Unser Schicksal sind wir selbst!

Unser Schicksal sind wir selbst!

Die Frage muss nicht sein, wer und was das Schicksal ist,
sondern wer und was unser Selbst ist.

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Philipp zu verbinden.
Philipp bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einer Art Marktplatz, Menschen in arabischen Gewändern sind hier.
Häuser, deren Fensteröffnungen erst im dritten Stockwerk beginnen.
Es ist laut und heiß und ich werde hin und her geschubst,
bis ich endlich vor einem Mann stehe, der am Boden hockt.

Um ihn herum hat sich eine Zuschauerschar im Kreis angeordnet.

Der Mann trägt ein leuchtend blaues Gewand, sein Kopf ist mit einem Tuch bedeckt.
Ein schönes Gesicht, länglich, eine stark ausgeprägte Nase,
tief dunkle Augen und weiße Augenbrauen.

Schwer zu sagen, wie alt er ist: vielleicht 60 Jahre oder sogar älter.

Er schaut belustigt auf die Frau, die vor ihm sitzt.
Dann nimmt er einen Lederbecher, verschließt ihn mit seiner Hand und schüttelt.

Er stellt der Frau eine Frage, sie antwortet und er dreht den Becher um.
Drei Würfel liegen auf der Erde, jeder mit der Drei nach oben.

Die Frau schluchzt auf und rennt davon. Die Menschen treten betroffen zurück.

Nun fällt der Blick des Mannes auf mich.
Er winkt mich heran und ich verstehe nun, was er sagt:
Willst du dein Schicksal befragen?

U: Bin ich nicht selbst mein Schicksal?

G. Lacht. Klug geantwortet. Aber weißt du, was es bedeutet?

U: Ehe wir weiter machen, muss ich dich unterbrechen: Bist du der Guide von Philipp?

G: Einer seiner Schutzengel, ja.
Er hat drei!
Ich weiß schon, was du willst, machen wir also keine Umstände:

Er kann mich Amas nennen, ich bin sein Guide seit 23 Jahren.
Vorher hatte er einen anderen und auch ich werde in den kommenden 3 Jahren meine Präsenz zugunsten eines anderen ablegen.
Doch noch ist es nicht so weit, der Weg ist noch nicht vorbereitet.

Haben wir damit den Riten deiner Berufung genug getan?

U: Ja, klar, entschuldige die Unterbrechung.

G: Gut, kommen wir zur Sache!

Was ist nun deine Entscheidung? Möchtest du dein Schicksal befragen?

U: Warum drängst du mich?

G: Es ist nicht schwer! Du musst mich nur bitten und ich werde dir dein Los werfen …

U: Na schön, dann wirf mein Los…

Der Guide schüttelt den Becher.
Wieder fällt mir auf, dass er belustigt ist, gerade so wie bei der Frau vorher.

Er dreht den Becher um und die drei Würfel zeigen eine Zwei, eine Fünf und eine Drei.

G: Nun kennst du dein Schicksal (lächelt verschmitzt).

U: Nein, wieso? Ich weiß nicht, was diese drei Würfel sagen sollten…

G. Ach? Nun denn, was fällt dir zur Zwei ein?

U: Zwei, Verbindung zweier Teile, die jeder für sich auch vollkommen sind.
Zwei = ein Paar, zusammengehörend …

G: Aha, und weiter, was ist die drei?

U: Drei, ein Paar und noch etwas:
Heilige Dreieinigkeit, Trigone, Sinnbild der ausgeglichen Energien …

G: So, fein… und Fünf?

U: Hm… vier Elemente und der Himmel?

G: Aha, siehst du, alles Bilder der Einigkeit, nun kennst du dein Schicksal!

U: Entschuldigung, aber das ist doch Quatsch!
Ich hätte doch auch alles mögliche andere da hinein interpretieren können…

G: Hättest du! Hast du aber nicht!

Die Frau vor dir hat in der Drei etwas völlig anderes gesehen!
Für sie war die drei eine Unglückszahl.
Am dritten Tag des dritten Monats starb ihr drittes Kind,
seither schreckt sie nichts so sehr wir die Drei …

Nun kann man die Frage stellen, welche Aussage die Drei denn WIRKLICH hätte.
Und ich würde sagen, es kommt darauf an, wie du sie selbst deutest.

Daraus könnte man zu dem Schluss kommen, dass es völlig sinnlos sei,
sich Zahlen deuten zu lassen.

Doch DAS ist ein Irrtum!
Ich sage dir, es wird genau das geschehen, was du deutest!
Denn das ist, was du glaubst.
Und es geschieht immer, was du glaubst.

Na, komm lass uns von diesem Jahrmarkt der Ohnmacht fortgehen.

U: Gerne, aber wieso nennst du das Jahrmarkt der Ohnmacht?

A: Ist er das nicht?

Schau dich um: Wahrsager und Zeichendeuter, Traumleser und Magier…

Was hier unterstützt wird, ist die Überzeugung der Kunden,
selbst zu klein, zu schwach zu sein, um das eigene Schicksal zu lenken.

Dabei tun sie nichts anderes und mit jeder Frage, die sie den „Meistern“ hier stellen,
festigen sie diese Einstellung zur eigenen Macht über ihr Leben.

Menschen tun das seit ewigen Zeiten!
Sie tun es, weil sie Angst haben.

Angst davor, zu verlieren: Ihre Hoffnung, ihre Zuversicht, ihre Sicherheit.
Und den Schutz der Götter. Dies vor allem.

Und je nach dem, wer und was ihnen das Göttliche ist, deuten sie ihre Zukunftsaussichten.

Aber ihre Zukunft sind sie selbst!
Die Zukunft liegt darin, wie und was sie heute als wahr sehen.

U: Aber mit Horoskopen müsste das anders sein.
Die Sterne stehen doch fest, da kann ich doch nichts deuten….

A: Eine solch naive Frage kommt dir eigentlich nicht zu.
Die Sterne sind Symbole bestimmter Energien.

Stell dir vor: Jeder Planet, der astrologisch gewertet wird, sei eine Leinwand
und es sei festgelegt, welches Genre auf eben dieser Leinwand als Film gezeigt wird.

Auf der einen Leinwand gibt es nur Filme zum Thema Liebe zu sehen.
Auf einer anderen nur Filme zum Thema Helden.
Auf wieder einer anderen nur Filme zum Thema Träume …
Wenn du das weißt, weißt du dann, welchen Inhalt diese Filme haben?
Nein!

Der Liebesfilm kann tragische, erheiternde oder romantische Emotionen in dir auslösen.
Das kommt ganz darauf an, worauf DU ansprichst.
Was in dir Gedankenverknüpfungen auslöst…

Erinnerst du dich an den Film Lovestory?

U: Ja …

A: Erinnerst du dich, wie er emotional auf dich wirkte?

U: Oh, unterschiedlich, ich habe ihn ja mehrmals im Leben gesehen:
als Jugendliche, als Erwachsene, als Frau so Mitte vierzig …
Als Jugendliche fand ich ihn todtraurig.
Als ich ihn das letzte Mal sah, fand ich ihn langweilig, streckenweise auch komisch.

A: Siehst du!
Das genau meine ich!
Ihr selbst bestimmt, wie euer Lebensfilm auf euch wirkt!
Ihr selbst bestimmt, wie euer Schicksal ist.
Es sind eure Gedanken, die eure Gefühle erzeugen.

IHR macht euer Schicksal, in dem ihr selbst ihnen das an Bedeutung gebt, was euch begegnet.
Ja mehr noch: Ihr selbst MACHT, was euch begegnet.

(Amas hat die Umgebung verändert, wir sitzen nun auf dem Gipfel eines Berges.
Unter uns mächtige Sanddünen, über uns eine sternenklare Nacht
und ein Mond, so groß und hell, dass wir sehr weit sehen können.)

A: Wie gefällt dir das hier?

U: Es ist wunderschön…

A: Ja … es ist vor allem still.
Einen Moment lang lässt er mich die Stille genießen.
Ich spüre, wie ich innerlich zur Ruhe komme, wie ich eins werde mit mir.
Und einen kurzen Augenblick, wie ich Eins bin mit dem, was mich umgibt.

A: Siehst du, da draußen auf dem Jahrmarkt der Ohnmacht, da findet niemand seine Wahrheit.
Tausend Bilder, tausend Stimmen regen tausend Mal tausend Gedanken an.

Alles, was du dabei erhältst, ist Verwirrung!
Und um dieser nicht völlig anheim zu fallen, musst du dich auf das konzentrieren,
was du glaubst, dass es wahr sei …

Keine Zeit, deine Wahrheit zu überprüfen, keine Stille, um in deine Tiefe zu kommen.
Und so, wie es dir geht, ging es auch Philipp.

Der Weg des Schicksals ist der Weg dessen, woran du glaubst, Philipp.
Uta hat Recht, auch wenn sie nicht weiß, was der Satz in seiner ganzen Tiefe bedeutet:
Unser Schicksal sind wir Selbst.

Aber dann muss die Frage nicht sein, wer und was das Schicksal ist.
Sondern wer und was unser Selbst ist.

Andere Menschen haben dir sehr lange als Spiegel deines Selbstes dienen sollen.
Aber auch das ist nie die Wahrheit über dein Selbst,
sondern zeigt nur, was du glaubst, dass es sei …

Dein Selbst ist das, was du spürst in einer sternenklaren Nacht auf dem Berg…
Es ist das, was du spürst, wenn du im Sturm stehst und das Brausen der Wellen hörst…
Es ist alles in allem, stark und gut und tief und frei…
Und Teil all dessen, was ist.

Du suchst diese Tiefe, diese Freiheit vergebens außerhalb von dir, der Weg führt nach innen.
Dein Selbst ist beides: Kosmos und Ozean.
Und der Philipp, der ist nur ein Teil von diesem Selbst.

Er muss an etwas glauben, er muss auf etwas hoffen und er muss ein Ziel haben.
Der Philipp ist der Teil von dir, der in die menschliche Ebene gegangen ist
und sich der Zeit, die verrinnt, zu stellen hat.

Aber tief in dir ist die Gewissheit der Ewigkeit!
Und was dich verwirrt, ist, beide Wahrheiten miteinander in Einklang zu bringen.
Es verwirrt dich zusehends mehr die Diskrepanz zwischen deinem Innen und deinem Außen.

Du magst immer weniger in dem oberflächlichen Getriebe des Jahrmarkts der Ohnmacht sein!
Und du hast recht: Das ist nicht dein Platz.

Uta, lass uns noch einmal auf den Marktplatz gehen…
(Schon sind wir da, wieder sitzt er vor mir.
Neben mir hockt ein Mann, der will auch das Schicksal befragen.
Und jetzt sehe ich, WAS da in den Augen so geleuchtet hat, dass ich dachte, er sei belustigt.
In seinen dunklen Augen sehe ich die leuchtenden Sterne
und die wundervolle Wüstenlandschaft.
Das sollte ich wohl wahr nehmen, denn augenblicklich sind wir wieder auf dem Berg.

A: Ja, das solltest du sehen.
Denn darum geht es mir:
Wer seine innere Wahrheit gefunden hat, wer sich seines Selbstes bewusst ist,
der nimmt diese kraftvolle Stille mit sich.
Wohin auch immer er geht, was auch immer ihm begegnet: in ihm ist Frieden und Freiheit.

Philipp, ich wünsche mir so sehr, das du diesen Weg nimmst:
den Weg zu deinem Selbst-Bewusstsein.
Wer sich bewusst ist, was er ist, wer er ist:
Der ist wie eine Quelle der Freude, von der er selbst und andere täglich kosten dürfen.

Wer sich seines Selbstes bewusst ist, hat erkannt, dass es mehr gibt als das,
was er JETZT fühlt und denkt.

Das es viel mehr gibt als das laute Geschrei angeblicher Wahrheit.
Und der ist auf dem Weg zu einer Weisheit, die unerschütterlich ist von den Umständen.

Du fragst dich, wohin du dich nun wenden sollst, nichts ist recht.
Selbst wenn es sehr nett ist, so ist es doch nicht recht:
Es fühlt sich nicht richtig an.

Und du suchst nach Lösungen aus dieser inneren Unruhe.
Du vermutest, wenn du die Umstände änderst, in denen du lebst,
dann ändert sich auch dieses Gefühl des Unausgefüllt seins.

Aber, Philipp, was immer du tust, wohin auch immer du dich bewegst:
Du nimmst doch dein Selbst mit!

Welchen Film auch immer du dir anschaust:
Es ist doch der gleiche Philipp, der ihn sieht und bewertet,
der seine Assoziations-Ketten hat und seinen Gedanken emotional Folge leistet.

Wenn du also etwas verändern willst, dann kann die Veränderung nicht im Außen gelingen:
In den Umständen, in denen du lebst.
Sondern IN DIR, in DEINEM Bewusstsein über DEINE Wahrheiten, DEINEN Glaubens-Sätzen.

Der Weg der Veränderung gelingt in der Stille.
Es geht darum, das Tor zu dir selbst zu öffnen.
Nicht zu dem, was jemand über dich sagt oder denkt …

Nicht darüber, wie auf das, was du tust, sagst und denkst, reagiert wird, sondern über die Hinwendung an das, was da denkt, sagt, tut … dich selbst!

Was ist MEINE Seele?

WAS bin ICH?

Wir stehen an einem neuen Lebensabschnitt, hinter dir liegt deine Kindheit, deine Jugend, deine kräftigen Mannesjahre.

Das alles waren Jahre, in denen die Aufmerksamkeit auf das aussen gerichtet war, nun kommen die Jahre, in denen die Aufmerksamkeit auf das INNEN gerichtet werden muss.

Nun kommen die Jahre, in denen aus all dem gesammelten Wissen die Frucht der Weisheit geerntet werden darf.

Narren versäumen diese Entwicklung, ja, du hast recht, die Welt ist voller Narren.

Aber sind sie nicht zu bedauern, muss nicht unser ganzes Mitgefühl ihnen gelten?

Denen, die auf dem Jahrmarkt der Ohnmacht verharren und sich sagen lassen wollen, was ihr Schicksal sei, angesichts ihrer Angst vor Verlust und Sterben?

Ich meine ja! Doch ehe du anderen ein Quell der Freude sein kannst, muss du selbst den Weg zu dir finden, zu deinem wahren Selbst.

Ein Mann, der sich dem sechsten Lebensjahrzehnt nähert, dem wird die Endlichkeit des menschlichen Seins bewusst, Freunde sterben, der Beruf wird unwichtiger…die Zeit verändert ihr Tempo, schneller und schneller zerrinnt sie und die Gelegenheiten, das „Ruder noch einmal herum zu reißen“, werden weniger und weniger. Ein Herz wird nicht mehr Trost darin finden, an die Zukunft zu denken in dem Bewusstsein, noch viele, viele Jahrzehnte vor sich zu haben.

Die Weichen, die jetzt gestellt werden, bestimmen den endgültigen Kurs, es ist keine Zeit mehr für Umwege.

Weil das so ist, wäre ich ein Narr, würde ich dich jetzt nicht darauf aufmerksam machen, das dein Wachstum noch viel, viel mehr in die Tiefe gehen muss.

Das Ziel ist, den inneren Frieden zu finden, der immer mit dir ist, egal, was geschieht, egal, wo du bist und egal, was andere meinen.

Aus diesem Grund bitte ich dich sehr, dich noch viel mehr mit dem zu beschäftigen, was dein wahres Selbst ist. Es geht jetzt um die Rückverbindung mit dem, was dein Ursprung ist.

Wenn du das tust, so kannst du aufhören, Entscheidungen, die du getroffen hast in der Vergangenheit, zu bereuen und du kannst aufhören, dich als Opfer zu sehen, der unbezwingbaren Schicksalskräften ausgeliefert ist.

Sondern du wirst deine Freiheit finden und deine Macht selbst zu gestalten, was die Wahrheit ist.

Du wirst feststellen, wie groß die Macht der Gedanken ist und bestätigt finden, was du doch längst schon in dir weißt, den Hoffenden erfüllt sich seine Wahrheit.

Nun also weiter, Philipp, und noch tiefer gehen.

Zähme deine Ungeduld.

Dies ist nicht die Zeit, die Dinge schnell zu verändern, sondern die Zeit, zu lernen, wie das innere Loslassen die äußere Freiheit bewirkt.

Du hast lange Zeit dein Leben versucht, mit deinem Willen zu lenken, nun wird es Zeit, dass du lernst, deinen Willen zu lenken. Denn der hat allzu oft getan, was er wollte und nicht dein Selbst.

Fürchte dich nicht, weder vor der Zeit, die verrinnt, noch vor der Endlichkeit des Seins.

Denn beides ist eine Illusion…du warst schon immer und wirst immer sein und das weißt du.

Dieses Bewusstsein ist der erste Schritt zur inneren Unabhängigkeit, der erste Schritt zum Bewusstsein für dein eigenes Selbst.

U: Danke. Ich würde jetzt gerne Philipps Fragen an dich stellen.

A: Tu das nur!

U: Worin liegt seine zukünftige Aufgabe in diesem Leben?

A: Deine Tiefe zu erfahren, die Zusammenhänge zu begreifen … erfahren, das du weit mehr bist, als das, was du wirkst, denkst, fühlst, willst …

Die wahre Freiheit verstehen, die nur findet, wer erlebt, das er Alles in Einem ist und trotzdem Teil des Ganzen.

Das ist ein sehr spiritueller Weg und ich sage nicht, dass er leicht wäre.

Aber der Lohn ist es wert!

Deine Seele hat sich schon seit langem danach gesehnt und nun wird sie diesen Weg versuchen wollen.

Es ist KEIN Weg der Einsamkeit, ganz im Gegenteil:

Wer diesen Weg geht, der entfernt sich nicht von den Menschen, sondert wendet sich ihnen aus wahrem Mitgefühl zu, weil er ja nun sicher weiß, das er ein Teil von ihnen ist und sie ein Teil von ihm.

Er hat verstanden, dass alles Eins ist.

Es ist der Weg der Nächstenliebe und der Erfüllung, die daraus entsteht, auf ihm zu schreiten.

U: Er hat jetzt seine dritte Scheidung und eine Trennung einer Partnerschaft hinter sich, warum passiert ihm immer wieder das Gleiche, ist es sein Harmoniebedürfnis?

A: Nein, es ist der Mangel an emotionaler Offenheit.

Du hast Angst, dass dein Selbst, würdest du es nur leben, nicht mehr geliebt wird. Und so bist du zwar die Leinwand, die bereit ist, das auf ihr der Liebesfilm läuft, aber du bestimmst nicht mit, welcher Film das ist.

Du re-agierst, aber du agierst nicht.

Du hast Angst vor deiner eigenen Emotionalität, als wäre sie ein wildes Tier, sie muss Dressurkünste zeigen, aber ihr erlauben, frei zu sein, das wagst du nicht.

Hier hast du karmische Verstrickungen aufzulösen, die dir immer und immer wieder das Loslassen müssen zeigen.

Alles was du getan hast, sollte ja gerade dazu dienen, NICHT loslassen zu müssen! Gerade DAS wolltest du unter Einsatz größter Selbstverleugnung doch verhindern!

Aber wenn du dich selbst verhinderst, wie soll dann dein Selbst geschenkte Liebe erfahren?

Die Lösung liegt nicht im Zurücknehmen der eigenen Bedürfnisse, sondern im Wahrsein.

Der Glaubenssatz deiner Seele ist:

Meine Gefühle sind zu gewaltig, um ertragen zu werden, weder von mir noch von anderen.

Aber diese Wahrheit ist alt, sie ist nicht Teil deines Lebens heute. Dennoch folgst du ihr: Liebe bedeutet, verlassen zu werden …

Da hast du auch recht, irgendwann wird jeder, der liebt, die Liebe auch wieder loslassen müssen. Spätestens mit dem Tod desjenigen endet scheinbar die Liebe.

Loslassen lernen, das hat dir dein Leben gezeigt.

Doch je bewusster du dir über die Ursachen und Zusammenhänge bist, umso freier kannst du sein.

Wahre Liebe bindet nicht, sie ist ganz im Hier und Jetzt, ohne das Morgen zwingen zu wollen … auch das hat dir das Leben gezeigt.

Nun ist es an dir, ob du bereit sein wirst, wahrer zu sein in Beziehungen.

Auch du bist nur ein Mensch, auch du spürst Leidenschaft und Hingabe, aber auch Frustration und Ärger oder Angst.

Auch du bist einmal zum Zorn gereizt oder zur Traurigkeit …

Du bist Mensch und jeder, der das akzeptiert, der hat auch die Chance, seine Fähigkeit, das Menschliche zu lieben, zu vervollkommnen.

Was du lernen musst, ist, dass du das, was IST, auch akzeptierst.

Nicht deine Vorstellung darüber, wie es sein sollte, bestimmt eine Beziehung, sondern das, was IST.

Klar sehen und klar sein.

Wäre dies nicht mit Erfahrungen der Seele behaftet, die sich gerade davor fürchtet, hättest du keine Not damit.

U: Philipp fragt, ob er in seiner Branche noch weiter unternehmerisch tätig sein soll oder ob er sich mehr seinen künstlerischen Ambitionen hinwenden soll?

A: Du sagst es, es ist eine Übergangsphase, noch ist es nicht die Zeit, sich völlig zu lösen aus den Verbindlichkeiten, aber es ist auch noch nicht die Zeit, dich der Malerei völlig zu widmen.

Sondern es muss jetzt darum gehen, durch viel mehr vertieftes Wissen über dich selbst dazu zu kommen, die innere Klarheit für den nächsten Schritt zu erreichen.

Du bist begabt mit deinen Bildern, die inneren Welten der Seelen zu berühren und zu heilen, aber zuerst muss deine Seele ihren Frieden finden!

Du wirst Welten und Bilder finden in dir, die wie eigene Universen sind, aber erst musst du dein freies Selbst finden.

U: Soll er seine schriftstellerischen Talente ausbauen?

A: Aber ja! Die Macht des Wortes zu ergründen, ist ja Teil seines Lebensplanes, die Macht der Gedanken, die Macht der Prägung … ja, natürlich hilft ihm das sehr, seine Kräfte zu kanalisieren.

U: Ich möchte mich bei dir bedanken und ich hoffe sehr, dass es Philipp weiterhilft.

A: Das ist mein Anliegen, auf Wiedersehen, Uta!

Gib ihm dieses: (Er gibt mir einen hellblauen Stein, Aquamarin und einen Amethysten.)

U: Auf Wiedersehen, danke für deine Worte!