Liebe

Der Sinn des Lebens besteht darin, WIRKUNGEN zu erzeugen!

Und der Sinn des Lebens anderer auf deine Seele hat den gleichen Sinn!
Ohne dass etwas oder jemand auf eine Seele einwirkt, entwickelt sie sich nicht.
Ohne dass sie auf jemanden einwirkt, auch nicht!

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide Elia, mich mit dem Engel von Stefan zu verbinden, Stefan bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe in einem barocken Park: ein Wasserbrunnen aus Marmor, drei Statuen -engelähnlich – dienen als Wasserspender. Der Park ist völlig leer, die sorgsam angelegten Beete unbepflanzt. Wäre nicht das Geräusch des plätschernden Brunnens, ich hätte den Eindruck, in einer Art Postkarte gelandet zu sein.

Dann endlich höre ich Schritte auf dem Kiesweg hinter mir. Eine Frau kommt zu mir, lächelnd, gekleidet in einem der Zeit entsprechenden Kleid. Aber sie bemerkt mich nicht, tänzelt an mir vorbei.
Alles an ihr wirkt geziert, unnatürlich, dennoch hübsch, aber es ist jemand, den man vergessen hat, sobald er geht. Dann ziehen Kinder an mir vorbei, zwei Größere ziehen in einem grünen Wägelchen mit rotem Handgriff ein kleineres, lachendes Kind.

Endlich Leben, denke ich, aber seltsamerweise entfernt sich dieses Bild rückwärts von mir wie ein Film, der zurückgespult wurde. Ich beginne, unruhig zu werden, lang mag ich hier nicht mehr bleiben.

Was ist das? Eine Welt der Täuschung?

Ein Park, ABER NICHTS BLÜHT IN IHM, eine Schönheit, aber die berührt mich nicht, Kinder, die scheinbar vorwärtsgehen, sich aber rückwärts bewegen?
Ich kann mich nicht erinnern, je einen solch bizarren Eintritt gehabt zu haben …

Es ist schwer, es hier auszuhalten, verwirrend und unbeheimatet fühle ich mich hier. Ich könnte vielleicht weitergehen, habe aber das Gefühl, von diesen Wasserspeiern nicht weggehen zu dürfen …

Ich schaue in den Himmel, aber auch der bietet mir keinen Trost: die Sonne klein und fahl, der Himmel grau, aber ohne Wolken, kein Vogel, kein Wind …

G. Und so steht alles still …
Eine sanfte Stimme, endlich etwas Lebendiges! Ich drehe mich rasch nach dieser Stimme um: Ein Mann steht dort, gekleidet in ein einfaches Gewand, eine dunkle Hose, darüber eine Art Lederweste und ein grobes Leinenhemd darunter. Das braune Haar hat er hinten zusammengebunden, an den Schläfen zeigt sich das erste Grau, seine Augen sind grün, fast braun. Er hält beide Hände unter einem der Wasserstrahlen und schöpft daraus, trinkt wie ausgedurstet, überschüttet dann Gesicht und Kopf mit dem Wasser …

G. Das Wasser des Lebens, ja, das ist, was hier helfen würde. Man müsste diese Marmormauer zerstoßen, müsste den Weg aufreißen, bis ein Bachbett da wäre. Man müsste die Mauern des Parks durchbrechen, die den Wind abhalten, man müsste Samen ausschütten und die Tore den Tieren öffnen.

Das Wasser des Lebens, es gehört nicht in Marmorstatuen und in Brunnen gefasst, fließen muss es, wild, ungezügelt!
Leben ist unzivilisiert, weißt du das, Stefan?

Leben fragt nicht nach der Balance, danach, wo es fließen darf, danach, wo es hübsch ist, danach, ob es vergangen zu sein hat: Leben.

Hm, lebst du, Stefan?
Ich will, dass du lebst, mein Freund!
Ach, gut, es wird Zeit …

Der Guide steht von seinem Sitz auf der Brunnenkante auf, geht prüfend um den Brunnen herum, bleibt an einer Stelle stehen, ich folge ihm. Zu meinem Erstaunen hat er einen Hammer, nicht besonders groß, so einer, mit dem man Nägel in eine Wand schlägt.
Den nimmt er und schlägt auf einen Teil der Brunneneinfassung ein, das scheint er schon öfter getan zu haben, den an dieser Stelle der Einfassung sind überall Abschläge zu sehen, mehr oder weniger tief.
An einigen Stellen ist die „Wand“ nur noch wenige Zentimeter stark und würde bei entsprechendem Druck des Wassers sicher bersten …

G. Hm, hm, ja, das Problem ist, dass ich den Druck des Wassers erhöhen muss, aber ich muss Geduld haben, diese geordnete Form gibt ihm zurzeit Halt.
Es würde ihn ängstigen, würde das Leben plötzlich wild fließen, formlos werden. Ich muss vorsichtig sein, immer nur ganz vorsichtig.
Ich weiß, er sagt jetzt: Dann hättest du vorsichtiger sein sollen, als du mich zu einem Witwer gemacht hast!

Aber ich hab ihn nicht zum Witwer gemacht, auch nicht zum Vater, ich nicht.

Eine Seele will gehen, eine Seele will kommen, ein Engel hat beides zu akzeptieren. Wer glaubt, dass ein Engel das so will, der irrt, darum ging es nie!
Wir sind es nicht, die handeln, wir sind, die euch begleiten und dafür sorgen, dass ihr das Wasser des Lebens nicht versäumt …
Er hat Unsinn gelesen. Wie kommt es, dass deine Zeit so viel Unsinn hervorbringt?

U. Gab es nicht schon immer Unsinn?

G. Oh ja, zweifellos, aber nur wenige hörten davon. So verwirrt, wie ihr seid, das ist wirklich neu. Also sag mir, Frau, wie kommt es, dass eure Zeit soviel Unsinn hervorbringt?

U. Ich weiß es nicht …

G. Aber es muss doch eine Ursache geben? Wo vermutest du sie?

U. In uns, anders kann es doch nicht sein. Wenn wir die Wirkung aushalten müssen, dass es so viele Fehlinformationen gibt, muss die Ursache in uns liegen.

G. Nicht in Gott? Vielleicht ist Gott verrückt geworden? Oder wir Engel?

U. Nein, bei Gott liegt die Täuschung nicht, sonst würde sie auf ihn wirken, es muss in uns liegen, aber ich weiß nicht, wo.

G. Ja? Recht klug!

Sie spricht vom Karma, Stefan, vom Ursache– und Wirkungsprinzip: Jede Ursache erzeugt eine Wirkung, jeder Wirkung hat eine Ursache!

Sie hat recht: Gott, der Beginn aller Wirkungen, täuscht nicht, seine Wirkungen sind stets klar, einfach und gerade. Er gibt aus sich die Welt und die folgt seinem Sein.

Oder ihr würdet sagen: den Schöpfungsgesetzen, der Weltformel.

Egal, wie ihr das nennt: Gesetze, überall Gesetze. Frag die Physiker, frag die Soziologen, frag die Biologen: überall nicht zu verändernde Gesetze.
So klar ist Gott wie diese Gesetze.

Die Verwirrung muss also wirklich von euch kommen. Nein, ich spreche nicht von Schuld, erst recht nicht von deiner persönlichen …

Siehst du, Stefan! Genau da haben wir schon die schlimmste aller Verwirrungen!
Stefan, du BRAUCHST Gesetze, ohne sie findest du dich nicht zurecht! Das ist Wesensanteil deiner Seele.

Aber diese seltsame Welt der Religionen, der Philosophien, die ist scheinbar völlig unstrukturiert! Der eine behauptet dies und der andere jenes. Der eine Mensch glaubt so und der andere wieder anders.

Das geht für dich doch gar nicht, Stefan! So KANNST du nicht glauben! Und ich will auch gar nicht, dass du so glaubst.

Nein, nein, diese Art des Glaubens, die ist wie dieser Park hier, sehr zivilisiert, sehr gepflegt, aber nichts lebt: Scheinsonnen, Scheinhimmel, Scheinharmonien, Scheinleben …

Das geht nicht, nicht für dich, nicht für mich.

Es gibt Menschenseelen, die können NUR so zum Wasser des Lebens kommen, alles andere würde sie erschrecken. Aber das ist noch kein lebendiger Glaube, das lässt überleben, aber nicht fruchtbar sein.

Ich bin so froh, Stefan, dass du mich sprechen willst! Du hast dich von mir berühren lassen und ich bin dankbar, dass ich frei reden darf, in all die Verwirrung hinein mein Wort sagen darf.

Lass uns beginnen, lieber Freund. Doch zuerst möchtest du vermutlich meinen Namen wissen. Ich habe keinen Namen oder ich habe Hunderte, genau wie du. Gib mir einen Namen, wenn du willst, es spielt keine Rolle, Stefan, so wie deiner keine Rolle spielt.

Wer deinen Namen liest auf einem Blatt Papier, kennt der dich? Nein!

Ich hätte dich nicht Stefan genannt, Kämpfer hätte ich dich genannt, Selbstüberwinder hätte ich dich genannt, der, der in die Unterwelt geht und wieder zurückkommt, hätte ich dich genannt …

Der, der Gerechtigkeit sucht, hätte ich dich gerufen und der, der Sicherheit zu geben bereit ist. Ich hätte dich der, der weiß, dass Liebe groß ist, gerufen und der, der weiß, dass der Teufel nicht außen, sondern innen zu bekämpfen ist, gerufen.
Ich hätte dich Richter, der nach wahrem Recht sucht, gerufen und Weiser, der den Gott hat, der wahre Gerechtigkeit gibt, genannt.

So viele, viele Namen hätte ich für dich und noch viel mehr. Aber so sehr ich dich auch so gerufen hätte und so sehr diese Namen wahr sind: Du hättest dich nicht angesprochen gefühlt.

Du hättest geantwortet: Ich, ich soll der sein?! Niemals!
Ich bin doch der, der nur zählt, solange er dient und vernünftig ist!
Ich bin doch der, dessen Leben nur sein darf, wenn er anderen dient!

Was nennst du mich so seltsam? Was gibst du mir für Ehren, nennst mich Kämpfer und Richter und Weiser? Ich bin doch nichts, wenn ich nicht nütze!

Stefan, dennoch, du hast viele Namen, aber du kennst nur den, der zivilisiert ist, der nützt. Ja, das ist Verwirrung.

Und doch gehört es zum großen Gesetz der Welt, auch die Verwirrung hat ihren Sinn!

Wer verwirrt ist, täuscht sich, der erlebt früher oder später eine Ent – Täuschung. Und die, die ist beabsichtigt!

Ich habe Uta gefragt, warum eure Zeit so voller Verwirrung ist. Nun, die Antwort ist leicht: Weil es eine Zeit voller Täuschungen ist!

Früher hatte die Menschheit mit einigen, wenigen Täuschungen zu tun, das lag daran, dass sie der Natur und ihren Gesetzmäßigkeiten überall im Alltag begegnete. Die Menschen erfuhren jeden Tag, dass offensichtlich alles seine Regeln hat: Nachts war es dunkel und im Winter kalt.

Allein diese scheinbar so selbstverständliche Erfahrung ist euch heute nicht mehr geläufig. Eure Nächte sind hell, wenn ihr wollt, und eure Winter lassen euch nicht die Erfahrung tiefen Frostes machen.

Früher wussten die Menschen: Wenn das Jahr eine schlechte Ernte hervorbringt, werden sie zu hungern haben. Ihr in der zivilisierten Welt erlebt das nicht mehr.

Jede Wirkung hat eine Ursache. Das wisst ihr, aber das ERLEBT ihr nicht.

Und darum ist es so leicht, in die Täuschung zu geraten und die wesentlichsten Gesetze des Universums zu verdrehen.

Versteh mich richtig: Ich klage nicht an, sondern mache darauf aufmerksam, dass es schwer ist, in einer Welt der Täuschung NICHT ent – täuscht zu sein. Dass es in einer Welt, welche die Basiserlebnisse – die eine Menschenseele braucht – nicht mehr hat, hinter den Sinn des Lebens zu kommen.

Wenn überall Verwirrung herrscht, ist es schwer, seinen Weg zu finden und noch schwerer, sich selbst zu finden.

Lass unser Gespräch deshalb eines sein, das dir Klarheit gibt und Gerechtigkeit, denn du bist eine Seele, die nicht anders sein kann als mit diesen beiden Werten.

Und gerade deshalb sage ich dir, Stefan: Du suchst die Wahrheit? Dann suchst du in Büchern vergebens, such in der Natur und ihren Gesetzen.

Du suchst den Sinn? Dann suchst du in Kirchen umsonst, such in deinem bisherigen Leben.

Was nicht zu den Gesetzen der Schöpfung passt, kann nicht für dein Leben passen! Was sich nicht in deinem Leben bestätigt findet, kann keinen Sinn für dich machen.

Das ist eigentlich ganz einfach, nicht wahr?

Schon, aber ihr habt vergessen, dass ihr die Antworten, die eure Seele braucht, in eurem Leben findet!
Kaum jemand weiß dies noch.

Weisheit – so meint ihr – muss man lesen oder gesagt bekommen. Aber wer schreibt die Bücher und wer spricht die Weisheit, die euch durch EUER Leben zu tragen vermag? Eingemauerte Lebensquellen sind das: Genug, um zu überleben, nicht genug, um Fruchtbares zu wirken.

U. Vielen Dank, ich bin gespannt, was du nun dem Stefan zu seinen Fragen zu sagen hast. Darf ich dir die erste Frage stellen?

G. Natürlich.

U. Stefan fragt: Wer bist du.

G. Stefan, dein Freund, einfach dein Freund. Ich bin nicht MEHR als du! Alles, was mich von dir unterscheidet, ist die Tatsache, dass ich ein Bewusstsein habe, das nicht an einem Körper gebunden ist und das nicht an die Erde gebunden ist und das nicht an den Ablauf des Gestern, Heute, Morgen gebunden ist.

Ich bin wie du, Teil aus Gott, ohne ein Gott zu sein. Wie du bin auch ich noch der Vervollkommnung bedürftig, noch „auf dem Weg“.

Darum nenn mich Freund. Ich stehe nicht über dir, ich bin mit dir und du mit mir. Ich weiß nicht unendlichen Rat, doch habe ich mehr Einblick in die Wirkung Gottes, in die Schöpfung als du.

Ich weiß nicht alles zu erklären, doch suche ich dort, wo ich Sinn finden kann. Ich liebe wie du, doch habe ich keine Angst mehr, den Preis für meine Liebe bezahlen zu müssen.
Ich bin nicht gefühllos, doch unterliegen meine Gefühle nicht mehr der Wirkung von Hormonen und Gedanken eines vorteilsbehafteten, trainierten Gehirns.
So darf ich frei fühlen, was ist.

Doch größer bin ich darum nicht, auch nicht anbetungswürdig.

Doch weiß ich, so zu beten, dass mein Gebet in Gottes Sein eine Wirkung verursacht. Nenn mich nicht groß, auch nicht in deinem Herzen, nenn mich Freund.

Du fragst dich, ob ich dich hören kann: Nein, ich höre dich nicht, ich WEISS dich! Dich, dein ICH, ist in meinem Bewusstsein, dein Ich vergangener Zeit, gegenwärtiger und möglicher zukünftiger Zeiten ist stets in mir.

Und ich bin IN deinem Unbewussten, Stefan, bin der, der dich zurückschrecken lässt im rechten Moment, um deinen Lebensweg zu schützen. Ich bin der, der dich ruhig sein lässt, damit du nicht zur Ursache für Wirkungen bist, die dein Ich nicht will.

Ich bin der, der dich anschubst, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Ich bin der, der verhindert, das zu greifen, was in seiner Wirkung doch nur Schaden deiner Seele verursachen kann.

Aber ich bin NICHT in der Macht, gegen deinen WILLEN deine Schritte und Gedanken zu lenken.

So bin ich im Grunde nichts weiter als ein ANGEBOT an deine Seele, wie eben auch ein guter Freund nichts zwingen kann und wird.

U. Stefans zweite Frage: Welchen Sinn hat mein Leben für die Menschen, die mich umgeben und für mich?

G. Stefan, das ließe sich mit einem einzigen Wort sagen: EVOLUTION!
Aber das ist dir zurecht zu wenig. Versuch zu verstehen, dass alles Werden und alles Sein in der Schöpfung – und damit meine ich sowohl die materielle Welt als auch die Nichtmaterielle – sich einem immer Weiterwerden zu entwickelt.

Diese These lässt sich leicht beweisen. So viel Geschichtskenntnisse hast du, dass dir klar ist: Obwohl du durchaus so aussiehst wie dein Vorfahre vor 10000 Jahren, hast du dennoch in einigen Bereichen sowohl körperlich (bezogen auf Selbstregulationsmechanismen, Hormonausschüttung und Gehirnaktivitäten) eine weiterentwickelte Substanz (Körper).
Wäre es anders, hättest du nicht den Ansatz einer Chance, in deiner Kultur zu überleben!

Dass Gleiche gilt für deine Seele: Wäre sie so, wie sie ursprünglich war, wäre sie erschreckend unethisch für dich und fürchterlich egoistisch. Aber sie hat sich eben – sowohl was den Körper angeht, den sie bewohnt, als auch was ihre eigene Wesensart angeht – weiterentwickelt.

Genauso wie andere Dinge, die für deinen Urahn noch undenkbar waren. Seine Art der Nutzpflanzen würde dir heute völlig erbärmlich vorkommen. Und selbst vertraute Tiere wie Rinder oder Pferde, du würdest sie kaum wiedererkennen, so sehr würden sie sich sowohl körperlich als auch vom Wesen her von den dir vertrauten Arten unterscheiden.

ALLES, was IST, entwickelt sich zu Größerem, Feinerem, Stärkeren.
EVOLUTION ist DER Auftrag Gottes an das SEIN.

Du darfst dabei aber nicht außer Acht lassen, dass dieser Prozess immer in einer gegenseitigen Verknüpfung existiert.

Rein theoretisch könnte es sein, dass ein Wesen losgelöst von einem UMFELD sich weiter entwickelt. Aber so ist es nicht! Selbst Planeten und Sonnen entwickeln sich in einer Umgebung, welche die Bedingungen für ihre Entwicklung sind.

Evolution hat also etwas mit Bindungen zu tun, mit Abhängigkeiten, mit Verknüpfungen.

Das KANN nicht anders sein, denn es gibt keine Wirkung ohne Ursache!

Also heißt die konkrete Antwort: Der Sinn deines Lebens besteht darin, WIRKUNGEN zu erzeugen!

Und der Sinn der Leben anderer auf deine Seele hat den gleichen Sinn! Stefan, ohne dass etwas oder jemand auf eine Seele einwirkt, entwickelt sie sich nicht. Ohne dass sie auf jemanden einwirkt, auch nicht!

Darum ist die Frage danach, WARUM euch etwas geschieht oder warum ihr etwas ausgelöst habt, eine, die sich niemals wahr beantworten lässt.

Die Frage heißt: WOZU! geschieht es euch und WOZU wirkt, was ihr verursacht habt?

Diese ganze Entwicklung würde es gar nicht geben, wenn alles von Beginn an wunderbar harmonisch gewesen wäre. Dann hätte es gar keine Entwicklung gegeben!

Deshalb ist es Teil der Schöpfung, dass es auch eine GEGENENERGIE gibt: die Energie der HEMMUNG. Überall, wo die Energie der Evolution wirkt, ist auch die Energie der Hemmung zu finden, ja mehr noch, sie ist sogar Motor der Evolution!

Nehmen wir die ersten Pferde: Klein waren die und wild, unbeherrscht und wenig vertrauensvoll gegenüber anderen Wesen. Doch der Mensch fand in ihnen einige sehr hilfreiche Züge. Und so zähmte er zuerst, was zu wild war, dann züchtete er, was noch geeigneter für ihn war.

Und schließlich hatte er einen wunderbaren Freund im Tierreich, bereit, die Lasten zu ziehen, die ihn zerbrochen hätten und die Entfernungen mit ihm zu überwinden, an denen sein Vorwärtskommen gescheitert wäre.

Doch ehe dieses Pferd war, war die Not: Die Not, als Mensch zu schwach zu sein, um Lasten zu tragen, die ein gewisses Maß überschritten. Und zu klein, um Entfernungen zu überwinden, die für seine Füße nicht geeignet waren, obwohl Klima und Katastrophen ihn dazu zwangen, seine Lebensräume zu verlassen.

Dein Lebenssinn, Stefan, ist also nicht nur das, was du anderen an Hilfen gibst, was ihnen nützlich ist, sondern du stellst ihnen auch Aufgaben, an denen sie wachsen können. Und die Menschen um dich herum sind aus dem gleichen Grunde dir zugeordnet.

Ihr fragt so oft: Warum tut man mir das an? Doch sag selbst: Wie kann eine Antwort richtig sein, wenn sie nicht die Tatsache beinhaltet: DAMIT DU REIFER WIRST!

Wachsen soll deine Seele, Stefan, und Wachstum bewirken, ist ihr Sinn des Seins.

So ist es, so war es von Beginn an und so wird es sein, bis Zeiten und Äonen vergangen sind.

Wohin es zu wachsen gilt? Für uns menschliche Formen zur Gotteskindschaft: Zum DU Gottes sollen wir werden. Am Beginn waren wir sein „Es“. So wenig, wie dein Kind dir ein DU ist, sind wir es Gott. Weit ist der Weg der Evolution.

U. Stefan fragt weiter: Wenn das Schicksal und die Menschen, die mich umgeben, vorbestimmt sind, wo ist dann der Unterschied zum inszenierten Stück im Puppentheater?

G. Der Unterschied liegt darin, dass ihr völlig frei darin seid, was ihr wirkt. Eine Puppe spricht nur den ihr vorgegeben Text und reagiert auf die Texte der anderen Puppen in festgelegter Weise, so ist es KEINESFALLS bei euch!

Auch nicht in der jenseitigen Welt: Was ihr wirkt und was ihr auf euch wirken lasst, das liegt in eurer Wahl.

Zwar ist auch diese Wahlmöglichkeit nicht uneingeschränkt! So vermag zum Beispiel die Seele, die in einem Körper wohnt, der nur ein eingeengtes Verständnis besitzt, nicht in gleicher Weise auf das eingehen, was auf sie wirkt.

Dennoch ist selbst in diesem Rahmen ENTSCHEIDUNG die Grundlage jeder Entwicklung.

Der Rahmen selbst, innerhalb dessen ihr eure freien Entscheidungen zu treffen habt, ist auch kein euch diktiertes Schicksal, sondern die Wirkung von Ursachen, die eure Seele in vergangenen Entwicklungsstufen gelegt hat.

Eure Ursachen, eure Wirkung im für euch Gutem wie Schlechtem …

Dass du heute ein Mensch bist, der sehr vorsichtig mit seinen Ressourcen umgeht, was dir und den deinen zugutekommt, hat seine Ursache darin, dass du einmal ein Leben geführt hast, in dem du zu leichtfertig mit deinen Ressourcen warst. Die Not, die dadurch entstand, lehrte deine Seele, dass es vorteilhafter ist, umsichtiger zu handeln.

Es ist also nicht das Walten blinder Schicksalsmächte, sondern dein Wille, der zu dieser Qualität in diesem Leben führte.

Andererseits hast du dich in vergangenen Leben in emotionalen Anbindungen recht naiv verhalten und warst dir nicht bewusst, dass du denen, die dich lieben, ein stabiler Lebensbegleiter sein kannst, dass du die Fähigkeit zur Zuverlässigkeit in dir trägst.

Diese Fähigkeit, über das eigene Wünschen und Brauchen hinauszugehen und auch dann zuverlässig zu sein, wenn du nichts davon hast, musste deine Seele aber lernen, wenn nicht in diesem, dann in einem anderen Leben.

Gelernt werden muss das letztlich von jedem, selbst von solchen Menschen, die das in diesem Leben auf gar keinen Fall könnten. Irgendwann wird die Evolution und ihre Wirkung auch jenen Seelen die Notwendigkeit dieses Wesensmerkmals sehr deutlich machen!

Wenn das soweit ist, werden sie zuerst vor der MÖGLICHKEIT stehen, sich FÜR ein zuverlässiges, emotionales Verhalten zu entscheiden. Diese Möglichkeit wird die Seele solange suchen, egal in wie vielen Situationen oder Leben, bis sie über die Möglichkeit hinaus zu einer Entscheidung gezwungen ist.

Und dann wird es davon abhängen, ob sie sich evolutionsgerecht entscheidet oder evolutionshemmend. In jedem Fall wird sie solange dieser Thematik folgen, bis sie sich FÜR die Weiterentwicklung ihrer in ihr liegenden Fähigkeit entscheidet, emotional zuverlässig zu sein.

Nein, Stefan, mit einem Puppentheater hat das nichts zu tun, sondern damit, dass es immer weiter und weiter geht, bis ganz bewusst ist, was zu bewirken ist und was und wie etwas auf das eigene Selbst wirken muss, damit die ganze Kraft der Schöpfung deutlich wird und lebendig sein kann.

Du wirst einmal ganz DU SELBST SEIN!

Das ist der Sinn all deiner Leben: Eine wirkende Seele zu sein, die dazu beiträgt, dass Leben sich weiter und weiter und weiter entwickelt. Niemand wird ALLES sein, aber jeder wird sein ICH sein.

Noch ist es nicht so weit, Entscheidung um Entscheidung muss getroffen werden, unendlich oft. Es werden Fehler gemacht werden, sie werden solange gemacht, bis es zur positiven Entscheidung kommt: nicht aus Zwang, sondern aus tiefster Überzeugung!

U. Stefan fragt, ob er an seinem Leben etwas ändern muss?

G. Stefan, ich darf dir nicht sagen ja oder nein und dies oder das, denn dann in der Tat wärest du meine Marionette.

Lass mich darum eine Frage stellen, Stefan: Spürst du noch die positiven Wirkungen anderer Menschen in deiner Seele? Und siehst du schon die positiven Wirkungen deines Seins in dem Leben deiner Mitmenschen?
Wenn du hier Nein sagen musst, dann wäre der rechte Weg der, wieder lebendig zu werden, die Marmorfassung zu verlieren und wieder zu fließen.

Du bist einmalig, weißt du das? Du bist DU!

Und du hast NOTWENDIGKEITEN, Bedürfnisse, die können nur Frucht bringen, wenn deine Lebenskraft sich wieder verströmen darf. Ja, es ist gut, dass du anderen deine Kraft und Hilfe gibst und dir natürlich selbstverständlich, besonders deinen nächsten, geliebten Menschen gegenüber.

Aber wieso blüht nichts bei dir? Glück, Stefan, heißt einverstanden sein mit der Art Leben, das man lebt! Einverstanden sein, das ist eigentlich nicht viel, das ist ziemlich unspektakulär. Und doch: Wie kostbar ist das?!

Wie sieht es aus mit deinem Einverständnis zu deinem Leben?

Wer nicht einverstanden ist, der soll wissen, dass er von der Evolution aufgerufen ist, etwas zu ändern: entweder in sich selbst oder mit seinen Bedingungen. Evolution ist die Kraft, zu ändern, was nicht ausreichend ist.

Was außen nicht veränderbar ist, weil es außerhalb deiner Einflussmöglichkeit liegt, das kann dennoch INNEN verändert werden in deiner eigenen Einstellung dazu.

So gesehen sag selbst: Gibt es Dinge, mit denen du innen oder außen nicht einverstanden bist in deinem Leben?

Was bleibt dann anderes zu tun, als zu ändern?

U. Haben eine Ameise oder eine Maus eine Seele und ein vorprogrammiertes Schicksal?

G. Sie haben ausschließlich ein kollektives Bewusstsein und daraus resultierend ein kollektives Bewusstsein und eine kollektive Seele. Das hat übrigens auch jeder Mensch! Und das legt einen Teil des Rahmens fest, innerhalb dessen ihr entscheiden könnt.

U. Die nächste Frage ist: Wozu gibt es in der materiellen Welt Atome, Sterne, Galaxien?

G. Sie stellen Bedingtheiten dar, innerhalb deren Evolution möglich ist, Stefan. Und sind gleichzeitig selbst dem Gesetz der Evolution unterworfen. Glaub mir, das ist zu viel für dein Gehirn, dieses Geheimnis ganz zu verstehen.

Auch dieses mangelnde Verständnis ist Teil des RAHMENS, innerhalb dessen dein Ich Entscheidungen zu treffen hat.

U. Wo ist der Unterschied zwischen dem Menschen und den Lebewesen auf anderen Planeten?

G. Stefan, es gibt Wesen, die unterscheiden sich in gar nichts von euch, nicht einmal sonderlich im Aussehen.
Es gibt Wesen, die ausschließlich ein ameisenartiges Bewusstsein haben, aber dennoch ein sehr entwickeltes Gehirn.
Es gibt Wesen, die wesentlich mehr und stärkere Emotionen haben und diesen stärker unterliegen.
Und solche Wesen, die keinerlei Probleme haben, sich von ihren Emotionen zu distanzieren. Es gibt solche, die sind euren Urahnen in Wesen und Bewusstsein näher als ihr.
Und es gibt solche, deren Bewusstsein so hoch ist, dass sie in der Lage sind, über materielle Bedingtheiten zu herrschen, die ihr noch für unbeeinflussbar haltet.

Nichts, was es nicht gibt!
Doch alle sind SEELEN und sind auf dem WEG zu Gottes Kindschaft.

Dass du und ich der Erde zugeneigt sind und wir viele Inkarnationen unsere Entwicklung hier gelebt haben, heißt nicht, dass wir nicht andere Entwicklungen dort erleben.

Nein, nein, wir fühlen uns dort nicht FREMD. Wo auch immer Seelen in Carne gehen, also ins Fleisch: Es sind Seelen, die sich vertrauter machen wollen mit ihrem SELBST.
Lediglich die Bedingtheiten sind unterschiedlich, nicht das Ziel.

U. Ich möchte mich sehr herzlich bedanken, möchtest du mir nicht doch einen Namen nennen, den Stefan gebrauchen kann?

G. Ja? Soll ich?

U. Bitte!

G. Na gut, Sam, nenn mich Sam, Stefan. Unsere letzte gemeinsame Inkarnation hatten wir übrigens als Trapper. Wir gehörten zu denen, die Siedler über die Rocky Mountains geführt haben. Ich eher, weil ich ein lausiger Jäger war, du aber, weil es dir sehr viel bedeutet hat, Menschen in ein besseres Leben zu führen.
Auf Wiedersehen.

Die Ebenen der Kommunikation mögen wechseln, Liebe niemals!

Oh, und eh ich es vergesse: Aber ja liebt sie dich noch!
Und: OH ja, sie ERWARTET von dir, dass du alles tust, damit ihr glücklich seid!