Ahnen

Niemand hat die Verantwortung für dich außer du selbst


Niemand hat die Verantwortung für dich außer du selbst.

Überwindung der Angst vor der eigenen Größe

Kämpfe für das Gute

Das ist deine Aufgabe:
Dich anzuschauen und herauszufinden,
wie und was du bist.
Niemand – kein einziger Mensch – hat sonst die Verantwortung dazu.

Die Männer, die du wählst, sind ein Hinweis für deine Söhne,
wie ein Mann sein soll.

Liebe ist nicht, die Dinge für andere in Ordnung zu bringen!
Sondern ihnen zuzutrauen, dass ihre Seele selbst am Besten weiß,
was für sie in Ordnung ist.

Schutzengelkontakt

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Ina zu verbinden.
Ina bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe vor einem sehr einfachen Haus, eher eine Hütte aus Wellblech und Holz, eine Veranda ist davor, es führen drei breite Stufen zur Eingangstür.
Vor dem Haus steht ein altes Auto, so wie ich sie aus amerikanischen Filmen kenne.

Die Landschaft hier ist eher karg.
Etwas entfernt sehe ich so etwas wie einen Gemüsegarten und einen Ziehbrunnen
und eine nicht asphaltierte Strasse führt links weiter.
Dort stehen mehrere solcher Häuser wie dieses hier.

Die Tür wird geöffnet und eine alte, kleine Frau tritt heraus.
Sie trägt eine blaue Latzhose und das Haar zu zwei Zöpfen geflochten.
Jetzt sehe ich, dass sie anscheinend indianischer Abstammung ist.

Sie kommt mir lächelnd und mit ausgestreckten Armen entgegen:
Willkommen, Willkommen meine Liebe, ich freu mich, dass du da bist für meine Kleine.

Ich freue mich sogar sehr, es gibt so viel zu erzählen.
Wir machen die Einführung kurz, einverstanden?

U: Ja, wenn du der Guide von Ina bist.

G: Ja, ja, natürlich bin ich das.

Also, kommen wir zur Sache:
Das hier ist Navajo Terretory, USA 1941, und ich bin Martha.

Ja, tut mir leid, kein indianischer Name, Martha eben…

Es gibt eine Menge, die nennen mich nur Grandma, aber davon will ich nichts hören. (Lacht.) Komm, komm mit rein.

Wir gehen ins Haus, das kaum mehr als ein einziger großer Raum ist.
Hier wird anscheinend gekocht, gearbeitet und geschlafen.

M: Oh, nein, nein, es gibt sogar zwei Schlafzimmer.
Aber ich habe jetzt auch noch meine Nichte und ihre Tochter bei mir aufgenommen.

Da müssen wir ein wenig zusammenrücken.
Das hier ist etwa 5 Jahre vor meinen Tod und es ist der Höhepunkt meines Lebens.
Ich bin jetzt 82 Jahre alt und ich habe wahrscheinlich mehr erlebt
als alle Generationen von Frauen vor mir.

Ich wurde noch in dem Zelt meiner Mutter geboren,
ich erlebte die Deportation und den Hunger hier…

Ich erlebte, wie sie unsere Männer zu Säufern machten, unsere stolzen Krieger…
Und unsere Frauen wurden zu Huren für ein Pfund Zucker…

Und ich erlebte die Weltwirtschaftskrise, in der sie einfach vergessen haben,
uns Nahrungsmittel zu bringen!

Und jetzt ist der zweite Weltkrieg und alle jungen Männer sind bei der Armee.
Angeblich freiwillig!
Aber ich sage dir: Keiner ging freiwillig.

Das alles, das alles in einem einzigen Leben!

Und das alles, um zu lernen, dass man sowohl ein Krieger
als auch ein Heiliger sein muss.
Ja!

Darum geht es: Es geht um den Kampf FÜR das Gute!

Deshalb bin ich Inas Guide, weil sie auch beides in sich hat:

Sie hat die Sehnsucht nach dem, was göttlich ist und sie hat das Herz eines Kriegers.

Das muss man lernen, zu respektieren, sonst gehst du hoffnungslos unter.

Es ist schwierig, wenn man in sich zwei so unterschiedliche Prinzipien vereinen muss
wie wir es tun.

Der Schlüssel zu dir selbst als Frau, das ist immer die Mutter!
Die Mutter zeigt dir, wie du werden musst.
Sie ist der Wegweiser, ob du das willst oder nicht.

Kann schon sein, dass der Wegweiser in die Richtung zeigt,
die du aus Verständnis und eigener Ansicht ablehnst oder (lacht) die du aus Trotz ablehnst.

Aber dann wirst du eben in die gegenteilige Richtung marschieren
und so ist sie eben DOCH der Wegweiser.

Und was machst du, wenn du ganz anders als sie bist?
Was dann?
Du machst dich auf einen sehr langen Umweg.

Ha!
Nein, du willst einwenden, dass es doch eigentlich keine Umwege gibt,
dass allein das auf dem Weg sein schon richtig ist.

Aber Kindchen, so gerne ich dir da zustimme:
Umwege sind doch auch eine verschwendete Energie!

Die lehren dich so manches, das ist wahr, dennoch:
Es ist besser, wenn man den direkten Weg gehen darf.

Die Mutter von Ina hat nicht die gleichen Hürden zu bewältigen wie sie!
Und sie hat auch nicht die gleiche Veranlagung:
Sie ist auch stark, oh ja, und das verbindet beide.
Aber sie ist ganz anders.

Und meine Ina, die ist immer noch auf der Suche
nach dem rechten Muster für ihr Frau und Mutter sein.

Sieh nur, hier habe ich einen Mais-Teig, den gieße ich jetzt in diese Kreisform.

Wenn ein Mädchen heranwächst, dann ist für das Verständnis des Kindes keine Form richtig, außer der ihrer Mutter.
Das geschieht ganz unterbewusst.

Was passiert aber, wenn das Mädchen merkt, dass diese Form für sie einfach nicht passt?
Sie muss sich eine andere suchen und das ist sehr, sehr schwer.

Denn an wen kann sie sich nun halten?
Sie muss andere Mütter beobachten und sie muss sich an dem orientieren,
was die Gesellschaft, in der sie lebt, als richtige Form darstellt.

Vor 60 Jahren waren das richtige Mütter in deinem Land,
die ihr Leben ganz dem Mann und der Familie opferten…

Vor 400 Jahren waren das die richtigen Mütter, die stark das Kommando
über Kind und Gesindel führten und in Haus und Hof das Sagen hatten.

Und heute?
Gibt es noch ein passendes Bild?
Gibt es überhaupt ein einheitliches Bild?

Du meine Güte, was eine „gute“ Frau bei euch alles sein soll!
Sie soll ALLES können…
Sie soll eine aufopferungsvolle Mutter sein…
Sie soll eine attraktive Geliebte sein…
Sie soll eine selbstbewusste und ehrgeizige Geschäftsfrau sein…

Sie soll, sie soll, sie soll!

So, und nun haben wir hier unsere Ina.
Die nicht so ist wie die Mutter…
Aber auch nicht so, wie das, was die Gesellschaft verlangt.
Und die gar nicht mehr weiß, wer und was sie nun eigentlich ist.

Die alles richtig machen will und doch nicht verstanden wird!
Die so allein ist und nicht einmal weiß, was eigentlich bei ihr so kompliziert sein soll.

Ina war immer anders und es war nie einfach für sie, GENAUSO zu sein!
Und es war nie einfach, verstanden zu werden.
Die Urteile der anderen, die waren selbst, wenn sie einigermaßen zutreffend waren,
nie ganz wahr.

Ina! ist! anders!
Sie ist und bleibt das „Anders-Kind“.

Jetzt ist es an der Zeit zu verstehen, dass es gut, gut, gut ist, anders zu sein.
Es ist gut so, wie du bist, Ina.
Es ist doch so gut!

Ina, in dir ist ein großes Bedürfnis nach Wahrheit und Gerechtigkeit
und eine große Kraft, diese Werte in deinem Leben durchzusetzen.

Da ist das Herz des Kriegers!

Aber in dir ist auch große, große Angst, dass die Dinge nicht so gehen,
wie du sie geplant hast.
Das du etwas tust oder versäumst und das dann schreckliche Folgen haben könnte.

Du bist stark, aber du bist so wenig zuversichtlich.
Du hast so wenig Vertrauen in uns
und viel zu viel Verantwortungsbewusstsein für Dinge,
die du gar nicht in der Hand hast!

Von denen du nur denkst, dass du dafür zuständig wärest.

Und wenn es dann nicht so läuft, wie du es erwartet hast, dann suchst du die Schuld bei dir. Aber, mein Herz, die Schuld:
Muss es die denn überhaupt geben?

Kann es nicht auch sein, dass es Dinge gibt, für die du selbst verantwortlich bist?
Aber noch viel mehr: für die du keine Verantwortung trägst?

Ich will dir sagen, wofür du verantwortlich bist: 
Du bist verantwortlich dafür, wie du über dich denkst.

Das ist deine Aufgabe, dich anzuschauen und herauszufinden, wie und was du bist.

Niemand, kein einziger Mensch, hat sonst die Verantwortung dazu.

Sieh dich an und sieh, dass du eine ganz einmalige Seele bist.
Du bist einerseits ein Idealist…
Ein Weltverbesserer…
Ein Träumer im besten Sinn…
Und andererseits bist du ein Kämpfer, ein Krieger.

Beides ist in dir, das Weiche und das Harte.
Und beides ist gleich viel wert.

Du kannst sehr mitfühlend sein…
Du kannst sogar romantisch sein…
Ja – so gar nicht ganz von dieser Welt – so naiv kannst du manchmal sein (lacht).
Aber du kannst auch zielstrebig und zäh sein…
Hartnäckig und sogar wütend.

Beides, beides ist gut.
Urteile nicht einseitig: BEIDES ist so gut.

Du bist weit gegangen, du hast einige Umwege genommen.
Aber was nun noch fehlt, das ist, dass du aufhörst,
deine einzelnen Aspekte zu beurteilen!

Alles ist gleich wichtig.

Bitte, meine Liebe, habe keine Angst.
Dir wird nichts aufgeladen, was du nicht tragen kannst!
Aber es wird auch nichts zurückgehalten, was dir hilft, dich weiter zu entwickeln.

Wirf einen Blick zurück auf die Ina der frühen Jahre:
Wer hat dich schon verstanden?
Und sieh dich heute um…

Ina, DU musst DIR zuerst Verständnis entgegen bringen1

Du neigst dazu, immer wieder zu hinterfragen,
ob das, was du tust, auch WIRKLICH gut GENUG ist.
Was ist denn je so gut, dass man es nicht doch noch verbessern könnte.

Könntest du dir vorstellen, dein Leben anzusehen und zu sagen:
Das war alles gut!
Meine Erfolge waren gut!
Meine Anstrengungen waren gut!
Meine Niederlagen waren gut!
Meine Fehler waren gut.

Ich sehe dein Leben an und ich sage über dein Leben bisher:
Es war alles gut!

Versuch, bitte etwas von dem Vertrauen, das du in deine eigenen Fähigkeiten setzt,
an uns weiter zu geben.
Du bist schon auf dem besten Weg dort hin.

Wir sind für viel mehr verantwortlich, als du denkst!
Wir sind überhaupt nicht gegen Fehler!
Es ist gut, Fehler zu machen…

Die Frage ist nicht, ob man etwas falsch oder ungenügend macht…
Die Frage ist, was man daraus für Erkenntnisse zieht.

Bitte, mein Herz, versuche, nicht zu urteilen!
Nicht über dich, nicht über andere.

Jeder ist, was er sein kann, du auch.

Bei anderen gelingt es dir schon!
Aber bei dir?

Ich sage dir noch einmal: Es war sehr gut!
OBWOHL du anders bist!
Und gerade da, wo du ganz anders warst, warst du besonders gut.

Ich hier:
Ich war ganz anders als meine Mutter, als alle Mütter vor mir
und ich bin anders als alle nach mir.

Ich habe nämlich meine Welt durch meine Augen gesehen!
Und was uns beide vereint, ist, dass wir Kampfgeist, Gerechtigkeitssinn
und Mitgefühl vereinen können.

Lange, lange habe ich mich selbst immer wieder überprüft…
Habe ich mich gefragt, ob ich wohl gut genug bin…

Doch dann habe ich es verstanden:
Allein diese Frage zu stellen, ist Hochmut!

Ich bin noch im Glauben an den großen Geist und an Mutter Erde aufgewachsen.
Und ich habe verstanden, dass mich Mutter Erde natürlich!
genauso gut gemacht hat wie alle anderen auch.

Nichts auf dieser Welt ist falsch, alles und jeder hat seinen guten Platz!
Ich also auch.
Du also auch.

Schimpf nicht deinem Gott, indem du sagst:
Mich hast du nicht gut genug gemacht. (Lächelt.)

So, jetzt sollten wir die Fragen stellen, die es zu stellen gibt.

Ich werde dir niemals sagen: Tue dies und lasse das!

Aber ich werde dir zeigen, wie du Vertrauen
in deine eigenen Antworten auf deine Fragen bekommen kannst.

Ina, ich will nicht, dass du von mir abhängig wirst, um Fehler zu vermeiden.

Ich will, dass du soviel Vertrauen in uns aufbaust,
dass du es lächelnd ertragen kannst, auch einmal ganz falsch zu liegen.

Du bist nun einmal impulsiv und das ist auch dann noch gut,
wenn sich rausstellt, dass es ein Fehler war.

Denn jeder Fehler ist ein Schritt weiter auf dem Weg der Weisheit.

Du hast Mitgefühl mit anderen und nun übe auch bitte Mitgefühl mit dir.

Mit einer Frau, die sind je her versucht, alles richtig zu machen.

U: Danke Martha, beginnen wir mit den Fragen?
Warum bist du ihr Guide?

M: Sie war mein Sohn.

U: Hier?

M: Nein, noch ehe wir in die Terretories gingen!

Und schon damals war nicht klar, was sie werden würde:
Krieger oder Medizinmann, beides war in ihr.

Aber sie war lieber ein Krieger!
Ihre Furcht, auch nur eine Winzigkeit falsch zu machen bei den Ritualen,
war zu groß.
Sie hatte schon damals zu wenig Vertrauen in uns hier.

Sie dachte, alles und jedes hinge dann von ihr ab.

U: Was ist ihr Lebensplan?

M: Zu lernen, den Krieger und den Medizinmann zu verbinden…
Kampfgeist und Weisheit…
Aggression und Güte.

Und damit Frieden zu machen, dass sie anders ist als andere…
Ohne sich zu verurteilen, ohne andere zu verurteilen.

Auch diese Inkarnation mit mir als Indianer war nichts weiter als die Folge anderer,
in denen sie ihre Fehlerwirkung so sehr überschätzte.

Ihre Seele hat große Angst, Falsches zu machen,
sie hat sich nicht mit sich ausgesöhnt.

Nimm die Gelegenheit wahr, deine Angst zu überwinden,
dich durch Fehler schuldig zu machen.

Nimm diese Gelegenheit wahr, zu erleben,
dass du so, wie du bist, in uns eingebunden bist!

Alles, was ist, ist richtig.

Du warst dir damals ein gnadenloser Richter und ich bin so froh,
dass es diesmal besser läuft.

Du lebst unter einem schrecklichen Eindruck der Seele,
ganz allein verantwortlich zu sein für ein Desaster, aber du bist es nicht!

Überwinde diese Angst!

Ich bitte dich so sehr darum, dass du das tust.

Sie ist immer noch zu schwer, um sie zu tragen.

Das ist göttliche Verantwortung, kein Mensch trägt sie.

U: Sie fragt, warum sie Migräne hat und was sie dagegen tun kann?
Ich meine oft, ich müsse sterben und bekomme einen Schlaganfall.

M: Ina, du wurdest mit einer Axt getötet, dein Kopf wurde gespalten!
Das geschah, weil du und drei andere Wachen nicht aufmerksam waren,
als sie Wache hielten.

Aber du konntest nichts dafür, ihr wart zu Tode erschöpft.
Niemand konnte etwas dafür.

Doch in deiner Seele hat sich die angebliche Schuld eingegraben!
Hast du dir die Schuld für den Tod so vieler Brüder und Schwestern gegeben.

Aber verstehst du:
Nicht du bist die Ursache, sondern das war Lebensplan aller.
Du warst nichts weiter als das Werkzeug.

Du hast zwei Lehren daraus gezogen: 
Einerseits musst du von nun an immer dafür sorgen, dass du wirklich gut ausgeruht bist…
Und andererseits darfst du deine Pflicht nicht versäumen.

Jetzt sieh dir dein Leben nur an!
Sieh deinen Alltag an: Wie oft bis du zwischen beiden Anforderungen hin und her gerissen?

Das ist eine sehr große innere Spannung, in der du lebst!
Und sie erzeugt, wenn die Spannung zu stark wird,
die Migräne als sichtbares Zeichen der Überforderung deiner Seele.

Erst wenn du eine gleichmütigere Einstellung bekommst, kann die Migräne weichen.
Erst wenn du gelernt hast, zwischen den Verantwortlichkeiten zu unterscheiden:
Zwischen dem, wofür du selbst verantwortlich bist…
Und dem, wofür die anderen verantwortlich sind…
Und dem, wofür Gott verantwortlich ist…
Dann kannst du dich aus diesem Teufelskreis lösen.

Noch brauchst du die Migräne, um dich von deinen Pflichten zurückzuziehen…

Wenn du verstehst, ein Gleichgewicht zwischen der Pflicht, zu ruhen
und der Pflicht tätig zu sein, aufzubauen,
kannst du – wenn du möchtest – deine Migräne fahren lassen.

Es ist einerlei, welchen Arzt du wählst.
Aber ich würde diese, die Knochen richten, nicht außer Acht lassen.

U: Chiropraktiker?

M: Nein, die heißen anders.

U: Osteopathen?

M: Ja, bei ihr sitzt kein Bein mehr dort, wo es sein soll: alles verschoben.
Aber es verschiebt sich immer wieder, wenn sie ihre Einstellung nicht ändert.

U: Ina fragt, ob zwischen ihr und ihrem ehemaligen Geliebten
eine seelische Verbindung besteht.

M: Ja, aber das ist nichts Außergewöhnliches, das ist nicht die Frage!

Die Frage ist, wieso du es als genug empfunden hast,
die Geliebte statt die Frau zu sein.

Ina, solange du glaubst, dass du es nicht „richtig“ machst,
eine Frau zu sein, solange verlierst du.

Jede, die davon überzeugter ist als du, gewinnt.

Bitte versuch zu verstehen, warum dein Geliebter ein guter Fehler war!
Du hast gelernt, dass du leidenschaftlich bist…
Du hast gelernt, dass du schön bist…
Du hast aber auch gelernt, dass es mit Mitgefühl allein nicht getan ist!

Dass du auch kämpfen musst!
Dass du FÜR das Gute kämpfen musst
und auch für DICH Mitgefühl entwickeln musst.

Er hat dich viel gelehrt!

Mach nicht den Fehler, zu meinen, das sei nun das Ende deiner Entwicklung.

Natürlich kannst du wieder einen Mann haben!
Und was für einen du haben kannst!

Aber dann, meine Liebe, wird es notwendig,
dass du deine Auswahlkriterien ein wenig veränderst.

Der nächste Mann soll einer sein, von dem deine Söhne lernen dürfen,
was ein guter Mann ist!
Sie haben auch nicht die richtige Form für ihren Mais-Teig,
sie suchen auch und du kannst ihnen sehr helfen, wenn du nun auch daran denkst.

Die Männer, die du wählst, sind ein Hinweis für deine Söhne, wie ein Mann sein soll.

Du musst das nicht, aber es wäre für dich und für sie sehr gut.

U: Also gibt es für sie noch einen Lebenspartner?

M: Oh ja, den gibt es, aber er ist nicht leicht zu finden (oder halten).

Es muss einer sein, der eine starke Frau, die trotzdem ein kleines Mädchen ist, aushält…

Der sie nicht mit Verantwortlichkeiten, die nicht ihre sind, überschüttet…

Der stark genug ist, auf gleicher Stufe zu stehen.

Du wirst ihn suchen!
Du spürst doch selbst, wie es dich zieht, also folge deinem Instinkt.

Aber vergiss auch nicht deinen Verstand.

Zeige von Anfang an deine beiden Seiten: deine Stärke und deine Sanftheit.
Spiele kein Rollenspiel, sei du selbst, sei wahrhaftig.

U: Was kann sie dazu tun, dass sich ihr Sohn mehr für die Schule interessiert
und er sich für den richtigen Ausbildungsberuf entscheidet?

M. seufzt: Was konnte ich dazu tun, dass du statt eines Medizinmanns Krieger wurdest?

Liebe, wir können unseren Kindern den besten Weg durchs Leben zeigen,
aber wir können sie nicht zwingen, ihn zu gehen!

Sei ganz aufrichtig.
Sage ihm, was er tut und welche Konsequenz es haben wird.
Und dann sage ihm: 
Ich traue dir zu, dass du eine für dich richtige Entscheidung treffen kannst.

Tue das, was du glaubst, dass es richtig sei.

Ich werde – wie auch immer du entscheidest – deine Mutter sein, die dich lieb hat.
Aber ICH werde nicht für deine Entscheidungen gerade stehen.
Bedenke das!

Es ist DEINE Verantwortung und es werden DEINE Konsequenzen sein,
die DU zu tragen hast.

Mehr kannst du nicht tun.

U: Warum hat sie mit ihrem Sohn schon immer Probleme gehabt?

M: Ich bedauere, ich darf es dir nicht sagen.

Liebe ihn, wie er ist, suche keine Schuld:
bei dir nicht, bei ihm nicht!

Alles, was du kannst, ist, ihn zu begleiten in seiner Art, zu leben.

Er hat seine Lebensaufgabe gewählt und er ist anders,
als du es möchtest, das ist sein Recht.

U: Wie heißt ihr Krafttier?

M: Der Adler.

U: Möchtest du ihr noch etwas abschließend sagen?

M: Ich soll sie von ihrem Vater grüßen, alles war gut, er dankt euch allen.

Bitte versuch, mehr zu beten, ich bitte dich!
Wirf mehr auf uns und hör uns zu.
Vertrau uns doch!

Könnt ihr eurem Leben auch nur fünf Minuten zusätzlich geben?
Nein, das könnt ihr nicht!
Gibt es überhaupt irgendeine Sicherheit?
Nein, das gibt es nicht.

Sieh nur den Tod deines Vaters.

Es gibt Dinge, da könnt und sollt ihr Einfluss nehmen.
Aber viel mehr als die Bewältigung des Alltags ist es nicht.

Wir lieben euch und wir sind gerne da, um euch zu helfen.

Wenn du dich fragst, warum du so wenig Geld hast,
dann frage dich, warum du dir so wenig wert bist.

Du hältst viel zu wenig von DIR!
Viel zu wenig.

Nur deine Verantwortlichkeit, die kann dir gar nicht groß genug sein.

Einerseits willst du mehr Geld verdienen,
andererseits scheut sich deine Seele vor noch mehr Verantwortung.

Es geschieht immer das, was deine Seele möchte.

Bitte versuch, das zu verändern.

Es wird Zeit, Ina, es wird wirklich Zeit,
dass du die Grenzen deiner Verantwortung siehst.

Dann muss sich deine Seele auch nicht vor einem Ganztags-Job fürchten.

Ich schenke dir das hier: 
Sie gibt mir eine Adlerfeder, die in Gold eingefasst ist.
Das soll dich an mich erinnern und daran, dass wir da sind.

Du kannst mich fühlen, ich bin in dir, in deinem Herzen.

Du wirst eines Tages eine so Alte sein wie ich.
Und du wirst wie ich erfahren haben, dass wir nur wenig mehr tun können
als anwesend zu sein, das aber aus vollem Herzen.

Jeder Mensch hat sein geheimes Lebensziel!
Jeder Mensch hat seine Entscheidungsfreiheit, vergiss das nicht.

Liebe ist nicht, die Dinge für andere in Ordnung zu bringen,
sondern ihnen zuzutrauen, dass ihre Seele selbst am Besten weiß,
was für sie in Ordnung ist.

Versuch hin und wieder die Position des Adlers einzunehmen.
Die Gefahr, sich in Details zu verrennen und darüber den Überblick zu verlieren, ist sehr groß.

Betrachte deine Probleme einmal von oben herab!
Und du wirst sehen: Viele sind so klein, dass man darüber ruhig lächeln darf.

Auch über deine Mutter darfst du ruhig lächeln.

U: Ich danke dir sehr, Martha.
Und ich wünsche dir noch viel Freude mit Ina.

M: Ha! Ich dir auch, meine Liebe!