Der Palast der Winde: Eine Fabel über Wille, Verstand, Gefühl und Weisheit

König und Königin hatten drei Töchter:
Wille, die Älteste, Verstand die Mittlere und Gefühl die Jüngste.

Wille und Gefühl stritten sich so oft,
dass es kaum einer mit ihnen aushielt
und es manchmal so unerträglich wurde,
das selbst der König dann verzweifelt nach Verstand rief,
die die Einzige war, die es vermochte,
zwischen den Beiden zu schlichten.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Engel von Ingrid. Ingrid bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einem Palast, Säulen üppig verziert, Marmorböden, lange Gänge, viele Hallen, das Mobiliar exotisch, vielleicht asiatisch?

Überall wehen durch die weit geöffneten Tore und Fenster Gardinen wie Fahnen in die Räume, doch sonst ist es hier absolut ruhig. Keine Menschen, keine Tiere, selbst die Brunnen in den vielen Innenhöfen stehen still.

Ich versuche, den Ausgang zu finden, werde von der drückenden Stille gepeinigt, will weg. Doch kaum habe ich eines der offenen Tore erreicht, gerate ich wieder nur in weiteren Trakt mit weiteren Räumen, Hallen, Gängen.

Letztlich bin ich so erschöpft, dass ich mich an einem der Springbrunnen in einem Innengarten niedersetze. Genau in diesem Moment höre ich Schritte, und während diese sich annähern, beginnt das Wasser im Brunnen wieder zu sprudeln und ein frischer Wind trägt den Duft von Blüten und Meer her.

Ich sehe mich nach der Stimme um. In einem langen, Kaftan ähnlichem Gewand, den Kopf mit einem Turban bedeckt, kommt ein großer, schlanker, älterer Mann auf mich zu. Seine Augenbrauen sind weiß wie der kurze Bart, sein Gesicht von einem bronzefarbenen Ton, seine braunen Augen leuchten, als würde Gold in ihnen schimmern.

Lächelnd hält er mir seine Hand hin, um mich hochzuziehen. Ich spüre seinen Duft, er riecht nach Sandelholz und Zitronen. Natürlich freut mich sein Anblick hier im leeren Palast, mehr aber noch freue ich mich über seine Energie: Fröhlich, mutig und doch sanft und ruhig scheint er mir.

So stellt man sich einen alten, weisen König vor, der sein Volk in Milde und Güte, aber auch in großer Klarheit und Konsequenz geführt hat.

G. Da liegst du gar nicht so falsch, ich war tatsächlich einmal ein solcher Monarch, aber das ist so vieler Leben her. Lass mich dich von Herzen willkommen heißen hier im Palast der Winde …

U. Palast der Winde?

G. Hm, hm, das ist er geworden, ein Palast der Winde: kein Tor mehr, das Zu- und Ausgang versperrt, kein Fenster mehr, das die Vögel des Himmels abhalten könnte, hier zu nisten, woher auch immer sie kommen mögen …

U. Ich sah keine Fremden und ich sah keine Vögel …

G. Nein? Wer sollte auch Interesse haben, in einem leeren Palast zu sein, nicht einmal das Wasser will hier sein, so groß ist die Leere …

U. Woran liegt das?

G. Lächelnd. Ehe ich deine Neugier beruhige, lass mich ein paar Worte für meine Ingrid finden.

Liebe Freundin meiner Seele. Dies ist ein großer Tag, denn ich weiß, dass du mir zuhörst. Und es ist ein großer Tag, an dessen Ende du wissen wirst, dass dir zugehört wird.

Etwas ganz Neues beginnt nun zwischen Dir und mir: OFFENHEIT!

Ich bin in diesem menschlichen Sein gekommen, zur Wahl standen mehrere andere, doch ich hoffe, dass ich dir so, wie ich erscheine, gefalle.

Nenn mich Mansur, wenn du magst, ich trug diesen Namen sehr gern. Und ich lebte sehr gern. Nein, nicht in diesem Palast, das hier ist ein Märchenschloss, ich werde es dir gleich erzählen.

Der Palast, in dem du und ich lebten, lag in den Ausläufern des Hindukuschs, wir waren damals Bruder und Schwester. Unsere Mütter waren zwar unterschiedlich, doch der Maharadscha war unser beider Vater. Und da wir am selben Tag geboren wurden, verband unsere Mütter eine tiefe Freundschaft und so auch uns beide.

Ich will dir heute nicht allzu viel über dieses Leben berichten, vielleicht reicht es dir, wenn ich dir sage, dass wir bis zu deiner Verheiratung unzertrennlich waren und dass das, was uns beiden gemeinsam war, unser tiefer Wissensdurst war.

Es trug uns der gleiche Eifer, wir wollten unbedingt wissen, WIE Menschen sind, was sie fühlen, was sie wünschen, was sie fürchten, was sie hoffen. Und wir wollten wissen, was das Edelste ist, das ein Mensch erreichen kann.

Und so waren wir beide vermutlich die fleißigsten Schüler unter unseren Geschwistern, schneller als diese lernten wir Lesen und Schreiben und unsere glücklichsten Stunden verbrachten wir damit, in den alten Schriften unserer unermesslichen Bibliothek zu stöbern.

Was – nebenbei bemerkt – sehr ungewöhnlich für eine Prinzessin war, doch nicht einmal unser geliebter Vater hätte sich getraut, dich von der Kunst der Weisheitsfindung abzuhalten.

Damals hattest du ein ganz anderes Temperament als heute und im Gegensatz zu heute keinerlei Scheu deinen Unmut zu äußern, vor wem auch immer! (Er lächelt, als er das sagt.)

Nun, die zweite Leidenschaft, die wir hatten, war die Kunst des Heilwesens: Kräuter, Tinkturen, die geheimen Zaubersprüche zur Heilung, es war uns so wunderbar, mehr und mehr darüber zu lernen.
Hier warst du als Prinzessin willkommen, ich als Prinz nicht. Eher hätte ich mich im Reitsport üben sollen oder im Kampf, jedoch mein Unmut war nicht weniger wirkungsvoll wie der deine …

Wollen wir es vorläufig bei diesen Details zu jenem Leben belassen. Wichtig ist, dass du verstehst, dass unsere Seelen die Liebe und Begeisterung zu den gleichen Zielen vereint: Heilung und Weisheit zu finden und zu spenden ist uns beiden tiefste Seelenwurzel.

Doch noch ist die Zeit nicht reif, dich in diese alte Begeisterung zurückzuführen. Noch bist du in einem Zustand, der einer äußersten Milde bedarf, um dich sicher aus deinem PALAST der Winde zu führen, in dem alles stillsteht …

Und dich da heraus zu führen ist tatsächlich mein Ziel, das ich hoffe, zu erreichen.

Lass mich dir das Märchen dieses Palastes erzählen:
Es waren einmal vor langer Zeit in einem fernen Land ein König und eine Königin. Die herrschten über ein kleines und armes Land mitten in den Bergen. Aber obwohl dieses Land keine reichen Hafenstädte besaß und auch keine wichtige Handelsrute durchführte, durch die die Kaufleute ihre Karawanen trieben und obwohl in den rauen Gebirgszügen des Landes die Winter lang und Sommer kurz waren und so die Menschen sich als arm bezeichnet hätten, wenn sie gewusst hätten, wie viel besser es anderen jenseits der Berge ging, war es doch ein glückliches Land.

Denn alle lebten in großem Frieden miteinander, jeder hatte seine Arbeit, jeder seine Freude, niemand wurde überhöht und niemand wurde erniedrigt.

Selbst der König bebaute sein Feld und schlug Feuerholz für den Winter und die Königin webte wie alle anderen Frauen Stoffe und Decken. Wie kostbar ihre abgeschiedene Welt war, wusste aber nur der König, der in seinen jungen Jahren über die Berge gegangen war, um die Welt kennenzulernen.

König und Königin hatten drei Töchter: Wille, die Älteste, Verstand die Mittlere und Gefühl die Jüngste.

Wille und Gefühl stritten sich so oft, dass es kaum einer mit ihnen aushielt und es manchmal so unerträglich würde, das selbst der König dann verzweifelt nach Verstand rief, die die Einzige war, die es vermochte, zwischen den beiden zu schlichten.

Sie waren eben völlig verschieden: Wille hat ihre ganze Freude daran, sich selbst zu erproben, immer fielen ihr neue Ziele ein und sie liebte es, wenn sie dafür Lob bekam. Doch noch mehr liebte sie es, wenn sie sich selbst loben konnte, weil sie ihre selbst gestellte Aufgabe gut gemacht hatte.

Diese Eigenart, sich durchzusetzen, zielbewusst zu sein und der Eifer, mit dem sie immer wieder Neues zu schaffen trachtete, gefielen König und Königin sehr gut, sie waren stolz auf Wille.

Nur leider hatte Wille gar kein Gespür für die Bedürfnisse ihrer Umwelt. Sie war nie wirklich böse, aber sie verstand es, die Menschen, die ihr helfen sollten, ihre Projekte umzusetzen, so unter Druck zu setzen und anzutreiben, ja auch von sich selbst so viel zu erwarten, das nicht selten in der Folge es viele Beschwerden beim König gab oder gar, dass sich Wille selbst verletzte oder sie aus mangelnder Vorsicht Krankheiten zuzog.

Ganz anders ihre Schwester Gefühl! Die spürte schon durch den leisesten Wimpernschlag der Andeutung einer ablehnenden Stimme oder der Körperhaltung eines Menschen, was dieser gerade brauchte. Und weil die allermeisten Menschen immer irgendetwas brauchen, konnte sie tagelang mit nichts anderem beschäftigt sein als damit, das herbeizuschaffen, was andere wollten. Denn ihr größtes Glück bestand darin, das Glück der anderen zu fühlen.

Auch Gefühl gefiel ihren Eltern sehr gut, ihre Einfühlsamkeit in die Bedürfnisse anderer, ihr zarter Umgang mit Mensch und Tier, ihre sanfte Art, das zu betreiben, was andere weiterbringt, ihr Gespür auch für unausgesprochene Bedürfnisse ließen eine Heilige in ihr vermuten.

Wenn sie doch nur etwas wählerischer gewesen wäre, wenn es darum ging, WEM sie ihre Gefühle der Zuneigung, Solidarität und des Mitgefühls entgegenbrachte.

Leider konnte sie einfach nicht zwischen denen unterscheiden, die einfach zu faul und zu träge waren, sich selbst zu helfen, und denen, die ihre Hilfe und Zuneigung wirklich brauchten!

Was zur Folge hatte, dass nicht selten ausgerechnet diejenigen, die Wille unterstützen sollten, zur Schwester Gefühl liefen, die einfach zu faul waren, um mitzuarbeiten oder sich anzustrengen. Diejenigen aber, die wirklich zu schwach, müde, alt und traurig waren, aber sich nicht durchzusetzen vermochten gegen die Egoisten, allein und ohne die Hilfe von Gefühl blieben, die sich eben genauso benahmen wie Gefühl selbst: Nichts für sich wollten, aber alles für andere.

Sicher hätte diese Entwicklung den Eltern große Sorge bereitet, wenn da nicht die mittlere Tochter gewesen wäre. Verstand war weder so lustig und mutig und laut wie Wille, aber auch nicht so verträumt, leise und lieb wie Gefühl, sie war wirklich die Mitte.

Ihre ganze Freude war es, zu verstehen, wie alles in der Welt zusammenhängt, wie alles, was man tut oder denkt, seine Folgen hat und wie nichts, was es gibt, ohne Ursache ist.

Sie liebte es, zu lesen, noch mehr aber liebte sie es, die Bewohner nach ihrem Leben zu fragen: warum sie was und wie erlebt hatten. Dann saß sie gern stundenlang da und versuchte, herauszufinden, wieso ein Leben so und nicht anders gelaufen war. Und fand sie es heraus, war sie erfüllt von tiefer Zufriedenheit. Wenn nicht, dann suchte sie solange, bis sie eine Erklärung fand.

Allerdings gab es auch etwas, was sie nicht vermochte: Sie konnte sich selten zu einem Entschluss durchringen, wenn es zwei gleichberechtigte Seiten gab, denn dazu fehlte es ihr am Willen, sich nur auf ein Ziel hin zu konzentrieren.

Immer sah sie sämtliche anderen Varianten und Möglichkeiten und sie konnte sich einfach nicht in Wesen hineinversetzen, die sich von logischen Notwendigkeiten wenig beeindrucken ließen und einfach taten, was sie fühlten oder wollten, ohne über die Folgen nachzudenken.

So war sie im Grunde die Einsame der drei Schwestern, denn diese hatten wenigstens noch im Streit ein Verhältnis zueinander.

Sie wusste ganz genau, dass sie den beiden, je älter sie wurden, um so lästiger wurde. Sie wusste, dass beide schon ihren puren Anblick verabscheuten. Sie wusste eben wirklich sehr viel: Sie kannte die Logik, die Wille in ein ihr gemäßes Leben führen würde und Gefühl in ihres, und beides beunruhigte sie zutiefst.

Sehr gerne hätte sie Vater und Mutter gewarnt, doch auch diese beiden wollten nichts von den finsteren Warnungen hören, zu sehr fürchtete ihr liebendes Elternherz Unglück für ihre Töchter Wille und Gefühl.

Schweigen sollte sie! Aber wie konnte sie das?! Sie hätte ihre Schwestern nicht geliebt, hätte sie diese nicht gewarnt.

Und weil sie einfach nicht aufhörte, zu mahnen, entschloss sich schließlich der Vater, Verstand in ein anderes Land zu bringen. Dort gab es ein Kloster, in dem alle Weisheiten der Welt aufbewahrt wurden, sicher würde es Verstand sehr glücklich machen, wenn sie dort leben durfte.

Hätte sie sich nicht solche Sorgen um Wille und Gefühl gemacht, sie hätte sich in der Tat sehr über den künftigen Wirkungsort gefreut. So aber verabschiedete sie sich mit tiefer Wehmut.

Zum Abschied sagte sie Wille: Pass gut auf, heirate auf keinen Fall einen König, der wie du ist und die Grenzen der anderen nicht wahrnimmt!

Wenn du das tust, wird großes Unglück über euer Königshaus kommen, Menschen, Tiere und die Natur werden sich gegen euch stellen und euer unbezähmbarer Wille wird euer Verderben sein!

Zu ihrer Schwester Gefühl sagte sie: Pass gut auf, dass du keinen Mann heiratest, der sagt, dass er dich so sehr braucht, dass er ohne dich nicht leben kann. Er wird schon bald aufhören, seine eigenen Verantwortungen dir zu übertragen. Und weil er der König ist, werden es ihm alle anderen nachmachen und am Ende wird dich zweifaches Elend erreichen.

Denen, denen du immer alles von dir gegeben hast, wird es unerträglich sein, so tief in deiner Schuld zu stecken und sie werden dich fliehen, denn du hast ihnen immer gegeben, aber du hast nichts bekommen und diese Last wird ihnen ein Stachel im Fleisch sein.

Jene aber, die Rücksicht auf dich genommen haben und dich nie um Hilfe baten, obwohl es nottat, um dich bei all den Lasten durch die Ersten nicht zusätzlich zu beschweren, die werden sich von dir abwenden. Sie hätten dir, wenn du ihnen etwas gegeben hättest, zurückgegeben, was DU gebraucht hättest. Doch du hast sie nicht mehr gesehen, darum werden sie dich vergessen haben, wenn du aufwachst.

Mit diesen Worten ging Verstand aus dem Leben und dem Land ihrer Familie und Heimat.

Bald darauf verheiratete der König Wille mit einem jungen, stürmischen König, ein Eroberer und Erbauer, einer, der schon sehr viele Neuerungen in seinem Land geschaffen hatte. Und der begeistert war von all den Ideen von Wille, wie noch besser werden könnte, was schon gut war. Und Wille liebte ihn sehr und folgte ihm in sein Land.

Auch Gefühl fand einen Gatten. Einer, der all ihre Emotionen ansprach: Er schrieb ihr lange Liebesbriefe und Gedichte, er spielte ihre Lieblingslieder und wusste, wo und wie er sie zu berühren oder anzublicken hatte, damit aus dem anfänglich zarten Flämmchen der Verliebtheit ein loderndes Feuer in ihr entstand.

Als er ihr dann noch von seiner tiefen Einsamkeit sprach, von seiner unendlichen Sehnsucht, im Leben wenigstens EINEN Menschen zu haben, der ihn liebe. Und schließlich sogar davon, wenn sie dieser Mensch nicht sei, sein Leben als sinnlos zu betrachten und es vielleicht sogar zu beenden.

Da hielt Gefühl nichts mehr zurück, seine Frau zu werden, und so verließ auch sie Vater und Mutter und das Land in den Bergen.

Obwohl König und Königin schon betagt waren, geschah ein Wunder, denn die Königin wurde noch einmal schwanger. Und dieses Mal gebar sie einen Sohn. Doch ein Name für dieses Kind fiel ihnen nicht ein. Sie nannten ihn zwar mit zärtlichen Koseworten, doch blieb er namenlos, was daran lag, dass er so ganz anders war, als sie selbst oder irgendjemand anderes, den sie kannten.

Darum beschlossen sie, dass er sich zu seinem 20. Geburtstag selbst einen Namen aussuchen sollte. Dieses Kind war ihnen in jeder Weise ein Wunder: Es schien, als hätte er alle Eigenschaften seiner drei Schwestern in sich vereint.

Er war so mächtig und unbezähmbar – in dem, was er sich vorgenommen hatte – wie Wille, so einfühlsam und hingebend, freundlich und sanft wie Gefühl und so klar und logisch in seinem Denken wie Verstand. Und je älter er wurde, um so wunderbarer schien er seinen Eltern.

Kurz vor seinem zwanzigsten Geburtstag kamen sehr schlechte Nachrichten aus dem Lande, in dem Wille Königin war. Schwere Unruhen wüteten ganze, Städte brannten und es war zu befürchten, dass Wille vom eigenen Volk gestürzt, wenn nicht gar gemordet wurde.

Ihren Gatten hatte ein Meuchelmörder schon vor Jahr und Tag getötet. Tapfer, wie sie war, versuchte sie aber weiter, allein das Land unter ihrer festen Herrschaft zu halten. Doch da sie keine Milde kannte, wurden diejenigen, die ihr treu blieben, immer weniger.

Flugs ließ der König Soldaten seine Tochter retten, falls diese es wolle, und tatsächlich kam sie. Wie verändert sie war! Ihre einst blühenden Lippen waren schmal geworden, Härte prägte ihre Züge und nie gelangte ein Lächeln bis in ihre Augen.

Rachepläne zu schmieden, war sie gekommen, doch verwehrte ihr der Vater diese, was sie noch bitterer machte …

Bald danach kam eine Meldung von Gefühl: Ihr Mann habe sie verstoßen wegen einer jüngeren, schöneren Frau wegen. Nun wisse sie nicht, wohin, denn ihre gemeinsamen Kinder hielten zum Vater, da sie ständig krank sei und so viel weine, wäre sie denen eine unerträgliche Last.

Freunde hätte sie keine, weil sie nie Zeit gefunden habe, Freundschaften zu pflegen. Denn die täglichen Geschäfte des Mannes hätten sie jahrelang von früh morgens bis spät abends beschäftigt.

Nun, keine Frage, selbstverständlich nahmen der König und die Königin Gefühl gerne wieder bei sich auf. Doch ach! Auch sie hatte sich völlig verändert! Sie schien sich nur noch um ihre eigenen Gefühle zu kümmern, pflegte sich nicht mehr, verdarb mit ihrem ewig trauernden Blick jedes Beisammensein und kannte nur noch ein einziges Thema: ihr tiefes Gefühl der Enttäuschung …

Schließlich wussten sich der König und die Königin in ihrer Liebe und Besorgnis um diese beiden Töchter gar nicht mehr anders zu helfen, als nach Verstand zu schicken! Hatte diese nicht stets zwischen beiden zu vermitteln gewusst? Und hatte sie nicht oft klugen Rat gehabt?

Verstand kam auch sofort. Eine stolze, schlanke Priesterin war sie geworden, ihr Blick klar und kalt, schaute sie auf Wille und Gefühl. Sie betrachtete nachdenklich ihre Eltern. Diese trugen ihr ihre Ratlosigkeit vor und baten sie nun um Hilfe.

Doch Verstand zuckte nur mit den Schultern und sagte, als ginge das ganze Elend der Schwestern sie nichts an: Nun, ich habe es euch immer gesagt: Jede Ursache zeigt eine Wirkung. Die Ursache für Willes Elend und Leid ist ihr Mangel an Mitgefühl für andere, ihr Mann hat das noch verstärkt, nun ernten sie, was sie gesät haben: Niemand hat mit ihnen Mitgefühl!

Und Gefühl habe ich doch gesagt: Wenn sie nicht bereit ist, die Verantwortung für ihr eigenes Wohlergehen zu übernehmen und nur auf das Wohlergehen anderer schaut, wird es eines Tages eben niemanden mehr geben, der dies an ihrer Stelle tut. Wenn sie keine Liebe zu sich selbst hat, wird es auch niemanden geben, der sie stellvertretend liebt.

Wie gesagt, jede Ursache hat ihre Wirkung! Liebe Eltern ich habe euch gewarnt, die Männer eurer Töchter mit Verstand zu wählen. Nun, das habt ihr nicht getan, jetzt müsst ihr eben mit dem Ergebnis fertig werden. Das ist alles einfach nur logisch, es gibt keine Lösung des Problems!

In diesem Moment trat der Sohn hervor. Er stellte sich in die Mitte und sprach: Liebe Wille, nun hast du lange Zeit deinen Willen ausgelebt. Du hast erfahren, dass es nicht gut ist für dich, andere so zu überfordern. Du hast gelernt, dass es nicht gut ist, wenn es nur nach deinem Willen geht, nicht aber nach den Möglichkeiten der anderen. So viel lernen zu dürfen, ist ein großes Geschenk!

WENN du die Lehre deines Lebens in Frieden annimmst, wird alles gut werden. Wenn du dir bei allem, was du in Zukunft willst, jemanden als Berater zur Seite nimmst, der dir sagt, wo die Grenzen der Möglichkeiten in anderen Menschen liegen, wirst du in Zukunft eine wunderbare Königin sein!

Da begann Wille, zu weinen und mit jeder Träne wurde ihr Gesicht weicher und zum Schluss strahlten ihre Augen sogar.

Ihr Bruder hatte recht! Sie hatte viel gelernt und sie wollte längst nicht mehr weitermachen wie bisher, nur wusste sie eben nicht, wie sie etwas ändern sollte …

Dann wandte er sich an Gefühl: Liebe Schwester Gefühl, dein ganzes Leben hast du in den Dienst anderer gestellt und den Dienst an dich selbst dabei vergessen.

Denen, die am Lautesten riefen, ich brauche dich, hast du dein Selbst gegeben und lernen müssen, dass es ganz falsch ist und unvernünftig, zwischen berechtigten und unberechtigten Ansprüchen nicht zu unterscheiden.

Das ist ein großes Glück, dass du solches lernen durftest, ehe deine ganze Kraft verbraucht ist! Niemand kann anders sein, als er ist!

Du bist nun einmal emotional sehr ansprechbar, deshalb brauchst du die Hilfe eines Verstandes orientierten Menschen, der sich nicht von emotionalen Appellen in die Verwirrung bringen lässt und dir hilft, zwischen wahrer Not und Trägheit zu unterscheiden.

Wenn du dich an den Rat eines solchen Menschen hältst, wird alles gut! Er wird dich auf jene aufmerksam machen, die deine Unterstützung wirklich eine Zeit lang brauchen und dich vor denen warnen, die dich missbrauchen wollen. Und du wirst aufhören können, über dein sinnloses Leben zu klagen, weil dein Leben als mitfühlende Helferin doch wieder einen Sinn hat!

Gefühl war so ergriffen von den Worten ihres Bruders, dass sie ihm um den Hals fiel und küsste, dann lachte sie … endlich, endlich!

Und sie sagte. Du hast ganz recht! Ich habe einfach mit JEDEM Mitgefühl und weiß nicht zu unterscheiden. Das ist ein Manko!
Aber mein Mitgefühl an sich ist sehr wertvoll. Ich will mich gerne an deinen Rat halten und mir jemanden suchen, der mir ordnen und unterscheiden hilft. Und ich selbst werde sehr gerne Wille helfen, die Gefühle ihrer Mitmenschen und deren Bedürfnisse zu erkennen.

Der Bruder lachte und sagte: Ja, hilf ihr! Und du selbst brauchst auch nicht lange suchen, denn hier: Deine Schwester Verstand wird dir helfen. (Verstand nickte eifrig.)

Und ich, so sagte der Bruder, ich werde Verstand helfen!

Du willst mir helfen?! Ja, wobei denn? Ich weiß doch schon alles!

Ja, das ist wahr, sagte der Sohn, du hast viel Wissen, aber keine Weisheit. Denn hättest du diese, so hättest du erkannt, dass hinter aller Konsequenz von Ursache und Wirkung ein tiefer Sinn liegt.

Der Sinn, dass alles, was wir falsch machen und was schwer im Leben ist, die Chance birgt, seine Lehre daraus zu ziehen. Und dass, wenn alles Falsche zusammenbricht, der Augenblick gekommen ist, der alles entscheidet: Werden wir Willens sein, die Lehren des Lebens anzunehmen und unsere Ansichten und Vorgehensweisen zu verändern oder ist es uns wichtiger, recht zu behalten.

In jedem Schmerz liegt ein möglicher Gewinn und in jedem Abschied die Chance zu etwas Neuem, vorausgesetzt, dass wir gelernt haben.

Wissen ohne Weisheit ist nicht genug, liebe Schwester, um gerecht zu sein, findest du nicht auch?

Da umarmte Verstand ihren Bruder und der Vater stand auf und sagte: Lieber Sohn, heute will ich dir doch einen Namen geben. Weisheit sollst du heißen.

Denn du hast gezeigt, dass keines meiner Kinder falsch ist, dass aber das eine Kind die Unterstützung des anderen braucht! Weise sind deine Worte und deine Weisung, nun danke ich Gott für alle meine Kinder!

Mit diesem Märchen, liebe Ingrid, möchte ich dir helfen, deine inneren Geschwister wieder zueinander zu bringen.

Alle vier sind in dir, Wille, Gefühl, Verstand. Und Weisheit! Nun, Weisheit ist noch sehr jung, aber so groß ist er schon, dass er dich dazu brachte, mich zu rufen!

Ja, es ist wahr: Dein Palast der Winde ist ganz leer, es ist kein Leben mehr zu leben im Palast der Vergangenheit, aber schau nur, was ich dir zeige!

Mansul nimmt mich bei der Hand und führt mich auf erstaunlich einfachem Weg hinaus vor den leeren Palast, da steht ein Haus in einem blühenden Garten, Früchte und Rosen reifen um die Wette. Und vor diesem Haus sehe ich Sie sitzen, Ingrid, der Palast der Winde liegt hinter ihnen …

M. Der Palast der Winde ist gestern, Ingrid, heute beginnt die Zeit, einen Garten anzulegen mit all den Samen, die du hast. Durch Leid und Trauer bist du gegangen, das ist wahr.

Und du hast so viel über dich und andere und über die Begrenztheit aller vermeintlicher Sicherheiten gelernt! Es schmerzt, wenn der Verstand auf all das sieht und sagt: Nun ja, Ursache führt zur Wirkung!

Doch die Weisheit, Ingrid, die sagt dir: Nimm es als Chance!
Es kann alles ganz neu werden! Deine Ziele, deine Werte, deine Selbstbewertung, deine Lebenseinstellung kann solch wunderbare Früchte tragen, dass du mit Zufriedenheit alt wirst.
Alles hängt jetzt davon ab, ob du Weise werden willst!
Willst du?

Weisheit ist der Weg, den du dir immer gewünscht hast. Der Weg in wahre, innere Freiheit, in wahren, inneren Frieden.
Willst du?
Ich begleite dich gerne!

Lerne dich kennen, Ingrid, lerne dich wertschätzen. Aus dir selbst heraus, unabhängig vom Willen der anderen!

Wohin du auch gehst: Die einzige Person, die du immer mitnimmst, bist ja du selbst Ingrid! Deshalb bist doch du die wichtigste Person!
Die anderen begleiten dich und du sie, solange es „taugt“ zur Weiterentwicklung.

Ich will dir sagen, was es zu lernen gilt in diesem Leben der Ingrid: Du willst lernen, was wahre Sicherheit ist!
Sicherheit, die ganz unabhängig ist von äußeren Faktoren!

Du willst lernen, dass das Alte festzuhalten selbst in unerträglichen Zuständen weniger schön und bereichernd für deine Seele ist, als ganz neue Schritte zu wagen. Und dass die Regeln der anderen weniger Sicherheit bringen, als sich auf das Abenteuer einzulassen, ganz eigene Regeln zu finden …

Deine Größe, Ingrid, konnte gar nicht deutlich werden, solange deine Seele meinte, festhalten zu müssen, was sie kannte …

Aber neue Wege zu gehen, ist noch ganz, ganz neu für deine Seele. Darum bist du jetzt so erschreckt und verängstigt, das brauchst du aber gar nicht sein!

Du musst nur den Schatz annehmen, der in diesem Zusammenbruch des Alten liegt! Er ist da, du brauchst ihn nur zu suchen, du wirst ihn finden!
Hab Mut, geh ungewöhnliche Wege!
Ich bin ganz sicher bei dir!

U. Puh, Mansul, das war jetzt sehr, sehr lang. Wir müssen noch Ingrids Fragen beantworten.

M. Ich weiß, meine Liebe, und ich danke dir!

U. Ingrids erste Frage ist, ob sie ihre Mutter schon aus vergangenen Inkarnationen kennt, denn sie hatten eine sehr innige Beziehung.

M. Oh ja, das ist sogar sehr oft so gewesen und deine Mutter selbst hat das gar nicht so erstaunt, als sie es hier erfuhr.

Sie hat dich immer „gekannt“ und du sie! Sie ist nicht weg, Ingrid, sie will immer noch dein Bestes und war nicht unerheblich daran beteiligt, dass du den Wunsch verspürt hast, mich kennenzulernen!
Da war sie sehr resolut! (Das sagt er lächelnd.)
Es geht ihr im Übrigen schon sehr, sehr gut!

U. Warum musste sie alles innerhalb kürzester Zeit loslassen?

M. Liebe, anders hättest du nicht die Chance gehabt, WIRKLICH danach zu suchen, deine Bewertungen dessen, was wichtig ist, ganz neu zu ordnen.
Du hättest dich einfach auf das konzentriert, was geblieben wäre.

Wie ich schon sagte: Deiner Seele ist es gänzlich neu, Risiken einzugehen, das muss sie erst lernen, dass dies auch gut sein kann, etwas aufzugeben, weil es nicht mehr trägt. Dass sie das darf!

Dieses Mal haben es die anderen mehr oder weniger entschieden, nicht du. Das Ziel ist erreicht, wenn deine Seele Veränderungen nicht mehr reaktiv erlebt, sondern aktiv angeht.

Versuch, das alles als einen Ruf zu sehen: Der Ruf an deine Seele, zu erwachen und falsche Sicherheitsvorstellungen aufzugeben.

Ein Gefängnis kann zwar ein sicherer Ort sein, aber er ist ohne Leben, er ist eigentlich nur ein Windpalast, in den alles rein und raus geht, wie es will.

Du wirst jetzt lernen können, wie es ist, wenn DU! Bestimmst, wer in deinen Palast darf und wer hinauszugehen hat. Und das wird eine sehr, sehr wichtige, gute Erfahrung sein können. Wenn du sie annimmst!

U. Sie schreibt darüber, dass sie große Schwierigkeiten hat, körperliche Nähe eines Mannes anzunehmen, obwohl sie sich danach sehnt, woran liegt das.

M. Das liegt gar nicht daran, dass es Männer sind, sondern daran, welche Art Männer es sind, Ingrid. Noch gab es keinen, der nicht bestens geeignet war, dein „Gefängniswärter“ zu sein, deine Seele wusste das immer.

Es hat natürlich mit früheren Leben zu tun, aber nicht als Strafe, sondern um dich darauf aufmerksam zu machen, dass es NICHT richtig ist, sich von einer Liebe gefangen nehmen zu lassen, dass es nicht richtig ist, sich gebrauchen zu lassen …

U. Du kennst die Problematik mit ihrer Adoptivtochter, welche innere Einstellung hilft Ingrid?

M. Ingrid, du kannst in ihr nicht die Liebe MACHEN, die du zu ihr hast. Das geht nicht!

Aber sie versucht, etwas in dir zu MACHEN, etwas, mit dem sie besser innerlich umgehen kann als mit deiner Liebe. Sie versucht, emotionalen Abstand in dir zu machen, manchmal sogar mehr als das, manchmal sogar Abneigung, ja Hass …

Versuch, zu akzeptieren, was hier die Weisheit ist: emotionale Distanz, Ingrid …
Jahrelang war es doch so: Dein WILLE will, dass du ihr eine gute Mutter bist, dein Gefühl fühlt tiefstes Mitgefühl mit dieser Seele, dein Verstand sucht nach logischen Ursachen.

Doch die Weisheit? Ingrid, was sagt die Weisheit?

Sie sagt, dass Beziehung zu haben, nicht über den Selbstwert gehen darf, es ist nicht weise, zuzulassen, dass der, der nicht mitfühlt, zum Täter wird.

Es ist nicht weise, sich zu opfern, es ist weise, zu sehen, was wirklich MÖGLICH ist, auch wenn es nicht gewollt, nicht gewünscht und nicht vernünftig ist.

Manchmal muss Distanz sein, damit Nähe „ungefährlich“ wird … manchmal brauchen Entwicklungen viel, viel Zeit!

Deine Seele liebt ihre Seele schon so lange! Aber ihre Seele hat Angst vor Liebe! Du kannst eine solch ängstliche Seele begleiten, solange die es erträgt, in Liebe begleitet zu werden …

Das hast du getan, dieses Mal hat sie erfahren, was Mutterliebe ist. Und das wird eine niemals zu ruinierende Erfahrung sein, es sei denn, du lässt die Tür zum Windpalast auf und lässt es zu, dass sie wieder und wieder dich so lange verletzt, bis du sie hassen musst …

Dann hätte ihre Seele die Chance, bei ihrem Vorurteil zu bleiben, das es wahre Liebe zwischen Mutter und Kind nicht gibt! Ihre leibliche Mutter hätte dieses Vorurteil bestätigt, du warst und bist bis in alle Ewigkeit der Gegenbeweis.

Aber du darfst jetzt die Tür nicht offen lassen, nicht, solange sie deine Grenzen der Belastbarkeit nicht akzeptiert.

U. Kannst du ihr sagen, wie es jetzt, nachdem sie völlig den Boden unter den Füßen verloren hat, für sie weitergehen kann?

M: Ingrid, jetzt beginnt die Zeit, dein wahres SELBST aufzubauen!
Das zuerst, du kennst dich gar nicht!

Du weißt zwar, was du anderen geben konntest, aber weißt du noch, was du selbst nehmen musst, um glücklich zu sein?
Weißt du, was du brauchst, wie dein Tag sein muss, um ein guter Tag zu sein?

Kennst du noch deine Träume, als du ein junges Mädchen warst, erinnerst du dich noch, worauf du neugierig bist, was dir Spaß macht, auch wenn es NICHT zweckorientiert ist?

Alles verloren? Nein! Jetzt wieder möglich. Du bist wie eine, die sehr lange bettlägerig war und nun zum ersten Mal seit Monaten unter freiem Himmel steht und selbstständig geht. Die Muskeln sind geschwächt und untrainiert, der Himmel über ihr so beängstigend weit wie der Weg vor ihr. Nach Monaten der Begrenztheit muss die Fähigkeit zur Freiheit erst trainiert werden. Dazu brauchst du Helfer!

Ich bin einer dieser Helfer, auch deine Mutter und die Frau hier, die jetzt unser Sprachrohr ist …

Nach dem Zusammenbruch kommt der Aufbau, nach langer Krankheit die Genesung. Zart muss das in den Anfängen sein, damit nicht zu viel Energie aufgewendet wird, vorsichtig die Schritte der ersten Wege.

Und eines ist sehr, sehr wichtig: Der Blick zurück ist nur dann gut und sollte nur so lange dauern, solange er dazu dient, zu verstehen, was du zu lernen hattest und wie du es in Zukunft besser machen wirst.
Alles andere zurückschauen trübt den Blick nach vorn!

Denk nicht, du wärest zu alt! Es ist wirklich so: Es gibt Menschen, deren wahres Leben fängt erst mit sechzig an, aber denen geschieht das nicht von ungefähr.
Es sind immer solche, die den Mut haben, loszulassen, was unbrauchbar ist, und auszuprobieren, was tauglich sein könnte.

Zähl nicht Jahre, Ingrid, zähl Erfahrungen! Hab Mut, nur ein Fingerhut voll Mut und schon geht es nach vorne!

U. Ich hab noch eine Frage vergessen: Ist die Beziehung zu ihrem Exmann karmisch gewesen?

M. Aber ja, natürlich ist sie das und jetzt ist sie es immer noch. Ingrid!

Es liegt für beide eine Bewährungsprobe in der Jetzt – Zeit. Widerstehe der Versuchung, seine Schuld dadurch deutlich zu machen, dass du aus deinem! Leid nicht herauskommst, dieser Preis ist seine Einsichtsfähigkeit einfach nicht wert. Darum bitte ich dich so sehr!

U. Vielen Dank, lieber Mansul! Ich hoffe sehr, dass all deine Worte und Hinweise Ingrid helfen …

M: Ich hoffe, dass mir mehr Raum gegeben wird, ihr in dieser sehr wichtigen Phase ihres Lebens helfen zu dürfen.

Und ich danke dir von ganzer Seele für die Kraft und Zeit, die du dir genommen hast!

Ingrid? Die Liebe, mit der ich dein Ich liebe, ist so leicht, es ist so leicht, dich zu lieben, denn ich kenne dein wahres Ich!

Nichts wünsche ich mir so sehr, als dass auch du es kennenlernst, um nun wirklich DEIN Leben zu leben,
dein Mansul!