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Begeisterung: Das hat mit dem Geist, der Seele zu tun…

…das ist gar kein Gefühl, das ist ein Zustand.

Und in diesen Zustand der Begeisterung kann man nur geraten,
wenn man keine Rolle mehr ausübt, sondern einfach IST:
Am rechten Tag zur rechten Stunde die sein,
die du bist, das wirkt Begeisterung.

Begeisterung ist einer Kraft, ein Urelement des Seins,
ihretwegen funktioniert die Schöpfung.
Aus ihr ist alles, was ist …

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Schutzengel von Inge zu verbinden, Inge bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einer sehr trockenen Landschaft, hier und da stehen einige sehr große Kakteen und am Horizont sehe ich sehr deutlich hohe Berge aufsteigen. Aber es gibt hier keinen Weg, nichts, woran ich ausmachen könnte, wohin ich zu gehen habe, um den Guide zu treffen.

Über mir höre ich den Schrei eines Vogels. Ich schaue auf und sehe, dass es ein Adler ist, der majestätisch sich in den Aufwinden hochtreiben lässt.

Lange beobachte ich seinen Flug, schließlich kreist er drei Mal direkt über mir, schreit dann auf und fliegt scharf nach links ab. Ich nehme das als Hinweis, gehe weiter in die Richtung, in der der Adler wegflog.

Ich muss einen Hügel hochsteigen, nicht groß, aber als ich oben bin, entdecke ich, dass er mir die Aussicht versperrt hat auf ein grünes, kleines Tal. Fast wie eine Oase liegt dort unter mir lang gestreckt an einem sehr flachen und spärlichen „Flusslauf“ eine Indianersiedlung …

Von hier aus sehe ich dem Treiben dort zu. Spielende und lachende Kinder, Frauen, die am Fluss waschen, Männer, die irgendetwas reparieren, friedlich ist das Bild, das sich mir bietet …

Werde ich dort den Guide finden?

Neben mir höre ich jemanden atmen, und als ich mich umdrehe, sehe ich eine Frau neben mir stehen, ungewöhnlich groß für eine indianische Frau. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie überhaupt zu dem Volk dort unten gehört, ihre Haut ist etwas heller …

Ihre Augen sind so tief und dunkel, dass man sich selbst in ihnen spiegeln kann. Und je länger ich hineinschaue, um so deutlicher sehe ich in ihnen die Sterne, als würde ich in kristallklarer Nacht in den Himmel sehen …

U. Bist du Aya?

A. Mit sehr sanfter Stimme, aber auch sehr tief: ich bins. Und ich wählte dieses körperliche Kleid, weil es vielleicht verständlich macht, worum es geht.

Du fragst dich, ob ich zu jenem Volk dort gehöre? Die Antwort ist: Ja, ich gehöre zu ihm, aber ich bin nicht aus ihm. Ich habe in vielen nativen Völkern meine Leben geführt, ohne je aus ihnen zu sein.

So ist das Fremdsein inmitten des Vertrauten eine meiner wichtigsten Seelenaufgaben. Bei einer dieser Aufgaben trafen Inges Seele und meine zueinander, dieser dort unten.

Inge, wir müssen über das Fremdsein reden, wir müssen über das Fühlen reden und über das Handeln. Vor allem aber müssen wir über das reden, was Begeisterung ist.

Ich werde das alles tun, liebe Inge, doch zuerst lass uns dort hinschauen. Dort unten, das war einmal dein Zuhause. Nein, hm, ganz und gar nicht ein willkommenes Zuhause.

Du und ich waren durch den Lauf des Schicksals an die Menschen dort gebunden. Ich kam aus einem weit entfernten Volk hierher, es würde zu weit führen, wollte ich die Umstände erklären.

Sagen wir, ich wurde einfach immer weiter gereicht, bis ich endlich hier wirklich aufgenommen wurde. Deshalb war ich im Frieden damit, hier zu sein, auch wenn es mir nie gelang, mich hier zuhause zu fühlen.

Du aber warst ein Siedlermädchen. Bei einem Überfall anderer Indianer, bei dem deine Familie ums Leben kam, hast du dich versteckt und bist dann, als der Kampf vorbei war, einfach weiter und weiter gelaufen, halb verdurstet fand dich einer unserer Jäger und nahm dich mit.

Damals warst du gerade 16 Jahre alt. Und so sehr ich mich bemühte, zu lernen von diesem fremden Volk und versuchte, ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden, so sehr hast du dich innerlich dagegen gesträubt.

Zwar wurdest du wie ich mit großer Gastfreundschaft behandelt und du warst klug genug, dir nicht anmerken zu lassen, was du wirklich über all das dachtest, was man dir gab.

Aber es gelang dir doch nie, dich davon zu befreien, in allem nur das Defizit zu sehen, das im Unterschied zwischen deiner Kultur und der unseres Stammes lag …

Trotz aller Unterschiede wurden wir Freunde, uns verband die Fremdheit und etwas, das wir damals nicht hätten benennen können: unsere Seelenverwandtschaft.

Aber oft in den vielen, vielen Jahren unseres gemeinsamen Lebens fragte ich mich, warum du es dir so schwer machst.

Kaum je hörte dich jemand aus ganzem Herzen lachen, kaum je warst du bereit, dich an den harmlosen Vergnügungen des Stammes zu beteiligen. Immer war da etwas, das weder Trauer war noch tatsächliche Abneigung, etwas, das dich trennte von lebendig lebender Gemeinschaft.

Manchmal hatte ich das Gefühl, dass du wie ein Schauspieler warst, der einfach vergessen hat, irgendwann mal von der Bühne zu gehen und sein eigenes Leben zu leben.

Du hattest einen guten Mann, einer der weisesten Krieger des Stammes, du hattest zwei Kinder, gesund und prächtig. Und doch: Ich sah dich zärtlich mit deinen Kindern spielen, ich sah dich angeschmiegt an deinen Gatten am nächtlichen Feuer sitzen, aber etwas fehlte, fehlte, fehlte …
Was mochte es nur sein?

Dann kamen finstere Zeiten für unser Volk. Die Weißen überzogen das Land mit Krieg, in dem sie sich gegenseitig töteten. Und nach diesem Krieg begannen sie den Krieg mit uns und unseren Brüdern …
Ich will nicht zu ausführlich werden …

Unser ganzer Stamm wurde entweder getötet oder verschleppt. Ich starb als eine der Ersten. Und so sah ich deinen weiteren Lebensweg aus der Perspektive der jenseitigen Welten.

Als die Weißen dich entdeckten, war dein Mann tot, eines deiner Kinder war als junger Krieger gefallen, das Mädchen – inzwischen eine sehr schöne, junge Frau – war bei dir.

Die Weißen nahmen dich mit. Du wurdest freundlich in einer der neu gegründeten Städte aufgenommen, fandest erst eine gute Arbeit für dich und deine Tochter auf einer Farm, dann sogar dort einen zweiten braven Ehemann …

Und wieder schien es, als würdest du ein Schauspieler sein, der seine Rolle spielt, Tag und Nacht, Jahr für Jahr …

Weder klagtest du je über dein Schicksal noch sah man dich weinen über die Verluste, die du erlitten hast. Es war, als hättest du einfach die Bühne gewechselt: neues Stück, neue Kulisse, neuer Text …

Ich machte mir große Sorgen um dich und suchte Rat bei jenen Seelen, die dir nah waren. „Was“, so fragte ich, „fehlt ihr? Sie ist nicht glücklich und nicht unglücklich, was ist es, dass sie braucht?“

„Begeisterung“, war die Antwort …

Ah, in der Tat! Ich sah dich nie begeistert, erfreut ja, durchaus. Aber so begeistert, dass du dich und alle Welt vergisst, dass du vergisst, welcher „Text“ gerade der rechte ist in deiner Rolle? Dass du dich selbst vergisst in dem, was du tust?
Nein, so sah ich dich nie …

Und da ergriff mich sehr tiefes Mitgefühl, das noch tiefer war als meine freundschaftliche Sorge um dich und dein Wohl. Und ich hoffte so sehr, dass – was immer dazu geführt haben mochte, dass deine Seele versuchte, sich nicht zu begeistern – geheilt werden möge.

Inge, ich weiß nicht, ob du verstehst, warum Begeisterung so wichtig ist, aber ich weiß, dass du dich danach sehnst, mehr als nach allem anderen.

Doch du weißt nicht, wonach!

Dein Verstand sucht überall eine Antwort und er muss natürlich da suchen, was er für wahrscheinlich hält. Aber er findet ja nichts, so fern ist dieses Gefühl der Begeisterung …

Damit du nicht zu voreiligen Schlüssen kommst, liebe Inge: Wenn ich von Begeisterung spreche, dann meine ich nicht die vorläufige Freude, die ein Mensch erlebt, weil er bekommt, was er sich gewünscht hat.

Diese Freude ist auch ein schönes Gefühl, aber sie ergreift den Menschen nicht bis ins Innerste seines Seins. Er vergisst darüber nicht Zeit und Raum und sich selbst. Er fühlt sich währenddessen nicht mit allem verbunden, was ist, im Gegenteil: Oft wird aus kurzer Freude schnell das Gefühl des Unangebundenseins, besonders wenn man diese Freude nicht teilen kann …

Begeisterung, das hat mit dem Geist, der Seele zu tun, das ist gar kein Gefühl, das ist ein Zustand.

Und in diesen Zustand der Begeisterung kann man nur geraten, wenn man keine Rolle mehr ausübt, sondern einfach IST: am rechten Tag zur rechten Stunde die sein, die du bist, das wirkt Begeisterung.

Begeisterung ist einer Kraft, Inge, ein Urelement des Seins, ihretwegen funktioniert die Schöpfung. Aus ihr ist alles, was ist …

Sterne und Sonnen bewegen sich in dieser Kraft und halten ihre Bahn, der Adler zieht seine Kreise über dem Tal aus dieser Kraft heraus. Die Heiligen aller Konfessionen und Religionen lebten ganz durch sie und konnten so Werke vollbringen und mutig voranschreiten, trotz aller Schwächen und Widerstände.

Wer die Macht der Begeisterung verstehen könnte, der würde das Universum enträtseln und Gottes Liebe wirklich kennen …

Weißt du, an wem du sehen kannst, wie Begeisterung ist? An deinen Kindern!

Schau ihnen zu, wenn sie etwas ganz Neues gelernt haben, schau, wie sie es wieder und wieder anwenden, wie sie lachen und sich freuen, wenn es gelingt!

Begeisterung hat also doch etwas mit Freude zu tun?

Ja, natürlich! Freude ist ein Ergebnis davon, aber die Energie setzt schon früher ein, schon beim Üben, beim Hingehen auf das Ziel. Und sie ist an etwas sehr Wichtiges gebunden: an die eigene, tiefste Natur …

Als deine Kinder laufen lernten, war die Ursache dafür die Begeisterung daran, ihrer inneren Natur folgen zu können. Das ließ sie immer wieder aufstehen und es neu versuchen, bis es gelang. Und das ließ sie immer freiere und weitere eigene Wege versuchen …

Begeisterung kann also etwas sein, das sehr, sehr lange anhält.

Martin Luther King war so einer, der begeistert war: Begeistert davon, seine Empfindung für das, was in Gottes Augen recht ist, so vielen Menschen wie nur möglich klar zu machen. Und dafür setzte er alles, was er an Wissen, Gaben und Talenten hatte, ein: Seine Wortgewandtheit ebenso wie seinen Humor, seinen Mut ebenso wie seine Gabe, größere Zusammenhänge zu sehen, seinen Charme ebenso wie seine Fähigkeit, an das Gute im Menschen zu glauben.

Viele, viele Rückschläge und Niederlagen hat er erlitten, aber er ließ es nicht zu, dass seine Begeisterung wich, bis zu seinem letzten Tag des Lebens ließ er das nicht zu.

Darum hat er Massen bewegt und darum hat er in die Herzen vieler Menschen eine Resonanz hervorgerufen, sodass sein Traum der von Millionen anderer wurde.

Du fragst dich, wonach du dich sehnst? Nun, danach sehnst du dich: nach einem Leben in Begeisterung.

Nein, natürlich will ich damit nicht sagen, dass du eine Berühmtheit wie dieser Mann werden musst! Doch das Wirken wahrhaft begeisterter Menschen kannst du überall sehen:

Du kannst es in den Ausstellungen von Floristen sehen. Vergleich sie: Einer ist begeistert von dem, was er macht, der andere nicht, du siehst das!

Du kannst es bei Musikern hören, die in ihrer Begeisterung komponieren. Sie erreichen Herzen, die anderen nur die Ohren …

Weißt du, liebe Inge, es gibt so viele Menschen, die meinen: Erst wenn andere von ihnen begeistert sind, dann ist alles richtig. Aber das ist nicht so!

Richtig ist es erst dann, wenn sich einer traut, von dem, was er macht, begeistert zu sein, weil das, was er tut, das ausdrückt, was seine innerste Wahrheit ist. Um das herauszufinden, reicht es einfach nicht, das zu tun, was andere von einem erwarten.

Wie auch? Wird nicht von allen Menschen eurer Gesellschaft das Gleiche erwartet? Ihr seid aber nicht gleich! Wie soll da Begeisterung entstehen?

Wer zur Begeisterung zurückfindet, der findet zuerst sich! Ja, sich!

Der geht von der Bühne herunter, der spricht nicht mehr vorgegebene Texte, der wartet nicht mehr, bis irgendein Ingenieur das Zeichen zum Einsatz gibt, der IST immer er selbst.

Wer so lebt, der lebt nicht mehr getrennt von seiner Umwelt, sondern erfährt sie als Resonanz auf sich! Der erlebt sich auch nicht mehr fern von höheren Mächten, sondern erlebt sich als Teil ihrer Wirkung auf Erden …

Wer so begeistert ist, ist EINS mit dem Sein.

Darum vergessen Menschen, die tun, wovon oder wofür sie sich begeistern, auch auf die Uhr zu schauen. Darum vergessen sie, nach ihrem Vorteil zuschauen oder nach Last und Gefahr.

Nichts ist so stark wie diese Kraft.

Doch wer sich ihr hingibt, der muss wissen, dass sie etwas ist, das es zu lernen gilt. Wohl fällt sie selbst dem Kleinkind zu, denn sie ist Bestandteil des menschlichen Wesens. Aber es gilt, ein Meister der Begeisterung zu sein!

Und es können viele Inkarnationen vergehen, ehe eine Seele die ganze Kunst erlernt hat. Und es gibt auch Seelen, die diese Entwicklung auf halbem Weg wieder aufgeben.

Hör nun, was es zu lernen gilt: Als Erstes gilt es, zu lernen, dass eine Begeisterung die aus reinem Egostreben entsteht und die niemandem sonst mitzieht und stärkt, letztlich schlecht ausgeht.

Denn Begeisterung ist eine alles verbindende Kraft.

Als Zweites gilt: Wer sich nur für das begeistert, was von Mächtigen erwünscht und erlaubt ist, auch der gerät schnell auf Abwege, der wird zum schauspielernden Begeisterten.

Als Drittes gilt, dass es darum geht, auch unter andauerndem Druck und Lasten nicht aufzuhören, das Ziel der Begeisterung anzustreben. Leicht vergeht die anfängliche Begeisterung, sobald die alltäglichen Mühen, Hürden und Pflichten auftreten. Dem gilt es, sich zu widersetzen.

Als Viertes gilt: Es kann geschehen, dass man sich für etwas begeistert, das völlig fern vom rechten Weg ist. Man hat sich verblenden lassen. Dann darf man nicht aufhören, sich überhaupt begeistern zu lassen, sondern hat nichts anderes zu tun, als aus der Verblendung zu lernen und so es geht, wieder gutzumachen, was man in der Verblendung falsch gemacht hat und dann ein gutes Ziel zu suchen.

Und als Fünftes gilt es, zu lernen: Viele unterschiedliche Menschen sind von unterschiedlichen Zielen begeistert. Folgt man nur denen, die von den gleichen Zielen begeistert sind, kommt es leicht zur Enttäuschung. Um zu wachsen, muss man auch die Ziele anderer betrachten und dann gut abwägen, was das Ureigenste ist, unabhängig von der Meinung anderer, der Mehrheit.

Wer all das gelernt hat, der wird SEINE Begeisterung stark erleben und ausleben können!

Und er wird erleben, wie diese Kraft wirkt, wie er mehr und mehr in seiner Welt bewirkt, weil er andere mit in seine Entfaltung zieht und ihnen so Kraft und Mut gibt, sich selbst in Begeisterte zu verwandeln.

Damit soll es genug sein, liebe Inge. Ich habe dir das Ziel deiner Sehnsucht genannt. Ich kann nicht sagen, tu dies und tu das oder dort ist es, geh hin. Was ich dir aber sage, ist:

Inge, hab den Mut, begeistert zu sein und lerne viel auf dem Weg. Mehr gibt es nicht zu tun.

U. Danke, darf ich dir jetzt Sarahs Fragen stellen?

A. Ja, natürlich.

U. Inge fragt, wohin ihr Weg sie in diesem Leben führt, was sie sich vorgenommen hat und wie sie das schafft …

A. Wohin er führt? Zu dir, zu dir! Was du dir vorgenommen hast? Wieder in die Kraft deiner Begeisterungsfähigkeit zu kommen.

Wie du das schaffst? Nun, sagen wir, wie du es nicht schaffst: Indem du deine Aufmerksamkeit abziehst von dem, was es wert ist, sich zu begeistern, sei es etwas Großes oder Kleines.

Sei weiterhin ACHTSAM, Inge, versuch, noch achtsamer zu sein für das, was gut ist und wahr und rein in der Welt. Der Rest ergibt sich von selbst.

U. Inge fragt weiter, aus welchem Grund sie die Fähigkeit hat, mehr zu sehen, zu wissen und zu spüren als viele andere Menschen, wie kann sie einen Nutzen daraus ziehen?

A. Liebe Inge, du für dich kannst es nutzen, dich besser kennenzulernen, nicht alles, was du siehst, deutest du richtig. Denn die, die sieht, ist die Seele, die, die deutet, aber die Persönlichkeit mit all ihren Erwartungen, Sorgen, Blockaden und Ängsten.

Doch mit dieser Fähigkeit ist es wie mit der Fähigkeit zur Begeisterung: nur für sich selbst genutzt, sind die Gefahren größer als der Nutzen. Auch diese Gabe ist deiner Seele eigen zum Nutzen anderer!

Doch das kann erst sein, wenn du begeistert bist von ihren Seelen!

U. Wie kann und soll ich meine Kinder medial unterstützen?

A. Es reicht völlig, sie ernst zu nehmen. Geh so damit um, dass es etwas Natürliches ist. Weder solltest du das Besondere daran herausheben noch in ihnen den Eindruck erwecken, es zu erwarten. Bleib einfach offen für ihre Entwicklung.

Beantworte ihre Fragen, so wahrhaftig du es vermagst, sag ihnen aber auch, dass selbst du nicht alles in diesen Zusammenhängen weißt.

U. Sie schreibt: Und jetzt fühle ich wieder die Liebe.

A. Dann lass dich von ihr begeistern, wann immer du sie fühlst und gib das Ziel nicht verloren, nur weil es gerade schwer ist.

U. Sie fragt: Warum sieht sie Seelen, von denen sie und ihre Familie bedroht werden?

A. Du siehst nur, was alt ist und nichts mit dem Jetzt zu tun hat, Inge. Füttere diese nicht mit Angst, sondern lass es zu, dass sie keine Bedeutung haben für euer Sein.

U. Was bedeuten Andys Augen?

A. Du weißt es doch! Er ist dir vertraut, aber seine Kraft macht dir auch unbewusste Angst. Achte ihn, aber leite ihn auch zum guten Umgang mit sich und anderen.

U. Wie kann sie lernen, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren?

A. Hm, so weise du im Urteil über andere bist, so weise kannst du im Urteil über dich sein. Es DARF gar nicht sein, dass du stets zufrieden mit dem bist, was sich dir als ICH zeigt. Wäre es so, woraus würde dein Handlungsbedarf bestehen, liebe Inge?
Oder der Wunsch, zu wachsen?

Nimm es an, das Menschliche in dir, und versuche, mehr und mehr den KERN deines Wesens herauszuarbeiten, mehr ist nicht nötig.

Ob das manchmal gefühlte Liebe zu dir erzeugt oder nicht: Es sind die Gedanken, um die es geht. Es gibt Gedanken, mit denen du dich förderst und es gibt Gedanken, mit denen du dich behinderst in deiner Entwicklung zur ZUFRIEDENHEIT und DANKBARKEIT und letztlich in die BEGEISTERUNG:

U. Sie möchte wissen, wie sie ihre Traumfigur erreicht …

A. Ha, ja, wäre sie dann begeistert von sich? Warum erst dann? Du weißt es ja, das Schlüsselwort ist Mäßigung! Nein, ich spreche nicht davon, dass du deine Nahrung mäßigst, man kann auch andere Dinge mäßigen. Zum Beispiel das Begehren, von anderen anerkannt zu werden.

Schau, dieses Gewicht wäre dir nicht gegeben, wenn darin nicht eine Lernaufgabe liegen würde! Ist dir denn noch gar nicht aufgefallen, dass du um so weniger wiegst, je begeisterter du gerade von etwas bist? Ist dir noch nicht aufgefallen, dass es Menschen gibt, die viel mehr essen als du und doch schlank sind?

Meinst du, die Antwort darauf ist rein physisch zu erklären? Nein, so einfach ist das nicht! Die Seele sucht ihr Genom und im Genom liegt die Möglichkeit, tiefer der eigentlichen Aufgabe der Seele zu folgen.

Wenn du wunderschön in den Augen deiner Mitmenschen wärest, sag, würdest du nach inneren Werten streben? Und wenn ja, meinst du nicht, die Versuchung, das aufzugeben, sobald es anstrengend würde, wäre sehr viel größer als jetzt? Hm …

U. Muss sie sich mit dem Thema Vampire auseinandersetzen?

A. Natürlich nicht, darum geht es nicht. Aber das Thema Angst vor der geistigen Welt ist eines, das du bitte mit sehr viel mehr Realismus ergründen musst, liebe Inge.

U. Aya, ich möchte mich herzlich bei dir bedanken. Ich hoffe, dass wir Inge mit all dem, was du gesagt hast, helfen können, nun in die Begeisterung zu gehen.