Kämpfe

Kämpfe sind Teil des menschlichen Seins ist, Teil des tierischen Seins, Teil des Irdischen.

Kämpfe sind Teil des menschlichen Seins ist,
Teil des tierischen Seins, Teil des Irdischen.

Es messen sich Kräfte.
Und die Frage ist: Wird ein wahrer Kampf gekämpft
oder wird ein Propagandakrieg geführt?

Du bist mehr für die wahren Kämpfe.
Das macht dich aber nicht unempfindlich für Propaganda.
Und das darf deinen Frieden nicht mehr stören,
dass andere propagandistischer sind.
Sie sind so… noch.

Elia

Zu Gast ist Anna.

Elia: Guten Abend, liebe Freunde.

Hajo: Guten Abend, Elia.

Anna: Guten Abend.

Elia: Ich freue mich, dass du hergekommen bist, wenn ich mich auch nicht über den Anlass freue.

Dennoch: Die Kunst des Lebens besteht letztlich darin, so viel Vertrauen zu sammeln in sich selbst, zu sich hin, dass man sich nicht als ohnmächtiges Opfer sieht.

Und manchmal ist es ein sehr langer Weg einer Seele, aus dieser Opfereinstellung herauszukommen.

Ich denke, du darfst einfach stolz auf dich sein. Wie ein Krieger, der vom Schlachtfeld geht, hast du gekämpft. Den Sieg nicht errungen, aber einen guten, fairen Kampf gekämpft.

Ich möchte, dass du verstehst, dass Kämpfe – auch wenn sie das Letzte sind, was du dir wünschst – Teil des menschlichen Seins ist, Teil des tierischen Seins, Teil des Irdischen.

Es messen sich Kräfte. Und die Frage ist: Wird ein wahrer Kampf gekämpft oder wird ein Propagandakrieg geführt?

Du bist mehr für die wahren Kämpfe. Das macht dich aber nicht unempfindlich für Propaganda. 

Und das darf deinen Frieden nicht mehr stören, dass andere propagandistischer sind. Sie sind so… noch.

Deine erste Frage bitte.

Anna: Was waren meine Fehler? Was war mein Anteil am Scheitern und was hätte ich besser machen können?

Elia: Deine Unsicherheit. Aber ist sie ein Fehler? Ist sie nicht einfach ein Ergebnis? Ich meine, ja.

Dir selbst sicher sein: Das ist etwas, das sich verbessern lässt. Dir selbst sicher innerhalb der göttlichen Ordnung. Dich verstehen, dass du Teil eines Ganzen bist. Ja?

Und zwar so, wie du bist mit deinen Bedürfnissen, mit deinen Wünschen, mit deinen Sehnsüchten. Die sind doch Teil deiner Natur und damit natürlich und damit Gottes Teil.

Wenn wir die Geschichte nun anders erzählen: Wenn wir erzählen, du bist ein Mann und er eine Frau und sie wäre mit dir so umgegangen, dann würde sich die Geschichte bei vielen anders äußern.

Bei dir nicht. Du weißt, dass Mann und Frau gleich wert sind. Aber was willst du tun, wenn der andere Teil davor Angst hat?

Und da kommen wir zu deinem Fehler. Du bemühst dich, dann über Anpassung deine Ziele zu erreichen. Und das ist verständlich, es ist der Weg schlechthin für dich dein Leben lang gewesen.

Aber das hat nicht funktioniert. Denn an das Bildnis, an das du dich anpassen solltest, konntest du wirklich nicht passen.

Ja? Verstehst du mich?

Anna: Nein. Ich werde mir das in aller Ruhe noch ein paar mal anhören.

Elia: Du darfst mir gerne eine Zusatzfrage stellen dazu.

Anna: Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mich in meinem Leben viel angepasst hätte. Oder doch?

Elia: Hm. Weißt du, wie oft du selber denkst, du seist vielleicht doch böse?

Anna: Zu oft.

Elia: Ja. Und das war der Fehler.

Anna: Ach so. Ich glaube, ich verstehe.

Elia: Hm. Ja?

Anna: Ja.

Elia: Gibt es noch eine Frage dazu?

Anna: Nein, dazu nicht, leider.

Aber eine andere: Ich füttere meine Hunde mit rohem Fleisch, teilweise mit Essensresten und unter anderem mit Trockenfutter ohne Getreide.

Sind die teuren Trockenfutter, die angeblich ohne Duft- und Zusatzstoffe sind, wirklich besser oder sitzen die Ernährungsberater für Hunde einem Fake auf? Mein Gefühl ist, dass die alle gleich gut – beziehungsweise – gleich schlecht sind.

Elia: Ganz generell gesagt: Was ist denn ein Hund? Er ist ein Fleischfresser und nur sehr, sehr, sehr selten greift er zu einer – ich hätte fast gesagt – vegetarischen Nahrung.

Anna: Ja.

Elia: Wenn er das tut, dann, weil er Probleme mit der Verdauung hat. Oder weil etwas sehr angenehm süß ist.

Aber sonst: Hast du je gesehen, dass ein Hund in ein Getreidefeld läuft und Getreide frisst?

Anna: Natürlich nicht.

Elia: So. Nun, soviel ich weiß, rennen auch chinesische Hunde nicht in Reisfelder. Wie kommt es dann, dass erzählt wird, eure Hunde bräuchten Getreide? Hm?

Anna: Es ist billiger. Es lässt sich mehr Gewinn machen.

Elia: Hm. Satt wird ein Hund davon aber nicht…

Anna: Oh!

Elia: …sondern von Eiweiß. Ja?

Anna: Ja.

Elia: Deshalb – siehst du – ich kann dir gar nicht sagen, ob das – ich nenne es parfümiertes Futter –

Anna: Es ist so.

Elia: …oder ob das Futter ohne Parfüm besser sei. Beide sind falsch.

Anna: Du hast mir die Frage beantwortet.

Elia: Ja?

Anna: Ja.

Elia: Hast du noch eine Frage?

Anna: Wenn ich versuche, meinen Süßigkeiten Konsum zu reduzieren, bekomme ich schlechte Laune, setze mich ins Auto und kaufe mir Schokolade. Es scheint, als sei ich süchtig nach Zucker und das stört mich sehr. Wie kann ich das abstellen?

Elia: Zuerst einmal musst du Frieden damit machen, dass es so ist. Du betrachtest dein Verhalten als feindlich und böse, das ist es aber nicht.

Was du tust, ist: Du belohnst dich. Und das tust du in deinem Bewusstsein zu wenig.

Du bist noch nicht da, dass du – wie ich eingangs sagte – wie ein müder Krieger dich niederlässt, ausruhst und dein Leben genießt.

Aber Belohnung möchtest du jetzt haben und Trost.

Da ist der Weg zur Schokolade doch ein guter Weg. Ein schlechter Weg ist, auf die Schokolade zu verzichten und dir auch noch Frustration an dieser Stelle zuzumuten.

Anna: Ich verstehe.

Elia: Also esse deine Schokolade.

Anna: Gut.

Elia: Und sei dankbar, dass du sie dir holen kannst.

Anna: Gut.

Elia: Aber, wenn du nicht möchtest, dass der Heinz gewinnt, wenn du nicht möchtest, dass er sich sagen kann: „Als ich ging, ging sie kaputt“, dann mäßigst du den Appetit an anderer Stelle.

Nämlich da, wo es dir nicht besonders gut schmeckt. Verstehst du das?

Dein Gewicht, dich mästen, dich verhässlichen wollen, das hat mit der Schokolade gar nichts zu tun, auch nicht mit dem Zucker.

Sondern das hat etwas damit zu tun, dass etwas in dir ganz unsicher ist. Etwas in dir trägt die Sorge, dass er dich, weil du bist, wie du bist, nicht lieben konnte. Hm?

Anna: Vielleicht. Ja.

Elia: Ja. Also, nimm dir die Schokolade. Nimm dir auch den Zucker in Maßen.

Aber unterlasse es, Dinge zu essen, die du eigentlich nur aus Höflichkeit isst. Wem gegenüber bist du da eigentlich höflich?

Ein Brot ist ein Brot. Braucht es Butter? Margarine?

Ein Stück Fleisch ist ein Stück Fleisch, ein Ei ist ein Ei.

Wie viel brauchst du davon? Lass alles auf deinem Speiseplan sein, was dir Freude bereitet. Ja?

Anna: Ja.

Elia: Gut. Ich möchte dich darauf aufmerksam machen, dass du Heinz nicht beschämen kannst. Er sieht es nicht.

Also, warum nicht Hübsch sein? Warum nicht wieder lachen? Und warum nicht wieder richtig Spaß haben?

Weil es den Schmerz mindert, den er dir zugefügt hat? Nein, nein.

Und weil du unsicher bist, ob da nicht doch in irgendeiner Weise er recht hat.

Weil du unsicher bist, ob es nicht irgendwie stimmt, dass du nicht so liebenswert bist. Das muss sich ändern. Hm?

Anna: Danke für den Hinweis. In meinem rechten Ohr fühlt es sich öfters an, als hätte ich einen kleinen Wassertropfen darin und der kann nicht raus.

Was ist die Ursache für dieses Gefühl und wie kann ich das beseitigen?

Elia: Das ist eine kleine Durchblutungsstörung.

Anna: Ah. Okay.

Elia: Ja. Es ist nicht so dramatisch. Es wird von selbst sich auflösen. Ja?

Anna: Gut.

Elia: Aber vielleicht sprichst du mit deinem Ohr hin und wieder ein bisschen freundlicher und sagst ihm: „Du hast so schreckliche Dinge zu hören gekriegt, du musst jetzt bitte schön nicht taub werden. Das ist schon in Ordnung. Ich lasse dich tolle Dinge hören“.

Anna: Okay.

Elia: Gut.

Anna: Eine letzte Frage noch: Warum zögere ich, meinen negativen Intuitionen zu vertrauen, was andere Personen angeht? Diese für mich negativen Personen lösen was richtig Heftiges in mir aus, was ich nicht verstehe.

Elia: Nun, sie lösen Wut aus.

Anna: Ja, ja. Warum?

Elia: Nein, nicht warum. Die Frage muss sein: Warum bei anderen nicht?

Anna: Oder so.

Elia: Ja? Das ist einfach dein heiliger Zorn. Ich weigere mich, dich daran zu hindern, den zu empfinden.

Bitte: Es ist wichtig, dass du dich damit akzeptierst. Ja?

Anna: Also fühle ich das richtig?

Elia: Ja. Oh, ja!

Anna: Gut.

Elia: Ich möchte dich darauf hinweisen, dass du umgeben bist von Menschen, die fest daran glauben, alles sei zu lieben. Und das war schon immer so.

Bedingungslose Liebe: „Heilige Maria, sei bei uns“. Ja?

Aber kein Zorn. Eiskalte Rache vielleicht, aber kein Zorn.

Das ist nicht wahr.

Zorn darf sein, Zorn gehört zu eurer Natur.

Ein Zorn, der auf Empörung beruht, auf dem Fühl-Wahr dafür, was gerecht ist und was ungerecht, was lieblos ist und was liebevoll, was abwertend ist und was wertschätzend ist.

Ein Zorn, der aufkommt, weil du weißt, wie Gott liebt : Wie er jeden begleiten möchte in seiner Entfaltung, wie ihm alles Leben wertvoll ist.

Und du wirst zornig, wenn du spürst: „Hier werde ich gerade mit dem Gegenteil konfrontiert. Statt Befreiung – Versklavung. Und statt Wertschätzung – Abwertung. Statt wahr – unwahr.“

Und da bist du nicht einmal zornig auf diesen Menschen, der so handelt, sondern dein Zorn bezieht sich tatsächlich auf die Art und Weise, wie dir deren Werte wieder begegnen auf ihre Wirkung auf andere. Das macht dich zornig.

Wenn ihr ein Bild dazu kreiert, schlage ich folgendes vor: Stell dir vor, die Welt sei ein großer Saal, aber ohne Fenster.

Und überall in dem großen Saal, da brennen Lichter, damit die Menschen, die sich in diesem großen Saal bewegen, ihre Orientierung finden.

Und dann fängt der eine hier, der andere dort an, irgendwo fängt überall jemand an, die Lichter auszupusten. Das macht dich zornig. Das ist alles.

Zorn ist ein gutes Regulativ.

Allerdings: Zorn, der benutzt wird, um anderen Menschen, anderen Lebewesen ihren Wert abzusprechen, oder Zorn, der benutzt wird, um andere in Ängste zu versetzen, Zorn, der benutzt wird, um andere dazu zu zwingen, selbst zu verbösen, das ist kein guter Zorn.

Du siehst, du bist auf einer guten Seite. Nicht wahr?

Anna: Ja. Ich wundere mich nur, dass ich das fast als Einzige merke, was da läuft. Das irritiert mich sehr.

Elia: Ja, das kann sich ändern.

Aber solange du dir dieser Thematik noch nicht bewusst bist, wie oft du ganz alleine dagestanden hast und dass dich das verletzt hat, solange du dir dieser Nahrung nicht bewusst bist, sammelst du Menschen um dich, die es nicht merken.

Anna: Ah.

Elia: Hast du noch eine Frage?

Anna: Nein. Vielen Dank.

Elia: Gern geschehen. Ich wünsch dir ein bisschen Shiva in deinem Leben. Und dann darf der Ganesh kommen. So soll es sein. Ja?

Anna: Danke. Ja.

Elia: Einen gesegneten Abend. Dir auch, lieber Hajo.

Hajo: Dir auch. Danke.