Dieser – mein Schutzengel – ist mein Lehrer.

Dieser – mein Schutzengel – ist mein Lehrer.

Mein Schutzengel ist nicht nur mein Schutz,
nicht nur der Erfüller meiner Wünsche.

Nein, er ist mein Lehrer, der mich unterrichtet.
Und er hat etwas zu sagen durch mich an andere.

Denke nicht, dass dies unverhallt bleibt,
zuerst einmal gilt es, deine Wissensfragen zu beantworten.
Damit zusammen all jene,
die sich einmal an dich wenden.

Elia

Zu Gast ist Andrea mit Ihrem Mann Stefan

Guten Abend, liebe Freunde.

Guten Abend, Elia.

Wie schön, euch wieder bei mir zu haben. Ich möchte euch bitten, diese Zeit zu nutzen, nicht nur um zu lernen, sondern auch um eure Mitte wiederzufinden. Ihr beide, Andrea und auch du, Stefan, habt eure Mitte verloren. Im Mittelpunkt eures Bewusstseins sind eure Pflichten, eure Notwendigkeiten, eure Gedanken, eure Sehnsüchte … aber nicht mehr ihr selbst.

Ich bin ich, und das ist gut.

Ich lebe, und das ist gut.

Ich liebe, und das ist gut.

Ich bin ich.

Hin und wieder braucht ein Mensch eine Zeit, in der er sich wieder auf sich besinnt. Rückbesinnung.

Religio.

Ich sage euch dies nicht, um euch zu schimpfen, sondern um euch wieder in eure Kraft zu bringen.

In der Mitte ist Frieden.

Die Dinge, die mir geschehen, denen folge ich aus meiner Mitte heraus beobachtend.

In der Mitte ist Gott mit mir, bin ich ewig, und all das, was meinen Verstand und meine Emotionen umtreibt, sind ziehende Wolken am Firmament.

Es kommt, es geht.

Das ist mehr als Meditation.

Das ist ein sich immer wieder bewusst machen dessen, was wahr ist. Was wahr ist, ist das, was über das Alltägliche hinaus ewig bleibt. Ich mache euch auf diesen Umstand, dieses Defizit, unter dem ihr derzeit leidet, aufmerksam, weil wir möchten, und uns sehr wünschen, dass ihr in eurer Kraft bleibt. Ich erwarte nun deine erste Frage, Andrea.

A: Ich fühle mich irgendwie ausgebremst in einigen Hinsichten, wobei ich vermute, das hängt wahrscheinlich alles zusammen. Also, zum einen in der medialen Entwicklung fühle ich irgendwie einen Stillstand, bei der Haussuche ist es das Gleiche. Ja, ich hab’ das Gefühl, ich geh in eine Richtung ein gewisses Stück, und dann ist nichts mehr. Kannst du verstehen, was ich meine?

Ich weiß, was du meinst. Andrea, nun beginnt die Zeit, in der du dich danach sehnen musst, medial tätig zu sein. Ich sagte beim letzten Mal, alles hat seine Zeit, und die ist noch nicht da. Sehnsucht haben nach der Erfüllung, den Aufgaben, die meine Seele sich vorgenommen hat. Ich hatte Sehnsucht, medial tätig zu sein. Sehnsucht ist ein Druck, der nach einer Lösung sucht. Und diese Lösung, Andrea, die kommt nicht außen, sondern innen. Andrea, du hast Kontakt zu deinem Guide. Du verstehst ihn.

Aber du fragst ihn wenig.

Nun ist es richtig, über eigene Angelegenheiten kann man sehr schlecht seinen Guide befragen, ohne den Boden der Neutralität zu verlassen.

Aber was hindert dich, in die Schule bei deinem Guide zu gehen?

Was hindert dich, ihn zu befragen nach den jenseitigen Welten?

Was hindert dich?

Glaube nicht, dass schon alles gesagt wurde, was zu sagen ist. Und selbst wenn, so ist es doch niemals aus dem Blickwinkel eben deines Guides heraus erzählt worden. So viele Fragen könnten gefragt werden. Ein guter Lehrer ist keiner, der ununterbrochen redet. Sondern ein guter Lehrer wartet auf die Fragen seiner Schüler. Ja?

Hier, Andrea, sollte der nächste Schritt stattfinden. Du hast noch nicht alles verstanden, du hast noch Fragen zu jenseitigen und auch diesseitigen Themen. Und dein Guide hat viel zu sagen. Diese Zeit – und es ist durchaus eine lange Zeit, die ihr in dieser Weise innig miteinander verbringt in einem Schüler-Lehrer Verhältnis – ist die Basis all dessen, wie später einmal deine Arbeit aufgebaut ist.

Dieser, mein Guide, ist mein Lehrer.

Nicht nur mein Schutz.

Nicht nur der Erfüller meiner Wünsche.

Nein, er ist mein Lehrer, der mich unterrichtet. Und er hat etwas zu sagen, durch mich an andere.

Denke nicht, dass dies unverhallt bleibt, zuerst einmal gilt es, deine Wissensfragen zu beantworten. Damit zusammen all jene, die sich einmal an dich wenden.

Andrea, dies ist das Erste, was es zu tun gilt:

In die ganz persönliche Schule gehen. Verstehst du das?

A: ja. Nur eine Frage noch dazu: Ist das jetzt, meinst du jetzt meinen Guide Daros oder Sebastianus?

Sebastianus und Daros, beide.

A: beide Lehrer?

Beide.

Sebastianus ist für – nun, ich will mich nicht unbeliebt bei meinem Freund machen – aber er ist für die Grundlagen, die Basis zuständig.

Aber es soll tiefer gehen, nicht wahr?

Hintergründe, du musst sie verstehen und erklären können, und zwar so, dass es aus dir heraus kommt.

Was willst du tun, wenn deine Patienten und Klienten sich an dich wenden, und Erklärung fordern?

Wie ist das mit dem Jenseits?

Wie geht das zu?

Wie ist das mit der Medialität, wie geht das zu?

Wie ist das, wenn man tot ist, wohin geht man?

Viele Fragen und du wirst sie erklären können. Doch zuerst musst du sie in einer dir ganz persönlich angepassten Form lernen. Scheue dich nicht, auch wenn du Antwort bekommst, die im Widerspruch zu anderen Aussagen stehen, diese dennoch ernsthaft zu durchdenken und zu durcharbeiten.

Okay? Ja.

Ehe ein Lehrer Lehrer ist, ist er Schüler. Ja?

Und du bist jetzt Schüler. Und das ist es, was dich so hemmt.

Du hast nicht das Gefühl, schon ein Lehrer sein zu können. Sondern in dir ist das Bewusstsein:

„Ich weiß ja noch gar nicht genug“.

Ja?

Das ist ein richtiges Gefühl. Für dich, und deine Ansprüche an dich selbst weißt du auch nicht genug.

Für einen anderen Menschen in vergleichbarer Lage würde dies reichen, um praktisch tätig zu sein. Er würde sich keinerlei Gedanken darum machen, dass er theoretische Fragen nicht beantworten könnte oder nur oberflächlich.

Du aber bist eine Seele, die das, was sie weitergibt, genau kennen möchte.

Und dann musst du diesem inneren Anspruch folgen und es genau kennen lernen. Ja? Vertraust du deinen Guides so sehr, dass du das tun magst?

A: meine Guides schon, ja.

Da sind wir beim nächsten Punkt:

Ich vertraue mir nicht.

Andrea, nur Gottes Wort ist gewiss immer wahr.

Bist du Gott?

A: nein. Nein.

Nein. Das seid ihr alle nicht.

Das bin auch ich nicht. Auch ich habe meine persönliche Betrachtungsweise.

Und allein schon daraus leitet sich ab, dass keineswegs alles, was ich sage, absolut und für jedermann wahr ist.

Nur der alles wissende, alles durchdringende Geist ist in der Lage, absolute Wahrheit zu sagen.

Hier liegt eine Aufgabe!

Hier liegt die Aufgabe, Frieden zu machen mit der eigenen Unzulänglichkeit.

Ja!

Wenn ich dies kann, warum kannst du es nicht?

Weil du fürchtest, dafür gestraft zu werden.

Wahrheit und Vermutung, Wahrheit und Illusion, für dich, liebe Andrea, sehr schwimmende Grenzen.

Und die Ursache dafür kennen wir beide.

Wenn einem Menschen sehr früh die Wahrhaftigkeit abgesprochen wird für das, was er fühlt, und denkt und wünscht, dann bleibt er verunsichert für sein Leben, in seiner Wahrnehmung. Dann gibt es zwei Möglichkeiten, wie er damit umgeht:

Die eine Möglichkeit ist, dass er generell jene Verpflichtung, die Wahrheit zu sagen, ablehnt. Dass er jede Aussage, die er trifft, infrage stellt.

Weil er das tut, muss es kein anderer tun.

Und die andere Möglichkeit ist, dass er seine Wahrheit enorm überhöht, und sein Wort als immer gültig darstellt. Ja?

Aber, die Tatsache ist, es ist nur deine Wahrnehmung!

In dir ist es wahr, aber es muss darum nicht richtig sein.

Du hast eine Pflicht als Medium, das zu benennen, was in dir wahr ist. Aber es muss nicht richtig sein.

Menschen erwarten von einem Medium den Beweis der Richtigkeit dessen, was es sagt.

Aber damit überfordern sie jedes Medium!

Das Medium ist der Wiedergabe der inneren Wahrheit verpflichtet. Das Urteil darüber, ob dies richtig sei oder falsch, oder ob es dem einen richtig und dem anderen falsch ist, das darf niemand aussprechen.

Sitter, die dieses Urteil fällen, müssen es für sich fällen.

Die Lösung besteht darin, dass du dich davon ausnimmst und von vorneherein ablehnst, einen Richtigkeitsanspruch zu haben.

Du hast nur eine Pflicht:

Die der Wahrhaftigkeit.

Kann man über die Träume eines anderen Menschen urteilen?

Kann man sagen, der Traum, den du heute Nacht hattest und den du mir erzählst, der ist bestimmt richtig?

Oder der ist gelogen?

A: nein.

Nein.

Weil es innere Prozesse sind.

Denk darüber nach, Andrea. Was dich hier fürchten lässt, das ist, dass deine Wahrheit nicht ernst genommen wird.

Dass hier ein Zusammenhang besteht in deiner Biografie, in deinem nicht ernst genommen werden, in deiner Wahrnehmung, das liegt auf der Hand.

Aber gerade deshalb ist die geliebte Medialität eine Lösung aus dem Drama, dem du nun entwachsen bist. Ja?

Niemand, niemand kann darüber richten, was in dir wahr ist.

Du auch nicht.

Das, was in dir wahr ist, ist ein Angebot an den Leser, den Zuhörer.

Nimm es und schau, was für dich davon bedeutend und richtig ist.

So muss das sein!

A: okay.

Die Hemmung, von der ich jetzt sprach, war eine innere!

Und wir müssen immer zuerst auf die innere Hemmung schauen, um dann zur äußeren zu kommen.

Denn die äußere ist die Folge der inneren.

Ich möchte nach einer Pause über die äußeren Hemmungen sprechen, wenn ich darf.

A: gerne.

Gut.