Jeder sollte ausgeglichen geben und nehmen.

Jeder ist Spender und Bettler:
Geben und nehmen.

Illusion ist, nur geben zu wollen, Illusion ist, nur nehmen zu wollen.
Dies ist die Ordnung der Schöpfung.
Wer sie missachtet, ist in Unfrieden.
Wer sie lebt, ist Teil Gottes.

Dieses ist ein zweiter Engelkontakt mit Brief.

Ich bitte Elia, mich mit Carl, Renates Guide zu verbinden.
Ich sitze auf einem Plateau, weit am Horizont das Meer, aus dem die Sonne aufzusteigen scheint …
Der Boden unter mir ist kühl, aber der Wind ist mild und regenschwer, in sich trägt er den Duft blühender Bourgonvilla. Über mir kreist ein sehr großer Vogel. Er ruft und ich winke ihm, daraufhin nimmt er eine Wende und scheint direkt in die aufgehende Sonne zu fliegen, deren Licht nun schon so stark ist, dass ich geblendet bin.

Einen Augenblick lang sehe ich gar nichts, in dieser Zeit muss Carl sich unbemerkt genähert haben, denn ich höre seine Stimme:

C: Es ist gut, das Licht überall zu suchen, aber diese Suche kann verblenden …
Ihr Menschen, eure Seele wie eure Augen sind weder geschaffen, das große Licht auszuhalten noch die tiefsten Schatten.
Ihr seid Wesen der Mitte und es ist eure Aufgabe, diese Mitte zu halten.

Denk immer daran, meine liebe Renate: In der Mitte musst du bleiben, mein Liebes. Weder deinen Blick zu sehr der Finsternis zuwenden, du könntest dich sonst darin verlieren, noch zu sehr dem Licht, es könnte dich blind machen für die Welt.
Uta. Lass uns nun an Werk gehen, ich habe große Fragen bekommen, die brauchen große Antworten.

U: Danke, lieber Carl, ich bitte dich sehr Renate, Kraft zu geben, sie hat so eine schwere Zeit!
Sie schreibt: Mein lieber Carl, ich bin unsagbar dankbar und freue mich, wieder mit dir in Kontakt treten zu dürfen. Ich möchte mich entschuldigen, Carl, dass ich sehr oft in dieser schweren Zeit an dir und deiner Welt gezweifelt habe …

C: Meine liebe Renate! Warum willst du dich dafür schämen? Weißt du denn nicht, dass selbst Jesus unter der Qual zu Gott schrie: Vater, Vater, warum hast du mich verlassen?

Wenn nun selbst er, der Gott von Angesicht zu Angesicht kannte, der ihn als IN SICH erlebte und ihn tausendfach in seiner Wirkung bestätigt fand, in Schmerz und Leid seinen Glauben verlor, was willst du, kleine Renate, von dir erwarten?
Glauben ist wie das Meer, einmal stark und mächtig, einmal nichts weiter als Wasser, das dich nicht berührt. Es sind die schlimmsten Zeiten, wenn ein Gläubiger sich von Gott verlassen fühlt. Doch wenn er sich von ihm auch im Stich gelassen sieht, so glaubt er doch an ihn.

Er sagt nicht: Es gibt dich nicht. Er sagt: Ich verstehe dich nicht!
Renate, euch Menschen ist es so wichtig, Gott zu verstehen.

Aber sag mir: Versteht ein Baby WIRKLICH die Sprache seiner Eltern?  Nein, alles, was es kann, ist, die WIRKUNG der Gegenwart der Eltern zu spüren: Nähe, Wärme, Nahrung. Ist das Befinden des Babys aber durch Schmerz gestört oder durch Angst, dann spürt es nicht die Nähe und Wärme der Eltern, weil sein ganzes Wahrnehmen auf den Schmerz beschränkt ist.
Euch Menschen geht es nicht anders, liebe Renate: Niemand auf der Welt fühlt sich Gott in seiner tiefsten Not nah, würde er es tun, es gäbe keine Not für ihn.
Verlang nichts Unmenschliches von dir, Renate, ich tue es ganz gewiss auch nie!

R: Carl, ich möchte dir aus tiefstem Herzen und Seele Danke sagen, dass du mich treu und liebevoll durch diese schwere Zeit trägst. Danke, dass du immer für mich da bist, dass du mir die Kraft gibst, meinen Weg weiterzugehen, auch wenn ich sehr oft Angst und Zweifel habe, dies alles durchzustehen.

C: Das hast du sehr schön gesagt, liebe Renate. Sei sicher, ich wünschte, du könntest IMMER fühlen, dass ich da bin. Aber das ist ein Wunsch, von dem ich weiß, dass er unmöglich ist, denn du bist eben ein Mensch. Und was ich sehe und fühle und weiß, ist dir verschlossen.

R: Ich liebe dich, mein Seelenfreund und freue mich auf den Tag, dich wiederzusehen und umarmen zu dürfen.

C: Ja, ich mich auch, aber bis dahin, liebe Renate, musst du leben, leben, leben, damit du nicht mit leeren Händen heimkommst, sondern reich an Erfahrungen. Damit du dich selbst kennengelernt hast und Illusionen deiner Seele über ihre Niedrigkeit abgelegt hast, ebenso wie Illusionen des Hochmuts …

Renate, mein Herz, das Leben dient der Seele, sich von Illusionen der Seele, die sie sich über sich selbst macht, zu befreien. Denn erst wenn sie sich ihrer sicher ist, wird sie ganz und gar sein, was Gott mit ihr wirken will.

Illusionen zu verlieren, ist sehr schwer, du kennst das doch. Aber wenn der Schmerz überwunden ist, dann erreicht man ganz neue Kräfte. Denn sich Illusionen machen, kostet viel, viel Kraft, das gilt zu beiden Seiten: Wer sich Illusionen über seine eigenen Stärken macht, wird genauso viel Energie verlieren, dies zu erhalten, wie der, der sich Illusionen über seine eigene Kraftlosigkeit macht …

Renate, es ist wichtig, dass du das verstehst: Jede Seele, die inkarniert ist, ist da, um ihre Illusionen zu verlieren und wahr zu werden. Jedes Leben hat vor allem dieses Ziel.

R: nun zu meinen Fragen: Carl, wie du weißt, sehne ich mich schon mein ganzes Leben lang nach inniger Liebe und Zuwendung, die mir aber bisher in meinen Leben nicht zuteilgeworden ist:
– Ablehnung seitens meiner Mama (auch schon vor der Geburt)
– Großeltern und nähere Verwandte
– Mobbing in Schule
– Beziehung & Ehe mit Anton …
Aber auch gleichzeitig diese Eifersucht seitens anderer Menschen auf meine Person (z. B. meine Schwester, Freundinnen).
Carl, habe ich mir bewusst als Seele dieses Leben so ausgesucht? Was sind die Hintergründe für so ein Leben was möchte meine Seele daraus lernen? Gibt es welche aus vorausgegangen Leben?

C: Ja, liebe Renate, das hast du dir so ausgesucht, nicht in den einzelnen Details, aber insgesamt. Renate, deine Seele hat eine Illusion, die sie verlieren muss, um zu wachsen.
Es ist die: dass sie nur dann etwas wert ist, wenn andere Menschen sie lieben.
Renate, das ist wirklich eine gefährliche Illusion. Sag, wann wäre denn GENUG Liebe von anderen gekommen? Wäre es genug, wenn dich EIN Mensch WIRKLICH liebt?
Würdest du dann sicher sein, dass du dich lieben darfst? Oder müssen es wenigstens alle Verwandten sein? Alle Kollegen? Alle Freunde?

Und sag, wie lange müssen sie dich lieben? Reichen einige Monate, ein paar Jahre oder muss es die Ewigkeit sein? Bist du dann endlich bereit, Gott zu glauben, der sagt: Seht, dies ist Renate, die Seele, die Liebe wert ist. Gottes Liebe zu dir kennt keine Bedingung, seine Liebe hast du ganz umsonst.  Du kannst sie dir durch NICHTS größer machen, durch nichts kleiner …
Du hast sie nicht verdient, niemand von uns hat sie verdient, wir bekommen sie für GAR NICHTS, denn Gott haben wir wirklich überhaupt nichts zu bieten.

Liebe Renate, merkst du, wie erschreckend das ist? Viele Menschenseelen haben Angst vor dieser Wahrheit, deshalb versuchen sie, dass sie IRGENDWIE den Beweis in ihren Inkarnationen bekommen, dass sie Gottes Liebe DOCH verdient haben, durch was auch immer. Und wenn sie nichts haben, was sie in die vermutete Waagschale werfen könnten, dann versuchen sie, wenigstens die Liebe der Menschen verdient zu haben …
Ein Fass ohne Boden, ein Hunger, der nie gestillt wird. Denn was wirklich glücklich macht, ist, Gottes BEDINGUNGSLOSE Liebe anzunehmen.

R: Carl, kannst du mir sagen, wann und wo ich das letzte Mal inkarniert war? Ob Personen von diesem Leben auch dort mit involviert waren? Hatte diese Inkarnation Folgen, Auswirkungen auf mein jetziges Leben?

U: Anstelle einer Antwort sehe ich dich, Renate: Du bist noch etwas kleiner als heute und du steigst mit sehr vielen anderen von einem Schiff. In der Hand trägst du einen kleinen Koffer, der notdürftig mit Garn zugebunden ist. Es ist ein kleines Schiff mit einem dampfenden Schornstein.

Die Stadt ist groß und sehr, sehr schmutzig. Du schaust auf einen Zettel in deiner freien Hand, ein kleiner Mann mit Hut steht da und hält ein Schild hoch, es finden sich einige junge Mädchen und Männer bei ihm ein, gemeinsam geht es dann mit einem ziemlich vorsintflutlichen „Bus“ durch die Stadt. Ein großes Backsteinhaus, darin ein Schlafsaal, viele Betten, die nur durch Vorhänge voneinander getrennt sind.

C: Das war Großbritannien, du selbst warst Irin und hast versucht, Arbeit in der großen Industriestadt zu finden. Viele Mädchen wie du haben das versucht. Das war ein schweres Leben, Renate. Du warst damals eine sehr gläubige, junge Frau. Eigentlich wärest du am Liebsten in ein Kloster gegangen, aber du musstest deine Familie zuhause ernähren.

Und so vergingen sehr viele Jahre, in denen du in einer Weberei gearbeitet hast. Du hast nie eine Liebe begonnen. Die anderen Frauen, die mit dir angefangen haben, sind eine nach der anderen weggeheiratet worden, du nicht. Du meintest, dass du Gott am besten dienst, wenn du als älteste Tochter weiter für Geld in Irland sorgst …
Erst ging es darum, deine Eltern zu unterstützen. Als die starben, ging es darum, deine Geschwister zu unterstützen. Als die Kinder hatten, ging es darum, diese Kinder zu unterstützen.

So lebtest du im Grunde als Nonne, denn du warst ganz im Dienst des Herrn, wie dir dein von dir sehr verehrter Beichtvater immer wieder bestätigte. Mit 56 bist du an einer zerstörten Lunge gestorben, die Folge der schlechten und staubigen Arbeit.
Nicht einen einzigen Traum hattest du dir erfüllt: keine Liebe zu einem Mann, keine eigenen Kinder, kein Häuschen am Meer, das alles hätte sein können. Aber dann wärest du nicht mehr im Dienst des Herrn gewesen!

Als du hier warst, hast du erkannt, dass irgendwas nicht stimmt an dem, was du gelebt hast. Denn andere Seelen waren glücklich, obwohl sie ihr Leben nicht der Nächstenliebe geopfert hatten. Ja, es gab sogar solche, die waren Gott ganz nah und hatten doch ihre Wünsche und Sehnsüchte im Leben, so gut es ging, zu erfüllen gesucht …

Wie war das möglich? Alles, was du hattest, war die Erinnerung an verpasste Chancen. Ja, deine Eltern liebten dich, ebenso deine Geschwister und deren Kinder, aber ihre Liebe ließ dich leer zurück. Wie war das nur denkbar?
Konnte es sein, dass du DEIN Glück hättest suchen sollen? Ja, vielleicht. Um das zu erfahren, bist du in die Verhältnisse geboren, in denen du heute lebst, bist Renate geworden.

Mein Herz, ich weiß, du suchst jetzt dein Glück. Die Sache ist nur die: Du bist ganz ungeübt darin.
Was ist dein Glück, Renate? Viele, die dich aus Dankbarkeit lieben MÜSSEN? Das hattest du doch im letzten Leben schon.
Könnte es sein, dass du erst lernen musst, dich selbst so zu umsorgen, wie du bereit bist, andere zu hegen? Könnte es sein, dass in deiner Seele immer noch die Illusion gültig ist, dass du ein ganz überirdisch lichter Mensch sein musst, um es verdient zu haben, ein glückliches Gotteskind zu sein?

Ich bin an deiner Seite, um dir zu helfen, deine Illusionen zu überwinden, Renate. Um dir zu helfen, wahres Glück zu suchen. Wahres Glück, das kommt nicht von außen, meine Liebe.

Wahres Glück bedeutet, in die Mitte zu kommen. Weder heller sein zu müssen, als es der eigenen Kraft gelingen kann, noch so finster, dass man meint, die eigenen Schatten vor sich selbst verstecken zu müssen.
Du merkst schon, es hat nur am Rande mit anderen zu tun.

Renate? Was BRAUCHST du WIRKLICH? Die Meinung anderer, was DEIN Glück ist, sie hilft nicht. Renate, du musst lernen, zu NEHMEN, was du WIRKLICH brauchst.

R: Carl, wie du weißt, habe ich sehr großen Kummer und Angst, was die Situation mit meinem Papa betrifft. Ich habe sehr große Angst vor jenem Tag, wenn er die Reise nach Hause antritt.

C: Ich weiß, mein liebes Herz …

R: Ich habe sehr große Angst, ins Bodenlose zu stürzen, Angst vor der großen Einsamkeit,

C: Renate, ja, das ist eine deiner Schatten. Jeder Mensch hat solche Schatten. Dinge, die er nur sehr schwer bewältigen kann. Jeder Mensch hat irgendein Handicap: Deines ist die Angst, verlassen zu werden.
Im letzten Leben hast du verlassen und das wolltest du NIE WIEDER tun, denn zeit deines Lebens hast du dir trotz all des Guten, was du deiner Familie getan hast, stets Vorwürfe gemacht, deine Familie allein gelassen zu haben.

Statt dessen hast du dir ein Leben gewählt, in dem du früh erfahren musstest, verlassen zu werden. Renate, aber deine kindliche Erfahrung, so schlimm sie war, wird NIE WIEDER so von dir erlebt werden wie in deiner Kinderzeit. Du fällst nicht mehr ins Bodenlose, du bist erwachsen.

Manchmal werden negative Prägungen so schnell wie nur möglich ins Leben genommen, damit sie auch so schnell wie möglich korrigiert werden können.

Du fällst nie wieder in die kindliche Ohnmacht, Renate, das ist vorbei. Was noch nicht vorbei ist, ist deine kindliche Angst vor einer Wiederholung. Verzeih dir das, Renate, es ist, wie es ist. Es gibt Wunden, die heilen nicht, und ihr müsst lernen, euch damit zu arrangieren, weil ihr sonst nicht erlebt, dass ihr trotz der Wunde stark sein könnt.

R: Aber auch die jetzige Situation macht mir Angst und zeitweise überfordert es mich auch, wie das Verhältnis zwischen ihm und meiner Mama ist. Meine Frage hierzu ist: Wie kann ich mich davor schützen, ins Bodenlose zu fallen?

C: Du brauchst dich nicht schützen, Renate, du KANNST nicht mehr so bodenlos tief fallen, wie du als Kind die Trennung erlitten hast. Du musst aber jetzt deine Angst akzeptieren und als das sehen, was sie ist: eine Illusion des Kindlichen in dir.
Illusionen vergehen, wenn die Wahrheit Realität wird. Alles, was du dann zu tun hast, ist, dir diese Wahrheit zu erlauben. Die Wahrheit ist: Du bist zu erwachsen und zu erfahren, um wie ein Kleinkind zu fühlen.

R: Gibt es etwas, was ich noch für meinen Papa tun kann, wie kann ich ihm den Übergang leichter machen.

C: Renate, du machst es IHM leichter, wenn du es DIR leichter machst! Du bist so gut zu ihm, dass er sich schämt, dir nie zurückgeben zu können, was du ihm tust. Er empfindet Schuld, Renate, viel, viel Schuld, auch an dir. Dein Herz sagt ihm täglich: bleib hier, bleib hier, bleib hier.

Auch wenn dein Verstand anderes denkt, daran kannst du gar nichts ändern. Aber du könntest der Wahrheit deiner Seele hinzufügen: Bleib hier, bleib hier, bleib hier Vater, sagt meine Seele, aber sie sagt auch: Wenn du gehst, Vater, wird Gott mein Vater sein …

Renate, du liebst Gott doch so sehr, glaubst du nicht, dass er es schaffen wird, dich zu trösten, wenn dein irdischer Vater zu ihm kommt? Doch, doch, das glaubst du, tief, tief unter deiner kindlichen Angst vor dem Abschied liegt in dir die Zuversicht. Diese Zuversicht ist so leise, du hörst sie kaum, wenn dein inneres Kind so laut schreit.
Auch die Seele deines Vaters hört sie kaum, aber sie IST da, Renate! Und wenn sie nicht mehr ist als ein Flüstern im Wind, das reicht. Beschäme du aber deinen Vater nicht weiter, in dem du ihm mehr opferst, als er dir je gegeben hat.

R: Kann ich irgendwie dazu beitragen, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden bessert.

C: Renate? Hab Respekt vor ihren Fehlern, sie müssen sie machen, um sich von ihren Illusionen zu lösen. Du als Tochter darfst da nicht eingreifen wollen. Wie sehr sollen sie sich schämen? Sieh bitte im Betragen deiner Mutter den Versuch der Seele, Illusionen zu überwinden …

R: Carl, seit einiger Zeit träume ich wieder vermehrt, spüre eine unheimliche Kälte, auch, bzw. sehr deutlich, wenn ich im Bett liege unter warmer Decke. Vermehrt habe ich auch das Gefühl, Stimmen wahrzunehmen, die sehr stumpf und diffus sind. Aber auch tiefe Traurigkeit, Einsamkeit und Schmerz, wo ich sehr, sehr oft einfach nur noch am Weinen bin. Carl, kannst du mir dazu was sagen und erklären.

C: Renate, bitte sei vorsichtiger, was deinen Umgang mit sogenannten Medialen angeht. Viele falsche Propheten rufen: Kommt zu mir, hier ist das Licht! Aber sie blenden nur. Du musst besonders vorsichtig sein, Renate, denn du bist medial!
Und all jene Suchenden aus dem Belt, die sich in der Hoffnung auf Licht solchen falschen Propheten zuordnen, sehen dich und sind versucht, bei dir zu finden, was sie erhoffen. Renate, diese Wege darfst du NICHT weitergehen. Das ist das Eine.

Das andere ist: Du bist völlig erschöpft, Renate, dein Geist schafft es kaum noch, weiter all das zu bewältigen, was du dir an Verantwortungen aufgeladen hast. So leistet er nicht mehr gute Dienste, sondern wird nachlässig.
Liebes, bleib in der Liebe zu Gott und Gott bleibt in dir, was können andere da wirken? Wenn dich solche Dinge quälen, konzentriere dich auf Gottes unbedingte Liebe zu dir. Das, Renate, ist ein Licht, dem jede Schattenseele weichen wird.

R: Carl, gerne würde ich mehr über unsere Verbindung wissen, wie oft wir schon gemeinsam inkarniert sind, in welcher Beziehung wir zueinanderstanden, was die Beweggründe für dich waren, dass du mein Guide geworden bist. Bist du seit Anbeginn meiner Inkarnation mein Guide, bleibst du es auch (ich hoffe doch). Habe ich noch andere Guides?

C: Ich bin schon vor deiner Geburt dein Guide gewesen, schon in der letzten Inkarnation, als dein Name übrigens Rosy war, war ich dein Guide. Wir sind uns beide sehr zugetan. Allerdings bin ich als Seele nicht mehr in der Illusion gefangen, dass ich Gottes Liebe zu mir verdienen muss. Und deshalb hast du mich als Lehrer gewählt. Irdisch haben wir viele Inkarnationen gemeinsam geteilt, allerdings war ich von Anfang an der „Lehrer“ deiner Seele und begleite dein Wachstum. Vielleicht (er lächelt) hast du mich auch deshalb so gern, weil ich dich so lieb trösten kann? Dann hätten wir etwas sehr Wichtiges gemeinsam: Wir sind gute Tröster!

R: Ich möchte dir danken, dass du mir in dieser schweren Zeit Jens als sehr guten Freund zur Seite gestellt hast. Diese Freundschaft ist sehr innig und mit sehr viel Einigkeit verbunden. Auch kann ich mit ihm über meine Heileraspekte und über deine Welt sehr offen reden. Wie du weißt, hatte ich noch nie so eine innige Freundschaft. Auch ist er sehr empfindsam für meine Hände und der Energie, die durch meine Hände fließt.
Meine Frage hierzu ist: Gehört Jens auch zu meiner Seelenfamilie, darfst du mir zu dieser Beziehung etwas erklären, bzw. was für eine Aufgabe, welcher Sinn, Zweck steht dahinter?

C: Ja, ihr seid aus einer Seelenfamilie, und NEIN, ich darf dir nichts dazu sagen. Und ÜBRIGENS: Frage dich, was DU brauchst!
Renate, hörst du? Wenn du nicht NIMMST, was du brauchst, aber gibst, was der andere braucht, beschämst du ihn! Ist nehmen und geben aber ausgewogen, dann könnt ihr aneinander wachsen.
Siehst du denn nicht, mein liebes Herz? Die ganze Schöpfung basiert auf diesem System: Die Erde gibt ihre Kraft der Blume, so wird diese groß und schön. Doch wenn der Herbst kommt, vergeht die Blume und gibt ihre Kraft der Erde …
So ist es mit allem, was IN GOTT ist: Eines dient dem anderen, sodass einer dem anderen dankt und Gott dafür lobt, der diese „Abhängigkeiten“ zusammengefügt hat.

Illusion ist, nur geben zu wollen, Illusion ist, nur nehmen zu wollen, wahr ist: Jeder ist Bettler UND Spender.
Dies ist die Ordnung der Schöpfung, wer sie missachtet, ist in Unfrieden, wer sie lebt, ist Teil Gottes.

R: Mein Lieber Carl, diese Frage fällt mir schwer, zu stellen, denn im Gegenzug zu Jens habe ich sehr starke Gefühle, die ich dem Hans gegenüber empfinde, diese unterschiedlichen Gefühle finde ich als verwirrend. Welche Rolle spielt Hans in diesem Leben für mich? Ich habe das Empfinden, ihn sehr lange schon zu kennen und ihm sehr nahe zu sein, was das Seelische angeht, obwohl wir uns nicht nahe sind. Darfst du mir dazu etwas sagen? Hatte ich schon gemeinsame Leben mit Hans?

C: Ja, die Gefühle sie sind zu hinterfragen, zum Beispiel: Ob sie nicht einfach dazu dienen, eine Illusion aufrechtzuerhalten. Zum Beispiel die Illusion, dass du von denen, die WICHTIG sind, nie genug geliebt wirst!

Ihr verliebt euch nie nur in das, was ihr einander zu geben habt, sondern auch in das, was ihr einander NICHT geben könnt. So betrachtet: Ist es nicht sehr seltsam, dass du dich in Männer verliebst, die dir nicht geben können, was DU BRAUCHST?
Kann es denn wirklich sein, dass deine Seele von einem Mann nichts NEHMEN darf, was sie WIRKLICH braucht? Nein, eigentlich kann das gar nicht sein. Es wäre doch nicht schöpferisch …

Meine liebe Renate: Such DEIN Glück, habe ich dir geraten. Das fängt damit an, dass du dir tiefere Gedanken darüber machen musst, was deine Seele BRAUCHT, nicht so sehr, was dein EGO WILL! Denn das Ego ist der anfälligste Bereich in jedem Menschen, den alten Illusionen zu folgen.

Mehr werde ich dir nicht zu ihm sagen. Außer: Es ist reizvoll für deine Seele, Unnahbare durch das, was du gibst, dazu zu bringen, dich zu lieben. Aber gerade das ist ja die Illusion!

Renate, du kannst in anderen Menschen „Dankbarkeit machen“ oder „Bewunderung“ oder „Begehren“, aber nicht Liebe! Liebe wird geschenkt, Renate, nicht nur von Gott, sondern auch von seinen Kindern.

R: Carl, ich empfinde eine tiefe Abneigung gegenüber Frankreich und dessen Sprache, obwohl ich in diesem Leben noch nie dort war. Kannst bzw. darfst du mir hierüber etwas sagen.

C: Du wurdest einmal als junger Mann aus Deutschland nach Frankreich verkauft, musstest Soldat sein. Nichts war weiter von deinem eigenen Wesen entfernt! Eine Inkarnation, in der nicht nur nicht gut sein konntest, sondern nicht durftest …

Nun, mein geliebter Seelenfreund, das sind die Themen und Fragen, die mich zurzeit beschäftigen. In Liebe und Dankbarkeit erwarte ich dein Reading.
Deine Renate

C: Einen Brief hast du mir geschrieben und ich freue mich sehr darüber, Renate. Wenn ich auch nicht alle deine Fragen so beantwortet habe, wie du es dir erhofft hast, so weißt du doch sicher, dass ich alles, was ich tue, dir zuliebe tue. Denn ich habe dir versprochen, dir zu helfen, eine glückliche Seele zu werden.

Dazu muss ich dir helfen, Illusionen aufzugeben. Ich weiß, wie weh das tut und ich bin so dankbar, dass du mir so vertraust, dass du mir die Erlaubnis dazu gibst.

Ich liebe dich, wie Gott dich liebt: umsonst. Du brauchst dir meine Liebe nicht verdienen, du darfst Illusionen haben und Schatten. Ich liebe dich MIT all dem.

Dein Carl.