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Bühnenstück Leben: Wichtig ist das Drama, die Komödie an sich…

Wichtig ist das Drama, die Komödie an sich.
Die Botschaft, die wir mitnehmen.

Alle Beteiligte werden sich ihrer Grenzen bewusst.

Wenn du dich selber aus den Augen verlierst…

Und es ist Zeit,
dein Licht in die Dunkelheit deiner Umwelt zu tragen.

Eine Kämpferseele muss stets handeln,
stets aktiv sein.

Engelkontakt

Ich bitte meinem Guide, mich mit dem Guide von Werner zu verbinden.
Werner bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe in einer Art Halle.
Die Wände sind aus Holzstämmen, die Decke aus schweren Balken,
die reich mit Schnitzwerk verziert sind.

Säulen aus Holz, so dick, dass es wohl zwei Männer bräuchte,
um sie zu umfassen, auch sie sind reichlich mit buntem Schnitzwerk versehen.

Ein großer Kamin aus gemauerten Feldsteinen,
davor zwei Sessel mit halbhohen Lehnen und einer, der sehr breit und hoch ist. Der steht mit dem Rücken zu  mir.
Die Möbel sind nicht gepolstert, sondern Felle liegen darüber.

Eine tiefe, männliche Stimme fordert mich auf, zum Kamin zu gehen.
Jetzt erst sehe ich, dass in dem hohen Sessel jemand sitzt.

Ein alter Mann, weißes, schon schütteres Haar, aber ein langer dichter Bart, dichte Augenbrauen, unter denen mich helle Augen freundlich ansehen.
Er trägt einen Leder-Wams, weite, wollene Hosen,
die um den Bauch herum irgendwie festgebunden sind
und in einem Knoten liegen und hohe Fellstiefel.

G: Na? Hast du dir so einen Wikinger-Fürsten vorgestellt?

U: Ehrlich gesagt, habe ich davon überhaupt keine Vorstellungen.

G: Umso besser, setz dich!

Das hier ist einer meiner Höfe, es gibt mehrere.
Aber diesen liebe ich am meisten.

Es ist ruhig hier, relativ ruhig (lächelt).

Mein Name ist Harald.

Nein, nein, nicht Harald Blauzahn, der kommt später.

Ich bin König, Fürst, aber wenn du denkst, dass es sich darum handelt
– um Macht und Ohnmacht oder Machtmissbrauch –
dann irrst du dich.

Nein, darum wird es nicht gehen, sondern um Verantwortung
und um die Zustimmung in das eigene Leben.

Ah, ja, das hat meine Seele hier gelernt,
dass es mit der Verantwortung nicht weit her ist,
wenn du das auch noch so sehr glaubst,
ohne dass du deiner Lebensberechtigung zustimmst.
Hm!

Verwandtschaft: Werner und Harald, Brüder…
Vater und Sohn…

Aber auch erbitterte Feinde, das waren wir oft, wir werden es weiterhin sein…

Jeder hat den Anderen im Ensemble seiner Theaterstücke.

Ja, ich habe nicht vor, nicht wieder zu inkarnieren.
Ich werde es tun, sobald meine Vereinbarung mit Werner ausläuft.

Und er wird sicher wieder eine Rolle bei mir spielen oder ich bei ihm,
wir werden sehen.

Das hier, war so ein Bühnenstück, ja.
Und es war wichtig.
Es spielt keine Rolle, ob du ein König bist, der über Tausende herrscht.
Oder einer, der über Dreißig herrscht…

Es spielt keine Rolle, ob du in einem Palast Hof hältst oder in einem Büro…
Das ist ganz egal!

Wichtig ist das Drama, die Komödie an sich…
Die Botschaft, die wir mitnehmen.
Alle Beteiligten nehmen eine Botschaft mit…
Nein, nicht nur das Publikum, das ist im Grunde am wenigsten betroffen…
Aber die Akteure, die erfahren wichtige Botschaften.

Sie erfahren, wie sie sich fühlen als König…
Oder als Bettler…
Als Narr oder Held…
Als Mann oder Frau…
Sie erfahren sich selbst in den Rollen, die sie spielen!

Und mit jeder Rolle werden sie sich mehr und mehr ihrer Grenzen,
aber auch ihrer Möglichkeiten zur Grenzüberschreitung bewusst.

Ich kann nicht sagen, was wichtiger ist:
Die eigene Grenze zu erkennen oder die Kraft, Grenzen zu überschreiten…

Ich kann nach all den Leben nicht einmal sagen, was gut und was böse ist!
Das ist nämlich eine Grenze, die  immer verschwommener wird,
je weiter du vorangehst.
Ja.

Aber es stimmt auch nicht, dass es keine geben würde…
Eine gibt es ganz gewiss:
Sie beginnt dort, wo der Eigenwille des Anderen anfängt.

Nun genug davon.
Das hier also ist das Theaterstück, in dem ich lernte, wie wichtig es ist, Verantwortung und Lebensgenuss in Einklang zu bringen.

Ich war noch ein junger Mann, als ich gewählt wurde
aus den Fürsten des Landes…
Und ich liebte das Leben, ah, wie sehr ich es liebte!
Warum hätte ich es auch nicht lieben sollen?

Es war so einfach…
Ich hatte für alle meine Bedürfnisse jemanden, der sie zu erfüllen suchte,
ohne dass ich darum bitten musste!

Und ich hatte für alle Probleme jemanden, der versiert war,
sich auskannte und tat, was gut und richtig sein würde!

Alles was ich zu tun hatte, war:
Mich nach ihnen zu richten und mein Amt dadurch auszufüllen.
Wie  wunderbar schien mir jene goldene Zeit!
Ah ja…

Aber dann geschah, was geschehen musste:
Ich hatte stets Alle als einig wahrgenommen.
Ich hatte nicht im Mindesten bemerkt, dass es Rivalitäten gab…

Und deshalb traf es mich wie ein Schlag, als ich bemerkte,
dass ich keinesfalls als Person geliebt war,
der man deshalb alle Mühe und alle Entscheidungen abnahm…

Sondern was man liebte an mir,
war die Möglichkeit persönlicher Machtausweitung,
die man durch meine Zuneigung zu gewinnen suchte.

Fast hätte ich es für mein Land zu spät gemerkt.
Ich war wie ein Kind, das sich plötzlich ohne Familie wiederfand,
einer harten Realität ausgeliefert.
Und ich weigerte mich lange, diese Position des Kindes zu verlassen.

Wie ein Kind versuchte ich, die anderen durch meine Launen,
durch meine gewährte Zuneigung,
durch meine gewährte Güte
oder meine gewährte Hilfe unter Kontrolle zu behalten.

Ja, doch, doch: Kinder tun das ganz offensichtlich.
Sie wissen, wie sie Vater und Mutter manipulieren können,
um dies oder das zu erreichen…
Und sie machen davon so unbekümmert Gebrauch
wie auch ich es in den ersten Jahren meiner Regentschaft getan habe.

Dabei spürte ich doch, dass es falsch war…
Ich fühlte mich nicht wohl damit.
Ich merkte immer deutlicher meine eigene Abhängigkeit von ihnen…
Und weshalb?

Weil ICH mir nicht zutraute,
selbst die Verantwortung des Königs zu übernehmen.
Ich glaubte einfach nicht, dass ich dazu imstande sei.

Tragische Ereignisse erst ließen mich erkennen,
welche starken Kräfte in mir ruhten…
Und was noch wichtiger war:
Dass es nur einen einzigen Menschen gab,
der die Angelegenheiten meines Lebens und meines Landes
in der Richtung in Ordnung bringen konnte, wie ich es für angebracht hielt…

Ich, nur ich selbst konnte das tun!
Und es gab keinen Ausweg!
Ich konnte Aufgaben und Ämter zwar anderen übertragen.
Aber wenn ich es tat, dann trug dennoch ich ganz allein die Verantwortung dafür!

Niemand sagte nach einem verlorenen Waffengang:
Daran war der Olaf schuld oder der Björn, diese Heerführer…
Nein, alle Welt sagte:
Das war der König Harald, der den Olaf oder Björn eingesetzt hat.
So war das!

Aber wenn es schon so war, dann wurde es wohl Zeit, erwachsen zu werden.
Das ist, was mich mit Werner verbindet:
Das Leben, das Werner in dieser Inkarnation führt, dient nur einem Zweck:
Zu erkennen und zu glauben, dass er erwachsen ist und fähig und stark genug, um Verantwortung da zu tragen, wo sie ihm zukommt.
Hm, ja…

ICH BIN ZUFRIEDEN.
Er hat sich gut entwickelt, mein alter Freund…
Aber was noch verbessert werden könnte, das ist, dass er begreift,
dass er auch die Verantwortung für seine persönliche Lebensfreude SELBST trägt!

Und dass dieses genauso wichtig ist, wie die Verantwortung für Andere zu tragen.
Glaubst du das, kleine Frau?

U: Ja, das glaube ich.

H: Nun, dann frage ich mich, warum man es dir auch immer erst
mit der harten Methode beibringen musste (lacht).
Ich will dir und Werner etwas aus diesem Leben erzählen:
Ich war nun in den mittleren Jahren…
Ich hatte gelernt, dass es mir sogar Freude bereitet,
selbst die Verantwortung für Land, Mensch und Vieh zu tragen.
Und ich ruhte nicht eher, bis ich wenigstens den größten Teil
meiner Verpflichtungen nachgekommen war.
Was nichts anderes bedeutete,
als dass ich niemals mehr als vier Stunden Schlaf bekam.

Nun, was soll ich sagen:
Ich wurde sehr krank.
In einem nassen Herbst, als ich wieder einmal selbst eine Fahrt nach Irland angeführt hatte, kroch die Kälte in meinen Leib und ich bekam das,
was ihr heute Rheuma nennt…

Ich bekam es so schlimm, dass sogar mein Herz in Mitleidenschaft gezogen wurde und wir vorzeitig das Land verlassen mussten, unverrichteter Dinge heimkamen und ich nun sogar für die kleinsten Staatsgeschäfte zu schwach geworden war.

Da kam eine alte Frau zu mir, die war eine bekannte Priesterin und Heilerin.

Oft war ich bei ihr, um die Götter zum Ausgang einer Angelegenheit zu befragen…

Und immer hatte sie Recht gesprochen.

Doch die letzten Jahre hatte sie mich auch immer wieder gewarnt, meine wichtigste Pflicht nicht zu versäumen. Ich verstand aber nicht, was sie damit meinte und sie konnte es mir auch nicht erklären.

Nun also stand sie vor meinem Lager und sagte:

„Schämst du dich nicht, alter König?“

„Wessen sollte ich mich schämen?“ fragte ich sie.

„Du hast deine wichtigste Pflicht trotz vielfacher Ermahnung versäumt!“

„Dann sag mir doch endlich welche das sei!“ blaffte ich sie an.

„Dich, König! Du hast deine Pflicht, für dich zu sorgen, versäumt! Nun sieh zu, wie du wieder gesund wirst. Nun sieh zu, das du deinen wichtigsten Kampf nicht verlierst!“

Und damit ließ sie mich allein. Ich hatte MICH versäumt? Wie meinte sie das?

Und dann begriff ich: Ich hatte meine eigenen Bedürfnisse nicht mehr wahrgenommen…

Es gab nichts mehr, was ich genoss um des Genusses willen, das es mir bereitet, sondern höchstens um der Verpflichtung gegenüber anderen, die ich eingegangen war.

Ganz einfache Genüsse waren das und doch hatte der Verzicht darauf mich fast das Leben gekostet.

Die Wahrheit war: Wenn ich mit meiner Gattin schlief, so nicht, weil es mir Genuss bereitet hätte, weil es mein Herz mit Liebe und meine Lenden mit Leidenschaft erfüllte, sondern um Erben für mein Land zu sichern.

Wenn ich köstliche Speisen einnahm, so nicht um der Speisen willen, sondern weil ich Gäste geladen hatte, denen ich mich verpflichtet fühlte

Ja, selbst der wunderbarste Genuss, zu den das Leben eines Menschen taugt, der spirituellen Begegnung mit dem Göttlichen, hatte ich mich nicht mehr widmen können, ohne dabei an mein Land und an meine Staatsgeschäfte zu denken.

So also hatte ich mich selbst aus den Augen verloren.

Mein Fehler war, dass ich zwischen heiliger, königlicher Pflicht und profaner Tätigkeit unterschied.

Das ich zuerst der Königspflicht nachkam und gar nicht daran dachte, meine kostbare und begrenzte Zeit und Kraft den profanen Genüssen des Lebens zu schenken…

Und damit hatte ich mich gegen das Göttliche versündigt.

Die Alte hatte Recht gehabt und ich habe noch rechtzeitig verstanden, was sie meinte.

Nun, all das versteht Werner…

All das glaubt er selbst gut zu kennen…

Warum erzähle ich es ihm dennoch?

Bin ich ein Narr?

Nein, ich erzähle es als Vorbereitung auf das, was ich jetzt zu sagen habe.

Werner, nach dem ich all dieses erlebte, was denkst du, wurde aus mir?

Was habe ich beim Erleben dieses Bühnenstückes gewonnen?

WEISHEIT, Werner, Weisheit habe ich gewonnen.

So wie auch du.

Aber, und hier bitte ich dich aufmerksam aufzuhorchen:

Was ist ein Weiser nütze, der seine Weisheit für sich behält?

Ist er nicht wie ein Arzt, der am Bett des Kranken, sitzt wissend welche Arznei empfehlenswert sei, aber dennoch schweigt?

Du bist geboren, um viel über Verantwortung und Selbstbewusstsein zu lernen…

Aber nun wächst du in eine neue Aufgabe!

Und diese Aufgabe besteht darin, deine Weisheit weiterzugeben!

Deine Weisheit ist groß, aber zu still!

Denk nur nicht, sie sei zu profan!

Es doch darum, auch anderen zu sagen und zu zeigen, was der Sinn des Lebens  ist.

Der Sinn des Lebens ist, den Ausgleich zu finden…

Sich in die Mitte zu begeben zwischen der Verantwortung anderen gegenüber und der Verantwortung sich selbst gegenüber.

In der Ausgewogenheit beider Strebungen liegt das, was man gemeinhin als Lebensfreude bezeichnet…

Oder widersprichst du mir da?

Sei kein schweigender Arzt, Werner, ich bitte dich sehr, auch im Namen der Guides vieler.

Wer ein Licht hat, der soll es nicht unter den Scheffel stellen…

Du hast ein Licht, ich bitte dich, lass es leuchten, fürchte dich nicht.

Als Kind wurde deine Weisheit gering geachtet…

Aber nun bist du ein stolzer Mann mit weißem Haar…

Und es ist Zeit, dein Licht in die Dunkelheit deiner Umwelt zu tragen.

Nun denn, fang an, aber vergiss darüber nicht, das es wirklich nichts gibt, was profan ist…

Alles ist heilig, auch das Geringste.

U: Ich danke dir, Harald, und würde jetzt gerne die Fragen von Werner stellen, wenn ich darf.

H: Ich erwarte von dir nichts anderes (lacht).

Wir kennen dich!

U: Über seine Aufgabe in dieser Inkarnation scheinst du schon gesprochen zu haben oder hättest du noch etwas hinzu zu fügen?

H: Werner ist als Kämpfer-Seele jemand, der stets handeln muss, der stets aktiv sein will…

Verliert er die Aktivitäten, verliert er scheinbar jede Lebenskraft!

Es ist aber wichtig, dass ein Kämpfer auch der Ruhe nachkommt!

Auch sie ist handeln, auch geschehen lassen ist handeln.

Wie in allem liegt hier die Aufgabe darin, in die Mitte zu kommen.

Nicht abzugleiten in das eine oder andere Extrem.

Auch das ist Lebensaufgabe.

Aber im Wesentlichen, das habe ich schon gesagt, liegt seine Aufgabe darin, Weisheit zu sammeln und dann zu vermitteln, ja.

Ich spreche nicht vom Sammeln von Wissen, das ist etwas ganz anders.

U: Er fragt, warum Partnerschaften, Freundschaften und auch geschäftliche Kontakte in seinem Leben oft so abrupt enden?

H: Das ist ein Urteil seiner Seele:

Ein Alles oder Nichts in jeder Beziehung.

Sie verurteilt sich für eine leidenschaftliche Hingabe, die schlimm endete…

Und nun straft sie sich für jede Beziehung, in dem sie sich immer und immer wieder zu beweisen versucht, dass es doch letztlich böse endet, was mit aller Hingabe begann.

Sie ist fest davon überzeugt, dass so alles zu enden hat, weil es mehr als einmal so endete:

Entweder geht der ENDGÜLTIG, an dem ich hänge oder ich habe zu gehen.

Er hasst seine Fähigkeit zur Leidenschaft, einerseits…

Andererseits treibt es ihn immer wieder, sich auf ALLES hoffend zu erleben, um dann doch dafür bestraft zu werden durch die Enttäuschung.

Werner, alles, was uns im Außen begegnet, sind wir im Inneren.

Vergiss das nicht!

Das geht solange weiter, wie du glaubst, dass es die WAHRHEIT über das Wesen von Beziehungen zu anderen ist.

Löse dich davon, begreife doch endlich, dass dies ein Irrglaube ist.

U: Hat er eine besondere Verantwortung im Umgang mit anderen Menschen in seiner Umgebung?

H: Das habe ich doch erklärt!

Doch im Zusammenhang mit dieser Frage sei eines erklärt:

Ich als König trug viel Verantwortung.

Aber es gab zwei Aspekte, da war ich meiner Verantwortlichkeit entbunden:

Ich konnte am Willen eines anderen Menschen nichts ändern!

Und ich konnte an dem was die Götter beschlossen haben nichts ändern.

Das zu begreifen, und alle drei Verantwortungen von einander zu trennen, kann manchmal schwierig werden.

Wenn du mit einem Menschen zu tun hast, der sich nicht in die Richtung bewegt, in der es für ihn gut ist, dann kannst du nur eines tun:

Ihn an deiner Weisheit teilhaben lassen!

Ob er aber davon profitieren will oder nicht, liegt nicht in deiner Macht.

Der Arzt verschreibt die Medizin, ob der Patient sie auch schluckt, ist nicht seine Sache.

Was Weisheit angeht, gibt es keine Zwangsernährung, mein Freund!

U: Werner fragt, ob sein verstorbener Vater sein Wegbegleiter in seinem derzeitigen Leben ist?

H: Gelegentlich, ja.

Aber du musst bitte verstehen, dass sich dein Vater in einer Ebene befindet, in der es sich um große Gottesnähe handelt…

Und es ist nicht so, dass er dich vergisst!

Aber er sieht dich nicht mehr an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Stunde deiner Inkarnation, er erlebt dich schon vollständig in deiner Gesamtheit als Vollseele.

Dennoch will er, dass du dir seiner Liebe bewusst bist und dass er stolz auf seinen Sohn ist. Aber er weiß auch, dass es Dinge gibt oder gegeben hat, die dir eine große Bürde sind.

Das es schwer war, das Schwarz- und Weiß-Denken zu überwinden…

Das es schwer war, aus der Strenge sich heraus zu entwickeln in eine Liebe, die allem gilt, was Leben heißt.

Wie gesagt:

Er ist stolz auf dich…

Stolz darauf, dass du nicht verbittert bist…

Stolz darauf, dass du nicht aufhörst, nach dem Sinn des Lebens zu fragen…

Und stolz darauf, was du aus deinen gegebenen Möglichkeiten heraus geschafft hast.

Er bittet dich, dass du nun auch lernst, das Männliche an sich zu lieben, zu achten und zu ehren.

Er weiß, dass es viel Missverständnisse in seiner Welt gab, was das anging…

Aber er ist sehr, sehr stolz darauf, dass du als erster einer langen Kette von Ahnen auf dem Weg bist, die alten Tugenden des Männlichseins wieder mit Leben zu erfüllen.

Die alten Tugenden, ja…

U: Ich danke dir, Harald, und ich hoffe, dass wir Werner helfen konnten.

H: Nun, ich denke, wir konnten ihn zumindest in dem bestärken, was er schon ahnte und wusste…

Helfen bei der Überwindung seiner Hingabeproblematik…

Das ist etwas, was meiner Ansicht nach noch auf uns zukommen sollte. Hier braucht es weit mehr als Worte, die nur den Verstand berühren, aber die verschlossene Seele nicht erreichen können.

Ich sehe, dass wir dort in Bewegung geraten.

Nun sage ich dir Gute Nacht, Uta, du wirst schlafen müssen…

Und im Schlaf finden diejenigen, die Gott lieben, was sie  brauchen!

Das gilt auch dir, Werner!