Rungholt

Trilogie vom Tod: Teil 2 – Die psychische Entwicklung

Annas Tod

Trilogie Teil 2

Die psychische Entwicklung

Josef

 

Wie wir gesehen haben, beginnt unsere Anna allmählich zu „erwachen“.

Sie hat ihre erste Begegnung erfahren, die in ihrem Fall als sehr beglückend erlebt wurde.

Ihr langjähriger Hausarzt kam ihr entgegen.
Diese Annäherung erfolgte schrittweise.

Denn obwohl Anna sich darüber im Klaren ist, dass sie gestorben ist,
so ist diese Erfahrung noch keinesfalls bis in die Tiefen ihres Bewusstseins vorgedrungen.

Würde sich ihr Arzt zu schnell nähern, geriete sie in Panik
und fühlte sich einem „Gespenst“ ausgeliefert.

Ich erzähle euch dies, um euch deutlich zu machen,
wie viele Kenntnisse der individuellen Teilseele der Guide haben muss,
um eine gute Arbeit zu leisten.

Auch für ihn ist dieser Prozess eine Arbeit an sich selbst!
Er lernt dabei sehr viel über psychische Zusammenhänge und über die Wichtigkeit,
die Situation anderer zu erkennen und die eigene Handlung darauf abzustimmen.

Jedem Guide stehen Möglichkeiten der Beratung mit weiterentwickelten Wesen zur Verfügung.

Vergesst nicht: Anna ist eines von Milliarden und nochmals Milliarden
individueller Möglichkeiten.
Nie ist ein Übergang wie der andere…

So taucht dieser Arzt in immer kürzer werdenden Abständen
auftretender Phasen des Erwachens auf und nähert sich langsam mehr und mehr,
was in ihr zunehmend das Verlangen auslöst, dass sie mit ihm reden möchte.

Beachtet!
Entscheidendes Kriterium für die Weiterentwicklung im Jenseitigen ist stets
und in allen Dingen der WUNSCH der Teilseele,
diesen Wachstums-Schritt zu unternehmen.

NIEMALS! wird etwas gegen den Wunsch der Persönlichkeit unternommen.

Wenn wir uns diesen Grundsatz merken,
so verstehen wir auch die Vielschichtigkeit jenseitiger Prozesse.

Diese Phase des Erwachens (Phase 2), die als Basis ein gestärktes ICH-Gefühl hat (Phase 1), welches das Ergebnis des In-Sich-Ruhens ist, wird sehr unterschiedlich gestaltet.

So wird die eine Teilseele sofort den Wunsch haben,
sich mit anderen Teilseelen ihrer Inkarnation zu treffen.

Während andere es vorziehen, dieses In-Sich-Ruhen zu intensivieren
und sie lediglich Begegnungen mit der „Natur“ im weitesten Sinn haben wollen, wobei die meditative Wirkung von Pflanzen und Landschaften
eine entwicklungsfördernde Rolle spielt.

Nun denn: Sagen wir, in Anna ist der Wunsch gewachsen,
ihren Arzt zu sprechen, so wird dies augenblicklich geschehen.

Der Vertraute vergangener Tage wird ihr helfen, ihre Umgebung besser zu verstehen.
Diese Aufgabe übernimmt jeder Helfer freiwillig.

In aller Regel sind es verstorbene Angehörige oder Bekannte,
nur selten sind es eher Unbeteiligte, die sie dann in bestimmten Helfer-Rollen erleben.

Zum Beispiel: Kindergärtnerinnen, Krankenschwestern, Priester.
Sogar die Feuerwehr gibt es hier und selbst der „Weihnachtsmann“ wurde als Helfer bevorzugt.

Diese Helfer können auch aus anderen Seins-Ebenen kommen.

Und ihr würdet euch wundern, wenn ihr wüsstet,
wie viele von euch nächtlicher Weise, während sie meinen, zu schlafen,
diese Dienste übernehmen.

Dies geschieht allerdings hauptsächlich in den Fällen,
in denen sich die Teilseele ihres eigenen Todes noch nicht vollständig bewusst ist.

Wer auch immer hier als Helfer agiert:
Er hat die Aufgabe übernommen, der Persönlichkeit noch einmal eindrücklich zu erklären,
was mit ihr geschehen ist und ihr dabei zu helfen, dieses zu verarbeiten.
Und er führt sie in die Welt ihrer neuen Möglichkeiten ein.

Hier findet fast immer folgender Prozess statt:
Die Teilseele wird mit ihrem „TOT SEIN“ konfrontiert.

Dies geschieht in Gesprächsform mit Wesen, denen sie vertraut. 
Man wird ihr so sanft wie möglich den Umstand erklären

Dabei werden in ihr Bilder des eigenen Todes entstehen:
Sie wird sehen und fühlen, dass ihr eigener Tod Wirkung auf Angehörige und andere hat.

Das heißt: Zeitlich wird sie zurückversetzt zum Augenblick ihres Übergangs.
Bitte beachtet, dass dies in einem zeitlosen Raum geschieht.

Das heißt: Ganz unabhängig davon, wie lange die erste Phase gedauert hat,
wird die Teilseele ihren eigenen Tod, ihre Beerdigung, das Leid der Hinterbliebenen –
von eurer Warte als zeitlich gegenwärtig – betrachten.

Doch tatsächlich hat sich schon etwas Wesentliches in ihr verändert:
Sie ist, während sie all dies beobachtet, schon sehr viel mehr im In-Sich-Ruhen,
als dies zu Lebzeiten der Fall war.

Ich nehme hier all jene bedauerlichen Fälle aus,
die nicht in die Obhut ihrer jenseitigen Betreuer nach ihrem Tod übergegangen sind
und sich daher noch im erdnahen Bereich befinden.

Für die neu Verstorbenen wäre die Konfrontation mit dem Schmerz
der Hinterbliebenen eine unerträgliche Bürde,
die sie in unnötige Verwirrung treiben könnte,
wäre dieser Prozess nicht vorher durch die Stärkung des ICH-Bewusstseins vorbereitet worden.

Sie geriete in unnötige Not und Verzweiflung!

Denn ihr fehlte jedes Bewusstsein dafür,
dass sie berechtigterweise sich nun ausschließlich um sich selbst kümmern darf
und ihr eine wunderschöne Welt offen steht.

Dieses ihr zu zeigen, ist Aufgabe der ersten Begegnungen
oder besser der intensiven Kontakte nach dem „Erwachen“.

Hier beginnt also Phase 1 in Phase 2 zu wechseln.

Zuerst wird die Teilseele also die Erfahrung machen, wohl geborgen zu sein.
Sodann wird man ihr in sanfter Weise erklären, dass sie tot ist und im Jenseits ist.

Grundvoraussetzung dafür ist das Bedürfnis der Teilseele, zu erfahren,
wo! sie ist und sodann, warum! sie sich dort befindet.

Sie wird eine Umgebung finden, die sie beruhigt, ganz gleich, was dies im Einzelfall ist.
Es richtet sich einzig und allein danach,
was sie individuell als Schönheit und Geborgenheit betrachtet.

Dies ist sehr wichtig!
Diese Betrachtung der Umgebung soll in ihr unbedingt ein starkes Glücksgefühl auslösen, da anderenfalls die darauf folgende Konfrontation mit ihrem eigenen Tod zu schmerzlich sein könnte.

Sie wird erleben, dass diese ihre neue Umgebung die Beste und Schönste ist,
die sie jemals hatte.
Dabei geleiten sie jene Menschen, die sie liebt oder solche,
zu denen sie tiefstes Vertrauen hatte.

Dann, wenn sie erfasst hat, dass dies alles ihr gut tut und sie glücklich ist,
wird mit Sicherheit der Wunsch entstehen, zu sehen,
warum sie da ist und dies ist bereits der Übergang zu Phase 3.

Auch wenn der Beginn der 3. Phase zeitlich und für euch gesehen zu 1 gehört,
beginnt sie mit der tiefen Erkenntnis des eigenen Todes.
Doch nunmehr im Bewusstsein, glücklicherweise einem anderen Bereich
als dem Irdischen anzugehören, nämlich einem besseren!

Im Verlauf der Phase 2 wird die Teilseele intensiveren Kontakt
mit ihrem jenseitigen Führer entwickeln.

Sie wird lernen, ihm zu vertrauen!
Und damit ist die Notwendigkeit, dass andere in den Prozess einbezogen werden,
nicht mehr gegeben, gleichwohl dies durchaus der Fall sein kann, wenn dies erwünscht ist.