Gefühle

Ihr MACHT alle eure Gefühle selbst!

Ja, ihr macht eure Gefühle und zwar mit euren Gedanken.
Oder noch genauer: mit eurer Bewertung!
Gedanken der Angst: Ihr FÜHLT Angst.
Gedanken der Hoffnung: Ihr FÜHLT Hoffnung.
Und Gedanken des Abscheus: Ihr FÜHLT Abscheu.
Gedanken der Liebe: Ihr FÜHLT Liebe.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit Vanu, dem Engel von Detlef zu verbinden. Detlef bittet um diesen Kontakt.

Es ist früher Morgen, Tau liegt auf den Pflanzen, die Sonne geht gerade hinter dem dunstigen Schleier über einer großen Stadt, der sich mit dem Rauch unzähliger Brennstellen mischt, auf.

Ein kalter Wind lässt mich frieren, obwohl: Der Vegetation nach zu urteilen ich wieder irgendwo im südasiatischen Raum sein muss. Unweit von hier kreisen Geier über einem Turm…

Weiße Steinstufen führen mich ein Stück weit den Berg hinab, an deren Ende komme ich auf den Vorplatz eines kleinen Tempels. Jemand scheint am vergangenen Tag Blumen gestreut zu haben…

Vor dem Eingang zum Schrein sehe ich Vanu stehen, er hält Räucherstäbchen zwischen seinen betenden Händen und verbeugt sich mehrmals mit geschlossenen Augen vor einem Bildnis Buddhas.

Erst als er sein Gebet beendet hat, kommt er zu mir. Es ist wunderschön, in seiner Gegenwart zu sein, ruhig ist er, sanft und doch sehr klar und sehr konzentriert.

V. Guten Morgen, Kind Gottes!

U. Guten Morgen, Bruder in Gott!

V. Lächelnd. Ah, ich sehe, du weißt es!

U. Was weiß ich?

V. Dass wir alle Kinder Gottes sind…

U. Ja.

V. Wie kommt das? Die meisten Menschen tun sich leicht damit, wenn sie in ihren Freunden und geliebten Menschen ihre Seelengeschwister sehen.
Nicht aber, wenn sie sagen sollen: Und den, der mich verletzt, nenne ich auch Bruder, und die, die mich hasst, nenne ich auch Schwester…

U. Ach, Vanu, das eine ist es, zu wissen, das andere ist es, zu fühlen…
Du hast recht, es ist schwierig. Aber vielleicht ist es für diejenigen leichter, die viele Geschwister hatten, sie wissen um die Selbstverständlichkeit, dass Eltern alle ihre Kinder lieben und hüten, auch die Geschwister, mit denen es schwierig ist, zusammenzuleben.

V. Ja, vielleicht ist es das, aber vielleicht ist es auch etwas ganz anderes?

Könnte es nicht sein, dass es daran liegt, von welchem Blickwinkel aus man die Dinge des Lebens betrachtet?

U. Vanu, ich verstehe nicht, was du meinst.

V. Dann komm mit!

Lächelnd zieht er mich zur großen Tür des Tempels. Er zieht einen Türflügel gerade soweit auf, dass ich einen Blick hineinwerfen kann. Ich sehe einen Teil eines Altars und ein goldenes Bild des ruhenden Buddhas. Weiteres lässt der begrenzte Blickwinkel nicht zu.

V. Was du siehst, ist das, was du weißt: Es gibt deinen Gott – wie immer du die Ursprungsmacht allen Seins nennst – und es gibt dich. Nichts anderes ist interessant.

Es gibt das Leben, das Schicksal, das Karma und es gibt dich!
Das ist die wichtigste Betrachtungsachse!
So, jetzt warte …

Vanu streicht mit der Hand über meine Augen, und als ich sie wieder öffne, stehe ich im Flur der Wohnung, in der ich die ersten zehn Jahre meines Lebens gewohnt habe.

Vor mir ist die Tür zur Wohnküche, Vanu öffnet auch sie einen kleinen Spalt weit. Ich sehe meinen Vater am Kopfende des Tisches sitzen und seinen Blick auf mich richten, mehr sehe ich nicht…

Ich sehe nicht, ob meine Mutter auch da ist, nicht, ob meine Geschwister anwesend sind, nur den Vater und den gedeckten Tisch.

Vanu wischt erneut mit der Hand über meine Augen, als ich sie öffne, stehen wir wieder vor der Tempeltür. Ich weiß nicht, worauf Vanu hinauswill …

V. Darauf, dass es die gleiche Betrachtungsweise ist!
Was hast du gesehen, als du in eure Küche geschaut hast?

U. Meinen Vater, der mich anblickt, und den gedeckten Tisch.

V. Und wie würdest du das deuten?

U. Dass mein Vater auf mich wartet, dass ich den Raum betrete und mich zu ihm an den Tisch setze!

V. Hm, hm, ja, du beziehst seinen Blick auf dich, du beziehst die Situation, dass er am gedeckten Tisch sitzt, auf dich.

Doch jetzt pass auf, ich werde dir zeigen, was der Blickwinkel deines Vaters ist.

Wieder verändert Vanu meinen Ort und meine Zeit. Wieder die Küche meiner frühen Kindheit, doch jetzt schaue ich durch die Augen meines Vaters: vor ihm der gedeckte Tisch, seitlich am Herd meine Mutter, rechts und links von ihm meine Geschwister, jeder hat gerade einen Bezug zu ihm: Die Mutter fragt, ob er noch Tee möchte, eine der Schwestern schaut ihn fragend an, weil sie wissen will, ob er ihr die Butter reicht, der Bruder hat ihm anscheinend gerade eine ernste Frage gestellt, ich höre nur die letzten Worte seiner Frage: Was sollte ich da anders machen, Papa?

Die jüngere Schwester kichert wegen irgendetwas, was die Konzentration aller stört. Die älteste Schwester wartet gespannt, was der Vater dem Bruder antwortet. Und genau in diesem Moment mache ich von draußen die Küchentür einen Spalt weit auf und schaue herein…

Und wieder verändert Vanu meine Sicht und Zeit, wieder der Tempel, doch diesmal schaue ich aus der Richtung des Heiligsten in den Tempelraum: Wenigstens vierzig Menschen sind darin, alle haben ihr Gesicht in meine Richtung, einige beten mit sehr besorgten oder traurigen Gesichtern, wenige ganz gelassen und vereinzelt sind auch solche dabei, denen man ansehen kann, dass sie gerade sehr glücklich sind…

Ich spüre in mir alle ihre Anliegen, spüre die Bedeutung, die es für jeden Einzelnen hat, um dieses oder jenes Anliegen zu beten, zu danken, zu bitten, zu hoffen, sich zu fürchten.

Und dann sehe ich, wie sich plötzlich die Tür öffnet und ich einen kurzen Blick hereinwerfe…

V. Hast du verstanden?

U. Wir neigen dazu, ALLES auf uns selbst zu beziehen, was wir betrachten?

V. Alles! Ja, genau, ihr betrachtet in der Regel alles von eurem ganz subjektiven Standpunkt aus.

Egal, was es ist: Gott, das Leben, eure Arbeit, eure Mitmenschen… und dann zieht ihr eure ebenso ganz subjektiven Ergebnisse aus dieser Betrachtung.

U. Hm, oh je, kein Wunder, dass wir uns so oft irren… ach…

V. Ja, und die Irrtümer sind sehr wichtig! Ihr werdet – je schmerzlicher das Resultat eurer Irrtümer ist – umso intensiver bemüht sein, sie nicht zu wiederholen. Ihr werdet schließlich – je weiser eure Seele wird – sogar die Gewohnheit annehmen, IMMER sowohl die subjektive Betrachtung einzunehmen, als auch diejenige Betrachtung dessen, den oder was ihr betrachtet.

Dann seid ihr weise! Aber das ist der Weg, der über sehr viele Inkarnationen führt.

U. Aber das ist doch der Rat, den du heute gibst, Vanu, oder irre ich mich?
Dein heutiger Rat an Detlef ist, den Standpunkt der Betrachtung zu verändern?

V. Es ist absurd, von sich selbst zu verlangen, die Welt und was euch darin begegnet, NICHT subjektiv zu betrachten!
Nicht umsonst sind eure Augen nach vorne gerichtet…

Mein Rat ist: Ergänzt diesen Blickwinkel, in dem ihr versucht, euch in das hineinzuversetzen, WAS ihr betrachtet!

Detlef sucht Weisheit, ich antworte ihm!

U. Gut, ja, vielleicht bin ich heute im Denken etwas schwerfällig. Aber du kennst mich, Vanu, mir geht’s immer um die praktische Umsetzbarkeit. Deshalb erlaub mir bitte vertiefende Fragen: Du sagst, ALLES, was wir betrachten, das sind dann nicht nur Beziehungen wie zwischen meinem Vater und mir, Gott und mir usw.?

V. Nein, nicht nur. Wenn ich ALLES sage, meine ich ALLES.

U. Gut, dann nehmen wir ein Beispiel: Ich suche ein Haus zum Wohnen, das betrachte ich nach meinen ganz subjektiven Anforderungen.
Wie soll ich mich aber in die Lage versetzen, dieses Haus würde MICH betrachten nach seinen ganz subjektiven Sichtweisen?

Du sagst, ALLES ist so zu beurteilen, das würde dann doch auch für das Haus gelten.

V. Uta, ALLES ist entweder selbst beseelt oder sozusagen die Erweiterung eines beseelten Systems, auch ein Haus.

Doch, natürlich betrachtet es dich! Ein Haus hat seine Seele von seinem Erbauer und von der Erde, in der es steht. Und entweder geht seine Seele in Resonanz mit dir oder nicht.

Jeder, der sich einmal auf ein wohnen in einem Haus einlassen musste, das NICHT in Resonanz mit ihm war, weiß genau, was ich meine.
Das Gefühl von Geborgenheit, das ja der tiefste Sinn eines Hauses zum Wohnen ist, stellt sich nicht ein. Egal, welcher Aufwand betrieben wird, die Seele des Hauses „sagt“: Dieser neue Bewohner versteht mich gar nicht, der passt nicht!

Stell dir vor, dir würde jemand eine elegante Loftwohnung in Manhattan schenken, es gäbe nur eine Bedingung: Du musst da auch wohnen!

U. Ach, du meine Güte!

V. Du meine Güte?

U. Das ginge nicht, ich könnte mich da nie wohlfühlen: zu viel Stadt, zu viel „elegant“, nein!

V. Ja, das wäre subjektiv betrachtet schlecht für dich, obwohl sonst alles stimmt: Quadratmeterzahl, Zahl der Räume, Lichteinfall etc.…

Und für das Haus wärest du – subjektiv betrachtet – FALSCH: Du würdest ohne Ende kochen und backen wollen. Statt Designer Raumluft würdest du Beifuß räuchern und über die elegante Marmorvertäfelung würde sich mit der Zeit ein Abschlag deiner Küchenexperimente legen…

Dem Haus wärest du nicht stilisch genug und das Haus dir nicht bäuerlich genug.

U. Das WESEN aller Dinge, das ist es, oder?

Du rätst Detlef, das, was er betrachtet, einmal aus der Perspektive des Wesens zu sehen, das es ist.

V. Ja! Genau das rate ich ihm! Ja! Das ist der Weg der Weisheit!

Du siehst NIE genug, wenn du nur aus deiner subjektiven Sicht auf etwas zu einem guten Ergebnis kommen willst!
Du musst dazu immer auch von dessen Warte auf DICH sehen, um zu verstehen, WIE die Situation zu werten ist!

U. Puh, Vanu, das ist wirklich schwerer Stoff! Und Detlef ist doch noch so jung…

V. lachend. Jetzt sage ich: Ach, du liebe Güte!

Das hat gar nichts mit dem Alter zu tun! Um meinen Rat zu verstehen, braucht es allerdings eine erfahrene Seele und DIE ist Detlef allemal!
Uta, ich werde es dir jetzt anhand seiner Fragen offenlegen.

U. Es gibt eine Frage, die ich nicht verstehe…

V. Das macht nichts, ich gebe ihm den Schlüssel dazu, sie selbst zu beantworten.
Lass uns beginnen, bitte!

U. Detlef fragt: Frauen, Beziehungen, Tiefstapelei, Sexualität, wahre Gefühle? Ich bin den Minnesang ohne Erfüllung leid.

V. Detlef, Minnesang ohne Erfüllung … dein subjektiver Blick auf die Ereignisse: die Frauen, die dir begegneten … alle Mühe vergebens. Ich bin freundlich, charmant, mache mich anziehend, mache mich gut und ernte schlecht. Da stimmt was nicht, du spürst es: Es stimmt die Betrachtung nicht, Detlef.

Das Wesen DER FRAUEN?

Aber nein, Detlef, das kannst du nicht glauben! Doch so lautet deine Frage, ich beantworte sie so, wie du meinst, sie stellen zu müssen. Versetzen wir uns in die Betrachtungsebene „DER FRAUEN!“

Detlef, nicht EINE von denen erlebt dich als IRGENDEINE FRAU. Manche von ihnen sind sich ihres Frauseins sogar recht unbewusst. WAS ihnen aber bewusst ist, ist, dass sie ein ICH sind, nein, mehr noch.

Dass sie ein ICH BIN sind, einmaliges, einzigartiges, vielfältiges ICH BIN.

Sie WISSEN, dieses ICH BIN hat äußere Attribute und öffentlich sichtbare und erfahrbare Qualitäten.
UND es hat ein INNEN!

Außen und innen gehören zwar zusammen, aber das Außen mag strapazierfähig sein, doch das INNERE ICH BIN ist es nicht! NIE!
Es sei denn, bei Frauen, deren Geist und Seele völlig verwirrt ist.

Detlef, wie ALLE Menschen MÜSSEN sie das INNEN schützen.

Damit will ich nicht sagen, dass dein Minnesang – oder gar du – eine Bedrohung, eine offenbare Bedrohung ist.

Aber EINE Frau zu sein und von einem Mann betrachtet zu werden, der sie als NOCH EINE FRAU betrachtet, der zwar das öffentlich Zugängliche „besingt“, das verborgene ICH BIN aber nicht sucht, ist durchaus irritierend …

Oder umgekehrt: Ein ICH BIN in einer Frau, die sich davor fürchtet, dass es entdeckt wird, wird jeden Minnesang, der darauf abzielt, dieses Verborgene aufzudecken, als Bedrohung erleben.

Detlef, du betrachtest DIE Frauen, aber was du betrachtetest, ist in jedem Fall ein sehr, sehr individuelles ICH BIN – Bewusstsein.
Und du KANNST das ICH BIN, das du brauchst, nicht finden, wenn du dich nicht in der Kunst übst, aus ihren ICH BIN – Augen auf deine „Werbung“ zu schauen…

Du meinst, manipulieren zu müssen, flirten nennt ihr das.

Wer manipuliert, bekommt Manipulation. Wer AUSSEN bleibt, statt sein ICH BIN zu leben, bekommt AUSSEN.

Detlef, du spürst das schon, ich weiß. Es liegt nicht an DEN FRAUEN, es liegt an dem ICH BIN – DETLEF, deine nächste Teilfrage wird uns weiterführen.

DIE! Sexualität… rein biologisch gibt es die! Aber sobald wir den biologisch engen Rahmen verlassen, kommen wir in den Bereich der Sexualpsychologie. Hier wird das Thema schon sehr viel individueller.
Und gehen wir noch darüber hinaus in dem karmischen Bereich, begegnet uns in jedem Menschen eine absolut individuelle Sexualität! Völlig unvergleichbar!

Du ahnst schon, dass es bei dir so ist, nicht nur Psychologisches, sondern auch Karmisches spielt eine Rolle.

Psychologisch erweist sich die Tatsache, dass „DIE Männer IMMER nur das eine wollen“, als ausgesprochenes Hindernis, aktiv und freudvoll mit deiner männlichen Sexualität umzugehen.

Hier steht eine ganze Reihe von Ahninnen dir fordernd gegenüber und sagt: „Na, gib es schon zu, du bist auch nur einer von DENEN!“

Unbewusst führt es dazu, dass du deine Sexualität einfach nicht als GESCHENK betrachten KANNST, wenn es doch die gleiche (nämlich männliche) Art der Sexualität ist, mit der Generation um Generation deiner Urmütter gequält wurden!
Wieso soll dann deine Sexualität auch gut und schön und richtig sein KÖNNEN?!

Karmisch hast du viele Leben als Priester verbracht und du hast Probleme gehabt, dich der sexualfeindlichen Lebensweise zu unterwerfen, die schließlich auch schwere Probleme verursacht bei anderen.

Aus all dem ist der Glaube deiner Seele entstanden, dass Sexualität feindlich zu betrachten ist. Feindlich!

Einen Feind muss man angemessen ENTGEGEN treten, am besten besiegen. Wenn das nicht geht, sich wenigstens so einsetzen, dass er einen nicht mehr verletzen kann.

Diese beiden Komponenten machen deinen ganz subjektiven Blick aus, den deine Seele auf DIE Sexualität wirft.

Aber ist das wirklich das WESEN der Sexualität?

Nein, natürlich NICHT: Sexualität gehört zu den Basisstrebungen des Lebens, Detlef, es ist die Schöpfungsenergie, die da wirkt: ein zutiefst schöpferisches Wesen!

Das will etwas BEWIRKEN! Will MACHEN!

Was es MACHEN will? Ganz primär: FREUDE!

Freude am Tun, Freude am Geben, Freude am Nehmen! Und dann? Natürlich SCHÖPFUNG: Kinder! Ein ICH bin und noch ein ICH BIN SCHAFFEN!!!!
Das dritte ICH BIN!

Dieses dritte ICH BIN kann ein reales Kind sein, aber das kann auch eine gute und vertraute Partnerschaft sein …

Auf der spirituellen Ebene geschieht auch eine Form der Sexualität: Seelen Verschmelzung …

Eine Seele verschmilzt mit der anderen, nimmt, gibt, aus ICH BIN + ICH BIN wird WIR SIND. Und bereichert um die Bewusstheit des jeweils anderen trennt man sich wieder.

Es ist ein großer Irrtum, zu meinen, das gelte nur im Jenseits!

Wenn ihr euch körperlich vereinigt, tun das eure Seelen jenseitig auch!

Und es ist weise, zu bedenken, was es bedeutet, wenn man sich mit dem Bewusstsein eines anderen ICH BIN vereinigt: Es kann sehr, sehr bereichernd sein, aber es kann auch viel eurer seelischen Kraft rauben.

Wenn wir nun das Wesen der Sexualität in solcher Weise betrachten und dann auf dich schauen, Detlef, was meinst du aus Sicht der schöpferischen Wesenkraft Sexualität: Bist du soweit, dass du dem Wesen entsprichst?
Kannst du dich freuen und Freude geben, kannst du daraus etwas in dir entstehen lassen, das ein DRITTES wird?

Noch nicht, ich weiß. Es gilt eine ganz neue Einstellung zu üben, einen ganz neuen subjektiven Betrachtungspunkt.

Zur nächsten Teilfrage: wahre Gefühle?

Ach, Freund meiner Seele, was sind denn die wahren Gefühle? Was ist die Wahrheit hinter der Wahrheit?

Ich weiß nicht, ob es dir klar ist: Aber außer bei wenigen Gelegenheiten, in denen euch euer Kleinhirn das Denken erspart und ihr SOFORT das RICHTIGE Gefühl in der entsprechenden Situation habt, MACHT ihr alle eure Gefühle selbst!

Ja, ihr macht eure Gefühle und zwar mit euren Gedanken oder noch genauer: mit eurer Bewertung!

Gedanken der Angst: Ihr FÜHLT Angst.
Gedanken der Hoffnung: Ihr FÜHLT Hoffnung.
Gedanken des Abscheus: Ihr FÜHLT Abscheu.
Gedanken der Liebe: Ihr FÜHLT Liebe.

Nein? So ist es nicht? Doch, so ist es!

Allerdings ist euch das, WAS euch entsprechende Gedanken haben lässt, in aller Regel nicht bewusst! Wäre es anders, ich käme heute mit sehr viel weniger Worten aus.

Ob ihr euch verliebt oder nicht, darauf habt ihr willentlich keinen Einfluss, aber ob ihr diesem ersten Kleinhirnimpuls, „Oh, wie überaus attraktiv!“, weiter Nahrung gebt oder nicht, das ist eine Frage der Gedanken.

Und wenn wir über das Verliebt sein hinaus zur echten Liebe gehen, die erst dann entsteht, wenn das Kleinhirn in der Beziehung kaum noch eine Rolle spielt, dann hängt einfach ALLES von euren Gedanken ab!

Wären diese nur besser steuerbar! Aber das sind sie nicht so ohne Weiteres.

Ihr habt zu jedem Thema des Lebens Gedanken – Schablonen, geprägt von eurer Abstammung, irdisch wie karmisch.

Eure Ahnen sagen, was ihr zu denken habt, eure vergangenen Leben sagen euch, was ihr zu denken habt und vor allem, wie ihr das, was ihr subjektiv betrachtet, zu bewerten habt!

Es sei denn! Ihr werdet achtsam auf das was und wie eurer Gedanken!

Achtsamkeit auf die eigenen Gedanken und Muster schafft erst die Voraussetzung für WAHRE und vor allem INDIVIDUELLE Gefühle.

Ein lebenslange Achtsamkeit ist nötig, Detlef, um ein Meister dieser Kunst zu werden.

U. Danke, Vanu, auch ich durfte viel lernen von dir, doch Detlef hat weitere Fragen und ich erschöpfe mich langsam.

V. Ich weiß, meine Liebe. Die anderen Fragen werden nicht derart umfangreich.

U. Gut, Detlef fragt, woher er seine Angst vor Begehren hat?

V. Das sagte ich: von den Ahninnen und den vergangenen Leben.

U. Er fragt, wie sein Umgang mit Rauschmitteln für ihn aussehe? Euphorie, Wahrheit im Rausch.

V. Täuschung und der Verlust der Fähigkeit zu echter Ekstase, Detlef! Wer sich der Euphorie des Rauschs hingibt, ist wie einer, der versucht, einen Spiegel zu küssen und dabei hofft, Wärme, Lust und Geborgenheit zu erleben.

Es ist der Weg der Täuschung.

Es sind nur „Spiegelwelten“, kalt und seitenverkehrt, flach und beschlagen. Ein scheinbares ALLES, das ein NICHTS ist. Dort wirst du selbst zum NICHTS, es bleibt die Sehnsucht unerfüllt.

U. Was ist eigentlich genau passiert in der „Sackgasse des Labyrinths“ auf der Stirn?

V. Eine karmische Regression: Altes im Neuen reaktiviert.

U. Er würde gern wissen, was sein Krafttier ist.

V. Alle!

U. Das kann nicht sein.

V. Doch, alle, die dir intensiv begegnen, Detlef. Ich hab dir doch gesagt, dass du eine weit gewanderte Seele bist: Deine Seele weiß um ihr „Alles in EINEM“.

U. Hast du vielleicht einen Tipp fürs Musikmachen?

V. Versuch, die Musik aus ihrem Blick auf dich zu betrachten. Was ist das WESEN der Musik?

U. Oh, Vanu, das Thema schaffe ich jetzt nicht auch noch!

V. Nein, ich weiß, es würde wieder Seite um Seite füllen.

Uta, ich bedanke mich für deine Aufmerksamkeit.

Und, Detlef, heute habe ich nicht anders als lehrerhaft mit dir reden können. Es ist dennoch Liebe und Wertschätzung, die ich für dich empfinde.

Weißt du, man muss viel wissen, um kluge Fragen zu stellen.
Ich möchte mich aus ganzer Seele bei dir für deine Fragen bedanken.

Lies weise meine Antworten, geh tief, verknüpf viel. Überprüfe, was ich sage, betrachte sie aus deiner subjektiven Sicht und dann aus meiner auf dich.

Und nun lass mich dich segnen und mich in dir freuen!

Dein Vanu!