Die Inkarnation geht nach dem Tod des Körpers weiter

Ein Verstorbenen-Kontakt zu dem Thema:

Die Inkarnation geht nach dem Tod des Körpers weiter

Die Erfahrung des Sterbens
und der Trauer der Anderen darüber
ist ein wichtiger Teil der Inkarnation

Gott ist immer da
Kein Leben ist sinnlos

Versucht zu leben,
auch wenn ich nicht mehr da bin

Das Sternenkind


Ich bitte meinen Guide, mich mit Holger zu verbinden.
Sein Vater bittet um diesen Kontakt.

Er steht links hinter mir, er ist sehr leise gekommen, plötzlich ist er da.
Er lacht, als wäre das ein beliebter Scherz von ihm,
sich so „anzuschleichen“.

H: Bist du nervös?

U: Ja, aber ich weiß nicht, wieso…

H: Willst du es wissen?

U: Ja.

H: Weil ich Holger heiße wie dein Bekannter
und weil du Angst um ihn hast…
Du überträgst!

U: Ja, kann sein, dass es das ist.

H: Lebensläufe kann man nicht übertragen, cool down (lächelt)!

U: Danke, du versuchst, mir zu helfen…

H: Na ja, reiner Eigennutz (er sagt das sehr charmant).

Er setzt sich jetzt ein wenig in Szene:
Wir sind nicht mehr in meinem Büro,
sondern sitzen an einem weißen Sandstrand
unter einem hellen Sonnenschirm, hinter uns das Meer, kristallklar…
Ein kleiner runder Tisch, auf dem ein Getränk in einem hohen Glas steht
mit Strohhalm und Schirmchen darin, ich denke: Longdrink.
Aber er sagt: Kein Alkohol!

Er lächelt und ich höre den Song aus der Bacardi – Werbung.
Ich glaube, er inszeniert das einfach,
um zur Entspannung beizutragen mit einem feinen,
fast etwas ironischen Humor.

H: Jetzt hast du´s verstanden!
Warum bist DU! traurig über meinen Tod?

U: Ich weiß nicht…
Ich erlebe dich und finde es ist einfach eine hundsgemeine Verschwendung. Menschen wie dich brauchen wir auf der Erde.

Bisher saß er sehr lässig in seinem Stuhl,
die braun gebrannten Beine in kurzer Hose
und barfuß in hellen Schuhen (Segelschuhe) weit von sich gestreckt,
einen Arm nach hinten über die Lehne des Stuhls…
Jetzt beugt er sich vor, sitzt selbstbewusst breitbeinig vor mir,
die Hände wie gefaltet.
Gespannt studiert er schweigend mein Gesicht.
Es ist, als wollte er darin lesen.
Er ist jetzt ernst, keine Scherze mehr.

H: Ja? Woher willst du das wissen?
Was macht ein wertvolles Leben aus?
Die Länge?

U: Nein.
Aber ich spüre doch, wie du bist
und ich ahne, was du hättest sein können.

H: Bleib mal sachlich, bitte!

U: Okay…
Trotzdem sinnlos, dein Tod.

H: Wollen wir das jetzt ernsthaft diskutieren?
Oder fängst du mal an zu arbeiten?
Kleiner Tipp:
Wenn mein Tod sinnlos war,
wäre es mein Leben auch.
Und dem widerspreche ich prinzipiell!

U: Okay, vielleicht erklärst du das später noch?
Ich bin sicher, dass dein Vater darauf auch gerne eine Antwort hätte.

Es ist komisch, in diesem Moment, als ich seinen Vater erwähne,
werden seine Augen ganz dunkel …
Es ist, als lege sich ein Schatten über sie…
Kann es sein, das seine Augen seine Stimmung
in besonderer Weise spiegelten?
Dass sie heller wurden, wenn er erfreut oder aufgeregt war
und dunkel wurden, wenn er ernst oder traurig war?
ER spielt ein wenig damit, als wolle er mich darauf hinweisen,
dass er diesem Sinn wechselnde Augenfarben hatte.

H: Alles klar jetzt?

U: Ja.

H: Dann fang an, beschreibe mich!
Ich bin gespannt, was du schreibst!
Übrigens faszinierend, was du machst,
man sollte es physikalisch untersuchen oder neuro-biologisch!
Na ja, ist wohl zu brisant!
Okay, ich stör dich nicht mehr, fang an, ich bin ruhig…
Ich sag jetzt nichts mehr!

U: Danke, Holger!

Es ist gar nicht so leicht, ihn zu beschreiben, ohne in Superlative zu fallen…
Ich empfinde ihn als ausgesprochen wach, intelligent und heiter.
Ein messerscharfer Verstand, der Ungereimtheiten sofort durchschaut
und auch nicht verlegen ist, darauf aufmerksam zu machen…
Der aber auch soviel Charme hat,
dass man sich dabei nicht im Mindesten angegriffen fühlt,
sondern eher dankbar ist,
dass er mit seinen originellen Ansichten den eigenen Horizont erweitert.

So absurd es klingen mag:
Ich empfinde Holger als ausgesprochen lebensbejahend!
Einer, der viel lieber das Glas halb voll als halb leer betrachtet hat,
der die Herausforderung liebte, auch den Sieg…
Der auch bereit ist, alles auf eine Karte zu setzen
und vielleicht gerade deshalb Erfolg hat.
Einer, der „es wissen will“, seine Grenzen verstehen will
und wenn’s irgendwie geht, überwinden.
Was mich fasziniert, ist sein Humor:
fein, im Grunde messerscharf, aber liebenswert…
Man kann ihm nicht böse sein.

Und ich habe den Eindruck, das er ein geborener Analytiker ist,
der versucht, zu verstehen:
Zusammenhänge, Hintergründe, das Menschliche an sich…
Ein exakter Beobachter!
Der darüber hinaus ein ausgeprägtes Gespür für Situationskomik hat.

Ich denke, dass er eines ganz und gar nicht akzeptieren konnte:
Eine aufgesetzte und falsche Autorität.
Dass er solche Rollenspiele schnell durchschaute,
dass er aber andererseits vor wirklicher Leistung,
wirklichen Können und Wissen großen Respekt hatte
und dann gerne bereit war, von einem solchen Menschen zu lernen.

Ich denke, dass er überhaupt und grundsätzlich
einen regelrechten Hunger nach Informationen hatte…
Dass er nie genug davon bekam, „Neues“ zu entdecken,
ganz egal in welchem Bereich:
Alles, was ihm neue Perspektiven eröffnete, hat ihn begeistert.

Ich habe den Eindruck einer für sein Alter
ungewöhnlich eigenständigen Persönlichkeit,
selbstbewusst im positiven Sinn.
Dabei aber keinesfalls egozentriert, im Gegenteil:
Ich erlebe ihn als einfühlsamen und aufmerksamen Beobachter…
Der sich durchaus auch emotional vom Schicksal Anderer berühren lässt.
Wie sehr selten in seiner Generation eine „intakte“ Persönlichkeit.

Ich denke, dass er trotzdem so eine Neigung zur Provokation hatte.
Nicht, um jemanden zu ärgern,
sondern um die Dinge auf den Punkt zu bringen…
Oder einfach nur, um andere dazu zu bewegen,
ihren eigenen Standpunkt einmal
aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen,
aber – und das nicht zuletzt – auch einfach nur, um zu lachen.

Einer, der im Denken ein hohes Maß an Originalität entwickelt.
Vielleicht mit einer Neigung, sich nicht gerne festnageln zu lassen?

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube:
Obwohl er durchweg beliebt war,
dass er doch nie ganz zu Gruppen gehörte…
Dass er einfach zu individualistisch war, auch zu weit entwickelt.
Das heißt nicht, dass er ein Außenseiter war!
Ich bin davon überzeugt,
dass er überall gut mit anderen Menschen klar kam…
Aber eine Gruppenidentifizierung, wie sie für junge Menschen typisch ist, kann ich nicht feststellen.

Ich bin mir nicht sicher, was es zu bedeuten hat.
Aber im Bereich „Liebe“ spürte ich Schmerz und eine gewisse Wehmut,
hier zum ersten Mal das Gefühl des Bedauerns,
etwas Wichtiges verpasst zu haben.

Immer wieder habe ich den Eindruck, dass er den Reiz, das Risiko liebte…
Sportlich, vermute ich…
So eine Energie, die sich unbedingt Luft machen muss.
Ich bin mir gar nicht sicher,
ob das nicht doch mitunter zu Übermuts-Reaktionen geführt hat.
Ob er zumindest als Kind doch sehr gebremst werden musste,
weil er anscheinend vor nichts richtig Angst hatte…
Schwer auszudrücken, was ich da fühle…
So ein bisschen ein kleiner Tom Sawyer?

Ich denke, dass er aber ganz generell durch andere
nicht dazu verleitet werden konnte,
seine einmal gefassten Ziele zu vernachlässigen.
So sehr er es liebte, sich lebendig zu fühlen
und so sehr er bereit gewesen sein mag, dabei auch Risiken einzugehen.

Ich glaube, er liebte seine Freiheit,
neigte zu unkonventionellem Handeln und Denken,
er war von seinem Ziel nicht abzubringen…
Blind die Ziele anderer zu verfolgen, war aber überhaupt nicht sein Fall.
Ich denke, er war, obwohl er noch so jung war,
eine ausgesprochene Führungspersönlichkeit.

H: Und?

U: Was und?

H: Schreib doch, was du denkst!

U: Ich verstehe es einfach nicht!
Wozu?
Warum muss ein Mensch wie du sterben?
Das ist doch völlig absurd!

H: Ja, wenn du es am weltlichen Erfolg misst, ist es das.
Was wäre passiert?
Ich wäre ein sehr! erfolgreicher Mann geworden,
hätte sehr viele neue Dinge auf den Weg gebracht…
Hätte das Werk fortgesetzt.
Alles, was ihr unter einem erfolgreichen Leben versteht, wäre passiert…
Ja, auch in Bezug auf meine gesellschaftliche Wirkung…
Ja, doch!

Aber, das war es nicht, was meine Seele vorhatte, zu erfahren.
Das alles kannte ich schon.

U: Was heißt das?
Du kanntest das schon?

H: Ich war das schon oft: Erfolgreich.

U: Daran ist doch nichts verkehrt!

H: Hör zu, du musst das versuchen, genau zu verstehen:
Ich will, dass es mein Vater versteht, gib dir Mühe!

U: Tu ich doch!

H: Klar. Ich wollte eine andere Art von Erfolg!

U: Wie?

H: Ich wollte in meinem spirituellen Wachstum zunehmen…

U. Als Seele?

H: Als Seele, ja…

U. Und das ging nicht?

H: Doch, aber erst in der Todeserfahrung…

U: Ach du Sch…

H: Genau! (Grinst)

U: Du meinst, wenn du nicht gerade an diesem Tag verunglückt wärest, dann hättest du keine spirituelle Erfahrung gemacht?
Entschuldige, aber das klingt ziemlich schräg!

H: Das ist aber so!
Ich wollte es wissen, wie das ist, dem Göttlichen unvermutet zu begegnen.
Ganz unvorbereitet ihm gegenüber zu stehen,
um es als Wissen in meine Erfahrung aufzunehmen.

Dass er IMMER da ist, dass er das Wichtigste ist,
das einzig Wahre und Zuverlässige…
Schwierig zu erklären.

Ich habe viele Leben gelebt, da war ich der Macher…
Dieses Mal wollte ich erleben, dass es etwas gibt,
das größer ist als ich und das dennoch wunderbar ist,
das man nicht fürchten muss…
Das da ist und realer als jede Realität auf Erden.

Ich wollte die ultimative Gottesbegegnung.

U: Holger, das ist total verrückt!
Ging das nicht anders?

H: Vermutlich schon, aber ich wollte es so…
Nicht anders!
Es hat außerdem Nebenaspekte…
Nicht für mich, für Andere.

Aber, na ja, immerhin sitzen wir jetzt hier,
weil ich dabei als Seele einfach zu einseitig war…
Es tut mir leid.

U: Was tut dir leid?

H: Wenn ich sie leiden sehe an meinem Tod!
Das tut mir wirklich sehr, sehr leid!

U: Das bedeutet:
Heute bereust du, dir einen solchen Lebensplan gemacht zu haben?

H: Ja, ich habe die Auswirkung auf Andere unterschätzt!
Und das ist auch eine wichtige Erfahrung für meine Seele,
vielleicht die Wichtigste:
Dass es mir so weh tut, sie leiden zu sehen!

Ich möchte mich bei ihren Seelen bedanken,
dass sie mir das beigebracht haben.
Ein Mensch ist keine Insel, eine Seele auch nicht.
Ich habe so viel lernen dürfen durch meinen Tod.

U: Oh, jetzt verstehe ich.
Das war nicht in deinem Bewusstsein?

H: Ach, theoretisch war mir klar, dass andere leiden, wenn ich sterbe.
Aber praktisch war das keine Erfahrung meiner Seele.
Eine wichtige Erfahrung, die da gefehlt hat.

U: Holger, so was habe ich noch nie gehört…
Ich finde es schwer, das zu glauben.

H: Ja?
Hilft es dir, wenn ich dir sage,
dass ich bisher nur drei Inkarnationen als Mensch hatte?

U: Oh, dann bist du sozusagen ein Sternenkind?

H: Ja.

U: Okay.
Dann möchte ich mich bedanken, dass du das hier erklärt hast.
Darf ich dich vielleicht noch um das eine oder andere Bild bitten?

H: Klar.

Das Erste, was ich sehe, ist ein See oder Fluss, eher ein Fluss…
Denn ich kann auf der anderen Seite ein Ufer sehen
und jemand fährt darauf Wasserski.
Szenenwechsel:
Ein Stadion, eine Aschenbahn…
Ich sehe kurzen Rasen und ein Bein in weißen Strümpfen,
das Bein ist verletzt.
Szenenwechsel:
Eine eher dunkle Räumlichkeit.
Ich stehe direkt vor einem Bücherregal, das so hoch ist wie die Wand.
Das Regal ist aus Holz und ich ziehe ein Buch heraus,
da sind goldene Buchstaben drin…
Ich weiß nicht, wieso:
Aber es geht nicht um das Buch!
Irgendwas ist dahinter, etwas „Geheimes“ oder Vergessenes…
Szenenwechsel:
Ein Go-Cart-Bahn, eine Bahn, auf der man sehr schnell damit fahren kann, ein Kind mit einem Helm auf, sitzt darin…
Szenenwechsel:
Eine Mappe mit einem roten Siegel,
das an einer seidenen Kordel unten aus der Mappe hängt,
etwas sehr Kostbares, ein Dokument…
Ich empfinde Stolz, Freude, Befriedigung…
Eine weite Rasenfläche, auf der Stühle stehen, eine Bühne vorne…
Hier scheint es eine Veranstaltung gegeben zu haben, komme ich zu spät?
Etwas, das mit Ehre zu tun hat…
Irgendwer kommt zu spät…
Ich bin traurig.
Szenenwechsel:
Eine Frau in weißer Tenniskleidung, ich sehe ihr zu, sie spielt gut…
Aber ich glaube, sie ist nicht mehr so ganz jung.
Ich sehe, dass ihre Knie ein paar leichte Falten haben.
Die Gefühle dazu sind irgendwie amüsiert, heiter…
Szenenwechsel:
Ein Schreibtisch, Akten, irgendwie systematisch geordnet,
dann verrutscht die Ordnung wie im Zeitlupentempo…
Dazu: Mensch, mach Ordnung, das kannst du so nicht lassen…
Szenenwechsel:
Eine kleine Frau, etwas Bauch, die trägt etwas Weißes,
die hantiert neben mir rum, ich finde diese Kleidung komisch…
Wie ein Sommerkleid mit schmalem Gürtel.
Aber da ist auch eine Brosche, hochgeschlossen,
eine blaue Brosche mit weißem Zeichen darin.
Die zieht eine Spritze auf und ich denke noch:
Die brauche ich doch gar nicht…
Da bin ich schon weg.
Ich sehe nichts, es ist irgendwie grau um mich,
ich höre Stimmen wie durch Watte…
Weiß nicht, was die reden, ich erinnere mich an eine Stimme,
die geschrien hat…
Aber ich glaube, das ist lange her.
Ich kann mich kaum erinnern, war das eigentlich meine Stimme?
Eine Frau hat was geschrien, ganz schrill, nervig…

Jetzt ist es ruhig.
Ich sehe, wie ein Wassertropfen in eine steinerne Schale fällt,
ganz langsam, wieder Zeitlupe…
Ich bewege mich, genauer gesagt, ich werde bewegt…
Es zieht mich weg von dem Wasser, rückwärts, ganz stark, es wird irre hell, blendet komischerweise nicht…
Immer weiter weg, es wird ganz schmal, schmale Wände,
in den Wänden sehe ich sie…
Ich weiß nicht, ich verstehe sie, aber wir reden nicht.
Sie sind hell, so hell, verrückt!

Dann bin ich aus dem Engen raus.
Ganz weit ist das hier, weites, rotes Land, dann gelb, dann gold, so weit…
Ich fühle mich super, wow…
Es geht mir fantastisch, das ist großartig, was ist das?
Ich bin irgendwie klein, nein, kompakt, hell.
Ich bin das Helle hier, das ist einfach unbeschreiblich
und dann kommt das aus mir raus…
Mehr und noch mehr von dem Licht wie eine Supernova…
Das ist wunderbar, ich bin das und Andere, alles ist da…
Habe keine Worte dafür, es ist so gut!

Da ist ein Tor oder so was, da steht einer, ich sollte ihn wohl kennen.
Er ist fast ohne Haare, eine dicke Brille, ein Hemd, bis oben zugeknöpft, eine blaue Strickweste, graue Hose mit Hosenträgern.
Der trägt einen Ring mit dunklem, in Gold eingefassten Stein.
Ich rechne damit, dass der sagt: Hau ab.
Aber er grinst, zeigt mit dem Daumen, ich darf durch, darf durch das Tor.
Mann, bin ich froh!
Ich hatte Angst, ich muss zurück.

Da ist eine ältere Frau, sorgfältig frisiertes Haar, könnte ein Blondton sein, aber gedämpft.
Eine Brille, die an einer goldenen Kette hängt, zarte Hände,
auch goldene Ringe.
Sie nimmt mich in die Arme, sie ist viel kleiner als ich,
aber es ist schön, sie zu spüren.

U: Danke, Holger.
War das dein Tod?

H: Das?
Ja, ein Teil davon.
Sag ihm, die Schmerzen, das war im Grunde nichts.
Da setzen Mechanismen ein, die schützen…
Man ist irgendwie neben sich…
Uta, du musst es nicht schreiben:
Ich weiß, was du fragen willst.
Die Sache im Büro…

U: Ja?

H: Vorbereitung der Seele, ich hab das gemacht…

U. Aber da hast du doch noch gelebt!

H: Ja, in eurer Zeit…
Aber als ich es gemacht habe, war ich schon einige Zeit tot.
Es tut mir leid, dass ich ihn so erschreckt habe…
Das war blöd von mir, ich hätte in normaler Kleidung kommen sollen…

U: Ja, wäre besser gewesen.

H: Mein Leiden, das ist relativ…
Er unterschätzt die Fähigkeit der Seele,
sich raus zu ziehen aus dem Geschehen.
Das Bewusstsein ist in der Seele und die ist draußen!
Das Andere der Mensch, der leidet,
aber ohne Ich-Bewusstsein.

U: Warum erwähnst du das?

H: Weil ich will, dass er aufhört,
sich dauernd mit der Vorstellung zu quälen…
In seiner Vorstellung habe ich den Unfall täglich…
Immer und immer wieder…
Das ist viel schlimmer, als die Realität war…

Ich halte das langsam nicht mehr aus!

U: Was?

H: Dass er da immer wieder reingeht…

U: Kriegst du das mit?

H: Klar, jedes Mal.

U: Okay, ich bin sicher, er wird versuchen, damit aufzuhören.
Er fragt, wie es dir geht…

H: Ach, Mensch, mir geht doch gut soweit, alles klar.
Ich bin nicht mehr in der Auswertung,
die Ergebnisse sind durchaus mehr als befriedigend (lacht).

U: Bist du glücklich?

A; Ne, na ja, schon, aber.
Ähem.
Ich weiß nicht, wie ich das jetzt sagen soll…
Ich fühle euch!
Ich fühle euch und ich möchte so gerne,
dass ihr versteht, dass es richtig war so…
Ich…

Pass auf, das Leben war die Vorbereitung auf das nächste…
Das nächste Leben wird so wichtig!
Ich werde dann wirklich eine Führungsposition einnehmen.
Na, eine ziemlich große…

Und was mir noch fehlte, war das Bewusstsein dafür,
dass es etwas gibt, was größer ist als wir!
Und dass Menschen nie aufhören, traurig zu sein, wenn einer geht…
Dass Tod schmerzt…
Nicht nur den, der stirbt…
Ich musste das unbedingt als Erfahrung haben…

Ich möchte sagen, wie sehr ich euch liebe, alle!
Ich liebe euch heute noch mehr als damals.
So sehr!

Und ich bin euch so dankbar, dass ich bei euch leben durfte
und dass ihr mich immer noch liebt!
Ich hätte es sonst nie verstanden, dass Liebe größer ist als der Tod!

Aber bitte:
Hört auf zu denken, dass es sinnlos war!!!
Es war nicht sinnlos!
Im nächsten Leben geht es um Millionen Menschen, die mir vertrauen!
Ein Führer ohne Mitgefühl?
Das ist nicht das, was gebraucht wird.
Ich liebe euch und ihr mich und wir sehen uns wieder, hier.

Aber bitte: Versucht, zu leben.

Ich glaube, wenn es etwas gibt, was ich versucht habe,
euch zu schenken, dann:
Dass ihr versteht, wie wichtig Lebensfreude ist…

Wenn ihr mich wirklich ehren wollt,
dann zeigt mir, dass ihr das verstanden habt!

U: Danke, Holger!
Ich hoffe, dass dich dein Vater verstanden hat.

H: Wäre das erste Mal, dass er mich nicht letztlich doch versteht (lächelt).
Sag ihm: Und er war doch mein Vorbild!

U: Okay, dann leb wohl, Holger!

H: Du auch.
He, Kopf hoch, das hast du gut gemacht.

Er steht jetzt in einem dunkelblauen Jackett vor mir
und zaubert aus dem Ärmel drei Skatkarten.
Dann legt er Eine auf den Tisch:
Herz As und sagt:
Herz gewinnt!