Das Leben ist ein unendliches, gegenseitiges Dienen

Das Leben ist ein unendliches, gegenseitiges Dienen!
Ein Universum dient dem anderen,

eine Sonne ihren Planeten, die Planeten einander und ihren Bewohnern.
Bis in die unendliche Kleinheit
ließe sich diese Kette des Dienens fortsetzen.

Oder vom Kleinsten aus betrachtet: bis in unendliche Größen.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Stefan zu verbinden.
Stefan bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe am Rand eines sehr breiten Stromes entlang.
Auf dem Fluss herrscht ein buntes Treiben: Große und kleine Segler, mit Wipfel versehen in Gelb und Blau, blumengeschmückt und voller Menschen, die singen und lachen.


An der Spitze dieser kleinen Flotte eine sehr üppig geschmückte Barke, irgendein Standbild steht im Mittelpunkt, ich kann nicht erkennen, was das sein soll:
Der Kopf gleicht einem Elefanten, der Leib ist menschlich …

Weit entfernt sehe ich eine Stadt, aber hier, an dieser Biegung des Flusses, ist es still.
Niemand stört die Ruhe, ein Reiher lässt mich völlig unbeachtet vorbei gehen.

Unter einem sehr großen Baum, dessen Art mir völlig fremd ist, sitzt ein Mann in der typischen Meditationshaltung eines Yogi: die Augen geschlossen, die Hände über den Knien.

Ich kann sein Alter nicht schätzen. Sein Haar, das in einem Knoten gebunden ist, zeigt aber erstes Grau, seine Haut ist ein sehr helles Braun.
Gerade, als ich denke, dass er mich nicht bemerkt, öffnet er die Augen.

G: Willkommen, Fremde!
Du suchst Stefans Engel, du hast ihn gefunden.

Komm, setz dich zu mir.

U: Danke, dass du mir erlaubst, mit dir zu reden!

G: Danke, dass du mir erlaubst, durch dich zu wirken (er lächelt).

U: Nennst du mir deinen Namen?

V: Vanu.
Er schweigt, dann zeigt er mit der Hand auf einen kleinen Strauch hinter uns, dort sitzt eine Heuschrecke, sie sitzt ganz still dort …

V: Sie arbeitet auch nicht! Siehst du?

U: Hm, hm, sollte sie?

V: Nein, es ist nicht die Zeit, zu arbeiten …

U: Darf ich dich fragen, was das dort für ein merkwürdiger Zug auf dem Strom ist?

V: Es ist ein heiliger Tag!
Dem Gott der Wasser werden Opfer und Verehrung dargebracht.
Diese Gegend im Deltagebiet des Ganges ist sehr von den Wassern abhängig.
Zu viel Wasser und Menschen und Tiere geraten in Not, zu wenig ist ebenso verheerend,
also ist ihr oberster Gott der Gott der Meere …

U: Sind das Hindus?

V: Zu unserer Zeit hätten wir das so nicht formuliert. Lass jetzt diese Nebensächlichkeiten!

U: Was machst du hier? Gehörst du nicht zu ihnen?

V. (lächelnd): Doch.

U: Und du opferst diesem Gott nicht?

V: Du meinst, ob ich ihn nicht auch beschenken und ehren sollte, so wie jene dort?

U: Ja?

V: Das tue ich doch!

U: Du sitzt doch nur da!

V: Ja, und ich schenke ihm mein Vertrauen, dass er mich erfüllen wird mit allem, was ich brauche.
Was meinst du, was ist das größere Opfer?

Die Menschen dort, sie haben sehr große Anstrengungen unternommen für ihre Wallfahrt.
Sie haben Boote ausgebessert, sie haben hart gearbeitet, um ihre Boote prächtig zu schmücken.
Einige von ihnen haben selbst am Lebensnotwendigen gespart, nur um gute Opfer bringen zu können …

U: Und du sitzt nur unter diesem Baum hier.
Na ja, dann bringen vermutlich jene dort das größte Opfer!

V. (lächelnd): Nein, das tun sie nicht.
Das größte Opfer bringe ich, der ich nichts tue, außer zuzulassen, dass Gott tut …

Stefan? Wir werden uns über die rechte Einstellung zu dem, was Arbeit / Aufgabe ist, beschäftigen müssen.
Ich hoffe sehr, du erschreckst nicht, wenn ich dir sage, es wird um den Begriff des DIENENS gehen.

Ah, ich weiß, dieses Wort hat seine Heiligkeit verloren in deiner Zeit und doch muss ich mit dir darüber reden.
Weißt du, mein lieber Freund, dass das ganze Universum nicht existieren würde, wenn der Dienst nicht als Energie im Mittelpunkt allen Wirkens wäre?
Nichts würde existieren, denn nichts kann aus sich selbst heraus sein.

Ein Universum dient dem anderen.
Eine Sonne ihren Planeten, die Planeten einander und ihren Bewohnern.
Bis in unendliche Kleinheit ließe sich diese Kette des Dienens fortsetzen.
Oder vom Kleinsten aus betrachtet, bis in unendliche Größen.

Prüfe meine Worte und du wirst finden, dass ich wahr spreche.

Ich weiß, in eurer Zeit wird entweder von physikalischen Zufällen geredet oder von jener All-Liebe, die alles verbindet.

Aber Stefan, es geht hier nicht um Liebe!
Liebe ist ein Prozess, der unabdingbar auf Freiwilligkeit verknüpft ist.
Mit Freiwilligkeit hat das zusammenhaltende Prinzip nichts zu tun!

Schau!

U: Wieder zeigt er zu der Heuschrecke.
Ein kleiner Mungo nähert sich ihr unbemerkt und in einer schnellen Bewegung schnappt er sich das Insekt und verspeist es.

V: Glaub mir, Stefan, diese Heuschrecke hat den Mungo nicht eine Sekunde lang geliebt!
(Er lacht.)

Gleichwohl hat sie ihm gedient!
In etwa einer Stunde wird unser kleiner Mungo im leer stehenden Haus meines Freundes Tarun, der einmal du warst, eine Schlange finden.
Er wird diese Schlange angreifen und sie wird ihr ganzes Gift in diesem Kampf verschwenden. Der Kampf beider wird unentschieden ausgehen.

Wir sind uns gewiss einig: Unser kleiner Mungo liebt diese Schlange nicht.

Tarun wird kurz darauf ermattet von den Anstrengungen der Opferungen heimkommen und sich in sein Bett legen, genau dort, wo die Schlange liegt, wird er seine Füße hinlegen und sie wird ihn beißen.

Todesangst wird er haben!
Er wird nach den Freunden um ihn herum rufen, denn er ist sich sicher:
NIEMALS überlebt ein Mensch den Biss einer derartigen Schlange!

Die Freunde werden herbeikommen und mit ihm gemeinsam betend und erschreckt auf die ersten Anzeichen des Todeskampfes warten.
Vergeblich, wie wir wissen!

Aber an diesem Biss nicht gestorben zu sein, macht aus Tarun einen Gottes-Sucher.
Einen, der beginnt, sich für das zu interessieren, was hinter dem Wahrscheinlichen liegt.

So hat der Biss der Schlange sehr Wichtiges in der Entwicklung seiner Seele bewirkt.
Doch glaub mir: Die Schlange liebte Tarun nicht, als er seine Füße auf ihren Schwanz legte!

Stefan, dies ist eine ganz gewöhnliche Geschichte der DIENSTLEISTUNG!

Wir alle, jeder Mensch, jedes Tier, jeder Baum, jeder Stein DIENEN!
Tun wir es NICHT, haben wir dann eine Existenzberechtigung?
Nein!

Oh ja, ich weiß, schnell könntest du mich falsch verstehen.
Aber ich sage NICHT: Wer nicht ARBEITET, hat keine Existenzberechtigung.
Ich sage: wer nicht DIENT!

Dann wirst du mich fragen: Gut, Freund Vastu, soweit habe ich dich verstanden.
Aber dann sag mir doch, WOMIT ich dienen kann!

Gerade das will ich doch UNBEDINGT wissen!
Soll ich dieses oder jenes Studium vollenden?
Soll ich mich der Wissenschaft des Esoterischen widmen?
Soll ich ein Bauarbeiter werden?
Sag mir doch: Was soll ich TUN?

Stefan? Es geht gar nicht um Tun, sondern ums SEIN.

Es ist ganz gleich, worin die Tätigkeit eines Menschen besteht!
Er mag Großes bewirken oder Kleines.
Er mag völlig unfähig sein, etwas anderes zu tun, als im Bett zu liegen.
Oder auch so stark, dass er allein einen schweren Kühlschrank transportieren kann.

Er mag so klug sein, dass er die Grunderhaltungs-Formel des Universums entdeckt.
Oder so dumm, dass er nicht weiß, wie ein Schuh zu binden ist.

Er DIENT IMMER!
Nur ist dies niemandem mehr bewusst.

Jeder – wirklich jeder ohne Ansehen der Person und der Fähigkeiten – dient mit seinem SEIN!
Die Tätigkeiten, die sich aus dem SO SEIN des Einzelnen ergeben, sind nichts weiter als die Umstände des Dienstes.

Die Heuschrecke konnte nicht mit einem Biss DIENEN, das entsprach nicht ihrer Art.
Verstehst du mein Freund?
Deshalb ist deine Frage, mit welcher Tätigkeit du dienen kannst, die zweite Frage vor der Ersten.

Die erste Frage muss die nach deiner Art sein: deinem SO SEIN.

Im Gegensatz zu allen anderen Lebewesen der Erde hat der Mensch ein Bewusstsein für seine individuelle Art!
Ihr wisst, dass es auf der ganzen Welt keinen zweiten Stefan, keine zweite Uta gibt.

Doch was keiner Seele bewusst ist, ist, WAS GENAU zu dieser EINZIGARTIGKEIT zu zählen ist.
Um sich dessen bewusst zu werden, gehen wir von Inkarnation zu Inkarnation.
Die Suche nach der Antwort auf die Frage: WOMIT diene ich?
Oder anders ausgedrückt: Welche Dienstleistung erbringe ich im Universum?

Die Antwort darauf ist darum so wichtig, weil der Mensch in der Lage ist, Eigenheiten in sich zu verändern, sich bewusst für oder gegen eine Eigenheit entscheiden zu können.

Du bist geboren, um eine Eigenheit zu verändern, die sich – so wie sie bisher genutzt wurde – als nicht DIENSTFÄHIG erwiesen hat.
Im Lauf der Inkarnationen hast du schon viele Eigenheiten verändert und weitere werden folgen.

Hier, in diesem Leben vor mehr als 2000 menschlichen Jahren, hast du deine Eigenheit, den tieferen Sinn hinter Ereignissen zu erfragen, aus einer sehr archaischen, sehr abergläubischen Form transformiert in eine beginnende Offenheit gegenüber dem, was dir, obwohl göttlich, so doch wohlgesonnen ist.

Das war ein sehr wichtiger Schritt in der Entwicklung deiner Seele, denn du bist aus der Seelenfamilie der Priester.
Dein tiefstes Bedürfnis ist es also, dem Universum dadurch zu dienen, dass du ein Mittler zwischen dem GANZ GROSSEN, dem ALLES Durchdringenden (Gott) und denen bist, die ihre Position zu diesem hin suchen.

Priester im weitesten Sinn war deine Seele stets!
In diesem Sinn hast du Inkarnation um Inkarnation gelebt, um zu erfahren, welche Kräfte in dir möglich sind, dich als solcher zu vervollkommnen.

Der DIENST ist also, zwischen Gott und Mensch eine Brücke zu bilden.

Stefan, die Umstände waren keineswegs immer in irgendeiner Weise „klerikal“!
Du warst auch im „priesterlichen Dienst“, als du eine Inkarnation wähltest, in der du von Geburt an kränklich warst.
Dein kleines Leben war so oft in Gefahr, dass dein damals sehr stolzer Vater beten lernte.

Er lernte die Grenzen seiner Macht kennen.
Und er lernte sein eigenes Bedürfnis kennen, einen Gott zu finden, der ihn so sehr liebt, dass du leben bleibst!

Am Weitesten von deinem SO SEIN entfernt warst du als Abt eines Klosters.
Denn da warst du nicht derjenige, der Mensch und Gott verbunden hat.
Sondern einer, der es den Menschen schwer gemacht hat, darauf zu vertrauen, dass sie Teil dessen sind, was ich als Gottes Liebe bezeichnen würde …

Heute stehst du am Beginn deiner WIRKUNGSZEIT!
Jetzt fängst du an, mit dem, was du tust und mit dem, was du unterlässt, in die Welt hineinzuwirken – oder wie ich es vorziehe, zu sagen – zu dienen.

Es sollte klar sein: Ich ersetze gewiss nicht jene Menschen, die zu diesen oder jenen Berufen raten.
Wenn es sich vorteilhaft für dich ergibt, dann magst du dich ganz sicher auch in einem Beruf wohlfühlen, der oberflächlich betrachtet NICHTS mit der Priester-Funktion zu tun hat.

Doch ist mir eines sehr wichtig, lieber Stefan!
Dass du verstehst, wo du deinen DIENST-PLATZ in meinem Sinne findest.

In einem Kloster? Auf einer Kanzel? Als Bewohner eines Ashrams?

Lieber Stefan, deine Seele hat etwas weiter zu entwickeln, eine Art vorläufige Fehlwahrnehmung zu korrigieren.
Die lautet:

Fernab des weltlichen Getriebes bin ich mir selbst und Gott am nächsten!
Das hast du an Erfahrung mitgebracht: SO willst du nicht wieder leben.

Im letzten Krieg deines Landes warst du ein Mönch in Griechenland, weit entfernt, hoch über den Realitäten der Menschen deines Landes, und viel zu spät aufgewacht.

Wohl hast du gebetet für dein Land, wohl hast du gebetet für die Opfer der Tyrannei, aber du bist nicht vom Berg ins Dorf gegangen.
Du hast nicht den Witwen der Gefallenen geholfen, ihre Äcker zu bestellen, damit die Kinder nicht hungern.

Du bist nicht bereit gewesen, den Verfolgten zu helfen, in den geheimen Höhlen deines Klosters ein Versteck zu finden.
Du hast gebetet, aber du hast nicht gewirkt.
Das war nicht „scheinheilig“! Dir waren die Gebete ernst und du hast sie wahrhaftig ausgeführt.

Was du damals nicht wusstest, war, dass Gott DEINE DIENSTLEISTUNG braucht: deine Hände, deinen Verstand, deine Füße, deinen Mund.

So wollte es deine Seele NIE wieder!

Das Leben des Stefan steht unter dem Vorzeichen, sich selbst durch TÄTIGKEIT zum Mittler zwischen Mensch und Gott zu erfahren.

Du bist weder dir noch Gott am nächsten, wenn du dich von der Welt zurückziehst.

Gott ist IN der Welt!

Und du findest ihn IN DER Welt!
Und du, Stefan, bist TEIL der Welt und du findest dich IN DER WELT.

Wie willst du Erfahrungen mit dir machen, wenn du dich in der Distanz zu deinen Nächsten befindest?
So vieles ist dir in der letzten Inkarnation an Selbsterfahrung durch deinen Rückzug entgangen!
Du hast nicht erfahren, wie kräftig dein Körper sein kann.
Du hast nicht erfahren, wie viel persönlicher Mut in dir ist und auch nicht, wie viel Fröhlichkeit über ganz alltägliche Dinge …

SO soll es nicht wieder sein.

Stefan, deinen DIENST wirst du genau dort finden, wo du ganz pragmatisch helfen kannst. Sowohl mit deiner körperlichen Kraft als auch mit der Kraft deines Verstandes.

Ich weiß ja, am liebsten würdest du von mir GENAU wissen, welchen Weg es zu gehen gilt: Das Ziel kennen und dann folgerichtig darauf zugehen.
Aber Stefan, so soll es gar nicht sein!

Festgelegte Ziele hattest du in vielen Leben.
Ein solchermaßen fixiertes Ziel hat zweifellos Vorteile.
Aber es hat den großen Nachteil, nicht in sich an jeder Weggabelung hineinzuhorchen und sich dann für eben jenen Weg zu entscheiden, der den eigenen Kräften am besten entspricht.

Die willst du aber kennenlernen!
WAS ist meine FREUDE?
Liebe ich es, in der freien Natur zu sein?
Oder ist mir ein Beruf in geschlossenen Räumen gut?
Stärkt es meine Selbstwahrnehmung, viel Kontakt zu Menschen zu haben?
Oder ist die Stille geeigneter?

Solche und viele andere Fragen deiner Seele sind noch unbeantwortet …
THEORETISCH meinst du, eine Antwort zu wissen.
Aber du hast DICH nicht erlebt in den jeweiligen Umständen.

Ich fasse es also zusammen:
Lieber Stefan, du stehst nicht vor der Aufgabe, ein absolutes Ziel deines Lebensweges definieren zu müssen.

Sondern du stehst vor der Aufgabe, DICH als DIENENDEN auszuprobieren!

Darum mag dies deine Richtschnur sein:
Stelle dir jeden Morgen die Frage: Womit diene ich HEUTE dem Leben am besten?
Du kannst gar nicht fehlgehen, wenn du dich danach richtest.

Lieber Freund, fürchte nicht, dich dann im Weltlichen zu sehr zu verstricken.
Dies wird nie geschehen!

Immer wirst du in schwierigen Zeiten dich selbst und Gott im Rückzug finden.
Denn eines weiß deine Seele wie meine:
Auch Gott DIENT, sofern wir uns bedienen LASSEN!

Ich sagte: Mein Dienst an Gott ist größer als jener, den die Menschen tun, die ihm Opfer darbringen.
Mein Dienst war, zuzulassen, dass er mir gibt, was ich brauche.

Deshalb blieb ich hier und öffnete mich für seine Inspiration, während die anderen ihre geschmückten Boote zur Opferstätte fuhren.

Ich horchte auf ihn in mir und dann ging ich und half einer Kuh, die kalben wollte.

Er hatte mich inspiriert, den Weg zu jener Weide zu gehen, als ich mich ihm in der Meditation öffnete …

Ora et labora!
So stand es einmal in Stein gemeißelt über dem Tor unseres Klosters in einer anderen Zeit.

Beides – das spirituelle Sein und das materielle Dienen – sind in tiefster Wahrheit EINS.

Geh nun, Freund.
Versuche, zu ARBEITEN, erprobe, welche Arbeit dir gut ist.

Die der Hände?
Die des Verstandes?
Erfahre deine Fähigkeiten, nimm an, was gut ist für dich und andere.
Verwirf, was dich verbiegt.
So gehst du einen guten Weg!

U: Vielen Dank, Vanu, ich hoffe, es wird Stefan helfen, seinen Weg zu finden …

V: Ich hoffe, es wird Stefan helfen, den ersten wahren Schritt auf unbekanntem Weg zu gehen.
Eines noch!
Stefan, dein Verstand ist wunderbar! Du solltest nicht daran zweifeln. (Er lächelt.)
Lediglich die Unsicherheit, nicht stark genug zu sein, Fehlentscheidungen nicht verarbeiten zu können, steht dir im Weg.

U. Danke, darf ich jetzt die Fragen von Stefan stellen?

V: natürlich, gern.

U. Er fragt: Ich hadere so sehr mit dem ganzen Thema Arbeit.
Worin irre ich und worin nicht?
Wie schließe ich endlich Frieden mit diesem Aspekt des Mensch seins?

V. Das größte Problem ist es zurzeit für dich, dich FESTLEGEN zu sollen.
Aber Stefan: DAS ist nicht die Aufgabe!
Sondern du willst dich als Seele in verschiedenen Tätigkeiten erfahren.
Du willst erfahren, wie du dein Priesteramt in unterschiedlicher Position und Umständen dienend in den Kreis des Lebens einbringen kannst.

DEM LEBEN! dienen, Stefan, deinem, aber auch dem anderer Leben.
Anstelle Gottes materiell tätig sein!
Vergiss nicht: Auch ein Mungo kann Gott dienen, selbst dann, wenn er nichts weiter tut, als ein wenig mit einer Schlange zu kämpfen …

Du separierst das spirituelle Leben vom materiellen, das ist dein Irrtum.

Thomas, der Ur-Ur-Urgroßvater Jesu war ein armer Mann, der seine ganze Kraft einsetzte, um seine Familie zu ernähren.
Ein scheinbar doch ein völlig sinnentleertes Leben, oder?

Nein, hätte er es nicht getan, hätte es einen Jeshua aus Nazareth nie gegeben!

Gestern rettete ein Arzt einem Kind das Leben.
Er war müde, er liebt seinen Beruf schon längst nicht mehr.
Und er wird niemals in seinem Leben erfahren, dass er den Vorfahren eines Menschen gerettet hat, der in etwa 200 Jahren für die ganze Menschheit von großer Wichtigkeit sein wird …

Alles, was ist, dient im TUN! Dem Leben (Gott).

U: Er fragt weiter: Ich fühle mich wie gelähmt, mich von meinem Heuballen zu erheben, zu meiner Wahrheit und Größe zu stehen. Wie gelingt es?

V. (lächelnd): Deine Größe ist eine theoretische Vermutung!
Du hast sie nicht ERLEBT, sie keiner Bewährung unterzogen.
Die Angst, die Bewährung nicht zu bestehen, lähmt dich.

Lieber Stefan, weißt du, wann du groß bist?
Wenn du verstehst, weil du es erlebt hast, dass EINER dem ANDEREN DIENT.

Und damit Gott!

Gut nun, was ist der erste Schritt, von deinem Heuballen zu kommen?
Ganz einfach: ZU HANDELN, OHNE LUST dazu zu haben!
„Ich mache nur, wozu ich Lust habe oder nur, was ich liebe, oder nur, was ich sinnvoll finde …“

Hm, nein, in diesem Leben lautet es:
Ich erfülle die Pflicht, die mir VOR DEN FÜSSEN liegt, JETZT!
Du wirst schnell sehen, wie LEBENDIG du dich dann fühlen wirst.

Stefan, ein Heuballen ist kein THRON, auch dann nicht, wenn ein Gekrönter darauf sitzt.
Ein König, der nicht dient, raubt!
Denk darüber nach.
Dienst du nicht anderen, raubst du DEREN kraft, ohne Gegenleistung, das ist außerhalb des lebens-spendenden Zyklus.

U: Er fragt: Was ist meine Aufgabe, mein wahrer Thron?

V: Von ihm herabzusteigen und selbst HAND anzulegen. Im Dienst sein.

U: Was ist mir der König, an dem sich der Prinz orientiert?

V: Das Leben, Stefan, die unendliche, gegenseitige Dienstleistung.
Wer steht über dem König? Gott!

U: Wie gelange ich zu einer klaren inneren Wahrnehmung?

V: Fühlen, Stefan, nicht WISSEN wollen!
Du folgst allzu oft dem eigenen VOR-Urteil.

U: Wieso bin ich so empfänglich für das Dämonische?

V: Weil es dir verspricht, SITZEN bleiben zu dürfen auf einem Thron aus Stroh …

U: Wie erreiche ich eine Heilung der Neurodermitis?

V: Nein, leider kann ich dir das Ziel nicht möglich machen.
Stefan, die Welt, in der du lebst, beinhaltet für viele Wesen ein Leiden an Giften, bitte versuch zu verstehen.
Natürlich liegt die Haut als Abgrenzungsorgan bei dir im Bereich der größten Anfälligkeit, denn deine ABGRENZUNG ist immer noch zu groß.
Dort, wo es das angeblich „Profane“ angeht, zu schwach, da, wo es um Nichtmaterielles geht. Aber das ist ein Randthema.

Geh INS LEBEN, Stefan, geh in DEINEN DIENST am Leben!
Und viele wundervolle Erfahrungen kannst du mit dir, mit Gott und dem Leben selbst machen.

Nun sei behütet und gestärkt.

Dein Vanu!