Ahnen

Worum geht es beim Ahnenkontakt?

Ahnenkontakt
mit meinem mir unbekannten Großvater Fritz.

In einem der letzten Channelings wurden wir
auf die Fürsorge mancher unserer Ahnen
zu den Inkarnierten hingewiesen.
Da haben wir einmal versucht,
eine Verbindung zu einem Ahnen von mir, Hajo,
aufzubauen, der in dem Channeling erwähnt wurde.

Und zwar ist es bei mir der
Großvater mütterlicherseits,
der auch schon heilerische Fähigkeiten
gehabt haben soll
und wo wir das Gefühl hatten,
dass er mir etwas mitteilen will.

Es war tatsächlich auch sehr wichtig
für meinen Opa,
mir etwas mitzuteilen. 
Nämlich, worunter er sein Leben lang gelitten hat
und dass ich die Möglichkeiten habe,
für die ganze Ahnenlinie die Aufgabe jetzt zu lösen.

Ich muss sagen, es hat meine Arbeit,
meine Ansicht über meine Ahnen
und meine Ansichten zu meinen Gaben
gründlich geändert.

Hajo

 

Opa Fritz: Tja, da bin ich, mein Junge.

Hajo: Ja, wie soll ich dich nennen, Fritz oder Opa Fritz oder Friedrich?

F: Na, sagen wir Opa, ich bin doch dein Opa.

H: Ich habe von Elia gehört,
dass du mich in meinen Bemühungen begleitest,
Heiler zu sein mit meinem Hell-Fühlen und Hell-Sehen
und den Menschen was Gutes zu tun.

Uta hat mir aufgrund deiner Geburtsdaten gesagt,
dass du zumindest hellsichtig gewesen bist.

F: Na, Junge, mal zuerst:
Nun wollen wir mal nicht so fein miteinander reden.

H: Ja.

F: Nun sag ich dir mal was: 
Ich bin ja nicht nur da, weil du die gleichen Fähigkeiten hast.
Ich bin ja da, weil wir beide zusammengehören, das tun wir ja schon lange.

Und das ist auch nicht nur so, dass es darum geht,
ob wir hellsichtig sind oder ob wir heilen können.
Es ist ja auch so, dass wir andere Sachen haben, die uns verbinden.

Jungchen, das ist nicht einfach!
Du hast eine Gabe und dann musst du gucken,
wie du damit klar kommst.
Dann musst du gucken, was du damit machst.

Wenn du damit nichts machst,
wenn du das einfach so zur Seite schiebst,
dann stehste da und bist innerlich alleine.

H: Ist dir das so passiert?

F: Ja, das war wohl so.
Siehste, Junge, es gab ja Frauen, die das machten,
so was wie Warzen besprechen oder Gürtelrose besprechen,
das gabs ja auch.
Und das ging von Mund zu Mund weiter und jeder wusste,
wohin er sich wenden konnte.

Aber ich als Mann?
Stelle dir das mal vor:
Meinste, zu mir hätten sie ein kleines Mädchen gebracht mit einer Warze? Das hätten sie nicht getan.

H: Warst du denn so eine Art Spökenkieker im Ort?

F: Ne, Junge, ich musste das für mich behalten.
Ich hab das wohl gesehen und gemerkt und mir mein Teil gedacht.
Und dann habe ich gesehen:
Es gab Zusammenhänge zwischen dem, was ich gesehen habe
und dem, was dann passiert ist.
Und dann half mir nur ein Bier oder zwei oder drei.

H: Ja, und als du dann in die Stadt gezogen bist, wurde es dann anders?

F: Na, schlimmer wurde es!

Junge, ich hatte für die Familie zu sorgen, so wie immer.
Und ich hatte gute Arbeit zu leisten, damit wir das Geld kriegten. Das war meine Sache, die ich zu leisten hatte. 
Und wenn ich mehr gemacht hätte, was denkste denn,
was die Kunden gesagt hätten?

H: Das ist richtig.

F: Da hätte ich gar nichts machen können.

H: Wusste denn die Familie davon?

F: Ach woher denn?
Wenn ich das deiner Oma erzählt hätte, die hätte mich für verrückt erklärt.
Die stand mit beiden Beinen fest auf der Erde, wie wir so sagen.
Aber es war eben da.


Und weißte, es ist bei dir ja auch da!
Nur was ich meine, ist:
Du lebst nicht nur das, was ich nicht gelebt habe.
Du lebst auch das, dass du es nicht lebst.

Verstehste, wie ich das meine?

H: Ja, klar.

F: Du hast nun beides übernommen und das kann doch nicht richtig sein.

H: Das weiß ich nicht.

F: Sieh mal, es wird ja viel davon gesprochen:
Du sollst die Verstorbenen ehren und du sollst nicht schlecht über sie reden.
Ja, aber Gutes über sie reden, das wird ja nur gemacht,
wenn die Beerdigung ist, wenn überhaupt.
Und dann?

Aber was bleibt, das sind doch nun solche Fähigkeiten.
Und meine Fähigkeit ist deine Fähigkeit.

Ja, wenn du mir die Ehre gibst,
dann gibst du mir sie doch,
indem du machst, was ich nicht durfte.
Verstehste, Junge, wie ich das meine?

H: Ja, aber erst mal muss ich meine Fähigkeiten erkennen,
ehe ich da irgendetwas mit machen kann.

F: Junge, dir geht’s doch genauso, wie es mir geht.

H: Ich weiß es nicht.

F: Du packst einen an und deine Hände werden heiß
und der guckt dich an mit großen Augen.
Der denkt sich: Mann, hat der heiße Hände.
Und danach sind seine Kopfschmerzen weg und du weißt das.

H: Ja.

F: Siehste, bei mir ist es genauso wie bei dir.

H: Ich habe auch schon Werbung gemacht
für das Heilen und Hand auflegen und…

F: Ne, das meine ich nicht, darum geht’s nicht.
Es geht ja nicht darum, dass du Geld verdienst!
Es geht darum, dass du es tust, nicht?
Und dass du es zulässt.

H: Ja, das tu ich doch.
Das lass ich doch auch zu.

F: Ja, aber da ist auch Angst in dir!
Und die Angst hast du auch von mir.
Du, ich hab Angst gehabt, dass das so ist, dass die das merken.
Weil: Dann hätte ich da gestanden.

H: Ja, da haben wir heutzutage schon Vorteile,
dass wir keine Angst mehr haben brauchen.
Bisher stand ich ja im Beruf und hatte da mein Auskommen mit. Und meine Heiler-Begabung hat wie bei dir 
die Familie auch nicht ernährt.

F: Aber es geht doch darum:
Das ist eine Kraft in uns, die ist uns angeboren ist.
Die habe ich, die hat schon mein Großvater gehabt.

H: Die hat dein Großvater auch schon gehabt?

F: Ach, Junge, das geht über Generationen.

H: Was hat denn der Urgroßvater damit gemacht?
Hat er dir das erzählt?

F: Ich weiß es jetzt erst.
Jetzt erst, ja.

H: Es wurde also immer geheim gehalten?

F: Nein, nicht immer, es gab schon Zeiten
– in unserer Familie kann man schon gar nicht mehr sagen –
aber in unserer Linie, da haben auch die Männer geheilt.
Das ist lange her.

H: Da gings ja auch vielleicht noch,
aber in der Nazi-Zeit war es dann wohl ganz verpönt?

F:  Na, da wars ganz vorbei.
Aber es war schon bei mir verpönt, weil man ein Mann war.
Das war damit verbunden.
Bei Frauen war man einsichtiger.

Nun sag ich dir was:
Diese Linie setzt sich schon solange fort und die setzt sich weiter fort
auch in deinem Sohn, der hat die gleiche Kraft.

H: Ja.

F: So, und nun sag ich dir: Der Junge muss sehen, was du tust.
Der Junge muss merken, dass das gut und richtig ist.
Und dann, dann kann er auch seinen Weg gehen.
Dann braucht der meine Angst nicht leben, die du auch gelebt hast.

H: Ja, ja.

F: Dann muss der nämlich gar nicht erst denken,
dass er auf anderem Wege sein Geld verdienen muss, verstehste?

H: Ja, klar, er kommt da früher dran.
Also ich bin ja erst in dieses Thema rein gewachsen.
Ich hab ja nie von Mutter oder Vater was erfahren über dich.
Es gab nur von dir die Geschichte,
dass du bei einem Bombenangriff zurückgelaufen bist
und dann umgekommen bist.
Aber mehr an Geschichte hat man mir nicht erzählt.
Ich habe dann ja auch noch Ahnenforschung getrieben,
um überhaupt mal etwas mehr herauszubekommen von den Ahnen.

F: Die hielten mich alle für ein bisschen verschroben
und das haben sie aber dem Alkohol zugeschoben.
Das war ja auch so.
Da war etwas, was in mir fehlte!
Weißte, was ich meine?

H: Ja natürlich, klar.

F: Siehste, und das geht nun darum, dass das beendet wird.
Und das kann nur beendet werden in unserer Linie, wenn du es beendest. Wenn du dem Jungen zeigst, dass es in Ordnung ist.

H: Gut, er sieht das ja auch schon, wenn ich Hand auflege,
er macht das ja auch schon mit Hand auflegen.

F:  Ja, das macht er ganz richtig.

H: Genau, und meine Frau hat ja auch schon gemerkt,
dass er gut Hand auflegen und heilen kann.

F: Er hat die Kraft und die ist bei uns nun mal da.

H: Also die Kraft, die wir haben,
ist mehr in den Händen als die Hellsichtigkeit?

F: Das ist unterschiedlich.
Bei mir war das auch mit Hellsichtigkeit.
Aber bei manchen von uns, da ist es in den Händen,
bei manchen ist es im Kopf gewesen.
Die haben sich gut Kräuter merken können und Rezepte.
Das ist verschieden gewesen, je nachdem, wie die Mischung war.
Die Mischung ist ja auch wichtig!
Verstehste, was ich meine?

Die ist bei jedem anders!
Aber in der Linie ist es immer die Kraft der Hand.

H: Warum bist du damals in die Stadt gezogen?
Aus beruflichen Gründen?

F: Ja, man sagt immer, das Handwerk ernährt seinen Mann,
aber das kann nicht überall so gewesen sein.
Ich bin in die Stadt gezogen, damit ich da mehr Geld verdienen kann.
Da war im Dorf nicht mehr viel zu holen.
Du musst verstehen, es gab damals
– da ging das los – die Konfektionen, nicht?

Als ich lernte, da ging jeder zum Schneider
und ließ sich sein Kostüm oder seinen Anzug verpassen.

Aber später dann, da gab’s die Konfektions-Sachen.
Zuerst von fahrenden Händlern
und dann ging man einfach in ein Geschäft.

Ja, und dann stand ich da. 
Und in der Stadt, da gab’s ja dann noch mehr,
die mal sich einen Anzug machen ließen,
weil sie zu klein oder zu dick waren
oder was auch immer da der Grund war.
Da konnte ich schon noch was verdienen.

H: Ja, ich hatte meinen Bruder auch mal gefragt,
ob er was von dir weiß. 
Aber der war ja auch noch klein.
Als du gestorben bist, war der vielleicht zwei oder drei Jahre alt.
Der kann sich auch nicht mehr an dich erinnern.

F: Nö, das kann er wohl nicht.

H: Der hat ja vielleicht auch die Gabe nicht so mitbekommen.

F: Dein Bruder hat davon gar nichts.
Der ist mehr zur anderen Seite hin.
Das ist in Familien so.
Die Mischungen sind nicht gleichmäßig: Es ist nicht 50:50.

Und dein Bruder ist ein lieber Junge, aber das hat er nicht.

H: Nein, da hat er auch keine Ader für gehabt.
Ja, es ist ja auch so, dass ich mehr in diese Linie hineingehe.
Ich werde jetzt auch mehr in die Heiler-Tätigkeit hineinkommen.
Also das passt schon und ich freue mich,
wenn du bei mir bist und mir da in deiner Anwesenheit helfen kannst.

F: Na, meine Anwesenheit ist das Eine,
da kann ich ja auch nur beobachten.

Aber was ich tun kann und was ich auch tue
und gerade jetzt auch durch das Gespräch tue, das ist: 
Ja, du kannst mich angucken und mein Leben.

Und dann kannst du dir sagen:
Ne, das darf nicht das letzte Wort sein über diese Kraft.
Darum ist das wichtig:
Dass wir miteinander reden über all diese Dinge.

H: Ja.

F: Ich habe zu Lebzeiten – und das musst du dir mal überlegen –
mit keinem darüber geredet. Das war nicht möglich.

H: Bis auf den Großvater, oder?

F: Ne, da habe ich auch nicht mit reden können.

H: Auch nicht?

F: Es hat ja auch gedauert, bis ich das gemerkt habe.
Und dann war das mitten im Krieg, dann weißt du, wie das war.

H: Ja, klar.
Und die Nazis waren ja auch nicht gerade hell erfreut darüber.

F: Mit denen hatte ich nicht mehr viel zu tun,
ich meine den ersten Weltkrieg.

Und dann stand ich da und ich wusste:
Ich muss meine Hand auf die Wunde legen.
Und dann?
Ja, dann pack mal in so eine Wunde rein und sag mal einem, warum.

H: Warst du denn im ersten Weltkrieg dabei?

F: Ja, ich war da, aber ich war nicht lange da, es war mein Glück.

H: Und da hast du im Krieg geholfen?

F: Wenn die Kameraden um dich herum verrecken,
was machste denn dann?
Und deine Hände brennen, dass du denkst, du wirst verrückt.
Und all die Schmerzen, die ich mitgekriegt habe.
Das sind ja nicht nur meine Ohren gewesen,
ich habe das ja gefühlt.

H: Ja, dieses Heil-Fühlen kommt ja auch noch dazu.

F: Das ist das Wichtigste.
Wenn du nicht weißt, wohin du packen sollst,
dann nützt dir das alles nichts.
Das ist das Wichtigste!

Und du hast mehr Wissen, als ich es hatte.

H: Sicher.
Wir haben ja sehr viel mehr Zugang zu Wissen
durch die heutige Gesellschaft.

F: Weißt du, wie das war bei mir?
Soll ich dir das mal erzählen?

H: Ja, erzähl mal.

F: Dann sind die zu mir gekommen, die Kunden,
und ich hab gemessen: die Länge und die Breite und die Weite.
Und kriegte ich einen Schmerz in der Brust, dass ich dachte:
Ich werde wahnsinnig.
Und dann sind die wieder raus und der Schmerz war weg.

H: Bei denen oder bei dir?

F: Nein, ich hab den Schmerz gehabt
und die waren die Kranken.

Und das ging manchmal so drei bis vier Mal am Tag.
Weißt du, was mich das für Kraft gekostet hat?
Und ich wusste das doch auch nicht, warum das so ist.

Ja, so war das bei mir.

H: Das merke ich auch manchmal bei Menschen,
die krank sind, dass sie einfach sehr viel Energie kosten.
Aber wir haben ja heutzutage Mittel und Wege,
um uns zu schützen.

F: Ja, ihr seid gut dran. Ihr könnt, wenn ihr wollt.
Und du hast ja nichts mehr zu verlieren.

H: Ich fange ja auch neu an und ich fange so an, dass ich Heiler bin.
Und es steht ja auch auf den Seiten, dass ich Heiler bin
und ich stehe ja auch dazu.

F: Naa?

H: Doch ja. Ich mache ja Werbung und da stehe ich als Heiler drin.

F: Ja jaa.

H: Und die nächsten dreißig Jahre kann ich ja noch heilen.
Das ist doch okay.

F: Du lernst noch, du wirst schon sehen, woran es hakt. 
Ich sag dir Eines, ich sags dir noch mal, damit du es auch begreifst: Du hast nicht nur die Gabe von mir, du hast auch die Angst von mir.

H: Ja, das ist richtig, da bin ich ja jetzt gewarnt.

F: Du hast die Angst davor, erfolgreich zu sein.

H: Genau.

F: Ja, so wird das nichts.

H: Wir werden schon erfolgreich.
Wir schreiben ja jetzt ein Buch, Uta und ich.
Dann werden wir schon bekannt werden.

F: Ja, du musst ja nicht, aber du kannst. 
Und wenn du heilen willst, dann geht es nicht darum,
erfolgreich zu sein.

Dann geht es nur um den einen Menschen, der da vor dir ist.
Mehr brauchst du nicht zu tun.

H: Klar, aber die Menschen müssen ja erst mal zu mir kommen.

F: Ja, die können nur kommen, wenn sie dich finden.

H: Eben.

F: Und die finden dich jetzt schneller, als dir lieb ist.
Das sehen wir dann mal.

H: Das ist doch schön, warten wir es mal ab.

F: Du wirst das zusammen mit Elia schon machen.
Ja, du entscheidest mit, das ist schon wichtig.

H: Im Netzwerk ist das ja auch ganz wichtig, nicht?

F: Du, und das sag ich dir: Pass auf dich selber auf.

H: Echt?

F: Du bist ja stark genug.
Aber du musst auch auf dich achten.

H: Aha, inwiefern?

F: Guck mal, du wiegst zuviel und du bewegst dich zu wenig.
Was soll das werden?

H: Ja, dann machen wir mal eine Frühjahrskur.

F: Ja, das mach mal.
Und sieh zu, dass das so bleibt mit dem Trinken.
Das machst du ganz gut.

H: Ja, ja, immer mal ein Gläschen am Abend, das reicht.

F: Ja, das ist schon in Ordnung.
Nur lass es nicht mehr werden.

H: Ne, ne, das machen wir auch nicht.

F: Das hast du gut gemacht.
Da habe ich mich gefreut, als du dich geändert hast.

H: Ja, das war auch richtig so.
Die Zeit ist vorbei und vielleicht liegt es auch daran,
dass ich mich jetzt auf dem richtigen Weg befinde.
Vorher war ich ja in der gleichen Lage wie du damals,
dass ich lieber ein Bier mehr trinke, als mich damit zu beschäftigen.

F: Das sag ich doch!
Du hast nicht nur die Gabe, du hast auch meine Angst.
Und wenn ich dabei bin, dann, damit du schaffst,
diese Angst zu schneiden, die muss weg.

Die muss aus der Linie nun mal raus.

H: Das schaffen wir.

F: Das ist deine Aufgabe, du.
Die ist nicht klein.
Wenn du das nichts schaffst, kriegt dein Sohn das ab.
Und der hats doch nun schon schwer genug.

H: Das ist richtig. Aber ich hoffe, wir können ihm das abnehmen.

F: Ja, das denke ich doch.
Auf den Jungen bin ich stolz.

H: Echt? Das ist fein.

F: Hast du schon mal geguckt?
Der sieht aus wie ich.

H: Ich hab jetzt grad nicht dein Bild zur Hand.
Das Bild mit deiner Uniform habe ich
in meiner Ahnengalerie hängen.
Was war das eigentlich für eine Uniform?
Ich habe gestern grad noch ein Bild
ohne Uniform gefunden und gesagt:
Mensch, das Gesicht erinnert mich daran, wie wir aussehen.

F: Ja, das war Kavallerie.
Ja, der sieht mir schon ähnlich, du nicht so sehr,
aber er sieht mir ganz ähnlich.

H: Aha, ja, toll.

F: Ja, das ist eine Freude.

H: Ja, ich habe mich auch gefreut, dass ich ihn noch bekommen habe.

F: Jooa, der war nicht zu vermeiden, nicht?

H: Nachdem ich 25 Jahre lang versucht habe, Nachwuchs zu bekommen, hatte ich damit nicht mehr gerechnet.

F: Jo, das mag wohl sein.
Das sehen wir aus unserer Perspektive dann anders.

H: Ja, ihr seid ja da mehr zeitlos.

F: Ja hoo.

H: Ja, Opa, ich würde sagen, wir sollten jetzt zum Ende kommen.

Schön, dass das so klappen konnte, das hat mir sehr geholfen.
Ich hoffe, wir haben uns jetzt genug ausgesprochen,
so dass wir uns dann auch ohne indirekten Kontakt nahe bleiben.

F: Ich möchte, dass du mal herkommst.

H: Wohin?

F: Ja, jetzt hier zu Uta und ihre Hände nimmst.
Und dann mach mal Augen zu
und dann spürst du mich vielleicht ein bisschen.
Siehst du, und jetzt nehme ich dich mal in die Arme.

H: Möchtest du mich jetzt in die Arme nehmen?

F: Ne, das tu ich schon.
So, schlag auf die Schulter und nu ist gut.

H: Ich wünsch dir alles Gute und so.

F: Wir sehen uns, das kannst du dich drauf verlassen.

H: Ja, natürlich.

F: Ja, min Jung, wir sind schon so eine Familie.
Und ich pass schon auf, dass nichts schief geht.

Übrigens, das wollt ich noch sagen…

H: Ja?

F: Ich bin da nicht bei umgekommen,
als ich in die Werkstatt zurückgelaufen bin.

Dummes Zeug wird da erzählt.

H: Man erzählt, du hättest einen Ziegel auf den Kopf bekommen.

F: Kein Wort wahr.

H: Wie bist du denn gestorben?

F: Ich bin die Treppe runtergefallen.

H: Und das wollte auch keiner erzählen.

F: Na ja.

H: Machs mal gut, es hat mich gefreut.

F: Ja, du, mich auch. Tschüss.