Wertschätzung

Ich bin es nicht wert, das man mich ehrt!

Ich bin es nicht wert, das man mich ehrt!

 Solange du dir selbst nicht glaubst,
dass du die Ehre, ein guter Mensch zu sein, wert bist,
wie sollen es andere glauben?

Engelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Stefanie zu verbinden.
Stefanie bittet um diesen Kontakt.

Ich muss einen schmalen Weg durch einen lichten Birkenwald gehen.
Es ist schön hier: klare Luft, aber schon herbstlich kühl.
Der Weg führt mich über eine schmale Holzbrücke, ein klarer Bach unter mir, dann einen kleinen Hang hinauf.
Und dort, eingerahmt zwischen einem großen, alten Kastanienbaum
und einer Wiese, steht ein ganz einfaches Holzhaus.

Davor sitzt eine Frau, blondes Haar, das sie im Nacken zusammengebunden hat.
Sie spinnt: ganz einfach nur das Garn und eine Spindel, wie geschickt sie ist!

Sie summt ein Lied dabei und ich bleibe stehen, weil es so schön ist,
sie so zu beobachten.
Jetzt kommt eine sehr alte Frau aus dem Haus.
Ganz mager und gebückt in der Haltung.
Sie scheint schlecht sehen zu können.
Denn mit dem rechten Fuß ertastet sie erst jeden ihrer Schritte,
bis sie sich schließlich mit einem Seufzer neben der jungen Frau niederlässt
und ihren Kopf gegen die Schulter der jungen Frau lehnt.

„Schön, nicht wahr?“

Eine Stimme ist hinter mir.
Ich drehe mich um und hinter mir steht ein Mann.
Vielleicht Mitte vierzig, das Haar wird an den Schläfen schon etwas schütter, hinten ist es lang und in einem Zopf gebunden.
Er trägt ein Lederwams, weite Hosen, die bis zum Knie reichen
und Schnallenschuhe.
Seine Augen sind grau und leuchtend, sein Gesicht schmal und blass…

U: Bist du der Guide von Stefanie?

G: Ja, nenne mich Hans, in diesem Leben war ich Hans…
Magst du mit mir gehen zu ihr?

U: Sie bemerkt mich sicher nicht…

H. lachend: Doch, das wird sie, das wird sie!
Aber sie wird dich nicht zu deuten wissen…
Sie wird denken, dass ich mir wieder einmal
einen Engel als Begleitung gesucht habe.
Das kennt sie schon von mir, komm nur…

Wir gehen zu der blonden Frau.
Als ich näher komme, sehe ich, dass sie sicher schon weit über dreißig ist,
in ihrem Haar zeigen sich die ersten grauen Fäden.
Freundlich begrüßt sie Hans.
Es scheint, als gäbe es zwischen ihnen eine große Vertrautheit.

Einen kurzen Moment fällt ihr Blick auf mich.
Ich bin sicher, dass sie mich bemerkt.
Aber sie schüttelt nur lächelnd den Kopf und sagt an Hans gerichtet:
Wenn du dich zu viel mit Geistern beschäftigst,
wirst du eines Tages noch einen Gast haben, den du nicht wieder los wirst.
Pass lieber auf!
Du solltest die nicht ansprechen!

Hans lacht nur und winkt ab.
Die Frau – er nennt sie Barbara – reicht ihm in einem Tonkrug etwas zu trinken
und dann fragt sie, wie es im „Städtel“ geht…

Dem Gespräch entnehme ich,
dass Hans so etwas wie der Neuigkeiten-Verbreiter ist.
Er erzählt von Menschen und ihren Nöten und Glücksfällen.
Er nennt Namen und Berufe und sie scheint sehr interessiert
an jedem Einzelnen zu sein.

Ich möchte hier auf keinen Fall falsch verstanden werden!
Mit Neugierde und Tratsch hat das nichts zu tun…
Das hier ist auf beiden Seiten liebevolles Interesse.
Aus den Antworten und Fragen von Barbara sprechen Herzenswärme und Güte.

Zum Schluss berichtet Hans über drei Menschen,
die ihn offensichtlich gebeten haben,
Barbara um Rat in gesundheitlichen Fragen zu bitten…

Sie hört sehr konzentriert zu, fragt das Eine oder Andere nach.
Dann geht sie in das Haus, kommt erst nach einiger Zeit zurück
und reicht dem Hans drei Leinen-Beutelchen.
Anscheinend ist darin Medizin, denn sie gibt ihm Anweisung,
wie dies alles zu nehmen sei und auch dazu jeweils ein anderes Gebet,
das gesprochen werden solle…

Hans nickt und zieht aus seinem Beutel ein Geldstück,
einen kleinen Schinken und drei Eier.
Ich vermute, das ist die „Bezahlung“ der Kranken…
Dann verabschiedet er sich und ich wende mich mit ihm wieder dem Waldweg zu.

U: Warum zeigst du mir das?

H: Das ist Stefanie!
Sie war unsere weise Frau, verstehst du?
Das hat sie vergessen, aber sie spürt es.
Sie spürt es weniger in sich als in der Reaktion der Menschen auf sie selbst.
Nie, wirklich nie ist sie lange in ein Gespräch vertieft,
ohne am Ende die Beraterin zu sein…

Das Resonanz-Prinzip, verstehst du?
Sie zieht die Hilfesuchenden an!
Auch heute, auch als Stefanie.

Sie ist eine Ratgeberin, wo immer sie lebt!
Und ganz gleich, was sie tut, welche Kultur sie wählt,
welchen Beruf und welchen Bildungsstand sie hat:
Sie ist die Rat gebende Frau…
Hier – bis zu dieser Zeit – da war sie damit noch ganz eins,
aber das änderte sich, es änderte sich so sehr.

Ach, ich freue mich, dass ich ihr das endlich sagen darf.
Das hier ist das heute Russland, du weißt schon, das Ostpreußen damals.
Ich weiß nicht, es war uns gleich.
Es gab die Reichen und die Bauern.
Und beides zusammen?
Das gab es eigentlich gar nicht…

U: Was war das Städtel?

H: Eigentlich ein Dorf, jedenfalls für eure Begriffe, nichts weiter…
Aber für uns war es der Nabel der Welt!
Wer kam schon je weiter als bis dorthin?
Nur die Soldaten, die wenigen Händler
und solche Taugenichtse wie ich vielleicht (lächelt).

Hier bin ich geboren, aber als ein uneheliches Kind.
Und meine Mutter, eine Magd, ging eines Tages einfach auf und davon…
Da nahm mich unser Priesterchen in Obhut.
Er war er ein frommer Mann und seine Haushälterin, so fand er,
sollte nur Beschäftigung haben, dann würde sie ihn wenigstens in Ruhe lassen.

Aber obwohl er mir sogar Schreiben und Lesen beibrachte,
wollte nichts Gescheites aus mir werden.
Ich blieb einer, der immer auf der Suche nach etwas blieb,
das „Heimat“ sein konnte…

U: Also bist du viel herumgezogen in der Welt?

H: Ja…
Aber ich kehrte auch immer wieder zurück…
Als das Priesterlein starb, machte er mich vorher zum Küster
und schenkte mir etwas Land…
Na, da blieb ich!
Das war auch besser, denn meine Beine wollten so weite Strecken
nicht mehr laufen und mein Rücken wollte keinen Rucksack mehr tragen…
Das war die Zeit, als Barbara zu uns kam.

Du musst verstehen:
Krieg und Pest und wieder Krieg und Pest hatten das Land verwüstet!
Jeder zweite Bauernhof stand leer…

Das gefiel unseren Herrschaften nicht, da holten sie Fremde ins Land.
Sie kamen in langen Trecks…
Aber niemand blieb im Städtel, sie zogen alle weiter:
diese komischen Fremden mit ihren komischen Kleidern
und ihrer unverständlichen Sprache.

Die Barbara blieb: sie und ihre Mutter…
Und ich war der Einzige, der sie ein wenig verstehen konnte…
Sie kamen aus der Schweiz!
Und das war nach unserem Verständnis damals das Ende der Welt…
Einen so weiten Weg waren sie gegangen in der Hoffnung,
hier Freiheit und Wohlstand zu finden…
Barbara hatte niemand gefragt, ob sie hier leben wollte.
Ihr Mann hatte so entschieden und so ging sie:
An der Hand zwei kleine Kinder, im Bauch noch eines
und sie nahm Hanna, die Mutter mit…

Der Mann starb zuerst.
Er stürzte gleich nach Beginn der Reise in einen tiefen Abgrund,
an dem sie entlanggehen mussten.

Und das war sehr schlimm: emotional, aber auch wirtschaftlich…
Man gab ihnen nicht das versprochene Geld.

Vermutlich dachte sich die Herrschaft, dass von einer jungen Witwe
sowieso kein Gewinn zu erwarten war, aber sie durfte im Tross bleiben.

Im Winter starben ihre Kinder beide fast gleichzeitig.
Die Kälte traf die hungrigen Körper so schlimm,
dass sie nicht standhalten konnten.
Bald darauf brachte Barbara ein Mädchen zur Welt…
Aber dieses Kind war wohl aufgrund des Kummers und des Hungers
der Mutter mit einem schweren Schaden versehen.

Niemand fragte Barbara, die Hebamme erklärte das Kind einfach für tot!
Bis zu ihrem Ende wusste Barbara nie genau, ob das wahr war oder nicht.
Was ihr blieb, war ihre Mutter,
die angesichts all des Leids zusehends mehr verwirrte.

Nun hätte man meinen können, dass Barbara aufgegeben hätte.
Dass sie zurückgekehrt wäre in ihre Heimat, aber das tat sie nicht!

Sie sagte mir später, es wäre wie die Stimme eines Engels in ihr gewesen
und der hätte sie ermuntert, weiterzuziehen: immer weiter.
Er hätte ihr im Traum ein Holzhaus gezeigt,
das unter einem Kastanienbaum steht und unter einer Weide
und dieses Haus wollte sie finden…
Warum?
Das war ihr selbst nicht klar…
So war sie!
Sie handelte aus der Mitte ihres Herzens heraus.
Sie ließ es zu, dass Dinge einfach kommen, die kommen sollten…

U: Und dieses Haus fand sie hier…

H: Ja, hier! Und wir dankten Gott für Barbara!

Weißt du, es gab hier keine Ärzte, nicht einmal Bader…
Früher gab es die weisen Frauen,
aber keine Einzige hatte Krieg und Pest überlebt.

Und jetzt starben Vieh und Mensch an Dingen,
an denen früher nie jemand gestorben war,
weil unsere Frauen sich mit Kräutern, Ölen, Salben und Gebeten auskannten!
Das war furchtbar für uns!
Aber Barbara hat die Alten nicht nur ersetzt, sie hat sie übertroffen!

Wie glücklich waren wir über sie!
Und ich ganz besonders, denn sie zeigte mir, was meine Heimat ist.
Sie gab meinem Herzen Frieden.

U: Hast du sie geliebt?

H: Ich?
Nein, nein, das war es nicht.
Nein, von ihr lernte ich:
Das, was ich gesucht hatte, war keine andere Heimat.
Sondern dass mein Leben einen Sinn hatte!
Und das hatte es jetzt!

Dadurch, dass ich der Übersetzer war, war ich an dem Heil,
das sie brachte, beteiligt und das war schön!
Ich kann dir nicht sagen, wie schön!
Wir waren glücklich mit Barbara und Barbara mit uns…

Bis auf Einen.
Der Pfarrer litt es nicht, dass teuflische Weiber, wie er sie nannte,
sich anmaßten, in Gottes Willen zu fuschen.
Barbaras Hilfe durfte nur unter Geheimhaltung geschehen,
das war allen hier klar.

Würde dieser strenge neue Pfarrer erfahren,
welchem Gewerbe sie nachging, es würde böse enden!
Er hatte schon zwei Frauen fortgebracht
und niemand hatte sie je wieder gesehen.
Und es ging das Gerücht, dass sie der Hexerei angeklagt waren!
Aber Genaues wusste man nicht…

Doch besser schien es uns, zu verschweigen,
von wem und durch was wir Heilung unserer Krankheiten erfuhren.
Zwei Jahre, ganze zwei Jahre ging es gut…
Zwei Jahre waren wir zufrieden und glücklich.

Ich war nicht der Einzige, der Barbara bewunderte.
Und wer um ihr schweres Schicksal wusste, der bewunderte sie erst recht:
Nie sah sie jemand mit traurigem oder missmutigem Gesicht,
immer war sie freundlich und mitfühlend dabei.
Wäre nicht jeder vor Selbstmitleid vergangen, dem es ähnlich gegangen wäre?

Ja, Barbara wurde verehrt von Jung und Alt.
Aber siehst du, wo so viel Ehre ist, da kommt auch der Neid!

Es gab einen Bauern, ein guter, aufrechter Mann,
dem hatte die Barbara geholfen.
Erst hatte sie seine drei Kühe von einer bösen Plage geheilt.
Dann hatte sie ihm selbst eine böse, schwärende Wunde geheilt,
die er sich beim Holz hauen geholt hatte.
Und zuletzt hatte sie sein Weib geheilt, deren Magen den Dienst versagte,
sodass sie immer magerer wurde.

Aber dieses Weib war von Grund auf voller Neid und Misstrauen!
Sie hielt die Bewunderung ihres Mannes für Barbara nicht aus
und verdächtigte sie der Hexerei und des bösen Blicks.
Aber er lachte nur!
Und je mehr er lachte, um so böser wurde sie!

Schließlich ging sie zum Pfarrer und steckte ihm,
was sie angeblich wusste.

Die Häscher kamen in der Nacht!
Barbara wurde in die Stadt gebracht, in den Turm gesperrt
und verhört und verhört… das war furchtbar!
Aber das Schlimmste waren nicht der Schmerz, nicht der Hunger,
nicht die Todesangst…
Das Schlimmste war, dass Barbara sich SELBST nicht sicher war,
ob all die Gelehrten, der Richter, die Priester
nicht vielleicht doch Recht hatten mit ihren Anklagen…
Verstehst du?

U: Wie?
Sie wusste doch, dass sie so viel Gutes getan hatte,
das verstehe ich überhaupt nicht!

H: Sie wusste aber nie, so sehr sie sich das auch fragte,
WAS das Unheil in ihrer Umgebung ausgelöst hatte…
Diese Priester und Gelehrten hatten angeblich den Grund gefunden!
SIE war der Grund!

U: Also sie sagten ihr, dass sie nur das geheilt hat,
was sie vorher verursacht hat?

H: Genau!
Eine absurde, aber in sich völlig schlüssige Argumentation!
Und sie glaubte es!
Es wurde zu ihrer Wahrheit!

U: Das ist furchtbar!
Was hat das in ihrer Seele ausgelöst?

H: Vor allem einen Glaubenssatz:
Ich bin´s nicht wert, das man mich ehrt!

Weißt du, das MUSS ein Ende haben!
Es muss!
In ihr sind so viele Gaben und Kräfte, so viel Liebe und Hingabe!

Aber dieser Glaubenssatz erstickt alles, was in ihr ist
und ich habe ihr versprochen, ehe sie zur Welt kam,
dass ich ihr helfen werde, zu finden, was ihr fehlt…

Ihrer Seele geht es wie meiner damals:
Sie sucht nach etwas, das sie nicht einmal benennen kann!
Da ist eine so tiefe Sehnsucht in ihr, aber sie weiß gar nicht recht, wonach!

Wenn Seelen so eine Sehnsucht in sich fühlen,
dann versuchen sie, etwas zu finden,
auf dass sie diese Sehnsucht richten können.
Was sollen sie da nehmen?
Nun, das, was sie bereit sind, zu akzeptieren…

Meine Seele hätte ohne Barbaras Hilfe nie, nie akzeptieren können,
dass ich den SINN des Lebens im Mitgefühl für Andere finden könnte…

Meine Seele hatte damals den Glaubenssatz, das Mitgefühl gefährlich ist!

Und Stefanies Seele hat in ihrer Inkarnation als Barbara den Glauben daran,
dass sie ehrenwert ist, aufgegeben…
Schlimmer noch!
Sie hat aufgegeben, daran zu glauben, dass ihre Gaben gut sind!

Diese Sehnsucht, die spürt sie…
Dass da irgendwas leer in ihr ist, das spürt sie…

Aber was es ist?
Wie soll sie es finden?
Sie meint, wenn sie nur erst die Liebe ihres Lebens gefunden hat, dann…
Sie meint, wenn sie nur erst die echte Weisheit gefunden hat, dann…

Aber die Wahrheit ist:
Was sie sucht, ist nicht Außen!
Es ist schon da, sie HAT es schon in sich selbst!

Sie ist müde geworden: müde vom Helfen und Ratschlag geben…

Müde, müde, aber warum?
Weil sie hilft, ohne Dank zu ernten…
Weil sie gibt, ohne zu nehmen…
Weil sie vor sich selbst so tut, als sei es NICHTS!

Weißt du, wie das mit dem Geben und Nehmen ist?
Das ist ein Ausgleich!
Der, der gibt, der bekommt zum Ausgleich von dem, der nimmt!
Die Ehre, ein Helfer zu sein …
So beschenken sich beide!
So bleibt keiner dem anderen etwas schuldig…
So muss es sein!

U: Ich habe gesehen, dass du ihr Bezahlung gegeben hast.
Damals hat sie das also angenommen?

H: Ja, damals konnte sie noch fröhlich nehmen.
Sie dachte doch noch, dass sie es verdient hätte!
Ihre Seele war noch nicht getrübt!
Und weil sie nehmen konnte, waren wir glücklich mit ihr!
Nie hätten wir unsere Barbara Not leiden lassen,
sie ließ uns in ihrer Not doch auch nie allein!

Verstehst du?
Beides gehörte zusammen.
Aber das hat Stefanie vergessen!
Sie erinnert sich nicht mehr daran, dass Nehmen gut ist.
Nehmen scheint ihr falsch und gefährlich zu sein!
Und wenn sie schon nimmt, dann nur, wenn sie ausgleichen kann.

Ach, es ist noch nicht zu spät, noch hat sie viel Zeit, das zu ändern.

Weißt du, was ich ihr wünsche und woran ich arbeite?
Dass sie ihre ganze Fülle wieder greift!
Dass sie sich selbst glaubt!

Sie ist voller Gaben, sie sieht und fühlt und weiß intuitiv so viel!
und sie ist auf so wunderbare Weise in der Lage, genau das zu sagen und zu tun, was der Himmel will.

Aber sie muss ihr Vertrauen in sich zurückgewinnen.
Sie sucht ja!
Sie sucht nach Antworten und allein darüber bin ich froh.

Weißt du, was sich ändern könnte?
Etwas ganz Wunderbares!
Seit ihrer Barbara-Zeit, seit dem schrecklichen,
Fluch gleichen Urteil jener Männer glaubt ihre Seele,
dass sie eine Tochter des Bösen ist!

Barbara, Satans Tochter!

So wurde es damals verkündet.
Aber die Wahrheit ist – und ich hoffe, dass sie wieder IN IHR wahr wird –
Barbara, Gottes Tochter.

Du musst dazu nur zu einer anderen Einstellung zu dir finden.
Nichts weiter, meine liebe Stefanie, nichts weiter!

Erlebe dich wieder in der FREUDE an dem, was du JETZT tust und sagst.

Hier, oh, du warst so voller Freude!
Nein, nein, nicht nur, wenn du geheilt oder beraten hast…
Du warst immer in der Freude, ob du Flachs gesponnen hast
oder deinen Garten gegraben,
ob du deine Ziege gemolken hast
oder deine Mutter gewaschen hast…

Du hast in innerer Freude getan, was du tun konntest!
Du hast deine gesunde Kraft als Geschenk empfunden
und nie wäre es dir in den Sinn gekommen, darüber zu klagen…

Aber heute ist in dir immer noch das Gift des Selbstzweifels!
Was du tust, scheint nie genug!
Und was du könntest, davon willst du gar nichts wissen…

Du bist eine Sonne, die sich hinter dem Nebel verbirgt.
Magst du wieder scheinen, magst du wieder wärmen?
Magst du deine Leere mit Freude am Leben füllen?

Ich helfe dir, nur Mut!

Du sagst, du versuchst es und das ist wirklich wahr!
Du versuchst es schon so lange, fröhlich beim Gut sein zu sein.
Aber solange du dir selbst nicht glaubst,
dass du die Ehre, ein guter Mensch zu sein, wert bist:
Wie sollen es Andere glauben?

Solange du an dir und deinem Wert zweifelst,
zweifeln auch die Anderen.
Es gibt so viele Menschen.
Meinst du, du kennst schon genug,
um dir ein Urteil zu machen, wie Menschen sind?

Ich sage dir, du kennst nur die Menschen,
die den gleichen „Aber“-Glauben haben wie du.

Wollen wir das ändern?
Ja?
Dann los!
Jetzt!
Tu es jetzt!
Glaub mir, das Leben ist wunderbar!

U: Danke, Hans, ich hoffe, dass deine Worte Stefanies Seele erreichen…

H: Nun, sie erreichen zumindest erst einmal den Verstand!
Und dann – mit etwas Mut – finden wir auch Wege,
die Seele zu berühren.
Aber nun will ich schweigen und Stefanies Fragen anhören!

U: Stefanie fragt, warum du ihr Guide bist!

H. Weil ich ihr ZURECHT dankbar bin, weil ich mich freue,
nun endlich ausgleichen zu dürfen.
Sie gab meinem Leben Sinn und veränderte meine Wahrheit,
die ich über mich und meinen Wert hatte.
Und jetzt darf ich es endlich, endlich ausgleichen.

Wenn du wüsstest, wie viele Leben du schon vermieden hast,
den Wert deines Seins zu sehen, wie erschrocken wärest du.

Nun MUSS es genug sein, finde ich!

U: Stefanie möchte wissen, welche Aufgabe, welches Lebensziel sie hat?

H: Zurückzukehren in deine verlorene Ehre
und in deine verlorene Freude
und aus Beidem heraus den Menschen zu helfen,
die ihre Ehre und ihre Freude – gleich wie du – verloren haben.

Es gibt viele, viele Sonnen,
die sich hinter einem dichten Nebel verbergen.
Sie meinen, dass sie Mitgefühl mit sich haben, aber das ist nicht so!

Was sie haben, ist ein selbst zerfleischendes Selbstmitleid!
Und wer könnte besser als du diesen Seelen neue Wege weisen?

Doch zuerst musst du deinen Nebel auflösen, deine Ehre zurückgewinnen.
Hör auf, dich davor zu fürchten, wunderbar zu sein.
Wer hat es dir verboten?
Du?
Du als Stefanie?
Nein!

Aber deine Seele und sie traf sorgfältige Vorkehrungen,
damit es dir als Stefanie von Anfang an der Weg schwer wird,
zur eigenen Freude über sich selbst zu finden!
Das Nützlich sein, ja, das war dir erlaubt.
Aber das Leuchten?

U: Welches sind die Gründe für ihr Gewichtsproblem?

H: Wenn du so schlank wärest, wie es deine Zeit als schön ansieht,
da würdest du ja leuchten!
Das ist der eine Grund, der andere ist ein karmischer Schutz-Versuch…

Aber das kann ich dir jetzt nicht mehr erzählen.
Unsere Uta wird müde hier.

Nein, nein es geht nicht um Hunger!
Es geht darum, dass deine Seele versucht, zu vermeiden,
allein auf Grund von Äußerlichkeiten geliebt zu werden!

Es gab, was das angeht, sehr traurige Erfahrungen.
Nur lass es dir gesagt sein:
Du MUSST der Liebe nicht fliehen!
Und wenn sie dich trifft, trifft sie dich mit 50 kg genauso wie mit 90 kg!

Hier warst du, nachdem du dich von den Strapazen
deiner Wanderschaft erholt hast,
im Übrigen auch dick und wir hätten uns vor Kummer die Haare gerauft,
wenn es anders gewesen wäre!

Was ich damit sagen will:
Es hat keinen Sinn, sich vor der Liebe gleichzeitig zu flüchten
und sich nach ihr zu sehnen!
Und das hat GAR NICHTS mit dem Gewicht zu tun,
aber sehr viel mit missbrauchtem Vertrauen.
Liebe schmerzt!
Ja!
Liebe heilt!
Ja!
Beides, Stefanie!
Die Lösung liegt darin, beides anzunehmen.
Wer behauptet, du könntest mit Schmerz nicht umgehen?
Wie absurd!

U: Was ist wichtig für ihre berufliche und private Zukunft?

H: Liebe, hoch verehrte Stefanie, das habe ich dir gesagt.
Es geht darum, dass du deine Einstellung zu deinem Wert
einer gründlichen Veränderung unterziehst, alles Weitere ergibt sich daraus.

Es ist wichtig, dass du dich der Tatsache stellst,
dass du der Welt viel Wärme und Licht zu geben hast!

Aber erst muss es IN DIR warm und hell werden dürfen!

Dein ganzes Wesen ist darauf ausgerichtet,
in der Gesellschaft etwas zu bewirken!
Es wird Zeit, dass du dir überlegst, wer diese Gesellschaft sein soll.
Hier war es ein kleines Dörfchen irgendwo am Ufer der Memel…

Was du suchst, ist Erfüllung …
Erfüllung kann man nicht in Einwohnerzahlen und Breitenwirkung messen.
Aber in der Lebensfreude, die einem geschenkt wird als Ausgleich!

U: Wird es einen Lebenspartner für sie geben?

H: Wirst du einen wollen?
Natürlich!?
Ach, wirst du es wagen, eine bewundernswerte Frau zu sein
und trotzdem soviel Vertrauen in einen geliebten Menschen haben,
dass er es aushält, dass du mehr strahlst als er?

Ich kann dir das nicht beantworten, die Antwort weißt nur du allein!

U: Ich bin jetzt sehr müde, Hans.
Und würde jetzt gerne aufhören in der Hoffnung,
dass Stefanie sich selbst durch dieses Reading wieder näherkommt…

H: Sag selbst:
Sie ist es wert, von ihr begeistert zu sein, nicht wahr?

U: Oh ja…
Sie ist eine große Seele, schade, dass sie so traurig ist…

H: Die Traurigkeit ist der Nebel, ziehen wir ihn weg …
Helfen wir ihr, machst du mit?

U: Klar!

H: Dann gilt meine Dankbarkeit auch dir!
Jeder Mensch hat ein Recht darauf, sich selbst zu finden!

Aber was heißt das eigentlich?
Dass er ein Recht darauf hat, sich zu suchen!
Egal, wie lange das dauern mag!

Und was ist das SELBST?
Es ist Gott in euch!

Auf Wiedersehen, liebe Uta, Gott segne dich!