Sechshundert Jahren

Deutschland vor sechshundert Jahren: Thema Frauen und Gefühle

Deutschland vor sechshundert Jahren:
Thema

Frauen und Gefühle

Vor sechshundert Jahren,
da hatte eine Frau wie du ganz feste Regeln
des Zusammenlebens zu beachten, viele waren es nicht.
Aber gerade weil es so wenige waren,
konnte sie sich auf das konzentrieren,
was sie bei ihren Tätigkeiten empfand!
Freude, Trauer, Glück, Hoffnung, Zufriedenheit, Angst
waren einfach die Folge der Erlebnisse,
die sie SELBST machte.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Engel von Carry zu verbinden.
Carry bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe durch einen wunderschönen alten Park.
Kastanienbäume blühen und am sommerlichen Himmel ziehen Schwalben dahin. Nur sehr wenige Menschen sind unterwegs,
gekleidet wie die Menschen vor 100 Jahren.

Auf einer Bank unter einer Linde sitzt eine ältere Frau.
Das Haar nach der Mode der Zeit zu einem Knoten im Nacken gebunden,
ein cremefarbenes Kleid mit viel Spitze.
Eine Brille hängt an einer Kette,
einen Kinderwagen schiebt sie lächelnd hin und her.
Aber sie schaut zu mir und ich erkenne an ihrem tiefen und weisen Blick:
Sie muss der Engel sein.

Also setze ich mich zu ihr und sie nimmt meine Hand, drückt sie leicht
und ohne mich anzusehen, sagt sie:
Das ist schön, dass du kommst, es sind kalte Zeiten in eurer Welt.
Carry liebt solche blühenden Kastanien, ich dachte mir,
dass ich ihr damit eine Freude mache.

Carry! Ach, ich freu mich so sehr, mit dir sprechen zu können.
Aber ich freu mich auch, wenn du meine Zeichen siehst.
Du gibst dir so viel Mühe, mein Wirken zu sehen!

Das ist etwas sehr Besonderes für uns Engel!
Die meisten von uns werden ein Leben lang nicht bemerkt.

Aber du warst schon immer anders.
Weiß du nicht?
Nie hast du richtige Antworten auf deine wichtigsten Fragen bekommen?
Weißt du noch, wie es dich als Kind geärgert hat, wenn sie gesagt haben:
Das ist eben so!

Mit solcher Oberflächlichkeit warst du niemals zufrieden!
Nicht in deinem heutigen Leben und nicht in deinen letzten Leben.
Erst recht nicht, wenn es um deinen Gerechtigkeitssinn ging.

Ja ha, ach, und genau deshalb ist es so schön, dein Engel zu sein.

Ich rede viel mit den Engeln anderer derzeit Lebender.
Viele sind besorgt darüber, weil ihr Schützlinge so verwirrt sind,
dass sie einfach nicht mehr wissen, was gerecht ist und was nicht.

Aber ich habe diesen Kummer nie gehabt.
Es ist in deiner Seele ein so tiefes Wissen darum,
was Gerechtigkeit ist und wie sie sich zu äußern hat.
Das ist ein Teil deiner Seele.

Mein einziger Kummer – wenn man das überhaupt so nennen kann –
mit dir ist der, dass du gar nicht mehr siehst,
was du im Leben an Gutem bewirkst.

Aber ich möchte, dass du es siehst, Carry.
Ich will, dass du verstehst, dass du auf gar keinen Fall ersetzbar bist.
Das stimmt doch gar nicht, dass du nicht fehlen würdest!

Wir müssen deshalb um deine Ehre kämpfen.

Nicht die Ehre der Menschen, die hast du doch.
Wir müssen um deine Ehre vor dir selbst kämpfen, Carry.
Du findest dich für meinen Geschmack viel zu langweilig, viel zu unbedeutend.

Ich hab mir lange überlegt, wie ich das anfange.
Ein bisschen werde ich dir von mir erzählen.
Damit fangen wir an.

Carry, jeder Engel hat mit seinem Schützling etwas sehr Wichtiges gemeinsam.
Sieh mal:
Dieser alte Park hier, so viel verschiedene Bäume hier auch stehen,
sie haben sehr Bedeutendes gemeinsam:
Die gleiche Erde, die sie nährt, das gleiche Wasser, das sie tränkt.
Selbst die Vöglein, Schmetterlinge und Bienen teilen sie sich,
so verschieden sie auch sein mögen.
Buchen und Ahorn, Kastanie und Weide: sie alle sind doch eine einzige Gemeinschaft.

Und genauso ist es mit euch und uns.
Wir sind vom Gleichen und werden ernährt vom selben Aspekt
und wir gehören zusammen, damit wir eine starke und gute Einheit
in der Entwicklung des Seins sind.

Du und ich, wir sind zwar nicht gleich,
aber wir werden doch vom Gleichen getragen.

Und das, was uns verbindet, das ist der tiefe Wille,
das Leiden der Welt abzukürzen.

In deiner und in meiner Seele gibt es eine Wahrheit,
die wir am Liebsten jedem anderen intravenös verordnen würden!
Und diese Wahrheit ist:
Die Welt ist viel zu wunderbar, um sie zu vergeuden!

Und damit ist einfach ALLES gemeint: die Natur, ihre Pflanzen, ihre Tiere.
Aber auch die Menschen mit ihren Fähigkeiten und Potenzialen,
selbst die Sterne im All.
Alles ist uns wunderbar!

Wir können nicht aufhören, uns an diesen Wundern zu erfreuen.
Aber wir sind auch trauriger als andere, wenn wir sehen,
dass diese wunderbare Welt und was dazugehört,
zerstört, missbraucht und verschandelt wird.

Man kann es auch ganz einfach sagen:
Was dich und mich eint, ist eine ewige und heilige Liebe zur Schöpfung!

Das war schon immer so mit dir und mit mir.
Nur gab es stets andere Schwerpunkte.
Waren es einmal die Tiere, war es ein anderes Mal der Mensch
und wieder ein anderes Mal die Felder, Wiesen und Felder.

Nun könnte man sagen, dass wir Schöpferseelen sind,
da wir die Schöpfung doch so lieb haben.
Aber wir sind etwas anderes, etwas sehr Bedeutendes:
Wir sind Bewahrer-Seelen!

Unser gemeinsames, tiefstes Anliegen ist es, das,
was gut und wunderbar ist, zu bewahren, zu schützen.

Was immer es ist: Menschen, Tiere, Pflanzen, die Erde, die Seelen…
Was immer heilig ist: Wir wollen es bewahren und schützen.

Carry, das ist nicht einfach eine Aufgabe!
Aufgaben haben ja oft gerade damit zu tun, dass man etwas noch nicht kann
und nun erlernen soll.
Darum geht es hier nicht!
Es ist vielmehr unsere ART.

Oder ich könnte auch sagen: Das ist unser Park.
Es gibt ja auch unterschiedliche Park-Arten:
japanische Parks, englische Parks, französische Parks, Moderne, Historische, usw.

Du und ich, wir gehören zum Park der Bewahrer.
In anderen Zeiten lebten sehr, sehr viele Menschen in diesem Park.
Aber in deiner heutigen Zeit sind es nur noch erschreckend Wenige.

Das Bewahren dessen, was gut ist,
weicht mehr und mehr der Eroberung neuer Möglichkeiten.

An sich ist Neues ja richtig und gut,
sonst würde es keine Weiterentwicklung geben.
Aber das Neue, das darf auf gar keinen Fall das zerstören,
was zwar alt ist, aber dennoch wichtig.

Liebe, du hättest dich gar nicht so altmodisch eingeschätzt? (Sie lächelt.)
Ach, ich spreche überhaupt nicht davon, dass du altmodisch bist.
Aber sorgsam bist du!

Und dieser sorgsame Umgang mit dem Leben
–  deinem Leben, dem deiner Mitmenschen, dem der dich umgebenden Welt –
ja, das ist zurzeit für viele der lebenden Menschen
gar kein bewusstes Thema mehr.
Nicht einmal dir, meine liebste Seelenfreundin, ist es bewusst.

Schau:
Wenn du zum Beispiel deine Nachbarin immer noch einen guten Tag wünscht, wenn du immer noch im Umgang mit deinen beruflichen Kontakten
freundlich und höflich bist,
wenn du immer noch andere zuerst fragst,
wie es ihnen geht und erst auf Nachfrage von dir selbst erzählst, Carry,
dann bist du ganz dabei, etwas sehr, sehr Wichtiges bewahren zu wollen:
nämlich den freundlichen Umgang miteinander.

Dafür finden kaum noch Menschen Kraft und Zeit oder gar Bedeutung! Aber es ist bedeutend!
Nur wisst ihr es nicht.

Da um dich herum, da leben Tausende Menschen, Carry,
die abgrundtief einsam sind.
Selbst wenn sie in einer Art Familie leben:
Sie erfahren dennoch keine Freundlichkeit.
Und von diesen Tausenden wiederum sind Hunderte
derart krank darüber geworden, so innerlich vereinsamt zu sein,
dass sie längst nicht mehr leben.
Sondern nur noch darauf warten, dass das Leben „müssen“ ein Ende hat.

Und ihre Gedanken kreisen Tag ein, Tag aus
um den Unwert des Lebendig sein müssen!

Diese Seelen leben in deiner Stadt.
Über ihrem Himmel scheint die gleiche Sonne
und sie leben doch in der finstersten aller möglichen Welten.
Sie sind vereinsamt, selbst mitten in ihren Beziehungen sie sind abgetrennt, abgespalten von der Lebendigkeit.

Und in dieses Dunkel ihrer Welt ist ein freundliches Lächeln, ein netter Gruß,
ein wahrhaftes Beachten ein Werk IHRER Engel!

Wusstest du eigentlich, Carry, dass ich dich den anderen Engeln
oft ausgeliehen habe? (Sie lächelt.)
Ja, ja, du hast schon so vielen wenigstens einen kleinen Moment lang die Sonne des menschlichen Miteinanders in ihre dunkle Welt strahlen lassen!
Und du weißt es nicht einmal!

Ich will, dass du das von heute an nie wieder vergisst, Carry:

Du bist eine Bewahrerin der Mitmenschlichkeit in einer Welt,
in der die Vereinsamung Millionen Menschen trifft.

Oh ja, ihr habt Hunderte Kontakte in alle Welt,
aber keine erlebte! Mitmenschlichkeit mehr.
Wenn du und ich und unsere weniger und weniger werdenden
Brüder und Schwestern aus unserer Bewahrer-Familie nicht wären,
was für eine Welt wäre das?

Gut, dazu – hoffe ich – hab ich fürs Erste genug gesagt.
Jetzt möchte ich zu meinem nächsten Anliegen kommen.

Carry, die Kraft dazu, etwas Wertvolles zu bewahren,
hat nur derjenige, der auch erkennt, was wertvoll ist.
Das ist ganz logisch, nicht wahr?

Aber wonach richtet sich diese Bewertung?
Solange ihr lebt, in aller Regel nach dem,
was euch andere sagen und zeigen.

Nur in eurer Welt sind diese Werte der Allgemeinheit durcheinander geraten, ganz und gar auf den Kopf gestellt.
Nur jene, die noch auf ihr Herz hören können,
die haben eine Ahnung davon oder jene, die nach Weisheit suchen.

Von beiden sind nicht viele Menschen da.
Du gehörst dazu, jedenfalls, wenn es um andere geht.
Schwieriger aber ist es, wenn es um dich geht!

Wie wertvoll bist du, Carry?
Wollen wir einen gemeinsamen Blick darauf werfen?
Carry, dein Wert ist der, der sich aus der Tatsache ergibt, dass du da bist.

Nichts und niemand ist je umsonst geboren.
Nichts bleibt, ohne dass es sich bewährt hätte.

Ja, ich weiß schon, jetzt sagst du mir:
Ja, gut, aber das ist bei 8 Milliarden Menschen dann nicht sonderlich?

So gesehen hättest du recht.
Aber was keiner sieht, ist das, was Gott sieht:
eure Wirkung auf das ganze System!

Die Existenz in der Welt ist zum Lernen da,
zum Bewähren des Erlernten und zum Lehren.

Solange ein Mensch lernt, sich seinen Bewährungen stellt und bereit ist,
anderen zu helfen, zu lernen, solange hat seine Existenz einen tiefen Sinn.

Siehst du, liebe Carry, und das zu tun, ist eben nicht selbstverständlich!
Nicht mehr.
Früher in sehr alter Zeit, da war dies selbstverständliche Menschenart,
aber heute ist das ganz anders und in deiner Kultur sowieso.

Im ursprünglichen Mensch sein liegt die Fähigkeit
und gleichzeitig das innere Streben nach diesen drei Dingen
in der Inkarnation ganz natürlich vor.
Doch je kultivierter die Menschen wurden, umso umständlicher wurde es damit.

Unnatürlich ist das Stichwort.
Die Menschen entfernen sich von der Natur ihres Seins, ihres Wesens.

Dazu tragen die Werte ihrer Mitmenschen bei.
Die Erziehung im Elternhaus und Schule,
aber auch die eurer Werbung, eurer Nachrichten, usw.

Nahmen in alten Zeiten nur die Eltern, die Dorfgemeinschaft und vielleicht noch der Pfarrer Einwirkung auf die Natur des Wesens eines Menschen,
so ist er heute tausendfacher Beeinflussung ausgesetzt.

Ich will dir ein einfaches Beispiel nennen:

Vor sechshundert Jahren, da hatte eine Frau wie du ganz feste Regeln
des Zusammenlebens zu beachten, viele waren es nicht.
Aber gerade weil es so wenige waren, konnte sie sich auf das konzentrieren,
was sie bei ihren Tätigkeiten empfand!
Freude, Trauer, Glück, Hoffnung, Zufriedenheit, Angst
waren einfach die Folge der Erlebnisse, die sie SELBST machte.

Doch in deiner Welt ist das ganz anders geworden.

Eine ganze Industrie – nämlich die der Werbung – sagt dir,
was dich freuen kann.

Und eine andere Industrie – nämlich die der Massenmedien – sagt dir, was du zu fürchten hast.
Und das ist nur ein Beispiel.

Immer weniger spielt die eigene Erfahrung die richtungsweisende Rolle im Leben, sondern die Anderer!

Wenn vor sechshundert Jahren eine 40-jährige Bäuerin behauptete,
ihr Leben sei sehr schön, denn sie habe 6 Kinder geboren
und davon seien sogar 4 groß geworden
und sie habe durch Gewitztheit, Fleiß und Gottvertrauen
selbst die schwierigsten Zeiten überstanden
und sie habe an ihre Töchter und Söhne ihr ganzes Wissen weitergegeben.
Dann gab es niemanden, der ihr widersprochen hätte.

Wenn aber in deiner Zeit eine 40-jährige Frau behauptet,
ein glückliches Leben zu haben, denn sie habe einen zuverlässigen Ehepartner, eine liebenswerte Tochter und keine finanzielle Not,
obwohl sie sich dafür immer anstrengen musste.
Und außerdem würden ihre Mitmenschen gern mit ihr Umgang pflegen.

Was dann?

Dann stehen ihr in Wort und Bild von allen Seiten Aussagen gegenüber,
die ihr deutlich machen, dass dies alles gar kein Grund zur Zufriedenheit wäre!

Unsere Bäuerin, die hatte nur ihre Nachbarn, um sich und ihr Leben zu messen. Und denen ging es entweder genauso oder vielleicht schlechter.

Aber wie ist das mit dir oder den Frauen in deiner Zeit in deinem Land?
Die messen sich an ganz unwirklichen Zuständen:
Daran, was sie in Filmen und Fernseher sehen.

Und alles, was es dort zu sehen gibt,
hat weder im positiven noch negativen Sinn
Bezug zum WIRKLICH Erlebten!

Das Ergebnis?
Eine ganz tiefe Unzufriedenheit und der Eindruck,
das eigene Leben sei ganz sinnlos!
Denn es fehle ja das Besondere!
Und das bisschen Gewöhnliche, was man hat, sei ohnehin in irgendeiner Gefahr.

Liebe Carry:
Ich möchte dir deinen Mut zurückgeben, zu deinen Empfindungen zu stehen!

Weißt du, was deine herausragendste Fähigkeit hier in diesem Leben war,
in dem ich die Ehre hatte, deine Mutter zu sein?

Ein nicht zu erschütterndes Vertrauen in den tiefen Sinn des Lebens!
Es war dein nicht müde werdender Optimismus,
der deiner ganzen damaligen Familie Halt und Kraft gegeben hat!

Selbst in den schwierigen Zeiten des 1. Weltkrieges und in den Jahren danach.

Aber verglichen mit deinem Leben heute war es leichter, optimistisch zu bleiben.

Es gehörte nicht zur „Kultur“ der meisten deiner Mitmenschen,
zufrieden zu sein oder gar dankbar.

Das ist aber – und ich bitte dich, das genau zu überdenken – gar nicht ihre Natur, gar nicht ihr Wesen!
Es ist aber das Ergebnis der Meinungsmache,
die ihr ein Leben lang vorgeführt bekommt.

Ihr SOLLT unzufrieden sein!
Denn nur so bemüht ihr euch darum,
durch Erwerb bestimmter Dinge
dieses unangenehme, fremdartige Gefühl weg zubekommen.
Was anfangs nur wenige traf, trifft heute die Mehrheit.

Und da stehst du, meine liebe Carry,
wie ein Leuchtturm im dunklen Meer und versuchst,
durch deine Worte und Handlungen zu helfen,
dass die Menschen sich ihre Lebenszuversicht erhalten.

Das ist keine leichte Aufgabe und es ist sogar eine ganz Unmögliche,
wenn du um sie gar nichts weißt.
Dann ist es eben ganz unvermeidlich,
dass du angesteckt wirst vom allgemeinen Unmut.

Unmut, Carry, der gehört gar nicht in dein Gepäck fürs Leben!

Einen Teil hast du von Zuhause mitgenommen, ist Teil deiner Vorfahren.

Aber der größere Teil ist wie ein Bazillus zu verstehen,
an dem du dich infiziert hast.
Und alles, was ich dir sage heute, dient dazu, dass du wieder gesundest!

Schau auf dein Leben zurück:
Ist es nicht wahr, wenn ich sage, dass da nichts zu bereuen ist?
Freilich hättest du dies und das anders machen können.
Aber ist es nicht so, dass du aus jedem deiner Fehler bereit warst, zu lernen?

Ja, natürlich ist das so!
Ja, aber wenn dies so ist, dann hast du doch deinen Lebenssinn,
zu lernen, wahrgenommen!

Und ist es etwa nicht so, dass du so manche schwierige Herausforderung,
ein guter Mensch zu bleiben, wahrgenommen hast
und dir selbst treu geblieben bist und das, woran du glaubst?

Ja, sicher war das so und das war nicht einfach!
Besonders dann nicht, wenn es um deine Familie und deine Beziehungen ging. Aber du hast es gemacht!
Also bist du auch darin dem Sinn deines Lebens gefolgt.

Aber dass du andere gelehrt hast, das meinst du,
hättest du noch nicht im ausreichenden Maß getan?

Ja, da stimme ich dir zu und sage: Du hast es zwar getan, aber unbewusst.

So wie du deine Kollegen gelehrt hast,
dass ein freundliches Wort mehr erreicht als ein böses Gesicht
und eine freche Antwort.
Doch weil dir dein Wert so unklar war,
konntest du deine Begabung auch noch nicht recht einsetzen.

Gerade darum wollte ich mit dir reden und ich bin froh,
dass ich das jetzt tun durfte.

Deine größte Gabe ist die der Gerechtigkeit, Carry!
Und nach wie vor die Gabe, das zu sehen, was es wert ist,
beschützt, erhalten und gefördert zu werden.

Lassen wir es erst einmal dabei, du hast noch mehr Gaben.
Aber ich möchte jetzt gerne deine Fragen beantworten.

Doch eins will ich noch sagen, liebe Carry:
Ich habe diese Inkarnation ausgewählt als Frau und Engel,
weil es einfach wunderschön war, deine Mutter zu sein.
Du warst eine Frau voller Herzensgüte und sanfter Heiterkeit.

In meinem Alter durfte ich bis zum Ende meiner Tage bei dir leben.
Und ich werde niemals vergessen, wie sehr du in deiner Fürsorge und Liebe
dazu beigetragen hast, mir mein Ableben ganz leicht zu machen.

Ich hätte dir auch als Mann erscheinen können.
Tatsächlich waren wir beide auch schon Männer in anderen Leben
und gute Freunde.
Aber mir ist wichtig, dass du weißt, dass meine Art, für dich zu sorgen,
eine zutiefst mütterliche Art ist.
Das war immer so.

Du selbst hast diese ruhige Kraft in dir!
Du bist wie ein warmer Kohleherd an einem eiskalten Tag.
Darauf kocht die wärmende Suppe und darüber trocknen duftende Kräuter.

Aber du hast es vergessen, mein Liebling, du hast ganz vergessen, wer du bist.

U. Ich danke dir!
Sag: Darf ich denn deinen Namen erfahren?

G. Ich bin…
Nun ja, hier in diesem Leben nannte ich mich Alma
und dabei würde ich es sehr gerne belassen.

U. Wo war diese Inkarnation?

A. In Prag.

U. Ah, danke für diese Auskunft.
Darf ich jetzt die Fragen von Carry stellen?

A. Ja, sehr gern.

U. Carry fragt, was ihr beide zu tun habt, um euch weiter zu entwickeln?

A. Nun, Carry, meine Weiterentwicklung ist etwas,
das kannst du noch nicht verstehen.
Da geht es um Dinge geht, die eurem Bewusstsein auf Erden
verborgen bleiben müssen, denn ihr könnt es noch nicht fassen.

Aber was dich angeht:
Es geht darum, dass du nun in die Wertschätzung deines Wesens kommst:
Die Wertschätzung der anderen.
Die Wertschätzung des Lebens.
Die Wertschätzung des Göttlichen…

Das alles ist ja da, musste sich aber immer wieder bewähren.
Doch nun geht es darum, den eigenen Werten des Wesens,
das du hast, auch wirklich zu vertrauen.
Nicht dem, was Andere sagen.
Sondern dem, was dir wahr ist, den ganzen Wert zuzumessen.

Das ist noch sehr, sehr neu für deine Seele.
Aber wir beide haben schon fleißig geübt.
Nur hast du es bisher gar nicht beachtet, wie groß deine Fortschritte schon sind.

Und jetzt ist die Zeit, darin weiterzuwachsen.
Das ist der Grund deiner Unzufriedenheit:
Du weißt: IRGENDWIE muss jetzt noch was kommen, aber du weißt nicht was. Nun, DAS ist es:
Deine Wahrheit als WESENTLICH zu betrachten und dich nach ihr ausrichten.

U. Weiter fragt Carry, welche Aufgabe sie in ihrem Leben hat.
Sie bittet dich, es ihr zu erklären, denn sie ist total verwirrt.

A. Dich auszuleben, das ist deine Aufgabe!
Und dazu gehören deine Wesensmerkmale, Carry.
Ich kann dir keinen einzelnen Bereich nennen,
denn er umfasst dein ganzes Leben.

Es geht um die Einstellung!
Carry, nicht andere haben zu sagen, was dich mit Zufriedenheit erfüllt, mit Dankbarkeit oder Zuversicht.
Nichts und niemand ist da schlauer als du.
Nur du weißt es, weil du es spürst!

Was du dann spürst?
Ach, liebes Kind, BEGEISTERUNG spürst du dann.

Das hast du ja schon so lange nicht mehr fühlen können,
weil du getan hast, was Andere meinten, dass es vernünftig wäre.
Nichts gegen Vernunft!
Aber von einer Aufgabe begeistert zu sein, ist das Vernünftigste der Welt!

Carry, wenn ich dir einen Vorschlag machen dürfte, nur die Richtung wenigstens: Es geht deiner Seele darum, Kindern zu helfen,
sie selbst sein zu dürfen.
Erinnerst du dich, wie schwer es für dich war,
wenn du nicht du selbst sein durftest, als du klein warst?

Damit sage ich nicht, werde Kindergärtnerin!
Etwas Derartiges darf ich nicht tun.
Es ist ja deine Aufgabe, herauszufinden, wofür du dich begeistern kannst!

Aber ich sage, dass dieser mütterliche Aspekt des Förderns
und Behütens dessen, was noch klein ist,
ganz deiner Wesensart entspricht.

U. Carry würde gerne wissen,
was ihre medialen Fähigkeiten sind oder ob es nur Wunschdenken ist?

S. Carry, wünschst du es dir denn?
Ich würde mich freuen, wenn du es wünschen würdest.
Aber du hast ja Angst vor dem Ausmaß dessen, was dir eigen ist.
Es gibt gar keine mediale Begabung, die du nicht hast!
Du hast alle!

Was du aber auch hast, ist Angst davor,
dann für alle offensichtlich anders zu sein als Andere!
Und obendrein auch noch nie beweisen zu können, dass du recht hast.

Diese Angst ist sehr alt, die schleppst du seit Jahrhunderten
und vielen Inkarnationen mit dir herum.

Die Zeit der Hexenverbrennung hat auch in deiner Seele viel,
viel Unheil angerichtet.

Ich darf dir deine Entscheidung nicht abnehmen, aber ich darf dir sagen:
Du brauchst dich nicht fürchten.

U. Carry fragt:
Warum sie oft Kopfschmerzen und Probleme mit dem Bauch hat (Magen)
und sie so oft müde ist.

A: Die Kopfschmerzen hängen mit deiner Empfindsamkeit
gegenüber elektromagnetischen Strahlen zusammen.
Die Magenschmerzen hast du durch deine Ernährung:
Du dürftest weder Weizen noch Nüsse noch Hefe noch Kuhmilch zu dir nehmen. Aber das ist ja kaum möglich.
Deshalb rate ich dir, dass du eine halbe Stunde vor jeder Mahlzeit
einen Kamillentee trinkst.

U. Und was hat es mit der Müdigkeit auf sich?

A. Zum Einen ist es das Leben mit viel zu wenig echter Sonne,
zum Anderen ist es aber auch deshalb so,
weil sie nichts arbeitet, was sie begeistert.

Viele Menschen in deiner Gesellschaft sind nahrungskrank, Carry,
oder lichtkrank oder elektromagnetisch krank.

Erst kommt die Empfindsamkeit gegenüber diesen Reizen,
dann kommt die seelische Not dazu und dann wird es immer schlimmer.

Dir möchte ich sehr, sehr empfehlen, dich viel, viel mehr
mit der Kunst der heilenden Wasser zu beschäftigen.
Wasser ist dein Lebenselixier im wahrsten Sinn des Wortes!

U. Meinst du damit Heilwasser?

A. Wasser in jeder Weise:
Zum Trinken, darin schwimmen, damit Wasserkuren machen, ganz gleich:
Wenn es nur gutes, natürliches Wasser ist.
Bis ins hohe Alter wird’s helfen.

U. Sie fragt:
Welche berufliche Begabung könnte sie glücklich machen?

A. Alle Berufe, in denen du anderen behilflich bist, Sicherheit zu schaffen.
Du liebst selbst die Sicherung des Lebens,
aber du kannst dich auch sehr daran freuen, anderen dabei zu helfen,
ihr Leben und Sein zu sichern. 

So medial du bist, du wirst auch diese Gabe nie anders einsetzen wollen
als auf eine pragmatische Art.
Wovon niemand etwas hat,
was er nicht im wahrsten Sinn des Wortes greifen kann,
das macht dir keine Freude.

Aber das ist genau dein Thema:
Die Freude am Lebendig sein weitergeben.
In welchem Feld aller beruflichen Tätigkeiten du das tun möchtest,
musst du ausprobieren.

Natürlich könnte ich sagen: Ach, dann werde doch Immobilienmakler. Aber da du nicht lügen kannst,
wärest du ein sehr ungewöhnlicher Makler!

Verstehst du, was ich meine?
Die ganze Welt um dich herum gibt vor,
genau die gleichen Interessen zu haben wie du:
Das Interesse am Bewahren dessen,
was der Sicherheit und dem Wohlergehen dient. 

Die Sache ist nur die: Während die meisten Menschen nur GLAUBEN,
dass sie dies tun, ist es dir ein angeborenes Talent!

Sie müssen ja täuschen, die meisten von ihnen unbewusst.
Du aber KANNST gar nicht anders als sehr ehrlich sein.
Also brauchst du nicht nur einen Beruf, in dem es darum geht,
zu sichern, was gut ist.
Sondern in dem du so ehrlich sein darfst, wie du nun einmal bist.

U. Alma, ich danke dir sehr und hoffe, dass es deiner Carry weiterhilft.

A. Na ja, die Versuchung ist groß, ihr NICHT zu sagen,
was sie tun soll (sie lacht).
Aber ich hoffe, sie hat verstanden, dass sie, ehe sie Entscheidungen trifft,
erst einmal wieder lernen muss, zu fühlen,
was sich für sie und nur für sie gut anfühlt!
Gerade darum geht es doch.

In ihr ist aus alten Inkarnationen
eine tiefe Selbstunsicherheit zurückgeblieben.
Sie weiß so oft vorher, was gut und richtig ist,
aber sie glaubt es sich dann nicht
und das muss zuerst wieder belebt werden.

Dann können auch die richtigen Wege beschritten werden.
Was ich dabei tun kann, um zu helfen, will ich sehr gerne tun.

U. Ja, ich weiß.
Danke, Alma, und ich wünsche dir noch ein schönes Sein an Carrys Seite.

A. Das habe ich. Wendezeiten sind für niemanden einfach.
Für meine treu sorgende Carry sind sie aber noch schwieriger als gewöhnlich.

Sie weiß, jetzt geht der Weg zu ihr hin!
Aber sie hat Angst, diesen Ansprüchen nicht zu genügen.

Dabei: Es ist alles da, was sie braucht!
Das Einzige, was fehlt, ist das SELBST-VERSTÄNDNIS.

U. Na ja… das ist aber doch das Schwierigste überhaupt!

A. Und das Schönste, wenn es erreicht ist.
Auf Wiedersehen, Uta.

Auf Wiedersehen, meine sehr, sehr geliebte Carry!