Liebe

Ohne dass du dich liebst, liebst du deinen Nächsten nicht.

Ohne dass du dich liebst, liebst du deinen Nächsten nicht.
Ohne dass du deinen Nächsten liebst, liebst du dich nicht.
Das Eine geht nicht ohne das Andere.
Denn in dem du dich liebst,
ehrst du Gott, der dein Ursprung ist.

 Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Helena zu verbinden.
Helena bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe über eine Brücke aus Holz, die ist überdacht.
Unter mir ist ein kleiner, dunkler Fluss.

Hinter der Brücke steht ein großer, schlanker Mann
in einem merkwürdigen Aufzug:
Er trägt einen schwarzen, spitzen Hut, blaue Kleidung
mit Kniebundhose und Schnallenschuhe.

So düster seine Kleidung wirkt, so freundlich ist sein Gesicht.

Schmal, leuchtend blaue Augen und ein Lächeln, als ginge die Sonne auf.
Er fordert mich mit einer Geste auf, weiter zu gehen.
Da sehe ich ein weißes Schild, auf dem steht: Pilgrims Home.
Ein breiter ausgefahrener Weg führt zu einem Haus aus Holz:
zweistöckig und weiß gestrichen.

Er bietet mir einen Platz an auf einer Bank, die unter einem Apfelbaum steht.

G: Willkommen im Heim des Pilgers (er lächelt).

U: Danke. Bist du der Guide von Helena?

G: Einer von mehreren.
Nur einer, aber zurzeit wohl der Beste.
Ich bin George Samuel, sie mag wählen, was ihr besser gefällt.

Wir schreiben das Jahr 1732 und dies hier ist Neuengland.
Ich bin, wie du vielleicht siehst, ein Quäker gewesen.

Aber im Gegensatz zu meinen Nachbarn bin ich es nicht aus familiärer Tradition, sondern weil ich es für eine recht lange Zeit für den einzig wahren Glauben hielt (er lächelt etwas wehmütig).

Geboren wurde ich als guter, irischer Katholik.
Ich war ein „seltsames“ Kind!
Genauso, wie meine Helena angeblich ein „seltsames“ Kind war…

Aber das einzig Seltsame an uns war wohl,
das wir so früh im Leben eine Frage in unserer Seele trugen,
die sich die meisten Menschen erst viel später stellen
und mancher sogar erst an ihrem Lebensende:

Die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Wir wollten es wissen:
Wenn doch alles, alles, was lebt, dereinst wieder sterben muss,
warum gibt es dann überhaupt ein Leben?

Wozu soll das gut sein?

Wenn Kinder in ihrem reinen Herzen diese Frage tragen, dann:
Weil ihre Seele auf der wichtigsten Suche ist, die es geben kann.
Die Suche nach der Ursache ihrer Existenz.

Ich in dieser Inkarnation stellte diese Frage zum ersten Mal,
als ich gerade zehn Jahre alt war und ich stellte sie meinem Pfarrer.

Der brave Mann gab mir zur Antwort:
Weil du ein Sünder bist, darum musst du leben!
Oh, das traf mich bis ins Innerste!
Leben ist also eine Strafe!
Aha!

Deshalb gab es also soviel Leid auf der Welt!
Das waren alles Strafen!

Und auch ich sollte also bestraft werden…
Nur: WOFÜR?
Ich forschte und forschte…

Ich beobachtete mich und die Anderen.

Ja, es war wohl wahr!
Alle sündigten!
Manchmal log ich
und manchmal naschte ich heimlich aus dem Mustopf meiner Mutter
und mein Vater fluchte manchmal
und meine Mutter zeigte gelegentlich eine gewisse Eitelkeit…

Und meine Schwester gar!
Die hatte ich bei etwas äußerst Sündigen
mit dem Nachbars-Jungen erwischt.

Meine Sündenliste wurde länger und länger, je mehr ich beobachtete!
Das machte mich recht traurig…

Es stimmte also:
Alle Menschen waren böse und mussten darum der Welt Leid erfahren.

In meiner Trauer darüber wandte ich mich wieder an den Pfarrer
und fragte ihn, ob es denn im Himmel mit der Sünde vorbei sei…

Doch zu meinem Entsetzen wurde mir gesagt,
dass man dort dann erst die Sünden abbüßen müsse,
die man auf Erden begangen hätte
und die nicht vergeben seien durch Beichte, Busse und Gebet!
Ei wei!

Dann würde es aber sehr schlimm werden, dachte ich!

Ich hatte ja längst heraus bekommen,
dass die Menschen nicht alles beichteten
und die das mit der Buße auch nicht so ernst nahmen.

Ich selbst hielt von nun an darauf,
dass mir auch nicht das kleinste Sündlein entging
und zur Qual meines Pfarrers beichtete ich über die Maßen lang
auch noch das aller kleinste Vergehen…

Nicht nur die Taten, selbst die unlauteren Gedanken.
Letztere waren mein größtes Problem…

Hatte ich mit den Jahren mehr und mehr meine Taten in den Griff bekommen,
so gelang es mir doch nie befriedigend, mich unheiliger Gedanken zu erwehren!

Schlimm stand es also um mich!
Die Hoffnung, den höllischen Qualen des Fegefeuers zu entgehen,
schwand mit jedem Jahr, das ich lebte, mehr und mehr.

Doch was mich am meisten traf, war das Verhalten meiner lieben Eltern, Geschwister, Cousins und Cousinen.

Wie leichtfertig sie sich der Sünde hingaben!

Ich kämpfte, so gut es ging, um ihr Seelenheil!
Ich machte sie auf jede Sünde aufmerksam
und forderte sie zur Buße auf.
So sehr liebte ich sie!

Doch sie? Achteten sie etwa meine Fürsorge?

Nein, im Gegenteil!
Sie begannen, mich mehr und mehr zu meiden,
sprachen kaum noch mit mir
und ihre Blicke auf mich verloren den warmen Glanz.
Sehr, sehr einsam wurde ich damit.

So entschloss ich mich, in das ferne Amerika zu gehen!
Ich war ein fleißiger Handwerker, stark und geschickt.
Vielleicht konnte ich hier in der Neuen Welt die Menschen bewegen,
sich auf das, was sie im Himmel oder in der Hölle erwarten mochte,
aufmerksam zu machen.

Ich kam hierher und begegnete einem neuen Glauben.

Dieser sah kein Fegefeuer mehr vor.
Der sagte, dieses sei nicht notwendig!
Allein ein gutes Gewissen zu haben, weil man gute Taten vollbrachte, reiche, um den Eingang ins Paradies zu erhalten.

Das gefiel mir außerordentlich gut!

Und so lebte ich ein gottgefälliges Leben.
Ich achtete aufs Strengste alle Gebote.
Nicht allein bei mir, sondern auch bei meiner Frau und unseren Kindern…

Ich setzte meine ganze Kraft darein,
dass sie keine Gelegenheit zur Sünde bekamen.
Manchmal wachte ich nachts davon auf, dass ich meine Töchter weinen hörte…

Aber dies rührte mich nicht.
Ich wusste:
Alles hiesige Leid war nichts im Vergleich zum Jenseitigen,
das einen Sünder erwarten mochte.

Ich verstand ja, dass weder meine brave Frau noch meine Kinder
begreifen konnten, WIE grausam Gott war.

Ich musste darum grausam zu ihnen sein,
damit sie ihm nicht als Sünder in die Hände fielen.

Das war ein hartes Leben!
Ich starb 81-jährig als alter, harter, bitterer Mann.

Mir war der Tod längst willkommen.
Das Leid der Erde zu verlassen, war mir ein Leichtes.

Nun endlich, nun endlich würde ich der himmlischen Freuden teilhaftig werden, denn ich wusste:
An mir war keine Schuld.

Wie erwartet kam ich ins Paradies, bevölkert von singenden Engeln,
bewacht von fürchterlichen Cherubim.
Eine Weile lang erfreute ich mich am Glanz dessen, was mir Himmel war.

Doch dann wurde es mir langweilig.
Ich versuchte, mich mit den singenden Engeln zu unterhalten.
Doch sie reagierten nicht auf mich, sicherlich standen sie zu hoch über mir.

Und so suchte ich Seelen, die Meinesgleichen waren, zu finden,
doch ich suchte vergeblich.

Ich hatte es ja im Grunde immer gewusst:
Niemand lebte so gottgefällig wie ich, niemand achtete so streng darauf, ohne Sünde zu leben, wie ich es getan hatte.
Niemand folgte so uneingeschränkt den göttlichen Geboten.

Tiefer Zorn ergriff mich über die leichtfertigen Menschen!
Was hatten sie sich nur dabei gedacht!

Weder meine Frau noch meine drei ältesten Kinder, die ich überlebt hatte,
waren hier zu finden.
Was doch nichts anderes bedeuten konnte, als dass sie entgegen
all meinen Maßnahmen zur Rettung ihrer Seelen doch gesündigt hatten.

Ich war so wütend auf ihren Betrug an mir!
So wütend, dass es lange Zeit dauerte, bis ich merkte,
dass die Engel aufgehört hatten, zu singen.

Todesstille war ins Paradies eingekehrt.
Da ergriff mich tiefes, tiefes Leid!
Wie einsam ich war!

Wie verlassen und traurig war ich!
Und das, obwohl ich doch im Paradies war, das ich mir so hart erlitten hatte!

Ich versank so sehr in Selbstmitleid, dass ich kaum merkte,
dass die paradiesischen Blumen ihren Duft verloren hatten
und die regenbogenfarbenen Wege ihren Glanz verloren hatten.

Still, grau und trostlos öde war das Paradies geworden.

Da, im Schrecken dieser Erkenntnis, rief ich nach Gott.

Ich rief mit den Worten meines Herrn Christus:
Vater, Vater warum hast du mich verlassen!

Da kam einer, er war gekleidet in Licht und es schien mir,
als kenne ich ihn schon ewig.

Er kam und fragte: Was schreist du so?

Ich sagte: Ich bin so allein!
Keiner hielt mir die Treue! 
Keiner folgte meinem Wort!

Er fragte: Wo sind die, die dir die Treue halten sollten?

Ich sagte: In der Hölle, denn sie haben alle gesündigt!

Er fragte: Was fühlst du, wenn du daran denkst?

Ich antwortete: Zorn!
Meine ganze Anstrengung war umsonst!

Als ich das sagte, verschwand jener,
der in Licht gekleidet war und ich war wieder allein.
Allein mit mir und meinem traurigen Paradies.

Aber seine Frage ließ mich nicht mehr los, die Frage:
Wie ich mich fühle, wenn ich an sie dachte…

Nach und nach entdeckte ich, dass es neben meinem Zorn auf sie
noch andere Regungen in mir gab und die wurden immer größer.
Ich bedauerte sie und ihr Schicksal mehr und mehr.

Wenn es mir dem Gerechten schon so schlecht ging,
wie müsste es ihnen dann erst gehen?

Ich wagte kaum, es mir auszumalen!

Als diese Entwicklung begann, da fing mein Paradies langsam wieder an,
bunt zu werden.
Sogar die Blumen dufteten wieder und ich ging über Wege,
die glänzen wie der Regenbogen.
Ja, selbst die Engel begannen wieder ihren himmlischen Gesang…

Doch ich fand keine Freude mehr darin,
denn ich hatte niemanden bei mir,
mit dem ich diese Freude hätte teilen können.

Wie traurig für sie alle,
dass sie dieses Paradies nicht wie ich erleben durften!

Und meine Seele begann, um alle die Meinen zu weinen:
Ich beweinte Mutter und Vater, Schwestern und Brüder, Frau, Töchter und Söhne.

Unendliche Trauer und Mitleid ergriff mich mit ihnen
und aus dieser Trauer heraus rief ich zu Gott: 

Vater, erbarme dich ihrer, denn sie wussten nicht, was sie tun.

Da kam wieder, jener der Licht gekleidet war, zu mir und fragte:
Was schreist du nach mir?

Ich sagte: Mich dauert das Schicksal meiner Lieben!
Ich bitte dich, hilf ihnen in ihrer Not!

Sei ihnen gnädig, trotz all ihrer Sünden!

Er lächelte und sagte:
Ich kann zu ihnen nur so gnädig sein, wie du es bist.

Ich sagte: Ich verstehe sie, sie sind nur Menschen,
sie können in ihrer Schwäche nicht ins Paradies kommen.

Er sagte: Dann ist deine Gnade noch zu klein.

Da rief ich: Das mag ja sein.
Aber du bist Gott und darum bist du größer als ich
und darum muss auch deine Gnade größer sein!

Da strahlte er und sagte:
JETZT hast du verstanden!
Komm und siehe!

Er führte mich an den Rand meines Paradieses.
Die grausamen, mächtigen Cherubim waren eingeschlafen
und das Tor zu mir war nun unbewacht.

Sie würden keinen Eindringling mehr fragen,
ob er gesündigt habe und ihm deswegen den Weg zu mir versperren…

Und siehe da, alle meine Lieben standen vor dem Tor.
Ich rief ihnen zu:
Kommt, kommt alle zu mir in mein Paradies,
denn ihr seid Menschen
und darum schenkt Gott euch alle Vergebung des Universums.

Und sie alle kamen.

Was für eine Freude das war!

Doch mir fiel auf, dass alle glückselig aussahen!
Keinerlei Leid und Gram zeichnete ihre Seele, so, wie ich es befürchtet hatte.

Da fragte ich sie: Wo wart ihr?
Wie ist es euch ergangen?

Und ich zitterte vor Furcht vor der sicherlich furchterregenden Antwort.

Sie aber sagten lächelnd:
Im Paradies, Liebster, im Paradies natürlich.
Wir haben nie an Gottes Liebe zu uns gezweifelt
und so waren wir immer bei ihm.

Du aber, du Armer, hast dich sehr gequält.
Wusstest du denn nicht, dass über allem die Liebe steht?

Kein Gesetz, keine Sünde ist je größer als die Liebe.

Da verstand ich:
Nicht die Sünde trennt uns vom Paradies, sondern der Mangel an Liebe!

Ohne Liebe ist alles Nichts.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!

Meine geliebte Helena:
Das ist kein Gebot, das ist ein kosmisches Prinzip.

Ohne dass du dich liebst, liebst du deinen Nächsten nicht.

Ohne dass du deinen Nächsten liebst, liebst du dich nicht.

Das Eine geht nicht ohne das Andere.

Was für einen weiten, weiten Weg bist du gegangen, um das zu verstehen!

Darum bist du geboren!
Um dieses Prinzip ganz und gar Wahrheit werden zu lassen.
Dies ist dein Ziel.
Nicht mehr, nicht weniger.

Ohne Liebe ist alles nichts:
Wahrheit, Gerechtigkeit, Treue, Tapferkeit, Mut, Anstrengung, Zuverlässigkeit, Genügsamkeit, Demut, Klugheit, Fleiß, Selbstbewusstsein, Ehrlichkeit….

Gute Werte, oh ja!
A
ber ohne Liebe ist das alles NICHTS.

Die Liebe, die ich meine, ist gleich einer kleinen Pflanze:
Gott selbst legt sie euch wie ein unscheinbares Samenkorn
in den tiefsten Grund eurer Seele.
Und ihr alle – sogar wir noch – haben den Auftrag,
diesen Samen gedeihen zu lassen.

Größer und größer soll es werden, bis aus ihm ein Baum geworden ist,
der so mächtig und groß wird die Wurzel und Äste, die in alle Himmel reichen.

Die zu erkennen, bist du in die Welt gegangen.
Und ich bin da, um dich zu erinnern.

Nichts, was du tust für dich, ist gut,
ohne dass du es aus Liebe zu dir tust.

Denn in dem du dich liebst, ehrst du Gott, der dein Ursprung ist.

Und nichts, was du tust für andere, ist gut,
ohne dass du es aus Liebe tust.

Denn indem du die anderen liebst, ehrst du Gott, aus dem sie sind.

Nun mag man sagen:
Ich als Pilgrim George liebte doch meine Nächsten und wollte ihr Bestes.
Aber das stimmt nicht.

Die Liebe, um die es geht, das ist die Liebe zu dem, was IST.
Nicht zu dem, was sein SOLLTE.

Ich möchte dich ermuntern, meine kluge und tapfere Helena:
Liebe das, was IST.

Liebe dich, wie du JETZT bist.

Und liebe deine Nächsten, wie sie JETZT sind.

Das JETZT zu lieben,
ist der einzige Weg ins Paradies der inneren Seligkeit.

Liebe ist ein Baum, der wächst.
Wann er das volle Ausmaß seiner Größe erreicht, das unwichtig.

Es spielt keine Rolle, wie klein oder groß er JETZT sein kann.

Er wird sein Ziel erreichen, dass er das tut, ist gewiss.

Denn Gott will es so.
Gott ist Liebe, in ihm ist Zuversicht, Geduld, Nachsicht und Vertrauen…

Nun, Helena, werde ruhig.
Glaub mir doch!

Dein JETZT der Liebe reicht ihm.
Alles, was du zu tun hast, ist:
Zulassen, dass er wachsen darf, dein Baum der Liebe!

Wenn du mich fragst, was diesen Baum hindert, zu wachsen,
dann erinnere ich dich an das, was du eigentlich längst weißt:
Angst!!!
Angst hindert.
Die Angst, vor Gott nie gut genug zu sein!

Gott ist nicht euer Richter, das seid ihr selbst.
Gott ist Liebe und ihr seid aus seiner Liebe heraus entstanden.

Euer tiefster Wesenskern ist also: Liebe!

Mit jedem Schritt, der dazu führt, diese Liebe wachsen zu lassen,
seid ihr in aller Seligkeit.

Nun, meine Pilgerin, geh weiter auf deinen Weg.
Viele Entscheidungen wirst du treffen müssen.
Oft noch wird der Weg sich gabeln.

Und wenn du da stehst an der Weggabelung und du nicht weißt,
wohin du dich wenden sollst, dann frage dich stets eines:
Ist das, was ich zu tun oder zu lassen beabsichtige,
liebevoll zu MIR?
Und ist es liebevoll zum Nächsten?

Liebe, das ist das, was heilt, was tröstet, was stärkt, was befreit.

Liebe, ist sanft, geduldig, zuversichtlich.
Sie achtet das, was wahr ist und sie respektiert das,
was unvermeidlich ist.
Doch sie wagt auch jenes, was ungewöhnlich ist.

Du bist in der Welt, um zu lernen, was es auf sich hat mit der Liebe,
die größer ist als alle Vernunft!
Dir dabei zu helfen, bin ich da.

U: Danke, George, darf ich dir jetzt die Fragen von Helena stellen?

G: Ja sicher, obwohl ich im Grunde schon jede beantwortet habe.
Doch vielleicht lernt sie daraus, jede Frage aus dieser Perspektive zu beleuchten.

U: Gut, sie fragt:
Wie kann sie im Leben wieder festen Boden unter meine Füße bekommen?

G: Dies, meine Liebe, ist eine Zeit, in der dir gerade das nicht möglich ist! Eine Zeit, in der alles, was es einmal wert schien, alles zu opfern: Freude, Freiheit, Lust, Selbstbestimmung plötzlich verloren geht.

Liebe, meine so liebe Helena, genau darum geht es:
Die Opfer waren viel zu groß!
Sie waren unmenschlich!
Wofür? Warum?
Um nicht zu fürchten, nichts wert zu sein!

Doch wer beurteilt deinen Wert?
Nur du, Helena!
Nur du selbst hast das Recht dazu.

Nimm diese Zeit als das, was sie ist:
Der Phönix ist verbrannt und aus seiner Asche
steigt er neu erschaffen empor:
mit neuen Zielen, neuen Werten und neuen Freiheiten.

Ich bin bei dir, ich bin da, zu helfen, wo es geht.

Lass es zu, neue Erfahrungen zu machen mit dir selbst und mit dem Leben.

U: Sie fragt, ob sie das Geschäft retten oder den Heiler-Beruf ergreifen soll?

G: Ich frage DICH:
Was ist liebevoll und fürsorglich zu dir selbst?

U: Warum hat sie dieses schwere Leben
an der Seite eines alkoholkranken Mannes geführt?

G: Weil du dich noch nicht so liebst, wie du solltest!

Und damit das ganz klar wird,
wie dringend nötig hier eine veränderte Sicht darauf ist.

U: Sie fragt, was sie mit ihren medialen Fähigkeiten tun soll?

G (lacht): Na lieben natürlich!
Dich und deine Nächsten.

U: Danke, George, ich hoffe, dass deine Worte ihr helfen können
und verabschiede mich von dir.

G: Ich danke dir, Uta, lebe wohl!