ADHS: Was ist der Sinn für einen Menschen…

…wenn er in seinem Leben immer wieder mit Menschen
mit ADHS konfrontiert wird?

ADHS ist ein Basis-Handicap,
mit dem in ganz unterschiedlicher Art und Weise
die jeweilige Persönlichkeit umgeht,
aber immer ist das Ungeordnet sein im Vordergrund!

Elia

Elia: Guten Morgen, lieber Hajo.

Hajo: Guten Morgen, Elia.

Du hast Fragen?

Ja. Welchen Sinn hat die Konfrontation in dem Leben von Eltern und Partnern mit Kindern und Menschen mit ADHS ?
Was stellt sich ihnen da für eine Aufgabe?

Was ist ein ADHS-ler?
Eine Seele, die in einem Körper inkarniert ist,
dessen Impulssteuerung nicht effektiv ist.
Eine Seele also, die sich der Tatsache zu stellen hat,
dass sie zu lernen hat, Herr der eigenen Impulse zu werden,
weil sonst anderenfalls sie mit Konsequenzen zu rechnen hat,
die für sie negativ sind.
Wir haben es also mit Seelen zu tun, der Aufgabe es ist,
ihr ICH in Relation mit dem Du zu stellen
auf eine angemessene Art und Weise.
Nicht wahr?

Dort, wo ein Defizit ist, entsteht ein Druck.
Und wo ein Druck ist, entsteht eine Notwendigkeit zur Veränderung.
Nun mag man einwenden,
dass eben diese Veränderung zwar eingesehen werden kann,
deshalb aber nicht zwangsläufig vollzogen werden kann.
Es ist also auch eine Seele, die immer wieder erfährt,
wie sie an sich selbst scheitert!
Das ist eine schwere Bürde
und die Ursachen sind auf vielfältige Art und Weise bedrückend.

Man mag annehmen, dass ein großes Selbstbewusstsein dahintersteht.
In Wahrheit ist es eher so,
dass diese Seelen ein sehr mangelhaftes Bewusstsein für sich selbst,
ihre Wirkung und ihre Würde haben.
Es sind Seelen, die Schaden genommen haben im Laufe der Inkarnation
in vielfältiger Art und Weise.

Stellen wir also fest:
Was ihnen gemeinsam ist
 – trotz ihrer großen Unterschiedlichkeit und das betone ich –
ist der Körper, der nur sehr schwer in der Lage ist, sich seine Bedürfnisse, seine Gewohnheiten, seine Anliegen und seine Ausrichtung zu ordnen.

Ihr habt genug Channelings und Readings zum Thema ADHS,
auch aus Sicht von Kindern, bekommen.
Diese Kinder und Erwachsenen sind in sich ungeordnet.
Wenn es denn überhaupt eine Ordnung gibt, dann ist es diese:
impulsiv dem lautesten Signal zu folgen, das sie haben.

Was das ist, das hängt sehr von der Persönlichkeit ab.

ADHS ist keine Persönlichkeitsstörung,
sie ist eine schwerwiegende Störung,
die sich hauptsächlich auf der geistigen, körperlichen Ebene auswirkt.
ADHS ist sozusagen ein Basis-Handicap,
mit dem in ganz unterschiedlicher Art und Weise
die jeweilige Persönlichkeit umgeht.
Aber immer ist das Ungeordnet sein im Vordergrund.
Es gibt keine klaren Prioritäten in ihnen.
Soweit wisst ihr Bescheid, das ist euch klar.

Aus welchem Grunde werden manche Menschen immer wieder
mit Kindern und Partner, die dieses Handicap haben, konfrontiert?
Welche Aufgaben haben sie dabei zu bewältigen?

Welchen Ansprüchen sie zu folgen haben, ist ihnen bewusst.
Die Ansprüche, die an sie gestellt werden über die Psychologen,
die Erzieher und Lehrer, die sind ganz klar:
Sie sind diejenigen, die mit Besonnenheit,
Durchsetzungsvermögen und Geduld Ordnung in die Unordnung
ihrer Kinder zu bringen haben.
Sie sollen ersetzen, was dem Menschen an innerer Struktur fehlt.
Dabei sollen sie klar und eindeutig,
wohl gesonnen und optimistisch bleiben.
So die Forderung…

Ihr habt erlebt, dass diese Forderungen nicht immer
von den Eltern und Partnern erfüllt werden können.
Diese Kinder und Partner mit ADHS begegnen Menschen,
es sind alles Menschen mit individuellen Stärken und Schwächen.
Menschen reagieren auf Fehlverhalten unterschiedlich!
Das ist etwas, was die Seele eines Menschen mit ADHS erfahren muss.

Die Eltern und Partner begegnen ihren eigenen Schwächen
in der Konfrontation mit ihren Kindern und Partner mit ADHS.

Was müssen die Eltern und Partner aufbringen,
was müssen sie in sich entwickeln, um dem Druck gewachsen zu sein?
Sie müssen in der Lage sein,
konsequent und eindeutig ihre Grenze aufzuzeigen.
Sie müssen in der Lage sein,
konsequent und eindeutig ihre Grenzen zu verteidigen.
Sie müssen – und das ist das Wichtigste für die Eltern und Partner –
in der Lage sein, ihrem eigenen Wohlergehen Priorität zu geben!

Das ist das, was sie von den ADHS belasteten Menschen
ihres Lebens zu lernen haben!
Ihre Bedürfnissen sind von ihnen ganz klar,
ganz konsequent die oberste Priorität zu geben!

Sie können von einem ADHS belasteten Menschen nicht erwarten,
dass ihr Wohlergehen, ja, ihr Überleben
in seinem Chaos der Prioritäten eine so hohe Aufmerksamkeit bekommt,
dass er bereit wäre, sie zu schützen.
Das kann er nicht von sich aus tun,
nicht aus bösem Willen,
nicht aus Egoismus,
sondern aus dem Unvermögen heraus,
eine solche Priorität überhaupt zu sehen.

Sie selbst und nur sie selbst sind dafür verantwortlich,
ihrem Überleben Priorität zu geben.
Damit sage ich nicht, dass ihr Überleben
von ihren Kindern und Partnern bedroht wäre…
Damit sage ich aber, dass sie auf ihre Grenzen achten müssen!
Sie müssen sie bewachen,
sie müssen sie wahren
und sie müssen sie durchsetzen.

Das ist für manche Seelen sehr schwierig, weil sie es nicht gewohnt sind.
Aber nun sind sie gefordert, zu erkennen,
dass dies nicht nur für sie eine lieblose Vorgehensweise ist,
sondern letztlich auch für den mit ADHS Behafteten.

Dies ist die Aufgabe:
Sie haben diese Aufgabe zu lösen.
Lösen sie die Aufgabe dieses Mal nicht,
werden sie die Aufgabe bei anderen Menschen wiederum lösen müssen!

Die Frage, die all die Menschen, die im Leben mit ADHS belastet sind,
an ihre Seelen stellen, ist:
Sind sie bereit, für ihre körperliche und geistige Gesundheit
Entscheidungen zu treffen, die sehr Konflikt beladen sind
und eventuell auch so, dass sie auf wenig
gesellschaftliche Achtung und Zustimmung stoßen?

Das ist ihre Aufgabe!

Sind sie bereit, für ihr körperliches und seelisches Wohl
Entscheidungen zu treffen, die für den Betroffenen,
der ihnen zur großen Last in seiner Art und Weise geworden ist,
keinesfalls eine erfreuliche Entscheidung beinhalten?

Keiner kann ihnen diese Entscheidung abnehmen,
sie müssen sie selbst treffen, aber sie sollten sie bewusst treffen.
Ich sage damit nicht – und das ausdrücklich –
dass sie sich von den Kindern und Angehörigen mit ADHS trennen müssen, das tue ich nicht.

Aber ich sage ihnen, dass sie ganz deutlich machen müssen,
wo die Grenze ihrer Belastung ist!

Die Grenze ihrer jeweiligen Belastung müssen sie selber für sich ausarbeiten, diese Arbeit kann ihnen keiner abnehmen.
Hast du noch Fragen dazu?

Nein, das habe ich verstanden:
Erstens Grenzen setzen und zweitens das Wohl des Anderen dabei nicht unbedingt in Vordergrund zu stellen.

Ja, bedenkt:
Eltern und Angehörige sind sich verpflichtet, sich zu schützen!
Und das richtet sich – das Ausmaß des Schutzes –
nach dem Ausmaß ihrer Kräfte und ihres Vermögens.
Das ist individuell und nicht vergleichbar, jeder hat sein eigenes Ausmaß.
Sie dürfen sich nicht irritieren lassen von den Meinungen Anderer,
sondern sich selbst ernst nehmen, ihren Körper, ihren Geist,
auch ihr Gewissen, auch ihr Gefühl.
Und dann können sie weise entscheiden und für sich entscheiden.

Das ist eine wichtige Erfahrung für die Kinder und Menschen mit ADHS!
Sie sollten nicht die Erfahrung machen, dass Menschen bereit sind,
sich ihnen zu opfern.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Wenn sie eine Distanz schaffen zwischen sich und ihren Angehörigen mit ADHS, so bitte ich sie sehr, dabei nicht von Schuld zu sprechen,
sondern von Ursache und Wirkung aber ohne Schuld.

Jeder Mensch hat seine Grenze und es ist wichtig,
diese Grenze zu beachten im Du.
Das zu lernen, ist eine der Aufgaben eines Menschen mit ADHS!
Dort, wo seine Fähigkeit nicht reicht, sich zu beherrschen
und ihre Fähigkeit nicht reicht, dies auszuhalten,
gibt es keine Schuld, wohl aber eine fehlende Kompatibilität.
Das passt nicht!

Wenn sie so vorgehen, eröffnen sie ihm den Weg,
zu Passendem zu finden bei sich und anderen.
Denn wenn sie sein Schuldbewusstsein ansprechen,
dann fördern sie nur Zorn auf sich und andere.

Sondern sie sollen sein Verständnis fördern für das, was passt
und das, was nicht passt.
So entziehen sie gerade dem Argument der Schuldzuweisung
jede Möglichkeit.

Du hast sicherlich schon gemerkt,
dass Schuldzuweisungen sehr schnell bei der Hand sind.
Aber es geht nicht um Schuld,
es geht um Passen und nicht Passen und Passend machen.

Sie machen sich Passend, wenn sie Dinge ertragen,
die ihre Fähigkeiten übersteigen.
Dann machen sie sich Passend, bis sie zusammenbrechen.

Der Mensch mit ADHS macht sich Passend, indem er sich kontrolliert
über seine Kräfte hinaus, um dann letztlich doch
von sich selbst enttäuscht festzustellen,
dass er diesen Status nicht aufrecht erhalten konnte.
Aber es geht hier nicht um Schuld,
es geht ums Anpassen und manche Dinge lassen sich nicht anpassen.