Der SINN des Lebens ist nicht automatisch erfüllt…

Der SINN des Lebens ist nicht automatisch erfüllt,
wenn der Mensch sein Leben
einer übergeordneten Idee widmet.
Wenn ein Mensch allgemeinen Glaubensvorschriften folgt,
dann bringen Glauben und Werte keine Fülle,
dann sind sie SINN – entleert.

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Viktoria zu verbinden.
Viktoria bittet um diesen Kontakt.

Ehe irgendetwas anderes geschieht, kommt schon: „Ich bin Stefan…“

Dieses Mal scheint das Reading nicht auf einer anderen Ebene zu beginnen, sondern hier in meinem Büro.

Vor mir sehe ich einen schlanken Mann mittleren Alters.
In der Hand hält er einen Hut,
gekleidet ist er im Stil der dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Sein Haar ist ein wenig durcheinander, von aschblonder Farbe,
seine Augen graublau, sanft, sehr ruhig.
Jede Bewegung ist ruhig, still, aber man spürt dahinter eine große Tiefe.
Ein Gefühl der Geborgenheit kommt mit ihm in meinen Raum…

U: Bist du Viktorias Guide?

S: Ja, sagte ich das noch nicht?

Er setzt sich in einen Sessel.
JETZT sind wir tatsächlich auf einer anderen Ebene.
Er sitzt in einem Ohrensessel aus grünem Leder
vor einem sehr hohen Fenster, in der Hand hält er ein Buch.
Draußen spielen lärmend Kinder.
Er nimmt den schweren Vorhang etwas zur Seite,
schaut den tobenden Mädchen da unten
in einem parkartigen Gelände zu, lächelt…

U: Deine letzte Inkarnation?

S: Meine und Margots, heute Viktoria…

Das sagt er, während er ihr immer noch zuschaut.
Draußen spielen zwei etwa 12- bis 13-jährige Mädchen mit einem Hund…

Das eine Mädchen ist blond, das Andere hat dunkle Haare…

S: Sie war meine Tochter…

U: Margot?

S: Ja, nein, nicht die Blonde, die Dunkelhaarige.
Sie wollte immer so blond sein wie Ingrid, das hat sie geschafft (lächelt).

Und sie wollte nach diesem Leben hier NIE WIEDER
ein Leben ohne Tiefe, daran arbeitet sie (lächelt).

Das ist harte Arbeit für einen jungen Menschen,
dessen Temperament und Begeisterungsfähigkeit
dem einer Pippi Langstrumpf in nichts nachsteht.
Aber es hat einen guten, guten Grund.

Dieses Leben hier endete für Margot 1954 bei einem Verkehrsunfall…

Nein, es endete durchaus nicht zu früh!
Auch wenn sie gerade erst 34 Jahre alt geworden war.
Es endete schon deshalb nicht zu früh, weil sie,
auch wenn sie noch weitere – sagen wir vierzig – oder fünfzig Jahre
weiter gelebt hätte, nichts mehr gelernt hätte…

Und GENAU diese Tatsache bewog sie, es noch einmal zu versuchen!

U: Was versuchen?

S: Einen Sinn zu haben!

U: War das Leben der Margot denn sinnlos?
Ich denke, so etwas gibt es gar nicht…

S: Natürlich hatte es Sinn…

Für ihre Seele hatte es den Sinn, zu begreifen, dass es nicht reicht,
einfach jeden Tag seinen Neigungen zu folgen,
seine Wünsche erfüllt zu bekommen und seine Ansichten bestätigt.

Und natürlich hatte Margots Leben einen Sinn für mich,
ihren Vater und für einige Freunde, für ihren Mann.
Aber das war einfach nicht genug und darüber müssen wir heute reden.

 

Margot war intelligent und charmant.
Sie war behütet groß geworden und hatte erfolgreich Jura studiert.
Aber nach dem Studium einen recht vermögenden Mann geheiratet,
der darauf bestand, dass sie nicht berufstätig wird.

Sie war also im Wesentlichen eine Dame der höheren Gesellschaft.

U: In welchem Land?

S: Das hier ist Schweden.

U: Das klingt doch alles ganz nett…

S: Nett, ja genau: Das war NETT!
Kannst du dir auch nur ansatzweise vorstellen, WAS es für eine Seele,
die derart temperamentvoll ist, die derart begeisterungsfähig ist,
bedeutet, wenn das Leben „nett“ ist?

U: Hm, wenn alles gut geht?

S. nickt: Wenn alles GUT geht, ich weiß, ja.
Nichts wünschen sich Menschen mehr als das!
Aber wenn sie tatsächlich nichts anderes erleben, dann fehlt etwas!
Etwas sehr, sehr Entscheidendes!
Weißt du, was es ist?

U: Der Sinn, vermute ich?

S: Hm, das ist nur eine andere Bezeichnung
für die Möglichkeit zu seelischem Wachstum…

Es ist wie mit diesen Tomaten aus Holland.
Sie reifen unter idealen Bedingungen.
Ihre Wurzeln sind im edelsten Substrat,
sie bekommen den perfekten Dünger
und die genau abgemessene Lichtzufuhr.
Kein Regen stört die Blüte, keine Trockenheit gefährdet die Wurzel.
Alles ist nett mit dem Ergebnis: Der Geschmack ist auch nett…

Nett, aber nicht Eigen, nicht individuell!

In einer solchen Tomate finden sich eben nicht 30 heiße Tage
mit extremer Trockenheit.
In einer solchen Tomate findet sich nicht die Energie
des ÜBERLEBENS trotz Sturm und Stark-Regen…

U: Sie sind fade?

S: Ja, sie sind fade!

Siehst du, es geht um die Kraft, die Essenz.
Es geht um die Ergebnisse von Kämpfen und Widerständen.
DAS ist der Sinn.

Nicht eine Seele käme je auf die Idee, sich der Inkarnation zu stellen,
ohne den innigen Wunsch zu haben, sich weiter zu entwickeln.
Oder – wenn dies schon nicht gelänge –
wenigstens an der allgemeinen Weiterentwicklung teilzuhaben.

Ihr unterschätzt immer noch die ungeheure Stärke jener Strebungs-Kraft,
die ihr Evolution nennt, aber das ist der Motor, darum geht’s!

Ist aber alles nur „nett“, bleibt in der Seele ein ungewisses Unerfüllt sein…

Ihr nennt das Sinnfindungs-Krise.

Und in diesem Zusammenhang sind einige
erhebliche Irrtümer entstanden.

Denn der SINN ist nicht automatisch erfüllt,
wenn der Mensch sein Leben einer übergeordneten Idee widmet.

Ich weiß, das Übergeordnete ist hochinteressant für die unerfüllte Seele.
Was dieses Übergeordnete ist, das hängt von
Kultur, Bildung und Neigung des Einzelnen ab.

Dem Einen ist es, sich ganz einer Religion zu widmen.

Dem Anderen ist es, sich in Mutterpflichten zu stürzen.

Und wieder einen Anderen treibt es dazu,
sich einem politischen Auftrag hinzugeben.

Das Bedauerliche ist nur, dass diese Hingabe selten zur Erfüllung führt!
Ersatzweise ist es in eurer Kultur häufig die Hingabe
am direkten Dienst am Menschen durch die Medizin oder Psychologie.

Das sind dann vermeintlich ÜBERGEORDNETE Berufe.
Ich weiß: die ersehnte „Berufung“.
Hier scheint sie auffindbar.

Aber was steckt hinter diesem Wunsch?
Wirklich der Antrieb der Seele sich weiter zu entwickeln?
Ah, nein, nein.

Oder glaubt einer, dass sich der junge Kandidat aufs Priesteramt wirklich fragt:
Was werden die Herausforderungen eines solchen Lebens
wohl meiner Seele bringen?

Woran wird sie sich erst reiben und dann vervollkommnen können?

Oder dass eine junge Politikerin sich wirklich fragt:
Welche Seelenkräfte, die heute noch in mir schlummern,
werden durch diesen beruflichen Weg vollständiger werden?

Oder dass eine junge Krankenschwester sich fragt:
Welche psychischen Ressourcen werde ich in mir entwickeln können
in diesem Beruf?

Nein, nein, das passiert gar nicht.

WAS passiert, ist, dass man sich fragt:
Wird das, was ich da vorhabe, geeignet sein, um mir eine Bedeutung zu geben?

Oder, um im beim Bild zu bleiben:
Geschmacksneutrale Holland-Tomate oder Tomate aus der Emilia Romana?

Die fragen sich also, wie sie ANDEREN schmecken!
Nicht, wie das Leben IHNEN schmeckt.

Die Idee, die hinter der sogenannten Sinnfindungs-Krise steckt,
ist also das Urteil ANDERER!

Oh, das ist menschlich, das ist durch und durch verständlich!
NATÜRLICH soll unser Leben Bedeutung haben.
Nur da, wo die gemeinhin gesucht wird, wird sie keineswegs gefunden.

Ich weiß um etliche, die haben ihr Leben ganz und gar
in den Dienst eines übergeordneten Sinns gegeben.
Sie waren müde davon, ausgelaugt und in ihren schwärzesten Stunden
haben sie sich mit der Fantasie getröstet, sehr zu fehlen,
wenn sie einmal tot sind!!!

Solche Leben sind nicht weniger „fade“! als jene, die nichts als „nett“ sind.

Denn beide Arten tragen nicht dazu bei,
die Entwicklung der eigenen Seele zu entfalten!
Beide sind eine Hülle ohne Inhalt!
In beiden Versionen hört die Sehnsucht nicht auf…

Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich jene,
die ein „nettes“ Leben führen, nicht unbedingt die „Bedeutung“
und damit Anerkennung Anderer zuziehen.

Im Denken der Menschen gibt es so etwas wie „heilige“ Lebensaufgaben:
Das scheint immer dann der Fall zu sein, wenn das, was einer tut,
anderen Menschen einen direkten Nutzen bringt!
Dann ist es „gut“, dann ist es „heilig“!

Wer dies tut, folgt vermeintlich einer Berufung
und führt vermeintlich ein erfülltes Dasein.

Wer es nicht tut, dessen Leben mag bestenfalls „nett“ gewesen sein,
aber ansonsten sinnlos.

Ah! So, so!

Der Sinn ist also nur da, wenn der Nutzen der Anderen da ist?
Je mehr andere zu Dank verpflichtet sind, um so sinnvoller das Leben?

Aber kann diese Einstellung wahr sein?
Denken wir nach!

Wenn es wahr ist, dass jede Seele ein Teil Gottes ist:
Ein Teil, der sich immer weiter und weiter entfaltet,
weil die Schöpfung NOCH NICHT! abgeschlossen ist,
weil eben immer noch der Zustand des „es werde“ da ist.

Wenn das so ist, dann stimmt es gar nicht,
dass nur jene Leben einen Sinn haben, die Anderen einen Nutzen bringen.

Dann ist der tiefste Sinn eines Lebens ein ganz anderer.
Nämlich: SICH SELBST weiter zu entwickeln,
diesen unbewussten Anteil „Gott“ in mir selbst weiter und weiter
zur Entfaltung zu bringen.

Wer dies tut, der geht nicht leer aus!

Wer dies sucht, der findet Fülle statt Leere!

Und ganz nebenbei wird er auf seinem Weg
auch ganz sicher Anderen von Nutzen sein.
Denn nur selten liegt die Chance zu Entfaltung des eigenen Teil Gottes
in sich darin, außerhalb menschlicher Beziehungen zu leben.

Dann ist also Bedeutung zu haben quasi ein Nebenprodukt von Erfüllung.

 

Die Erfüllung kommt gar nicht durch etwas von außen,
die Erfüllung kommt mitten aus euch selbst heraus!

Das, was sich da erfüllen soll, ist etwas, was längst da ist,
aber noch nicht bewusst genug, um wirklich wahrgenommen zu werden.

U: Dann ist also Selbstkenntnis der Anfang der Erfüllung?

S: Ein ganz eindeutiges JA! Auf diese Frage!

Darum geht es und das ist nicht einfach.

Siehst du dort unten die spielende Margot?

Wie fröhlich sie ist!
Wie stark und rein sie sich in diesem Moment fühlt!

Sie fragt noch gar nicht nach dem Sinn.
Sie fragt nicht nach Bedeutung und Erfüllung.
Sie geht ganz einfach in dem auf, was sie gerade tut.

Da ist jetzt nichts anderes von Bedeutung als der lustige Hund,
die geliebte Freundin.
Die Kraft der eigenen Bewegung zu spüren, den Sommer-Duft
des Parks zu atmen und einfach zu sein!

In keinem Augenblick ihres Lebens ist sie dem Göttlichen
in sich näher als in diesen Augenblicken.

Sie IST und das ist HEILIG!

U: Ganz schön ketzerisch, was du da sagst…

S: Das darf ich (lächelt).
Ob du es darfst, ist etwas anderes!

U: Dennoch sagtest du, Margot hat ihr Leben als leer betrachtet…

S: Ja, sie wurde erwachsen.
Sie verlor sich mehr und mehr darin, Normen zu erfüllen.
Sie verlor ihr SELBST, weil die Anforderungen anderer SELBSTE
scheinbar wichtiger waren.

Heute ist sie da, diesen Zugang zu sich selbst wieder zu finden.

Wenn du mit der 35-jährigen Margot ein Interview gemacht hättest,
dann hätte sie auf jede Frage von dir,
die sich auf den Sinn ihres Lebens bezogen hätte,
eine perfekte und unwiderlegbare Antwort gewusst.

Warum hat sie Jura studiert?
Weil mein Vater Jurist ist.

Warum hat sie ihren Beruf aufgegeben?
Weil ihr Mann sie als Repräsentantin an seiner Seite brauchte!

Warum sie sich ehrenamtlich in karitativer Arbeit engagierte?
Weil es in der Gesellschaft notwendig ist,
dass sich die Stärkeren um Schwächere kümmern.

Warum sie sich so viel Arbeit und Mühe damit machte,
Gesellschaften zu geben und Feste zu veranstalten?
Weil sich soziale Kontakte als sehr fördernd
auf die Arbeit ihres Mannes auswirken.

Warum sie sich der Förderung junger Künstler widme?
Weil die Entwicklung einer Gesellschaft von der Entfaltungsmöglichkeit
kultureller Potenziale positiv beeinflusst würde.

Warum sie so gerne derart gefährlich Auto fahre?
Weil sie so eine Leere in sich spüre, die dann eben einmal nicht spürbar sei…

Alle Antworten waren nichts anderes
als das wahre Glaubensbekenntnis der Margot:
Ich glaube daran, dass ein Kind den Traditionen der Familie folgen muss.

Ich glaube daran,
dass ich als Ehefrau die beruflichen Interessen meines Gatten zu fördern habe.

Ich glaube daran, dass ich aufgrund meiner gehobenen,
gesellschaftlichen Position ein gewisses karitatives Opfer
an Schwächere zu bringen habe.

Und ich glaube daran, dass ich als Ehefrau die Aufgabe habe,
die sozialen Kontakte meines Gatten zu fördern.

Ich glaube daran, dass ich einen gesellschaftlichen Auftrag habe,
etwas zu fördern, wozu andere weder die Mittel noch die Bildung haben.
Nämlich die Kultur.

Sie glaubt!

SIE glaubt?
Schön wär es!

Nein, DIE Tochter glaubt und die EHEFRAU glaubt
und die WOHLHABENDE glaubt.
MARGOT kommt hier gar nicht mehr vor!

Es gibt keine Margot mehr, es gibt nur noch den Glauben der Margot.

Und so entfernte sich Margot von ihrem Selbst.

Heute spürt sie mehr als je zuvor den Auftrag ihrer Seele:
NIE WIEDER so leer werden zu wollen, wie Margot es am Ende war…

Ich war ihr Vater und ich habe nicht unwesentlich
durch mein eigenes Vorbild zu ihrer Glaubenshaltung beigetragen.

Aber jetzt bin ich ihr Guide, ich bin der, der sie, wenn die Zeit reif dafür ist,
an ihren Auftrag erinnern soll und das tue ich von ganzer Seele gern.

Viktoria, dein Auftrag ist:
VIKTORIA zu sein!

Ach, komm, jetzt werde nicht ärgerlich!

Ich sage gar nicht, dass dies leicht ist.

Ich sage auch nicht: Werde einfach wieder ein Kind.
Das ist doch Unsinn!

Aber ich biete dir auch nicht einen weiteren GLAUBEN an.
Dieses Mal nicht, Viktoria.
Dieses Mal geht es eben nicht um die Ansprüche Anderer oder darum,
BEDEUTUNG zu haben.

Dieses Mal geht es darum, dieses SELBST wieder zu finden,
du weißt schon: der Anteil Gott IN DIR!

Ich weiß, warum der Mensch auf die Idee gekommen ist,
dass, FALLS es in jedem Menschen einen solchen Anteil geben würde,
dieser mit ganz besonders außergewöhnlichen Fähigkeiten verbunden sein soll.
Aber das hier auszuweiten, führt zu weit.

Gott im Menschen hat nicht zwangsläufig etwas mit Genialität zu tun
oder besonderer Reinheit oder besonderer Opferbereitschaft.

So erstaunlich es scheint: Gott ist durchaus im Gewöhnlichen zu finden!
Du glaubst mir nicht?

Dann schau dich um, schau dir die Zusammenhänge der Natur an:
Eines unterstützt das Andere auf ganz gewöhnliche Weise!

Aber wer den Blick dafür bekommt, der sieht:
Diese Welt ist ein einziges Wunder!

Und das nur, weil Millionen mal Millionen Gewöhnlichkeiten ineinander greifen.

Wenn du also Gott in dir suchst, dann such ihn in dem, was schon DA ist.

Was ist denn schon da? (Lächelt.)
Deine unverwechselbare Gabe, es Anderen GUT gehen zu lassen zum Beispiel!

Wie viel Freude macht es dir, Anderen das zu geben,
wessen sie gerade bedürfen.
Was sie brauchen, das spürst du, noch ehe die es ausgesprochen haben!

Ach, DAAAAAAS!?
Ja, DAS!!!

Fürsorge, Viktoria, Fürsorge ist ein gewaltiger Anteil Gott in dir,
eine nie versiegende Quelle der Kraft.

Das machst du doch einfach nur gern?
Ja, GENAU!
Das, was Gott in euch ist, dass macht ihr einfach nur gern!

Und es gibt noch ein großartiges Potenzial Gott in dir: MITGEFÜHL!
Das MIT dem Sein, das UM dich ist.

Ich weiß, dass es dir manchmal Angst macht.
Dieses Fühlen, was andere fühlen, denken,
was andere erst drei Minuten später aussprechen.
Aber du hast sie: die Gabe der Intuition!

Es ist eben einfach da? Ah, ja!

Aber sicher! Das, was von euch göttlich ist, ist einfach da!

Viktoria, auch wenn es dir schwer fällt, weil du meinst:
Was nicht erkämpft wurde, kann auch nicht viel wert sein.
Diese zwei ganz einfachen Aspekte deines Seins,
die sind genau der Teil deines Selbst, der Erfüllung sucht.

Fürsorge UND Empathie, Mitgefühl UND Verständnis:
Du brauchst die Möglichkeit, beides zu leben!

In welcher Form du das tust, was die Bühne dafür sein soll,
darüber werde ich dir nichts sagen,
denn sonst folgst du wieder einem „Glauben“,
den Andere in dein Herz gesenkt haben.

Aber diese zwei Kräfte sind stark in dir und die innere Leere groß,
bis du die Möglichkeiten gefunden hast, sie auszuleben.

U: Danke, lieber Stefan, ich würde jetzt gerne Viktorias Fragen stellen,
wenn ich darf.

S: Gern, ich denke, ich habe sie zum Teil schon beantwortet…

U: Viktoria möchte gerne wissen, welche Aufgabe sie in dieser Inkarnation hat.

S: Zu lernen, Viktoria.

Deine letzten Leben waren geprägt davon,
deinen Glaubensvorstellungen zu folgen.
Generell ist nichts dagegen zu sagen, dies zu tun.
Es ist gut, wenn der Mensch Werte hat und einen Glauben,
der ihm und seinem Dasein einen Sinn gibt.

Aber wenn ein Mensch nicht SEINEN Werten, sondern denen Anderer folgt.
Und wenn er nicht SEINEM Glauben folgt,
sondern allgemeinen Glaubensvorschriften,
dann bringen Glauben und Werte keine Fülle, dann sind sie SINN-entleert.

Deshalb bist du dieses Mal gekommen, sehr viel zu lernen,
deine Werte, deinen Glauben immer weiter zu entwickeln,
indem du lernst und versuchst, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Und wenn du genug gelernt hast,
wenn aus Werten DEINE Werte geworden sind,
wenn aus Glauben DEINE feste Zuversicht geworden ist,
dann wirst du lehren!

Der Weg?
Fragen stellen, Viktoria: dir selbst, der Welt, den Mitmenschen,
der Natur, dem Leben…

Lass es zu, nicht auf vorgefertigte Antworten zurückzugreifen,
sondern offen zu sein für Antworten.

Nicht beliebig!
Das wäre die Holland-Tomate!

Sondern gezielt nach der Tiefe suchen und nach den Zusammenhängen.

Lass es zu, dein Leben als wissenschaftliches Experiment zu betrachten!

U. Viktoria fragt, wonach und wem sehnt sie sich?
Wonach sucht sie?

S: Ich habe versucht, es zu erklären:
Du suchst nach DIR und darüber hinaus nach dem,
was DEIN Teil Gottes ist…

Um es modern auszudrücken.
Du willst authentisch leben:
Tun, was du denkst.
Leben, was du fühlst.

U: Wovor hat Viktoria Angst?

S: Zu ungewöhnlich zu sein für die Welt, in der sie lebt.
Allein dazustehen mit ihrer Meinung darüber, was das Leben lebenswert macht.

Aus der „Rolle“ zu fallen und damit TIEF zu fallen.

Das ist allerdings nicht einfach DEINE Angst,
sondern sowohl die Angst deiner Vorfahren
als auch die Angst aus vergangenen Leben.

Allein zu sein ist scheinbar unertragbar…

U: Was kann sie in Zukunft besser machen?

S: Viktoria, freu dich mehr über deine Gaben!

Freu dich darüber, dass du gerne fürsorglich bist.

Und freu dich über deine Fähigkeit zur Empathie.

Freu dich aber auch über das, was du MACHEN kannst,
einfach, weil du gesund und klug genug und jung genug bist!

Freude annehmen, Viktoria, genießen!
Ach ja, das kannst du noch viel, viel tiefer!

U: Ist ihr momentaner beruflicher Weg der richtige?

S: Viktoria, ich darf doch gar nicht ja oder nein sagen,
sonst folgst du dem Glauben eines Anderen…

Aber kannst du mir sagen, ob es nicht doch wunderbar ist,
in deiner Zeit überhaupt einen beruflichen Weg zu haben?

Ich kann dir nicht sagen:
Du, Viktoria, mach dich darauf gefasst,
in zwanzig Jahren machst du etwas ganz anderes.
Weil ich dir damit deine Entscheidungsfähigkeit einengen würde.

Aber eines steht fest:
Der Beruf allein ist KEINESWEGS die Bühne,
auf der du deine Gaben genügend ausspielen kannst!

U. Welcher Seelenfamilie gehört Viktoria an?

S: Der Kämpfer!

Es ist nicht gerade die leichteste Phase der Entwicklung,
wenn Kämpferseelen sich dem Lernen und Lehren zu widmen haben.
Die Versuchung, sich einfach einer Lehrer- oder Priesterseele unterzuordnen und für DEREN Glauben und Wissen zu streiten,
ist ziemlich groß!
Aber ich weiß, du kannst das! (Lächelt.)

U. Stefan, ich möchte mich sehr bei dir bedanken und ich hoffe,
dass es Viktoria hilft, sich zu orientieren…

S: Erinnerst du dich an dein Bild, dass du von ihrer Seele hattest?

U: Die Frau, die fleißig Früchte gesammelt hatte,
sie den Armen anbot, aber keiner wollte die haben?

S: Ja, weil es nicht IHRE Früchte waren!
Das ist der springende Punkt!

Viktoria, DEINE Früchte sind gut, die werden gebraucht:

deine Früchte des Verstehens, Erkennens.

Noch glaubst du gar nicht daran, dass sie es wert sein könnten.

Lerne, lebe, Viktoria, lerne das Erfüllt sein können!

Ich habe dich sehr lieb und ich halte dich in meinem Herzen, für immer!