lieben

Sonne, Pluto und Saturn und die Macht der Liebe.

Drei Arten der Macht,
drei Arten der Verantwortung,

drei Arten des Machtmissbrauchs.
Jede Seele muss im Lauf ihrer Inkarnationsentwicklung
diese drei Arten leben.

Denn wenn einmal die Seele ihre ganze Vollkommenheit erreicht hat,
hat sie Macht.
Eine so große Macht,

dass es den Rahmen eures Fassungsvermögens übersteigt …

 Engelkontakt

 

Ich bitte Elia, mich mit Gustav, dem Guide von Andrea zu verbinden.
Andrea bittet um diesen Kontakt.
Sie bittet darum, dass ihre Fragen beantwortet werden.

Gustav ist sofort da, dieses Mal trägt er gar keine Schuhe, nicht einmal diese Mokkasins, barfuß steht er da, und zeichnet mit einem Holzstock ein Ornament in den Sand, einen Kreis. Anfangs denke ich, es würde ein Yin / Yang Zeichen, aber auch wenn es eine teilende Linie hat wie besagtes Emblem, so wird diese Linie doch durchbrochen, wie zerrissen.

Dann zeichnet er in die eine Seite das astrologische Zeichen des Plutos und in die andere Seite das der Sonne, in die sich das Zeichen des Saturns verhakt hat.

Sehr seltsam, so etwas sah ich noch nie und ich bin sehr unsicher, ob ich es richtig wiedergegeben habe. Gustav schaut lächelnd zu mir, wartet meine Frage ab.

U. Was soll das sein, Gustav, ich verstehe es nicht.

G. Welchen gemeinsamen Nenner würdest du Pluto, Saturn und Sonne geben? Denn um ein Gemeinsames handelt es sich, das ist die Bedeutung davon, dass alle drei im Kreis eingeschlossen sind …

U. Allen gemeinsam ist die Strebung nach Macht?

G. Ja, die drei inneren Machthaber aller Dinge: drei Arten der Macht, drei Arten der Verantwortung, drei Arten des Machtmissbrauchs.

Jede Seele muss im Lauf ihrer Inkarnationsentwicklung diese drei Arten leben. Denn wenn einmal die Seele ihre ganze Vollkommenheit erreicht hat, hat sie Macht, eine so große Macht, dass es den Rahmen eures Fassungsvermögens übersteigt …

Dir gefällt das Thema nicht? Du hättest es lieber, ich würde über Liebe schreiben? Die Macht der Liebe?

Liebste Andrea, ich kann nicht über die Macht der Liebe schreiben, ohne über die Götter der Macht zu schreiben: Pluto, Saturn, Sonne. Ich will sie aus antiken Gründen Götter nennen, nicht weil ich sie für Gott halte. Sie sind aber eine Art der Energie aus ihm.

Paart sich die Göttin der Liebe mit einem der Machtgötter Pluto, Saturn, Sonne, so haben wir jeweils eine andere Form der Macht der Liebe!

Andrea, stell dir vor, jeder dieser Götter Venus, Pluto, Saturn und Sonne hätten jeweils einen hellen Teil ihres Wesens und einen Dunklen. Und nun stell dir vor, was es bedeutet, wenn die Macht der Liebe gelebt und erfahren wird …

Es kaum drauf an? Ja, es kommt darauf an, ob es hell ist oder dunkel, aktiv oder passiv, agierend oder reagierend, darauf kommt es sehr an.

Andrea, das ist nicht, was du ersehnst, diese Kombination Macht und Liebe, das willst du gerade NICHT.

Liebe? Ja! Macht? Nein!

Aber ich wäre nicht dein Mensch im Licht, würde ich dich nicht darauf aufmerksam machen müssen, dass du nicht wegschauen musst, dass du hinsehen sollst auf das, was da ist, was zu bemeistern ist …

Nicht mehr wegsehen, Andrea, sondern verstehen, die Aufgabe, die Herausforderung annehmen.

Ja, liebste Freundin, ich weiß, es reicht dir mit dem Annehmen, dem Verstehen. Ich weiß, dass du gerade jetzt doch genug verstanden hast, angenommen hast.

Aber es geht tiefer, Andrea, es geht freier, es geht leichter, doch dazu müssen wir beide auf das schauen, was du meinst, zu schauen und doch lebst.

Wenn sich die Göttin der Hingabe, die Venus, mit dem Gott der Leidenschaft paart, dem Pluto, dann erlebt ihr eure ganze Kraft der Leidenschaft! Und ihr erlebt zutiefst das, was ihr im Innersten, im Verborgendsten seid, was ihr meint, unabdingbar zu brauchen.

Es ist die Paarung, die alles oder gar nichts will und die auch so liebt: alles, alles gebend, sich gänzlich gebend, um ALLES zu nehmen …

Wie ein Waldbrand ist solche Liebe, der nie aufhört, zu lodern, solange er Nahrung bekommt und an deren Ende oft nichts als Asche bleibt.

Diese Art der Liebesmacht, Andrea, die lässt deine Seele vor Angst zittern. Sie will nicht, weil sie meint, sie kann es nicht ertragen, weil sie sich fürchtet, zu Asche zu werden! Deshalb meidet sie alles und jeden, um dies zu erleben, denn sie erlebte es schon, einst.

Und sie weiß bisher gar nicht, dass die Asche nicht dadurch entstand, dass sie leidenschaftlich liebte, sich leidenschaftlich hingab, sondern dadurch, das sie NUR! diese Macht der Liebe lebte und alle anderen Wege und Energien ausschloss.

Du willst keine Liebe mehr, bei der es ALLES oder NICHTS heißt und du hast vollkommen recht: Liebe, bei der am Ende NICHTS bleibt, nicht einmal fruchtbare Asche, die dient der Seele nicht, die wirft sie in den Abgrund der Verzweiflung.

Doch deine Seele hat unrecht, wenn sie die Paarung von Venus und Pluto ganz von sich fernhält. Denn diese Energieverbindung ist im Universum überall zu finden, sie ist göttlich, sie ist schöpferisch, sie ist der Augenblick größter Ekstase, sie gibt die Kraft der absoluten Verschmelzung, in ihr tritt das Göttliche ins Tun der Liebe ein.

Selbstvergessen sagt die Seele der anderen Seele: Du und Ich sind Eins! Wir sind ein ABSOLUTES!

Der Moment der Zeugung ist diese Kraft, ist immer Venus / Pluto, ist immer ALLES!

Deine Seele weiß nichts darum, dass diese Energien nur dann richtig sind, wenn sie sich rhythmisch verhalten: Venus / Pluto baut sich auf, erreicht den Höhepunkt und baut sich ab, so gelebt, ist es eine schöpferische Energie im Einklang mit dem Universum.

So gelebt erhöht es immer wieder den Alltag eines Paares.

Die dunkle Seite diese Verbindung ist, wenn sie sich weigert, dem Rhythmus zu folgen, wenn sie das IMMER und das ALLES ständig will. Die helle Seite ist die Absolutheit des sich aufeinander Einlassens.

Andrea, der Mensch braucht sich davor nicht fürchten! Jeder trägt die Kraft dazu in sich.

Aber die Seele muss lernen, zu akzeptieren, dass diese Kraft wie die ewigen Wellen des Meeres zu sein hat: beständig nur das immer wiederkehrende An- und Abnehmen.

Deine Seele fürchtet sich noch davor, ihr Ich zu verlieren, Andrea! Sie braucht diese Angst nicht tragen, sie kann lernen, sich von ihr zu lösen …

Dies war die erste Art der Macht der Liebe, nun die zweite Art: Wenn die Göttin Venus sich mit dem Gott Saturn verbindet, dann begegnet die Hingabe der Struktur: Nichts ist wild, nichts leidenschaftlich, es herrscht ORDNUNG in solcher Paarung, Vorausschaubarkeit, Berechenbarkeit: Es ist wie eine Liebesbeziehung zwischen der jungen, vitalen Frau und dem alten Mann.

Es ist Liebe, oh ja, aber eine, die um Vorsicht sich bemüht und von der Nachsicht, die einer mit dem anderen übt, profitiert.

Ah, ja, diese Art der Liebe ist deiner Seele lieber, hier ist es gut, wenn auch stiller. Hier ist es eben ruhig: keine hohen Wellen, vertrautes Plätschern eines Bachlaufs …

Doch, oh ja, auch diese Liebe hat eine Schattenseite: Nur allzuleicht trocknet dieser Bachlauf aus! Zu viele Regeln, zu viel Vorsicht, zu viel Nachsicht, zu viel Struktur und es versiegt, was doch so wunderbar erfrischend sein sollte.

Dann wird aus dieser Paarung eine trockene Zweckgemeinschaft, die mehr und mehr LEBENDIGKEIT verliert, bis sie letztlich auch nichts mehr ist als eine Wüste aus Staub: fruchtlos, öde und leer …

Das kennst du, aber kennst du den Grund, warum deine Seele eher diese Variante bevorzugt? Nein, ich will dir wirklich nicht schon wieder mit deinem Vater kommen, deine Kindheit erklärt viel, aber nicht alles.

Wieder ist der Grund die Angst, dein Selbst zu verlieren in der gelebten Liebe. Wenn schon lieben, dann möchtest DU! Strukturen haben und gerne gibst du die dann auch vor.

Umsichtig, nachsichtig, klar und eindeutig „beherrschen“ die Regeln die Liebe. Deine Regeln sind durchdacht, deine Grenzen gesteckt und es stehen überall Grenzschilder vor dem Grenzstreifen: Vorsicht Grenze, sie betreten das Areal vor sich auf eigene Gefahr!

Venus und Saturn als Liebesmacht ist kein Spaß, das ist immer eine ernst zu nehmende Angelegenheit. Hier ist man sich vielleicht nicht sonderlich inspirierend (jedenfalls nicht mehr, wenn die Anfangszeit vorbei ist), aber man ist sich sicher.

Jaha, in diese Weise sicher waren sich Menschen in der DDR auch, zu viel solcher Sicherheit erzeugt Unmut und erstaunlicherweise durchaus in der eigenen Seele, die einerseits genau diese umgreifende Sicherheit will, andererseits aber mehr und mehr spürt, dass die Liebe, die sie fühlt, an Lebendigkeit verliert.

Was ist zu tun? Was will die Schöpfung einer Seele lehren, die sich in diesen Fängen der Strukturversessenheit befindet?

Sie will sagen: Mach MANCHMAL deine Grenzen auf, lass Neues zu, experimentiere, versuch, nicht ganz dicht zu machen. Wenigsten den kleinen Grenzverkehr musst du den Bewohnern beider Seelenländer erlauben!

Denk daran, Saturn: Venus ist die Göttin des heiteren Spiels und der Fähigkeit, sich an Neuem zu entzücken und der Sehnsucht, sich verzaubern zu lassen. Du bist ein alter Mann, Saturn, doch deine Göttin ist jung, sie gehört nicht hinter Zäune, sie blüht nur, wenn sie frei ist, zu entscheiden, wem sie sich hingibt und wann sie es tut.

Ja! Sicher ist es mit dem alten Saturn, mit seiner Macht, das zu lieben, was sicher ist, er sichert sich, was er liebt! Wird aber die andere Seite des Paares – die sich hingebende Venus – nicht gelebt, ist der Preis dafür eine Wüste aus Staub.

Jetzt, Andrea, möchte ich dir deine letzte Paarung der Götter vorstellen und die ist dir fremder als beide vorhergehenden. Sie ist so neu, dass deine Seele sie mehr ahnt als wünscht.

Es ist das Götterpaar Venus / Sonne: Die ICH-Macht der Seele verbindet sich mit der Hingabekraft.

Hm, die dunkle Seite dieser Paarung hast du gesehen: Es sind die Menschen, die den anderen nur als Spiegel ihrer Herrlichkeit benutzen, als Stichwortgeber auf ihrer Bühne. Partner sind austauschbar, so austauschbar, wie Spiegel nun mal sind.

Angewidert wendet sich deine Seele von solcher „Liebesmacht“ ab. Nein, nein, so will sie es nicht. Denn auch das kennt sie, hat sie gelebt einstmals vor langen, karmischen Läufen, und hat erlebt, was es bewirkt bei ihr und anderen, wie solche „Liebesmacht alles zu Eis gefrieren lässt“, sobald die Sonne erlöscht …

Sie hat erlebt, wie es ist, die Sonne im Leben eines anderen zu sein und die Wärme, die der braucht, nicht halten zu können, weil sie selbst es nicht zulässt, dass der zur Sonne wird, die sie wärmt.

Nein, nein, das will deine Seele nie wieder, nie, nie wieder sein!

Aber sie kennt dabei nicht die helle Seite dieser Paarung, hat sie nie erlebt, weiß nicht einmal, dass man sich die Sehnsucht danach erlauben darf …

Venus, die Göttin der Hingabe, vereint mit der Sonne, dem wahren Ich, das ist, als würde ein ganz neuer Stern geboren, als würden neue Welten erschaffen, als würde stets und stets neu Leben entstehen.

Gib mir von deinem Ich Inspiration, sagt die Hingabe, und lasse das blühen, was du auf meinen Boden säst! Ich nehme, was du mir schenkst und mache daraus, was es werden kann. Und ich gebe, was ich zu schenken habe und du machst daraus, was es werden kann …

So entdecken wir uns, so befruchten wir uns und werden größer und schöner und heller, als wir je sein könnten. Nichts wollen wir zwingen, sondern wir nehmen, was kommt und schaffen einander das Beste, was uns möglich ist!

Das, Andrea, ist die mächtigste Form der Liebe. Nichts wird davon vergehen, über Äonen nicht. Wer es einmal lebte, verliert es nie wieder …

Doch der Weg dorthin ist jeder menschlichen Seele weit. Viel muss sie lernen, ehe es soweit ist! Sie muss sich finden, das Ich, die Sonne, die sie ist. Sie muss das Universum der anderen Sonnen finden, darf sich nicht vor deren Glanz fürchten, aber auch nicht sie zu überstrahlen versuchen.

Gelingt dies, beginnt der große Sternentanz …

Hast du ihn gesehen? Sich nähern, verschmelzen, befruchten, auseinandergehen, um sich wieder zu nähern, zu verschmelzen, zu befruchten, auseinanderzugehen, von Ewigkeit zu Ewigkeit!

In der Astrologie ist Sonne und Venus in der Bedeutung das Geschenk, ja, und das ist es auch in diesem Sinn.

Die unterste Stufe dieser Begegnung ist natürlich rein biologisch, so simpel, ich muss es nicht erklären. Aber das Biologische ist nur der irdische Abglanz dessen, was auf Seelenebene möglich ist: der Tanz der Sterne!

Geschenke machen und Geschenke annehmen, und aus denen das Beste machen, was möglich ist.

Ich wünsche deiner Seele, dass sie die Kraft zu diesem Tanz findet, dass sie die Angst vor der Pluto / Venus Liebesmacht verliert und lernt, sie zu nutzen. Und dass sie die Neigung zur Venus / Saturn Liebe überwindet und nur dort einsetzt, wo Begrenzung und Struktur beiden Seelen zuträglich ist und dazu dient, den Tanz der Sterne möglich zu machen.

Nun habe ich mehr gesagt, als Uta erwartet hat. Ich danke dir, Uta, dass du mir die Zeit dafür gegeben hast, widmen wir uns nun Andreas Brief!

Lieber Gustav,

sicher siehst Du, was sich seit meinem ersten Reading mit Dir alles zum Guten verändert hat. Dafür danke ich Dir von ganzem Herzen!

Liebe Andrea, nicht mir musst du danken, sondern deiner Seele, die in ihrer Beharrlichkeit, die ein ganz besonderes Merkmal deines Ichs ist, fortwährend zu ihrem Licht strebt. Ohne ihr Einverständnis kann ich gar nichts tun, gar nichts wirken …

Wenn Du mir jetzt sagen willst, dass Du mich liebst, kannst Du das gerne tun, ich liebe Dich nämlich auch und ich bin jetzt auch bereit für diesen Satz …

Ja, ich liebe dich, Andrea, ganz ohne Macht liebe ich dich, ohne den Versuch, dich zu beeindrucken, ohne die Erwartung, von dir beschenkt zu werden, Iiebe ich dich, liebe ich dein Sein …

Doch darüber hinaus, Andrea, bin ich die Seele, die diese Liebe durch sich hindurchleitet zu dir, bin ich Kanal einer Liebe, die du nicht fassen kannst …

Gott liebt dich, ich weiß, das kannst du nicht mehr hören, aber es ist, wie es ist und immer war und ganz am Ende deiner Reise wirst du es wissen: Gott sagt Ja zu mir!

Dann brauchst du mich nicht mehr, dann muss ich nichts kanalisieren, damit deine Seele es fassen kann … dann bist du am Ziel.

Bis dahin freue ich mich, dass du meine Liebe annimmst, ohne Angst. Meine Liebe hat keine „Götter“ Pluto, Saturn, Sonne, das sind die Irdischen, die dies leben müssen.

Wenn Du mir bei diesem Reading meine Fragen bitte etwas ausführlicher als
beim letzten Mal beantworten würdest, wäre ich Dir dankbar und es würde meinen
enormen Wissensdurst auch besser befriedigen!

Nichts gegen deinen Wissensdurst, aber geht es darum? Bist du sicher?

1. Wie ist meine Seelenbindung mit Heinz, wir beide würden auch gerne wissen, was wir uns hier gemeinsam vorgenommen haben.

Andrea, Heinz: Liebe ist zu lernen, für euch beide!

Ich habe nicht umsonst über die drei Arten der Liebesmacht gesprochen: In der Kunst der Liebe weiter zu wachsen, habt ihr euch vorgenommen.

Doch ich werde euch nicht sagen, dass ihr einen „göttlichen, heiligen“ Auftrag habt, euch zu lieben.

Warum ich das nicht tue, selbst wenn es so ist? Weil das nichts anderes wäre als der saturnische Versuch, Regeln der Liebe zu schaffen, eure Liebe unter eine Art heiliges Gesetz zu stellen. Genau das aber werde ich nicht fördern, weder durch Taten noch Worte noch Gelegenheiten …

Lernt eure Art, zu lieben, zu verstehen, lernt eure Art der Liebes – Machtausübung zu verstehen und überwindet, so gut ihr es könnt, die Ängste, die zu dieser Machtentwicklung verleiten.

Liebe ist JA zu einem anderen Ich! WIE es ist. Ja zu ihm und seiner Entwicklung.

Liebe ist, dieses eigene Ja zu ihm immer wieder suchen, darum ringen. Nicht, indem ihr das andere Ich entweder „berichtigt“, bis ihr Ja sagen könnt, aber auch nicht, indem ihr euch „richtig macht“, bis dieses andere Ich Ja! sagen kann.

Dieses Ja zu bekommen, ist eine der wunderbarsten Erfahrungen, die die Welt zu geben hat, alle sucht ihr danach, doch vergebens, ehe ihr nicht soweit entwickelt seid, bis ihr selbst dieses Ja zu geben bereit seid …

Dieses bedingungslose Ja OHNE SELBSTAUFGABE ist die Herausforderung, die Aufgabe, die jedem gestellt wird, der liebt!

Wundert euch nicht und schämt euch nicht, wenn es noch nicht gelingen will, der Weg dorthin ist weit, es zählt aber jeder Schritt. Allein das sich darum Bemühen lässt den Himmel singen!

Ich habe das Gefühl, ihn schon lange (aus früheren Leben) zu kennen.

Das ist auch so, doch was besagt es? Warum, Andrea, sagt es überhaupt irgendetwas Relevantes? Weil es SICHER macht, dass es RICHTIG ist, Gefühle zu investieren? Erforsche dich, liebe Andrea: WENN es sicher macht, was sonst unsicher wäre, sag mir, ist es dann Sonnenliebe?

Ich liebe ihn, vertraue ihm, möchte den Rest meines Lebens mit ihm verbringen und trotzdem werfen mich die seltenen, verbalen Angriffe von ihm völlig aus der Bahn und ich möchte die Beziehung jedes Mal am Liebsten beenden, weil ich das kaum aushalte.
Natürlich weiß ich, dass ich überreagiere, ich hab das aber nicht im Griff, es ist fast so, als würde immer ein Stück Gefühl mit verschwinden.

Das, was dann verschwindet, ist die saturnische Sicherheit und damit die Berechtigung, Gefühle in einen zu investieren, der nicht ist und nicht reagiert, wie es die Grenztafeln erlauben.

Viel Angst steckt dahinter, Andrea, und wenig statt viel Selbstvertrauen. Denn es fehlt die Erfahrung, dass, wer dich schimpft, wer dich kritisiert, wessen Unmut du verursacht hast, dennoch liebt, dennoch bleibt …

Und so geschieht in dir, was du vom anderen befürchtest: die endgültige Distanzierung, die Verwerfung!

Zwar hat deine Seele gute Erfahrungen mit der Liebe gemacht, ab die sind überlagert mit Ängsten. Was da in dir aufflammt, ist die andere Erfahrung von Täuschungen: Der Prinz, den man küsst, wird zum Frosch, schlimmer noch, zum beißenden Reptil.

Deine Seele traut sich nicht zu, mit Reptilien fertig zu werden, aber noch weniger traut sie sich zu, mit Enttäuschungen fertig zu werden.

So sagt die saturnische Liebe in dir: Heinz, ich liebe dich unendlich! Es sei denn, ich täusche mich in dir! Es sei denn, du bist nicht sanft, milde, ruhig und fügsam!

Sehe ich das Reptil in dir, verwerfe ich, was ich sagte und liebe dich nicht!

Du sagst: Heinz, ich vertraue dir, es sei denn, du zeigst Verhaltensweisen, die mich vermuten lassen könnten, dass du ein Frosch oder gar ein Reptil bist …

Was sagst du also im Wesentlichen? Heinz, solange du dich innerhalb meines Regelwerks aufhältst, liebe ich dich unendlich.

 Viel Angst steckt dahinter, das ist überhaupt nicht ungewöhnlich! Und nicht dein Vater ist Ursache dieser Angst, ihn als Vater zu wählen ist Folge dieser Ängste.

 Die Frage wird sein, was größer ist: Angst oder Liebe? Die Frage wird sein, woran sich deine Seele stärker erinnert: an die Angstursachen oder an die wunderbaren Lieben, die sie auch erlebte.

Nicht Heinz kann diesen Konflikt lösen, Andrea, du musst es tun! Nicht er kann Grenzen neu stecken, du musst es tun …

Dürfen Menschen, die du liebst, verärgert sein, Worte der Frustration und des Zorns benutzen? Dürfen sie Zorn fühlen? Ja? Dürfen sie auch wütend über dich sein? Ja?

Du wirst nicht erfahren, dass Zorn sich wandelt, dass man dich zutiefst lieben kann, obwohl man über etwas, was du tust, denkst oder sagst, zornig ist, wenn du durch deine Angst davor, dass jetzt gleich ein unbeherrschbares Reptil hervorbricht, nicht hindurchgehst.

Entscheidend dabei sind NICHT deine emotionalen Reaktionen! Die sind nichts als Affekte, die immer anklingen, wenn alte Angst angetriggert wird.

Entscheidend wird sein, wie du selbst diese in dir dann auftauchenden Gedanken und Emotionen bewertest: Fütterst du sie? Oder liebst du genug, um sie verhungern zu lassen?

2. Aus welchen Gründen kann ich mit Aggressionen (verbal oder körperlich) so überaus schlecht umgehen und was hilft mir, einen normalen Umgang damit zu finden?

Liebe Andrea, hinter all den Ängsten, die ich dir eben nannte, gibt es ein tiefer liegendes Gefühl: Wut! Große Wut auf alle, die dich verworfen haben, weil du ihren Grenzen nicht entsprochen hast!

Ach, und dahinter, Andrea, steckt noch tiefer verborgen: Trauer, die Trauer darüber, niemandem alles, was ihm gut ist, sein zu können.

Du kannst lernen, diese Emotionen zu verstehen, statt zu verdrängen! Besser noch, du kannst lernen, sie wieder anzunehmen als freundlich Begleiter und sie anzusehen als gerechte Wegweiser.

Nur verdrängen und abwehren oder gar verschieben auf das andere Ich, das geht nicht bei Heinz! Und umgekehrt gelingt es Heinz auch nicht mit dir, dich zu „verbösen“, damit das eigene – angeblich – Böse nicht betrachtet werden muss.

GENAU das ist der tiefe Sinn eurer Liebe: einander die Chance auf Heilung zu gewährleisten.

Auch wenn ich bei verbalen Angriffen nicht selbst beteiligt bin, ziehe ich mich schnell zurück, weil ich diese Energien nicht aushalten kann, wobei auch die Lautstärke eine große Rolle spielt.

Das wird dir nie gelingen, Andrea, und das ist auch gut so …

3. Dank Deiner Hilfe kann ich jetzt viel besser mit meinem Vater umgehen, doch gut ist es noch immer nicht. Hast Du noch einen Hinweis, Tipp oder Empfehlung für mich, damit ich diese unguten Gefühle ihm gegenüber endlich ganz lassen kann?

Andrea, du musst ORDNUNG machen, Ordnung in deinen Erinnerungen! Du musst anklagen, was anzuklagen ist und dann begnadigen, was zu begnadigen ist!

Doch bedenke: Ein begnadigter Täter ist kein unschuldiger Täter! Der Umgang gemahnt weiter zur Vorsicht.

Was wichtig ist, ist, dass du DIR! vertraust, es nie wieder zu Verletzungen kommen zu lassen, wie er sie einst bewirkte. Solange das Vertrauen darin nicht stabil ist, wird dich alles beunruhigen, was mit ihm zusammenhängt.

Denk nach, liebe Andrea: KÖNNTE er dich je wieder so verletzen, wie er es getan hat?

Und noch etwas gilt es besonders hier anzusehen, meine liebe Freundin: DEINE Wut, DEIN Bedürfnis nach Rache. Ja, ja, das ist da, du verbirgst es selbst vor dir, aber es ist da und begegnest du ihm. Was, wenn DIE! Wut hervorbricht, wie „böse“ kann er dich werden lassen?

Hm, Andrea, viel weniger böse, als du unbewusst glaubst, und dennoch viel stärker, als du es unbewusst für möglich hältst, bist du in der Lage, ihn in DEINE! Schranken zu weisen.

Du kannst in Schranken weisen, ich sprach darüber. HIER! haben sie ihren Sinn, hier ist der bewachte Grenzübergang sinnvoll und nötig!

Nicht ihm musst du je wieder vertrauen, das ist Unsinn! DIR musst du lernen, zu vertrauen, im Umgang mit ihm stark zu sein.

4. Warum ist meine geliebte Hündin „Anna“ nach so kurzer Lebenszeit (knapp 2 Jahre) so plötzlich und unerwartet gestorben?

Anna muss zur rechten Zeit zu einer Frau gehen, die an ihrer Einsamkeit zu ersticken droht. Sie wusste, dass es schlimm für dich ich, aber sie hatte, wie ihr es nennt, einen guten Job bei dir getan. Anna ist ein Hund für die gänzlich Verlassenen.

Auch die Nachfolgerin „Lena“ ist nur gut 5 Monate alt geworden, dann habe ich sie wegen unheilbarer Krebskrankheit einschläfern lassen müssen.
(Ich habe „Lena“ einen Tag nach ihrem Tod „gesehen“, es geht ihr gut, sie rennt glücklich über Wiesen und sie hat mir gesagt, dass es doch von vornherein ganz klar war, dass wir nur eine sehr kurze Zeit miteinander haben würden..??)
Es ist auffällig, dass die so sorgsam ausgewählten Hunde nur extrem kurz bei mir waren!
Gibt es dafür besondere Gründe und was sollte ich durch diese Hunde lernen und erfahren?

Vielleicht ahnst du schon meine Antwort? Sie gingen, WEIL du so sorgsam ausgewählt hast. Saturn / Venus Liebe war es, Andrea!

Diese Tiere machen dich aufmerksam auf deine Fähigkeit, Sonnen / Venus Liebe zu leben …

5. Schon mein ganzes Leben habe ich Angst davor, von allem nicht genug zu bekommen, sei es Liebe, Geld, Nahrung oder sonst was. Wenn sich meine Vorräte vermeintlich dem Ende neigen, verfalle ich fast in Panik und bemühe mich nahezu hysterisch, das Defizit auszugleichen und möglichst noch mehr anzuhäufen.

Ich finde für diese Verhaltensweisen keine logische Begründung, kannst Du mir dabei helfen, das zu verstehen und auch in normale Bahnen zu lenken?

Andrea, ich werde dir auf GAR KEINEN FALL helfen, normal zu sein, aber ich helfe dir gerne, Frieden zu machen mit dem, was dich an dir stört.

Warum nimmst du deine Vorsorge nicht an, Andrea, solange es Vorsorge ist, nicht wahr? Aber es ist mehr: Es ist Angst, es ist ewiger Hunger.

Andrea, die Dinge des Lebens haben bedeutet bei dir, nicht satt sein, sondern FREI sein. Du hast zu sehr erlebt, was Menschen geschehen kann, die nicht frei sind, zu gehen, weil der Mangel, der dafür der Preis wäre, dies verhindert …

Andrea, das ist nicht DEINE Last, das ist der Stein der Ahninnen!

Du hast zwei Möglichkeiten, mit diesem Erbe umzugehen: Akzeptieren und wertschätzend und in innerem Lächeln betrachten oder DAGEGEN kämpfen, doch dann kämpfst du gegen deine Ahnen!

Der Kampf dagegen macht es GROSS, das Lächeln darüber ordnet es auf den rechten Platz.

U. Lieber Gustav ich finde keinen weiteren Text und deshalb ist es an dieser Stelle Zeit, sich zu verabschieden, möchtest du Andrea noch etwas sagen?

G. Oh ja! Andrea, ich bin überaus glücklich darüber, dass ich diese Themen so offen mit dir besprechen konnte. Danke für deine Fragen …

Noch vor kurzer Zeit wäre das unmöglich gewesen. Ich weiß, wie viel Mut du gebraucht hast, diese Wege zu gehen und ich möchte dir eines sagen: Bisher hast du deine Seele untersucht, um ihre Mängel zu finden und das war auch wichtig.

Doch jetzt, liebe Andrea, ist es Zeit, deine Seele zu betrachten, um ihre Fülle zu finden. Darüber weißt du fast gar nichts!

Du weißt, was du kannst, aber weißt du, WARUM du es kannst? Weißt du das von dir, was unzweifelhaft dein Teil von Gottes Erbe ist? Kennst du es? Und wenn du es kennst, siehst du das Geschenk an die Welt darin?

Mach weiter, Andrea, dies ist die Zeit, deine Seele zu festigen, dies ist die Zeit, ein neues Gebäude auf einem sicheren Grund zu bauen, wo vorher nur Sand war!

Dein „hier bin ich nicht genug, und da nicht“, ja natürlich, das musstest du erkennen.

Aber jetzt ist die Zeit da, zu sehen, wo du mehr als nur genug bist, wo deine ganze Fülle liegt.

Dürfte ich dich umarmen, ich würde es jetzt tun und dir sagen: Deine Seele hat einen Duft: Sie duftet nach Wildrosen und Augustäpfeln …

Dein Gustav!