Schöpferseele

Gott rief mich als Schöpferseele ins Leben…

Gott rief mich als Schöpferseele ins Leben, aber ich bin nicht gut genug!

Schutzengelkontakt über das Thema Seelenfamilie

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Katharina zu verbinden, Katharina bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe über eine Brücke, irgendwie kommt sie mir bekannt vor. Grauer Stein, seltsame Verzierungen, unter mir ein schwarzer Fluss, der ist sehr dreckig, altmodische, sehr kleine Lastkähne werden dort teilweise gezogen. Teilweise haben sie dunkelrauchende Schornsteine.
An beiden Seiten des Kanals oder Flusslaufs stehen alte, mehrstöckige Häuser, teilweise aus Backstein, teilweise grau verputzt, Fabriken in der Nähe, mit dreckigen Schloten, es ist alles andere als schön hier.

Am Geländer steht Tamis, gar nicht weit von mir entfernt. Sie lächelt, hat sich in einen braunen, langen Mantel gehüllt.

U: Guten Morgen, Tamis! Schön, dich zu sehen …

T. Herzlich willkommen, Uta, in einem Teil unserer Vergangenheit.

U: Wo sind wir hier?

T: 1896, das ist der Landwehrkanal, schrecklich nicht wahr?

Schau, dort!
(Sie weist zu einem jungen Mädchen: Hübsch ist sie, das Gesicht von der Kälte gerötet, eine braune Fellkappe, die Hände in einem Muff vergraben. Unter dem Arm eine große graue Mappe geht sie sehr schnell an uns vorbei. Sie lächelt ganz selbstversunken …

T: Du hast recht, das ist Katharina, in diesem Leben hieß sie Anna Luise …

U: Sie schaut so glücklich aus.

T: Sie ist glücklich, komm, wir folgen ihr.

Wir müssen eilen, um Anna nicht aus den Augen zu verlieren. Sie schreitet rasch voran. Endlich bleibt sie vor einem Haus stehen, das weniger hoch ist als die anderen. Sie zieht an einer Klingelschnur und ein Dienstmädchen öffnet ihr, Anna eilt an ihr vorbei, nimmt gleich zwei Stufen auf einmal die steile Treppe hinauf und stürmt in eines der Zimmer. Darin sitzt eine ältere Frau mit einer Stickarbeit am Fenster.

„Ich werde aufgenommen! Ich habs geschafft, Mutter! Ich hab es geschafft!“
Sie strahlt vor Freude. Aber die Frau schaut sie nur wie beiläufig an, ohne den Kopf zu heben, sagt sie: Hoffen wir, dass du eine gute Partie dort machen kannst. Du mit deiner Kleckserei!

Anna sagt nur: Ja, Mutter.

Und verlässt dann das Zimmer. Tamis zieht mich heraus in den Flur, ich sehe Anna in ein weiteres Zimmer gehen. Dort stehen ein Bett und ein kleiner Tisch, in einem Behälter Stifte und Federn, eine kleine Staffelei steht direkt am Fenster. Es riecht nach Ölfarbe, an den Wänden hängen viele Bilder, die meisten ungerahmt, Portraits, aber vor allem Landschaften, Seen, Bäume, Himmel, Brücken, die sich im Wasser spiegeln.
Man merkt die Begabung, aber es fehlt deutlich an Kenntnissen der Technik …

Anna wirft die Mappe auf den Tisch sie selbst, scheint die enttäuschende Reaktion nicht sonderlich wichtig zu nehmen, sie lächelt wieder, streicht über die Bilder …

Tamis verändert das Umfeld.
Jetzt sind wir in einer Art Park und es ist Sommer, etwas weiter entfernt spielen drei weiß gekleidete Kinder unter Kiefern, die offensichtlich ein starker Wind gekrümmt hat.

T: Wir sind an der Ostsee, ein kleiner Ort im heutigen Russland, viele Künstler verbringen ihre Sommerfrische, wie man es damals nannte hier.
Schriftsteller, Maler, auch Anna Luise …

U: Sind das ihre Kinder?

T: nein, sie betreut diese Kinder. Anna war Halbwaise, ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war, er hinterließ ihr und ihrer Mutter eine kleine Erbschaft.
Für Anna hatte er allerdings im Erbe den Auftrag an die Mutter hinterlassen, dass ihr Erbe für eine Ausbildung verwendet werden sollte.
Und zwar war es sein ausdrücklicher Wunsch, dass es eine Ausbildung sein solle, die ganz nach Annas Wunsch zu erfolgen habe.

Zum völligen Unverständnis der Mutter hatte Anna nur einen einzigen Wunsch: Sie wollte Kunst studieren.
Das war so ohne Weiteres in ihrer Zeit für Frauen gar nicht möglich.

Aber Anna hatte Glück: Sie wurde, als sie 18 Jahre alt war, als Studentin an einer Berliner Akademie zugelassen, um einmal Kunstlehrerin zu werden.
Das war der Tag, an dem wir ihr begegnet sind.

Bis zu dieser Zeit ging es Annas Seele gut.
Sie wusste, von ihrer Mutter hatte sie kein Verständnis für ihre Leidenschaft zu erwarten, aber sie selbst fühlte diese Leidenschaft als etwas Gutes und Reines, mochten ihre Verwandten reden, was sie wollten, mochten ihre Freundinnen sie lästern.
In sich selbst war sie sich ganz sicher.

Es blieb noch einige Zeit während des Studiums bei dieser Einstellung, obwohl Anna doch recht enttäuscht war.
Sie hatte vermutet, dass alle mit ihr Studierenden ihre Leidenschaft für Form und Farbe teilen und dass es einfach wunderbar sein würde, mit Menschen Gemeinschaft zu haben, die so dachten und fühlten wie sie selbst.

Doch nach einiger Zeit musste sie bitter spüren, dass sie nun zwar nicht wegen ihrer Liebe zur Malerei ein „Sonderling“ war, sondern wegen ihres Anspruchs darauf, nach dem Studium ebenso als begabte Künstlerin anerkannt zu werden wie ihre männlichen Kommilitonen.

Diese jedoch machten sich nur immer und immer wieder über sie lustig. Bei den Professoren sah es nicht viel anders aus.
Während sie sich ausgiebig den Werken der männlichen Studenten widmeten, ihnen mit Rat und Tat zur Seite standen, war das höchste Lob, dass Anna bekam:
„Recht nett, Fräulein! Recht nett!“

Aber so sehr auch das Umfeld versuchte, ihre innere Gewissheit, eine Künstlerin zu sein, zu ersticken, Anna blieb sich treu.
Doch ihre Kraft, ihre Empörung gegen die Ungleichbehandlung zu unterdrücken, ließ nach. Sie begann, sich zu wehren.
Darin fehlte ihr jede Übung. Sie war nicht erzogen, Widerworte zu haben oder gar Forderungen zu stellen.
Und darum war sie ungeschickt: Sie begann einen Kampf, den sie nicht gewinnen konnte. Sie legte sich mit der Studienleitung an, forderte sogar ihr Ausbildungsgeld zurück, sollte sie nicht umgehend genauso ausgebildet werden, wie ihre männlichen Kommilitonen.

Katharina, wer in den Krieg ziehen will, der muss seinen Gegner richtig einschätzen können: welche Armeen hat der, wie viel Kraft und Macht sind ihm eigen und dann muss er sich selbst einschätzen, die eigene Kraft, die eigene Macht.

Anna Luise hat das nicht getan, sie hat die Gegner in ihrer Bereitschaft, ihr Licht zu verfinstern, unterschätzt und sich selbst überschätzt.

Es war so leicht, man ließ einfach keines ihrer Werke mehr gelten. Und am Ende verließ sie die Akademie mit der größtmöglichen Niederlage.
Sie hatte keine der Prüfungen bestanden. Ihr Erbe war verbraucht.
Ihre Mutter in der Zwischenzeit verstorben.

Anna Luise verdingte sich als Gouvernante. Das führte sie hierher.
Schau, dort ist sie!

Ich sehe eine deutlich älter gewordene Anna neben einer älteren Frau stehen, die auf einer kleinen Staffelei ein Aquarell malt, ich höre dem Gespräch zu:

A: Das ist wunderschön …

F: Danke! Das muss es auch sein, ich verdiene schließlich mein Geld mit dieser Schönheit!

A: SIE?! Sie verkaufen ihre Bilder?

F: Ja, warum denn nicht?

A: Niemand kauft Bilder einer Frau, arbeiten sie mit einem Pseudonym?

F: Na hören sie, natürlich nicht! Wie kommen sie darauf?

Anna erzählt ihre Geschichte …

F: Sie haben die Prüfung nicht bestanden?

A: Nein! Das sage ich doch!

F: Nun, dann sind ihre Arbeiten vermutlich zu schlecht gewesen!

T: Katharina? Du verstehst den Schmerz, den dieser Satz ausgelöst hat?
DAS ist der Schmerz deiner Seele, das ist die Wunde, der Schrecken …

Von da an gab es in deiner Seele einen Glaubenssatz, der lautet:
Wenn ich meiner Passion auch folgen mag, es wird sich SICHER zeigen, ich bin nicht gut genug!

Manchmal sind Menschen boshaft, sie sind es und wissen es mitunter nicht einmal, aber sie versetzen mit einigen unbedarften Worten einer Seele einen solchen Hieb, dass es sehr viel Mut und Anstrengung bedarf, um sich davon zu erholen.

Wenn es sich dabei um wenig essenzielle Veranlagungen der Seele handelt, zieht es selten schwerwiegende Folgen nach sich.
Aber in deinem Fall war es anders.
Deine Seele war schon – sagen wir einmal – „vorgeschädigt“, sie hatte schon eine Schwäche entwickelt und neigte dazu, dem Urteil vermeintlicher Experten mit großer „Vernichtungsangst“ entgegen zu treten.
Umso mutiger war ihr Kampf auf der Akademie, aber dort hatte sie ihr inneres Licht bewahrt, indem sie sich, selbst als sie die Prüfung nicht bestand, damit tröstete, dass sie den Kampf eben wegen ihres Geschlechts verloren hatte.
Sie zweifelte danach zwar bei jedem Bild, das sie malte, an ihrer Begabung. Sie fand nie den Mut, ihre Werke anderen zu zeigen. Sie war verunsichert, hielt die Hoffnung aber, eines Tages „bereit“ zu sein und „gut genug“ zu sein, aufrecht.

Sie hielt jedes ihrer Bilder in Ehren und versuchte, wann immer sie Freizeit hatte, sich selbst weiter zu bilden. Doch diese Frau, diese anerkannte Künstlerin, versetzte ihrem schon verletzten Selbstvertrauen den Dolchstoß!
Katharina, wärest du aus der Seele der Priesterseelen oder Heilerseelen, du hättest diese Erfahrung ohne Verletzung hinter dir gelassen.

Aber du bist aus der Seelenfamilie der Schöpferseelen und eine solche Seele trifft es bis in ihren tiefsten Kern.

Es geht nicht um ein „Hobby“, es geht um das SELBST, es geht um das innere Licht. Das Schöpferische ist DEIN Teil Gottes in dir!
Hier den Glauben zu verlieren, dass es je GUT GENUG sein kann, ist die größtmögliche Katastrophe.

Und genau das ist geschehen!

Ich habe viel versucht, dir Wege zu zeigen, dir dies innere Licht wieder bewusst werden zu lassen und wir sind schon ein gutes Stück Weg weiter gekommen, aber du musst jetzt lernen, dir einen neuen Glaubenssatz zu nehmen.
Ja, zu nehmen!
Es gibt viele Wahrheiten, die einer Seele auf ihrem Weg durch die Inkarnationen begegnen und sie NIMMT sich die Wahrheit, die ihr innerlich entspricht, die ihren augenblicklichen Entwicklungsstand spiegelt.

Wenn sie aber eine Wahrheit NEHMEN kann, dann kann sie die auch loslassen, nicht wahr?

Hm, hmm, mein Lieb, ich weiß, dieser Satz macht dir ein unangenehmes Gefühl!
Du hast die „Wahrheit“, nicht gut genug zu sein für deine Gabe, schon einmal losgelassen, du hast es gewagt und das Ergebnis?

Nun, Anna hat nach der Begegnung mit der Künstlerin nie wieder Stift und Farbe berührt. Ihre Bilder hat sie im Krieg und der Notzeit, die bald danach kam, im wahrsten Sinn des Wortes verheizt. Sie wurde weder bitter noch wütend auf das Leben, aber sie blieb müde, ohne Ende müde …

Ich bin heute zu Uta gekommen, das Licht wieder in dir zu entfachen.
Katharina, das Licht, egal wie klein es ist, es überwindet die Finsternis.

Was war dein Fehler als Anna Luise? Dein einziger Fehler war der, dass du deine Ohnmacht in der gegenwertigen Situation nicht als VORRÜBERGEHEND erkannt hast.

Es war UNMÖGLICH, die verbohrten „Gelehrten“ von deiner Kunst zu überzeugen. Das entsprach nicht dem Zeitgeist, den sie sich unterworfen hatten.
Aber sie hätten dich die Prüfung bestehen lassen, sie hätten weiter behauptet, dass du nichts weiter als eine Kunsthandwerkerin seist, aber dieses Urteil wäre dir egal gewesen, hätte dein inneres Licht noch gebrannt.
Doch das hatten sie bis auf ein winzig kleines Flämmchen schon erstickt, als du die Akademie verlassen hast.

Manchmal, Katharina, muss man einfach kämpfen, es bleibt einem nichts anderes übrig, aber manchmal muss man auch warten.
Warten auf bessere Umstände, doch innerlich festbleiben.

Die Umstände waren finster dort in jener Zeit. In solchen Zeiten darf man nicht in den Krieg ziehen, da darf man nicht zwingen wollen, da ist es klug, sich anpassungsfähig zu zeigen.
Doch im Inneren gilt es, hell zu bleiben, egal wie dunkel es außen ist.
Fest und beharrlich seine Wahrheit in sich tragen und nähren. Denn alle Finsternis geht einmal vorbei, das ist überall in der Natur so, nie hat das, was dunkel und destruktiv ist, Macht, die nicht endet …

Dein Fehler war also zweierlei: Gegen Übermächtige zu kämpfen und dann die Vernichtung deiner Gabe als Wahrheit zu akzeptieren!

Es war wie eine fatale letzte Bestätigung deiner größten Seelenfurcht: Gott rief mich als Schöpferseele ins Leben, aber ich bin nicht gut genug!

Gott – glaub mir – ruft niemanden in eine bestimmte Begabung, ohne ihm auch das dazu nötige Potenzial zu geben.
Dies zu glauben, wäre so, als ob du glauben wolltest, dass Gott zwar das Wasser in die Schöpfung brachte, aber vergaß, es nass sein zu lassen.
Was für ein Unsinn, nicht wahr, mein Liebling?

Ich hoffe, wir Zwei erleben noch in dieser Inkarnation, dass du von Herzen darüber lachst, je angenommen zu haben, du wärst nicht gut genug für dein Leben …
Uta, ich möchte jetzt gerne Katharinas Fragen beantworten.

U: Ja, schön, ihre erste Frage bezieht sich auf das Portrait, bei dem du eine Botschaft beigefügt hast, sie versteht den Teil nicht, in dem du vom Schrecken der Vergangenheit sprichst …

T: Ich hoffe, dass ich es hier deutlich gemacht habe, was ich meine.
Bisher nehme ich allerdings nur Bezug auf vergangene Inkarnationen.
Doch bedenke bitte, Katharina, jede Inkarnation fußt auf einer vorhergehenden. Die Epoche, die Familie, die Ausbildung, alles das ist eine FOLGE dessen, was einmal war.

Da der Schrecken, nicht „gut genug zu sein“ oder nenn es, nicht klug genug, nicht begabt genug, nicht stark genug, nicht schön genug, dich so sehr getroffen hat, dass deine Seele sich dieses „ungenügend“ sein als Wahrheit genommen hat. Da musstest du in der Folge in dieser Inkarnation auch auf Bedingungen treffen, die dem entsprachen.

ABER! eben nicht, um unverändert dieser vermeintlichen Wahrheit zu gehorchen, sondern um dich in Situationen zu bringen, die in dir das ernsthafte Bedürfnis wecken, daran etwas ändern zu wollen, ja sogar zu müssen.

Möglich ist uns das, weil du in diesem Leben so viel mehr Liebe in dir hast!
Liebe zu dir?
Nun ja, aber vor allem Liebe zu denen, die dich lieb haben und denen du dich verpflichtet fühlst!
Im letzten Leben hast du dich an niemanden gebunden, doch in diesem Leben hilft dir deine Verantwortungsbereitschaft, dich selbst zu schützen, um ihnen erhalten zu bleiben, und zwar in deiner ganzen Kraft.

Deine Seele hat einen solchen Hunger danach, SICH SELBST zu leben!
Aber um das zu können, muss sie lernen, wer sie ist, sie muss sich finden. Und der erste Schritt, dies bewusst zu tun, ist heute getan.
Ich sage nicht, dass es nun ganz leicht ist, es ist ein erster Schritt, aber endlich der, der auf die richtige Straße führt.
Weißt du, mein Lieb, wie diese Straße heißt?
Sie heißt: ZU MIR SELBST!

Fürchte dich nicht, es gibt nichts zu fürchten!
Die Straße ist steil manchmal und ganz gewiss werden Hindernisse da sein, wirst du wahre Felsen zur Seite schaffen müssen. Aber es ist ein gutes Ziel, ein wahres Ziel, endlich!

U: Katharina fragt, wie sie zu mehr Selbstvertrauen finden kann?

T: Ach, meine Katharina, dass schaffen wir gemeinsam, einverstanden?
Dem SELBST vertrauen können, was bedeutet das eigentlich?

Als Anna Louise hast du gar keines mehr gehabt, selbst dein Kampf an der Akademie hatte nichts mit Selbstvertrauen zu tun, sondern mit Verzweiflung.
Dem Selbst zu vertrauen, bedeutet sich kennen, wirklich erkennen können, WAS man kann und von sich erwarten darf und was eben nicht.

Gott hat nicht allen Seelen die gleichen Teile seiner Selbst gegeben, das hätte er nie getan. Denn wären alle Seelen mit all seinen Gaben bestückt, welche Notwendigkeit zur Gemeinschaft sollte es dann in der Schöpfung geben?

Doch schau nur, meine geliebte Seele, ist nicht die ganze Schöpfung vom Kleinsten bis zum Größten eine wunderbare Gemeinschaft?
Dient nicht eines dem anderen?

Es wird viel geredet von Gottes unendlicher Liebe, so abstrakt ist das, dass es kaum jemand versteht.
Dabei – ach, meine Katharina – schau nur: Die GANZE SCHÖPFUNG erklärt es euch täglich ganz genau!
Gottes Liebe bedeutet, dass in seiner Schöpfung eins dem anderen dient. So ist auch noch das Kleinste heilig und groß …

Wenn es so ist, dann sag mir doch, warum bemängeln Menschen sich selbst und ihre Nächsten?
Sie sehen es nicht! Sie sehen gar nicht, dass selbst der eigene Mangel dem Nächsten dient, helfen zu können mit SEINER Gabe, die eben diesen Mangel ausgleicht.

Selbstbewusst heißt, frei und fröhlich JA! zu sagen, zu den eigenen Mängeln ebenso wie zu den eigenen Stärken.

Selbstbewusstsein zeigt sich nicht im äußeren Auftreten allein, es zeigt sich in etwas ganz anderem: dass man fröhlich nehmen und geben kann.
Nehmen dort, wo man zu wenig hat, geben dort, wo man im Überfluss hat und es dem anderen mangelt.

U: Katharina schreibt, sie fühle sich in ihrer selbstständigen Tätigkeit immer wieder blockiert.
Sie traue sich nicht, sich Menschen zu zeigen, auf andere zuzugehen, bzw. ihre Dienste anzubieten. Wie kann sie diese Blockade überwinden.

T: Katharina, du merkst sicher selbst, dass dies nichts anderes als eine weitere Facette des gleichen Themas ist. Es geht um den Glaubenssatz, nicht gut genug zu sein, um den BEWEIS zu bringen …

Ich habe dir viel dazu erklärt. Die tiefste Ursache dafür liegt in vergangenen Leben, doch auch die Situation deiner Kindheit hat diese Einstellung noch verstärkt.

Es liegt nicht an mir, dir zu sagen: Tu dies, tu das.
Die Frage wird sein, wie viel Anstrengung ist es dir wert, da herauszukommen.
Denn das Alte kann nicht einfach abgeschüttelt werden, sondern es will gewandelt sein.
Wenn man ein Haus von altem Schmutz reinigt, ist es gut, darin zu leben. Doch wenn man nicht sieht, wo der Schmutz immer wieder hereinkommt, so herrschen bald wieder die gleichen Zustände.

Katharina, du wirst deinen Glauben, dass andere besser beurteilen können, was du zu können hast und was nicht, aufgeben müssen.
Der ist der Schlüssel zu allem.

Wirst du dir dabei helfen lassen? Es sind nichts als Gespenster, denn alles, was dich bewegt, diesen Glauben zu folgen, war doch gestern. Du bist heute, Katharina!
Wer sich vor Gespenstern unterm Bett fürchtet, der muss den Mut aufbringen, unters Bett zu schauen, nur dann kann er erfahren, dass dort keine Gefahr mehr lauert.

Ich weiß, das erfordert viel Mut, ich weiß es ist nicht leicht. Ich sagte dir schon, der Weg ist steil und es werden Felsen zu Seite geräumt werden müssen. Aber ich würde dir nie diese Möglichkeit hier zeigen, wenn es keine Möglichkeit gebe, den Weg auch zu gehen.

Ihr lebt in am Beginn einer neuen Zeit!
Die Menschen erhalten zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Möglichkeit, sich über sich als Seelen und ihren Weg bewusst zu werden.

Noch ist nicht absehbar, was sie mit diesem Bewusstsein tun werden. Aber jeder Einzelne, der seinem Selbst die Ehre gibt, aus Gott zu sein, der findet seinen RICHTIGEN Platz in der Schöpfung und trägt dazu bei, dass die Finsternis dem Licht weicht.

U. Katharina möchte wissen, warum sie es nicht fertig bekommt, sich zuhause dem Malen und Zeichnen zu widmen.

T: Liebe Katharina, aus Angst!
Zum einen die Angst davor, deinem Vater ZU SEHR zu ähneln.
Zum anderen, weil du fürchtest, dass es so enden könnte wie als Anna Louise. Beides wiegt schwer, und beides hat ganz tief damit zu tun, WIE wichtig es ist, dein SELBST wieder zu FÜHLEN und zu SEIN.

Fürchte dich nicht mehr vor deinem Selbst!
Du bist kein Egoist, aus dieser Phase der seelischen Entwicklung ist deine Seele schon vor vielen Inkarnationen entwachsen …

U: Was ist ihre Aufgabe im Leben?

T: Dich wieder zu finden, Katharina, und dann endlich, endlich JA! zu dir zu sagen.

U: Warum bist du ihr Schutzengel, was verbindet euch?

T: Oh (lächelt), Liebe.
Nein, nein, ich weiß, schon das ist nicht genug.
Katharina?
Ich brauche keinen Grund, um dich zu lieben, kannst du das verstehen?
Nein, nicht wahr?

Aber, es ist, wie es ist: ICH bin von dir begeistert, weil ich dein SELBST kenne, es ist so leicht, dich zu lieben. Das war es schon immer.

Wie du bin auch ich eine Schöpferseele!
Wie du liebe ich die Schöpfung, wie du habe ich gemalt, damit Menschen die WAHRHEIT sehen, die tiefer geht und schöner ist und gewaltiger als der oberflächliche Anblick.
Wie du wollte ich immer nur eines: Dass sich Gottes Schöpfung in meinen Werken spiegelt.

Wir trafen einander zum ersten Mal in der Werkstatt Boticellis, wir waren nichts als Schüler, seitdem liebe ich dich …

U: Ich danke dir, Tami, ich wünsche dir von Herzen ein wunderbares Sein…

Tami reicht mir eine kleine Buddha Statue, sehr fein gearbeitet aus Metall.

T: Das war in einem anderen Leben in Indien, der Entwurf war von dir und ich habe sie damals gegossen, du siehst, dass die Kunst unsere Wurzeln sind.
Was ist der Unterschied zwischen Kunst und Kunsthandwerk?

Kunst ist, das UNSICHTBARE in die Wirklichkeit zu bringen.

Doch, nun eile ich, deine Tami liebt dich, Katharina, von Ewigkeit zu Ewigkeit.