Wie oft hörst du dir in der Stille zu?

Wie oft hörst du in der Stille
nichts weiter als deinen Atem?
Wie er sich selbst atmet: ein und aus…

Das Leben – DEIN Leben – wird so hörbar und real.
Ich lebe MICH! Ich hör es ja!

In vergangenen Zeiten hatte nie ein Mensch
auch nur die Chance, sich nicht leben zu hören.
Ein ständiges Bewusstsein dafür, dass er IST,
hätte ein jeder,
dass er in der STILLE der Welt existiert.

Du bist, Heidi, du atmest,
das Leben selbst atmet dich,
nichts, das du tun musst, um dies zu bewirken…

Das Leben lebt dich, wie schön, wie ruhig…
Wer dies mit Achtsamkeit erlebt, ist bei sich.

Engelkontakt

 

Ich bitte Elia, mich mit Angelika, der Guidin von Heidi zu verbinden.
Heidi bittet um diesen Kontakt.

Ich bin auf einem Berg, es ist Nacht und unter mir sehe ich die Lichter einer Großstadt so hell, dass sie den Schein der Sterne über mir fast vollständig übertreffen…

Still ist es bis auf sehr leise Musik, die von irgendwo herüber treibt, wenn der warme Abendwind aus dieser Richtung kommt. Sonst höre ich nur die Stadt selbst wie das Brummen eines Bienenkorbs… geschäftig, umtriebig.

A. Lebendig! Uta, die Stadt ist lebendig…

Ich drehe mich zur Angelika, die plötzlich neben mir steht, immer noch in ihrer altmodischen Kleidung, obwohl wir doch so offensichtlich im Heute sind.

A. Ach, du hast recht, ich sollte mich „modernisieren“.

Lächelnd verschließt sie mir die Augen und als ich wieder sehen darf, steht Angelika vor mir mit ganz kurzen Haaren, im roten Pullover und Jeans, allerdings barfuß…

Etwas hilflos sagt sie: Ich kenn mich nicht aus mit eurem Schuhwerk, darauf achtete ich nie…

U. Macht nichts… wie ungewohnt, dich so modern zu sehen, als wenn…

A. … Als wenn ich eine von euch wäre?

U. Ja, das fühlt sich eigenartig an.

A. Verliere ich dadurch an Wirkung?

U. Hm…

A. Vielleicht verliere ich an Besonderheit?

U. Ja, vielleicht ist das so.

A. Das ist gut, genau das ist meine Absicht. Ich möchte, dass meine Heidi sieht, dass ich Ich bin: in Jeans genauso wie im Bauernrock, mit Kurzhaarfrisur genauso wie mit weisser Haube…

Weil wir immer WIR sind!

Alles was uns schmückt, ist nichts als ein Theaterkostüm. Und wenn ich von wir spreche, dann meine ich uns Seelen, inkarniert oder jenseitig: WIR sind es, die sind.

Heidi… ein so wundes Herz? Warum nur?

Weil das Leben auf Erden eines auf Erden ist! Darum?

Schau da unten, das ist deine Stadt, ich stehe manchmal wirklich hier oben und schau da hinunter… ich spüre ihr Leben.

Ich spüre all die Seelen, ihre Hoffnung und ihre Traurigkeit, ihre Liebe, ihre Wut… ich spüre es und und bin tief beeindruckt von ihrem Mut.

Sie müssten nicht so leiden, sie hätten alle sagen können: Nein, in solch eine schwierige Zeit geh ich nicht.

Du glaubst, jede Zeit der Menschheitsgeschichte sei schwierig zu leben gewesen? Da hast du nicht unrecht, aber eure Zeit ist in einer Weise schwierig, wie sie noch nie vorher da war: Es wird nicht still!

Die Stille, sie hat für die menschliche Seele eine große Bedeutung. Wenn es still wird, dann „hört“ ihr euch selbst zu!

Wenn es ganz still wird, hört ihr sogar euren eigenen Atem.

Es ist so sehr leicht, SICH SELBST zu WISSEN in solcher Stille.

Nie zuvor war Leben so laut wie für euch in eurer Zeit.

Das hat Folgen oder bringt zumindest Gefahren mit sich, die nicht unerheblich sind. Die Gefahr, sich zu verlieren, besteht.

Dieser Zustand ähnelt jenen bedauerlichen Menschen, die akustische Halluzinationen haben, die Stimmen hören, nur dass die wenigstens hin und wieder Ruhe davor haben.

Hat solch ein Kranker ununterbrochen diese Halluzination, wird er gewiss völlig außer sich geraten.

Im Unterschied zu dieser Erkrankung macht ihr, um nicht außer euch zu geraten, etwas anderes: Ihr filtert die Geräusche heraus, die euch unwesentlich sind, es bleiben die „wesentlich Wichtigen“.

Aber selbst nach solchem Ausfiltern bleibt es dabei: Es ist laut, und der Weg zu euch selbst ist schwierig zu finden.

Du suchst dich?

Wie oft hörst du dir in der Stille zu? Wie oft hörst du nichts weiter als deinen Atem? Wie er sich selbst atmet: ein und aus…

Das Leben, DEIN Leben wird so hörbar und real.
Ich lebe MICH! Ich hör es ja!

In vergangenen Zeiten hatte nie ein Mensch auch nur die Chance, sich nicht leben zu hören. Ein ständiges Bewusstsein dafür, dass er IST, hatte ein jeder, dass er in der STILLE der Welt existiert.

Du bist Heidi, du atmest, das Leben selbst atmet dich, nichts, das du tun musst, um dies zu bewirken…

Das Leben lebt dich, wie schön, wie ruhig…
Wer dies mit Achtsamkeit erlebt, ist bei sich.

Heidi, ich will dir helfen, wie so viele meiner hiesigen Brüder und Schwestern euch helfen wollen. Wir wissen, dass es schwierig für euch ist, bei euch zu bleiben. Es ist so schnell geschehen, dass man sich selbst verliert.

Und wenn das passiert, dann wird es schwierig, zu sehen, was zu tun ist und was nicht.

Natürlich suchen recht viele Menschen nach einer Lösung: Sie hören ihre Musik Tag für Tag, so oft es geht…

Aber dann hören sie nur eine von so vielen in ihnen liegenden „Stimmungen“ und verstärken die durch diese Musik.

Andere suchen ihr Heil in meditativen Übungen, doch durch die Konzentration auf die Übung gewinnen sie eben nicht die Einsicht in ihr „im Körper sein“, sondern im Gegenteil: Sie stellen alles Körperliche zurück.

Heidi, still werden, um SICH lebend zu WISSEN, sich atmen fühlen und hören, es ist eine gute Übung, zu sich zu finden.
Und zu dir finden, da hast du recht, ist wirklich an der Zeit.
Sonst verlierst du dich.

Was hältst du davon, dich jeden Tag am Morgen oder Abend einmal fünf Minuten ganz bequem hinzusetzen und dir selbst beim Atmen zuzuhören?

Was hältst du davon, weitere fünf Minuten deinen Gedanken zuzuhören, sie nur zu beobachten, ohne sie zu vertiefen. Zuschauen, was da an Gedanken kommt und wieder geht, weil du nicht auf sie eingehst: Sie ziehen lässt, wie du Wolken beobachtend am Himmel ziehen lassen kannst?

Das wäre gut für dich, damit du deine Mitte wieder als lebendig ERLEBST, nicht nur mehr theoretisch um diese Mitte weißt.
Sie ist da und sie lebt, die Seele der Heidi!

Leise, sie ist so leise, alle Seelen sind so leise, dass man die Stille braucht, um sie zu wissen in sich.

Ich sagte: Wir haben tiefen Respekt vor euch Inkarnierten, weil ihr den Mut hattet, euch dazu zu entschließen, in eure Zeit zu inkarnieren.

Keine Menschengeneration war je so in Gefahr, ihre Seelenbewusstheit zu verlieren, wie die Eure. Selbst in den entlegensten Gegenden der Welt wird es täglich lauter…

Das Licht eurer Häuser, Fabriken, Straßen, es überstrahlt mit seinem künstlichen Glanz den wahren Glanz der Sterne. Und leicht vergesst ihr, dass ihr Teil der Unendlichkeit seid, wenn ihr die Sterne nicht mehr seht…

Und der Lärm eurer Kultur lässt euch in fremde Gedanken dringen, die eigenen nicht mehr hören: Umweltverschmutzung hat nicht NUR mit Abfall zu tun.

Alles hat seine Zeit, alles hat seinen Sinn. In solche Kultur geboren zu werden auch. Niemals vorher hat der Mensch so sehr die Notwendigkeit, sich selbst zu finden, erfahren.

Niemals vorher wurde von so vielen danach gesucht und deshalb hat das an sich Belastende doch sein Gutes: Es schafft die Sehnsucht danach, die NOT, sich selbst nicht mehr zu kennen, zu überwinden.

Und alle Versuche, diesen Zustand zu überwinden, sind gut, bringen die Seelen weiter.

Wer nicht weiß, dass er ein lebendes, fühlendes, denkendes INDIVIDUUM in der Welt ist, wer sollte dann diese Einmaligkeit zu verteidigen suchen?

Wer sollte sich seiner Einzigartigkeit freuen, wer sollte die der Anderen anerkennen, wenn Lebendigsein nur noch eine Theorie ist, aber keine gefühlte und erlebte Wahrheit?

Dann sucht die Seele Auswege, sucht ihre Lebendigkeit ins Bewusstsein zu bringen, in ein Bewusstsein, in dem täglich tausend andere Dinge die Aufmerksamkeit erfordern.

Sie verursacht Beschwerden, psychische, physische, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie in Not ist, sich bemerkbar zu machen.

In einer Welt der täglich tausend DU Begegnungen geht das ICH-Bewusstsein unter und wird ersetzt durch Massenbewusstsein: unwahre Gefühle, unwahre Gedanken…

Der Mensch in eurer Kultur ist in steter Gefahr. Er ist in Gefahr, über all die Manipulationen – oder sagen wir die indirekte Hypnose, der er täglich ausgesetzt ist – sein ICH nicht mehr zu „hören“.

Ja! Natürlich bist auch du dieser Hypnose ausgesetzt!

Was denkst du gerade über deine Zeit? Dass sie gefährlich ist: Ebola, IS, steigende Arbeitslosigkeit, zunehmende Verbrechensraten, zunehmende Unwetter…

JEDEN TAG!!! Jeden Tag schlechte Nachrichten…

Aber DU, dein ICH wird gar nicht mit Ebola konfrontiert, diese Seuche IST nicht vorhanden in DEINEM Erleben.

Auch ziehen keine IS Krieger durch deinen Stadtteil und zwingen DICH dazu, zum Islam zu konvertieren…

Verstehst du? All diese schrecklichen Entwicklungen sind durchaus da, aber sie sind nicht dein! Erleben!

Wenn du einmal hier im Jenseits bist und wir Zwei beieinander sind und ich dir sage: Meine liebste Heidi, schauen wir uns doch einmal den 25.Oktober 2014 an, dann wirst du NICHTS von all dem finden, denn in deinem ICH war an diesem Tag kein Ebola, keine IS, keine Wirtschaftskrise…

Versteh mich richtig: Es geht mir nicht darum, dir dein Interesse an deiner Zeit zu verderben. Worum es mir geht, ist die Identifikation mit dem Erleben Fremder.

Dadurch verliert ihr eine so wichtige Kraft: Die Kraft eurer Seele, sich selbst zu erleben, wirklich DA zu sein in eurem Hier und Jetzt!

So generell ich dies jetzt darstelle, gilt es auch, was dein Problem angeht, mit dem du dich an Uta und Hajo gewandt hast. Schauen wir, ob ich dir die Tür zu deiner Realität wieder öffnen kann.

U. Dann lese ich dir ihren Brief jetzt vor? Und du antwortest?

A. Ja, bitte!

H. Liebe Uta, lieber Hajo!

Ich denke schon seit Tagen so intensiv an euch, dass ich mir sicher bin, ihr spürt das.

Hilfe – ich stecke fest.

Ich habe schon wieder einen Stichkanal in die Wüste gegraben (Aussage von meinem Sohn Walter).

A. So sehr ich Walter liebe, aber da irrt er (lächelt).

H. Diesmal nicht im Privatleben, sondern im Beruf.

Hat begonnen mit einem neuen Mitarbeiter vor 3,5 Jahren. Ein Blick auf ihn und ich spürte eine Katastrophe kommen (ich wünschte öfters, ich hätte diese Vorahnungen nicht). Habe vorsichtig meine Bedenken geäußert, ohne Erfolg. Es nahm seinen Lauf.

A. Keine Vorahnung haben zu wollen, wäre so, als würde ein Schmetterling nicht fliegen wollen…

Deine Ahnungen bereiten dich vor. Und so wie es sinnvoll ist, wenn es kalt wird und die ersten Fröste kommen, Winterreifen aufzuziehen, wie ganz gewiss nun der Winter kommt, so ist es sinnvoll, sich vorzubereiten auf Schwierigkeiten, wenn ein schwieriger Mensch in dein Umfeld kommt.

Die Frage ist doch nicht, OB es Sinn macht, die Gefahr zu sehen. Die Frage ist, WAS wären die „Winterreifen?“

H. Der Geschäftsführer ist offenbar blind und taub für das was geschieht, oder er steckt den Kopf in den Sand, der Rest der Mannschaft leidet, versteht die Welt nicht mehr, kämpft, ich mittendrin.

A. Warum? Ja? Möchtest du wissen, warum?

Du weißt das schon: weil es unvermeidlich ist. Alles, was ist, pendelt hin und her, geht auf und nieder: Alles was sattvoll ist, wird einmal leer, alles was leer ist, voll… nie bleibt, was einmal war.

Das Betriebsklima deiner Firma ist diesem Wandel so sehr unterworfen wie auch alles andere. Aus dem Sommer, den ihr hattet, ist Herbst geworden. Aus dem Chef, dem das Betriebsklima wichtig war, ist einer geworden, der dieses Engagement nicht mehr entwickeln KANN.

Aus dem Glück der Kollegen, miteinander arbeiten zu dürfen, ist zuerst Selbstverständlichkeit geworden, dann Gleichgültigkeit und nun Verzweiflung. Keiner ist da nur Opfer, es sind alle auch Täter.

Erdulden, sich nicht positionieren, gar mitmachen um des „lieben Friedens“ willen… das sind auch Taten, die solche Auswirkung des Einen auf Alle erst möglich gemacht haben.

H. Wir hatten bis dahin ein richtig harmonisches Zusammenarbeiten, jeder half – dachte mit – für die Firma und auch im Sinne eines positiven Arbeitsklimas.

Und jeder längst „hypnotisiert“, sich als machtlos sehend, sich in der Bedrohung der Arbeitslosigkeit sehend, nicht zum eigenen Bedürfnis stehend, sich nicht in der Lage sehend, Konsequenzen zu ziehen…

Wie auch? Wenn ich mir selbst entfremdet bin?

H. Alles weg, vorbei.

Jetzt ist praktisch alles eingetroffen, was ich zu verhindern versuchte und ich spüre meine Verzweiflung und Wut über meine Machtlosigkeit.

A. Weißt du, mein Liebling, da hast du schon Recht: Der Punkt, für die Firma etwas verändern zu können, der ist nicht da. War er das je? Nein, nicht ohne die anderen.

Auch sie müssten dazu beitragen. Das können sie nicht. Nun kann ich und darf ich nicht über deinen Chef, deine Kollegen und eben jenem speziellen Kollegen reden. Das weißt du ja. Aber lass uns über dich reden.

Meinst du, es sei grausames Schicksal, dass du dich in solch hilfloser Position befindest?

Ist es nicht, Heidi… es ist etwas, das dich zum Wachstum auffordert.

Vielen Menschen ist diese Phase des Seins in den Erlebnisplan geschrieben. Meistens gerade jene Seelen, die in sich die Kraft und Liebe und Hingabefähigkeit haben, die Welt – bzw. den kleinen Teil der Welt, in dem sie wirken können – zu verändern.

Dass dies so ist, liegt in der Natur dieser Seelengabe. Sie lockt den Widerstand des Destruktiven an.

Denn, nicht wahr: Würden alle Menschen, die mit diesen Gaben beseelt sind, an Verantwortungsposten kommen, würden sie Entscheidungsträger weltweit, es wäre schnell vorbei mit der Macht des Destruktiven!

Für einen solchen Zustand ist die Entwicklung aber noch nicht reif. Zu viele Seelen müssen noch zuviel lernen.

Also richtet sich das Destruktive gegen die Macht derer, die das Konstruktive wollen und wirken!

Ich möchte dir dazu ein Beispiel nennen: Nelson Mandela, ein Mann, der nichts so sehr liebte und herbeisehnte wie ein gutes und konstruktives Miteinander beider Rassen seines Landes!

Das Destruktive suchte, IHN zu verhindern, Jahrzehnte lang musste er im Gefängnis sitzen. Wahrlich eine ohnmächtige Situation!

Jahrzehnte lang, jeden Tag! war er in der Versuchung, aufzugeben.

Aber was hätte er denn noch aufgeben können? Er hatte doch gar keinen Einflussbereich mehr, er konnte doch gar nichts bewirken!?

Doch, doch, Heidi, sein SELBST wirkte, seine innere Wahrheit, die ließ er sich nicht manipulieren, an der hielt er felsenfest.

Er war täglich versucht, sich in Resignation aufzugeben, er war täglich versucht, seine eigenen Brüder nicht mehr zu lieben, weil sie sich gegen die eigene Unterdrückung nicht nur nicht wehrten, sondern sich auch noch gegenseitig versuchten, zu unterdrücken.

Er war täglich versucht, seine Peiniger zu hassen, täglich in der Versuchung, seine eigene Wahrheit zu verleugnen, die da war: Alle Menschen sind gleich viel wert!

Schwarz und Weiss, Mann und Frau, reich und gebildet, arm und ungebildet… alle sind gleich viel wert!

Hatte er in den Jahrzehnten seiner Gefangenschaft in sich Resignation, Verachtung, gar Hass oder seinem Unmut am Leben allen Raum in seinem Inneren gegeben, niemals hätte es den Beginn der Aufhebung der Apartheid in seinem Land geben können.

So viele Versuchungen gab es:

Die Versuchung, sich fallen zu lassen, zu erkranken und zu sterben.

Die Versuchung, so provokant zu werden, dass er ermordet würde.

Die Versuchung, nur noch ALLES zu verachten.

Vor allem aber die Versuchung, den Glauben daran aufzugeben, dass alles Unglück, das die Apartheid bewirkt, JEMALS aufhören könnte!

Er hat gekämpft, um seine Wahrheit IN SICH lebendig zu erhalten. Es war ein Kampf, von dem kaum einer etwas weiss.

Heidi, wem die Macht genommen ist, außen zu wirken, der muss! sich auf sein INNEN konzentrieren.

Alles kann einem Menschen genommen werden und alles ist auszuhalten, SOLANGE die INNERE Wahrheit nicht verraten wird.

Es gibt sie, die Zeiten der Finsternis, wo die Macht des Destruktiven groß ist und die Macht des Lichts erlöschen könnte, gäbe es dann nicht Menschen, die IN SICH das Licht bewahren.

Für die, die sich nicht innerlich mit hineinziehen lassen in den Strudel der Hoffnungslosigkeit, auch wenn es nicht die Zeit ist, nach Außen zu wirken, ist es doch eine große Zeit der Bewährung.

Auch wenn dir nichts bleibt, als nach Außen fügsam zu sein, ist es doch eine Zeit, in der du in dir deine Wahrheit vom Miteinander in einer Arbeitsgemeinschaft erhalten kannst. DAS ist eine Probe, die deine Seele sich auferlegt hat.

Wie ist das, Heidi, was ist wichtiger für dein Ich: Der erfolgreiche Ausgang deiner Bemühungen um Frieden und Kollegialität oder die Wahrheit, dass ein wertschätzender, mitmenschlicher Umgang miteinander das Beste wirkt für jeden Einzelnen, aber auch für das Kollektiv?

H. Wenn der Herrgott nicht will, nützt das gar nichts.

A. Lächelnd: Mein liebes Herz, wer sagt dir denn, dass Gott nicht will?

Das Destruktive will nicht, das will, dass aus eurem VOLL ein LEER wird…

Das ist ein Naturgesetz: Die Finsternis muss das Licht fressen, es kann nicht anders. Und wenn es genug gefressen hat? Frisst es sich selbst! IMMER!

Mandela kam frei als alter Mann, aber er kam frei in dem Moment, in dem die Apartheidsbefürworter sich selbst und ihre Macht zerstört hatten…

Und er hatte sein Licht bewahrt, er war bereit für seine Aufgabe, er hatte eine Antwort für all die, die begriffen hatten, dass es ohne Licht nicht geht.

H. Habe das eine Ende ausgelassen, der Kanal versandet. Ich bewege mich nicht mehr, kein Drang mehr etwas verbessern zu wollen. Stille, Leere.

A. Wo ist sie hin, deine Wahrheit, dass ein Zusammenarbeiten, zusammen Leben bedeutet. Wo ist sie hin, deine Wahrheit, dass sich gegenseitig Fördern zu besten Resultaten führen, besser, als sich gegenseitig zu hacken?

Gestorben? Wirklich?

Aber nein… nur LEBEN nach Außen hin kannst du es nicht, trotzdem ist wahr wahr und Unrecht ist Unrecht.

Das Finstere übt nicht immer Gewalt aus, nicht jeder landet gleich im Gefängnis… die meisten sind einfach zu Fall zu bringen: durch UNMUT!

Es gehört viel Mut dazu, seine Wahrheit zu behalten, unabhängig davon, ob Anhängerschaft da ist, ob Umsetzbarkeit da ist.

Aber du kannst lernen, mein Liebstes, du kannst lernen, was WIRKLICH zählt in Zeiten der Ohnmacht: Seiner eigenen Wahrheit wenigstens SELBST glauben!

H. Der Geschäftsführer wird zunehmend verwirrt, überfordert, will mich wieder so haben, wie ich früher war. Es geht nichts mehr. Kein Gespräch mehr möglich. In mir ist nur Schweigen.

A. So unmutig, so resigniert? Dann wäre die Konsequenz, zu gehen… jedoch auch das ein verbauter Weg? Ach, auch Mandela wollte oft gehen… man kann ja anders gehen, da gibt es viele Möglichkeiten, nur: Es ändert nicht an der zu erfahrenden Aufgabe.

Heidi, deine Aufgabe besteht darin, an deiner inneren Wahrheit festzuhalten!

Ein bisschen ist es so, als wollte die Sonne sagen: Was? Winter? Stockfinster am Nordpol und kalt in Europa und ich kann nichts dagegen tun? Na gut, dann scheine ich eben GAR NICHT mehr!

Verstehst du, mein Liebling?

Es geht gerade nicht darum, Erfolg zu haben, es geht darum, in dir selbst klar und fest zu bleiben! Unabhängig davon, welcher Ungeist bei euch gerade das Ruder in der Hand hält.

Zu erfahren, dass es nicht wichtig ist, ob andere dir folgen, sondern dass es das Wichtigste ist, dir selbst zu glauben! und in diesem Glauben innerlich beharrlich zu bleiben.

Nur so besiegt das Licht die Finsternis!

Gibt die Sonne auf, Sonne zu sein und zu scheinen, dann erst ist absolute Polarnacht!

H. Ich wollte alle vor etwas bewahren, jedem Einzelnen eine schmerzhafte Erfahrung ersparen. Zuschauen müssen und nichts tun zu können ist unglaublich schwer. Wieder einmal.

A. Dass du ohne Wirkung bleibst, ändert gar nichts an der Tatsache, dass du Recht hast. Aber sich diesem Recht wieder zu öffnen, braucht Zeit und Erfahrungen, die noch nicht gemacht wurden, es ist noch nicht finster genug!

Das Destruktive hat sich noch nicht selbst gefressen, aber es beginnt damit!

H. Gleichzeitig weiß ich: Wer bin ich denn zu glauben, dass ich besser weiß als das Leben, wofür diese Erfahrung für uns alle gut ist. Und ich weiß, solche Erfahrungen machen uns stark. Hinterher. Das anzunehmen, ist eine schwere Übung für mich.

A. Hilft es dir, wenn ich dir sage, dass die Welt deshalb so hart ist, weil es darum geht, dass wir Menschenseelen dafür vorgesehen sind, im wahrsten Sinn des Wortes nicht nur Gottes Kinder, sondern auch Gottes Erben zu sein?

Hilft es dir, wenn ich dir sage: Irgendwann einmal werden wir Universen lenken und leiten, von denen noch niemand auch nur eine Ahnung hat? JEDER!?

Stell du nur einmal vor, was wäre, wenn wir jetzt schon diese Aufgabe erfüllen müssten!

Soviel, so viel gilt es zu lernen, um WIRKLICH die Gotteskindschaft in aller Liebe und Verantwortung und Weisheit ausfüllen zu können.

H. Es zerreißt mich fast. Und ich will weg vom Schwarz-Weiß-Denken, es ist genug – ich will endlich meinen Frieden in mir finden. Wieso bin ich in manchen Dingen immer noch so verklebt mit dem, was rund um mich geschieht?

A. Lächelnd. Ganz einfach, du bist wie mein kleines Mädchen damals, das meinte, schon genauso viel leisten zu können und vor allem zu müssen wie eine Erwachsene.

Ich bin versucht, zu sagen, das ist ein wenig hochmütig.

Und eine der schwierigsten, aber auch erleichterndsten Aufgaben, ist, zu erkennen, dass man doch noch zu klein, zu unwissend, zu schwach ist, um „göttlich zu sein“.

Demut eben statt UNMUT!

Die Antwort, warum alles so schwer ist, ist nicht, weil ES nicht geht, dass die Verhältnisse besser werden, sondern weil es NOCH nicht geht.

Heidi, weißt du denn nicht, dass jede Wahrheit, die in euren Seelen lebendig ist, sich umsetzt, sich realisiert? Nicht unbedingt in euren persönlichen Leben, aber im Bewusstsein des Kollektivs der Menschheit.

Jedes lichte Bewusstseinsteilchen in jedem Einzelnen in euch fügt sich mehr und mehr zueinander…

Das Destruktive ist klug, wenn es alles daran setzt, genau dieses Licht zu dämpfen: Resignation, mangelndes Sinnbewusstsein, Ungeduld, Manipulation durch ständige Durchflutung eurer Gedanken.

DAS ist die eigentliche „Arbeit“, die es sich macht.

Finstere Zustände außen zu bewirken, ist leicht für das Destruktive, aber besser wirkt es, wenn es das Licht in eurem Inneren erlöschen lässt.

Wenn Hoffnungslosigkeit und Sinnentleerung dort wohnen, wo einst Liebe, Zuversicht, Gerechtigkeitssin, Geduld und Mitgefühl wohnten.

Ihr entscheidet, ob diese Sonnen in euch weiter gut sind oder nicht oder ob sie nur deshalb unwahr werden, weil sie nicht gelebt werden können.

H. Unkraut und Blumen gemeinsam im Garten, liebevolle, ehrliche Menschen und scheinbar herzlose, falsch spielende Menschen gemeinsam im Leben. Alles hat seine Berechtigung, ich weiß – aber das Fühlen, die Erfahrung dazu fehlt.

A. Weißt du, mein Liebling, wer außen nichts erreichen kann, wer nur warten kann, der hat dennoch einen sehr fruchtbaren Boden zu bearbeiten: Sein INNEN!

H. Ich sehne mich so sehr nach dieser Verbindung mit mir ganz tief in mir, untrennbar, unzerreißbar, unsterblich – ich weiß, dass es da ist, es ist ganz nah, viel näher als alles. Es fehlt nur ein winzig kleiner Ruck im Fühlen, Beobachten, Wahrnehmen. Was fehlt?

A. Wissen, mein Schatz, es fehlt an Wissen! Wissen über dich, über dein SELBST, Wissen über das, was Leben in der Zeit bedeutet…

Wir wünschen uns so sehr, dieses Wissen wachsen zu lassen und Uta und Hajo tun viel, um es euch zugänglich zu machen.

Aber es ist schwierig, zu lernen, wenn man keine Fragen stellen kann.

Es ist noch schwieriger, ein guter Lehrer zu sein, wenn man keine Schüler vor sich sitzen hat, die diese Fragen stellen.

H. Ich bitte dich sehr, liebe Uta – um ein Reading mit meiner Guidin.

Vielleicht braucht es wieder einmal einen Anstoß, damit sich eine weitere Tür öffnet, oder ein Lichtlein aufgeht, oder. Und ich weitergehen kann auf meinem Weg, der irgendwohin führt.

A. Jetzt bin ich natürlich nicht die Uta, aber ich hoffe doch, dass du verstanden hast. Heidi, es geht nicht darum, dass dir ein Lichtlein aufgeht, sondern es ist eine Zeit, in der du das Lichtlein, das du schon hast, nicht ausgehen lässt.

Innen fest und klar bleiben und außen fügsam, solange es nicht entgegen deiner Wahrheit verlangt wird, zu handeln. Das ist nun die Zeit, dies zu üben. Sie geht vorbei, wie alle Zeiten vorbei gehen, die Guten und die Schweren.

Nun lass es zu, bei dir zu sein, so oft du kannst. Lass dich gelten, auch wenn du anderen gerade nichts giltst.

Lerne dein Selbst kennen, deine Kraft, dein Licht, dein Sein, damit du es zu schützen weißt, sonst geht es allzu leicht aus… dieses Lichtlein.

Deine dich ewig liebende Angelika!