Ich bin nicht dort, da im Jenseits…

Wir sind nicht weg im Jenseits, auch nicht getrennt…
Wir haben nur viel, viel mehr Bewusstsein als ihr!
Aber ihr seid ein Teil davon!
Was wir wissen, was wir wünschen, das manifestiert sich bei euch durchaus auch…
Und was ihr wünscht, was ihr wisst, es wirkt sich aus bei uns…
Jenseits und Diesseits sind verflochten miteinander!

Verstorbenenkontakt

Ich bitte Elia, mich mit Harald zu verbinden, seine Mutter Maria bittet um diesen Kontakt.

Harald ist sofort präsent, ruhig wirkt er und von einer ganz natürlichen Gelassenheit.
Er setzt sich zu mir, schaut mit mir zusammen dem gerade stattfindenden Sonnenuntergang zu, der an diesem Abend im Februar besonders schön ist: Nebel über den Feldern, die das rötliche Licht der Sonne reflektieren…
Wärmer ist es heute gewesen, die ersten Krokusse habe ich entdeckt und vor dem Fenster im Garten höre ich zum ersten Mal seit Wochen wieder Vögel singen…

Das alles nimmt auch Harald in sich auf… scheint es tief zu spüren…

H. Hm, hm… jaaaaaaaa, so ist es, genau so, wenn eine Seele beginnt, sich auf eine weitere Inkarnation vorzubereiten: Alles fängt mit der Sehnsucht nach Leben an, so tief geht das …

Da draußen erlebt ihr es gerade: Noch ist Winter, noch ist es nicht die Zeit, um vorzutreiben… aber nur ein wenig und es kommt zur Initialzündung.
Jetzt ist alles ein einziges Sammeln von Kraft… diese Kraft, die alles beginnt, alles in Gang setzt. Sehr schön ist das, wieder und wieder ist es überwältigend schön und heilig… jaaa.

Uta, ich möchte gleich über ihre erste Frage reden, geht das in Ordnung?

U. Klar…

H. Wie könnte es je sein, dass ich aufhöre, ich zu sein?
Wie könnte es je sein, dass du mich nicht findest; meine Mutter, mein Erstes und Letztes, mein Anfang…

Und ich, was bin ich dir? Nur dein Junge? Ne!
Ich habe diese Rolle übernommen auf deiner Bühne, die das Leben der Maria heißt.
Aber ich bin mehr als die Rolle, deshalb reden wir immer noch miteinander… und das schwör ich dir: Wir werden bis in alle Ewigkeit miteinander reden!
Ich höre nie auf, ich zu sein, und du hörst nie auf, du zu sein… so ist das.

Versuch, dich zu fragen, ob es wahr sein kann, was ich sage.

Du spürst es, du spürst, es ist wahr… und dann kommen Zweifel.
Ja, meine Mutter – Seele, meine geliebte Mütterlichkeit, mein Zuhause, meine Heimat auf Erden: Ja, es ist wahr, dass sich daran nichts ändert, du bleibst meine Mutter und ich bleibe dein Sohn.

Wenn du dich an mich erinnerst, dann erinnerst du dich auch an einen Harald, den ich selbst nicht erinnere…

Du erinnerst dich an mein Lächeln als Baby, erinnerst dich daran, wie du mich getröstet hast, als ich Bauchweh hatte und die Zähnchen kamen. Und du liebst diesen Harald immer noch, da ist nicht ein kleines Teilchen Liebe von dir zu mir verändert.

Und ich, puh, ich lieb das, was du mir damals warst: mein Trost, mein Fels in der Brandung.
Immer noch… immer noch glaube ich an dich, immer noch bist du die Mutter meines irdischen Anfangs und das geht nie, nie verloren. Diese erste Zeit trug uns, sie ließ uns sogar unsere Trennung verschmerzen, wie könnte das je verloren gehen?

Diese Art der Liebe ist wahr und Wahrheit löst sich nicht in Nichts auf. Verstehst du?

Als erwachsener Sohn, da hab ich sicher nicht darüber nachgedacht, dass du mich getröstet hast, wenn ich Zahnfieber hatte. Aber das Vertrauen von damals, das hat weiter eine Rolle gespielt, unterschwellig, dennoch…

Wenn ich heute mit dir spreche, mit wem spreche ich?
Mehr als 10 Jahre sind seit meinem Tod vergangen…
Du hast dich verändert, ich hab mich verändert…
Erfahrungen haben uns verändert.

Aber du bist immer noch meine Mutter und ich bin immer noch dein Sohn. Ich habe meinen irdischen Weg mit dir begonnen, ich war du, für eine lange Zeit meiner Wahrnehmung… immer noch gilt das.

Unsere Liebe hört nicht auf, warum auch?
Nur weil wir uns verändert haben?

Dann hätte sie auch aufhören müssen, als ich noch lebte. Wir haben uns doch so oft verändert, weil wir so viel erfahren haben.

Alle Erfahrungen verändern uns ein wenig, aber der Kern bleibt immer ganz gleich.

Ich will, dass du das verstehst: Was wir aneinander lieben, war mehr als die Rolle, die wir im Leben des anderen gespielt haben.

Du hast mich geliebt, weil ich dein Baby war, das stimmt.
Aber du hast von Anfang an mehr geliebt!
Du hast mich nicht kennengelernt, sondern wiedergefunden…

Nur WAS und wen du wiedergefunden hast im Augenblick meiner Geburt, das wusstest du nicht… es war nur so ein Gefühl…

Meine liebe, liebe, liebe Mutter: IMMER wirst du mich wiedererkennen und wenn du im Jenseits bist, dann sogar GANZ.

Harald, das ist nur ein Teil von dem, was deine Seele kennt, die anderen Teile hatten andere Namen und andere Rollen in den unterschiedlichen Bühnenstücken, die man Leben nennt.

Aber IMMER hast du MICH erkannt, meinen Kern, meine Essenz und ich DEINE!

Stell dir bitte nicht länger vor, dass sich ein Leben vom Vorhergegangenen trennt.

Das stimmt so nicht, so wenig, wie du das Baby Harald vom erwachsenen Harald in deiner Seele trennen konntest.

Für dich ist das immer EINS: ein Wesen und eine Liebe…
Was du liebst, bin ICH!

Natürlich hast du auch lieb gehabt, was ich an Gaben hatte, aber selbst wenn ich GAR NICHTS gehabt hätte, was du hättest lieb haben können, hättest du doch mein ICH geliebt.

Beweis? Wenn ich nicht gestorben wäre, sondern mit einer Art Restgehirn pflanzengleich weiter gelebt hätte, hättest du aufgehört, mich zu lieben?
Ach, NIE!
Du doch nicht!
Wir doch nicht!

Wenn du kommst, wirst du MICH finden und DICH und wir werden unser „WIR SIND“ ZUSAMMEN genießen.

Und dann werden wir ALLE unsere WIR SIND ZUSAMMEN leben, sehen und genießen. Und es werden viele sein… und du wirst – wie ich jetzt – verstehen, wer DU bist, wer ICH bin…

Ich könnte sagen, dass wir uns an vergangene Leben erinnern werden, aber es ist viel mehr als das: Wir werden ALLE Leben wieder SEIN!

Ich glaube nicht, dass du dir vorstellen kannst, WIE schön das sein wird.

Aber du und ich, wir werden auch verstehen, was uns noch fehlt. Und wir verstehen, warum wir neue Teile aus uns heraus in neues Leben abspalten…

Ja, na klar: Ich habe natürlich weitere Bestrebungen: Die Sache mit der Liebe und der Verantwortung, das ist noch nicht erledigt, ich spüre da geht noch mehr. Da muss ich noch Kräfte entwickeln und Vertrauen…

Doch, ja, ich werde einen Teil von mir inkarnieren und du ganz sicher auch. Aber ich höre deswegen nicht auf, Harald zu sein!
Der Harald bleibt, genauso wie die Maria bleibt…

Aus uns heraus aber senden wir unsere Sehnsucht nach Vollendung unseres ICHS.

Und dieser Teil wird einen Mutterschoß finden und wird hoffentlich viel dazu beitragen, dass unser Ich weiter wächst, GANZ wird, ohne Sehnsucht sein muss…
Noch ist es weder für dich noch für mich soweit, noch sammelt sich die Sehnsucht als Kraft. Und erst wenn die Bedingungen, die wir brauchen, stimmen, dann wird es geschehen!

Und während dieser Teil in einem irdischen Leben wächst, erleben wir alles, was er erlebt, mit und lernen und wachsen und verstehen…

Du wirst mich erkennen und du wirst dich erkennen und es wird schön und gut sein.

Ich bleibe dein Harald, du bleibst meine Mutter und ich werde AUCH dazu noch mehr sein für dich, so wie du heute schon für mich mehr bist.

U. Danke, Harald, das hast du wunderschön erklärt, es fällt den Menschen schwer, das zu verstehen…

H. Ich weiß, es gibt viele Missverständnisse deswegen, leider.

U. Deine Mutter hat dir einige Zeilen geschrieben, die lese ich jetzt vor, wenn du magst, unterbrich mich einfach.

M. Lieber Harald! Die Zeit spielt keine Rolle, du wirst immer bis an mein Lebensende und darüber hinaus tief verwurzelt in meinem Herzen sein.

H. Und du in meinem, es wird nicht weniger, es wird mehr in der Unendlichkeit.

M. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht an dich denke.

I, Du denkst an mich, weil ich da bin! Und ich bin da, weil du Sehnsucht hast…

Es tut mir leid, dass du die tragen musst, ich hab es da wirklich besser.

Nur eines ist nicht schön: dass du deine Gedanken für eine Einbahnstraße hältst. Ich antworte dir so oft und so oft hast du Zweifel, das ist nicht gut für dich, du brauchst nicht zweifeln…

Meinen Tod hast du akzeptiert, dass du aber deswegen nicht akzeptierst, dass ich nicht mehr da bin, das ist doch Unsinn, ich bin doch da!
Ja, denk an mich, ja!
Rede mit mir und Ja! Hör mir zu… alles das ist erlaubt.
Du musst dich nicht fürchten, die Bodenhaftung zu verlieren.

M. Immer wenn ich dein Lieblingslied von Kiss höre „I was made for loving you“ im Radio kommt, sehe ich das als einen Gruß von dir…

H. Hm, hm… hast du eine Vorstellung davon, was dazu gehört, einem wildfremden Radiotypen den Impuls zu geben, den alten Song zu spielen??????!!!!!!!!!
Und zwar punktgenau, wenn du zuhörst?

Findest du nicht, es wäre mal an der Zeit, deinen eigenen Impulsen zu vertrauen, wenn du mich etwas fragen willst oder mir etwas sagen möchtest oder du einfach nur Sehnsucht hast? (Er lächelt.)

Aber ich mach alles, was du sagst, ich bin auch lieb… und drängele nicht.

M. Du wirst mir immer fehlen und ich werde dich immer vermissen und ich werde dich immer lieben, so wie ich dich auch bei deinem Erdendasein geliebt habe, ich hoffe sehr, dass es dir gut geht und du glücklich bist.

H. Ich bin doch einfach nur etwas schneller gewesen als andere… auch schneller zurück im EINS mit Gott. Du kennst mich doch: immer mit dem Kopf durch die Wand (lächelt).

Ja, ich bin glücklich und ja, es geht mir sehr gut. Ich bin genauso glücklich wie vor dem Augenblick, in dem ein kleines Eizellchen sich hat befruchten lassen in dir und das Leben des Harald begann…

Weißt du, hier hoffen im Allgemeinen WIR, dass ihr wenigstens etwas von unserem Glück abbekommt.
Wir wissen, wie schwer es sein kann, zu leben, wie selten Glücksmomente sind, weil einfach alles Grenzen hat und jedes Ding vom Gegenteil beherrscht wird.

Alles ist getrennt, das ist hier nicht so, ich bin nicht getrennt von dir…
Ich weiß aber, wie schwer du es damit hast, und wünschte nur, ich könnte es dir leichter machen.

M. Es gibt einen großen deutschen Heiler namens Bruno Gröning, in dessen Namen auch heute noch lange nach seinem Tod viele Spontanheilungen auf geistigem Gebiet passieren und der sein ganzes Leben nur anderen Menschen gewidmet hat. Ihn habe ich öfter gebeten, sich liebevoll deiner anzunehmen.

I. räuspert sich. Ich weiß und ich kenne ihn, ich kenne aber MEHR als du: Gröning war auch nur ein Teil einer Seele, die viel, viel größer ist…

Weißt du eigentlich, WEN du bittest, sich meiner anzunehmen?
Nein, das ahnst du vielleicht…
Versteht ihr immer noch nicht?
Gottes Liebe zu euch ist SEHR persönlich!
Sie ist nicht allgemein, sie ist auf jedes Individuum eingestellt…
Ja, so groß ist seine Liebe, dass sie jedem EINZELNEN gilt…

Aber das versteht kaum einer und die, die es euch versuchen, zu sagen, die werden nicht verstanden… die werden zu Göttern oder so.

Gröning ist einer der Seelenteile einer sehr großen Seele, die es euch beibringen wollte…

Sag mal, wusstest du, dass Gott DICH liebt?
Klar? Hmhm…
Aber wusstest du, dass er diese Liebe sehr persönlich nimmt?

Es geht nicht um allgemeine Menschenliebe, es geht um DICH: Dein ICH BIN ist ihm so wichtig wie nur was…

Stell dir mal vor, das hab ich kapiert!
Es geht um gar nichts anderes als darum, zurück ins Paradies zu finden!

Weißt du, was das Paradies ist?
Zu WISSEN, dass du dich vor Gott nicht schämen musst, weil du bist, wie du bist… vor ihm ganz „nackig sein“ und gleichzeitig zu wissen: ER liebt mich, ER will mich…

Tja, Bruno wusste das, aber sie haben ihm nur die Heilungen der Körper geglaubt…

Jede Zeit hat einen, der ihr den Hinweis gibt, dass ihr Mangel nichts weiter ist als der Mangel an Vertrauen in Gottes Liebe, als die Scham, nicht gut genug zu sein… hm, hm.

M. Ich hoffe, dass du dort, wo du bist, viele gute Seelen gefunden hast, die dir zugetan sind und dir weiterhelfen…

H. Da, wo ich jetzt bin, ist zum Beispiel eine Seele, die heißt in diesem Leben Maria. Doch, die hat mir sehr geholfen und tut es noch.
Und dann sind da unendlich viele Möglichkeiten…

Ganz ehrlich? Du ahnst nicht, was hier ist: Hier gibt es die GANZE Kraft des Lebens, die GANZE Kraft eines freien Bewusstseins…
Alles, was mir wahr ist, IST auch wahr.

Wenn ich weiter gelebt hätte, welche Wahrheit ich wohl jetzt hätte?
Dass das Arbeitsleben hart und unfair ist?
Dass der Staat zu viel Steuern raubt?
Dass die Welt ein einziger Chaoshaufen ist?
Das man bescheuerterweise alt wird?

Sicher hätte ich gerade meine Midlife Crisis, würde ich versuchen, dem Altwerden davon zu rennen, würde ich mein Leben als sinnlos betrachten, weil es aufhört?

Hier gibt es umfassendere Wahrheiten im Angebot…
Niemand muss sie sehen wollen, aber wer es will, wird sehend…
Mami, ich bin ein Sehender geworden…

Aber sag: Ist das schwer für dich?
Ist es schwer, zu verstehen, dass ich dich überholt habe?

Dann sag ich dir: Und immer noch tut mir deine Liebe so, so gut!
Und immer noch freue ich mich, weil du und keine andere meine Mutter bist!
Bitte, bitte sorg dich nicht um mich… bitte nicht.
Hab mich einfach nur weiter lieb…

Ich bin nicht dort, da im JENSEITS…
Weißt du, wie blöd das ist?
Wir sind nicht weg, auch nicht getrennt…
Wir haben nur viel, viel mehr Bewusstsein als ihr!
Aber ihr seid ein Teil davon!
Was wir wissen, was wir wünschen, das manifestiert sich bei euch durchaus auch…
Und was ihr wünscht, was ihr wisst, es wirkt sich aus bei uns…

Jenseits und Diesseits sind verflochten miteinander!

Was anders ist, ist die Wertung: Unser anderes Bewusstsein macht es möglich, anders zu werten, als ihr es könnt.

Wir glauben nicht, wir WISSEN um den Sinn aller Dinge!
Wir hoffen nicht, wir WISSEN um das gute Ende, das auch nur ein Anfang sein wird. Aber deswegen sind wir nicht aus der Welt, sondern wirken in ihr: durch unsere „Gedanken“, unsere Energien, unsere Wahrheiten…

Das alles zusammen ist ein gigantischer Entwicklungsprozess, wo eines ins andere greift.

Du hast darum gebeten, dass mir Helfer begegnen, das ist geschehen.
Aber ohne dass es in meinem Ich wahr gewesen wäre, dass Hilfe und Belehrung gut sind, wären sie – ohne in mein Bewusstsein vorzudringen – weiter gezogen.

Warum aber hast du darum gebeten? Weil ich aus meinem Bewusstsein auf deines eingewirkt habe. Wir sind „verschmolzen“ und du wusstest: Er will mehr Gutes lernen…
Siehst du?
Alles ist miteinander verbunden…
Ist das nicht wunderschön?

So schön wie der erste Frühlingstag: Da ist ALLES drin, alle Hoffnungen werden wahr werden…
Verstehst du, WIE glücklich in bin?

M. Ich habe Uta und Hajo gebeten, mit dir Kontakt aufzunehmen, und hoffe, dass dies gelingt und ich bald von dir höre. Auch hätte ich unendlich viele Fragen an dich, aber ich muss mich beschränken und daher nur einige wenige…

U. Harald, die erste Frage hast du beantwortet, zur zweiten fehlen mir Name und Rolle, ich werde das nachholen mit dir?

H. Ja, schreib ihr einfach, dass du wissen musst, zu wem ich etwas sagen sollte und warum. Das könnt ihr dann im Telefonat klären.

U. Dazu brauch ich dich dann anwesend und ich brauche die Namen und den Familienstand vorher?

H. Ihr kriegt das schon hin, ich bin auf jeden Fall da.

U. Okay. Dann ihre dritte Frage: Sie schreibt, dass sie weiß, dass man alles verzeihen muss, aber sie fragt: zu jedem Preis?

H. Och… pass auf, das gehört zu diesen typischen Missverständnissen, wenn Dinge nur gelehrt, aber nicht begriffen werden.

Nehmen wir Opa: Was er getan hat, ist nicht zu verzeihen… wie auch? Unrecht muss Unrecht bleiben…

Aber er ist auch nur ein Teil einer Seele, die schon viele Leben hatte und noch viele weitere haben wird, bis sie genauso ist, wie es Gottes Idee von ihr war.

Dieser Seele muss man verzeihen wie eine Mutter ihrem dreijährigen Kind im Trotzalter verzeiht in der inneren Gewissheit: Das wächst sich aus, was da noch falsch ist in dem Kinde…

Unrecht bleibt Unrecht, aber Seele ist IMMER göttlich, allerdings erst im Wachstum begriffene Göttlichkeit. Okay?
Verstanden? Ich kann gut erklären, oder?

M. Wie du weißt, bin ich seit einiger Zeit Imkerin:
Leider gibt es deshalb mit Nachbarn Ärger, die dafür kein Verständnis zeigen und es passieren seither seltsame Dinge wie zerkratztes Auto, abgestorbene Hecke, zertretene Buchsbäume, etc.

Wir können aber nichts beweisen. Am liebsten würde ich ausziehen. Mit dem Bösen will ich nichts zu tun haben. Doch wie kann ich mich schützen und was sollen wir tun?

H. Schenk ihnen Honig, wenn wieder etwas vorfällt.
Sag gar nichts, stell ihnen einfach nur Honig vor die Tür und mach einen Zettel dran: Wir wünschen Ihnen guten Appetit!

Ansonsten weißt du, es ist manchmal gut und richtig, einem übermächtigen Bösen auszuweichen.
Aber manchmal, wenn es eben keine Übermacht ist, es nicht um euer Leben geht, sondern um Ärgernisse, ist es besser, im Sinne Jesu zu handeln…
Wenn es deine INNERE Wahrheit ist, dass Nachbarn einander guttun sollen, dann lebe diese Wahrheit, ganz gleich, ob die das kapieren oder nicht.

Nur so wird das Licht Einfluss auf die Finsternis haben, in dem es scheint!

Lass dich nicht auf RACHE ein, damit würde es nur in deinem Inneren dunkel und DANN erst hätte das Böse gesiegt.
Lass dich auch nicht darauf ein, die Bienen abzuschaffen, bleib einfach DIR treu.

Am Ende frisst das Böse sich IMMER selbst!
Alles, was zu tun ist, ist, ihm kein Futter zu werden.

U. Sie fragt, ob du noch Kontakt zu anderen Familienmitgliedern hast?

H. Manchmal, aber ich bin nicht mehr oft NUR in meinem Harald-Bewusstsein, ich bin in meinem ganzen Bewusstsein aller meiner Leben…

M. Unsere Vorstellungskraft ist leider sehr beschränkt hier auf Erden. Wie sieht deine Welt aus?

H. Ha… nicht so anders, wie du meinst, und doch ganz anders.
Es gibt kein Außen mehr…
Alles ist WESEN… ist WAHRHEIT…

Hm, nehmen wir zum Beispiel Farben. Hm, sagen wir die Farbe grün.
Ich begegne ihr nicht außen, bzw. nicht nur, ich WERDE diese Farbe, ich BIN das…

Und so ist es mit allem, was ist…
Es gibt keine Treffen… aber Verschmelzen.
Es gibt keine Einsamkeit, aber konzentrierte Ich-Erfahrung…
Es gibt kein Hören von Musik, aber Musik SEIN.
Es ist zu schwer, es zu beschreiben… einfach zu anders.

Wie soll ich Worte und Bilder finden für das, wofür keine Sprache der Welt ein Wort oder ein Bild hat?

Ich habe keine Augen mehr, um zu sehen, darum sehe ich nun ALLES völlig unverfälscht.
Ich habe keine Ohren mehr, um zu hören, darum höre ich nun alles völlig unverfälscht.

Wenn wir einen Körper haben, dann trennt der dauernd die Wahrnehmungen: Gesehen wird nur, was WICHTIG zu sehen ist für den Lebenden.
Aber wenn du dir nur überlegst, wie völlig anders deine Bienen die gleiche Wiese sehen, die du siehst, dann ahnst du vielleicht, was ich meine, wenn ich sage: Ich sehe ALLES.

Und obwohl das so ist, ist die Erde und das Leben dort gar nicht so anders als in unserer wahren Wahrnehmung. Sie ist wie ein Bild, das gemalt wurde von einer Landschaft…

Es fehlen Dinge oder sie sind nicht ganz so, wie sie sein könnten.
Wie die Vorstellung von einer Landschaft, die sich ein Künstler macht, ohne sie je wirklich gesehen zu haben…

Das Gleiche seid ihr: Ihr seid nur wenige Prozent dessen, was ihr wirklich seid und doch ist erkennbar, wer ihr seid…

Besser kann ich es dir nicht erklären, das geht einfach nicht, es gibt keine Sprache dazu, keine Worte, um Vollkommenheit zu beschreiben.

U. Zuletzt schreibt deine Mutter, dass sie hofft, bald von dir zu hören.
In Liebe deine Mutti!

H. Mutti, du hörst mich jeden Tag in DEINEN Gedanken auf deine Fragen antworten. Du fühlst mich jeden Tag in deinem Herzen, deine Schmerzen zu beruhigen…

Mutti, ich bin nicht fern, ich bin bei dir, wie du bei mir.
Dein Harald! Der weit, weit gekommen ist im „Jenseits“: nämlich zu seinem ICH BIN. Ich liebe dich immer und ewig!