Würde

Thema Muttergöttin: Die Würde der Frauen

Thema Muttergöttin

Die Würde der Frauen

In der Darstellung der dreifachen Göttin liegt viel Weisheit.
Bei allen Dreien geht es um Liebe.
Jede Göttin ist für eine spezielle Form der Liebe zuständig.

Schutzengelkontakt

Ich bitte Elia, mich mit dem Guide von Angela zu verbinden.

Zuerst kommt erstaunlicherweise Elia selbst.

Er erklärt mir, dass du einen Guidewechsel hattest und freut sich sehr darüber, dir jetzt diese Persönlichkeit vorstellen zu dürfen.

Ich gehe einen langen, gewundenen Pfad durch eine weite Wiesenlandschaft, alles scheint hier völlig unberührt.

Weit entfernt sehe ich Reiher und hohes Schilf, da muss ein Fluss sein…

Endlich komme ich zu einem kleinen Holzhaus,
Fischernetze sind in der Sonne aufgespannt,
in einem Holzbottich schwimmen drei große Fische.

Die Tür steht auf, vorsichtig betrete ich den Raum.
Über einen eisernen Topf gebeugt steht eine Frau und rührt darin.
Als sie mich hört, dreht sie sich um…

G: Oh, da bist du ja, herzlich willkommen, Mädchen.
Setz dich, setz dich… ich bin gleich fertig.

Sie nimmt von einigen Kräutern, die in Bündeln von der Decke hängen, und fügt sie dem würzig duftenden Sud zu,
der im Topf über dem offenen Feuer kocht.
Dann erst setzt sie sich mir gegenüber.

Ihr Gesicht ist gerötet von dem heißen Dampf, ihre Augen sind hellblau,
Witz und Güte, beides strahlt aus ihnen.

Ihr Gesicht ist rund und übersät mit Sommersprossen, ihr Haar,
das beginnt, grau zu werden, war vermutlich einmal blond,
sie trägt es ganz einfach nach hinten verknotet.

G: Das wundert dich, ja? Hast du den anderen erwartet?

U: Eigentlich ja…

Elia sagt, es gab einen Wechsel?

G: Ja! (Sie strahlt.)

Jetzt komm ich, die Warna… ich freu mich so!

Sag meiner Klugen, sie muss sich nicht fürchten,
es geht nicht bergab, es geht bergauf…
Jetzt beginnt sie, die wichtige Zeit!

Ist das nicht ein Elend?
Ein Leben lang sind wir die Diener unserer Liebe.
Wir erfüllen Jahr um Jahr unsere Aufgabe,
werden darüber grau und dumpf und dann soll alles vorbei sein?

Nein nicht, mein Herz, Angela, nicht mit uns!
Angela, die Natur ist auch nicht unser Feind, sie ist unser Verbündeter.

Komm, ich zeig dir was…

Sie nimmt mich bei der Hand und zieht mir hinter ihr Haus.
Wieder geht es einen schmalen Weg entlang durch hohes Schilf,
bis wir an einem kleinen Steg kommen.
Hier ist ein Boot angelegt, sehr vertrauenerweckend sieht das nicht gerade aus.
Ich hoffe nicht, dass ich da rein soll…

W: Doch, sollst du (lacht), hier kannst du doch nicht sterben,
wozu also die Angst?

(Uta: Hm, na ja…
Dieses Boot hat ziemlich viel Wasser in sich
und wohin die Fahrt geht, verrät Warna mir auch nicht.
Da ist der Fluss, Nebel verhüllt das andere Ufer,
die Strömung ist stark und mächtig.)

W: Kind, natürlich ist sie mächtig, das hier ist die Donau.
Genauer gesagt: wir sind unmittelbar vorm Donaudelta.
Na komm schon, zier dich nicht.
Also los geht’s.

Mit einem langen Stecken bewegt Warna das Boot geschickt weiter,
wir tauchen schon nach kurzer Zeit in den tiefen Nebel ein,
den die untergehende Sonne beginnt, Rosa zu färben.
Still ist es hier.
Nur dann und wann höre ich einen Vogel oder etwas plätschert im Wasser…

Endlich stößt das Boot an Land.
Wieder Schilf und Boden, der so nass ist, dass ich kaum darin gehen kann
und dann geht’s unvermutet bergauf.

Der Nebel lichtet sich und ich sehe, dass wir zu einem eigenartigen,
wie künstlich erschaffenen Berg aufsteigen.
Oben angekommen, stehen wir auf einem kreisrunden Platz,
drei Holzfiguren stehen hier.

Drei Frauen, eine ganz zart und jung,
eine Frau anscheinend schwanger und eine Frau alt und gebeugt.
Vor jeder dieser Drei zündet Warna ein Feuer an aus duftenden Hölzern.

Dann setzt sie sich in die Mitte des Kreises und beginnt zu singen:
eine tiefe, seltsam monotone Melodie…
Sie ist sanft, beruhigend und doch kräftig.

Ich sehe Menschen mit Fackeln kommen…

In einer langen Reihe steigen sie den Berg rauf.
Alles Frauen, junge, alte, Mädchen noch…
Eine nach der anderen geht zu Warna.

Uns sie redet mit ihnen, singt, legt die Hände auf, umarmt sie, hält sie fest.
Für jede Einzelne nimmt sie sich viel Zeit und die anderen warten geduldig.

Es ist längst tiefe Nacht geworden, ehe auch die Letzte geht.

Warna sammelt alle Geschenke auf, die man ihr gegeben hat.
Einen Teil davon tut sie in einen kleinen Sack.

W: „Für die Armen,“ sagt sie.

Einen anderen Teil legt sie in einen Korb.

W: Für mich und dass ich weiter lebe…

Den letzten Teil, meist Kräuter und Blumen,
verbrennt sie in drei kleinen Feuern vor den Statuen…

W: Für Gott…

U: Warna, wo sind wir hier, ich verstehe nichts…

W: Nein, das kannst du auch nicht.
Historisch gesehen sind wir in der Zeit der Völkerwanderung.
Hier ist einer der letzten heiligen Orte der Göttin.

Hier ist einer der letzten Orte, in dem Frauen ihre Würde fanden.

Ringsum greift der neue Glaube um sich!
Nur hier – heimlich und in der Nacht – dürfen wir noch sein, was wir sind.

U: Warst du die Priesterin?

W: Ach was, Priesterin.
Wir brauchten keine Priesterin, in jeder Frau lebte doch die Göttin selbst.
Ich war so etwas wie die Lehrerin.
Rat, Trost, Kraft: diese Drei hatte ich weiterzugeben.

Ich hatte es von meiner Mutter und die von ihrer
und ich gab es weiter an meine Tochter…

Weißt du, Angela, ich habe lange überlegt,
welche unserer Inkarnationen ich dir zeigen sollte…

Letztlich habe ich mich für diese entschieden.
Denn du spürst es längst, nur du vertraust deinem Gefühl nicht:
Dies hier ist das, was du selbst Jahrzehnte lang getan hast.

Du warst meine Großmutter und du warst unsere Gute Alte…
So viele, viele Jahre.

Du warst es, die mir, als ich jung und eingebildet war und meinte,
dir und meiner Mutter sagen zu müssen,
wie die Welt funktioniert, sagte:
Kind, ich achte deine Jugend, wie schön du bist, wie heiß dein Blut,
wie anmutig deine Stimme.
Wer dich sieht und die Menschen als solche nicht liebt,
ist wahrlich ein Narr.

Doch glaub mir, das sind nicht deine wichtigsten Jahre…
dein Dienst ist schwach!

Darauf antwortete meine Mutter: Ja, wenn du erst einmal Kinder bekommst
und nährst und erziehst, dass aus ihnen anständige Menschen werden,
dann bist du wirklich wichtig!

Darauf sagtest du: Schweig, meine Tochter.
Es ist wahr: Wichtig bist du für den Fortbestand der Familie,
aber das sind nicht deine wichtigsten Jahre…
Die Wichtigsten kommen erst!

„Wann soll das sein?“ fragten Mutter und ich.
„Wenn wir so alt und krumm sind wie du?“

Da hast du so gelacht, dass dir die Tränen kamen!

Ja! Hast du gesagt,
„DANN seid ihr wirklich wichtig, denn dann habt ihr
Herz und Verstand frei für ALLE, die sich an euch wenden
und zum ersten Mal im Leben auch für euch selbst und die Göttin!“

Ja, so weise warst du… und du bist es noch, dieses Wissen ist tief in dir!

Du suchst es, du bist auf dem Weg dahin!
Es verändern und modifizieren nach den Regeln deiner Epoche
neu zu interpretieren.
Du spürst, wie es dich drängt, aber es ist wie die
Fahrt im Nebel über den breiten Strom…

Für mich war es leicht, mein „Wichtigstes“ zu finden.
Ich musste einfach nur die Folge der Ahnin antreten.

Aber dich beginnt, die Vielfalt der Möglichkeiten nervös zu machen.
Ja, ich weiß, ich weiß ja (lächelt).
Ich sage dir da nichts Neues…
Das willst du doch!
Dein Wichtigstes finden, nur wie und wo?

Falsche Fragen, mein Liebling…

Die Frage heißt, WOMIT? welche deiner Eigenschaften dir dienen kann…
schauen wir einmal…

Nein? Das fällt dir nicht ein?

Dann will ich es dir sagen!
Es ist deine Fähigkeit, Ethik und Pragmatik miteinander zu verbinden: Die Gabe, das Not-Wendige mit dem Edlen zu verbinden.

Nicht wahr? Wenn du etwas kannst, dann Dinge zu hinterfragen…

Sieh das bitte nicht als Nachteil an!
Wer bereit ist, viel zu lernen, kann alles, was er gelernt hat, später auch lehren…

Weißt du: Nichts – nicht eine einzige Erfahrung, die du machst –
ist nur dazu da, DICH zu lehren.

Sie könnte, wenn du es willst, ebenso gut dazu da sein, andere zu lehren!
Das macht den Wert der wichtigen Jahre aus…

Aber du solltest anfangen, diesen Wert auch selbst als solchen zu sehen.

Gibt es irgendein Leid, das Frauen deiner Gesellschaft zu leiden haben,
das DU noch nicht kennst?

Was ergibt sich daraus?
Deine Fähigkeit, Mitgefühl zu haben UND deine Kompetenz,
diese Krisen zu meistern.
Ja, ich weiß schon:
Gerade jetzt fühlst du dich nicht als Meister der Situation…

Aber das liegt weniger an der Situation als an der Tatsache,
dass du viel zu wenig achtsam mit deiner Vergangenheit umgehst.

Liebe Angela, versuch es bitte weiter – noch ein bisschen konsequenter –
dich für deine Entwicklung zu ehren!
Wie viel hast du schon überwunden!

Es ist wie mit dem Helden der Antike:
Mit jedem überwundenen Abenteuer wurde ihre Kraft größer
und ihre Weisheit tiefer.
Siehst du nicht, wie viel stärker und weiser du heute bist?

Alles hat seine Zeit, alles seine Werte…

Wir hier, wir Frauen wussten das, weil wir die dreifache Göttin ehrten:
d
ie junge Frau, die Mutter und die weise Alte.

Die weise Alte zu werden, das ist jetzt dein Ziel!
Und du wirst – da bin ich sicher – mit diesem Ziel genauso sorgsam umgehen
wie mit den ersten Zielen.

In deiner Jugend war dein wichtigstes Anliegen, bezaubernd zu sein…
Erinnerst du dich?
Das war schön und du warst schön (lächelt).

In der zweiten Zeit war es dein wichtigstes Ziel,
deinen Kindern eine gute Mutter zu sein und deinem Mann eine gute Frau…
Mit aller Ernsthaftigkeit hast du dich an diese Aufgaben gemacht.

Nun endet die Wichtigkeit dieser Ziele…
Dein Werk war gut!

Es war schwer und doch hast du es mit Mut, Intelligenz und Tatkraft geschafft, das Beste aus den Umständen zu machen.

Nun beginnt die dritte Zeit.
Sie wird viel mehr Jahre in Anspruch nehmen als die anderen davor.

Deshalb ist es wichtig, von Anfang an zu wissen, was das Ziel ist.

Das Ziel ist, dass du im Einklang bist.
Mit DIR!

Das Ziel heißt:
Ich, Angela, bin eins mit dem, was ich tue, sage und glaube.

DAS ist die Kraft, mit der du mehr und mehr und mehr
die helfende weise Alte sein kannst.

Sind wir jung, beherrscht uns die Eitelkeit und die Angst, nicht geliebt zu werden. Sind wir in mittleren Jahren, beherrscht uns die Sorge um unsere Liebsten.
Und die Angst, zu verlieren, was uns so wichtig ist. 

Aber nun?
Nun dürfen wir uns selbst wichtig sein.
Nein, mein Liebling, wichtig ist nicht mehr, wie wir wirken oder was wir haben.

Wichtig wird, was wir SIND.
Wahr sein… authentisch sein, weil wir frei sind.

Wir wissen es längst: So vieles können wir verlieren im Leben.
So vieles kommt und geht, ist erst wichtig, mächtig und groß
und wird doch irgendwann unbedeutend, machtlos und klein…

Dieses Wissen kann schwermütig machen!
Aber nur dann, wenn an die Stelle dessen, was abgenommen hat,
nichts tritt, was zunehmen darf.

In der Darstellung der dreifachen Göttin liegt viel Weisheit.

Bei allen Dreien geht es um Liebe.
Jede Göttin ist für eine spezielle Form der Liebe zuständig.

Die erste Göttin für die Ich-Liebe.
D
ie zweite Göttin für die Du-Liebe.
Und die dritte Göttin für die Alles-Liebe.

Angela, du stehst an der Schwelle von der zweiten Göttin zur dritten!
Deine Seele ist bereit, nun zu lernen, viel zu lernen, bis sie sagen kann:
„Ich liebe Alles!“

Das ist ein schöner Weg, ein guter Weg.
Aber kein breiter, kein leichter.
Man muss ihn mit Achtung gehen, mit Geduld und Ausdauer.
Und je weiter man ihn geht, umso leichter fällt jeder Schritt…

Auf ihm zu gehen, bedeutet,
sich von der Mühsal der ersten beiden Wege zu lösen.

Er lässt es nicht zu, sich mit Unwesentlichem zu beladen,
e
r lässt es auch nicht zu, immer und immer wieder zurückzuschauen…

Den Blick stets aufs Nächstliegende gewandt,
achtsam im Hier und Jetzt,
das feste Ziel immer bewusst gehalten:
Ich will ALLES lieben…
Das, was war, genauso wie das, was kommt…

Das, was schwer ist, genauso wie das, was leicht ist…

Mich, das du und erkennen können, wie alles miteinander verwoben ist.

Die erste Göttin sagt: Wie wirke ich?

Die zweite Göttin fragt: Wie bin ich?

Und die dritte Göttin fragt: Was bin ich?

Und die Antwort heißt nicht gut oder weniger gut,
die Antwort heißt: WAHR!

Diese Zeit beginnt damit, die eigenen Wahrheiten zu überprüfen.
Und sie endet damit, zu erkennen,
dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit leben muss
und das macht darum mitfühlend, weise und stärkend.

Doch nun genug zu meinem Anliegen.

Ich weiß, diese Zeit ist nicht leicht für dich.
Es scheint, als würde alle Welt dich zwingen,
bis in deine tiefsten Tiefen zu schauen.

Bitte betrachte alles, was ich sage, als Appell an dich.

Nicht zu vergessen, dass alles, was geschieht, dazu da ist,
dich weiter und weiter zu führen zu WIRKLICHER Freiheit und Wahrhaftigkeit.

Es lohnt sich!
Und ich denke, ich sage kein Geheimnis, wenn ich behaupte,
dass weder in der ersten noch in der zweiten Zeit
eine Frau wirklich je Frieden hat…

Es ist die dritte Zeit, die den Frieden bringt… in uns und für andere.

U: Ich danke dir, Warna, das sind sehr weise Worte.
Aber Angela hat ja auch ganz konkrete Anliegen,
ich hoffe, dass wir jetzt nicht zu theoretisch waren…

W: Uta, wer sich auf einem schmalen und mühseligen Weg befindet,
hat nichts so nötig, wie das Ziel zu kennen.
Ich will Angela nicht im Unklaren über ihr Ziel lassen.
Es könnte sonst sein, dass sie sich viel zu schnell erschöpft.

Wir dürfen euch keine Zukunftsprognosen geben,
aber die Bilder, die wir beschreiben,
sollen nicht der Unterhaltung dienen!

Sie sind so symbolisch wie Träume:
Sie beschreiben das Gestern, das Jetzt und das mögliche Morgen.

U: Du meinst die Anfangsszene?

W: Von dem Moment an, an dem ich dich vor das Boot stellte und bat, einzusteigen.

U: Oh, so habe ich das noch nie gesehen!

Warna lachend: Dann wird es doch Zeit!

U: Gut, ich würde jetzt gerne die Fragen von Angela stellen.

W: Eines noch: Angela, du bist NICHT allein, niemals, in keiner Minute!

Es wäre schön, wenn du mich fühlen, spüren
und verstehen lernen könntest…

Du bist niemals ohne uns.

Ich weiß, du bist sehr vernünftig und es ist deine Vernunft,
die so sehr geschätzt wird.

Wir schätzen sie auch!

Aber hinter der vernünftigen Angela liegt eine Seele
mit tiefster Sehnsucht danach, nicht mehr allein zu sein!
Wir wissen das… wir fühlen mit dir!

Spuren des Behütet seins: kannst du sie noch sehen in deinem Leben?

Sie sind da, du irrst dich nicht.
Aber sie sind schwer zu erkennen.
Man sieht sie nur dann gut, wenn man begreift, das NICHTS,
was gut ist, auch selbstverständlich ist.

Ich weiß, dass du dich darin übst und ich bin sehr, sehr stolz auf dich!

Was dich sonst hindern würde, die dritte Stufe zu gehen, wäre Bitterkeit.

Werde nicht bitter!
Darum bitten wir dich so sehr.

Jetzt, Uta, kannst du gerne Angelas Fragen stellen.

U: Angela fragt: Kannst du etwas über ihre Bestimmung sagen?

W: Angela, Bestimmung würde bedeuten,
dass du keine Entscheidungsfähigkeit besitzt, das ist aber nicht der Fall.

Was ich dir sagen kann, ist, welche Möglichkeiten du besitzt.
Du besitzt die Möglichkeit, genau das zu tun,
was du hier getan hast: Beraten, Trösten, Stärken!

U: Angela fragt, was sie daran hindert,
mit ihren therapeutischen Fähigkeiten nach außen zu gehen?

Gibt es Ahnen, die damit zu tun haben?
Muss sie da noch einmal besonders hinschauen?

W: Ja, zum Teil ist es Ahnenlast.
Zum Teil ist es das verlorene Vertrauen darin, dass du in deiner Hilfe
auch als Helfer verstanden wirst.

Da liegen Inkarnationserfahrungen, die dir immer noch Angst machen,
dass du als Helfer bekannt wirst!

Deine Hilfe wurde „bestraft“, es ist schwierig,
über diese Erfahrung hinwegzukommen.

Und das Dritte ist die Schwierigkeit, dich entlohnen zu lassen für etwas, was du „gut meinst“ und was dir „heilig“ ist.

Erinnere dich, wie wir es machten.
Lies es noch einmal, was ich in diesem Leben hier tat
mit den Geschenken der Hilfsbedürftigen.

U: Angela fragt, warum sie sich noch nicht entscheiden kann,
mit wem sie arbeiten will.
Hängt das mit der ersten Frage zusammen?

W: Uta, hast du gesehen, mit wem ich hier gearbeitet habe?

U: Ich habe niemanden gesehen.

W: Ich habe mit den Ratsuchenden gearbeitet und mit Gottes Führung!

Angela, ich darf dir nicht sagen, was du tun oder lassen sollst.
Aber ich darf dich darauf aufmerksam machen, dass es WAHR sein muss!

Es muss sich in dir wie ein JA! Anfühlen!!!

Wer Rat sucht für die Zukunft, könnte sich die Vergangenheit anschauen…

Wie war das mit deinen Erfahrungen von Zusammenarbeit?

U: Angela schreibt: Bei der Fuß – (und Hand-) Reflexzonenmassagen,
die ich gebe, erfahre ich immer wieder, dass meine Hände Gutes bewirken,
traue mich aber nicht so recht an andere Körperteile.
Sollte ich?

An dieser Stelle lacht Warna.
Wenn ja: wer oder was hindert sie?
Angela, du hinderst dich selbst!
Aber das ist ganz normal, noch bist du nicht im Fluss.

Du folgst nicht deinen Impulsen, versuchst, „sicher“ zu gehen
und vertust damit viele gute Erfahrungen.
Aber darüber darfst du jetzt nicht traurig sein, das ist ganz normal!

Sich treiben lassen beim Helfen, ach Liebes,
das wird es sein müssen, wenn du weiter und weiter gehst.

Wenn ein Kunststudent endlich aufhören darf, seinen Meister zu kopieren,
dann verfällt er fast immer in eine Art Handlungs-Starre!

Das viele Nacheifern hat ihm den Zugang zur Inspiration verdorben.
Und erst nach und nach wird er, so er der Hemmung widersteht,
lernen, sich in seiner Arbeit wieder treiben zu lassen.

Heilen ist auch auf Inspiration angewiesen!

Angela, das ist es eben gerade, warum ich sagte:
Ich wünsche mir so sehr, dass du uns mehr fühlen lernst!

Es geht keineswegs darum, dem erlernten Wissen zu entsagen.
Sondern es geht mir darum, daraus UND der Inspiration
die WAHRE Angela-Art werden zu lassen.

U: Ihre medialen Fähigkeiten: Sie würde gerne mehr dazu wissen.
Wie kann sie die weiter entwickeln, wohin führen sie Angela?

W: Wie sie die weiterentwickeln kann, wirst du ihr sagen können.
Wohin sie dich führen?
Umfassender zu helfen und die Last der Verantwortung mit uns zu teilen.

Weißt du, früher wusste es noch jeder Arzt:
Ohne Gottes Hilfe stirbt der Mensch am Schnupfen!
Aber MIT uns kannst du effizienter, zielorientierter und schneller helfen,
dass die Menschen in ihre Kraft kommen.

Angela, deine große und älteste Angst ist die davor,
abhängig zu machen und abhängig zu sein!
Du hast sehr schlechte Erfahrungen mit beidem gemacht.

Aber mediales Helfen ist – wenn es in Wahrhaftigkeit geschieht – Zusammenarbeit, es ist das Wertschätzen aller beteiligten Kräfte:
Des fundierten Wissens des Heilers,
der liebenden Fürsorge der jenseitigen Hüter des Kranken
und der nach Lebendigkeit sehnenden Seele des Hilfesuchenden.

Medialität kann eine unschätzbare Hilfe sein!
Aber ob du dich auf diese deine Gabe zurückbesinnen magst oder nicht,
das entscheidest du!
Es geht niemals!
Es sei denn, es ist dir in WAHRHEIT willkommen.

U: Ich fasse jetzt mal die letzte Frage zusammen:
Väterlicher- wie mütterlicherseits gibt es erhebliche Probleme mit dem Herzen, auch Angela hat inzwischen Probleme mit Herz-Rasen, sogar in Ruhephasen.
Ist da was in ihrer Ahnenreihe, was es anzuschauen und zu befrieden gilt?

B: Ja, Vernichtungs-Angst, sobald man der Norm,
der Forderung des Kollektivs nicht mehr entspricht.
Das ist leider auf beiden Seiten sehr stark.

Das Herz rast, wenn man Angst hat
und wenn man die Angst NICHT in eine Bewegung umsetzen kann.

Angela, bitte IM FLUSS sein, Wahr!!!!!! Sein…
auch emotional.

Schau dir deine Ahnen an:
Wie WAHR waren sie emotional?
Hier liegt Schmerz, aber auch ohnmächtiger Zorn über Generationen…

Hier liegt Angst, Angst, Angst…
Warum hast du JETZT Angst?
Weil es gilt, eine Schwelle zu überwinden.
Du stehst davor, du FÜHLST sie!

Aber DARFST du sie nehmen?
Darfst du Risiken eingehen?

Ich sage: Ja!

U: Was kann sie tun, um die Kette zu durchbrechen?

W: Die Angst und den Zorn zurück geben.
Es sind im wahrsten Sinn des Wortes Schwellenängste.

U: Ja, liebe Warna, dann möchte ich mich sehr bei dir bedanken und ich hoffe, dass es Angela hilft.

W: Ich möchte ihr das hier geben.

Sie gibt mir einen fein polierten Stein, er ist tiefschwarz.
Aber wenn die Sonne darauf scheint, leuchten tausend Sterne in ihm.

Angela, es ist gut, mit beiden Beinen auf der Erde zu bleiben.
Aber du bist AUCH ein Sternenkind, vergiss es nicht.

Beides ist wahr: ganz Mensch, ganz Gotteskind!
Beides braucht die Möglichkeit, gelebt zu werden.

Ich habe dich sehr, sehr lieb…
WEIL ich dich kenne!