Sein

Wenn die Seele das Sein im Hier und Jetzt erleben darf.

Wenn die Seele das Sein im Hier und Jetzt erleben darf.

Einen kleinen Moment lang sind wir
wie die Kinder und
toben durchs Wasser.
Es ist, als hätte ein Zauber mich ergriffen:

ich vergesse, wer ich bin und was ich bin,
ich vergesse mein Anliegen.

HIER UND JETZT!

Wie oft habe ich diese Worte der Guides gehört, auf einmal weiß ich das:
SO! fühlt sich das also an,
dieses Hier und Jetzt! 

Mein Verstand hat es längst begriffen, aber meine Seele kam nicht nach.
Bernadette zeigt es mir: Dies hier ist es!

Das Sein, nur um zu SEIN…

Schutzengelkontakt

 

Ich bitte meinen Guide,
mich mit dem Guide Bernadette von Stefanie zu verbinden.
Stefanie wünscht sich diesen Kontakt.

Ich bin an einem See, vor mir liegt das Wasser, hell und klar.
Bäume am Rand spiegeln sich darin und mitten drin steht Bernadette.
Die Röcke hochgeschürzt, sie lacht und platscht durch das Wasser.

Ach, wie selten habe ich Bernadette so heiter gesehen.
Sie ruft mich, zu ihr zu kommen und das tue ich nur zu gern.

Einen kleinen Moment lang sind wir wie die Kinder,
toben durchs Wasser.
Es ist, als hätte ein Zauber mich ergriffen.
Ich vergesse, wer ich bin und was ich bin, ich vergesse mein Anliegen.

HIER UND JETZT!

Wie oft habe ich diese Worte der Guides gehört, auf einmal weiß ich das:
SO! fühlt sich das also an: dieses Hier und Jetzt!
Mein Verstand hat es längst begriffen, aber meine Seele kam nicht nach, Bernadette zeigt es mir:

Dies hier ist es!
Das Sein, nur um zu SEIN…

Außer Atem und immer noch lachend lassen wir uns am Ufer nieder.

U: Danke, Bernadette, ich danke dir so sehr für diese Erfahrung!

B: Oh, ich schenke das gerne, ich schenke es dir
und ich schenke es meiner Stefanie so, so gerne.

Aber sag mir, du hast es hundert Mal gehört von uns,
dennoch erst jetzt ist es dir wahr.
WARUM, Uta?

U: Weil ich es gefühlt hab!

B: Ja?

U: Bestimmt, was soll es sonst sein?

B: Warum hast du erst jetzt gefühlt?

U: Ich weiß nicht, du hast Recht, dass ist eigenartig…

B: Du hast hundert Berge gesehen und bist an vielen Ufern gegangen.
Du bist über Wiesen gegangen und durch Bäche gewatet.
Du hast die Sonne auf deiner Haut gespürt
und den warmen Frühlingswind im Haar.
Warum erst jetzt?

Es gab so viele Gelegenheiten vorher schon.

U: Es ist mir zu hoch.
Sag du es mir, ich verstehe es selbst nicht…

B: Es ist, weil du vergessen hast.

U: Hm? Was habe ich vergessen?

B: Dich!

Ich muss sagen, über diese Antwort bin ich sehr verblüfft!
So sehr, dass ich Mühe habe, in der Trance zu bleiben…

B: Erinnere dich: Hattest du vor, dieses Reading jetzt zu schreiben?

U: Nein, eigentlich nicht…

B: Warum hast du dennoch angefangen?

U: Ach, mir war einfach da nach, ich hatte einfach das Bedürfnis.

B: Was hast du erwartet, als du es begonnen hast?

U: Hm, nichts.
He! Ja, genau, ich hab gar nichts erwartet!
Ich hab nur gedacht, als ich Stefanies Fragen las:
Oh, das sind schöne Fragen…
Und dann war ich auch schon bei dir.

B: Hast du da noch an die Fragen gedacht?

U: Nein, ich hab dich nur gesehen.
Und du hast mir deine Heiterkeit und deinen Übermut übertragen.
Von da an hab ich einfach gemacht, wonach mir gerade war…

B: Ja, genau!
Gemacht, was dir eben gerade ein Bedürfnis war!

Alles andere war vergessen!
Dass du ein Medium bist? Vergessen!
Dass du Stefanie helfen willst? Vergessen!
Dass die Antwort ihrer Fragen dich so bewegt? Vergessen!
Dass du Termine hast, die zu erfüllen sind? Vergessen!
Alles das war weg!
Deshalb sage ich dir:
Du konntest im Hier und Jetzt sein, weil du vergessen hast.

Uta, ich möchte dies nicht nur für dich gelten lassen.
Ich bin dir dankbar, dass ich dich als Beispiel benutzen darf,
um mein Anliegen deutlich zu machen.

Was ich dir sage, gilt allen!

Wenn wir – eure Schutzengel – euch darum bitten,
mehr im Hier und Jetzt zu sein,
dann hat das einen sehr guten Grund.

Die Seele, meine Lieben, ist IMMER im Hier und Jetzt!
DAS ist ihr Ort, ihre Realität, ihr Sein.

Ganz gleich, wo sie sich befindet,
innerhalb eines Körpers oder außerhalb:
Sie ist im Hier und Jetzt.

Sie ist IM Erleben, sie ist LEBEN.

Was kaum jemand verstehen kann:
Dieses IM Leben sein ist wirklich EWIG,
ist unabhängig von äußeren Umständen.

Weil das so ist, ist das Sein im von euch sogenannten Jenseits
um so vieles schöner.
Einfacher und leichter!

Nichts lenkt die Seele ab, nichts beschränkt ihre Wahrnehmung.
Vor allem aber NICHTS belastet ihr SEIN.

Sie weiß es: Leben ist HIER und JETZT, wo denn sonst?

Aber sobald die Seele inkarniert, geht sie in die Begrenzung
und diese Begrenzung hat etwas mit dem Verstand zu tun!

Ein kleines Kind hat seinen Zugang zum Hier und Jetzt sein
noch völlig aufrecht erhalten.
Es weiß noch nichts von Erinnerungen!
Es hat kein gestern und es weiß auch noch nichts von einem Morgen.
Es kann mit dem Begriff Zukunft nichts anfangen.

ICH ist HIER und JETZT!
Es ist deshalb völlig SELBSTVERGESSEN!
Es verschmilzt mit dem, was ihm begegnet, ist ganz eins damit.

Aber je weiter der Verstand wächst, um so mehr entwächst es dieser Einheit.
Mit fortlaufender Entwicklung beginnt das Erleben des Getrennt seins.

Der erwachsene Mensch lebt in einem Bewusstsein der Trennungen!
Sein Ich ist seltsam einsam.
Einem Kometen gleich,
der zwischen den Planeten seine eigene Bahn zieht.
Nie allein, aber auch nie wirklich verbunden.

Aber: Was ist es, das ihn trennt?

U: Wenn ich dich richtig verstehe, dann ist es sein Verstand?

B: Ja, es ist das VERSTEHEN!

Die SEELE versteht nicht, sie ERLEBT Wahrheiten!
Aber der Verstand versucht, die Wahrheiten zu katalogisieren.
Und genau das ist es, was trennt!

U: Aber ohne Verstand sind wir doch in der Welt völlig aufgeschmissen,
den brauchen wir doch!

B: Absolut!
Ohne Verstand könntet ihr
– als im Grunde genommen doch ausgesprochen schlecht ausgerüstete Wesen – in eurer Welt nicht überleben.

Es ist einzig die Auswirkung des menschlichen Verstandes,
die eure Gattung derart hat wachsen lassen.

Der Verstand, der in der Lage ist, ERFAHRUNGEN zu sammeln.
Der in der Lage ist, aus gestrigen Erlebnissen Zukunftsprognosen zu machen.
Und der dann auch noch in der Lage ist, sich zu errechnen,
dass er die Zukunftsprognose ändert,
wenn er die Erfahrungen von Gestern
in ein verändertes Verhalten einfließen lässt.

Ich möchte das an einem simplen Beispiel erklären:
Angenommen, ein etwa zehnjähriges Kind hätte aus Übermut
eine Stunde lang im kalten Wasser von einem Berg-See getobt.
Danach hätte es hohes Fieber bekommen, weil es so unterkühlt war.
Wenn dieses Kind nun zwei Jahre später wieder an den Bergsee kommt,
was wird es tun?

Es wird sich erinnern, welche Folgen die Kälte hatte
und es wird daraus den Rückschluss ziehen,
dass es nicht wieder so lange in dem See bleiben wird,
bis sich alle Glieder kalt und steif anfühlen.
So wie damals.

Uta, dies ist ein sehr einfaches Beispiel,
aber es ist auf alle Bereiche eures Lebens anwendbar.

Der Verstand erinnert an gemachte Erfahrungen,
setzt diese in Relation zu der derzeitigen Situation
und macht eine Zukunftsprognose, wie diese Situation ausgehen wird.
Bei negativem Ergebnis macht er einen Alternativvorschlag.

In diesem Fall heißt der Alternativvorschlag:
Baden, ja! Aber nur, solange ich nicht friere!

Nur Eines ist gewiss:
Das ist nicht im HIER und JETZT sein, oder?

U. Hm…

B: Nein, denn Gestern ist genauso im Bewusstsein (Unterkühlung, Fieber)
wie Morgen (Vorsicht, anders Vorgehen, sonst geschieht das Gleiche wieder).

Als du hier mit mir herumgetollt bist, hattest du einfach ALLES vergessen.
Du hast vergessen, was du schon mit Guides erlebt hast…

U. Na ja, dich kenne ich doch und ich weiß doch, dass du mir so gut bist!

B. Das ist wahr, dein Verstand war schnell beruhigt.
Er durfte sich durchaus eine Pause gönnen.
Denn er wusste, dass dir noch nie etwas Schlimmes geschehen ist,
wenn du bei mir bist.
Er gab also dem Vertrauen die Erlaubnis, zu wirken.

Aber du hast auch etwas anderes vergessen:
Du hast vergessen, in welcher Funktion du zu mir gekommen bist.
Die der Fragenden, die Derjenigen, die aufmerksam bleiben muss,
damit ihr kein wichtiger Ratschlag entgeht…

U: Ich hab meinen Auftrag vergessen!
Oh je!

B. Lacht: Nein, nein, auch hier hat dein Verstand dich daran erinnert,
dass ich IMMER weiß, was meine Stefanie braucht.
Und ich dir – selbst dann, wenn du es überhaupt nicht verstehst –
schon sagen werde, was mein Liebling wissen muss.

U: Stimmt, das war immer so!

B: Hm, hm, auch hier hat dein Verstand deinem Vertrauen grünes Licht gegeben!

U: Dann heißt das doch, wir können nur dann im Hier und Jetzt sein, wenn wir Vertrauen haben.

B: Wenn ihr Vertrauen haben KÖNNT!
Der Mensch LIEBT den Zustand, ganz im Hier und Jetzt zu sein
und hat tief in sich das Bedürfnis danach.
Dann fühlt er sich ganz lebendig, was kein Wunder ist,
denn in dieser Situation spürt er sich als GANZ.

Aber sein Verstand schweigt nicht, immer ist er aktiv.
Immer zieht er seine Bilanzen, wägt gern mit morgen ab,
zieht seine Rückschlüsse und eröffnet Prognosen und alternativ Vorschläge.
Und je mehr Erfahrungen ihr sammelt, umso mehr muss er diese Arbeit tun.

Darüber hinaus gelten keineswegs nur die selbst gemachten Erfahrungen, sondern auch die anderer.
Selbst eure Filme und Schauspiele, ja sogar der Inhalt eurer Bücher dienen ihm, sind im weitesten Sinn Erfahrungen, an der er die Gegenwart misst
und Prognosen für Morgen entwirft…

U: Das macht´s ja auch nicht gerade leichter, Vertrauen zu haben, oder?

B: Nun, das zeigt zumindest, wie wichtig es ist,
auf den Inhalt eurer Filme und Bücher zu achten, nicht wahr?

Es gibt solche, die JEDES Vertrauen untergraben.
Es gibt andere, die Vertrauen vorgaukeln,
das in der gelebten Realität gefährlich wäre.

U: Oh ha! Aber du sagst, wir  müssen eben Vertrauen haben KÖNNEN!

B: Ja! Der Verstand muss grünes Licht geben.
Und das gibt er nur, wenn er Vergleichbares
aus der Erinnerung holen kann.

Ein fürchterlicher Ausweg aus dem Bedürfnis,
sich im Hier und Jetzt zu erleben,
ist es leider immer noch vielen Menschen, den Verstand zu betäuben.

Sie bringen ihn zum Schweigen mit Alkohol, mit Drogen!
Ein uraltes, menschliches Problem.

Kein Weg, sich WIRKLICH im HIER und JETZT zu befinden.
Kein Ersatz für ECHTE Lebensfreude, ECHTE Erlebnis-Tiefe.
Aber ein Weg, dem Verstand zu entfliehen,
der Vertrauen unmöglich macht.

Alkoholiker und Drogensüchtige leiden nicht unbedingt
an einem Mangel an Selbstbewusstsein,
sondern an einem Mangel an Vertrauens – FÄHIGKEIT.

U: Ja, aber sag mal, wenn das so ist, dann sind doch die Chancen,
sich im Hier und Jetzt vertrauensvoll hinzugeben, ziemlich schlecht.
Vor allem, je älter man wird, oder?

B: Uta, es ist nicht leicht, aber es ist machbar.
Der Verstand sammelt Erfahrung und an der Erfahrung misst er die Gegenwart.

Eine Erfahrung, die einmal gemacht wurde, kann nicht einfach gelöscht werden! Selbst wenn sie nicht willentlich erinnert wird,
wird sie unbewusst dennoch über den Verstand wirken.

Aber eine Erfahrung kann mit einer weiteren Erfahrung ergänzt werden
und mit noch einer weiteren Erfahrung und noch einer und noch einer
sogar revidiert werden…

Meine geliebte Stefanie, ich schreibe dir soviel darüber,
um dich verstehen zu lassen, dass es einfach viele, viele
GUTE Erfahrungen braucht, um EINE einzige schlechte Erfahrung zu revidieren.

Kein einziger Mensch kann sich zum Vertrauen zwingen,
es sei denn, er versucht seinen Verstand zu betäuben.

Aber es kann gelingen mit viel Mut und viel Geduld,
negative Erfahrungen zu überschreiben.
Das ist möglich!

Je bewusster dies ist, um so leichter fällt es.

Du bist sehr, sehr mutig und darüber freue ich mich.
Und du bist bereit, sehr geduldig zu sein.
Liebes, glaub mir, soviel Mut und soviel Geduld wird belohnt, ganz gewiss.
Es trägt den Lohn in sich und der Lohn ist:
Mehr und mehr und mehr Augenblicke zu erleben,
in denen du ganz im Hier und Jetzt sein kannst.

Gerne, und voller Freude helfe ich dir dabei.

U: Ich hab eine persönliche Frage:
Wie ist das mit den Ahnenlasten?

Das ist ja dann nicht der Verstand, der hindert, ins Vertrauen zu kommen.
Es sind ja nicht die eigenen Erfahrungen, sondern die der Vorfahren…

B: Doch, es SIND eigene Erfahrungen!
Weil das THEMA der Ahnenlast Erfahrungen im Erleben des Kindes gemacht hat. Tabuthemen werden nicht benannt.
Aber die Erfahrung des Kindes speist sich nicht nur aus Worten,
sondern auch aus Blicken, Gesten, Urteilen der Eltern oder Verwandten
zu entsprechenden Themen.

Ich sagte ja schon:
Es sind nicht nur die EIGENEN Erfahrungen, sondern auch jene,
bei denen ich Zeuge ihrer Wirkung bin, die der Verstand benutzt.

U: Dann beurteilt unser Verstand die Gegenwart
aufgrund der Erfahrungen, die unsere Vorfahren gemacht haben?

B. So ist es!
Nur dass wir hier nichts überschreiben können!
Hier hilft wirklich nur der Austausch mit den Ahnen, um die es geht.

U: Oh, warum thematisierst du das?
Hat das was mit Stefanie zu tun?

B: Mit ihr und mit ihren Kindern, ja, freilich.
Vertrauen ist nicht erzwingbar!

Es ist mir wichtig, meine geliebte Stefanie, du musst verstehen.
Es ist nicht erzwingbar.

Denn dann würdest du versuchen, den Verstand mit dem Verstand
zu überzeugen, das ist ein Paradoxon.

Der Verstand kann nur mit ERLEBEN, Erfahrung überzeugt werden, umgeschrieben werden.

U: Vielen Dank, Bernadette, das war wirklich sehr, sehr aufschlussreich.
Ich würde jetzt sehr gerne Stefanies Fragen stellen…

B. Oh ja, bitte, darauf freue ich mich schon so sehr!

U: Stefanie fragt, was sie tun kann, um den Demenzkranken Menschen
in ihrem jetzigen beruflichen Umfeld helfen zu können.

B: Mein Liebling, wie sehr freue ich mich über diese Frage.
Aber ich möchte sie ein wenig differenzieren.

Zum einen in die reine Demenz-Erkrankung.
Zum anderen in die Demenz-Erkrankung
PLUS organisch bedingter Depression.

Liebes, du weißt, dass das Leben in der Inkarnation
als Schauspiel beschrieben wird.

Die Seele übernimmt eine bestimmte Rolle
in einem bestimmten Bühnenstück.

Sie hat ihre Texte und ihre Höhepunkte,
sie hat ihre Mitakteure und Stichwort-Geber
und mitunter sogar eine Souffleuse…

Der Demenz-Kranke ist immer noch ein Schauspieler
auf der Bühne des Lebens.
Aber er hat nicht seinen Text vergessen, sondern er weiß nicht,
in welchem Akt des Stückes er sich gerade befindet.
Ist es der 1. oder 3.?

Er weiß es nicht!
Stell dir vor, du wärest ein solcher Schauspieler!
Und du wärest dir ganz sicher, JETZT ist es Akt 2.
Du bist eine junge Frau, deine Kinder sind hungrig
und dein Mann ist gerade im Krieg.
Du bist völlig informiert darüber, was zu tun ist:

Deine Kinder brauchen Essen, das du besorgen wirst.
Deinem Mann solltest du unbedingt einen Brief schreiben, dass es euch gut geht.
Und – da du jung bist – würdest du jetzt gern einmal mit deiner Nachbarin
die neuesten Schlager hören und vielleicht auch ein wenig tanzen…

So, das kennst du natürlich längst!
Das Dumme ist:
Die anderen Schauspieler auf der Bühne sind schon im 5.Akt!

Du sagst zu deiner jungen Nachbarin:
Ich gehe jetzt mal einkaufen, die Kinder sind hungrig.

Aber die antwortet: Bleiben sie hier!
Ihre Kinder? Die sind ja erwachsen, die können selbst was kochen!

Da denkst du dir doch:
Die ist verrückt!

Was spricht die denn für einen Text?
Das gehört doch gar nicht hier hin!

Na gut, du gibst ihr halt neue Stichworte und sagst:
Also, dann bleib ich eben!
Aber ich muss meinem Mann an die Front schreiben, damit er weiß,
dass es uns gut geht!

Darauf sagt die Nachbarin: Ihr Mann?
An der Front?

Der ist doch schon lange tot, dem können sie nicht mehr schreiben!

Oh, je! Also, was ist da los?
Die Nachbarin ist anscheinend verrückt!

Oder?
Bin ich selbst verrückt?

Stefanie, ver-rückt, ja!
Sie sind nicht mehr orientiert über ihren Akt,
sie haben einfach vergessen, was gerade gespielt wird.

Jetzt ist es wichtig, sie SANFT wieder in den derzeitigen Akt zu führen.

Auf: „Ich geh jetzt mal einkaufen, die Kinder haben Hunger“.
Darfst du nicht so reagieren wie die vermeintliche Nachbarin,
sonst bist entweder du verrückt oder der Demente.

Sondern du führst sanft in die Gegenwart:
Aha, Ihre Kinder hatten immer Hunger?

Und Sie haben DAMALS immer für sie gesorgt?
Ihr Mann war DAMALS im Krieg?
Und Sie haben ihm DAMALS geschrieben, dass es ihnen gut geht?

Stefanie, bestätige ihnen ihr Vorhaben,
schätze es wert und dann setze es in den richtigen zeitlichen Konsens.

Du kennst das schon:
Validieren, langsam in den rechtzeitigen Akt führen…

Wann?
Immer dann, wenn der Demente sich in Gefahr begibt,
durch seine Desorientierung Dinge unternehmen zu wollen,
die ihm nicht gut sind, seine Fähigkeiten und Kräfte überfordern.

Aber NIE! wenn er in einem guten, schönen Akt ist!

Was lässt sich dagegen sagen, wenn ein Mann sich gerade
für jung und äußerst attraktiv hält und ein bisschen mit dir flirten will?

Nichts!
Spiel das Stück einfach mit, so wie du es vermagst.

Was lässt sich dagegen sagen, wenn eine alte Dame gerade glaubt,
sich fein anziehen zu müssen, um einen guten Eindruck
auf die Besucher zu machen?

Nichts, spiel einfach mit!
Hilf ihr und freu dich mit ihr, dass sie heute so hübsch ist.

Stefanie, du darfst das Bild des Bühnenstücks nicht außer Acht lassen!
Ihr beide, der Demente und du, ihr spielt auf der Bühne SEINES Lebens!
Du hast dort eine GASTROLLE.
Der Demente ist nicht verpflichtet,
auf DEINER Bühne die richtige Rolle zu spielen (verwirrter Alter).
Du aber bist verpflichtet, dich SEINEM Stück anzupassen.

Wusstest du, dass wir das auch tun?
Wusstest du, dass wir je nach dem,
in welchem Akt ein Sterbender sich gerade befindet,
wir ihm entgegenkommen, um ihn ins Licht zu begleiten?

Wir kommen als Mutter zum Kind oder als geliebter Freund zum Freund., Wir kommen als Ehemann zu geliebten Frau
und als verehrter Rockstar zum Teenager.
Wir kennen keinerlei Scheu,
auf der aktuellen Bühne den passenden Text zu sprechen.

Das Zurückgehen in vergangene Situationen hat nichts mit Angst zu tun!
Es ist keine Flucht aus der Realität,
sondern ein unwillentlicher Wechsel der Realitäten.

Nur unter dem Preis des Entsetzens ist der Demente
von unsensiblen Mitmenschen in die „wahre“ Realität zu führen.

Aber stell dir vor, was das bedeutet!
Stell dir vor, was es heißt, immer und immer wieder zu erfahren,
verrückt zu sein!

Keine Seele hält das unbeschadet aus.
Du hast recht, das ist nicht fair!
Du hast recht, dich dem zu verweigern.

Jeder Demente hat in seiner Vita Potenziale.
Er ist mit Sicherheit auf irgendeinem Gebiet Experte geworden: Haushaltsführung und Kindererziehung oder Buchhaltung
oder Gartenwirtschaft oder Musik…

Stefanie, es ist wichtig, herauszufinden, WAS es ist!
Denn dann hast immer einen Gesprächsstoff!
Du kannst dem Dementen ein ganz großes,
beglückendes Erlebnis geben:
Du kannst ihn um Rat fragen!!!

Oh, du wirst sehen, sie können dir aus dem Fundus ihrer Erinnerungen wunderbare Ratschläge geben!
Damit beschenkst du sie!
(Nein, nein, natürlich brauchst du ihrem Rat nicht folgen.)
Aber der Vorgang allein, gefragt zu werden, das ist heilsam und sehr, sehr gut…

Du wirst sehen, WIE glücklich es sie macht, Stefanie!

Jetzt zur zweiten Gruppe:
die Dementen mit hirnorganisch bedingter Depression.

Stefanie hier kannst du nicht viel tun.
Sie brauchen psychiatrische Hilfe, sie brauchen Medikamente,
die ihre defizitäre Stoffwechsellage ausgleichen.

Ehe dies nicht geschieht, kann auch ein wertschätzender Umgang
diesen Kranken nicht helfen, in ein inneres Gleichgewicht zu kommen.

Ja, soviel zum UMGANG in der REALEN Welt.
Aber nun wird es wirklich Zeit, dass wir zwei über deine Seelenkräfte sprechen.

Stefanie, es hat lange gedauert, ehe deine Entwicklung es zuließ,
dich auf deine ausgeprägte Gabe der Empathie aufmerksam machen zu dürfen.

Jetzt ist es soweit!
Du hast viel überwunden!
Du hast dich von Blockierungen getrennt, die dich und mich hinderten,
aber auch von einem Kreisen um dich selbst,
das dich immer wieder zu dir zurückgeworfen hat.

Jetzt ist die Zeit der Reife erreicht!
Du hast dich bewährt, hast dich selbst be-meistert!
Und nun darf sein, was vorher eine Überforderung gewesen wäre.

Ich möchte dich darauf aufmerksam machen,
dass du die Seelen kontaktieren kannst!

Du kannst eine gewisse Form der Kommunikation erreichen.

Uta hier nennt das:
Seele begegnet Seele.

Ist dir aufgefallen, wie oft du WEISST,
was in deinen Klienten WIRKLICH gerade vorgeht?
Hast du gemerkt, wie feinfühlig du geworden bist
und wie oft deine Ahnungen stimmen?

Warum?
Weil deine Seele Informationen ihrer Seelen bekommt.

Noch ist das Ganze unausgerichtet!
Und wenn wir ehrlich sind, schwächt es dich sehr…

Du liebst deine neue Aufgabe, natürlich!
Du spürst ja auch, wie sehr sie dich lieben!
Aber du weißt noch nicht, was da geschieht!
Und ich bitte dich, dich jetzt ernsthaft und zielgerichtet
damit auseinanderzusetzen.

„Seele kontaktiert Seele“ KÖNNTE nämlich eine Möglichkeit sein,
über Zeit und Raum hinweg
mit den Seelen dieser Menschen zu kommunizieren.

Ihnen eine Hilfe der Orientierung zu geben, IM JETZT zu sein.
Sie stärken mit Licht, mit ihrem Zugang zur ewigen Liebe
und ihrer angeborenen Seins-Freude.
Und über die so gestärkte Seele könnte der arme Verstand
seinen Nutzen ziehen und Vertrauen fassen,
auch wenn er keine analytische Leistung mehr erbringen kann.

Aber mir ist – du ahnst es schon – natürlich auch DEIN Schutz wichtig, liebe Stefanie.
Zurzeit bist du völlig ungeschützt Wirk-Mechanismen ausgesetzt,
auf die du keinen Einfluss haben KANNST,
weil du gar nicht weißt, DASS da etwas passiert!

Du spürst nur:
So sehr dir deine Arbeit wichtig ist, sie zieht dir Kraft ab!
Ihre Seelen suchen sich in der Gegenwart DEINER Seele zu stärken.

SO soll es aber nicht sein!
Ihre Seelen sollen sich an der Kraftquelle selbst orientieren!

Und GENAU hier setzt deine Hilfe an.

Liebes, ich weiß, du sprichst oft mit mir.
Und nicht selten hast du die feste Überzeugung einer Antwort.
Aber ich wünsche mir, dir direkt und klar antworten zu können.

Es wäre mir eine solche Freude!

Lange durfte ich das nicht!
Die Versuchung, dass du den Kontakt zu mir benutzt hättest,
deinen eigenen, schweren irdischen Belastungen zu fliehen,
wäre viel zu groß gewesen.

Aber deine Seele ist erwachsen geworden!
Sie trägt nicht mehr der MANTEL der Nächstenliebe.
Sie IST Nächstenliebe!

Denn sie hat die undefinierbare Angst,
SELBST nicht gut genug zu sein, aufgegeben.

Nun darf es sein, mein Liebes und nun sollte es auch sein.

Ich jedenfalls würde mich sehr freuen,
mich mit deiner Gabe vertraut machen zu dürfen.

U: Ui, jetzt bin ich überrascht…

B. lachend: Kann man dich immer noch überraschen?
Das ist schön!

U: Was kann Stefanie für die Autistin tun?

B: Seele trifft SEELE!
Du kannst nicht mit ihrem Verstand kommunizieren.
Aber mit ihrer Seele, mein Liebes.
Aber du musst es LERNEN!

Du musst die Technik beherrschen
und du brauchst unseren Schutz dabei…

U: Stefanie fragt nach ihrem Leben im Ersten Weltkrieg.
Kannst du ihr ihren Namen von damals sagen und den des Soldaten?

B: Sophie und Ernand…

U: Hilft ihr eine Ayurveda Kur?

B: Oh, Liebes, was soll ich dir sagen?
Tu es, tu es nicht?

Aber Stefanie!
Du fragst wie ein unmündiges Kind, aber wir sind schon fast auf Augenhöhe!

Was deine Müdigkeit angeht, weißt du jetzt,
dass die Ursache nicht in deinem Körper liegt!

Abgesehen davon:
RICHTIG angewandtes Ayurveda ist sehr schön.
Nur: Es ist NICHT dein Körper.

So, wie die Dinge jetzt laufen,
müsstest du ununterbrochen Ayurveda Maßnahmen bekommen,
um das Energie-Leck, das durch deine Arbeit
und vor allem durch deine mitfühlende Liebe entsteht,
immer wieder aufzufüllen.

Der Erfolg wäre also nicht bleibend, weil die Ursache nicht behoben ist.

Uta, ich zähle auf dich, dass du es Stefanie genauer erklärst!

U: Klar, mach ich.

U: Wo ist der Soldat jetzt, kannst du ihnen helfen, sich zu finden?

B: Aber ihr findet euch doch! (Lächelt.)

U: Ist ihre Feng Shui Verwirklichung in Ordnung
oder gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten?

B. Oh, oh, jetzt hast du deine alte Guidin erwischt (lacht herzlich)!
Ich bin kein Experte dieser Erkenntnismethode und kann dir nicht helfen.

Aber bedenke:
Feng Shui ist sozusagen der Bühnen-Gestalter!
Durch seine Arbeit kann ein Stück viel an Tiefe gewinnen
und es kann den Schauspielern leichter fallen,
sich in ihre Rolle hineinzuversetzen und sie aus ganzer Kraft zu leben.

Aber der Bühnen-Gestalter ist weder verantwortlich für den Inhalt des Stücks, noch für die Begabung der Akteure.

Feng Shui kann dir dienen, deine Gaben, Fähigkeiten und Potenziale
voll auszuschöpfen.
Aber das Stück „Stefanie“ wird nicht umgeschrieben durch Feng Shui.

Alles Weitere besprichst du am besten mit unserer Freundin Uta.
Die – so fürchte ich – dir hier mehr zu raten weiß als ich,
die ich doch nie mit derlei Tätigkeiten zu tun hatte.

Stefanie, ich weiß, wieder einmal komme ich dir mit Unerwarteten.
Aber ich weiß auch: In der Tiefe deiner Seele hast du darauf gewartet,
dass grünes Licht gegeben wird.

Jetzt, mein Lieb, jetzt hast du grünes Licht.
Ich liebe dich, mein Herz, und ich danke Gott in seiner Güte
und Weisheit, dass ich dich begleiten darf.

Und mein Lieb, schlafe gut, träume gute Träume und sei mir willkommen,
wann immer du es brauchst.

Deine dich ewig liebende Bernadette!

Bernadette ist in einem Schlafzimmer.
Ich sehe dich wirklich mit großen Augen da liegen
und sie löscht das Licht und gibt dir einen Kuss mitten auf die Stirn.