Wahrheit

Dein Wille geschehe!

Dein Wille geschehe.

DAS ist der Punkt, um den es in Wirklichkeit geht.

Es geht nicht um Verantwortung.

Es geht um Kontrolle!

Gottvertrauen: 
Vertrauen in etwas haben, das größer ist als man selbst.

Dass ihr Euren Willen nicht SELBST durchsetzen könnt, stimmt.

DAS kann nur Gott.

Was ist Gottesferne?

Selbstferne!

Ich bitte Elia, mich mit Till zu verbinden.
Edna hat einige sehr wichtige Fragen an Ihn.

Ich stehe auf einer Brücke, unter mir ein rauschender Bergbach,
es ist ein wirklich tiefer Tal-Abschnitt.

Till steht hinter mir:
„Like a bridge over a troubled water“, 
summt er wenig schön, aber sehr liebevoll.
Dann steht er mit mir da und schaut hinab.

T: Ganz schön tief…

U: Hm, hm…

T: Welche Möglichkeiten gibt’s, um vom dem Ufer da zu dem da zu kommen?

U: Außer der Brücke? Keinen.
Ich glaube nicht, dass man da unten durch kommt, die Strömung reißt einen weg…

T: Doch einen Weg gibt’s: 
Fünfzehn Kilometer südlich, da kann man den Fluss durchwaten, da ist es flacher.

U: Ziemlich langer Umweg…

T: Ziemlich…
Außerdem gefährlich: Es gibt keine Strasse, keinen Weg… nichts als Wald, Gestrüpp, Felsen…man verirrt sich leicht.
Tödlich.

U: Also… nur die Brücke!

T: Hm, hm… ja!

U: Ich glaube, Edna möchte es nicht so symbolhaft heute…

T: Hmmmmmm, geht nicht anders.

Es muss ihr klar werden, was es bedeutet, so eine Brücke zu haben.

Weißt du, was die Brücke ist?

U: Ne…

T: Gott-Vertrauen.

Ich weiß, dass Edna jetzt Sch… sagt.

Aber es IST so!

Willst du mal sehen, wie IHRE Brücke aussieht?

Aus der stabilen Steinbrücke, die mit dicken, fest gemauerten, hohen Pfeilern im Wasser steht, wird eine schwankende Hängebrücke.
Die Seile, an denen sie befestigt ist, sind teilweise zerfranst.
Die Holzbretter, die den Boden bilden, sind teilweise morsch, viele fehlen.

Ein erschreckender Anblick.

T: Komm, wir gehen mal rüber!

U: Ne, mach ich nicht!

T: Ich halte dich, ich trage dich auch, wenn es sein muss
(grinst, was mich ziemlich wütend macht).

U: Ne, lass mal…

T: Vertraust du mir nicht?

U: Till, verflixt, du weißt doch, dass ich Höhenangst habe!

T: Ja, Höhenangst, Angst vorm Fliegen, Angst vorm Absturz.
A
ngst, unsanft zu landen…

Warum bist du überhaupt auf die Brücke gegangen?

U: He, ich hatte keine andere Wahl!
Du hast mich hierhin gestellt!

T: Genau! 
He, Edna, mach dir das klar: 
DU hattest keine andere Wahl!
Verstehst du?

Also bist auch nicht du dafür verantwortlich, dass DU da drüben ankommst!

Ich bin verantwortlich, dein Lebensplan und Gott…

Nenne es, wie du willst.
Aber dafür, DASS du auf der Brücke stehst, dafür kannst du nichts…

Dafür, dass dein Weg über eine tiefe Schlucht führt, dafür kannst du nichts…

Dafür, dass die Alternative zur Brücke ein undurchdringlicher Urwald ist,
in dem du deine Kraft verlierst, dafür kannst du auch nichts.

Dafür, dass dein Ziel nicht hier, sondern da drüben liegt, auch dafür kannst du nichts.

Das ist überhaupt nicht deine Angelegenheit!

Das ist meine Sache, das ist die Sache Gottes, das ist die Sache deiner Seele…

ICH hab jedenfalls noch nie gehört, dass Gott seine Ziele nicht durchsetzt!

Das Ziel WIRD erreicht…

Das steht fest.
Die Frage ist, WIE…

Und für das WIE, da bist du schon verantwortlich.

Auch für das WANN.

OK? Verstanden?

Uta, komm, gib mir deine Hand, ich führe dich da rüber….

U: Till, ehrlich, ich KANN nicht!

Ich kann keinen Schritt mehr machen, wenn ich vor diesen Lücken stehe…

T: Wenn du in den Abgrund siehst?

U: Ja!

T: Dann sieh doch nicht runter!

U: Dann verpasse ich aber, den RICHTIGEN Schritt zu machen!
Vielleicht trete ich zu kurz oder daneben…

T: Ich sag dir, wie der nächste Schritt sein muss…

U: Vielleicht verstehe ich dich aber falsch bei dem Getöse, den der Fluss da unten macht!

T: Dann hör doch nicht auf das Getöse, hör auf mich.
Konzentriere dich auf mich!

U: Till, das ist SOOOOOOOOO schwierig!

T: Und soooooooooooooo unsicher?

U: Ja…

T: Keine Kontrolle mehr möglich?

U: Nein…

T: Nein…

DAS ist der Punkt, um den es in Wirklichkeit geht.

Es geht nicht um Verantwortung…

Es geht um Kontrolle!

Das ist ein echtes Dilemma, nicht?

Wenn du die Kontrolle behalten willst,
dann musst du dich mit dem Anblick des nahen Abgrundes vertraut machen……

Aber wenn du DAS tust, wirst du mit deiner Angst vor dem Absturz konfrontiert…

Wenn du die Kontrolle aufgibst und die Kontrolle der Situation MIR überlässt,
dann wirst du mit deinem Mangel an Vertrauen konfrontiert….

Was machen wir da?

Ich KANN dir die Entscheidung nicht abnehmen, du musst sie selbst treffen…

U: Ich weiß, hilf mir, das Für und Wider abzuwägen.

T: Nein! 
Aber, ich kann etwas anderes tun: 
Ich kann dir sagen, WAS das Ziel ist, v
ielleicht fällt es dir dann leichter…

(Beobachtet mich die ganze Zeit
und sein belustigtes Funkeln in den Augen macht mich immer wütender.)

U: Überhaupt: Das ist hier nicht MEINE Brücke, das ist Ednas!

T: Bist du da so sicher, dass deine besser aussieht?

Aber du hast natürlich recht, das ist Ednas Brücke.
Und Du bist jetzt Edna! Bitte!

U: Okay. Also, ich WEISS, dass ich – wenn ich da alleine rüber soll – 
einfach irgendwann nicht mehr weiter kann.

Ich kenne mich!
Irgendwann ist die Angst zu groß.

Also gebe ich die Kontrolle ab, sehe nicht mehr darauf,
wohin ich meinen Fuß setze und vertraue dir…

Till nimmt meine Hand und ein paar Schritte lang geht’s auch.
Dann wird mir plötzlich übel, der Fluss tost unter mir und ich höre Till nicht mehr.
Ich fühle zwar seine Hand.
Aber ich kann ihn nicht mal mehr sehen, weil die Gischt alles vernebelt.
Ich bleibe stehen, er kommt näher.

T: Was ist?

U: Ich kann nicht weiter…

T: Dann musst du hier bleiben…

Die Zeit wird vergehen, du wirst schwächer und schwächer.
Und spätestens in 24 Stunden fällst du doch…

Zurück geht’s auch nicht…

U: Tja!

T: Du weißt immer noch nicht, WAS da drüben auf dich wartet!
Vielleicht ist das, was da wartet, ja wichtiger als deine Angst?

U: Vielleicht…

T: Gut!

Sagen wir mal, da drüben wartet das Paradies auf dich!
Ein Leben, in dem du anerkannt und geachtet bist.
In dem du für das, was du leistest, Respekt bekommst und materielles Wohlergehen…

U: Hm, ne, ich KANN nicht weiter gehen…

T: Hm, hm, ja interessant…

DAS ist also NICHT größer als deine Angst. 
Dann sagen wir mal, da drüben steht der Mann, den du liebst und der dich liebt….

Ein paar Schritte komme ich weiter, dann geht gar nichts mehr.
Ich sehe drüben einen Menschen stehen…

Aber kaum entdecke ich ihn, da denke ich: 
Soll der doch kommen! Und es geht keinen Schritt mehr weiter…

Wieder das gleiche Bild wie vorhin:
Ich höre und sehe Till nicht mehr, fühle nur seine Hand…

Till kommt näher: Na, geht’s wieder nicht?

Dann ist deine Sehnsucht nach Liebe nicht größer als deine Angst vor dem Absturz!

Na schön, dann sagen wir mal, da drüben steht deine Tochter.
Und ihr ganzes Lebensglück hängt davon ab, dass DU diese Brücke überquerst.

Wenn du es NICHT tust, wird sie einmal genauso gefährlich stehen wie du jetzt
und es wird genauso unsicher sein, ob sie es schafft oder nicht.

Und solltest du abstürzen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie später selbst abstürzt,
sehr, sehr hoch.

U: Also, es geht um ihr Leben, dass ich da rüber komme?

T: Sagen wir mal, es wäre so….

Jetzt geht’s!
Es geht.
Ich fühle seine Hand, ich gehe nach seinem Zug einen Schritt nach dem anderen.

Manchmal trete ich daneben und falle, aber er zieht mich wieder hoch.
Je länger ich gehe, umso leichter wird es mir.
Nach und nach gelingt es mir sogar, den Blick auf die Holzbalken zu wenden. 
Ich merke mit jedem Schritt mehr, dass ich es kann.

Ich habe immer weniger Angst, es geht immer besser, immer leichter…

Am Ende freue ich mich sogar, es fängt sogar an, Spaß zu machen!!!

Endlich sind wir drüben.
Meine Tochter steht da nicht, es ist einfach nur eine schöne Landschaft…

T: Danke, Uta, dass du das mitgemacht hast!

Letztlich war deine Liebe größer als deine Angst.

Die Liebe der Mutter ist mächtig!

U: Hm, hm…

T: Edna? Verstanden?

Siehst du, es geht darum:
Etwas als Ziel zu erkennen, das größer ist als deine Angst davor, abzustürzen.

Im Grunde stimmt jedes Ziel.
Aber ob es größer ist als das, was du fürchtest, das merkst du erst, wenn du losgehst.
Es lässt sich nicht theoretisch vorwegnehmen.

Ich habe wieder in Bildern zu dir gesprochen und ich will dir sagen, warum!

Damit du diese Bilder in dir SPÜRST.
Damit die Seele mitgenommen wird, nicht nur der Verstand.

Die Brücke, das ist deine Situation, so, wie du sie JETZT wahrnimmst.

Daran KANN ich nichts ändern…

Was ich ändern kann, ist das Verständnis für diese Situation.

Aus MEINER Sicht ist es eine Brücke ohne jede Gefahr…

Aber das ist leicht.
Ich weiß, dass ich tausendmal über solche Brücken gegangen bin, ohne zu stürzen.
Du weißt das nicht mehr!

Für dich ist das Leben eine schwankende Brücke über einen hohen, reißenden Fluss.
Für mich ist sie dennoch ein wundervoller Weg…

Was kann ich anders tun, als dir die Hand zu halten?

Bitte, Edna, guck dir an, wie OFT ich dich, als du schon zu stürzen drohtest,
wieder auf deine Füße gezogen habe!

Weise Menschen gehen über diese Brücke, einfach, weil sie da ist.

Menschen in Angst aber, die brauchen einen Grund.

Einen, der wichtiger ist als ihre Angst. 
Was ist wichtiger als deine Angst? 
Wir werden es erleben…

DAS weiß ich vielleicht genauso wenig wie du.
Und wenn ich es wüsste, ich würde es dir nicht sagen…

So wichtig ist es, dass du verstehst.

Alles, was ich dir sage, ist: 
Ich halte dich, es gibt keinen Abgrund, in den du fällst!
DAS verspreche ich dir.

Ich kann dir nicht versprechen, dass du niemals fällst.
Aber ich kann dir versprechen, dass du mit jedem Mal
stärker, geschickter und zuversichtlicher wirst…

Weil du ERLEBST, dass ich da bin!
Weil du ERLEBST, dass es dich nicht vernichtet, zu fallen.

Gottvertrauen…
Hm, hm…

Vertrauen in etwas haben, das größer ist als man selbst.

Ganz schwer? Ja…
Letztlich? Kinderleicht.

Aber man muss begriffen haben, dass es sowieso gar keinen Weg OHNE gibt.
Dass es letztlich sowieso gar keine Kontrollmöglichkeit gibt.

Edna, nenn mir auch nur Eines,
was DU AUSSCHLIESSLICH dir selbst zu verdanken hast!

Das ist viel? 
Das ist NICHTS!
Hast du dir deinen gesunden Verstand gegeben?
Oder einen funktionstüchtigen Körper?
Hast du dir ein Leben im Luxus-Europa gegeben?
Oder bist du es, die sich eine Luft gegeben hat, die sie atmen kann?

Das sind nur die Grundvoraussetzungen!
Und nicht einmal die hast du dir gegeben.
Nicht mal für die hast du die Macht der Kontrolle.

Als du geboren wurdest, hattest du NICHTS.
Dein Körper war so, wie er war, allein nicht überlebensfähig…

Dein Verstand war nicht als ein kleines Nüsslein, nichts, gar nichts…
Und trotzdem bist du inzwischen Mitte Vierzig….

Wer hat die Kontrolle gehalten über all die Bedingungen, die das ermöglicht haben?
Du?
Was denkst du, WIE oft du in diesen Jahrzehnten
nur knapp dem Elend, Krankheit und Tod entronnen bist?

Wenn das so ist, Edna:
Wenn es so ist, dass du nicht einmal für die minimalsten Überlebensbedingungen verantwortlich bist, warum fürchtest du dich dann?

Deine Furcht ist nicht die Furcht, zu sterben?

Stimmt!

Deine Furcht ist die Furcht aller Menschen:
Dass du deinen Willen nicht kriegst!

Und da habt ihr Menschen alle Recht, wenn ihr euch fürchtet!

Dass ihr Euren Willen nicht SELBST durchsetzen könnt, stimmt nämlich. 
DAS kann nur Gott.

So seid ihr in der Position des Kindes, das bitten muss!
Und es schließlich und letztlich dem Vater überlassen muss,
ob und wann er bereit ist, ihm zu geben, was es will.

Es ist dem Menschen gut, diese Tatsache zu akzeptieren. 
Ganze Religionen beschäftigen sich damit.

Ich behaupte ja nicht, dass es dem Menschen gut sei, GAR NICHTS zu wollen!

Ganz im Gegenteil: eurer Wille ist der Motor der Entwicklung.

Aber lasst los von der Vorstellung,
dass euer Wille wichtiger ist als der unseres Vaters.

Überlasst es ihm! Bittet und überlasst es ihm! 
Greift nach der Hand, die euch halten will.
Und dann geht über eure Brücke, Schritt, für Schritt, manchmal blind…

Erlebt es selbst.

ER HÄLT EUCH! 
Sogar im Fallen.

U: Danke, Till, das war eine Höllentour hier mit dir, aber danke!

Ich würde jetzt gerne die Fragen von Edna stellen.

T: Ja, na gut.

U: Edna fragt, warum es so mühsam ist, Ordnung in ihr Leben zu bringen.

T: Hm… Vertrauen FASSEN, ja…
D
ie Hand sehen, die hält…

Das braucht Zeit, Edna, es braucht Zeit.
Uta, ich würde es begrüßen, wenn du die Sache mit dem Feng Shui erwähnst…

U: Okay.
Edna, kann es sein, dass deine Beratung in Sachen Feng Shui eher oberflächlich war
und nicht den klassischen Regeln entsprochen hat, sondern Neo Feng Shui?

Ich soll dich das jedenfalls Fragen.

U: Ist es eine zentrale Lebensaufgabe für sie, die Liebe zu sich selbst zu finden?
Hängt davon möglicherweise alles ab?

T: Edna, niemand findet die Liebe zu sich selbst, ohne die Liebe zu seinem Nächsten und ohne die Liebe zu Gott zu finden.

Diese drei Lieben sind untrennbar miteinander verbunden
und NATÜRLICH hängt davon alles ab.

Aber es geht ums GLEICHGEWICHT!
Alle Drei sind auf den gleichen Stand zu heben.

Du kannst Gott nicht lieben, ohne dich zu lieben.

Das geht nicht!

Du trittst IHN, wenn du dich vernachlässigst!

Du zerstörst SEINE Schöpfung, wenn du dich zerstörst!

Du hemmst SEINE Möglichkeiten, wenn du deine hemmst!

Und du missachtest SEINE Bedürfnisse, wenn du DEINE missachtest.

Ihr Menschen macht euch das viel zu wenig klar!

Stell dir vor, dein Leben ist ein teurer Leihwagen.

Du gehst mit so einem Leihwagen sicher sehr vorsichtig und respektvoll um, oder?

Wir sind ALLE solche Leihwagen Gottes (grinst).

Du kannst dich nicht lieben, ohne deinen Nächsten zu lieben.
Das geht überhaupt nicht.

Menschen, die ihre Eigenliebe über alle anderen Lieben stellen,
ernten nichts als Einsamkeit und seelische Leere…

Das IST keine Eigenliebe, die nicht geteilt wird mit anderen…

Das ist keine Freude, die nicht geteilt wird mit anderen…

Und das ist kein Glück, das nicht geteilt wird mit anderen.

„Liebe dich selbst“ ist nicht möglich ohne „Liebe deinen Nächsten“!

Wenn du dich lieb hast, hast du den lieb, aus dem du gemacht bist…

Und wenn du den lieb hast, hast du auch die lieb, die er sonst noch machte…

Alles gehört zusammen. Eigenliebe ist der Anfang. Ja…

Und ACHTUNG vor dir und dem Leben und den Anderen.

Edna, hier trägst du noch immer an der Last der Urteile deiner Ahnen!

Ihr Urteil gefällig?

Das Leben ist hart und die Menschen grausam!

Oh, das ist eine schwere Last, sich von ihr zu befreien ist deine harte Arbeit.

Aber ich bin der Ansicht, dass du das schon sehr, sehr viel besser tust als noch vor drei Jahren.

Warum schaust du da nicht hin?

Warum schaust du nicht auf das, was du erreicht hast?

Hast du vergessen, WIE bitter du warst?

Sieh doch nur, wie viel, viel besser es jetzt in dir aussieht!

Hör mal, es ist doch schon ätzend (grinst bei diesem Ausdruck), ein Mensch sein zu müssen, der, wenn er was macht, auch alles perfekt macht…

Nicht? Na, das hast du schon viel besser im Griff…

Aber musst du jetzt auch noch die Seele sein, die alles perfekt macht? Hm?

Also, lass doch ein bisschen Gnade walten, Edna!

Mir reicht es, um zu sagen:
Seht her, meine Edna, macht sie es nicht wunderbar?

Und was mir reicht, das sollte dir doch auch reichen.

Der Weg über deine Brücke muss Schritt für Schritt gemacht werden, langsam.

Dir fällt immerhin schon auf, wenn du dich selbst nicht lieb genug hast!

Und du bist immerhin schon bereit, bei DIR zu sehen, was sich ändern lässt.

Aber wenn das zur einseitigen Fehlersuche wird, dann ist das am Ziel vorbei.

Bitte, mehr Lob, mehr Freude und auch mehr Stolz auf das, was du schaffst.

Alles hat seine Zeit!

Du kannst jetzt noch nicht soviel Rücksicht auf deine Bedürfnisse nehmen,
wie du es später kannst, wenn Verantwortlichkeiten nachgelassen haben.

Aber innerhalb dieses Rahmens geht’s doch schon besser.

Was ich mir allerdings sehr wünsche, wäre eine Zeit,
die du ganz deinem Körper widmest.

Ich weiß, ich weiß, du hast gar keine Zeit! 
Doch!

Zehn Minuten jeden Tag hast du Zeit.

Mir ist egal, WAS du machst!
Aber in aller Liebe dich deinem Körper zuwenden,
das würde ich dir sehr empfehlen.

Auch mal wieder die Schönheit deines Körpers bewusst wahrnehmen.

Doch!
Und ob das wichtig ist!

U: Edna fragt, wie sie den Weg zu Gott zurück finden kann? 
Wann und warum hat sie sich von ihm entfernt.

T: Hm, du hast dich nicht von ihm entfernt, aber die Gischt des Abgrunds trübt den Blick.

Was ist Gottes-Ferne? 
Selbst-Ferne!

Gott! Ha!
Du hast dich nicht einen Schritt von ihm entfernt…

Aber von deinen Bildern von ihm. 
Keines – nicht eines – stimmt mehr.
Keines trägt, keines hält…

Wo suchst du ihn?
Außerhalb von dir…

Da ist für dich nichts zu finden, Edna?
Wenn du ihn suchst, dann IN dir!
Such ihn IN DIR!

Jaha!

Genau, das geht zu weit!

Aber da ist er!
Er ist in dir, wenn du einfach aus Liebe hilfst, ohne auf die verflixte Uhr zu schauen…

Gott ist IN dir, wenn du dich ausstreckst
und dich wenigstens Sekunden weise groß und lebendig fühlst…

Er ist in deinem Lachen, er ist in deinen tröstenden Worten,
er ist in deinen mahnenden Anweisungen,
er ist in dem Abenteuer-Mut
und er ist in deiner Sehnsucht….

Hör auf, ihn außen zu suchen.

Kann nicht sein?
Du bist nicht gut genug als Herberge Gottes?! 
Oh…

Wer wird denn da so eingebildet sein?

Nun, IHM bist du gut genug! 
Warum DIR nicht!

Immer noch das Urteil!
Edna, da ist immer noch das Urteil deiner Mutter an die kleine Edna…

Da ist immer noch das Urteil deiner Seele,
die sich diese und keine andere Mutter suchte…

Da ist immer noch eine Seele, die ein Krieger war, der Gott und die Welt,
aber am meisten sich selbst verfluchte!

Das muss vorbei sein!

Begreife: Es ist VERGANGENHEIT!
Edna, löse dich von der Vergangenheit…

Was trägst du sie noch? 
Wozu? 
Wer soll geehrt werden dadurch?

Leid, Leid soll geehrt werden…

Soll unvergessen bleiben…

Wozu?

Es ist vorbei, du darfst das loslassen: 
Die Vorstellung, ach, was sage ich, die tiefe Gewissheit, dass du nicht gut genug bist…

Es geht dir nicht gut damit!
Warum es also weiter tragen?

Du hast dich von Gott entfernt, als du dich von deiner Göttlichkeit distanziert hast…

Ja, das stimmt schon, in diesem Leben war das nicht. 
Das ist älter…

Aber du kannst es mitschleppen oder loslassen,
aber STELLEN musst du dich diesem Thema.

Und zwar jetzt, in deinem Heute.

Jaha, DAS ist ein Abgrund!

Oh, oh…

Das DARF keiner sagen: 
Edna Gotteskind! Das nicht…

Das kann doch nicht DEIN Nachname sein!!!

Und wieso ausgerechnet deiner NICHT?!

U: Welche Rolle hat ihre Seele eigentlich im Netzwerk? 
Was ist es, was da auf dem Spiel steht.

T: Ich kann dir das nicht sagen, Edna.
Ich kann es nicht, ohne dass du schon wieder darauf schaust, alles richtig zu machen.

Das soll nicht sein. 
Du BIST im Netzwerk und dein Leben ist lang und deine Begegnungen zahlreich…

Du bist Teil und du wirkst mit allem, was du an Göttlichkeit in dir trägst.

Mehr sage ich dir nicht.

U: Warum habt ihr – Elia und du – sie wissen lassen, dass sie ein Dual ist?

T: Damit sie weiß, warum sie sucht und nicht bleibt, ehe sie es hat.

U: Ist sie der männliche oder der weibliche Anteil?

T: Der Männliche…

U: Dieser ganze Stress, diese Angst, hat der – abgesehen von den nachgefragten Ursachen – auch andere Funktionen?

T: Ja, das schon, aber nicht für dich. Für dich ist es wichtig zu verstehen, worum es geht.

Du gehst über DEINE Brücke, du musst ein Ziel definieren,
das stärker ist als deine Angst!
Und du KANNST lernen, Vertrauen zu fassen.

Eines noch, liebe Edna: 
Ein Ziel, das man ohne Liebe versucht, zu erreichen, nur weil man es WILL,
ist nicht geeignet, Angst zu überwinden.

Versuch, das zu finden, was du liebst! Ja?

Und wenn es in der Hektik und Sorge auch nur zwei Sekunden sind,
in denen du in aller Liebe an jene denkst, denen du helfen willst, dann kommen sie.

Und wenn du in aller Liebe auch nur einen einzigen Gedanken aufrichtig in sie investierst,
sie werden kommen.

Dinge aus LIEBE heraus tun, ist, aus Gott heraus handeln.

Nicht der Wille, die Liebe zieht!

Es ist schwer zurzeit, das weiß ich.

Nimm meine Hand, Schritt für Schritt für Schritt…
G
eh über den Abgrund. Ich halte dich.

U: Danke, Till, ich hoffe, dass wir Edna so Mut machen konnten.

T: Ich auch, sie kann sehr hartnäckig sein (lächelt).

Dich loben, Edna, dich lieben und das, was du kannst!

Du hast noch immer nicht Demütigungen überwunden,
die von dummen Menschen gesagt wurden.

Warum hat das mehr Bedeutung als Lob?

Edna, bitte korrigiere dein Selbstbildnis.

DOCH! Du findest dein Dual!

Edna? Wir brauchen Zeit.

Du genauso wie ich!

Ich bin stolz auf dich, sehr, sehr stolz!