Glaubst du, ich nicht? Sag doch so was nicht, wir sehen uns wieder, das verspreche ich dir.

Aber du darfst nicht denken, dass ich es schlechter habe als du, weil ich tot bin. Ich hab es besser als du und DAS kann ich manchmal kaum ertragen, mein Engel sagt, das muss ich lernen, dass ich eben anderen nichts abnehmen kann, was deren Aufgabe ist.

Aber da frag ich mich schon, wo da die Gerechtigkeit bleibt! Sie sagen, auf der Erde gibt es keine Gerechtigkeit, außer wir machen sie selbst. Aber da geht einem doch der Hut hoch!

U: Sie würde gerne wieder einmal mit dir sprechen, ist dir das recht?

G: Ja, sprich mit mir, darüber freue ich mich doch, wir halten doch zusammen, das ist doch das Wichtigste!

U: Lieber Harald, das wars, wir sind am Ende unseres Readings. Ich hoffe, du wirst weiter alles tun, um dich zu erholen?

G: Ja, lesen kann ich hier, auch was basteln, wenn ich will, oder spazieren gehen, das ist schon schön hier …

Aber ich will vor allem lernen, da ist mir noch immer nicht alles klar und sie sagen, solange ich mich noch so ärgere, hab ich auch noch was zu lernen. Stimmt das eigentlich?

U: Du kannst deinen Engeln vertrauen …

G: Na ja, das müssen die erstmal beweisen …

U: Machen sie sicher gern.

Harald, ich verabschiede mich von dir und wünsche dir ein gesegnetes Sein.

Er nickt nur, nimmt jetzt einen hellen Mantel und zieht ihn über, in der Hand trägt er eine braune Aktentasche und geht.