Dualseelen

Wenn Jugendliche medial sind.

Schutzengelkontakt für eine Jugendliche

Die Medialität bei medialen Jugendlichen im Alltag:

 Du bist nicht anders, du siehst nur eine andere Welt!

Achte mehr auf das, was an deiner Gabe wunderbar ist!

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Franziska zu verbinden.
Franziska bittet um diesen Kontakt.

Ich sitze auf einem großen Stapel dicker Taue auf einem Segelschiff, einem sehr großen sogar.

Es ist Nacht, über mir ein wunderschöner Sternenhimmel,
der Mond spiegelt sich auf dem Meer und es ist ganz still.

U: Niemand an Bord?

Guide: Doch, doch, ich wollte dir nur zeigen, was wirkliche Stille ist (lacht).

Ich drehe mich zu der Stimme hinter mir um.
Dort steht ein schlanker, junger Mann.
Er trägt einen blauen Rock, weiße Kniebundhosen und altmodische Schuhe mit Silberschnalle.
Sein blondes Haar hat er hinten zu einem Zopf gebunden.

Er hat ein schönes, schmales Gesicht, warme, dunkle Augen.
Nur die Nase ist etwas zu sehr gebogen, sonst könnte er fast ein Filmstar sein.
Er lacht, als ich das denke.

G: Als ob es darauf ankommt!
Wir sind doch alle Stars:
Sterne oder nicht?

U: Bist du der Schutzengel von Franziska?

G: Ja, bin ich, sie kann mir, wenn sie mag, selbst einen Namen geben. 
In diesem Leben hier hieß ich Jean.
Das war meinen Kameraden zu französisch, sie nannten mich Joe.

Ich finde das wichtig, dass man mich mit dem Namen ruft, der im Herzen ist.
Franziska soll das auch machen.
Es ist mir der schönste Name der Welt, weil er aus ihrem Herzen ist.
Einverstanden?

U: Das macht sie sicher…

G: Das weiß ich. Ich meine dich…

U: Klar, warum sollte ich etwas dagegen haben.

Joe: Mädchen in ihrem Alter fragen sich so was noch, so was wie: 
Ob ich das wohl richtig mache, wenn ich es so mache, wie ich es fühle…

U: Ich verstehe, natürlich macht sie es richtig, dir den Namen zu geben, den sie gern hat!

J: Dann wäre das also geklärt!

Er setzt sich neben mich und zeigt mir einen durchsichtigen Kristall.
Er hält ihn so in der Hand, dass sich das Mondlicht darin bricht,
viele wunderschöne Farben entstehen.
Dann dreht er ihn ein wenig und das Licht im Kristall erlischt wieder.

J: Gesehen?

U: Ja.

J: Was war das mit dem Licht? Eine Illusion?
Oder eine Realität?

U: Ich denke, solange ein Phänomen jederzeit wiederholbar ist, ist es eine Realität!

J: Du meinst:
Wenn ich den Kristall wieder unter den exakt gleichen Umständen zum Leuchten bringe,
ist das, was du gesehen hast, auch wahr?

U: Wissenschaftler meinen das jedenfalls…

J: Gut, machen wir die Probe…
Er hält den Kristall wieder genauso wie vorher,
aber das Licht leuchtet nur durch die Hälfte des Steins, die andere Hälfte bleibt dunkel.

J: Was ist jetzt?!

U: Keine Ahnung.

J: Ich halte den gleichen Stein in exakt der gleichen Stellung
und komme doch zu einem anderen Ergebnis? 
Also ist das Licht nur eine Illusion? 
Nein!
Der Mond hat sich ein wenig weiter bewegt…

ICH und der Stein, das ist unverändert.
Aber das, was da draußen ist, das verändert sich ständig.
Deshalb stimmt es eben nicht, dass nur das real ist,
was man jederzeit wiederholen kann.

Franziska, mach dir darüber keine Gedanken. 
Du wirst wahrscheinlich niemals exakt dasselbe Ergebnis haben!
Einfach weil das, was außerhalb deines Einflusses liegt,
sich immer wieder verändert.

Nächste Probe: 
Es wird dunkel, der Mond wird von einer Wolke verdeckt,
aber Jean hält den Stein genauso wie eben: nichts geschieht, keine Farben.

U: Das ist doch klar!

J: Ach ja? Warum?

U: Na, weil der Mond verfinstert ist, da kann man nichts sehen, logisch!

J: Siehst du. An diesem Himmel leuchtet ein Mond. 
Bei dir und Franziska und vielen anderen Menschen, die medial sind,
leuchtet immer dieser Mond: manchmal ganz klar, manchmal ein wenig getrübt.
Aber er leuchtet und deshalb könnt ihr Dinge sehen.

Aber an anderen Himmeln gibt es diesen Mond nicht. 
Die können tausend Mal versuchen, Farben in einem Kristall zu sehen,
es gelingt ihnen nicht.
Und weil es ihnen nicht gelingt, sagen sie euch: 
Das, was ihr da seht, das gibt es gar nicht, das bildet ihr euch nur ein.

U: Haben nicht alle den gleichen Himmel?

J: Nein! 
Nein, ihr Medialen habt einfach einen besonderen Himmel.
Einen mit einem Mond, der immer da ist.
Nur weil andere nicht das Gleiche sehen können wie ihr, haben sie nicht Recht. 
Für sich und ihre Welt haben sie Recht, für euch und eure Welt nicht.

U: Wir leben in einer anderen Welt?!

J: Nein, nein, das habe ich nicht gesagt. 
Ihr sitzt im gleichen Boot wie die anderen, befahrt das gleiche Meer, das ihr Leben nennt…

Ihr habt sogar die gleiche Reise vor euch,
nur für euch leuchtet ein besonderer Mond.
Nur für euch.

Sei mal ganz still…

Es ist still, ich höre nur die leisen Bewegungen des Meeres und den Wind in den Segel,
sonst ist es ruhig.

J: Und? Hörst du das? Ist das nicht wunderbar?!

U: Ich hör doch gar nichts!

J. lacht: Genau!
DU hörst nichts, aber sieh mal den da…
Er zeigt auf einen kleinen Jungen, der am anderen Ende des Schiffes steht
und die Augen geschlossen hat und die Hände wie ein Dirigent bewegt,
ganz versunken ist er in seinem Tun.

J: Der hört es.
Willst du es auch hören?

U: Ja!

Er legt seine Hände auf meine Ohren, nimmt sie wieder weg.
Und jetzt wird aus dem Windspiel in den Segeln und dem Schlagen der Wellen
wunderbare Musik, so schön, dass ich sie nicht beschreiben kann.

Dann legt er mir wieder die Hände auf die Ohren, nimmt sie wieder weg.
Und ich kann keine Musik mehr hören, alles ist wieder ganz normal…

J: Ganz NORMAL?! Was ist das, hm? 
Für den Kleinen da ist es ganz normal, dass er Musik hört.
Für dich und die meisten anderen nicht!
Verstehst du?

Es gibt kein NORMAL!
Das Wort kommt von Norm.
Du kannst eine Norm anlegen für nicht lebendige Dinge:
So und so groß ist ein DIN A4 Blatt, so und so dick ist eine Schraube…

Aber für die menschliche Seele gibt es keine Norm. 
Jeder ist so, wie er ist, völlig in Ordnung.

Es ist schön, dass es unterschiedliche Begabungen gibt.
Und es ist auch gut, dass nur einige diese Begabungen haben und nicht alle.
Das hat alles seinen Sinn.

U: Das mag ja alles sein. Aber es ist doch wirklich furchteinflössend für ein Kind…

Ich erinnere mich gut, wie es mir ging!
Und ich war dabei doch von Natur aus ein mutiges Kerlchen…

Mir tut die Franziska so leid.

J: Mir tut es auch leid, dass sie sich ängstigt. 
Und es tut mir leid, dass sie darunter leidet, dass sich ihre Mutter um sie ängstigt.

Ich habe nur diesen Ausweg gesehen, um es ihnen zu erklären. 
Ich habe keine andere Chance gehabt, es zu sagen.
Erst einmal musste ihre Mutter offen für das Thema sein.

Wir müssen reden!
Ihr müsst verstehen, dass die Fähigkeit ganz normal ist!
Und ihr müsst lernen, damit umzugehen.

So, Uta, noch eine Aufgabe: 
Nimm das Fernrohr und beachte den Umstand, dass dein Mond jetzt leuchtet.
Und schau hinaus aufs Meer, beschreibe mir alles, was du siehst, und zwar exakt!

U: Okay: Ich sehe, dass sich das Mondlicht in den Wellen spiegelt, das sieht sehr schön aus…

Ich sehe fliegende Fische, das ist lustig…

Am Horizont leuchtet ein heller Strand einer Insel im Mondlicht, sieht auch schön aus…

Ich sehe zwei Delphine springen…

Ich sehe eins, zwei drei, vier Haifischflossen, die kommen näher auf uns zu.
Ist mir unangenehm, das zu sehen…

Rechts von uns sehe ich Nebelschwaden aufkommen.
Finde ich auch nicht so toll, wirkt unheimlich…

J: Schön! Und jetzt stell dir vor: 
Jemand sagt dir, dass immer dann, wenn dein Mond leuchtet,
etwas sehr Unheimliches zu sehen sein wird! 
Du glaubst dem, du glaubst ihm absolut:
Dass IMMER, wenn der Mond leuchtet, etwas UNHEIMLICHES zu sehen ist.
Was dann?

U: Oh, ich fürchte, dann würde ich mit dem Fernglas
NUR noch nach dem Unheimlichen Ausschau halten.

J: Das ist es! 
Du würdest nur noch so was wie den Nebel oder die Haifische erwarten
und auf das Schöne und Lustige gar nicht achten…

Du würdest es nicht suchen und auch nicht finden.
 Für alle Zeit würde dir dein Mond Angst machen! 
IMMER würdest du glauben, er zeigt mir schrecklich unheimliche Sachen.
Und du würdest ihn hassen dafür!

Aber dafür ist eure Gabe nicht da. 
Das ist einfach nicht wahr, dass es so ist! 
Das wird nur erzählt, weil alle, die den Mond nicht haben,
sich vorstellen, dass es unheimlich wäre, wenn er leuchtet. 

Das ist IHRE Phantasie, nicht eure Wahrheit.

Franziska, ich will, dass du das verstehst: 
So, wie du unheimliche Dinge siehst,
so kannst du auch wundervolle oder lustige Dinge sehen. 
Du kannst sehen, dass um alle Menschen ein Licht ist,
dass sie in bunten Farben leuchten…

Du kannst sehen, dass in der Luft helle Energiemuster entstehen, wunderbar anzusehen…

Du kannst spüren, dass Bäume leben und dir etwas zu erzählen haben:
von ihren guten und schlechten Zeiten, von Stürmen und Eis, Sonne und Regen,
von Menschen, die sich unter ihnen küssten und Ebern, die sich an ihnen wetzten.

Du kannst spüren, wie ein Felsen dir erzählt von einer Zeit vor den Menschen…

Und vieles, so vieles mehr kann dein Mond dir offenbaren.
Aber nur dann, wenn du deinen Blick auch mal etwas anderes suchen lässt
als Haie und Nebelbänke…

Wenn du mit deiner Medialität so umgehst, dann bist du wie einer, der sehr musikalisch ist, aber seine ganze Aufmerksamkeit bei einem Konzert ausschließlich auf die Pauke legt. 
Er hört die Geigen nicht und nicht die Harfe und auch nicht die wunderbare Sängerin.

Und wenn ihn einer fragt, wie das Konzert war, das er gehört hat, wird er sagen: 
Grauenvoll! Es war ganz schrecklich!

Franziska, deine Begabung ist überhaupt nicht grauenvoll! 
Sie ist gut, so gut und so schlecht wie jede andere…

Aber es ist wichtig, dass du lernst, damit umzugehen.

Sieh mal, ich war hier ein junger Leutnant der britischen Marine.
Auf mich musste man sich verlassen können!
Ich wollte Kapitän werden und ich hatte zu beweisen, dass ich das Vertrauen wert bin.

Aber ich war wie du ein medial begabter Mensch. 
SELBSTVERSTÄNDLICH sah ich, hörte ich und fühlte ich Wesen von Menschen und Dingen,
die für andere nicht existierten…

Aber ich achtete den Unterschied zwischen mir und ihnen nicht so groß.
Es gab eben diese eine Besonderheit an mir.

Ich sah allerdings auf ALLES, was mir meine Gabe enthüllte: 
Die Dinge, die wenig schön waren genauso wie die, die schön waren.

Es geht doch gar nicht darum, was du siehst! 
Es geht darum, welche Gefühle es dir macht, wenn du es siehst!

Ich will dir ein Beispiel erzählen: 
Ich lebte im Norden von Sussex, meine Tante bewohnte ein uraltes Landgut
und gelegentlich besuchten wir sie.

Ich muss so ungefähr elf Jahre alt gewesen sein.
Da wachte ich eines Nachts davon auf,
dass mir ein kalter Windhauch ins Gesicht wehte.
Ich öffnete die Augen und vor mir sah ich wie durch Schleier ein kleines Mädchen.
Es schien mit mir zu reden, aber ich verstand kein Wort.

Immer wenn ich einschlief, spürte ich wieder diesen Luftzug,
öffnete die Augen und sah sie.
Schließlich wurde es mir zu dumm! 
Ich sagte, weil ich es gründlich leid war, im Schlaf gestört zu werden,
in meinem Herzen: Hau ab, lass mich in Ruhe!

Und siehe da: Sie war weg!

Es war, als hätte es sie von einer Minute zur anderen nicht mehr gegeben. 
Meine Gefühle während dieses Vorgangs waren am Anfang ein kleiner Schreck: Hoppla, was ist das denn da?

Dann Neugier: Was ist das für eine eigenartige Erscheinung?

Und dann wirklicher Ärger: Was soll das? Ich will endlich schlafen!

Am nächsten Morgen erzählte ich es meiner Tante, die nicht sonderlich erstaunt war. 
In meiner Familie hatte es immer schon Menschen gegeben, die Gespenster sehen konnten. Aber mein Cousin bauschte das Ganze auf…

Er erzählte mir von einem grauenvollen Mord an einem jungen Mädchen,
der in diesem Haus einst geschehen sein sollte.
Und von einem geheimnisvollen Fluch, der jeden traf,
dem sich dieses Gespenst des Mädchens zeigte.

Meine Tante schimpfte ihn, weil alles blanker Unsinn sei, aber es half nichts: 
Was er gesagt hatte, zeigte seine Wirkung: Ich bekam Angst.

In der folgenden Nacht schlief ich kaum.
Tatsächlich kam der Luftzug wieder und alsbald auch das Mädchen,
das in gleicher Weise versuchte, mir etwas mitzuteilen.
Aber in mir wuchs und wuchs die Panik…

Und je mehr ich in Angst geriet, umso mehr schien sie mir etwas mitteilen zu wollen. 
Eine ganze Flut von Gefühlen schwemmte über mich, ein einziges Chaos…

Bis ich schließlich laut schrie und aus dem Zimmer rannte
und am ganzen Leibe zitterte.
Zum Glück war meine Tante selbst medial und erkannte, was wirklich vorlag.
Dieses Mädchen war eine verwirrte Beltseele, die weder wusste,
wo sie war noch warum sie keiner sah oder verstand
und die wenigstens genauso viel Angst empfand wie ich bei der ganzen Situation.

Stell dir nur einmal vor, wie das ist, wenn jemand auf deinen Anblick
mit solcher Panik reagiert, sagte meine Tante!

Schließlich gab sie mir Anweisung, was zu tun sei: Rede mit ihr in deinem Herzen…

Sag ihr, dass sie jetzt in den Himmel gehen kann, wenn sie mag…

Sie soll sich nur einfach umschauen und den Engeln folgen.
Und wenn sie nicht mag, dann eben nicht…

Aber dann soll sie dich gefälligst in Ruhe lassen. 
Bring ihr bei, dass sie gestorben ist und dass jetzt alles gut wird.

Glücklicherweise  war mein Vertrauen in meine Tante groß genug,
um ihrer Anweisung zu folgen.

Franziska, ich habe dir erklärt, warum du Dinge siehst, die andere nicht sehen. 
Und nun bitte ich dich, zu verstehen, dass die Dinge, die du siehst,
keine Macht über dich haben.

Das ist DEINE Welt! 
Und du entscheidest, wer bei dir auftreten darf und wer nicht. 
Es gibt keinen Grund, sich zu fürchten!

Aber du musst soviel mehr lernen über unsere Welt,
um zu verstehen, was geschieht, wenn du etwas siehst.

Ich kann das nicht alles in diesem Brief wieder geben. 
Doch ich möchte, dass du dir folgendes merkst: 
So, wie du deine Augen öffnen und schließen kannst und damit bestimmst,
wen und was du siehst, so kannst du vor deinen „Mond“ eine Wolke schieben und bestimmen, ob und was du wahrnimmst.

Übe es!

Nimm dir einen Baum, irgendeinen…
Und dann schau, dass er von einem hellen Licht umgeben ist.
Und dann sag dir, dass du dieses Licht jetzt nicht sehen willst…

Und schon ist es weg! Ohne Angst! 
Du darfst keine Angst haben, dann funktioniert es einfach nicht!

Denn wenn man vor etwas Angst hat, dann denkt man eben doch daran…

Und sobald du daran denkst, siehst du, was du eigentlich nicht sehen wolltest.

Kleines, ich hätte diesen Beruf hier niemals ausüben können ohne die Fähigkeit,
zur rechten Zeit auszuschließen, Unsichtbares zu sehen. 

Es gab in jedem Hafen, auf jeder Insel Verstorbene, die ich sah…

Es gab untergegangene Schiffe, die ich immer noch segeln sehen konnte…

Stell dir vor, wie es mich abgelenkt hätte.

Und hin und wieder bemerkte ein verirrter Verstorbener,
dass ich ihn sehen konnte und versuchte, mich zu sprechen.
Wenn es die Umstände erlaubten, half ich ihm gerne, vorausgesetzt,
dass er mir sympathisch war. Ansonsten schickte ich ihn weiter.

Ich wusste doch: Das ganze Himmelreich stand bereit, ihm zu helfen.
Es spielte keine Rolle, ob ich half oder nicht.

Worum es mir geht, mein Schatz: Es gibt nichts zu befürchten!

Es mag Verstorbene geben, die ihren Spaß daran haben,
Menschen wie dich dazu zu bringen, Angst zu haben…

Es mag solche geben, die ihren Spaß daran haben,
dich zu betrügen, mit scheinbarer List an sich zu binden…

Aber DU musst wissen:
Dass sie dir nichts – GAR NICHTS – tun können, solange du begreifst,
dass sie kein Recht dazu haben und du es ihnen schlicht weg verbietest,
derartiges mit dir zu versuchen.

Du wirst sehen: Es ist ganz leicht!

Wenn du erst einmal aufhörst, dich vor Menschen zu fürchten,
die keinen Körper mehr haben und eigentlich nur noch eines können,
wie ihr so schön sagt: Sie nerven!

Du bist weder verrückt noch bist du unheimlichen Gewalten ausgeliefert.

Auf eine Ausnahme möchte ich dich aufmerksam machen: 
Es gibt einige, die sind ausgesprochen hartnäckig…

Die kannst du zwanzig Mal verjagen, die bleiben…

Gegen diese hilft nur eines: LANGEWEILE…

Sei ein recht langweiliger “Spielkamerad“! 
Spricht nicht mit ihnen, beachte sie nicht…

Füttere sie nicht mit deiner Aufmerksamkeit. 
Zeig ihnen einfach gar kein Interesse. 
Dann verziehen auch sie sich.

Sie möchten Aufmerksamkeit, gib sie ihnen NICHT!
Der Rest erledigt sich von selbst.

Abschließend bitte ich dich, viel, viel mehr auf das zu achten,
was an unserer Gabe wundervoll ist.

Franziska, aber eines noch: 
Niemand ist der Ansicht, dass du nun ein berühmtes Medium werden musst. 
Geh in dein Leben, plane deine Pläne. 
Lerne und bereite dich vor auf das große Abenteuer Leben.

Deine Medialität ist nur ein winziger Teil deiner Fähigkeiten! 
Es wäre sehr bedauerlich, würde die eine größere Rolle spielen, als angemessen ist.

Du wirst dich verlieben in Menschen, in Länder, in deine Berufe…

Du wirst wachsen und dich verstehen und lieben lernen und die anderen…

Alles das ist tausend Mal wichtiger als deine Medialität.

Du lebst, um ein lebendiges, ereignisreiches Leben zu führen! 
Du bist auf die Welt gekommen, um aus deiner Seele das hervorzubringen,
was letztes Mal verschüttet wurde: 
Vertrauen zu dir UND zu anderen.

Du bist dieses Mal KEIN Opfer von Nichts und NIEMANDEN.

Manchmal hast du noch schreckliche Angst, wieder ZU WENIG zu bekommen:

Zu wenig Anerkennung…

Zu wenig Zuwendung…

Zu wenig Bewunderung…

Zu wenig Respekt…

Zu wenig Zeit…

Zu wenig Liebe…

Du hast deshalb soviel Angst davor, weil du es mit der Vorstellung verbindest:
Dass – wenn du davon zuwenig bekommst – du einfach untergehst, kaputt gehst,
für die Ewigkeit vergehst.

Diese Angst ist sehr, sehr verständlich!
Aber ich erinnere dich daran, was du hier schon gelernt hast:
Je mehr Aufmerksamkeit, Zeit, Zuwendung, Anerkennung und Liebe DU gibst,
umso mehr bekommst du zurück.

Das ist ein Prinzip des menschlichen Zusammenlebens.

Wenn andere spüren, dass du echtes Interesse an ihnen hast, haben sie es auch an dir!
Das ist doch ganz logisch, nicht war?

So:
Und nun wollen wir sehen, dass ich die offenen Fragen beantworte.

U: Schön. Franziska fragt: Warum bist du ihr Guide?

J: Ich war in dieser Inkarnation dein großer Bruder, wir hatten einander sehr lieb.

U: Ist das alles wahr? 
Die Personen, deren Gegenwart ich gespürt habe…

J: Ja, das ist wahr.

U: Die polternden Gegenstände?

J: Franziska, ja, auch das ist wahr.
Aber das war auch deine Wut!
Du warst oft so wütend, das ist unbewusst passiert!

Es ist viel besser, wenn die Wut beim Sport raus darf!
Weißt du?
Und wenn sie überhaupt raus darf…

Das war nur einmal ein Verstorbener. 
Der Rest war Wut und auch ein bisschen die Angst,
zuwenig Aufmerksamkeit zu bekommen und daran zu zerbrechen.

Franziska, das hört von selbst auf, je bewusster du dir bist, was los ist, okay?

U: Das Erfühlen von Schmuckstücken…

J: Absolut wahr! 
Das kannst du auch mit Häusern oder Bäumen, Steinen…

Alles hat Erinnerungen, was mit Menschen zu tun hat…

Und du kannst in dieser Weise auch Tiere verstehen…

Es ist ein und dasselbe Muster der Kommunikation.

U: Die Erinnerung an das alte Kino?

J: Eine Erinnerung deiner Seele in der vergangenen Inkarnation…

U: Eine Frau in einem altmodischen Kleid?

J: Das Gleiche: So was passiert, ist normal, geht allen so…

Vergiss nicht, dass es wirklich ENDGÜLTIG vorbei ist, hörst du? 
Und such nicht absichtlich danach, das ist zu früh! 
Später!
Warte noch damit.

Du wirst dich an viele Leben erinnern, wenn du erwachsen bist.
Und du wirst Teile der vergangenen Leben anderer in ihnen sehen können…

Geh sorgsam damit um.

U: Warum hat sie diese Horrorträume?

J: Weil du so große Angst hast vor deiner Gabe! 
Weil du glaubst, dass es eine furchtbare Welt ist…

Aber das stimmt nicht!

Und weil wir möchten, dass du in Situationen, die du nicht selbst im Griff hast, lernst, zu beten.

U: Warum habe ich diese Horror-Frau immer wieder gesehen?

J: Weil es ihr Spaß macht, dich zu erschrecken! 
Und du noch nicht wusstest, dass du dich nicht fürchten musst,
sondern sie durch Langeweile vertreiben kannst.

Es sind Menschen!
Und da gibt nette und weniger nette wie in deinem Leben auch.

U: Was hat es mit dieser weiblichen Gestalt auf sich,
von der sie solche schrecklichen Szenen phantasiert?
Was ist da los?

J: Sie amüsiert sich darüber! 
Sie will, dass Franziska sich immer weiter da reinsteigert.
Sie findet es großartig, dass Franziska ihr zutraut, soviel Macht zu haben!

In Wahrheit hat sie soviel Macht wie ein Pups im Wind!
Aber das weiß Franziska ja nicht.

Franziska richtet ihre Wahrnehmung (ihr Fernglas) ganz auf sie aus.
Und das ist, als wenn Franziskas Geist eine leere Leinwand ist,
auf die diese verstockte Seele ihre Filme projiziert.

U: Was kann Franziska tun?

J: Sie auslachen!!!
Sie hasst es, nicht ernst genommen zu werden! 
Vermutlich wird sie es dann auf die Mitleid-Tour versuchen.

Franziska, lach sie aus! Lass sie unbeachtet! 
Die ist zurzeit völlig unbelehrbar, da kann man nichts machen…

Irgendwann versteht auch die und kommt zu uns und merkt, was für ein blöder Ersatz es ist, von anderen gefürchtet zu werden statt geliebt.

Das ist nicht deine Aufgabe, dich mit ihr zu beschäftigen! 
Du bist nicht geboren, um dich quälen zu lassen.

Sie benimmt sich wie eine ganz dumme Gans, also behandle sie auch so!
Und aus!

U: Kannst du ihr gegen ihre Angst helfen?

J: Wird deine Mutter, wenn du keine Angst mehr hast, dich noch genauso lieb haben?

Dir genauso viel Zeit, Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken? (Lächelt.)

NATÜRLICH wird sie das!

Brauchst du deine Angst? 
Ach was!
Die brauchst du gar nicht, du kannst nämlich sagen: 
He, ich möchte jetzt mit dir kuscheln…

Ich möchte mit dir was tun…

Ich möchte mit dir lachen und weinen…

He, danach ist mir jetzt ganz doll, dass du mich im Arm hältst. 
Sie wird dich nicht für ein Baby halten! 
Sie kennt das!

Sie möchte auch manchmal kuscheln und spielen und dann wieder „groß“ sein…

Und respektiert werden genau wie du.

Wer braucht schon Angst vor Toten?!

U; Manchmal hat sie eine große Angst davor, Lebewesen und Dinge zu verlieren.
Kommt das aus einem anderen Leben?

J: Ich sagte dir den Grund.
Ja. 
Das kommt daher und es eine Vertrauensfrage! 
Das Vertrauen in deine Stärke, Verluste auszuhalten, muss erst wieder wachsen!
Du wirst sehen, dass es wächst, ganz natürlich ist das.
Mach dir keine Gedanken.

Du glaubst, du würdest sterben, wenn du die verlierst, die du liebst…
Aber das ist nicht die Wahrheit. 
Die Wahrheit ist: Du bist stark genug, sogar so etwas zu erleben und daraus zu wachsen.

Ich kann dir nicht sagen, dass du nichts und niemanden verlierst! 
Natürlich wirst du das irgendwann erleben, alle erleben das mal.

Aber sei sicher, du bist so stark, das zu überstehen
und daran weder bitter zu werden, noch zu zerbrechen.

Du bist stark genug, traurig zu sein, wenn es an der Zeit ist.

U: Manchmal habe ich große Wut auf niemand bestimmten, ohne Grund. Warum?

J: Die Ursache sagte ich dir: 
In dir ist eine große Empörung auf die Ungerechtigkeit, die dir widerfahren ist…

Du bist auf das Leben selbst so, so wütend!

Aber ich möchte, dass du damit aufhörst!

Dass du aufhörst, zu jammern, weil das passiert ist!

Dass du stattdessen dich umguckst und dir überlegst,
was du mit deinem Leben anfangen willst,
um das Leben auf diesem Planet besser werden zu lassen.

Ich möchte, dass du verstehst, dass jeder dazu beitragen kann!

So lange du ein Kind bist, kannst du wenig tun…

Aber du kannst dich darauf vorbereiten, viel tun zu können.

Ein wütendes Opfer zu sein, das ist doch kein Kunststück!

Aber aus der Wut etwas zu machen, das andere davor bewahrt,
selbst genauso zu leiden, das ist was ganz Großes.

Ich möchte, dass du deine Wut nimmst und daraus etwas machst,
das dazu beiträgt, solche Ungerechtigkeiten in deiner Zukunft zu verhindern.

Deshalb bist du schließlich wieder geboren, das ist dein Ziel.

U: Sind sie und ihre Mutter Seelenverwandte?

J: Ja, das seid ihr und ich auch.

U: Kennen sie Harras von früher?

J: Ja und ob! 
Was fragst du?
Du fühlst es!

U: Was ist Franziskas Krafttier?

J: Der Bär.

U: Es gibt da noch eine Frage der Mutter über die Infekt-Anfälligkeit von Franziska.

J: Franziska lernt Vertrauen! 
Auch wieder Vertrauen zur Überwindungs-Kraft ihres Körpers!

Und es ist nun einmal so, es pendelt hin und her:
Mal traut sie sich alles zu , dann wieder hat das zuviel Kraft gekostet
und sie nimmt sich eine Auszeit.
Und so ein wenig geht es auch um Zuwendung.

Das ist ja nicht ganz einfach!
Einerseits ein Kind mit ganz viel Zuwendungs-Bedürfnis zu sein
und andererseits als heranwachsende Frau respektiert zu werden.

Es wäre sehr lösend, diese Zuwendung ritualisiert zu geben.

Vielleicht gewöhnt ihr euch einen Frauenkuschel-Abend an:
regelmäßig und zuverlässig wiederkehrend…

Und andererseits auch einen Freundinnen-reden-mit-einander-Abend auf gleicher Augenhöhe. So befriedigen sich beide Strebungen.

U: Ja, so weit, so gut.
Jetzt habe ich noch eine Frage:
Was war das mit der Durchsage über ihre letzte Inkarnation?
Ich bin ziemlich sauer, dass du das mit mir gemacht hast!

J: Ich weiß, aber wenn ich es dir heute diktiert hätte, hättest du es geschrieben?

U: Einer Zwölfjährigen!!!! Nein!
Aber der Mutter schon…

J: Die Mutter hätte es ihr SO – GENAUSO – gesagt?

U: Nein, glaub ich kaum…

J: Es war aber wichtig. 
Kannst du dir vorstellen, wie das ist, solche Wut und solche Ängste zu fühlen?
Wie schnell man auf die Idee kommt, eine Wahnsinnige zu sein?

Jetzt weiß sie, wohin die Wut gehört und woher sie kommt.
Sie muss das verstehen, um aufzuhören, an sich selbst zu verzweifeln.

Und sie sollte von euch erklärt bekommen,
dass sie jetzt hier als Deutsche geboren ist, um Frieden zu Leben,
um Toleranz und Menschenwürde lebendig zu erhalten.

Es ist so von ihrer Seele beschlossen und es ist wunderbar, dass sie es getan hat.

Sie will ihren heiligen Zorn auf das, was dort geschah, bewahren,
um daraus etwas sehr Gutes werden zu lassen.

Aber wie soll sie das schaffen, wenn sie schon vorher von sich selbst glaubt,
wahnsinnig zu sein?

U: Ich verstehe.

Dann danke ich dir, Jean, und verabschiede mich von dir.