Ich bin es nicht wert…

Ich bin es nicht wert …

Konnten wir mit all unserer Liebe
diesen Glaubenssatz ihrer Seele ändern?

Leider konnten wir das nicht.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Elsa zu verbinden.
Elsa bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe über ein Schlachtfeld, es ist fast aufgeräumt.
Hier und da liegen noch vereinzelt Gegenstände…
Sehr weit entfernt höre ich Geräusche: lärmende Menschen, Trommeln, Fanfaren.
Aber hier ist es still.

Plötzlich geht neben mir ein Mann.
Er ist gehüllt in einen Mantel mit sehr hohem Kragen,
Stiefel trägt er über einer ehemals wohl weißen Hose.
Die Hände sind tief in die Taschen seines Mantels vergraben.
Aus tief blauen 
Augen schaut er mich abwartend, aber sehr freundlich an.

U: Bist du der Guide von Elsa?

G. Ja, bist du die Dolmetscherin?

U. Ja! Was ist das hier?

G: Sag besser, was war das…

Ja, das war eine der schlimmsten Schlachten, die Europa gesehen hat: Die Leipziger Völkerschlacht!
Du hast davon gehört?

U. Ein wenig erinnere ich mich…

G: Es ist vorbei, siehst du dahinten?
Da wird gefeiert.
Die Toten sind begraben.
Die Verletzten?
Wen kümmert es?
Mich kümmerte es.
Komm, ich zeig dir was.

Das Bild verändert sich, ich bin jetzt in einem kleinen Wohnhaus.
Tiefe Decken mit Holzbalken, ausgetretene Dielen und in jedem Zimmerchen, sogar auf dem Flur liegen verletzte Soldaten.

Dicht an dicht.
Sie sprechen scheinbar alle Sprachen Europas:
Französisch höre ich ebenso wie Deutsch, Russisch, sogar Spanisch…

Aber es ist ein so elendes Bild hier.
Der Guide zieht mich mit sich in ein kleines Kämmerchen unter dem Dach:
Ein Bett, ein Stuhl, ein kleiner Tisch.
Über und über bepackt mit alten Medizin Büchern…

U: Ist das dein Zuhause?

G: Das war unser Zuhause, ja.
Nicht nur dieses Zimmer, das ganze Haus.
Ich war – na ja, vorsichtig formuliert – Arzt…

Arzt, nicht Chirurg.
Aber was hier gebraucht wird, sind Chirurgen!

Aber ehe ich mich weiter in dieser Zeit verliere, will ich mich vorstellen.
In dieser Inkarnation rief man mich mit dem Namen August.
Ich fürchte, das ist kein sonderlich geeigneter Name
für einen Guide in euren Tagen, oder?
(Lächelt.)

U: Hm, na ja…

G: Wie wäre es mit Christian? Das war mein zweiter Name.
Oder sag meiner Elsa, sie darf mich nennen, wie sie will!
Und wenn es Bibo wäre!

U. Bibo?

G: Ja, Bibo: wie komischer Vogel!
(Er gibt mir die Erinnerung an einen gelben, großen Vogel aus der Sesamstraße.)

U: Du machst Späße!

G: Ja, warum nicht?
Ich bin ein komischer Vogel, ich war immer ein komischer Vogel, hier auch!
Aber es soll nicht um mich gehen!
Es soll um Elsa gehen.

Ich habe deinen Weg auf einem der Schlachtfelder begonnen,
weil ich hier Elsa zum ersten Mal traf.
Und ich möchte, dass du zugegen bist.
Halte dich im Hintergrund, denn Elsas Seele ist medial!
Es könnte sein, dass sie dich sonst wahrnimmt.

Er verändert das Umfeld erneut und wieder sind wir hier auf dem Schlachtfeld.

Christian geht wie tief in Gedanken versunken quer über einen Acker.
Hinter einem dichten Gebüsch entzieht er sich meinen Blicken
und ich muss mich vorsichtig nähern.

Christian steht neben einem jungen Mädchen,
es ist erbärmlich gekleidet.
Neben sich hat es einen Korb, darin liegen einige Dinge,
die es anscheinend vom Schlachtfeld gesammelt hat.

Aber in den Armen hält das junge Mädchen einen verwundeten Hund.
Sein Fell ist an der Seite mit Blut durchtränkt und das Mädchen weint.
Folgendes Gespräch höre ich mit:
Ch: Was ist los mit dir? Warum weinst du?

M: Das arme Tier, nu gucken sie doch nur!
Was soll ich denn jetzt mit dem Tier machen!?
(Der Hund leckt ganz zärtlich die Hand des Mädchens.)

CH: Kind, es sind Zigtausend Menschen gestorben
und du weinst um diesen Hund hier?

M: Für die Menschen würde ich auch weinen, wenn ich noch könnte!

Christian kommt wieder zu mir.
Leise spricht er mit mir:
Das ist das Giselle, heute Elsa.
Hier fand ich sie und ich ließ sie nicht mehr, bis sie freiwillig ging.

Elsa, SO! ist deine Seele.
Darum geht es immer und immer wieder:
Du bist MIT den Anderen Mal um Mal um Mal…

Du bist MIT ihrem Schmerz Mal um Mal, um Mal
und du siehst deine Größe NICHT.

Ach, Elsa …
Na, komm, gehen wir zu einem späteren Zeitpunkt.

Wieder sind wir im Haus.
Es sind keine Soldaten mehr zu sehen.
Alles ist ordentlich und sauber.
Christian sitzt mit mir an einem großen Holztisch,
auf einem gemauerten Herd steht ein großer Kessel mit kochendem Wasser.

Eine junge Frau stürmt herein, ich erkenne Giselle kaum wieder.
Das Gesicht vor Aufregung hochrot, die Ärmel aufgekrempelt,
schnappt sie sich den schweren Wassereimer.

G: Es ist gleich soweit, wollen sie nicht kommen?
(Anscheinend nimmt sie mich doch nicht wahr.)

C: Nein, nein, geh nur, du schaffst das allein.
Wenn es Komplikationen gibt, rufst du mich einfach!

G: Aber ich kann das nicht allein, das geht doch nicht!

C: Doch, du kannst!

Mit einem Gesicht, das sowohl Zweifel als auch Zorn zeigt, verlässt sie die Küche.

C: Sie ist Hebamme… sie weiß es nur noch nicht! (Lacht.)

An jenem Abend nahm ich Giselle zu uns.
Ohne Familie, ohne ein richtiges Zuhause folgte mir sie nur zu gern.

Ich hab auf ihr inständiges Bitten hin den Hund verbunden
und zum Dank dafür ihr anbefohlen,
mir bei der Versorgung der Verwundeten zu helfen.
Sie war so geschickt und sanft, aber auch energisch, wenn es not tat,
dass ich sie, als die Einquartierungen ein Ende hatten, bat, bei uns zu bleiben.

Kurze Zeit darauf brach der Typhus in der Stadt aus!
Auch ich und meine geliebte Frau erkrankten.
Giselle kümmerte sich um uns.
Und wir erholten uns.
Nur los werden, nein, nein, das wollten wir sie nun nie wieder.
Meine Frau und ich brachten ihr alles bei, was uns möglich war.

Sie war wirklich außergewöhnlich talentiert und oft haben wir gescherzt,
dass sie uns noch brotlos machen würde,
weil es den Menschen einfach besser ginge,
wenn sie Giselle auch nur ansehen!

Eine Heilerseele bleibt eben eine Heilerseele, nicht wahr?

Dennoch, die positive Wirkung eines hübschen Antlitzes
lässt sich wohl auch nicht leugnen.
Ja, so gerne ich mich an all das erinnere:

Ich muss dennoch auf etwas zu sprechen kommen, was weniger heiter ist.

Giselle saugte alles Wissen in sich auf.
Sie lernte lesen und schreiben, denn sie fieberte danach,
in meinen Büchern lesen zu dürfen!

Und wäre sie ein junger Mann gewesen:
Wie gerne hätten wir sie zur Universität geschickt.
So aber blieb ihr nichts anderes, als sich damit zu begnügen,
eine Hebamme zu werden.

Vorbildhaft eignete sie sich alle Fertigkeiten an, derer sie bedurfte.
Aber leider vertraute sie ihrem Wissen nie so recht.
Und darüber war sie tief unglücklich!
Niemals – in keinem einzigen Fall – hielt sie sich für ausreichend genug gebildet, um allein tätig zu werden.

So blieb sie bei uns Jahr um Jahr.
Meine Frau machte sich oft Sorgen um unser Mädchen, wie wir sie nannten.
Sie war immerhin schon längst im heiratsfähigen Alter,
aber sie fand einfach nicht den Weg in die Unabhängigkeit von uns.
Und wir, wir hatten sie viel zu lieb, um sie nicht bei uns zu behalten.

Giselle lebte bei uns, Giselle lebte UNSER Leben,
weil sie sich selbst nicht vertraute:
Ihren Gabe nicht, ihrer Wirkung nicht, ihrem Wissen nicht.

Selbstbewusstsein zu entwickeln, ist sehr, sehr schwer,
wenn man es sich nicht schon als Kind angeeignet hat.
Giselles Seele hatte sich Eltern ausgesucht, die sie nie beachtet haben!
Sie war eben da und darum zu versorgen.
Als ihre Eltern starben, verdingte sie sich mal hier und mal dort,
aber es gab niemanden, der sie achtete, bis ich in ihr Leben trat.

Aber konnte all unsere Anerkennung, all unser Respekt ihr dabei helfen,
SELBST-Bewusstsein zu entwickeln?

Konnten wir mit all unserer Liebe den Glaubenssatz ihrer Seele ändern?
Der hieß: Ich bin es nicht wert!
Leider konnten wir das nicht.

Auch die Zustimmung der Frauen,
denen sie in ihrer schweren Stunde so beispielhaft beigestanden haben, vermochten das nicht!
Sie konnte ihre Größe einfach nicht sehen!

Eines Tages aber trat ein Mann in ihr Leben.
Sie hatte seiner Frau bei der Entbindung ihres dritten Kindes geholfen.
Die Frau war alt und die Geburt schwer.
Giselle und ich standen vor einem jener Fälle,
an dem wir nur demütig sein mussten.

Denn der Lebensplan sah vor,
dass diese Frau und auch ihr Baby starben.

Anfangs ging Giselle aus Mitleid zu dem Mann,
der mit zwei halbwüchsigen Kindern nun allein da stand.
Aber nach und nach entwickelte sich daraus Liebe zu ihm.

Mir gefiel diese Verbindung nicht.
In den Plänen des Mannes hatte Giselles Begabung keinen Platz.

Er wollte wieder eine Frau.
Er wollte eine Mutter für seine Kinder.
Und er wollte eine hübsche, kluge Repräsentantin
für sein gut gehendes Eisenwarengeschäft.
Und er wollte eine Frau, die nur ein geringes Selbstbewusstsein hatte!

Aber Giselle liebte, wie sie noch nie geliebt hatte!
Seine Anerkennung, seine Zuwendung schien ihr alles zu ersetzen,
was sie bisher entbehrt hatte!

Sie wurde sogar selbstbewusster!
Sie traute sich plötzlich ohne unsere Aufforderung,
selbstständig zu arbeiten.
Ja, sie blühte in der Anfangszeit der Verlobung regelrecht auf!

Man hatte wegen der Trauer eine einjährige Verlobungszeit ausgemacht,
das war im Winter.

Im Herbst erkrankte Giselle an Pocken!
Es traf sie schwer, aber sie wurde wieder gesund!
In der Zeit der Krankheit stand unser Haus unter Quarantäne.

Aber dann war auch das überstanden.
Und allmählich kamen meine Patienten wieder
und auch die ersten Frauen baten wieder um Beistand bei Giselle…
Wer nicht kam – obgleich heiß ersehnt – das war ihr Verlobter.

Endlich nach langen Tagen des Wartens stand er vor der Tür.
Ich sah schon an seinem Blick,
dass seine Liebe diesem nun so verunstalteten Gesicht nicht länger galt.

Giselle sah es auch, sie fragte nur: Willst du mich noch?
Aber er schüttelte nur den Kopf, murmelte etwas über die Kinder,
die sich schämen würden und dann war er weg.

Noch am gleichen Abend bekam Giselle einen Rückfall!
Dieses Mal versagte meine Heilkunst.
Am Morgen darauf starb Giselle.

Sie starb, ohne die Gelegenheit gehabt zu haben,
ihren Glaubenssatz, es nicht wert zu sein, ändern zu können.

Heute erzähle ich diese Geschichte einer Frau,
die viel, viel mehr Selbstbewusstsein hat,
als Giselle es je gehabt hat.
Und man könnte meinen,
dass diese Geschichte keinerlei Bezug mehr zu Elsa hat.

Aber das kann man nur dann denken, wenn man Elsa nur oberflächlich kennt.

Wer sie wie ich kennt, der weiß es, der Satz ist noch lebendig…
Und er ist ein unablässiges Kampffeld ihrer Seele,
die immer und immer wieder fragt:
Bin ich es wert?

Elsa, heute bin ich da, um deiner Seele zu sagen:
Ja und noch einmal ja:
Du bist es wert!
Du bist es wert geliebt zu werden!
Du bist es wert, anerkannt zu werden!
Und du bist es wert, beachtet zu werden. Ja und Ja!

Wie Giselle schon damals hast auch du dir alles,
was du kannst und bist, erobern müssen.

Wie sie schon damals bist auch du ein Mensch,
der durch seine bloße Gegenwart Menschen Zuversicht zu schenken hat
selbst in schweren Zeiten.
Und wie Giselle damals hast auch du diesen Kampfgeist
in dir niemals aufzugeben, ehe nicht alles versucht wurde.

Oh ja, weiß Gott, du bist es wert, dass man dich liebt!

Aber, immer noch gilt:
Du bist dir nicht genug!

Glaubst du wirklich, du wärest mehr wert
mit dem entsprechenden Studium im Hintergrund?
Glaubst du wirklich, deine Worte hätten dann mehr Gewicht?
Glaubst du wirklich, du hättest mehr Liebe verdient
in dem Körper einer schönen Schauspielerin?

Glaubst du wirklich einen solchen Unfug?

Du bist es schon!
Alles, was du erreichen kannst, du BIST es schon!
Aber du siehst es nicht…

Du bist schon weise!
Denn deine Worte des Rates, des Trostes,
sie kommen aus der weisesten Quelle:
Der Tiefe deines Herzens!
Kein Studium könnte je ersetzen, was schon da ist!

Und du bist schon ein Abglanz der himmlischen Schönheit,
sie liegt in dem, was deine Augen spiegeln:
Mitgefühl und Hingabebereitschaft, Gerechtigkeitssinn und Treue
und dem Glauben an das Gute im Menschen.

Nie können Augen diese Schönheit haben, in denen all dies nicht liegt.

Ach, was mach ich nur mit dir, dass du mir endlich glaubst?
Hm?
Mein liebes Mädchen, was machen wir denn da?

Freilich, wir Zwei wir könnten die Narben zählen,
so viele Wunden, so viele Narben!
Aber wollen wir nicht lieber Siege zählen?

Wenn ich es nur könnte, ich würde dir deine Seele zeigen.
Ich würde dich gerne fühlen lassen, wer und was du wirklich bist!
Meine tapfere Streiterin, du?
Wie stolz ich auf dich bin!

Aber nicht ich kann deinen Glaubenssatz ändern.
Das ist DEINE Arbeit!

Helfen darf ich dir dabei und dieser Brief hier,
das ist einer der Schritte, um dir zu helfen.
Ich habe dich zu vielen Themen geführt,
denn dein Hunger nach Weisheit ist groß, so groß wie eh und je…

Aber du weißt es ja schon:

Die tiefste Weisheit die liegt im Herzen der Menschen selbst.
Und der Weg dort hin, der geht nur über die Selbst – Kenntnis.
Das fällt dir ja so leicht, wenn es um deine Schattenseiten geht.
Aber wie schwer fällt es, wenn es um das Licht geht!

Nun, vielleicht habe ich es dir jetzt etwas leichter gemacht,
vielleicht glaubst du einer alten Seele wie der meinen…
Ja, ja, ich weiß schon:
Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein!

Was dich hindert?
Die alten Urteile, aber das ist doch alt!
Jeden Tag darf alles neu werden: auch Urteile.
Narben trägst du, oh ja, aber auch die ältesten Narben dürfen sich schließen…
Ich bitte dich nur um eines:
Such den Weg, dich so zu sehen, wie ich dich sehe.

U: Vielen Dank, lieber Christian!
Ich hoffe, dass deine Worte ihren alten Schmerz stillen.

C: Das hoffe ich wie du!

U: Darf ich dir jetzt die Fragen von Elsa stellen?

C: Natürlich darfst du das tun!

U: Elsa fragt, warum du ihr Guide bist?

C: Das bin ich, weil wir fast immer gemeinsam vorgehen…

U: Gemeinsam vorgehen?

C: Wir sind beide aus der Familie der Heiler
und wir haben viele gemeinsame Leben gelebt.

In Tibet genauso wie in den Wäldern Sibiriens.
Wir waren Ärzte, Priester und Schamanen.
Aber wir waren auch Leidende und Verstoßene…
Lang ist unsere gemeinsame Geschichte.
Wenn du so willst, könnte ich sagen:
Wir sind Geschwister.

U: Elsa fragt, welche Aufgaben sie in der jetzigen Inkarnation hat…

C: Du hast dir vorgenommen, mehr Bewusstsein zu entfalten:
für dich und Andere (lächelt).
Für Andere, das hast du schon sehr, sehr gut gemacht!
Aber für dich, das darf noch besser werden.
Wenn ich auch nicht umhin kann,
dich für das bereits Geleistete in dieser Hinsicht zu loben.
Die heutige Elsa hat mit der Elsa von vor dreißig Jahren
nicht mehr viel gemeinsam, findet du nicht?

Da hast du schon so viel bewegt.
Du hast deine Rebellen-Kraft wieder gefunden
und darüber freue ich mich so sehr!

U: Welche Aufgabe sollte sie zum jetzigen Zeitpunkt mehr beachten?

C: Wenn du es magst, dann würde ich mich sehr freuen,
wenn du auch deine mediale Gabe wieder entfaltest.
Sie gehört doch zu dir!
Aber sie schläft so tief und fest.
Es sei denn, ich rüttele massiv daran (lacht).

U: Elsa schreibt, dass sie sehr dankbar ist für die Impulse
und Erkenntnisse bei ihren Behandlungen,
die sie von euch übermittelt bekommt.

C: Oh, bitte sehr gern.
Wir sind dir auch dankbar, dass du es zulässt, von uns inspiriert zu werden.
Sehr, sehr dankbar sogar!

Aber so manches, was du für unsere Botschaft hältst,
schöpfst du auch aus dem tiefen Wissen deiner Seele…
Du solltest lernen, mit Beidem noch gezielter umzugehen!
Das wäre allen eine große Freude.

U: Elsa fragt, ob es vorgesehen ist oder ob sie medial genug ist,
dass sie dich einmal hören oder auf andere Weise wahrnehmen kann?

C: Oh jaaaaaaaaaaaaaa!

U: Und was sie tun kann, um dich deutlicher wahrzunehmen?

C: Ja, meine Elsa, du musst WISSEN, dass du es WERT bist! (Lacht.)
Elsa, und du musst lernen, WIE ich mit dir rede…
Und nicht nur ich, auch meine Freunde, die Helfer der Anderen sind…

Alles liegt da wie die Gabe eines musikalischen Kindes.
Aber ohne Klavierunterricht
wird es nie ein Konzert auf einem Flügel geben, nicht wahr?
Nur Mut, du bist es wert!

U: Bist du bei Behandlungen an ihre Seite?

C: Immer!

U: Elsa sagt, sie raucht gerne, aber es ist bei ihr eine Sucht.
Warum hat sie dieses Problem?

C: Elsa, du versuchst, dich auf diesem Weg zu erden.
Es ist auch wirklich nicht leicht für dich, in der Mitte zu bleiben.
Was meinst du, könntest du – was diesen Punkt angeht –
etwas mehr Mitgefühl mit dir haben?

U: Elsa fragt, was sie besser machen kann?

C: Elsa, du hast noch zu viel Unfrieden mit dir:
Dies ist nicht gut genug und jenes nicht…
Und dies hättest du so sagen müssen und jenes gar nicht erst aussprechen.

Suche deinen Frieden mit dir, mein liebes Mädchen, suche ihn eifrig.
Ich spreche nicht von jener selbstzufriedenen Trägheit,
das ist ja gar nichts für dich.

Ich spreche vom Frieden, der dann entsteht,
wenn man gelernt hat, sich mitfühlend zu betrachten!
Du nimmst die Gefühle der Menschen um dich herum auf.
Das ist schwer, das ist auch verwirrend, so trägst du stets doppelt…

Habe bitte Mitgefühl mit dir!
Es war am Anfang doch so schwer!
Wie oft hast du dich allein und unverstanden gefühlt!
Aber jetzt bist du viel klüger!

Jetzt verstehst du, dass zuerst du dich verstehen musst.
Zwischen der Weisheit des Rabens und der Sanftmut der Taube
die Balance zu halten, ist schwer!
Aber du wirst es schaffen: Schritt für Schritt für Schritt.
Ich bin ganz sicher!

Und nun erhole dich gut.
Alles hat seine Zeit, meine Elsa!
Und alles hat seinen tiefen Sinn!
Du wirst sehen.

U: Vielen Dank, Christian.

C: Oder Bibo (lacht).

U: Oder Bibo!
Ich verabschiede mich jetzt von dir und wünsche dir noch ein gesegnetes Sein.

C: Oh, ich dir auch, ich dir auch!

Und hier, das ist für meine Elsa.
(Er gibt mir ein Kettchen mit einem Rosenquarz.)
So was ist nur gut für Träger der Liebe.

Liebe, die einfach da ist!
Die ist nicht zu kaufen, nicht zu zwingen, einfach schon immer da!