Zeitgeist

Das ist das Gesetz jeder Inkarnation für das Leben auf Erden…

…ein gutes Gesetz, aus Liebe geschaffen,
um uns zu dem werden zu lassen, was wir wirklich sind:
Der Sinn im Leben eines Menschen
soll seine Stärkung sein.

Nie, wirklich niemals ist im Lebensplan eines Menschen
ein Lauf eingegeben, um ihn zu zerstören.
Sondern er soll herausfinden, wessen er fähig ist,
um dann zu entscheiden,
wozu er seine Fähigkeiten einsetzt.

Schutzengelkontakt

Ich bitte Elia, mich mit dem Guide von Inge zu verbinden, sie bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einer Burgzinne, der Stein, aus dem diese Burg gebaut wurde, ist hell sandfarben. Ein starker Wind weht, der ist ungewöhnlich warm und duftet nach Lavendel und Meer, mein Blick geht weit. Helles, sonnenverbranntes Land, Olivenbäume, eine Stadt mit hellen Häusern, roten Dächern und ganz weit am Horizont das Meer…

Jemand räuspert sich hinter mir, ich drehe mich um: Es ist Manuel, der mich fröhlich begrüßt. Oh, er hat mir einen Blumenstrauß mitgebracht, sehr schön und sehr ungewöhnlich: Sonnenblumen und Artischocken-Blüten.

Er spürt meine Überraschung und sagt: Inge hätte es so gewünscht, dass ich dir eine Freude mache. Und da diese Blumen nie materiell werden, habe ich gedacht, packe ich einfach ein Heilmittel dazu, von dem du zurzeit profitieren könntest…

Uta: Oh! Das ist so lieb von dir, du meinst die Artischocke?

Manuel: Si, Signora, zu euren Diensten (er macht eine Bewegung, als sei er einer der drei Musketiere).

Uta: Du bist aber galant, Manuel!

Manuel: Ich versuche nur, dir eine Freude zu machen.
Irgendjemand muss dich doch einmal wie eine Dame behandeln, oder?
ICH bin der Ansicht, dass in meiner Zeit die Verehrung der Damen gar nicht so falsch war…

Aber nun ja, die Zeiten verändern die Gewohnheiten, das bedeutet nicht, dass nicht die eine oder andere Gewohnheit doch gut war.
Du verstehst sicher, dass ich die Gelegenheit nutze, um meiner Inge etwas zu sagen.

Uta: natürlich!

Manuel: Inge, meine geliebte Seele! Angenommen, ich würde eine solche Begrüßung mit dir machen, du würdest sagen: „Manuel! Was soll das jetzt, tritt dir erst mal die Schuhe ab!“ (Er lächelt.)

„Nein, mein Herz, der Dreck an den Schuhen kommt später, zuerst!!! kommt die Wertschätzung!“ würde ich dir antworten!

Ja, ach, der Dreck an den Schuhen, die NOTWENDIGKEITEN des Alltags, das Lästige, Unsägliche…

Ja, ach ja, DAS ist bei euch REALITÄT!

SACHLICHKEIT! Und wehe, wer nicht sachlich ist!
Der hebt ab, der verliert die Bodenhaftung, der ist ein Spinner!

Inge? Heute erinnere ich dich an eine deiner Vergangenheiten, da war ich ein Spinner, und was für einer! Und du warst sachlich, und wie!

Ich erinnere dich an eine seltsame Heilung, die meiner und deiner Seele dienen sollte. Es wird um Heilung gehen: In deinem Heute möchte ich dir so viel Heilung wie möglich bringen, aber zuerst lass uns einen Blick zurückwerfen in das Jahr 1604.

Dein Name war damals Gabriela und du warst meine Schwester, meine GROSSE Schwester. Aufgewachsen sind wir in einer kleinen spanischen Hafenstadt ganz in der Nähe zur französischen Grenze.

In unserem Hafen lagen die wunderschönsten und mächtigsten Kriegsschiffe unserer Zeit oft vor Anker. Die Auseinandersetzungen zwischen den spanischen und englischen Königreichen interessierte mich freilich wenig, aber diese Schiffe!

Sobald es mir als Kind erlaubt war, allein durch die Gassen unserer Stadt zu gehen, trieb es mich zum Hafen.

Unsere Mutter war bei meiner Geburt gestorben und unser Vater war – nun ja, sagen wir – er war nicht erziehungsfähig. Sein Rotweinkonsum überstieg nicht nur seine körperlichen Kräfte, sondern auch unsere ohnehin schmale Haushaltskasse.

Er war ein Täschner, stellte Gürtel, Taschen und dergleichen her. Aber als unsere Mutter starb, war er kaum einen Tag dazu fähig. Aber da warst eben du, meine liebe Seele!

Du hast alles gelernt: Zuerst die Kunst, Käufer zu interessieren für die Waren, die er hin und wieder noch herzustellen in der Lage war, später sogar sein Handwerk.

Und zu all dem hast du auch noch Vater und mich versorgt, so gut du es konntest. Dabei warst du gerade erst 8 Jahre alt, als ich geboren wurde.

Ach, was soll ich dir erzählen von unserer traurigen Kindheit? Lass mich stattdessen von unserer Liebe erzählen.

Inge, nie, wirklich niemals ist im Lebensplan eines Menschen ein Lauf eingegeben, um ihn zu zerstören. Sondern der Sinn eines jeden Lebens soll seine Stärkung sein! Er soll herausfinden, wessen er fähig ist, um dann zu entscheiden, wozu er seine Fähigkeiten einsetzt.

Das ist das Gesetz jeder Inkarnation!

Ein gutes Gesetz, aus Liebe geschaffen, um uns zu dem werden zu lassen, was wir wirklich sind. Sag selbst: Würdest du eine zarte Salatpflanze in den Schatten deines Hauses pflanzen, wo es kaum Erde gibt, noch Sonne?

Natürlich nicht!

Ebenso wenig will Gott, dass seine Werke in Verhältnissen leben, in denen sie nicht in ihre Stärke kommen!

Der Unterschied ist nur der: Deine Salatpflanze entscheidet nicht, wo sie stehen will, die menschliche Seele aber schon.

Und es gibt Seelen, die glauben, ihr Platz sei der im Schatten und müssen es solange glauben, bis sie begreifen – aus tiefster Seele – dass sie ein Anrecht darauf haben, den rechten Platz für sich auf Erden zu bekommen.

Und es gibt andere Seelen, die glauben, den BESTEN Platz in der Sonne verdient zu haben, sind aber in keiner Weise dazu gerüstet! Es fehlt ihnen an tiefen Wurzeln und standhaftem Stamm.

Und so müssen sie solange einen überhöhten, viel zu „sonnigen“ Platz auf Erden einnehmen, bis sie lernen, dass nicht der hellste Platz für sie der Beste ist, sondern derjenige, der ihren Kräften entspricht.

Nun, du – sicher vermutest du es schon – warst eine jener Seelen, die schon vor der Geburt sicher waren, nichts als Schatten verdient zu haben.

Und ich, ja – ja, ja – ich war eine Seele, die sicher war, dass der sonnigste Platz gerade gut genug war für mich!

Gabriela… immer noch schwingt der Name in meiner Seele, wenn ich dich in mir trage.

Inge, nie werde ich mich von der Liebe lösen, die ich für dich damals empfand. Doch meine heutige Liebe zu dir ist tiefer und weiser und ist ohne jeden Egoismus. Das war damals ganz, ganz anders!

Für mich warst du einfach ALLES: Du warst meine Mutter und du warst mein Vater, du warst mein Lehrer und du warst mein Priester, du warst mein ganzes, kleines Leben. Ohne dich? Undenkbar!

All das hab ich in dir gesehen und ich verehrte dich zutiefst. „Meine gute Schwester“ nannte ich dich überall. Nur was ich NIE in dir sah, war, dass du doch auch noch „Kind“ warst und so ganz verlassen.

Hätte jemand mich gefragt, wer ist deine Schwester, ich hätte gesagt: Oh, sie ist sehr fleißig, sie arbeitet bis spät in die Nacht und sie kocht und putzt und sie bringt mir Schreiben und Lesen bei und sie tröstet mich, wenn ich nachts Albträume habe.

Ja, ich hätte also die eigentliche Frage gar nicht beantwortet. Ich konnte es gar nicht!

Ich wusste, was du TUST, aber nicht, wer du bist.

Hätte mich jemand gefragt „Liebst du deine Schwester?“ hätte ich sicher gesagt: „Und wie!“ Doch ich liebte dein Tun, nicht dein Sein.

Darüber dachte ich in meiner kindlichen Weise niemals nach.

Nun, ich weiß, jetzt nimmst du mich in Schutz und sagst: Ach, ein Kind kann doch gar nicht anders! Da hast du freilich recht, die Sache ist nur die: Ich änderte nichts daran. Auch nicht, als ich älter und älter wurde.

Ich nahm nach Art der Kinder und du gabst nach Art der Mütter, doch ich war erwachsen!

Seit dem Tod der Mutter war – auch ohne das es je ausgesprochen war – allen klar, du würdest nicht heiraten, würdest nicht eigene Kinder bekommen. Sondern du würdest das Leben der Mutter an ihrer Stelle weiterführen.

Eine Stellvertreterposition, an der sich nichts zu ändern hatte.

Ich hingegen war frei. Früh ging ich in den Dienst verschiedener Kapitäne, anfangs als Fischer. Als ich 18 war, wollte ich Soldat werden und zur Kriegsflotte.

Aber das hast du nicht erlaubt. Für dich war es schlimm genug, jeden Abend zu bangen, ob ich heil vom Fischfang nach Hause kam. Nun auch noch abwarten zu müssen, ob ich in den diversen Seeschlachten mein Leben ließ, war zu viel für dich.

Trotzig wurde ich daraufhin und böse, auch zu dir. Und schließlich, als du zu fürchten hattest, meine vermeintliche Liebe zu verlieren, hast du selbst mir einen Platz als Matrose auf einem jener Handelsschiffe besorgt, die im Dienst des Königs nach den neuen Ländern Amerikas fuhren.

Das war nicht der Platz an der Sonne, von dem ich geträumt hatte, aber es war wenigstens etwas näher dorthin.

Für dich war es fürchterlich. Bis zu zwei Jahre musstest du manchmal warten, ehe ich wieder daheim war!

Ich hingegen kämpfte mich nach oben, ehrgeizig, wie ich war. Schließlich war ich der zweite Mann an Bord eines wunderbaren Frachtenseglers und ich wurde wohlhabender und wohlhabender und gefiel mir selbst sehr gut in dieser Position.

Wenn ich von dir sprach, dann nannte ich dich immer noch meine „gute Schwester“, und damit – so dachte ich – sei ich sehr gerecht!

Ungerecht war ich! Aber davon wusste ich nichts.

Die Jahre zwischen meinen einzelnen Aufenthalten zuhause wurden immer mehr, irgendwann übernahm ich ein Kontor in einer der ersten Städte des Kontinents. Gelegentlich schickte ich dir Briefe, manchmal Geschenke, selten kam ich selbst.

Ich fragte dann nie, was dich bewegt, worüber du nachdenkst, was du hoffst und was du fürchtest. Ich fragte, was du tust.

Du hattest immer die gleiche Antwort: Ich arbeite.

Nie – wirklich niemals – hast du selbst mir gesagt, wie es dir ging in den Jahren zwischen meinen Besuchen.

Eines Tages kam ich heim und fand unser Haus leer. Du warst gestorben und niemand hatte es für nötig gefunden, mich darüber in Kenntnis zu setzen.

Trauer, so tief, wie ich es nie erwartet hätte, übermannte mich. Ich suchte im ganzen Haus nach etwas von dir, was du mir vielleicht hinterlassen haben könntest:

Ein Brief oder etwas in der Art, aber nichts davon.

Ich fragte die Nachbarn, was geschehen sei, verwundert sahen sie mich an. Schließlich seiest du doch schon viele Jahre schwer krank gewesen!

Das Atmen sei dir immer schwerer gefallen und dennoch hättest du dich bei jedem Wetter zum Hafen hinuntergequält, wenn ein großer Segler einlief, in der Hoffnung, ich könnte an Bord sein.

Früher, ehe die Krankheit kam, seiest du jeden Tag auf die Burg gegangen, um nach Schiffen Ausschau zu halten. Als das nicht mehr ging, nun ja…

Verrückt seiest du mit mir gewesen.

Ach! Ich wusste es nicht, ich hatte nie gefragt, ich wusste GAR NICHTS von DIR: deine Einsamkeit, deine Sehnsucht.

Deine Trauer um mich, der nichts ahnte.

Inge, ich weiß, die meisten Menschen glauben, dass ihr Leben das ist, was sie mit anderen erfahren haben. Diese Erlebnisse scheinen das Wichtigste zu sein im Leben.

Die Wahrheit ist: Das Wichtigste im Leben ist das, was man mit sich selbst erlebt hat!

Wenn eine Seele heimkehrt, dann wird sie die Möglichkeit haben, alles wieder zu erleben, was sie IN SICH wahrgenommen hat in den jeweiligen Situationen. Und gleichzeitig wird sie darüber urteilen, ob es ihr so gut und richtig erscheint oder nicht. So lernt sie mehr und mehr über das, was ihr ICH ausmacht: das tiefe SELBST.

Als ich nur wenige Jahre nach deinem Tod selbst zurück ins Jenseits ging, da erlebte ich mich wieder in meinem Schmerz und in meiner Reue!

Das Kostbarste meines Lebens, der einzige Mensch, der mich wirklich liebte, den hatte ich NIE wirklich geschätzt! Nie wirklich verehrt!

Eingebildet hatte ich mir das, hatte mein Gewissen – falls es sich denn tatsächlich einmal meldete – beruhigt mit kleinen Kostbarkeiten, die ich dir aus der Ferne schickte.

Aber das Einzige, was du wirklich gebraucht hättest, wäre NÄHE gewesen!

Ich hatte das Höchste erreicht, was ein Mensch meiner Herkunft erreichen konnte, war reich und angesehen gewesen. Ich hatte meinen Platz an der Sonne, aber ich war viel, viel zu schwach, um über solche äußeren Erfolge das zu bewahren, was WIRKLICH mein Kostbarstes im Leben war: Dich!

Das zu sehen, heilte meine Seele von ihrem Wahn, den sonnigsten Platz im Leben einnehmen zu müssen. Ich lernte, dass mein Leben ganz leer geworden war, während meine Schatztruhe sich füllte.

Ich lernte, dass auch ich ganz einsam geworden war, während ich in der erlauchtesten Gesellschaft Kontakte pflegte.

Es war eine schmerzhafte Heilung, doch sie war der bedeutendste Schritt zu meinem Selbst. Das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, das dankte ich dem Schmerz, den ich empfunden hatte, als du nicht mehr warst.

Nun weißt du, warum ich bei dir bin, treu und stets an deiner Seite.

Das war der Anfang unserer „Geschichte“, es folgten noch einige andere Leben in verschiedenen Ländern und Epochen, bis ich mich ganz der Aufgabe, dein Guide zu sein, hingab.

Denn nun gilt es, dich aus dem Schatten zu holen!

Und deinen Aberglauben daran, nichts anderes zu können, als eine Randfigur im eigenen Leben zu sein, zu wandeln.

Ich finde, wir haben in diesem Leben schon bedeutende Fortschritte gemacht.

Hättest du dir vor drei Jahren gedacht, dir SELBST je so wichtig zu sein, FÜR DICH etwas zu tun? Siehst du!

Gedacht hättest du es, aber es hätte immer andere Prioritäten gegeben.

Schau nur, Liebes, du bist WIRKLICH weitergekommen!

Natürlich können wir deinen Lebensplan nicht völlig umschreiben, aber du könntest dich in diesem Plan anders erleben!

Leidend! So hast du dich erlebt: „Ich leide, also bin ich!“

Hm, Inge, es ist eine Frage der Aufmerksamkeit, ob dieser Satz weiter Geltung hat oder nicht. Deine Aufmerksamkeit, die kannst du wirklich verändern!

Und ich möchte dir so gerne Mut machen, dies zu tun.

Nein, natürlich wird das nicht nur nicht immer gehen, sondern auch nie ganz!

Daran trägst du keine Schuld, die Ursache liegt in deinem Gehirn, das deine Wahrnehmung lenkt, schneller, als es dir bewusst ist.

Aber das Gehirn des Menschen ist in der Lage, mehrere Gedankenschienen zu produzieren! Stell dir einmal die Gleise auf dem Bahnhof vor: Sie laufen nebeneinander und es gibt Weichen, die entscheiden, wohin sie führen.

Stell dir, vor der Gedanke „Ich leide, weil es so immer sein muss und nicht zu ändern ist!“ fährt auf dem einen Gleis.

Und der Gedanke „Ich bin ein guter Mensch und entscheide mich jetzt freiwillig, diese oder jene Entbehrung auf mich zu nehmen, weil die Gründe mir wichtig sind!“ der fährt auf dem anderen Gleis.

Jetzt ist es deine Entscheidung, welchen Zug du weiter beobachten möchtest!

Sie sind ganz dicht beieinander, aber sobald du dich entschieden hast, wird eine Weiche gestellt und der eine Zug fährt außerhalb deiner Sichtweite, während du den anderen verfolgst.

Diese Entscheidung darfst du treffen, wie und wann du es möchtest!

Aber DASS du sie treffen kannst, das ist der Erfolg der letzten Jahre Arbeit, die du dir mit dir selbst gemacht hast.

Und das beweist etwas, liebe Inge: Es beweist, dass eine Heilung beginnt, die genauso wunderbar ist wie jene Heilung, die in meiner Seele begann, damals vor so langer Zeit.

Sei geduldig mit dir und milde. Du kannst keine andere werden, aber du kannst mehr und mehr Inge werden!

Ich sagte, ich habe dich, als du Gabriele warst, nie gefragt, was du denkst, fühlst, ersehnst oder fürchtest, deshalb kannte ich dich nicht.

Und du selbst hast deine „Züge“ nie wichtig genug genommen, um es mir selbst mitzuteilen.

Nun ist es anders, es ist Gott sei Dank anders geworden!

Viel, viel Schweres hast du erleben müssen, um so weit zu kommen. Und es tut mir weh, zu wissen, dass es sich nicht vermeiden ließ. Es tut mir sehr weh, wenn du leidest!

Aber in mir ist große Zuversicht, dass du herauswächst aus dem Schatten hin ins Licht.

Denn JETZT liebe ich dich wirklich! Und wenn ich jetzt sage „meine liebe Schwester“, dann spricht ein Seelenbruder zu der Seele, die er in seinem Bewusstsein allgegenwertig in sich trägt.

Du hast schon recht: Man darf nicht die Bodenhaftung verlieren und man muss sich auch um den alltäglichen Dreck kümmern in der Welt. Liebe Inge, aber auch um die eigene Sonne, um das, was ich die Ehre des Menschseins nenne.

Die Ehre des Inge-Seins, diese Ehre zu bewahren und wertzuschätzen, ist meine Aufgabe, dir beizubringen! Und wie groß ist meine Freude, dies zu tun.

Uta: Vielen Dank, Manuel, ich hoffe, dass deine Worte Inge helfen werden in ihrem schwierigen Alltag.

Darf ich jetzt Inges Fragen stellen?

Manuel: Ja, natürlich darfst du das!

Inge fragt: Wann und wo haben wir in Spanien gelebt, hatte ich eine eigene Familie / Kinder? Erzählst du mir darüber, wo und wann und wodurch ich starb?

Manuel: Inge, wir haben sogar dreimal in Spanien gelebt, aber ich möchte mich auf diese Inkarnation beschränken. Die Stadt heißt Bilbao und du bist 1604 an den Folgen einer Tuberkulose gestorben.

Aber du hast auch andere Inkarnationen mit mir erlebt: Einmal war ich deine Frau und wir hatten fünf gemeinsame Kinder…

Inge, du musst verstehen: Es geht nicht um das äußere Sein, sondern um das Empfinden dessen, was erlebt wird.

Inge fragt: Vor einigen Jahren hatte ich eine wunderschöne Zeit mit einem jüngeren Mann. Hab ich die Möglichkeit, etwas Ähnliches noch einmal zu erleben, vielleicht für längere Zeit?

Manuel: Oh, oh, du führst mich in Versuchung, liebe Inge! Ich darf dir deine Zukunft nicht enthüllen, obwohl ich es so gerne tun würde. Es ist mir nicht erlaubt.

Lass es mich so sagen: Solltest du je in dir den vielleicht völlig unlogischen Impuls hören, öffne dein Herz weit, dann solltest du wissen, dass ich es bin, der Impulse gibt.

Inges nächste Frage: Vor einigen Jahren verlor ich wegen meines Vertrauens viel Geld an einen Amerikaner. Ich habe alles versucht, es zurückzubekommen, doch ohne Erfolg. Hab ich vergessen, etwas zu nutzen?

(Ich weiß heute, dass du ganz viel getan hast, um diese Aktion zu verhindern. Hätte ich damals gewusst, dass es dich gibt und du mir Zeichen gabst, hätte ich es nicht getan.)

Manuel: Inge, meine Liebe, du hast einen Fehler gemacht, weil du vertraut hast? Nein, er hat einen Fehler gemacht, weil er Vertrauen missbraucht hat!

Niemals darfst du dich für vergangene Entscheidungen verurteilen, die auf dem damaligen Wissen beruhen. Was du aber daraus lernen kanns: Wie wichtig es für deine Seele ist, in FRIEDEN zu kommen mit alten Fehlern!

Ich weiß, mein Lieb, es quält dich immer noch das tiefe Misstrauen in deinen Verstand, immer ist da etwas in dir, das sagt: Sieh nur, wie dumm du bist!

Aber, mein Lieb, das ist die Stimme der Kindheit! So viel Unsicherheit, was deine Werte und Begabungen angeht!

Du bist überhaupt nicht dumm, kein bisschen und auch nicht naiv!

Du hast dich doch geprüft und du hast nach deinem Wissen und Glauben so redlich gehandelt, wie es dir möglich war. Du wolltest Vorsorge erreichen und hast deine Chance gesehen.

Kannst du dir das nicht verzeihen? Weißt du nicht, dass selbst eure größten Geldmagnaten riskante Geschäfte führen auf der Basis ganz gleicher „Sicherheiten“?

Die Vorgänge haben andere Namen, aber ganz gleiche Inhalte. Also, was den reichsten und klügsten Wirtschaftsbossen passiert, das darf einer einfachen Frau wie dir nicht passieren?

DARÜBER solltest du nachdenken. Hier Frieden mit dir zu machen, ist die Aufgabe, die du bewältigen solltest, findest du nicht?

Inge schreibt: Der 17. 5. 2011 war für mich ein denkwürdiger Tag. Das Ereignis beunruhigt mich. Was bedeutet das für meine Zukunft?

Manuel: Hm (lächelt), gestern sah ein Mensch, dass ein Eichhörnchen fleißig Eicheln sammelte und er sagte: Weh, weh, das wird ein harter Winter!

Ein anderer Mensch sah dies auch und er sagte: Oh, wie wunderbar, diesen Winter wird kein Tier verhungern, weil es so viele Baumfrüchte hat!

Welcher Mensch hat Recht, Inge?

Es ist die Bedeutung, die ihr den Zeichen gebt! Das Zeichen ist völlig neutral. Eines aber lass dir gesagt sein: Nie wirst du von mir ein Zeichen bekommen, das dich ängstigt! Denn es gibt in meinem Bewusstsein keinen Grund, sich im Leben zu ängstigen. Denn ich weiß doch, dass alles immer in Geborgenheit ist.

Der Mensch sieht das Außen, aber das ist nicht das, was erlebt wird, das findet innen statt.

Darum KÖNNEN wir nie Zeichen geben, die Angst auslösen.

Inge, ich bitte dich sehr: Überlege IMMER, ob das Ergebnis IN DIR, das aus dem Kontakt mit jenseitigen Mächten kommt, GUTE FRÜCHTE sind oder nicht.

Angst ist eine böse Frucht und kann darum nicht von mir sein.

Angst lässt die Menschen erstarren, Hoffnung lässt ihn in seine Kraft wachsen.

Darum kommt von mir nie etwas anderes als Hoffnung und Zuversicht, Kraft und Trost!

Inge fragt weiter: Ihr Kurzzeitgedächtnis lässt immer mehr nach, die Alzheimerkrankheit ist seit Generationen ein Thema. Ich habe darum Angst, ebenfalls an dieser Krankheit zu erkranken.

Manuel: Ich darf dir doch nicht sagen, wie du von dieser Erde gehen wirst, mein Liebling, aber eines darf ich dir sagen: So, wie du fürchtest, nicht.

Uta: Manuel, jetzt fragt sie schon wieder etwas nach der Zukunft: Ob ihr Traum in Erfüllung geht, ich trau mich gar nicht so recht, dir diese Frage zu stellen…

Manuel: Ich habe einen Traum von dir, Inge, ob er in Erfüllung geht?

Mein Traum ist, dass du Frieden mit dir hast, dass du dich selbst ehrst und gut für dich sorgst.

Dass du dich wertschätzt für alles, was du geleistet hast und endlich verstehst, dass es WIRKLICH Großes ist.

Und dass du den Mut hast, nicht nur zu lieben, sondern auch Liebe zuzulassen, für die du NICHT zu bezahlen hast.

Was meinst du, wird mein Traum sich erfüllen?

Uta: Inge hat eine sehr intensive Lichterfahrung gemacht, als sie meine CD mit der Lichtmeditation gehört hat. Sie fragt, ob sie in dem Moment auf dem Weg ins Jenseits war, eine Nahtoderfahrung? Oder wie kann sie diese Erfahrung für sich verwerten?

Manuel: Uta, kennst du diese Erfahrung?

Uta: Klar, das gehört zu meiner Arbeit. Wenn ich in Tieftrance bin, ist das manchmal so, beziehungsweise war Bestandteil meiner Ausbildung durch euch…

Manuel: Ja, dein Guide hat dir das Jenseits nicht nur gezeigt, du hast es erlebt. Und manchmal schickt Elia dich dorthin, damit du Kraft schöpfst …

Uta: Ja, ich bin dann „Out of Body“.

Manuel: Erinnerst du dich, wann es das erste Mal war?

Uta: Als Kind, ich war eingesperrt in einer sogenannten „Butze“.

Manuel: Was hat es bewirkt, insgesamt?

Uta: Ich bin völlig frei von Todesängsten…

Manuel: Ja, du weißt, dass du in etwas Wunderbares gehen wirst. Und sag: Was bewirkt es, wenn du wieder zurückkehrst?

Uta: Am Anfang Sehnsucht, bleiben zu dürfen?

Manuel: ja, und was noch?

Ich will es dir sagen: Du weißt, dass du auf Erden sein WILLST!

Dass es DEIN Entschluss ist, weil du noch wichtige Aufgaben zu erledigen hast. Nicht, weil du deine Zeit wie ein Gefängnisinsasse abzusitzen hast.

Inge, ich wollte, dass du das erlebst, damit du sicher weißt, dass du deine Aufgabe WERTSCHÄTZT!

Und das ist sehr gut so! Aber ich will auch, dass du weißt, dass es für dich eine Heimat gibt, die wundervoll ist und in die du zurückkommst, wenn deine Arbeit getan ist. Denn ich liebe dich viel zu sehr, um dich ständig in Ängsten sehen zu wollen oder im Leid über all das, was du zu tun hast.

Deine Arbeit ist LIEBE, Inge, eine bodenständige, gute Liebe und damit bist du ein wichtiges Werkzeug Gottes, der dich einfach noch auf Erden braucht.

Und auch das ist wichtig, zu wissen!

Wie du dein Erlebnis nutzen kannst? Nun, indem du dir deines SELBST bewusster wirst, das einen Platz in der Sonne durch und durch verdient hat.

Nicht deine Mitmenschen werden dir diesen Platz einräumen, sie vergessen vielleicht, zu fragen, wie ich damals.

DU, Inge, du beginnst, es dir endlich selbst zu gönnen, und das ist ein guter Anfang!

Es werden weitere Schritte folgen, aber so fängt es an, mit diesem ersten Schritt. Und jetzt umarmt meine Seele deine und ich hoffe, dass es mir gelingt, dich über deine sieben Brücken zu tragen.

Dein Manuel!