Jesus

Der Unterschied zwischen einem ADHS-Kind und Indigo-Kind

Das ADHS-Kind ist ein Problem eurer Zeit
und die Ursachen dafür liegen zum einen in eurem Umfeld,
das derart Reiz überflutend ist,
dass es sensible Kinder kaum bewältigen können,

mit diesen Reizen fertig zu werden.

Indigo-Kinder sind besondere Kinder,
das habe ich euch schon gesagt.
Es sind Kinder, die besondere spirituelle Gaben haben.
Damit meine ich nicht mediale Gaben.
Sondern sie können die Zusammenhänge
des menschlichen
und kosmischen Seins
ganz intuitiv erfassen und umsetzen.

Elia

Zu Gast bei einer Therapie: Ilona.

Elia: Ja, meine Liebe, jetzt würde ich gern zu den Indigo-Kindern Stellung nehmen.
Also, Hajo, ich weiß, es vor allen Dingen darum, ein Indigo-Kind von einem ADHS-Kind zu unterscheiden.

Hajo: Darf ich dazu noch eine Frage stellen:
Sind Indigo-Kindern dieselben wir die Kristall-Kinder?

E: Ja, das ist wieder eine Konkurrenz der Medien, wo ein Medium vermeintlich etwas anderes vermitteln wollte als das Medium, das zum ersten Mal den Begriff in Zusammenhang mit solch einem Kind benutzt hat, das ist aber irrelevant.
Das sind die üblichen kleinen Plänkeleien, die nur dazu dienen, die Verwirrung noch größer zu machen, als sie ohnehin schon ist.

Das ADHS-Kind ist ein Problem eurer Zeit und die Ursachen dafür liegen zum einen in eurem Umfeld, das derart reizüberflutend ist, das es sensible Kinder kaum bewältigen können, mit diesen Reizen fertig zu werden.

Das ist vergleichbar mit einem Menschen, der gleichzeitig von fünf Lehrern unterrichtet wird. Jeder Lehrer unterrichtet ein anderes Fach, in einem anderen Tempo und dann möglichst noch in einer anderen Sprache.

Dann habt ihr in etwa das, was ein ADHS-Kind tagtäglich von morgens bis abends erlebt.

Die Ursachen dafür sind allerdings vielfältig.

Es gibt rein biologische Störungen, die aufgrund von Schwierigkeiten während der embryonalen Phase auftreten. Diese Kinder hat es immer gegeben, aber sie waren bei weitem nicht einer solchen Reizflut ausgesetzt.
Es gibt andere Kinder, die zu diesem Mangel an Möglichkeiten, sich gegen überflüssige Reize abzuschotten, erst durch traumatische Ereignisse in der Kindheit gekommen sind.

Und es gibt – und das ist ein recht großer Anteil – Kinder, die aufgrund eurer Ernährung und ihrer biologischen Disposition zu diesem Belastet sein kommen.

Die Frage dahinter ist allerdings: Warum wählen diese Seelen einen solchen Start ins Leben?

Sie waren ja keine ADHS-Seelen, die gibt es nicht. In fast allen Fällen ist die Ursache diese Seelen ganz schwere Traumata in den letzten beiden Weltkriegen erlebt haben.

Das sind die Seelen, die jetzt wieder kommen.
Damit habt ihr zu tun. Bedenkt bitte, wie viele Millionen Seelen mit extrem schweren Traumatas es gibt, mit großen Lasten, mit schwersten seelischen Verletzungen.
Und die wählen solche, von vornherein extrem konfliktträchtigen Verhältnisse.
Wenn ihr das seht, wenn ihr Familien anschaut, in denen ADHS-Kinder leben, das sind Kriegsschauplätze im wahrsten Sinne des Wortes.

Ilona, du wirst mir das sicher bestätigen.

I: Ja.
Wobei ich trotz allem denke, dass es viel Schlimmeres gibt.

E. Ja, ja, ich weiß, dein Sohn ist in der Tat ein Indigo-Kind.
Ich komme gleich zum Unterschied.

Die ADHS-Kinder tragen das Schlachtfeld der Weltkriege in eure Gesellschaft, in eure Familien.

Was sie brauchen, dringend brauchen abgesehen von medizinischen Maßnahmen, abgesehen von diätischen Maßnahmen, ist Liebe, Ruhe und Vertrauen.

Das wird leider gar nicht beachtet, gar nicht.

Die Kinder, die da leben, sind traumatisierte Seelen, Seelen unter Schock und sie werden nicht so behandelt, auch nicht von der Psychologie.

Ruhe, Gleichmäßigkeit, feste Grenzen, nichts, nichts, nichts darf zufällig sein. Diese Kinder haben ein extremes Bedürfnis nach Stabilität.

Und das ist sehr anstrengend für die Eltern, diese Stabilität durchzusetzen.

Das beginnt schon mit der Einrichtung eurer Kinderzimmer. Zu viel, zu laut, zu bunt. Für ein geschocktes Wesen viel zu viel.

Und das geht weiter mit den Gesetzen, die die Eltern einbringen. Da wird die gleiche Sache einmal verboten und einmal erlaubt.

Das geht nicht.

Da wird einmal die Aufregung des Kindes toleriert und beim nächsten Mal ist nach fünf Minuten schon die Toleranz verbraucht.
Das geht nicht!

Es muss immer berechenbar und gleich sein.

Die Kinder haben Angst, es sind Seelen in großer Angst.

Wenn ihr das beobachtet, dann könnt ihr das nachvollziehen.
Sie sind laut, sie sind unbeherrscht, sie sind hyperaktiv, sie zappeln andauernd herum, rechts, links, oben, unten. Ihre Augen wandern hin und her.

Ja, wer macht denn das? Menschen in Panik machen das.

ADHS-Kinder leben in eurer Zeit, Herausforderung eurer Zeit.
Ruhe, Gleichmaß, Stabilität.

Und bitte, bitte, liebe Eltern von ADHS-Kindern: Schämt euch eurer Kinder nicht.

Niemals spüren lassen, es ist ganz schrecklich. Schämt euch nicht, weil sie anders sind, weil sie auffällig sind, weil sie laut sind, schämt euch nicht. Eure Kinder sind sehr verletzte Seelen. Sie brauchen all eure Zuneigung.
Gleichwohl braucht es Grenzen.

Und bitte bedenkt, dass diese Kinder, wenn sie dann Vertrauen gefasst haben, und gelernt haben, nach und nach – und sie lernen es letztlich – mit der der Reizflut umzugehen, wunderbare, fähige, mutige Menschen sein werden.

Lasst euch nicht irritieren von Aussagen, die diesen Kindern das Stigma des Ungewollten, des Ablehnungswürdigen aufdrücken wollen. Sie sind nicht bequem.

Aber sie sind wunderbare Seelen, die viel hinter sich haben. So viel zu den Eltern der ADHS-Kinder.

Denkt aber auch – und das gilt jetzt für beide, den Eltern der ADHS-Kinder und den Eltern der Indigo-Kinder – es ist wichtig, dass sie lernen, sich in euer soziales System zu integrieren.

Ihr tut ihnen keine Liebe, wenn ihr das nicht macht. Das soziale System anzuklagen, ist leicht, es hilft euren Kindern gar nicht.

Euer soziales System ist, wie es ist. Es ist gnadenlos gegen alle, die anders sind als die Mehrzahl.

Es finden sehr harte Wettbewerbe statt. Es findet ein sehr harter Konkurrenzkampf statt. Es ist so und es ist eure Aufgabe, auch wenn es euch sehr viel Kraft kostet, diesen Kindern ganz klare Grenzen aufzuzeigen. Immer gleich, immer gleich bleibend.

Ihr dürft in der Erziehung ein Nein zu einer Sache nicht wieder zurücknehmen.

Und da komme ich, liebe Ilona, zu einem typischen Problem der Indigo-Kinder: Indigo-Kinder sind sehr klug und sie sind sich sozialer Abläufe sehr bewusst.

Sie wissen sehr gut, dass steter Tropfen den Stein höhlt, das kennst du, nicht wahr?

Und das ist so eine Sache bei ihnen:

Sie können wirklich manipulieren, weil sie eben den Zusammenhang ganz intuitiv erfassen, was sich in uns abspielt, wenn sie diese und jene Forderung stellen.

Sie fordern einmal, es wird abgelehnt; sie fordern es ein zweites Mal, es wird abgelehnt. Aber irgendwann, das wissen sie ganz genau, wird die Ablehnung so enervierend, dass der Erziehende nachgibt und, Hurra, sie haben gewonnen. Das dürft ihr nicht.

Ein Indigo-Kind muss, genau wie ein ADHS-Kind, viele unverrückbare Grenzen haben.

Hajo, in diesem Zusammenhang einen Tadel von mir wegen Tobias: Ihr habt ihm eine Grenze gesetzt, was die Süßigkeiten-Aufnahme angeht. Und Uta hat die Grenze schon wieder verschoben, aus vier Süßigkeiten wurden acht und dann, na, schaun wir mal. Und inzwischen nimmt er sich schon wieder, was er mag.

Das ist typisch, typisch, das kennst du auch, Ilona.
Ich weiß, ich weiß, das kostet so viel Kraft, aber das brauchen sie so sehr. Sie brauchen es, sie durchschauen unsere Art des Handelns, sie durchschauen unsere Motivation.
Sie sind sehr, sehr klug.

Indigo-Kinder wissen ganz intuitiv, wie wir nachgeben, wie wir müde werden, wie wir mürbe gemacht werden können.

Und sie können das auf eine ganz charmante Art und Weise.

Sie können auch ganz uncharmant sein, je nachdem, was gerade möglich ist. Sie sind die großen Manipulatoren, weil…

Weil sie die Psyche des Menschen sehr gut begriffen haben.

Indigo-Kinder sind besondere Kinder, das habe ich euch schon gesagt.
Es sind Kinder, die die besondere spirituelle Gaben haben.
Damit meine ich nicht mediale Gaben.

Sondern sie können die Zusammenhänge des menschlichen und kosmischen Seins ganz intuitiv erfassen und umsetzen.

Ihr erkennt sie daran, dass sie auf eine sehr natürliche Art und Weise und wie selbstverständlich Werte vermitteln, die anderen Menschenkindern erst beigebracht werden müssen, und zwar ethische Werte.

Zum Beispiel den Wert des Verzeihens.
Ilona, nicht wahr?
Da staunt man manchmal, wem die so verzeihen können.
Und mit welchen Argumenten sie dann kommen, warum sie das tun.

Die anderen Kinder sind da ganz irdisch. Sie verzeihen bis zu einem bestimmten Punkt und dann nicht mehr. Dann urteilen sie und sie urteilen auch ab.

Und ein Indigo-Kind tut das nicht selbst. Es ist durchaus in der Lage, das anzunehmen, weil es das hört, aber es tut das nicht wirklich.

Es versteht, es versteht jede mögliche Unart und erklärt sie auch und verzeiht sie auch.

Es ist nicht dumm, aber es liebt so sehr, dass es mit jedem, der es gepeinigt hat, in der Lage ist, wieder Frieden zu schließen.
Und zwar, obwohl es sich der Tatsache bewusst ist, dass dieser Mensch voller Fehler ist.
Es zeigt, welche ethische Tiefe diese Kinder haben. Das ist etwas, was die Meisten von euch erst lernen müssen, als Erwachsene.

Diese Kinder haben ein sehr klares Bild von Recht und Unrecht. Geht mal mit so einem Kind in einen Zoo oder Tierpark, in dem es den Tieren nicht optimal gut geht. Das sind die Ersten, die rebellieren.
Oder zumindest fragen: Warum ist das so? Wie kann man das tun?
Wie kann man einen Panther in einen so kleinen Käfig tun?

Das ist keine Frage, die sie mit Zwölf oder mit Dreizehn stellen, sondern mit Fünf. Weil sie um die Berechtigung der Freiheit dieser Wesen wissen.
Sie sind sehr leicht in Zorn zu bringen, wenn man ihre Ehrlichkeit in Zweifel zieht.
Sie sind sehr leicht in Zorn zu bringen, wenn man ihren guten Willen in Zweifel zieht.
Und sie sind sehr leicht zutiefst zu kränken, wenn man ihre Liebe in Zweifel zieht.
Ja, Ilona?

I: Stimmt.

E: Die Kinder wissen um spirituelle Werte, die euch erst noch vermittelt werden müssen.

Sie wissen um den natürlichen Wert eines jeden Wesens.

Und sie sind manchmal sehr verzweifelt, weil sie das nicht weitergeben können, weil es kaum gelebt werden kann, weil in allen sozialen Systemen, in denen sie sind, etwas anderes vorgelebt wird.
Das ist eine permanent Ambivalenz, in der sie leben müssen.

Sie wollen doch so sein wie wir, sie können aber nicht und das löst in ihnen ein Befinden der Fremdheit aus, die sehr erschreckend ist, das sehr viel Angst macht.

Je kleiner sie sind, umso mehr Angst macht es.
Deshalb ist es wichtig – bei allen Kämpfen, die ihr kämpfen müsst, und ihr müsst mit ihnen kämpfen, weil sie eben sehr gerne nach ihrem Willen manipulieren – dass sie stets um immer sich ganz sicher sind, dass ihr sie liebt.

Das ist ihre Lebensbasis!

Diese Kinder haben der Welt sehr viel zu geben. Sie werden das umso besser tun können, je sicherer sie ihres Selbstwertes sind.

Das ist die vornehmste, wichtigste Aufgabe: einen gesunden Selbstwert zu vermitteln.

Das ist schwierig. Denn auf der einen Seite neigen sie dazu, zu glauben, dass sie morgen sicherlich schon fliegen können.

Und zum anderen haben sie Phasen, in denen sie von sich selber gar nichts halten, in denen sie dazu neigen, vor sich selber zu kapitulieren, weil sie sich eben so fremd fühlen, so anders als andere.

Ein solches Kind zu begleiten, ist eine Auszeichnung, und ihr seid befähigt dazu, das zu tun, je intuitiver ihr dabei vorgeht.

Wir helfen euch dabei, so gut wir können.
Ich möchte euch aber auch sagen, dass es nicht so ist, dass ein Indigo-Kind stets und immer auch ein ethisch wertvoller Erwachsener sein wird.

Wenn so ein Kind sehr viel Niederlagen erlebt, sehr viel Demütigung erlebt, dann kann es geschehen, dass er zynisch wird oder boshaft oder entdeckt, wie er seine manipulativen Fähigkeiten negativ auslebt.

Die Manipulation anderer ist seine größte Falle.

Und gegen die müsst ihr euch ganz rigoros wehren.
Hast du dazu noch Fragen, Ilona?

I: Nein. Das habe ich eigentlich kapiert, das ist wie mit den unseren, wenn man die Schwierigkeiten vermeidet.

E: Ja, das ist der Unterschied zu einem anderen Kind.
Wenn jetzt so etwas geschehen ist wie etwa diese Geschichte mit den Süßigkeiten und Uta, könnt ihr einem solchen Indigo-Kind dann sagen:

Ja, schau, jetzt hast du mich ausgetrickst, ich habe es gerade bemerkt, jetzt machen wir es wieder so, wie ich es am Anfang gesagt hab.

Wenn sie euch dann schon in die Falle gelockt haben, bitte keine Kapitulation, das ist sehr wichtig. Das ist wirklich wichtig, sie brauchen die Grenzen.

Ihr seid diejenigen, die das noch auskämpfen können mit ihnen. Aber die Lehrer tun es nicht mehr.

I: Das ist ja die große Schwierigkeit. Ich selber würde sagen: Kein Thema, ich krieg den Bub groß, aber er muss ja auch mit anderen klar kommen, er lebt ja nicht nur bei mir.

E: Und das ist das Thema. Und du kannst es nur offen mit ihm diskutieren. Du kannst ihm nur sagen:

Bitte, du wählst. DU wählst. Du kannst dich so oder so verhalten und du wirst das oder das Resultat erhalten.
DU entscheidest.

Lass dir das nicht aufdrücken, Ilona. Von keinem, auch nicht vom Lehrer. Dein Sohn wählt, ja?

Das Problem ist: Wir haben ein hohes spirituelles Wissen bei einem völlig durchschnittlichen Geist.

Das sind Kinder ihres Alters, das sind keine Genies.
Und das führt natürlich dazu, dass sie ganz kindliche, altersgemäße Wünsche und Vorstellungen haben, also zum Beispiel den Wunsch nach mehr Freiheit und Lebendigkeit im Unterricht, aber das sie da natürlich ganz klar in ihre Schranken gewiesen werden.

Und dann kannst du ihm immer nur sagen: „DU wählst: Es passiert das oder das …“

Anders geht es nicht.

I: Manchmal hat man die Kraft dazu, manchmal fordern sie einen aber in der Art, dass man einfach keine Energie hat…

E: Ja, und genau das sagst du ihm dann! In dem Moment, wo du nicht mehr kannst, sagst du ihm: Du, ich kann jetzt nicht mehr. Jetzt hast du mich soweit gebracht, jetzt kann ich nicht mehr. Geh!

Das weiß er, er weiß das sowieso, also kannst du es ihm auch gleich sagen.

Das ist kein Verlust, das ist auch kein Verlust an Autorität. Das ist ein offener, ehrlicher Umgang.

I: Ja, ich überlege mir jetzt schon immer, ob ich ihn eine Viertelstunde schreien lasse, bis er zu mir ins Bett kommt.

E: Ja, der hört auch auf. Das sind auch Manipulationsversuche. Da ist er ganz rigoros. Aber sobald er begriffen hat, es hat eh keinen Sinn, lässt er es sicherlich auch sein, weil es anstrengend ist.
Da sind sie ja auch sehr pragmatisch.

Es sind kleine Meister des Geistes des sozialen Gefüges.

Sie durchschauen den Mechanismus so gut. Wenn ich so und so schreie, kommt die Mama.

Oder, Hajo, wenn ich drohe, so oder so zu ersticken, dann sind alle ganz lieb. Und wenn dann jemand kommt und sagt: „Geh, lass den Quatsch“, dann ist es vorbei.

Es verblüfft sie, wenn man atypisch reagiert.

Das ist die einzige Möglichkeit, wo du was tun kannst, Ilona, wenn du atypisch reagierst. Wenn du dir sagen musst:
Wie würde jetzt eine normale Mutter auf ein normales Kind reagieren? Und du genau das Gegenteil tust.
Du wirst sehen, er ist total verblüfft. Denn er erwartet einen bestimmten Ablauf.

Versucht mal hin und wieder, eure Abläufe atypisch zu lösen.

Das mit dem Schreien ist zum Beispiel so eine atypische Sache: Das ist ja unerhört, er schreit und du kommst nicht. Was ist denn jetzt los?

I: Das klappt nur nicht immer.

E: Ja, ja, wenn es schneller klappen würde, wäre es schneller vorbei. Vielleicht kannst du ja auch einen für dich tragbaren Kompromiss finden und dann mal hingehen und sagen: Ah, wenn du aufhörst, dann kannst du ja kommen.
Oder:
Du darfst jetzt noch 10 Minuten weiter schreien und dann kannst du kommen.

I: Dann hat er ja keine Lust mehr dazu.

E: So sieht es aus, ganz genau, atypisch.
Oder wenn ihr, Hajo, dem Tobias sagt: Du darfst jetzt noch die Tüte Süßigkeiten aufessen und dann kriegst du auch noch Abendbrot und dann darfst du noch mal Süßigkeiten essen. Er hätte keinen Appetit mehr auf die Süßigkeiten.

Sie wollen nicht wirklich provozieren, das würde Boshaftigkeit voraussetzen.

Es geht nicht darum, euch zu quälen, es geht darum, die Mechanismen zu durchschauen, zu hinterfragen und zu hinterprüfen, ob sie nach wie vor Gültigkeit haben. Und ihr seht, es geht immer um die Stabilität.

I: Haben die sich uns als ihre Eltern ausgesucht?

E: Natürlich, ihr habt euch verabredet.

I: Ich weiß nicht, ob ich das pack.

Du packst es.

I: Packen, einfach dieses Kind in ein normales Leben zu schicken, mehr nicht…

E: Ein normales Leben?

I: So, wie man sich das hier so vorstellt. Egal, ob es spirituell werden will oder normal oder was auch immer, so dass es hier klarkommt…

E: Sein Leben ist außergewöhnlich.

I: Von mir auch außergewöhnlich, aber so, dass es zufrieden ist und zurechtkommt.

E: Ja, siehst du, der letzte Satz ist deine Aufgabe.
Dass du bei ihm bist und ihm diese irdische Geborgenheit gibst, darauf kommt es an, was anderes ist nicht deine Aufgabe, es ist auch nicht deine Entscheidung.

Es ist nicht deine Entscheidung, es ist seine Entscheidung

Bei ihm sein, ihn lieb haben, ihn gut finden, und ihm die Bindung zum Irdischen bewahren, das ist deine Aufgabe.

Alles andere ist seine Aufgabe.

Das ist auch etwas, was ihr miteinander besprochen habt.

Schau:
Diese Ablehnung in der Schule hat ja auch Folgen auf seine Ich-Wahrnehmung.

Und, Ilona, du als seine Mutter bist der „oberste Richter“ deines Sohnes, für lange Zeit.

Die Mutter ist der oberste Richter und dann gibt es noch den Beisitzer, den Vater. Das ist das hohe Gericht.

Und da kommen später noch andere Richter, aber die haben nicht die gleiche Bedeutung. Das sind Folgen, die die Richterurteile haben, auch das Richterurteil der Klassenkameraden.
Das Urteil der Lehrer weniger, aber immer der Personen, denen sie sich emotional verbunden fühlen.

Und wenn es dir gelingt und deinem Mann, diesem Kind trotz aller Schwierigkeiten, die es hat, zu vermitteln:
Ich bin ein liebenswerter Mensch.
Dann habt ihr viel geschafft.
Das ist das Allerwichtigste: Ihnen die Sicherheit und das Vertrauen in die eigene Liebenswürdigkeit zu geben. Ihnen die Sicherheit und das Vertrauen in den Wert ihrer Persönlichkeit zu geben.

Das ist sehr, sehr wichtig. Also, um das noch einmal zusammenzufassen:

Indigo-Kinder unterscheiden sich von ADHS-Kindern in ihrer grundsätzlich sehr ethischen Anschauung über den Wert von Menschen, Tieren, Idealen, Werten.

Da haben sie ganz klare Auffassung, das sind sie sehr, sehr liebevoll, weitherzig und sogar weise.

Das werdet ihr bei einem ADHS-Kind nicht finden.
Ansonsten zeigen beide ganz ähnliche Verhaltensmuster.
Allerdings aus unterschiedlichen Gründen.

Bei dem Indigo-Kind ist es häufig weit weniger dramatisch, es läuft sanfter ab. Aber es kann sehr viel hartnäckiger darauf bestehen, immer wieder das Gleiche zu probieren als das ADHS-Kind, das überhaupt keine Stabilität zeigt.

Hajo, ich hoffe, du bist auch zufrieden mit mir?

Hajo: Ja.

Gut. Dann beenden wir das Thema.