Wie muss man sich die Mutterliebe vorstellen?

Schutzengelkontakt

Wie muss man sich die Mutterliebe vorstellen?

Nichts prägt eine Kinderseele so sehr wie der Lehrer, der es ernst nimmt.

Und genau das ist Annas Anliegen zu dir: „Bitte nimm mich ernst!“

So sagt ihre Seele und deine Seele antwortet: sehr gerne, geliebtes Kind!

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Anna zu verbinden, ihre Mutter Heike bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe über einen langen Flur, ein altmodisches Gebäude, anscheinend ein Krankenhaus. Menschen in der Kleidung des ausgehenden 19. Jahrhunderts gehen auf den Gängen, manchmal begegne ich einem Arzt oder einer Schwester.

Am Ende des Ganges steht eine Tür offen, eine Frau in langer Schwesterntracht mit einer sehr großen weißen Haube winkt mir zu.

Sie ist etwas mollig, das runde freundliche Gesicht wird durch die weiße Haube, die ihr Gesicht fast vollständig verdeckt, noch zusätzlich betont. Sanfte, braune Augen …

G: komm doch, komm, setz dich!

Sie bietet mir Platz auf einem Stuhl am Fenster, sie selbst setzt sich auf eine einfache Holzbank, die an einer Wandseite des kleinen Zimmers steht. Ein großes Flügelfenster ist weit geöffnet, man kann draußen die Vögel singen hören.

U: Bist du der Guide von Anna?

G: Ich bin einer von ihnen, du darfst mich Thea nennen, eigentlich Theodora Isabell, aber wie würde ein solcher Name zu mir passen (lacht). Sie wirkt bodenständig, liebevoll und auch fröhlich …

U: Warst du Krankenschwester?

G: In diesem Leben war ich Hebamme … das war mir eine schöne Inkarnation, wir sind übrigens in London.

U: oh, die Inkarnation, in der Anna als Mutter von Bert lebte?

G: Ja, allerdings habe ich Anna damals nur bei ihrer Geburt begleitet, danach war ich schon sehr bald einer ihrer Guides.

Uns verbindet eine sehr alte seelische Innigkeit.

Hier und heute, genauso wie in vielen Inkarnationen davor.

Aber, ehe ich zum Wesentlichen komme, möchte ich, dass du Heike meine ganze Liebe zu ihr sagst.

Ich freue mich, wie viele Gedanken sie sich um unsere Anna macht, und ich freue mich, wie sehr sie darum kämpft, Anna gerecht zu werden.

Heike, du machst dir viel zu viel Gedanken darüber, ob du Anna auch WIRKLICH genug gibst.

Glaub mir nur, du gibst ihr alles, was sie braucht. (Lächelt.)

Für Anna ist es sehr wichtig, sich an deiner Zuverlässigkeit erfreuen zu können.

Schau, in diesem Leben hier bin ich vielen, vielen Müttern begegnet.

Niemals waren ihre Reaktionen auf die Kinder gleich. Ich glaube, ich sollte dir einmal etwas über Mutterliebe erklären.

Freilich es gibt eine Art, auf die Geburt des eigenen Kindes zu reagieren, die ist geprägt von überschwänglichen Emotionen, nichts als Gefühle der Freude und des Glücks überfluten die Mutter …

Aber es gibt auch ganz andere Reaktionen: Von einer gerade zu freudigen Hysterie bis zu tiefster Trauer können einfach alle emotionalen Reaktionen auftreten …

Die Ursache dafür liegt KEINESFALLS nur in den äußeren Gegebenheiten, sondern sie sind zum größten Teil einfach hormoneller Natur.

Kaum nachvollziehbar mitunter für Außenstehende.

Eine gute und erfahrende Hebamme weiß darum und kann der jungen Mutter mit Rat und Tat diesbezüglich zur Seite stehen.

Aber diese Zeit unmittelbar nach der Geburt und auch noch einige Wochen danach sagt noch nichts über das aus, was ich mit Mutterliebe meine.

Diese Liebe entwickelt sich erst in den Jahren danach.

Langsam und stetig nimmt sie ihre besondere Ausprägung an. Ich sage dir nichts Neues, wenn ich sage: Eine Mutter liebt jedes Kind anders.

Liebe ist nie einseitig, sie beruht auf der Resonanz zweier Seelen.

Du weißt sicher, was ein Duett ist?

Zwei Menschen singen gemeinsam ein Lied. Wie dieses Lied klingt, hängt von beiden Teilen ab … und genauso ist es auch mit der Mutterliebe.

Mit jedem deiner Kinder singst du zwar das gleiche Lied, aber es klingt im Zusammenspiel anders bei Christine, anders bei Bert, anders bei unserer Anna.

Für Anna bist du die wichtigste Person überhaupt und so wird es immer bleiben, denn was du ihr zu geben hast, sind willkommene Grenzen!

Sie liebt ihren Vater, ihr Herz ist voller Hingabe zu ihm, aber sie liebt auch dich, nur auf eine ganz andere Weise. Du bist ihrer Seele das, was ich einmal den Anker nennen möchte.

Stell dir Annas Seele vor wie ein wunderschönes Schiff:

Mit weißen Segeln zieht es über den Horizont, aber manchmal kommt Sturm auf, und dann braucht es einen festen Anker …

Anna hat in sich sehr große seelische Kräfte, das beflügelt sie, es ist wunderschön für Anna, richtig „in Fahrt“ zu sein … dann liebt sie das Leben und kann mit ihrer Freude über die einfachsten Dinge andere mitreißen und begeistern, so viel Kraft kann sie dann entwickeln.

Aber so schön dies ist, es wäre gefährlich, wenn sie niemanden hätte, der sie auch immer wieder mit dem konfrontiert, was notwendig und vielleicht auch noch mühselig ist.

Annas Seele ist mehr als beim Durchschnitt mit den Himmeln verbunden. Das ist schön und wird ihr und anderen viel Freude bereiten. Doch sie hat in ihrer jetzigen Inkarnation auch die Aufgabe, sich mit dem Irdischen, dem Pragmatischen, dem Materiellen auseinanderzusetzen.

Liebe Heike und du bist dabei ihr bester Lehrmeister, denn auch du stehst wie sie stets zwischen beidem, dem Himmel UND der Erde.

Ach Heike!

Wenn man die Sonne für ein Kind ist, wenn man das Glück hat, ihm stets derjenige zu sein, der Spaß bringt, dann ist es ganz leicht, ein Lied der Liebe miteinander zu singen … doch dieses Lied wird unwichtiger, je älter das Kind wird.

Wenn man aber die Aufgabe hat, mit dem Kind vom Ernst des Lebens zu singen, dann scheint es am Anfang so, als wäre man in einer benachteiligten Position.

Die Wahrheit ist ganz anders.

Nichts prägt eine Kinderseele so sehr wie der Lehrer, der es ernst nimmt.

Und genau das ist Annas Anliegen zu dir: „Bitte nimm mich ernst!“

So sagt ihre Seele und deine Seele antwortet: sehr gerne, geliebtes Kind!

Es ist schön, es ist ein Segen, dass Annas Vater sie so liebevoll anschaut, Anna braucht diese Zuwendung so sehr von ihm und ich bin ihm sehr, sehr dankbar.

Ich weiß, wie müde er manchmal ist und ich bin gerührt, zu sehen, dass er trotzdem Anna immer in der Sicherheit lässt, dass er sie sehr lieb hat.

Du aber, liebe Heike, du bist es, die unserer Anna beibringen kann, SICH SELBST ganz ernst zu nehmen.

Annas Wunsch als Seele ist es, viel zum Thema Liebe zu lernen.

Mit allem Ernst will sie das tun.

Sich liebend einem anderen zuzuwenden, das wird ihr nicht schwer fallen …

Aber was sie zu lernen hat, ist der ganz pragmatische Umgang damit.

Ihre Seele weiß noch gar nichts davon, dass das Lied der Liebe ein Duett ist, bei dem BEIDE Sänger richtig singen müssen, damit daraus ein harmonisches Lied werden kann.

Du aber darfst ihr Augenmerk darauf lenken:

Liebe, das ist Geben UND Nehmen!

Liebe, das ist, den anderen wertschätzen UND vom anderen wertgeschätzt zu werden.

Liebe, das hat etwas mit Gerechtigkeit zu tun!

Heike, wie wichtig das ist, das hast du in deinem Leben erfahren.

So schmerzlich es war, es macht gerade dich zur besten Lehrmeisterin, die ich mir für unsere Anna vorstellen kann.

Wahre Liebe hat nichts mit Schwärmerei zu tun, sondern mit Realitäten.

Und das ist deine Aufgabe an Anna:

Ihr die Zugänge zu diesem Verständnis beizubringen.

Liebe hat auch nichts damit zu tun, sich aufzuopfern (was sie in vielen Inkarnationen gemacht hat).

Sondern Liebe hat etwas damit zu tun, für sich und andere stabile Verhältnisse zu wirken:

Aktiv eine Beziehung – seien es Freunde oder Liebschaften – aufzubauen, zu festigen und zu schützen.

Mit realistischen Handlungen, nicht allein mit ideellen Vorstellungen!

Es ist mir eine so große Freude, das wir dich bewegen konnten, ihre Mutter zu sein! Weil ihr Seelenziel mit deinen Werten zusammenpasst.

Du hast in deinem Wesen ein tiefes Verantwortungsbewusstsein allen Menschen gegenüber, die dich lieben und die du liebst und genau das ist deine Aufgabe:

Der Anna den Zugang zu diesen Werten zu ermöglichen.

Ich bin ganz sicher, dass du das schaffen wirst.

Wenn du über den Beginn eurer Beziehung nachdenkst, dann ist das Erste, was Annas Seele von dir lernen durfte, dass deine Liebe, deine Treue größer ist als Ego Interessen: Diese, meine Mutter ist mir nah, was auch kommen mag, sie ist zuverlässig da!

Das ist ein wunderbares Geschenk an Anna und das ist euer gemeinsames Lied, ein Lied des Vertrauens.

Das Lied der Freude, das singt ihr natürlich auch miteinander, wenn auch nicht so enthusiastisch, wie sie es mit ihrem Vater singen mag … euer Verhältnis ist stiller, auch ein wenig spröder, aber nicht weniger wichtig.

Für Anna bist du! die gute Mutter Erde!

Wie kein anderer Mensch wirst du ihre Werte prägen, wirst du ihren Gerechtigkeitssinn beeinflussen und ihre Stärke und Ausdauer, wenn es darum geht, sich etwas erobern zu müssen.

Wir sind sehr froh, dass es so ist.

Nun möchte ich, wenn ich darf, auch mein Wort an den Vater richten.

Lieber, Annas Seele hat über viele Leben die treue Begeisterung eines Vaters vermissen müssen.

Mit dir ist eine Wende in ihr Erleben gekommen.

Was du Annas Seele schenkst, ist Selbstbewusstsein!

Was immer auch geschehen mag, dieses Selbstbewusstsein wird ihr niemand mehr ganz nehmen können. Anna weiß es, sie sieht es an der Art, wie du sie anschaust.

Sie spürt es, wenn du mit ihr knuddelst und sie im Arm hältst:

„Ich bin es wert, das man mich lieb hat!“

Danke, dass du dieses so lange verschlossene Bewusstsein in ihr geweckt hast.

Das Beste und Schönste, dass du ihr gibst, ist dein Spaß, den du mit ihr hast.

Bitte bleib dabei, so ist es gut und so macht ihr zwei es richtig!

Ihr zwei seid einander als Seelen sehr, sehr nah und das ist wunderschön!

Genieß es, freue dich daran und nimm es als das, was es ist:

Die Belohnung aus vielen Leben.

U: Danke, Thea, darf ich dir jetzt die Fragen von Heike stellen?

T: Natürlich darfst du!

U: Was ist Annas Begabung und worin sollten wir sie unterstützen.

T: Annas schönste Gabe ist die der Lebensfreude!

Und darin unterstützt ihr sie doch wirklich gerne, nicht wahr?

Anna kann sehr, sehr schnell sehr spontan sein. Das ist gut, ihre Entdeckerfreude und Begeisterungsfähigkeit sind gut, aber sie braucht auch Ermutigung und Unterstützung darin, dennoch konzentriert vorzugehen.

Versucht hier spielerisch sie dazu aufzufordern, sich Dingen auch gründlich! zu widmen.

Ihr werdet sehen, sie hat eine Neigung dazu, dass sie sich nicht gerne mit Details befasst, sich einen großen Überblick zu verschaffen, ist ihr gelegentlich genug …

Hier könnt ihr sie fördern, in dem ihr von Anfang an Detailtreue fordert.

Ich möchte euch das an einem Beispiel erklären:

Stellen wir uns vor, ihr gebt ihr die Aufgabe, den Tisch für die Familie zu decken. Annas könnte versucht sein, einfach alles IRGENDWIE hinzulegen …

Die große Linie stimmt dann natürlich, ABER ihr solltet damit nicht zufrieden sein …

Was diese Dinge angeht, werdet ihr es nicht leicht haben, Anna ist ein sehr charmantes Kind.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Anna einmal ein sehr großes Interesse an sehr tief gehenden Lebensfragen hat, ist groß.

Rüstet euch, meine Lieben, dieses Kind möchte die Welt erklärt bekommen!

Bitte sagt unserer Anna niemals, für dieses oder jenes Wissen sei sie noch zu klein …

Gebt euch Mühe, was immer sie fragt, altersgerecht zu beantworten.

Und wenn euer Wissen dafür einmal nicht reicht, dann lehrt sie, sich Wissen zu holen.

Sie mag so gerne lernen!

Bitte fördert ihre Neugier.

Anna ist eine Seele mit einem großen Hunger nach Wissen und Anna ist nicht ohne Ehrgeiz, im Gegenteil.

Aber dieser Ehrgeiz ist leicht zu kränken. Ihre Vorstellung von dem, was sie schon weiß und kann und dem, was sie tatsächlich weiß und kann, könnte schnell in Entmutigung ausarten.

Sie hat die Neigung, alles PERFEKT zu machen!

Es wird wichtig sein, ihr hier einen realistischen Blick zu geben.

Niemand versteht alles, kann alles und weiß alles perfekt!

Ihr werdet sehen, dass Anna Autoritäten immer hinterfragen wird.

Das ist gut, sie wird den BEWEIS fordern, dass ein Mensch es wert ist, ihm zu folgen und auch das ist GUT so, findet ihr nicht?

Gerechtigkeit ist für Anna sehr, sehr wichtig!

Sie leidet Ungerechtigkeit nicht und sie leidet Gewalt nicht …

Es liegt viel, viel Kraft in diesem zarten Wesen.

Ein starker Willen trägt sie und auch das ist gut. Verbindet ihr in der Erziehung beides, Gerechtigkeitssinn UND Willenskraft, ebnet ihr Anna einen wunderbaren Weg durchs Leben, ihr und anderen zum Segen.

Ihre Seele ist geprägt von einem tief gehenden Mitgefühl, auch das ist sehr gut. Man spricht in eurer Zeit von sozialer Intelligenz, die hat Anna in hohem Maß.

Was gestärkt werden muss, ist dabei ihr Realitätssinn und die Treue zu sich selbst. Die Gefahr könnte leicht bestehen, dass ihr der Erhalt von Beziehungen über den Selbstwert gehen kann und DAS darf nicht so bleiben.

U: Gibt es etwas, das ihre Eltern nicht tun sollten?

T: wie ich schon erwähnte: sie nicht ernst zu nehmen.

Natürlich unterstelle ich das nicht, aber macht euch klar, WIE reif diese Seele ist! Bedenkt das bitte.

Und versucht sie vor Menschen zu schützen, die ihre Güte nur benutzen möchten, ohne Anna dafür etwas zurückzugeben.

Je früher sie lernt, auf ein gerechtes Gleichgewicht zu achten, um so besser.

U: Heike macht sich viele Sorgen, weil Anna und sie so einen schweren Start hatten … du weißt sicher, was Heike geschrieben hat?

T: Ich hoffe, ich konnte einige ihrer Selbstzweifel auflösen.

Heike, Tatsache ist, dass die Trennung (nicht nur von dir, sondern auch von Bert) eine Voraussetzung in ihrer Seele geschaffen hat, Beziehungen überhaupt sehr, sehr ernst zu nehmen.

Ein tiefes, unbewusstes Unsicherheitsgefühl ist da und die Neigung, zu versuchen, sich vor schmerzlichen Trennungen zu schützen.

Aber andererseits ist auch ein unbewusstes Wissen darum da, dass sie auch noch die schmerzlichsten Trennungen überleben kann … beides ist in ihr.

Was sollte gefördert werden?

Natürlich Letzteres!

Es ist richtig, die Trennung hat eine Ur-Unsicherheit ausgelöst, aber die ist NICHT! in einer Katastrophe geendet!

Sie hat es doch überlebt!!!

Anna hat in sich dieses Bewusstsein:

Ich überlebe, komme, was da will!

Das macht sie einerseits etwas unabhängiger als die anderen beiden, andererseits reagiert sie sehr intuitiv auf jede sich anbahnende Trennung.

Du musst verstehen, beide Aspekte sind Lebensplanpunkte, die wichtig für Annas Entwicklung sind!

Ich möchte es an dieser Stelle noch einmal wiederholen:

Auch du und Anna singt das Lied der Liebe, es ist etwas anders als bei Bert und Christine, aber es ist genauso wahr und gut und tief.

Deine Einstellung, Anna etwas Wichtiges schuldig geblieben zu sein, ist nicht förderlich!

Bist du ihr WIRKLICH etwas schuldig geblieben?

Liebe Heike, du schaust viel zu sehr auf die Trennung, aber viel zu wenig auf das „Happy End“, doch DAS hat sie schließlich auch erlebt, nicht wahr?

Autonomie zu entwickeln, gehört zu ihren wichtigsten Lebensaufgaben, ganz ähnlich wie bei Bert.

Und sie wird das schaffen!

Aber achte darauf, dass du die Stellung der Mutter niemals aufgibst, diesen Halt wird Anna immer brauchen, auch dann, wenn sie dagegen rebelliert … du bist ihr der feste Anker, denk daran.

U: Ist sie medial begabt?

T: Das ist sie.

U: Kannst du Heike etwas darüber sagen?

T: Sie wird immer mehr wahrnehmen als andere, von dir wird sie lernen zwischen Fantasie und Wahrnehmung zu unterscheiden, und das ist sehr gut!

Bedenke, dass Anna Rückzugsmöglichkeiten braucht, sie braucht Zeiten, in denen sie ganz für sich sein darf.

Gib dem bitte Zeit und Raum.

Anna wird Wege suchen, zu verstehen, warum es im Leben Schmerz und Leid gibt, bereitet euch auf entsprechende Fragen vor.

Für Anna ist das eine sehr ernste Sache, denn sie wird viel mehr in anderen fühlen können als ein Durchschnittskind.

Mitgefühl ist gut, wahres Mit-Leiden zu viel, versucht ihr dabei zu helfen.

U: Was könnten sie erzieherisch mit Annas Medialität machen?

T: Es ernst nehmen. Mehr ist nicht nötig.

U: Sind Bert und Anna Duale?

T: Nein, aber die Tatsache, dass sie als Zwillinge geboren sind, gibt beiden von Anfang an die Aufgabe mit, eine stärkere Individualität zu entwickeln, als in vorangegangenen Leben.

Es kann in diesem Leben nicht einseitig darum gehen, sich auf das zu konzentrieren, was sie mit anderen verbindet, sie werden beide mit der Notwendigkeit konfrontiert, sich trotz aller Liebe auch zu individualisieren.

U: Warum hat sie sich diese Familie ausgesucht?

T. (lachend) Aus Liebe!

Aber das willst du gar nicht wissen, ich weiß.

Ich denke, ich habe genug begründet, warum ihr Anna gut seid, wollen wir es damit bewenden lassen.

U: Kannst du Heike einen Hinweis darauf geben, wie sie ihren Kindern ihre Medialität erklären kann?

T: Altersentsprechend natürlich, je älter die Kinder werden, um so offener.

Am Anfang sollte es reichen, ihnen zu sagen, dass du Dinge siehst und weißt, die die meisten Menschen nicht wissen.

Mit diesem Wissen hilfst du anderen Menschen.

Später wirst du ihnen erklären müssen, dass Menschen an unterschiedliche Dinge glauben.

Und das es auch Menschen gibt, die einfach nicht glauben können, was du siehst und weißt.

Das ist schade, aber nicht zu ändern.

Irgendwann einmal werden alle Menschen das glauben, aber bis dahin ist man besser vorsichtig damit, wem man es erzählt und wem nicht.

U: Danke, liebe Thea, ich hoffe, dass wir Anna und ihren Eltern so guten Rat geben konnten, möchtest du noch etwas dazu fügen?

T: Nein, außer: Wenn ich ihr wäret, ich würde Annas Lachen auf einem Tonträger aufnehmen, sagt selbst, liegt nicht der ganze Himmel darin?

Und nun verabschiede ich mich und wünsche euch Gottes Segen!