Gesamt-Seele

Eine Gesamt-Seele berichtet über den Sinn der 7. Ebene

Eine Gesamt-Seele berichtet über den Sinn der 7. Ebene

Wir Seelen verbinden wir uns mit unendlich vielen Ichs.

Das ist „In Gottes Teil gehen“, ist in den Teil eintauchen,
der sein „menschlicher Teil“ ist.

Worte, um das zu beschreiben,
kann ich dir nicht geben,

Bilder reichen nicht.
Lass es mich mit Glanz und Licht beschreiben,
mit unendlicher Freiheit, Größe und Leichtigkeit.
Bei jeder dieser Begegnungen verändert sich unser Ich,
wir werden größer, stärker, heller.

Verstorbenenkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit Emma zu verbinden. Emma wurde 1895 geboren und starb 1980. Ihre Urenkelin Angelika bittet um diesen Kontakt.

Es dauert lange, ehe der Kontakt entsteht, Emma kommt nicht mehr in ihrer irdischen Gestalt zu mir, sondern als Lichtfigur, schimmernd blauweiß, nur ihr Gesicht ist noch schemenhaft zu erkennen.

Ich spüre ihre Wärme, sie hat eine sehr klare Energie, zupackend, aufrecht…

U. Danke, Emma, dass du gekommen bist!

E. Na ja, man kann das Kind doch nicht einfach so ohne Antworten lassen …

U. Deine Urenkelin hast du im Leben nie gekannt, gibt es einen Grund, warum du dich dennoch für sie einsetzt?

E. Nein, ich hab sie nicht mehr erlebt, aber das wäre nicht so wichtig. Wichtig ist, ob die Seelen zueinander gehören.

U. Kommst du deshalb nicht in deiner damaligen, menschlichen Gestalt?

E. Der Teil von mir, der Emma war, kann sich an Angelika nicht erinnern, sie kam in dem Leben nicht vor, aber ICH kann mich erinnern …

U. Du meinst dein Gesamtbewusstsein?

E. Wenn du das so nennen willst …

U. Du hast eine sehr hohe Energie, ich weiß nicht, wie lange ich die halten kann, kannst du dich etwas runterregeln?

E. Manchmal, wenn der Emma-Teil von mir spricht. Wird das reichen?

U. Ich hoffe, aber du hast meine Frage noch nicht beantwortet: Warum interessierst du dich für Angelika, obwohl sie erst nach dem Tod von deinem Emma-Teil geboren wurde?

E. Weil Angelika sich für mich interessiert, das ist die Resonanz. Ahnenliebe ist sehr stark, viel stärker, als selbst du weißt.

Ihr unterschätzt diese Kraft! In Angelika lebt ein Teil meiner irdischen Existenz weiter, das ist die Resonanz – Basis auf meiner Seite. Auf Angelikas Seite ist es das Gefühl, dass wir etwas miteinander zu tun haben. So knüpft sich das Band der Anziehung.

Angelikas Seele hat aus anderen Leben das Bewusstsein mitgebracht, dass es gut ist, die Ahnen zu ehren …

U. Aus vorangegangenen Leben? War sie Asiatin?

E. Sie war Buddhistin, sie war Keltin, sie weiß um diese Kräfte, die Ahnen und Nachfolger verbindet, sie nutzt sie sogar, ohne es zu wissen, sie ist eine sehr kluge Seele.

U. Du bist stolz auf sie?

E. Stolz? Das ist nicht der Ausdruck, den ich nehmen würde, dieses Gefühl ist sehr irdisch: Es ist Liebe, es ist Fürsorge …

Stell dir vor, es gäbe einen sehr großen Rosenquarz, der hat seine ganz einmalige Energie. Und jetzt stell dir vor, dass ein Steinschneider diesen großen Quarz in viele kleine Schmucksteine zerlegt: Auch im kleinsten Teil ist die Energie des Großen, er bleibt TEIL …
Angelika ist TEIL von mir, verstehst du jetzt?

U. Ja … möchtest du deiner Urenkelin etwas sagen?

E. Oh ja. Ich bin dankbar dafür, dass sie mich ehrt, indem sie mich aufsucht.

Angelika, du machst uns allen Ehre, denn du gehst so viel weiter, als wir je vor dir gegangen sind!

Du versuchst, den Sinn des Lebens zu verstehen. Nichts ist wertvoller als dies „Ich bin deine Ahnin“. Und wenn auch das Blut anderer mit in deinen Adern fließt, meinen Teil findest du auch in dir.

Ich war ein Mensch, dem das Leben keinen Raum gelassen hat, um viel über den Sinn des Lebens nachzudenken, das habe ich mir leichter gemacht als du. Ich dachte: Was selbst die klügsten Menschen glauben können, das wird schon nicht falsch sein und für mich reichen.
Da glaubt es sich leicht an Himmel und Hölle, an eine Jungfrau Maria und daran, dass Gott seinen Sohn geopfert hat, damit der Mensch erlöst werden kann…

Aber du gehst tiefer, obwohl du das nicht müsstest. Wie leicht wäre es für dich, einfach verbittert zu sein und zu sagen: Wenn es einen Gott gibt, wo ist der gewesen, als ich verunglückte? Es gibt NICHTS außer dem Leben, und wenn es vorbei ist, kommt NICHTS…

Du könntest es dir noch leichter machen und sagen: Gott ist grausam, er ist der grausame Besitzer einer grausamen Welt. Er opfert Unschuldige und fördert Schuldige, er hat mich zu Boden gestoßen und hilft mir nicht auf, was soll ich mit diesem grausamen Gott?
Auch das tust du nicht!

Meine liebe Angelika, und das ist etwas sehr, sehr Bedeutsames in unserer Sippe, etwas noch nie da Gewesenes.

Ich weiß, dass dir die ganze Bedeutung dessen noch nicht klar ist, und möchte es dir unbedingt erklären.

Es ist wie in der Biologie: Stell dir vor, es würde um Rosen gehen. Jahrhunderte lang würden an einem alten Rosenstock immer nur weiße, duftlose Blüten treiben, doch ganz plötzlich entspringt dem alten Rosenstock eine rosa Blüte, die duftet! Das wäre wie ein Wunder, nicht wahr? So ein Wunder bist du!

Aber wir wollen uns ja mit der Biologie beschäftigen: Der Duft dieser Rose hat einen Vorteil: Er zieht viel öfter Bienen an als die duftlosen Blüten, deshalb ist der Zweig, an dem diese Wunderblüte entsteht, letzten Endes die erfolgreiche Linie …

Jahrhunderte später wird an dem uralten Rosenstock keine einzige Blüte mehr zu finden sein, die keinen Duft hat.

Siehst du nun die Bedeutung, die du in der Sippe hast? Anders als in der Biologie der Erde ist die Biologie der Seelen nicht daran gebunden, dass Kinder des Leibes das Erbe weitergeben. Ob ein Vorfahre eigene Kinder hatte oder nicht, ist unwichtig.

Wichtig ist das seelische Erbe, das er allen Nachfahren – eigenen wie denen der Geschwister oder Cousins – weitergibt.

Ich spreche im Namen aller deiner Vorfahren: Wir bedanken uns für deine große Anstrengung, den Sinn des Lebens und Leidens zu suchen und für deinen großen Mut, der Bitterkeit und der Resignation zu widerstehen.

Niemand von uns hat das bisher geschafft.

Dein Sein ebnet den Weg der nachfolgenden Generation, nicht zu verbittern, nicht zu verzagen.

Es ist sehr, sehr leicht, dich zu lieben, Angelika, du bist uns allen eine große Kostbarkeit. Darum stehen wir dir gerne bei. Du störst uns nicht! Wenn du möchtest, dass wir dir mit unserer Kraft helfen, tun wir das gerne.

Wenn du uns darum bittest, Gott zu bitten, dir Kraft und Halt zu geben und deinen Weg so leicht wie möglich zu machen, tun wir das gerne.

U. Ui, das sind Zusammenhänge, liebe Emma, die mir so auch noch nicht klar waren. Ich danke dir! Darf ich dich jetzt bitten, die Fragen deiner Urenkelin zu beantworten?

E. Ja, jetzt wird der Emma-Teil von mir antworten, das wird dich nicht so anstrengen.

Die Energie verändert sich jetzt etwas, wird „kleiner“, aber immer noch ist da diese Liebe und Geduld, diese zupackende Art.

Jetzt sitzt hier bei mir eine zierliche Frau, die etwas älter ist als auf dem Foto. Die Haare verändern sich, hat ihr jemand kurz vor ihrem Ableben das Haar kurz geschnitten? Sie zeigt mir ihre Hände, die scheinen viel gearbeitet zu haben, einen Ring aus Gold trägt sie, der ist auch innen ganz abgearbeitet.

Sie zeigt mir einen Garten, der noch ein richtiger Nutzgarten ist, und wie sie Kartoffeln selbst auf dem kleinsten Fleck Erde angebaut hat, nicht allein, eine jüngere Frau hat ihr dabei geholfen.

Ein Mann auf einem Fahrrad hält kurz an, steigt aber nicht ab, sondern fährt weiter und ich spüre, wie Emma sich über den geärgert hat. Sie hat geschuftet, damit die Familie in der Notzeit zu essen hatte und er geht schon wieder und sucht sein Vergnügen. Ich denke vor allem, dass er Alkohol gesucht hat, aber da bin ich nicht sicher.

Sie zeigt mir viele Bilder, immer schuftet sie: versorgt Kinder, arbeitet und macht den Haushalt, versucht, alle irgendwie durchzubringen.

Jetzt zeigt sie mir ein Bett, über dem ein Kruzifix hängt und ein Rosenkranz und ein Marienbild hält sie in der Hand. Das Bett ist aus dunklem Holz mit einem hohen, geschwungenen Rückenteil.

Und sie zeigt mir einen Kanarienvogel in einem Käfig, eine sogenannte Fernsehtruhe bekomme ich gezeigt verbunden mit dem Gefühl von sehr viel Stolz darauf.

Dann wird es still. Ich stehe am Rand eines Waldes und schaue auf eine Stadt hinab, schön ist es, hier zu sitzen. Ich denke, das war eine Wanderung, die sie mit Kindern unternahm. Sie packt ein einfaches Butterbrot aus, streut Salz darauf und gibt den Kindern davon ab.

U. Danke für die Bilder, Emma, bist du bereit, die Fragen deiner Urenkelin zu beantworten?

E. Ja, frag doch! Kannst du singen?

U. Na ja, nicht so schön, aber ich tu es trotzdem, wieso?

E. Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen kennen keine Lieder…

U. Oh, ach so, gut, also, können wir loslegen?

E. Noch nicht: Sie hat so gerne Pfannkuchen gegessen!

U. Deine Tochter?

E. Tochter? Ne! Sie weiß schon, wen ich meine.

U. Gut, also dann…

E. Heute braucht man ja nicht bei der Post zu sein, heute geht ja alles in so einem Kasten da!

U. Genau! Heute braucht man keine Briefe verschicken. Deshalb hat Angelika, deine Urenkelin, auch in so einem Kasten geschrieben. Angelika möchte wissen, wie es dir geht?

E. Ach, gut! Warum solls mir auch nicht gut gehen? Ich hab ja keinem Menschen ein Unrecht getan.

U. Sie würde gerne wissen, wie es dort aussieht, wo du jetzt bist…

E. Ach, wie soll ich das beschreiben? Wir sind alle zusammen hier, das ist schön (Hilflosigkeit ist zu spüren, an dieser Stelle verändert sich die Energie wieder und wird „groß“ wie eingangs). Solche Fragen beantworte ich lieber aus meinem Jetzt.

Angelika, Emma ist ein Teil von mir, so wie in dir noch die dreijährige Angelika ist. Aber die würdest du auch nicht fragen wollen, was sie von der Entwicklung der wirtschaftlichen Situation hält, darauf wüsste sie einfach keine Antwort.

Du kannst diesen Teil fragen, ob schaukeln schön ist und ob es schön ist, auf Papis Schultern zu reiten und da würdest du auch Antworten bekommen…

Verstehst du? Deine Fragen sind zu schwerwiegend, um sie von Emma allein beantwortet zu bekommen.

ICH antworte dir und ICH bin mehr als Emma, ich bin alle Erfahrungen, die ich jemals gemacht habe in jedem Leben, das ich hatte und in jedem Leben zwischen den Leben.

Angelika, du fragst danach, wie es hier aussieht und das ist eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist.

In deiner Welt der Lebenden spielt das, was gesehen wird, eine sehr große Rolle, außer für Blinde. Für die spielt, was gerochen und getastet und gehört wird, eine große Rolle.

Hier in meinem Bewusstsein sind all diese Dinge ab einer gewissen Entwicklung weniger wichtig, wichtig ist, was bewusst ist. Aber damit du dir ein „Bild“ machen kannst, will ich in Bildern darüber reden, was meine Wahrnehmung ist.

Ich bin nie allein. Angelika, immer begegne ich anderen ICHS, manchmal verbinden wir uns ganz miteinander, manchmal nähern wir uns nur an. Wir fühlen uns, spüren uns, wichtiger aber ist, wir wissen uns.

Das ist ein so wunderbares Erlebnis, das ich es dir gar nicht richtig mitteilen kann. Es ist so ein tiefes Glück, das wir dabei haben, das gibt es kaum im irdischen Körper.

Manchmal geht es auch über diese Begegnungswelt hinaus, dann verbinden wir uns mit unendlich vielen Ichs. Das ist „In Gottes Teil gehen“ ist in den Teil eintauchen, der sein „menschlicher Teil“ ist.

Worte, um das zu beschreiben, kann ich dir nicht geben, Bilder reichen nicht. Lass es mich mit Glanz und Licht beschreiben, mit unendlicher Freiheit, Größe und Leichtigkeit. Bei jeder dieser Begegnungen verändert sich unser Ich, wir werden größer, stärker, heller.

Doch wir spüren auch, was in uns dort nicht bleiben kann als etwas, das noch zu schwach ist, sich dem ganz hinzugeben.

Und darum ziehen wir uns von dort wieder zurück. Das ist der Moment, an dem unsere Sehnsucht nach Vervollkommnung so groß werden kann.

Dass wir beschließen, einen weiteren Teil von uns inkarnieren zu lassen, damit dieser Teil das weiterentwickelt, der noch zu schwach ist, Gottesbewusstsein auszuhalten.

Wenn ich dir Bilder geben soll von meiner Welt, müsste ich dir von Lichtern und Farben sprechen, die so wundervoll sind, dass du sie nicht fassen könntest.
Wenn du in einen vielfach geschliffenen Kristallanhänger schaust, in den das Sonnenlicht fällt, dann hast du in etwa den Anblick meiner Welt.

Mit einem Unterschied: Du siehst all die Lichter und Farben von außen, ich BIN dieses Licht und diese Farbe.

Wenn ich dir davon reden sollte, was es zu hören gibt in meiner Welt, müsste ich von Musik reden. Einer Musik, so schön und wahr wie die schönste Meditationsmusik oder der größte Chor von Menschen, der das „Opus Dei“ singt.

Nur hörst du von außen, ich BIN diese Musik, bin ein Teil davon…

Wenn ich dir davon reden soll, wie sich meine Welt anfühlt, dann muss ich von Liebe reden, aber auch von Euphorie, ja Ekstase, und auch von ruhiger, tiefer, warmer Stille, Frieden und Glück…

Aber all diese Begriffe reichen nicht aus, um auch nur einen Bruchteil dessen zu beschreiben, was es ist…

Es ist wunderschön hier und gerade darum gehört viel Mut dazu und der sehr starke Wunsch, sich weiter zu vervollkommnen und einen weiteren Teil von sich zu inkarnieren.

Denn solange ein Teil im Fleisch ist, ist alles, was dieser Teil erfährt, was er denkt und fühlt, auch im Bewusstsein…

U. Das hast du so schön beschrieben, Emma, hab Dank dafür! Die nächste Frage ist, was du für Aufgaben im Jenseits hast?

E. Emma hatte eine Aufgabe, bis sie ganz wieder ins ICH eingegangen ist. Angelika, der Weg der Seele nach ihrem Tod ist unterschiedlich lang. Es ist der Weg der Bewusstwerdung.

Sie muss sich erinnern, woher sie kam, ehe sie inkarnierte, eben aus diesem ICH.

Manchen Teilseelen gelingt das ganz schnell, andere brauchen einen Weg, der sie immer eine Stufe weiter führt.

In den ersten Stufen geht es noch sehr irdisch zu, da geht es darum, sich zu erholen, sich seines vergangenen Lebens in Frieden zu erinnern sein Leben und Wirken zu beurteilen und zu analysieren.

Und auch Kräfte, die einem nicht bewusst waren, zu erleben, bis sie bewusst sind.

Letzteres ist sehr oft mit Aufgaben verbunden, bei deren Ausführung diese Teilseele erfährt, was sie liebt, zu tun, was ihr tiefstes Geschenk an die Schöpfung ist oder wem und was ihre ganze Hingabe gilt.

Emmas ganze Hingabe galt Kindern und so hat sie Seelen, die als Kinder gestorben sind, begleitet, hat ihnen Wärme und Geborgenheit geschenkt, Sanftheit und Geduld, bis diese Seelen weitergehen konnten und sich vom Bewusstsein des hilflosen Kindes lösen konnten.

Aber auch sie hat sich dabei weiterentwickelt und gelernt, ihre Mütterlichkeit als kostbaren Schatz zuerkennen, als Kraft in sich, die sie mit Freude der Schöpfung gibt.Und als sie das erkannte, ging sie weiter, denn sie wusste: Ich bin mehr als nur eine Mutter, ich habe auch andere Gaben in mir.

Und dann begann sie, in die Urwelt der materiellen Schöpfung zu gehen. Sie wirkte mit am Schaffen schöner Pflanzen, wirkte mit im Erschaffen edler Farben und Formen und lernte hier ihre Freude kennen, mit anderen zusammen etwas zu bewirken, was schön ist.

Von dieser Freude aus ging sie ganz ins Bewusstsein all dessen ein, was ICH ist.

Sie erinnerte sich an alle Leben, merkte, dass sie mehr ist als Emma. Und mit diesem Bewusstsein sprichst du jetzt: mit allem, was ich je war, mit allem, was ICH bin!

U. Angelika fragt, ob es dir etwas ausmacht, dass dein Foto neben dem deines Mannes steht. Sie fragt das, weil sie gehört hat, dass du zu Lebzeiten Probleme mit ihm hattest.

E. Ach, liebe Angelika, hier lernt man sehr schnell, was die tieferen Ursachen dieser Probleme sind, lernt, dass dahinter eigene Fehlwahrnehmungen stecken…

Ich habe viel aus diesen Sorgen und Nöten gelernt, darum wäre es sehr dumm, ihn nicht wertzuschätzen.

Seine Seele war meiner ein wichtiger Lehrer, darum achte ich ihn. Heute weiß ich, dass Liebe nicht bedeutet, dass man gezwungen ist, alles auszuhalten, das ist eine sehr wichtige Erfahrung für mein Ich.

Es tut mir leid, dass ich das Erbe, zu lange auszuhalten, was unerträglich ist, weitergegeben habe, aber ich sehe Besserung und auch das freut mich.

Lass ihn dort stehen und bedenke: Auch er ist eine Seele, die lernen will, vollkommener zu werden, nicht mehr und nicht weniger.

U. Ich denke wir kommen jetzt zur wichtigsten Frage deiner Urenkelin: Könntest du mir bitte sagen, ob ich im Jahr 2000 den Unfall hatte (mit daraus folgernder Querschnittslähmung, die sie an den Rollstuhl fesselt) durch Zufall, respektive durch meine eigene Leichtsinnigkeit, weil ich in dem Moment einfach nicht gut genug aufgepasst habe oder ob das von Anfang an vorbestimmt war?

Dass es einfach einen Sinn macht, um mich in irgendeiner Weise weiter zu entwickeln, dass dies halt mein vorbestimmtes Schicksal ist oder ich mir dieses Leben sogar selbst ausgesucht habe, um meine Seele durch einen harten Schicksalsschlag zu stärken?

E. Ach, Angelika, ich möchte zuerst sagen, dass das, was geschehen ist, eines DEINER Geschenke an die Schöpfung ist. Du denkst manchmal, dass du „lästig“ bist, aber so ist das ganz und gar nicht! Du bist eine Chance!

Eine Chance für so viele Menschen in deinem Leben, sich mit ihrer Fähigkeit für Mitgefühl und Fürsorge auseinanderzusetzen.Seelen, die mit dem Vereinigen mit Gott genau an dem Punkt scheitern …

Gott ist Mitgefühl, ist Solidarität mit dem, was schwach ist! Wie soll eine Seele dieses Mitgefühl entwickeln, wenn sie keine Chance dazu bekommt?

Du bist diese Chance, du bist auch die Chance für viele, über die Zerbrechlichkeit des Wohlergehens nachzudenken und so zu lernen, Dankbarkeit zu lernen.

Dankbarkeit ist die Folge wahrer Demut und Grundvoraussetzung, um mit Gott eins werden zu können!

Wenige Seelen sind dankbar und kommen so lange, lange nicht zu der Gelegenheit, mit Gottes Geist zu verschmelzen!

Nichts ist selbstverständlich! Was immer wir haben und sind, sind wir, weil es uns geschenkt wurde. Auf NICHTS haben wir Anspruch!

Du bist die Chance, sich dessen bewusst zu werden.

Und wie ich dir schon am Anfang sagte: Du bist die Weiterentwicklung unserer Sippe!
Angelika, es ist sicher schwer für dich, zu verstehen, aber es ist die reine Wahrheit: Du hast deinen Mitseelen deine Behinderung geschenkt! So groß ist deine Nächstenliebe!

Es geht nicht um deine Seele, Angelika, deine Seele hätte diese Behinderung nicht gebraucht. Es geht um deine Liebe zu denen, denen du begegnest …

Zufall? Nein, natürlich nicht! Wenn es Zufall wäre, dann müssten 99% aller Menschen querschnittsgelähmt sein, weil sie nicht aufgepasst haben, nein, nein.

Aber es ist auch falsch, wenn du denkst, dass du dieses Schicksal wolltest, um dich weiterzuentwickeln. Das wäre auch ohne Rollstuhl passiert, einfach weil der Wunsch, sich weiterzuentwickeln, in dir angelegt ist.

Es ist Liebe, Angelika, es ist MITGEFÜHL für all die Seelen, die an der Hürde der Demut Gott gegenüber scheitern.

Jeder, der zu dir hält, erfährt etwas über sein Ich, jeder, der das nicht tut, auch.

Erstere dürfen zuversichtlicher über sich denken, Letztere kommen nicht umhin, ihren tiefsten Mangel kennenzulernen, sei es im Leben, sei es in der Aufarbeitungsphase danach.

Angelika, erkenne das ganze Ausmaß deiner Liebe zu den Menschen, das hinter deiner Entscheidung stand, diese Last auf dich zu nehmen, darum bitte ich dich so sehr!

U. Angelika fragt, ob du einen Tipp für sie hast?

E. Ja. In unserer Sippe sehen Frauen sich als Opfer und opfern, was sie sind und haben, zu schnell, zu lang anhaltend …

Angelika, wir sind nicht da, um uns zu opfern für das, was das Lebensprinzip nicht fördert!

Dein Opfer das fördert Seelen, es fordert heraus, es fordert auf, es ist ein gutes Opfer, aber das ist auch wirklich genug!

Was du NICHT zu opfern hast, ist dein Selbstwertbewusstsein! Tu das nicht, bitte!

Du bist eine große Seele, du bist ein Ich, das so wunderbar ist, dass ich meines gerne und immer wieder mit ihm verbinde.

Deine Kraft, heiter zu sein, deine Kraft, dich zu mäßigen, deine Treue, deine Fürsorge, dein Hunger nach Weisheit, deine Fähigkeit, zu lieben, zu verzeihen, dein Humor, Angelika, das alles gilt es, zu schätzen und auch zu verteidigen.

Selbstständig sein, obwohl die Beine nicht mehr selbst tragen? Aber ja! Denn die Selbstständigkeit findet im INNEREN statt.

Steh zu dir, meine liebe, liebe Urenkelin. Fang an, dich einfach „gut“ zu finden!
Sei ruhig stolz auf dein Ich, es ist ein gutes Ich.

Jeder Mensch hat manchmal Gedanken, für die würde er sich schämen, wenn sie andere hören könnten, das ist normal. Es kommt darauf an, was man mit diesen Gedanken macht!
Du gehst sorgsam damit um und ich wünsche mir, dass du meine Freude darüber, dass du so bist, wie du bist, mit mir teilst.

Wenn du meine Kraft brauchst, dann bitte mich! Ich will ja, dass du meine Liebe fühlst!

Und wenn du eines fernen Tages in meine Welt kommst, dann nehm ich dich an die Hand und zeigt dir die Wunder der Schöpfung.

Ich hab dich sehr, sehr lieb und ich bin voller Achtung für dein Sein.

Deine Uromi!

Mit diesen Worten verabschiedet sich Emma von mir, sie lässt eine Blume zurück: eine weiße Orchidee.

Nachbemerkung: Dieses Reading war für mich sehr ungewöhnlich, nie habe ich bisher mit einem Gesamtbewusstsein einer Seele gesprochen. Dieses Bewusstsein ist außergewöhnlich hoch, stark und liebevoll.

Es muss sehr anstrengend für sie gewesen sein, sich auf mein Niveau runterzuschrauben. Und ihre Liebe zur Urenkelin muss ungewöhnlich tief sein, um das auf sich zu nehmen.

Der Nachteil dessen ist, dass sie kaum Beweise ihrer Identität gebracht hat, aber ich hoffe, dass es trotzdem für Sie, liebe Angelika, ein kostbarer Schatz ist, was Ihnen Ihre Uroma mitzuteilen hatte.

Mit freundlichen Grüßen Uta Hierke-Sackmann.