Ziel

Was eine Seele sich selbst verspricht, bleibt Programmpunkt der Lebenspläne…

 Was eine Seele sich selbst verspricht,
bleibt Programmpunkt der Lebenspläne, 
bis die Seele selbst dieses Versprechen auflöst.

Und Eunike hat sich versprochen:
NIE wieder will ich meinen Kopf durchsetzen,
wenn es um lebenswichtige Dinge für andere geht!
Ja, so schlecht hört sich das gar nicht an, hm?
Doch! Derart einseitig ist es ganz, ganz gefährlich.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Engel von Regine zu verbinden. Regine bittet um diesen Kontakt.

Ich bin in einem kleinen Wald, niedrige Bäume, die viel Licht durchlassen. Adonisröschen blühen hier und es duftet würzig nach Kräutern. Ein Weg, der mit fast weißen Steinen gepflastert ist, führt eine Anhöhe hinauf, ich denke, dass dort mein Ziel ist …

Es ist etwas mühsam, in der sommerlichen Hitze bergauf zu gehen, daran ändert auch der spärliche Schatten der Bäume wenig. Plötzlich spüre ich den starken Duft von Rosen neben mir und eine warme, ruhige Präsenz. Ich schaue zur Seite und tatsächlich habe ich plötzlich eine Wandergefährtin.

Neben mir geht eine alte Frau, ganz in Weiß gekleidet, ein grob gewebter, weißer Wollstoff, auch auf dem fast vollständig weißhaarigen Kopf, ein trotz des Alters wunderschönes Gesicht: Tiefe braun – goldene Augen, dichte, schön geschwungene Brauen, starke Wangenknochen, ein Antlitz so schön wie das einer griechischen Statue …

G. Na, na, nicht übertreiben, Kindchen, soooooo schön war ich auch nicht …
Oh, puh, ich habe ganz vergessen, wie anstrengend Körper sind, du meine Güte (ihre Stimme ist warm, weiblich, aber tief).
Nur ein Weilchen hinsetzen, na komm.

Sie setzt sich auf einen glatten Stein links am Weg, auf dem der abgeschliffenen Sitzfläche zufolge anscheinend schon Jahrhunderte lang Menschen gerastet haben..

G. Jahrtausende, Jahrtausende … das da (weist mit dem Kopf nach oben zum Berg) ist ein heiliger Ort. Die Götter, die verehrt wurden, haben gewechselt, aber die Kraft nicht, die ist immer da … nur heute nicht mehr (lächelt).

U. Was ist hier heute?

G. Oh, eine dieser Straßen … eine Straße in Istanbul.

U. Man hat eine Straße über den heiligen Ort gebaut?

G. Jaha, das tun sie dauernd, sie wissen es nicht mehr: Sie überbauen das Land, die Erde, die Kräfte …

U. Was wird dann aus der Kraft?

G. Sie verteilt sich, verzettelt sich, würdest du sagen, aber sie wohnen gerne hier, die Menschen, sie spüren, dass es ihnen gut tut …

U. Du bist die Guidin von Regine?

G. Ja, bin ich und ich bin es sehr gerne.

Du willst wissen, wie ich heiße? Danaé, und Regine war Eunike, wir waren Griechen damals. Da schau! Da kommt sie, beobachte nur, sie sieht dich nicht.

Vom Berg herab kommt eine junge Frau, auf der Schulter trägt sie einen Krug und mit der anderen Hand hält sie einen Korb auf der Hüfte, trotz der Last ist ihr Schritt ganz sicher und leicht. Als sie Danaé erkennt, freut sie sich sichtlich und schnell ist sie bei uns.

F. Ach Danaé, bist du bei dieser Hitze zu uns auf dem Weg? Das sollst du doch nicht tun!

D. Wer will mir das verbieten und warum, Kind? Ich bin alt, welches Risiko gehe ich schon ein?

E. Du könntest in der Hitze zu Tode kommen!

D. Lacht. Kind, ich bin so alt, ich kann jederzeit zu Tode kommen …

E. Du bist wirklich gemein! Ich will nicht, dass du so redest! (Hat Tränen in den Augen.)

D. Ganz ernst. Du willst die Welt so, wie du sie haben willst, Eunike, dann liebst du sie. Aber es ist leicht zu lieben, was einem gefällt. Du musst lernen, die Dinge des Lebens zu lieben, wie sie WIRKLICH sind!

E. Soll ich etwa lieben, dass du bald sterben wirst!?

D. Natürlich sollst du das, du solltest mich so sehr lieben, dass du es mir gönnst, dass ich endlich Frieden habe und mich ausruhen darf.
Und du solltest die Götter dafür lieben, dass sie uns alte, müde Menschen aufnehmen, damit Platz ist für die Jungen.

Sie legt eine Hand auf den Bauch von Eunike: Wann ist es soweit?

E. Erschreckt: Woher weißt du das?!

D. Hm, ich bin eine alte Frau und ich bin eine kluge Frau. Und wenn ein junges Mädchen mit einem leeren Weinkrug und einer leeren Schale vom Tempel der Göttin kommt, dann hat sie ihr ein Opfer gebracht.

Und wenn diese junge Frau so strahlt wie du jetzt, dann ist der Grund des Opfers keine Bitte, sondern ein Dankopfer! Alles ganz logisch! Du bist also endlich schwanger!

Beide Frauen umarmen sich, die junge Frau scheint unendlich glücklich zu sein und Danaé in ihrer ruhigen, weisen Art scheint ihr viel Kraft zu geben während der Umarmung, seltsam nur, dass sie sich nicht so freut wie Eunike …

Beide tauschen noch ein paar Worte miteinander, dann geht Eunike weiter den Berg herab und Danaé schaut ihr mit einem seltsamen Blick nach: eine Mischung aus ernster Fürsorge und Bedauern und sehr viel Liebe.

D. Sie war meine Enkelin in diesem Leben. Ach, wie hab ich sie geliebt vom ersten Augenblick ihres Lebens an, „mein kleiner Stern“ hab ich sie genannt …

U. Das ist doch dann ganz wunderschön für dich, dann wirst du Urgroßmutter!
Warum hast du dich nicht gefreut?

D. Nein, ich werde nicht Urgroßmutter, jedenfalls werde ich es zu Lebzeiten nicht mehr erfahren. Ein so schweres Schicksal erwartet mein Sternchen …

U. Und das kanntest du, ihr Schicksal?

D. Ja, teilweise zumindest, ich war hellsichtig, ich wusste, sie würde mich verlassen müssen, ehe ich sterbe, ich wusste nur nicht wieso.

Ach, Regine, kannst du dir wohl vorstellen, WIE glücklich ich bin, dass ich jetzt wieder bei dir sein darf? Dass ich endlich etwas dazu beitragen darf, den alten Schmerz deiner Seele lindern zu helfen, der in dieser Zeit entstanden ist?

Ich will dir erzählen, was geschehen ist und ich will dir erzählen, welche Aufgaben sich daraus in deinem heutigen Leben entwickelt haben.

Eunike war ein wunderbarer Mensch: warmherzig, mitfühlend gegen jedes Lebewesen, fröhlich und sanft und wunderschön. Wie es üblich war zu dieser Zeit, wurde sie sehr jung verheiratet. Und obwohl die Eltern die Ehe stifteten, fanden Eunike und ihr Mann doch in Liebe zueinander.

Ja, man konnte sogar sagen, dass sie sich immer mehr liebten, je länger sie verheiratet waren.

Aber obwohl dies so war, wurde Eunike einfach nicht schwanger. Das war schlimm in der damaligen Zeit. Mit 14 hatte sie geheiratet, mit 21 war sie immer noch nicht Mutter geworden. Ihrem Mann Achmeteos hänselten seine Nachbarn, überall erfuhr er Spott und Hohn, denn er war ein sehr fleißiger Handwerker und es ging mit ihm jedes Jahr wirtschaftlich mehr voran, sodass er den Neid der anderen Männer erregte.
Aber während die ein Kind nach dem anderen zeugten, blieb ihm dieser Wunsch unerfüllt.

Eunike und er litten also sehr unter diesen Verhältnissen. Aber die Liebe zwischen beiden wurde dadurch nicht geringer, im Gegenteil! Nun, wie du siehst, sie wurde endlich doch schwanger.

Die Freude, das Glück der beiden, du kannst es dir kaum vorstellen!

Doch dieses Land hier war eines der meist umkämpftesten Länder der Welt. Immer wieder kamen fremde Völker, um es zu erobern, und so geschah es auch wieder. In einer stürmischen Novembernacht kam ein Bote in die Stadt, um uns zu warnen. Fremde Heere waren auf dem Weg ins Land eingebrochen, sie brandschatzten, raubten und mordeten in allen Dörfern, durch die sie kamen und schon standen die ersten Truppen nur unweit unserer Stadtgrenze!

Noch in der gleichen Nacht wurde eilig ein Heer zusammengezogen aus Freiwilligen, auch Achmeteos wollte mit dabei sein. Du kannst dir den Schmerz, die Angst von Eunike nicht vorstellen, sie wurde rasend vor Wut, als er es ihr sagte. Nie hätte er gedacht, dass sie so wütend werden konnte!

Als das nichts half, veränderte sie ihr Vorgehen. Nun weinte sie bitterlich, klagte, wand sich vor Kummer und Angst. Und DAS war zu viel für ihn, er gab nach und folgte ihrem Flehen.

Eilig sammelten sie ein paar Habseligkeiten zusammen und banden sie auf ihren Esel. Sie wussten, sie mussten sofort fliehen oder die Ältesten würden Achmeteos holen lassen, gewiss würden die Nachbarn ihn schon suchen.

Ein Mann, der seine Stadt in solcher Situation floh, war das Unehrenhafteste, was man sich nur vorstellen konnte. Achmeteos wusste das, aber er KONNTE einfach nicht anders, als Eunikes Willen folgen …

Tatsächlich gelang ihnen die Flucht und tatsächlich waren sie in Sicherheit, während ihre Stadt fast vollständig in Flammen aufging. Die Fremden zogen zwar letztlich geschlagen ab, doch die Stadt hatte unzählig viele Tote zu beklagen, darunter die stärksten und jüngsten Männer, fast eine ganze Generation war nicht mehr, Trauer war in jedem Haus.

Als Achmeteos und Eunike zurückkamen, da schlug ihnen der ganze aufgestaute Hass der Trauernden entgegen.

Fast wäre es zu einer Lynchjustiz gekommen, wenn nicht die Weisen der Stadt dies verhindert hätten. Und sie konnten es nur verhindern, indem sie selbst ein Urteil über die Zwei fällten.

Achmeteos sollte zugunsten der Stadt für seine Feigheit dadurch bestraft werden, dass er als Sklave in einen Steinbruch verkauft wurde. Und Eunike sollte auf dem Markt einer Nachbarstadt ebenfalls verkauft werden.

Ihr ungewöhnlich helles Haar und ihre helle Haut würden sicher einen guten Preis bringen und mit etwas Glück würde auch ihr Kind so hellhäutig sein wie sie selbst und ebenfalls gut verkauft werden können.

Es geschah, was der Rat beschlossen hatte.

Eunike bekam ihr Kind, ein Mädchen, in Gefangenschaft, es war genauso hellhäutig, blond und blauäugig wie sie.

Es wurde verkauft, sobald es der Mutterbrust entwöhnt war. Eunike selbst wurde Sklavin vieler zahlungswilliger Herren, bis sie zu alt für so was war und schließlich als Küchensklavin im Haus eines alten Marktschreiers starb.

Sie wäre nicht alt geworden, hätte sie sich nicht völlig demütig verhalten, das war sie!

Oh ja, viel zu demütig. Aber das war, was ihre Seele nun einmal verstanden hatte: „Weil ich meinen Willen durchgesetzt habe, habe ich NICHTS als Unglück gebracht!“

Ach, Regine, was eine Seele glaubt, was sie für unumstößlich wahr hält, das bleibt so lange ihre Überzeugung, bis sie durch neue Erfahrungen in neuen Leben eines Besseren belehrt wird.

Und was eine Seele sich selbst verspricht, bleibt Programmpunkt der Lebenspläne, bis sie selbst dieses Versprechen auflöst.

Und Eunike hat sich versprochen: NIE wieder will ich meinen Kopf durchsetzen, wenn es um lebenswichtige Dinge für andere geht!

Ja, so schlecht hört sich das gar nicht an, hm?
Doch, derart einseitig ist es ganz, ganz gefährlich.

Was du heute erkennst: Zum Beispiel, dass die Gesetze der Stadt ungerecht waren, die einen werdenden Vater zwangen, in die Schlacht zu ziehen.
Und dass es noch ungerechter war, Menschen als Sklaven zu verkaufen …

Das konnte Eunike nicht sehen, auch nicht nach ihrem Tod.
Für sie war die Sachlage klar: WEGEN IHR all das Unglück.

Seither sind einige Leben vergangen und die Kraft und das Vertrauen darin, auch einen Eigenwillen haben zu dürfen, sind mit der Zeit wieder gewachsen.

Aber immer noch – besonders in Stresssituationen – ist die Neigung da, sich zu sehr nach dem zu orientieren, was „man“ für richtig hält, und weniger nach den ureigensten Bedürfnissen.

Dann kommt eine große, alte Angst vor Risiken hoch, die kaum benennbar ist: ein Gefühl der Schutzlosigkeit und Orientierungslosigkeit. Und es scheint dir, als würde deine Meinung, dein Wille, dein Gefühl einfach nicht reichen, um etwas entscheiden zu KÖNNEN.

Na ja, aber heute darf ich mit dir darüber reden, offen und frei. Und ich darf deinen Verstand ansprechen und ihm sagen: Regine, doch, du DARFST und MUSST sogar Entscheidungen treffen, die deine Sicherheit angehen! Fürchte dich nicht davor, Position zu beziehen.

Eunikes Fehler lag ja gar nicht darin, sich für die Sicherheit ihrer kleinen, werdenden Familie einzusetzen, sondern darin, dies durch die emotionale Manipulation ihres Mannes getan zu haben.

So war es keine gemeinsame Entscheidung, so war es Zwang, wenn auch mit sanften Mitteln, den Eunike über Achmeteos ausübte und DAS war der Fehler.

Ja, das ist längst, längst vorbei …

Die Freiheit der Entscheidung den anderen auch zu lassen, wenn es um ihre eigenen Angelegenheiten geht, ist Liebe. Die Freiheit der Entscheidung, zu verteidigen, wenn es um einen selbst geht, ist wahres Verantwortungsbewusstsein.

Achmeteos hatte dieses Verantwortungsbewusstsein nicht, er hat es einfach an Eunike abgegeben und damit auch jede Verantwortung.

Ach das, mein Liebling, ist längst vorbei. Eunike und Achmeteos sind nicht mehr. Nie wieder hat es sie GENAUSO, wie sie damals waren, auf Erden gegeben, aber Teile ihrer Wahrheiten und Täuschungen leben weiter in denen, die ihre heutigen Inkarnationen sind.

Teile meiner Eunike leben in meiner Regine.

Und der möchte ich heute Mut machen: Mut, zu sich zu stehen und sich selbst endlich kennenzulernen. Herauszukommen aus der Angst vor ihrem Eigenwillen und ihrer EIGENART …

Dein Eigenwille ist niemals böse gewesen und deine Eigenart ist niemals falsch gewesen.

Alles, was geschieht, geschieht letzten Endes aus Gott heraus, ohne ihn geschieht nichts. Und was auch geschieht, selbst wenn es böse ist: Es muss zuletzt ja doch in Gutes sich wandeln, weil Gott eben größer ist als alles Wollen, weil zuletzt ja eben doch die Liebe siegt …

Regine, weißt du es denn noch nicht?
Der Mensch mag Fehler begehen, er mag sogar sehr schwere Fehler begehen, aber er ist es nicht, der die Macht darüber hat, was aus diesen Fehlern wird.

Ja, mein Liebling, ich weiß schon: Nun sagst du, dass es dann doch nicht so böse mit Eunike und Achmeteos hätte enden dürfen!

Ein Mensch muss wohl so denken, doch in Wahrheit war der Tod beider in Gefangenschaft ja nicht ihr Ende, sondern der Beginn der Entwicklung ihrer Seelen.

Hin zu mehr Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen bei Achmeteos. Und hin zu mehr Bereitschaft, sich selbst und anderen ihre Eigenart zuzugestehen, bei Eunike.

Heute bist du ein Mensch, der anderen seine Eigenart zugesteht. Dazu gehört auch, eigene Überzeugungen zu haben, diesen Teil hast du großartig abgeschlossen.

Toleranz ist nun einer deiner guten Charaktereigenschaften!
Doch was du bereit bist, anderen zuzubilligen, willst du es dir nicht auch selbst zubilligen?

Ja, schon? Wenn du nur wüsstest, was deine Eigenart ist?
Hm, lern es doch, du kannst es doch kennenlernen.

Wenn ich dir sage: „Ich liebe dich, wie du bist“, bin ich dann vielleicht ein dummer Engel? Nein, nicht wahr, das denkst du nicht!
Aber wenn du sagst: Ich bin ein guter Mensch, ich gefalle mir, was bist du dann? Arrogant?
Nein, du bist nicht arrogant!

Also: Woher kommt dann die Angst, zu sagen: „Ich bin ein guter Mensch, ich bin richtig?“
Weil du dir nicht glauben kannst, dass du schon richtig GENUG bist, um so etwas sagen zu können!

Hm, weißt du, das geht von einer Ansicht aus, die noch nichts davon weiß, dass Fehler zu machen nötig ist, damit sich die Menschheit entwickelt …

Aus Fehlern lernt man, heißt es, und das ist wahr, Liebling!
Fehler sind sogar so notwendig im Unterricht der Seelen, dass Gott sie in seinem großen Plan vom Geschick der Welt zulässt!

Auch fehlerhafte Menschen sind gut!

Zu hoch sind deine Ansprüche an dich, das ist ein Fehler. Ein guter Fehler, denn der hat unangenehme Folgen.

Und damit du da herauskommst aus diesem unangenehmen Gefühl, darum bist du bereit, zu lernen und dich weiter zu entwickeln. Darum darf ich dir heute schreiben, ehe aus dem guten Fehler ein böser Fehler wird.

Das wäre der Fall, wenn du das unangenehme Gefühl, das es dir macht, wenn du deine Fehler erkennst, dazu übergehen willst, weiter und weiter zu versuchen, perfekter zu werden.

Wer sagt denn, dass Gott das Perfekte besser findet als das Unperfekte?

Sieh dich um: Was in der Natur ist perfekt? Ist es nicht vielmehr so, dass das, was dem einen fehlt, durch den anderen ergänzt wird?
Siehst du?

Kein Perfekter braucht den anderen, aber viele Unperfekte brauchen einander und DARUM gibt es Zusammenhalt und Liebe und Mildtätigkeit und Frohsinn, nur darum!

Ich habe dich sehr, sehr lieb, meine kleine, unperfekte Seelenschwester.
Ob du diese Liebe wohl annehmen kannst?

U. Vielen Dank, Danaé. Ich hoffe sehr, dass es Regine hilft.

D. Oh, ich auch, es wäre ein großer Entwicklungsschritt.

U. Darf ich dir jetzt ihre Fragen stellen, soweit du sie nicht schon selbst beantwortet hast?

D. Aber ja, natürlich!

U. Regine fragt: Welche Aufgaben habe ich in dieser Inkarnation?

D. Zu lernen, für dich einzustehen, für das, was du brauchst, egal, welches Gebiet das betrifft, und dann zu lernen, dass es den anderen in ihrer Entwicklung sehr hilft, wenn du das tust.

U. Was sind ihre Stärken?

D. Dein Mut zum Beispiel!
Siehst du, das glaubst du nicht!
Weil du Angst oft fühlst, aber Mut gibt es nur MIT Angst!
Wer keine Angst kennt, hat auch keinen Mut!

Deine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel.
Ah, siehst du, DAS glaubst du mir!
Deine Bereitschaft, dich in andere hineinzuversetzen, auch …

Liebling, ich kann nicht so weiter machen, ich kann doch kein Buch diktieren (lacht).

U. Weiter fragt sie: Warum habe ich diese Ängste?

D. Nun, ich hab dir gesagt, dass es karmische Ursachen gibt und es gibt einen Auftrag der Ahnen: sich nicht so wichtig nehmen ist ein starker Auftrag.

Damit ist aber nicht eine Art fröhlicher Demut gemeint, die nichts anderes ist, als zu wissen, was man kann und was nicht, und damit zufrieden zu sein.

Damit ist OPFERUNG des Selbst gemeint und es ist DEIN Auftrag, dass die Sippe aus dieser Last herauswächst.

Jedes SELBST wird doch gebraucht!
Gott hat es werden lassen!
Wie kann es dann göttlich sein, wenn es – wem und was auch immer – geopfert wird?

Aber du hast Angst vor soviel EIGEN-MÄCHTIGKEIT, weil du glaubst, in dir – irgendwo irgendwie – wäre irgendetwas Finsteres.

Es gibt nichts Finsteres, aber das kann dein Verstand verstehen, doch die Seele nicht glauben.

Ich schlage vor, dass wir daran arbeiten, was meinst du?

U. Wieso hat sie so wenig Selbstbewusstsein?

D. Ich denke, das habe ich dir erklärt: Du traust dir nicht.
Nicht „Du traust DICH nicht“, du traust DIR nicht!

Der Weg KANN nur darüber führen, zu lernen, dass und wie und warum du dir vertrauen kannst.

U. Liebe Danaé. Leider konnte ich schriftlich deine so zärtliche Liebe, die du zu Regine hast, nicht übermitteln.
Aber ich hoffe, dass sie es dennoch fühlt und dir danke ich sehr für deine Kraft.
Aber nun wird es Zeit, zu gehen.

D. Ich danke dir auch und ich wünsche dir Gottes Segen und sage auf Wiedersehen!

Und dir, meine liebe Regine, wünsche ich, dass du dir jeden Tag lang wenigsten eine Sekunde lang erlaubst, dich über dich zu freuen.

Deine Danaé