Gott zu kennen, bedeutet, frei zu sein.

Verstorbenenkontakt
Als ich Gott hier angefangen habe, zu verstehen: 

Das war so schön, dafür fehlen mir die Worte.
Nie habe ich mich so frei gefühlt.

Gott zu kennen bedeutet, frei zu sein!
Das hätte ich nie gedacht.

Ich bitte meinen Guide, mich mit Alfred zu verbinden.

Er ist sofort da, hat die Hände auf den Rücken gelegt
und schreitet mein Zimmer in langen Schritten ab. 

U: Was machst du denn da?

A. lächelnd: Maß nehmen!

U: Wofür?

A: Ja, ohne Teppich ist das nicht schön! 
(Er lacht, ich spüre genau, dass er Scherze mit mir macht.)

U: Ach, Alfred!

A: Ne, ist schön, habt ihr gut gemacht!
(Er bezieht sich auf unsere neue Wohnung.)

U: Freut mich, dass es dir gefällt…

A: Ja, aber Mädchen, du darfst nicht soviel machen,
lass die schwere Arbeit mal den Männern!

Du bist genau wie meine Tochter!
Die denkt auch immer, sie muss alles selbst können, aber das ist nicht so!
Wir Männer wollen gar nicht, dass ihr alles könnt (lächelt).
Na ja, vaterlose Töchter machen das alle so, wusstest du das?

U: Dass sie versuchen, so viel wie möglich
ohne männliche Hilfe zu machen, meinst du das?

A: Ja…

U: Nein, das war mir nicht klar…

A: Weißt du auch, warum?
Weil ihr eure toten Vätern unbewusst nicht traurig machen wollt, darum!
Ich könnt mich ja aufregen über Inge,
was sie sich da so zumutet manchmal.

Aber dann hab ich mir das erklären lassen:
Ihr könnt gar nichts dafür, das macht ihr gar nicht bewusst.
Ihr versucht einfach das, was eigentlich VATERSACHE gewesen wäre,
selbst zu erledigen.

Mädchen, Mädchen, das sag ich dir:
Weder ich noch dein Vater wollen das!

Weshalb seid ihr verheiratet?
Ja, na siehst du!

Ne, ne, das wollen eure Engelväter nicht, dass ihr UNS ersetzt,
selbst wenn das über eure Kraft geht.
Ne, das müsst ihr nicht machen, das ist nicht gut.

U: Hm, ja, danke, Alfred, für deine Botschaft,
ich werde drüber nachdenken.

A: Ja.
Hast du schon mal erlebt, dass ein Sohn nach dem Tod der Mutter
freiwillig deren Aufgaben übernimmt und plötzlich anfängt,
mit der Nähmaschine zu nähen oder Socken zu stricken? Ne!

Aber ihr fangt an und schleppt schwere Kartons
und bohrt mit Bohrmaschinen und wechselt selbst kaputte Reifen aus.

Ja, so, mehr will ich jetzt aber dazu auch nicht sagen.
Sie hat mir geschrieben, nicht?

U: Ja, Alfred, einen sehr schönen Brief.
Ich würde ihn dir jetzt gerne satzweise vorlesen
und du antwortest ihr durch mich, bist du damit einverstanden?

A: Ja, fang mal an!

I: Jetzt sitze ich hier und weiß nicht, wie ich anfangen soll,
ich vermisse dich und es vergeht kein Tag, wo ich nicht an dich denke.

A. ganz leise: Weiß ich doch! Ach Mensch, ich weiß es doch.
Du, wenn ich könnte,
ich würde lieber mit dir reden als irgendwas sonst,
aber es darf ja so nicht sein.

Inge, ich bin so dankbar für unsere gemeinsame Zeit.
Weißt du, ich hab´s gut, ich kann mir aussuchen,
in welcher Zeit in sein will.

Deshalb kann ich dich – wann immer ich das will – bei mir haben.
Aber der Überlebende zu sein, das ist schwer.

Aber das ist jetzt deine Aufgabe, damit zu leben.
Inge, du, das ist keine Strafe, das ist wirklich wichtig für dich.
Weißt du noch?
Als ich noch fit war, da war ich so was
wie eine Versicherung gegen Unwetter.

Verstehst du, was ich meine?
Man hat so eine Versicherung: Eigentlich braucht man sie nicht,
aber es ist ein gutes Gefühl, dass sie da ist.

Na ja, die meiste Zeit braucht man die wirklich nicht.
Aber WENN dann ein Sturm kommt, dann ist man doch froh,
dass es die gibt, da fürchtet man sich eben weniger.

Inge, aber weißt du, wer so eine Versicherung hat,
der lernt vielleicht nie ganz wichtige Dinge über sich selbst im Leben!

Der lernt vielleicht nie, wie stark er selbst ist.
Oder der lernt nie, dass es nur eine einzige Sicherheit gibt,
die auch bei den schlimmsten Stürmen hilft.

U: Welche wäre das?

A: Hm, klingt ja jetzt komisch aus meinem Mund, aber ich sag es jetzt:
Gott!

Inge, ich hab erlebt hier, wer uns Menschen Gott ist.
Ich hab´s verstanden, wie oft er mir geholfen hat mein Leben zu leben,
so, wie es geplant war.

Ja, Inge, ich bin dein Paps, ein Mensch.
Müssen wir jetzt gar nicht drüber reden, dass ich auch Fehler hatte.
Ich bin nie die Unwetterversicherung gewesen, Inge.
Ich hab mein Bestes gegeben, aber was ist das schon:
Das Beste, was ein Mensch geben kann.

Du, weißt du, ich bin hier und du bist im Leben
und Leben ist hart manchmal.

Ich kann dir nicht mehr helfen,
ich kann dich nicht mal mehr in den Arm nehmen.

Aber weißt du, was ich mache, wenn du mir Sorgen machst?
Dann bitte ich unseren gemeinsamen Paps oder Gott
– ist egal, wie man ihn nennt.

Ja, das tue ich dann, so mache ich das (lange Pause).

Manchmal muss der Vater erst aus dem Leben gehen,
damit die Tochter zu Gott finden kann.

Kluge Väter bringen ihren Töchter das vorher nah,
aber die Umstände haben das bei uns so nicht ergeben.

Ich hätte auch nicht viel mit einer Kirche anfangen können,
mit Vorschriften und so was, darum geht’s mir auch nicht.

Ich will nur, dass du weißt, dass dein Paps für dich betet,
immer, wenn es dir schlecht geht.

Dann sucht er da um Hilfe, wo die auch ermöglicht werden kann.
Das sollst du wissen!

Als ich Gott hier angefangen habe, zu verstehen, Inge,
das war so schön, dafür fehlen mir die Worte.

Nie habe ich mich so frei gefühlt.
Gott zu kennen, bedeutet, frei zu sein!
Das hätte ich nie gedacht.

Na ja, so!

Wie geht’s weiter?

I: Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie sehr du mir fehlst.
Jetzt muss ich auch noch heulen!

A: Ja, na ja, Mensch.
Aber sieh´s mal so:
Wenn es nicht so schön mit uns Zweien gewesen wäre,
dann wäre unsere Trennung auch nicht so traurig.
Das ist der Preis!

Ja, weiß ich auch, dass dich das nicht tröstet
und mich so was nicht wiederbringt.

Aber das hat seinen Sinn, Inge.
Du willst stark werden in deinem Leben!
Du hast dir vorgenommen, immer selbstbewusster zu werden
und immer weniger Angst vor Unsicherheiten zu haben.

Na ja, aber um sich Mut zu machen, weißt du, was ich da getan habe?
Ne, ich hab eben nicht an gute Zeiten gedacht!
Ich hab daran gedacht,
was für schwere Zeiten ich in meinem Leben überstanden habe!

DAS hat mir Kraft gegeben.

Wenn du lernst, mit meinem Tod fertig zu werden,
weißt du, wie stark du dann bist?

Bis an dein Lebensende wirst du dann wissen,
dass du mit solchem Schmerz fertig wirst, so was macht mutig.
Auch in der Liebe!

Inge, du musst aufpassen, dass du jetzt nicht jede Beziehung
unter dem Standpunkt betrachtest,
dass der andere irgendwann sterben könnte
und du dann wieder so traurig bist.

Stell dir mal vor:
Wenn du den Gedanken immer im Hinterkopf gehabt hättest
in unserer Beziehung.

Meinst du, dass wir dann so offen
und ehrlich miteinander umgegangen wären?

Oder auch so glücklich?

Inge… hm?
Pass auf, ja?

Das Wichtigste ist, dass zwei Menschen ehrlich miteinander sind,
offen eben.

Ich höre einen Satz wie aus weiter Ferne:
„Woher soll ich denn wissen, was du denkst?“

I: Ich hab deine ganzen T-Shirts, Hemden und Unterhemden.
Manche habe ich noch nicht gewaschen
und sie riechen immer noch nach dir!

Sie passen mir und ich ziehe sie gerne an.

A: Hm hm, solange dir das gut tut, ist es auch gut.
Aber wenn du es machst, um nicht aufzuhören, traurig zu sein,
weil ich tot bin, dann ist es nicht mehr gut!

Hör mal, dass musst du wissen: Es ist kein Verrat an mich,
wenn die Traurigkeit kleiner wird!

Manche Töchter denken so, aber so ist das gar nicht.
Weißt du, wenn du an unsere schöne Zeit denkst oder daran,
wie wir zwei zueinander gehalten haben, das ist schön.
Dann freu ich mich hier.

Deine Liebe zu mir, ach Mensch, die braucht doch gar keinen Beweis!
Du hast mich ewig lieb und ich dich!
So ist das!

I: Ich hoffe, das mit dem zweiten Reading ist okay für dich?

A: Na klar, ist doch schön, so kann ich dir noch was sagen,
mir ist ja auch erst hier einiges klar geworden.

Inge, weißt du, worüber ich so froh bin?
Ich war ja zum Schluss manchmal nicht so einfach
und ich hab mir Sorgen gemacht,
ob ich damit vielleicht was kaputt gemacht habe.

Ich bin so froh, dass du verstehst, was mit mir los war.
Das will ich nur noch mal sagen!
Danke, Inge!

I: Mit dem Meditieren in der Gruppe war ich nicht so erfolgreich.
Ich glaube, ich bin einfach nicht sensitiv genug.

A: Ach Quatsch, aber die Gruppe ist nichts für dich.
Inge, das ist dir einfach zu privat und das ist doch auch in Ordnung.

Du kannst mich schon wahrnehmen, wenigstens manchmal.
Aber da musst du allein sein, das ist eben so bei uns!
Wir können das, was in uns ist, nicht so nach außen tragen.
Ist ja nicht schlimm.

Und eins kannst du mir glauben:
Da hat auch nicht jede wirklich was erlebt, da wurde auch fantasiert!
Nur meine Inge, die ist dann so ehrlich und gibt zu,
dass sie nichts empfunden hat (lächelt).

I: Ich denke schon, dass du oft bei mir bist,
manchmal glaube ich auch, dass ich dich fühlen kann.

Bist du oft bei mir?

A: Inge, immer, wenn du dich nach mir sehnst
Du, das ist dann, als würde das Telefon bei mir klingeln:
Natürlich nehme ich ab, wenn ich deine Nummer sehe.

I: Wie geht es dir eigentlich und was machst du da, wo du jetzt bist?

A: Ich lerne, Inge!
Ich hab mich entschlossen, ein Schutzengel zu werden.
Jetzt willst du wissen, bei wem?
Ne, das darf ich dir nicht sagen!
Aber mach dir keine Gedanken, ich bin nicht weg,
wenn du kommst, ganz sicher nicht.

Versprochen, Inge: WENN du mal kommst,
steht dein Dad da mit ner Flasche Schampus (grinst)
und holt dich ab, fest versprochen!

I: Siehst du Oma schon mal?

A: Na klar!
Sie ist putzmunter und lässt dich ganz, ganz lieb grüßen.

I: Wenn du sie siehst, sag ihr, dass ich sie liebhabe…

A: Weiß sie doch, Inge, die hat auch so ein „Telefon“
und die nimmt auch ab, wenn du „klingelst!“

I: Das letzte Jahr war sehr hart für mich.
Mama ist sehr fordernd und manchmal hab ich das Gefühl,
dass sie mich mit Haut und Haaren verschlingt.

A: Ich weiß, Inge, darüber müssen wir jetzt mal ernsthaft reden.
Mensch, weißt du, das war nie in unserem Sinn,
dass du dich für uns aufopferst.

Aber sie KANN einfach nicht sehen, was sie anrichtet.
Und ich bin nicht da, um ihr zu sagen, wo die Grenze ist!
Inge, so geht’s nicht weiter, ihr braucht beide Hilfe!
Ich will dich ja nicht drängen.
Aber wenn man die Möglichkeit hat, Hilfe zu kriegen,
wenn´s um die eigene Zukunft geht, so was ist doch wichtig!

Dann darf einem das nicht egal sein!
Ich würde mich so freuen, wenn du euch helfen lassen würdet.
Ihr Verstand versteht´s ja einfach nicht,
aber ihre Seele kann verstehen.

Inge, sie macht da jetzt unbewusst etwas,
davon hat sie selbst keine Ahnung.

Da kommt Eifersucht hoch, verstehst du?
Mädchen, tu was, so geht das schief!

I: Bitte und Danke kennt sie nicht, sondern nur: Inge, du musst!

A: Ja, und was glaubst du, was los ist, wenn Inge zwar muss,
aber nicht mehr kann!

Hör mal, soll es erst soweit kommen?

I: Ich kann und will das nicht mehr,
bin gesundheitlich angeschlagen und mir fehlt manchmal einfach die Kraft.

A: Ich weiß…
Inge?
Wenn das so weiter geht, wir wissen das doch beide,
dann bist du schneller am Ende deiner Kraft, als dir lieb ist…

Glaubst du etwa, dieses Reading hier findet statt,
damit wir ein bisschen Spaß miteinander haben?

ICH wollte das Reading und ICH wollte es JETZT!
Damit du was tust, ich kann´s dir doch nicht abnehmen…
Frag diese Frau hier, frag sie einfach, was ihr machen könnt.

Es muss für alle eine gute Lösung her!
Wenn du zusammenbrichst, ist das keine gute Lösung.
Das ist dann wirklich Mist!

I: Jonni macht mir auch Sorgen.
Aber wie du gesagt hast:

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen, da kann man nichts aufhalten.
Er vermisst dich auch sehr und wir reden oft miteinander von dir.

A: Jonni hat eine Mutter, die sich um ihn sorgt, das ist doch ein Geschenk!
Aber sorgt er sich auch um dich?
Hast du ihn das mal gefragt?
Jonni muss lernen, Verantwortung zu tragen, Inge!
Und du bist es, die ihm das als Erste beibringt.

Er kennt dich nur stark und belastbar.
Ja ja, schön, da braucht er ja nicht stark und belastbar sein.
Verstehst du?
Sprich mal weniger über mich, sprich mal über dich!

Ich sage ja gar nicht, dass du ihm Vorwürfe machen sollst, nein.
Aber er kann auch nicht wissen, was in dir vorgeht,
wenn du es ihm nicht sagst.

Ich weiß ja: Dann hört er nicht hin…
Doch, der hört schon hin!
Aber der glaubt, dass du ihm solche Belastungen
in „Wirklichkeit“ nicht zutraust.

Inge, lass deiner Familie helfen!
Manchmal geht der direkteste Weg nicht über den Verstand,
sondern über die Seele!

Jonni hat dich so lieb und er will, dass es dir gut geht.
Aber er hat keine Ahnung, dass er helfen könnte.
Und du hast keine Ahnung, wie du ihm helfen könntest,
ihr redet viel zu oft aneinander vorbei.

Der Anfang wäre gemacht, wenn du anfängst, ihm zuzutrauen,
zu verkraften, dass du manchmal einfach nicht mehr kannst.

Dass die Sorgen, die er macht, dich mürbe machen
und du nicht mehr weiter weißt.

Du willst eine starke Mutter sein, ja, aber denk mal nach.
Irgendwann bist du alt und schwach!
Wenn er bis dahin nicht gelernt hat,
dass er sich auch um dich zu sorgen hat und nicht nur umgekehrt,
was soll dann werden?

Wenn du an mich denkst und an mein Sterben, dann weißt du,
du hast dein Bestes getan, um deinem sterbenden Vater zu helfen.
Deshalb musst du dir keine Vorwürfe machen.

Stell dir mal vor, das wäre nicht so gewesen,
wie würdest du dann meinen Tod verarbeiten?
Na ja, siehste!
Aber ich hab dir auch immer was ZUGETRAUT,
das hat dir ja nicht immer gefallen,
aber es war doch auch die Vorbereitung auf harte Zeiten.

I: Mit Harald, so denke ich, habe ich einen guten Mann gefunden.
Trotzdem bin ich irgendwie auf der Suche, ich weiß nur nicht, wonach…

A: Ja, Mensch, das ist doch ganz einfach:
Danach, dass dir dein Leben Freude macht!

Ich rede nicht von Spaß.
Sondern von Freude, Zufrieden sein!

Wieso wundert dich das?
Wie viel Zeit verbringst du denn noch damit, dich darum zu kümmern?
Du gibst Anderen viel, Inge, und dir?

I: Irgendwie habe ich, glaube ich, meinen Weg noch nicht gefunden.

A: Na ja, wann hat man den denn gefunden?
Inge, jeden Tag…

I: Dinge, die mir mal wichtig waren,
sind auf einmal total unwichtig geworden.

A: Ja, das ist so, wenn man begreift, dass das Leben mit dem Tod endet.
Aber weißt du, deshalb kann Spaß doch Spaß bleiben.
Und Freude.

Freude, ne, ne, Inge, das ist was anderes!
Deine SEELE verbietet sich gerade das Glücklich sein,
ich hab das schon mal gesagt.

Das ist mir kein Liebesbeweis,
wenn du aus deiner Sinnlosigkeit nicht raus gehst, nur, weil ich tot bin.

Inge, das hab ich dir doch wirklich beigebracht.
Das GUTE genießen, dann, wenn es sich anbietet,
muss doch nichts Großes sein…

I: Ich hätte gerne mehr Zeit für meine Tiere
und auch mehr Zeit für mich,
aber irgendwie klappt das einfach nicht.

A: Na, weil du inzwischen nicht mehr vernünftig „Nein“ sagen kannst!
Weißt du, warum?
Das hat auch mit meinem Tod zu tun!
Weil du Angst hast, es könnte einer sterben
und du hättest NICHT alles getan, was in deiner Kraft stand.

Mensch, Mensch, Inge, du steckst da in einer Falle,
aus der würde ich dich gerne rausholen.

Da gehört Alfreds Tochter nicht rein!

I: Papa, ich liebe dich!

A: Ich dich auch!

I: Und für mich bist du der beste Papa der Welt!
Und ich vermisse dich so sehr, dass ich manchmal denke,
mein Herz zerbricht!

A: Ach, Mensch, hör mal, bei mir durftest du immer mein Mädchen sein.
Jetzt denkst du, da ist kein Mensch mehr, bei dem du das sein darfst:

Für alle musst du stark sein, aber vielleicht ist das gar nicht so?

Vielleicht wissen die Anderen nur nicht, wie wichtig es für dich ist,
auch mal ganz klein sein zu dürfen?

Du musst lernen, das zu sagen!
Die kommen nicht von selbst drauf, Inge.

I: Du warst mein Kumpel, mein Saufkumpan und mein bester Freund.

A: Ja, aber weißt du was?
Du warst immer nur eins: mein Mädchen!
Inge, das ist, was dich so traurig macht.
Es scheint keinen mehr zu geben, bei dem du das sein darfst.

Wenn der Vater geht,
dann ist das eigentlich die Aufgabe des Mannes! 
Aber weiß er das?

I: Ich glaube ganz fest daran, dass wir uns wiedersehen.
Manchmal wünsche ich mir, dass es nicht mehr allzu lange dauert.

A: Ne, du wünschst dir, dass es nicht mehr so sehr weh tut
und das ist richtig und dafür musst du was tun!

Unbedingt!

I: Auch wenn ich weiß, dass es nicht richtig ist:
Ich muss meinen Weg gehen, genauso, wie du deinen gegangen bist.

A: Hm hm, aber vergiss nicht:
Ich hab immer versucht, das Beste draus zu machen, auch für mich…

I: Ich trage dich immer in meinem Herzen!

A: Ja, das tust du und ich hab dich in meiner Seele,
unsere Liebe hört nie auf, ganz sicher nicht.

Und jetzt leg los, fange an, dich aus deiner Falle zu arbeiten!
Meine Inge ist eine Kämpferin! So, gut jetzt!

Er steht noch einen Moment unschlüssig da, als wollte er noch was sagen, dann schüttelt er den Kopf und sagt leise zu mir:
Hilf ihr, ich will nicht, dass sie ihre Lebensfreude opfert…

U: Ich versuch es, mach es gut, Alfred!

A: Du auch!