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Du hast in deiner Seele eine tiefe Angst: die Angst, zu enttäuschen.

Schutzengelkontakt

Du hast in deiner Seele eine tiefe Angst:
die Angst, zu enttäuschen.

Andere, die du gern hast.

Ja, ja, wir wissen beide darum,
dass dies ein ziemlich sinnloses Unterfangen ist.

Wir wissen es doch, nicht wahr, mein Lieb?

Wer enttäuscht sein WILL, der findet schon Gründe.

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit Therese, dem Guide von Manuela zu verbinden.
Manuela bittet wieder um diesen Kontakt.

Ich gehe auf einer belebten Straße entlang,
anscheinend immer noch das historische Mallorca, vor mir geht Therese.
Obwohl ich sie nur von hinten sehe, spüre ich ihre Energie,
die mir so vertraut ist.

Aber was macht sie da nur?
Alle Leute auf der Straße schauen sich nach ihr um.
Sie hat ihrem Kakadu eine Art Hundeleine verpasst
und so geht sie mit ihm auf der Straße promenieren.
Als wäre dies noch nicht auffällig genug, balanciert sie einen unglaublichen Hut,
falls man das Turm-artige Gebilde
– das mit riesigen Federn und Blumen geschmückt ist –
überhaupt so nennen kann.

Sie hört meine Gedanken, ich spüre es und ich höre sie kichern.
Irgendwie ist es mir etwas peinlich, so direkt hinter ihr zu gehen.
Ich versuche, den Abstand zu vergrößern, ohne den Kontakt zu verlieren.
Aber da dreht sie sich um, so unvermutet,
dass ein junger Mann in sie hinein läuft:
So passen sie doch auf, Jungchen!

Der bekommt einen roten Kopf und zieht galant den Hut,
schaut dann aber, dass er so schnell wie möglich davonkommt…

Thereses Augen blitzen vor Vergnügen, als sie mich anschaut.

T: Du schämst dich, mit mir zu gehen?

U: Ach, hm.

T: Du weißt, Lippenbekenntnisse kommen bei mir nicht an,
nur die Wahrheit (sie lächelt).

U: Jaaaa, sag mal, was ist denn in dich gefahren!
Letztes Mal warst du so eine elegante und vornehme Dame…

T: Und jetzt?

U: Hmmmmm…

T: Und jetzt bin ich eine verrückte alte Schachtel! (Sie lacht.)
Ha, wie sagte es ein Dichter deiner Heimat?
„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s besser ungeniert!”

Ja, ja, das Genieren!
Oh, Jahrzehnte lang, ach, was sage ich, Leben mal Leben mal Leben lang
kann man mit diesem Folterknecht Scham sich selbst
das Leben grau und trist machen, wunderbar ist das!
Ganz außerordentlich wunderbar für die,
die in der Welt nichts verändert haben wollen.

Aber für den Einzelnen? Ha!

Uta?
Sag mir, bin ich ein weiser Schutzengel?

U: So, wie ich dich letztes Mal erlebte: oh ja!

T: So! Aber dennoch bin ich eine verrückte Alte gewesen.
Und genau DAS war mein Fortschritt, genau das war jener letzte Keim,
der in mir noch wachsen musste.

Ver-Rückt, ja!

Weg gerückt von Normen, die mir nie gefielen,
von Erwartungen anderer, die nichts als Lüge oder Verrat an mir selbst waren. Davon rückte ich fort und HIN zu mir!
Alt musste ich werden, ehe ich Frieden mit meiner Art, zu sein, machte!
Ehe ich lernte, über mich zu lachen!
Und es mir ganz egal war, wenn Andere dies auch taten.

AAAAAAAAAAAAALT musste ich werden, ehe ich begriff, was Freiheit ist.
Ich war frei von MEINEN Erwartungen an mich!

Meine Manuela, oh bitte, ich habe dich so lieb.
Aber immer noch sehe ich zu, WIE SEHR du dich bemühst,
den Erwartungen Anderer zu entsprechen!
Nun ja, etwas besser ist es schon geworden,
aber DEINE ERWARTUNGEN an dich?

Liebe Manuela, warum denn so streng mit dir?
Weißt du noch?
Erinnerst du dich noch, welche große Rolle es in deiner Familie
in der Kindheit gespielt hat, so zu sein, dass keiner sich schämen musste?
Erinnerst du dich daran, wie bei jeder Freude, die das Leben anbot,
die Frage, ob dies auch in den Augen anderer wohlgefällig sei,
sich wie ein Schatten über den Glanz der Freude legte?

Keine Freude, es sei denn, es wird gebilligt!

Wer hatte zu billigen?
Die Eltern, ja freilich!
Und die?
Die billigten nur, was schon deren Eltern für richtig hielten,
aber auch die Nachbarn, die Verwandtschaft und sogar die Kirche!

Mein Liebling, meine kleine Rebellin, in deinem Herzen warst du nie, nie so! Ungerechte Grenzen, niederdrückte Regeln, sie waren dir so ein Gräuel!

Aber um dagegen zu stehen, hast du dich immer viel zu allein gefühlt:
„Irgendwie bin ich anders.”

Kannst du dich noch erinnern, wie oft du das als Jugendliche gedacht hast?

Aber dieser Gedanke hat dich nicht stolz sein lassen, im Gegenteil.
Es war unheimlich und irgendwie bedrohlich.
Und du hast dich nicht einmal bewusst getraut, dich zu fragen,
WIE weit dein Anders sein reichen könnte.
Denn eines war in dir eine so tiefe Gewissheit: „Wer anders ist, ist auch allein!”

Hm, Uta? Du bist ziemlich anders (lächelt)!

U: Ach, na ja…

T: Keine Lippenbekenntnisse!

U: Ja, durch meine Medialität, da schon, ja…

T: Und? Fühlst du dich allein?

U: Nicht mehr…

T: Seit wann nicht mehr?

U: Hmmmmm, ich weiß nicht genau…

T: Aber ich!
Seit du dazu stehst, dass du an diesem Punkt der Weltwahrnehmung anders bist.
Erinnerst du dich an diese Zeit, als du begonnen hast, zu sagen, was du bist?

U: Oh ja, das waren sehr einschneidende Erlebnisse.
Es gab Menschen, für die es Anlass war, sich von mir zu trennen.
Und es gab andere Menschen, die ich genau deswegen kennen lernen durfte.

Das ganze Leben änderte sich…

T: War es leicht für dich?

U: Nein, es war schwer UND schön…

T: Was war schwer?

U: Die Traurigkeit und die Enttäuschungen zu verarbeiten,
die diverse Trennungen mit sich brachten.
Aber schön waren die Begegnungen mit Menschen,
die mich auch als medialer Mensch ernst nahmen.

T: Hast du die Traurigkeit über den Verlust jener Menschen verwunden?

U: Die Enttäuschung habe ich verwunden.
Traurigkeit ist schon noch da, wenn ich an sie denke.
Aber eben auch viel Glück und Dankbarkeit, wenn ich an die Anderen denke,
die mir treu blieben oder die neu dazu kamen.

T: Bereust du es, deinen Ruf als ganz normale Frau ruiniert zu haben?

U: Nein, auf keinen Fall, seither fühle ich mich viel freier!

T: Hörst du, Manuela?
So geht es eben jedem, der sich und sein ICH befreit.
Es ist egal, um was es geht:
Ob es eine versteckte Gabe wie die Medialität ist oder ein bestimmter Glaube,
ob es eine bestimmte Art der Liebe ist oder eine skurrile Vorliebe.

Solange Jemand einen ihm wichtigen Teil seines Ichs versteckt,
solange ehrt ER sich nicht!

Ich denke, es versteht sich von selbst,
dass ich hier all jene Vorlieben und Neigungen ausnehme,
die geeignet sind, anderen Menschen oder der Schöpfung selbst zu schaden.

Was du denkst, was du fühlst, was du glaubst, ist TEIL deines ICHS
und du kannst dich nicht ehren, ohne dazu zu stehen.

Was dabei herauskommt, ist eine unsinnige Scham:
Denn man fühlt sich unwahr!

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, damit zu leben.
Entweder belügt man sich selbst: Ist mir gar nicht so wichtig.

Nicht wahr, Uta? Deine Begabung war dir so unwichtig…

U: Ja, so hab ich´s mir jedenfalls selbst vorgemacht!
Unnütz eben, lästig, muss man nicht drüber reden.

T. lächelnd: Eine so schlechte Angewohnheit wie in der Nase zu bohren?

U: Ja, so in etwa!
Man kann es nicht lassen, aber man will auch niemanden damit entsetzen…

T: Ja, oh, arme Mediale!
Manuela: Sich selbst zu belügen, scheint dir kein guter Ausweg zu sein,
habe ich Recht?
Das nimmst du dir auch ein wenig übel, zumindest deine Seele.
Dein Verstand redet ja immer gern dazwischen und sagt, was er gelernt hat:
Halte dich zurück!
Verursache keine Aufregung!


Der sagt aber auch: Sei aufrichtig!
Das hat er so gelernt!
Dass er sich da selbst widerspricht, fällt ihm gar nicht auf.

Du siehst, nichts ist so unlogisch wie unser Verstand.
Denn der plappert nur nach, was er gelernt hat.
Und das Meiste, was er als Gelerntes betrachtet,
stammt nicht einmal aus eigener Erfahrung,
sondern das haben ihm Andere erzählt.

Nur die Seele, die bleibt in ihrer Logik!
Die hört nicht auf, ihr Ziel erreichen zu wollen, koste es, was es will.
Und wenn es dieses Mal nicht klappt, na, dann eben im nächsten Leben.


Und was will DEINE Seele?
LEBEN!
IHR!!! LEBEN!!!

Sie will das erleben, was sie als schön empfindet!
Sie will die Art von Recht, das sie als gerecht empfindet.
Sie will die Gefühle haben, die sie gerne haben mag!
Und alles das will sie frei ausdrücken können!

Oh nein, nein, nein, sag mir nicht, es ist zu spät!
NIE ist es deiner Seele zu spät.
Und wenn deine Seele verrückte Dinge tun möchte:
Glaub mir, die findet Wege, das zu tun!

Aber! Und jetzt wird’s wirklich ver-rückt:
Du hast in deiner Seele eine tiefe Angst: die Angst, zu enttäuschen.
Andere, die du gern hast…

Ja, ja, wir wissen beide darum.
Dass dies ein ziemlich sinnloses Unterfangen ist, wir wissen doch!
Nicht wahr, mein Lieb?
Wer enttäuscht sein WILL, der findet schon Gründe.
(Das sagt sie milde lächelnd.)
Dagegen kannst du noch so viel Wohlverhalten setzen:
Wer sich von dir enttäuscht sehen will, wird’s sowieso tun.

Aber schwerer als dies wiegt eine ganz andere Angst:
Das ist die Angst davor, DICH SELBST zu enttäuschen.

Meine liebste Manuela, aber sag mir doch, du kluge Frau:
Wer ist denn dein SELBST?
So, wie du jetzt bist, bist du ein ERGEBNIS und nicht dein SELBST.
Dein SELBST?

Es kam vor über siebzig Jahren auf die Welt.
Es hatte sich einen Körper angeeignet, den es benutzen wollte.
Um zu lernen, zu sein, wer es ist, was es will, was es kann, was es erträumt,
was es ablehnt.

Dein SELBST ist deine Seele!

Alles andere ist ein Ergebnis aller Wirkungen Anderer auf diese Seele.
Die Wirkung der Eltern, besonders der Mutter,
die Wirkung einer großen Liebe, dass, war er mit dir tat
und nicht zuletzt auch, was er NICHT tat.
Die Wirkung deiner sozialen Einbindungen,
die Wirkung der Kulturepoche und alles,
was diese Gesellschaft für gut und richtig hält.

Kurz und gut: Mit deinem SELBST hat das nichts zu tun!

Es ist ein Konglomerat von Meinungen, Bedürfnissen, Urteilen und Erfahrungen.
Nur etwa 30 % davon entspringen tatsächlich deinem Selbst,
der erhebliche Rest ist adaptiert, verinnerlichte Werte Anderer.

Wenn du also Angst davor hast, dich selbst zu enttäuschen,
dann musst du erst einmal lernen:
Dass, was DU SELBST bist, von dem, was du adaptiert und verinnerlicht hast,
auseinander zu halten.
Ja, man kann das lernen, man kann lernen, wer man selbst ist,
aber das braucht Liebe zu sich selbst!

Ach ja!
Und das ist ja wieder etwas,
was mit den Ansprüchen deiner Erziehung nicht leicht zu verbinden ist.
Seit Generationen hatten die Frauen deiner Sippe sich nicht lieb haben zu dürfen.
Die hatten zu funktionieren!!!

Wenn ich dir sage: Ich liebe dein Selbst!
Es ist fantastisch, mir wurde nie langweilig mit dir,
weil deine Gedankengänge faszinierend für mich sind.
Weil ich sehe, wie du um deine Freiheit kämpfst und nicht aufgibst.
Weil ich sehe, wie du deinen Körper benutzt
und dich weigerst, von ihm in die Knie gezwungen zu werden.

Dann freut dich das genau zwei Minuten lang!
Und danach fängst du gleich an, zu hinterfragen, ob das wohl alles so richtig ist.
Dein Verstand versucht, das Ahnenerbe zu leben!
Er weiß genau, was VERBOTEN ist seit Generationen von Frauen.

Und er inszeniert genau jene Gedanken, die du brauchst,
um deine Liebe zu deinem SELBST nicht so ernst zu nehmen.

Hier allerdings kannst du aktiv einschreiten!
Du MUSST solchen Gedanken nicht glauben!
Nicht, sobald du sie als das erkannt hast, was sie sind:
adaptierte Anteile von Werten Anderer.

Immer wird der Verstand dir solche Ideen anbieten.
Doch ob du sie annimmst und sogar noch lange in dir hin und her bewegst
– sie also FÜTTERST – das steht dir frei.

Freiheit.
Was ist Freiheit?
SELBST entscheiden können.
Das Selbst entscheiden lassen, was zu tun und zu lassen ist.
Das alles hat seinen Preis:
Das SELBST entscheiden lassen, welchen Preis es zu zahlen bereit ist
und wofür es zahlen will und wofür nicht.

Ich? Ich war GERNE eine verrückte Alte!
Nichts gab es mehr, wessen ich mich schämte, ich war, wie ich war.
Meinen Vogel wollte ich nicht allein daheim lassen, wenn ich flanieren ging.
Also ließ ich ihm eine Leine machen und führte ihn mit.

Was scherte es mein Selbst, wenn Andere dies lächerlich fanden!

Mein Selbst konnte mit dem Unverständnis Anderer mühelos fertig werden.
Als ich alt war, da wusste ich längst, dass es keinen Sinn macht,
sich so zu verhalten, dass andere verstehen, es gelingt nie völlig.

Aber was MICH traurig machte oder unzufrieden, das wusste ich.
Und so zahlte ich eben meinen Preis für die Freiheit, so zu handeln,
wie es meinem Selbst entsprach.

Mein Selbst liebte außergewöhnliche Schönheiten,
sei es Mode oder Farben oder Blumen.
Also beschenkte ich, als ich alt war, mein Selbst,
indem ich außergewöhnliche Hüte trug, Möbel bestellte
und Kleider anfertigen ließ.

In einer Zeit, in der Frauen meines Alters schwarz zu tragen hatten,
trug ich, was mir gefiel.
Und bezahlte damit, dass nur Menschen, die ähnlich empfanden,
intensiven Kontakt zu mir pflegten.

Diesen Preis zahlte ich gerne!

ABER! Ich kannte mein Selbst.
Und je älter ich wurde, umso besser verstand ich es,
es von dem zu trennen, was Andere waren: Eltern, Liebhaber, Nachbarn.
So wurde ich im Alter frei!

Liebe, liebe Manuela, doch!
Das kannst du!
Du kannst, aber bitte lege die Angst ab, zu enttäuschen.

Wozu ist sie gut?
Zu nichts, nicht für deine Seele.

Diese Angst ist nicht DEINE Angst, es ist die Angst deiner Mutter,
die Angst ihrer Mutter.
Ach, dumme, alte Angst!
Folge ihr nicht länger, mein liebes Herz.

Weißt du, wenn du hierher zu mir kommst,
dann ist diese Angst einfach NICHTS.

Andere? Oh, du wirst sie erkennen und verstehen,
welche Ängste sie hatten und warum sie waren, wie sie waren
und du wirst sie lieben.
Aber du wirst ihre Ängste nicht mehr mit deinen verwechseln.

Du wirst hier sein und das Leben als das sehen, was es ist:
Eine wunderbare, spannende Schule, in der jedes noch so kleine Selbst
größer und immer größer wird.
Doch je früher du zu Lebzeiten damit beginnst, dein Selbst zu entfalten,
um so einfacher und glücklicher wirst du hier sein!

So viel möchte ich dir sagen, soviel von hier berichten,
aber jetzt muss ich aufhören.

Ich würde dir so gerne ein Trost sein, eine Freundin und bin froh,
wann immer du deine Gedanken an mich richtest.
Ich wünschte, du würdest meine Antworten erkennen.
Denn ich antworte dir, du weißt es nur nicht.

Aber jetzt wollen wir deine Fragen über Uta beantworten…

U: Ja, Manuela hat einige Fragen, ich denke, einiges hast du schon erklärt.
Sie schreibt:
In letzter Zeit fühle ich mich einsam, vor allem,
weil in meinem Umfeld kein Bedarf über Jenseitswissen besteht.
Über die Readings kann ich nicht berichten, weil sonst mein Geheimnis aufbricht.

T: Dürfte ich dein Austauschpartner sein?
Würdest du den Mut haben, mir zuzuhören?

Uta, erklär ihr, was ich meine, du sprichst bald mit ihr.

U: Gut, ich sag ihr, was du meinst.

Sie schreibt weiter: Ich habe mittlerweile sehr viel Mühe,
mich für notwendige Veränderungen – zum Beispiel im Haus – zu engagieren
und die notwendigen Entscheide zu treffen.
Ich bin wie blockiert.

T: Meine Liebste, deine Traurigkeit blockiert dich.
Dein Leben macht dir keinen Spaß mehr!
Ihr nennt das heute depressive Verstimmung:
Keine Freude, nirgendwo, alles ist LANGWEILIG!

Manuela, wir wissen beide, du hasst Langeweile!
Also?
Ehe du “Notwendiges” unternehmen willst, musst du deine innere Not wenden!

INS ABENTEUER LEBEN, Manuela, worauf wartest du?
Bis der Körper nicht mehr kann, was du nicht darfst?
Freude haben?
Du wirst sehen:
Tust du dir gut, geht’s auch wieder gut, auch mit langweiligen Angelegenheiten.


Hör auf, dein Selbst zu langweilen!

Erinnerst du dich?
Als du klein warst, haben viele deiner Gedanken so angefangen:
WENN ICH MAL GROSS BIN, DANN!
Du bist jetzt groß genug!

U. Sie schreibt: Meine Ängste sind wohl weniger geworden,
aber sie brechen immer wieder auf…

T: Hm, die Angst, ganz allein zu sein, wenn du bist, wie du bist.
Du bist nicht allein!
Deine ganze Welt ist durchdrungen von Leben!
Das Alter des Menschen ist die Chance, spirituell zu werden.

Die Chance, zu erleben, wie sich alles durchdringt.
Dafür ist er frei!

Die vertrauten Menschen?
Sie werden nicht nur weniger, sie werden auch immer starrer!
Das Allein sein einer wachen Seele kommt im Alter ganz sicher,
selbst wenn sie viel Gemeinschaft hat.
Darum soll sie sich um die Vertiefung ihres Bewusstseins kümmern.

Es ist nicht wahr, dass dein Leben keinen Sinn mehr hat.
Aber der Sinn gilt jetzt vorrangig DIR!
Jetzt darfst du – so gesehen – egoistisch sein.
Wann, wenn nicht jetzt?

U: Meine Nichte Olivia kommt in der Ausbildung einfach nicht voran.
Sie glaubt auch gar nicht.
Kann ich ihr irgendwie helfen?

T: Falls es ihre Seele erlaubt, kannst du ihr helfen, eure Ahnenlasten zu lösen!
Sie trägt erheblich daran, versucht sich zu wehren, aber es will nicht gelingen.

Es holt sie ein, wie es dich eingeholt hat.

Sie weiß, sie enttäuscht, sie hat Angst, tut es aber.
Weil sie weiß: IRGENDWER muss die Freiheit greifen, zu sein, wie man ist. Irgendeine Frau muss es wagen in eurer Sippe!
Aber sie trägt schwer, so allein und so unbewusst sie ist.

Sei Vorbild!
Sei Ahnin, der sie folgen darf.
Sie sucht Freiheit wie du, mit anderen Mitteln zwar.
Aber sie sucht auch und findet nichts als den Weg, SICH zu enttäuschen!

U. Liebe Therese, du hast viel Temperament gezeigt heute…

T: Du würdest dich wundern:
Auch Manuela hatte viel Temperament.
Inzwischen schläft sie lieber, viel zu früh.

So darf sie mit 90 sein, nicht jetzt schon!
Dann darf ihr alles egal sein, dann darf sie satt vom Leben sein.
Aber jetzt?
Das ist Verschwendung!

Ich hoffe so sehr, dass sie meinen und deinen Rat annimmt.
Dass sie eine neue Art Lebendigkeit greift.
Wer, wenn nicht sie?

Manuela, ich sage dir jetzt nicht ADE, ich sage bis bald!
Denn ich habe den Wunsch, dir zu helfen, mich selbst zu verstehen.

Ich habe den Wunsch, dir eine gute Lehrerin zu sein und eine Freundin,
wenn auch eine, die ein anderes Bewusstsein hat.

Der Preis dafür?
Nun, um dieses Bewusstsein zu ertragen, darf ein Körper nicht belasten
und dafür ist es für dich noch viel zu früh.

Schlafen ist kein Ausweg!
Sondern ein völlig ungeeigneter Fluchtversuch vor einem Leben,
das langweiliger ist, als jeder Traum es sein kann.

Komm, Manuela, such die Lebendigkeit!
Es wird doch Zeit, mein Liebling.
Irgendwann hat alles seine Zeit.

Kraft kostet es, Dinge zur Unzeit zu tun.

Dir, Uta, sage ich auf Wiedersehen.
Ich danke dir und Gott segne dich.

Möge er uns beiden helfen, Manuela zurück in ihr Leben zu holen.
Damit verabschiedet Therese sich.

Sie lässt eine Rose da, die ist voller Blattläuse.
Gerade frage ich mich, was das soll, da kommt sie noch einmal zurück und sagt:
Man muss schon SEHR gelangweilt sein, um sich darüber aufzuregen!
Wir wissen doch:
Rosen duften und sie haben Blattläuse, so ist das Leben!
GENAU SO!

Damit bricht der Kontakt ab.