Suche die Spuren des LEBENDIGEN Gottes nicht außen, sondern in dir

Suche die Spuren des LEBENDIGEN Gottes nicht außen,
sondern in dir.
Frage nicht, was dir von Außen begegnen könnte,
damit du dich lebendiger fühlst.

Frage, was du nach Außen geben könntest,
damit du den Spuren des lebendigen Gottes
in dir Wirkung gibst.

Glaub mir, dieser Weg ist gesegnet, bedenke:
Deine Wurzeln in Gott reichen tief!

Schutzengelkontakt

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Anna zu verbinden.
Anna bittet um diesen Kontakt.

Ich gehe eine schmale Gasse hinab, Kopfsteinpflaster
und mehrstöckige Fachwerkbauten.
Dann ein kleiner, offener Platz, ein Brunnen,
um den sich Kinder und Frauen scharen.
Ich gehe an denen vorbei in eine breitere Straße, bis ich zu einem Fluss komme.
Hier liegen Lastkähne, Männer handeln oder laden die Kähne,
links von mir eine Brücke.

Dort am Beginn dieser Brücke steht eine Frau, die ich als Guide identifiziere.
Sie trägt einen grünen Umhang, der pelzverbrämt ist,
das dunkle Haar unter einer Art Haube.
Sie winkt, als sie mich kommen sieht.

U: Schön, dass du da bist, bist du der Guide von Anna?

G: Ja, ich bin Sofia, aber das ist ganz gleich.
Wie fändest du Natalie?

U: Ach, hübsch …

G: Ja! Ach, wir bleiben bei Sofia (lacht)…

U: Wo sind wir hier?

G: In Kufstein, 1416.
Bitte komm, ich möchte dir mein damaliges Heim vorstellen.

Wir gehen über die Brücke, unweit von hier einige kleine Häuser,
eng an einen Berg gebaut…

S: Enttäuscht?

U: Du bist so elegant gekleidet, ich hab ein größeres Haus vermutet…

S: Ja (schaut an sich herab), das sind Kleider meiner Vergangenheit.
Es gab ein größeres Haus, ein viel größeres Haus sogar.
Aber das war nie mein Heim!
Dies hier, dies ist Heim, wenn ich die Tür öffnete, kam ich wirklich heim…

Sie macht genau das.
Wir betreten einen Raum, der anscheinend zugleich Küche und Schlafraum ist.
Eine schmale Stiege führt hinauf.
Am Tisch sitzt ein junger Mann, sein Haar steht wirr ab, er beachtet uns kaum.
Vor sich hat er kleine Steinchen, die er der Farbe nach sortiert,
ganz vertieft ist er in diese Tätigkeit.

S: Das ist mein Sohn Franz, wir stören ihn nicht.
Er merkt nicht, dass wir da sind.
Magst du einen Most?

U: Nein, danke, lieber mag ich dir zuhören…

S: Welchen Eindruck hast du von diesem Haus?
Sei ehrlich!

U: Es ist so klein, so eng, so dunkel, irgendwie passt du gar nicht daher…

S: Warum nicht?

U: Du scheinst alles andere als eine einfache Frau zu sein…

S: Ja? Du hast Recht:
Dieses Haus ist klein und eng und dunkel.
Und doch ist es das schönste Heim, das ich je hatte!
Denn hier lebe ich im Licht der Freiheit.
Nichts kommt dem gleich!
Kein Gebäude, und sei es noch so großartig gebaut,
könnte mir je ersetzen, was ich hier habe.

Morgens, wenn die Sonne aufgeht,
fällt mein erster Blick auf meinen geliebten Fluss.
Mittags strahlt sie durch alle Fenster
und zaubert mit ihrem Glanz alle meine Habe in Gold.
Edelsteine und Gold besaß ich einmal und dennoch!
Sei sicher: deren Schein war nicht annähernd so schön wie dieses hier!

Meine liebe Anna, nun richte ich mein Wort an dich!
Dir, deiner Seele hatte ich dieses Heim zu verdanken!
Nur dir!

Heute bin ich dein Guide, ich halte meine Hand über dich.
Ich bewahre dich davor, zu stürzen, so, wie du damals mich und meinen Franz.

Du ahnst nicht, mit welcher Dankbarkeit ich heute in deinem Dienst stehe.
Denn das ist wirklich wahr: Wir Guides stehen im Dienst eurer Seele.

Wenn du nur wüsstest, wie groß und alt und weise deine Seele ist!
Anna mag sich klein fühlen, aber Annas Seele ist groß.
Ich weiß, mein Lieb, du erwartest hier, dass ich dir von deiner Last spreche,
von deinen Defiziten, aber darum bin ich nicht hier.

Ich bin da, um dir von deiner Kraft zu reden, von deiner Mitte,
von deiner tiefsten Wahrheit.

Nein, nein, es ist nicht mein Anliegen, dich höher zu machen, als du bist.
Aber ich möchte deine Realität erweitern…

Komm, ich will dir das an einem Beispiel zeigen…
Sie nimmt mich bei der Hand und führt mich um das Haus herum.
Hier am Fuß des Berges klettert eine Rose empor.
Ein sehr, sehr alter Rosenstamm, der sich vielfach verzweigt
und dessen Blüten wenigstens drei Meter hochranken.
Diese Blüten sind rosa und sie duften unglaublich zart und frisch.

S: Diese Blüten, siehst du?
Sie unterscheiden sich in ihrer Größe, nicht aber in ihrer Farbe und in ihrem Duft.
So ist es auch mit euren Seelenanteilen.
Euer wahres Selbst, das ist der Stamm und die Triebe und Blüten,
das sind eure einzelnen Inkarnationen.
Einige Inkarnationen sind so, dass eure ganze Fülle zur Geltung kommen kann,
das sind die großen Blüten.
Andere Inkarnationen sind so schwierig, dass die Blüte kleiner ausfällt.
Aber ganz egal, ob klein oder groß: die Essenz bleibt!

Es ist IMMER dieser Duft und IMMER diese Form und IMMER diese Farbe!
Jede Blüte, klein oder groß, ist PERFEKT, wie könnte es auch anders sein?
Stammt doch jede von diesem Stamm!

Meine Anna, du hast einen sehr kräftigen Stamm!
Nein, nein, das bedeutet nicht, dass du eine alte Seele bist
und darum so einen Stamm hast.
Im Rosengarten der Schöpfung wurden alle Seelen zur gleichen Zeit gepflanzt. Aber die Einen treiben nur zaghaft Wurzeln, bleiben darum klein.
Andere wieder treiben ihre Wurzeln so tief ins Sein,
dass ihr Stamm mächtig wird und viele Blüten tragen kann.

Möchtest du wissen, was der Urgrund ist, in den sie ihre Wurzeln treiben? (Lächelt.)

U: Ja, natürlich!

S: Das ist das Gottesbewusstsein, mir ist ganz gleich, wie ihr sagt.
Gott, „Alles, was ist“, Nirwana, Allah…
Es ist ganz und gar gleich.
Es gibt keinen Namen für den Zustand, aus dem heraus alles, was ist, existiert.

Mir sei erlaubt, Gott zu sagen,
denn ich entstamme aus so vielen Inkarnationen dieser Sichtweise.
Wir wollen auch gar nicht all zu theologisch werden.
Darum sollen die sich kümmern,
deren Wurzeln noch nicht tief genug getrieben haben.

Nein, liebe Anna, ich möchte dir von einer deiner Wurzeln erzählen.
Eine, die tief genug ging, damit du daraus
solche wunderbaren Blüten bilden konntest.

In dieser Zeit war unsere Welt eine sehr Unruhige, Bedrohliche.
Das Leben der Menschen hier in Europa war geprägt von Angst.
Angst umgab uns vom ersten bis zum letzten Atemzug:

Angst vor Krankheiten, vor Hunger, vor der Obrigkeit und Angst vor uns selbst. Wenn wir das zusammenfassen,
dann ging es um die alles durchdringende Angst vor Vernichtung.
Sogar noch über unseren Tod hinaus fürchteten wir, vernichtet zu werden!
Und sei es in den Flammen des Jüngsten Gerichts.
Man kann die Menschen dieser Zeit nicht verstehen,
ohne sich dies zu vergegenwärtigen.

Aber die Schlimmste aller Ängste war die, nicht GUT GENUG zu sein
und darum Gottes Strafe verdient zu haben.
Und was immer einem Menschen geschah:
Es wurde mit Gottes Urteil über ihn in Verbindung gebracht.
War er gesegnet mit Gesundheit und Wohlstand, dann,
weil er in Gottes Augen GUT war.
War er aber geschlagen mit Krankheit und Armut,
dann war entweder er selbst oder seine Eltern ganz GEWISS schlechte Menschen,
denn Gott strafte sie!

Nur du, du KONNTEST Gott so einfach nicht sehen.
Du warst damals ein Mann, ja, ja, lach nur!
Du warst so gar ein sehr interessanter Mann!
Damals hatte dich dein Lebensplan zu einem Abt werden lassen.
Nicht weit von hier standest du einem bescheidenen Kloster vor.

Deine ganze Liebe galt dem Studium.
Was du studiert hast?
ALLES, was du finden konntest.
Wirklich, anders lässt sich dein HUNGER nach Weisheit nicht beschreiben!


Du wolltest kein Kirchenmann werden,
aber du warst als dritter Sohn eines bayrischen Land-Edlen
eben dazu ausgesehen.
Also wurdest du Mönch.
Dann, als du eine Erbschaft machtest, sogar Abt.
Wenn auch nur Vorstand eines reichlich herabgewirtschafteten Klösterleins,
aber vor allem wurdest du BELESEN!

Denn deine Zeit verbrachtest du über Jahrzehnte hinweg
mit wenig anderen Tätigkeiten.
Nicht, weil das Studieren an sich dir eine derartige Freude bereitete.
Sondern weil du verzweifelt nach einer Antwort gesucht hast.

Seit deiner Kindheit trieb dich die Frage um,
warum Gott so grausam seine Kinder straft!

Dein eigener Vater war zwar ein strenger, aber stets gerechter Vater gewesen.
Nie wäre es dem in den Sinn gekommen, euch Knaben zu Tode zu prügeln.
Wenn also ein so kleiner, irdischer Vater doch derart gerecht
in seinen Strafen war, warum war Gott es dann NICHT?
Warum strafte er mit Pest und Hunger, mit Feuersbrunst und Vertreibung?
Warum STRAFTE Gott nicht nur, sondern tötete sogar?

Eine unbändige Neugier darauf, eine nachvollziehbare Antwort zu finden,
trieb dich Jahrzehnte lang an, immer umfangreichere Studien zu führen.
Kein Wissensgebiet hast du außer Acht gelassen
und so wurdest du als Nebeneffekt deiner Suche ein sehr kluger Mann.
Der Ruf deiner Weisheit ereilte schließlich auch meinen Gatten.
Dieser war ein sehr, sehr reicher Händler in der Stadt.

So jung er war, es schien, als ginge ihm nie etwas schief, so erfolgreich war er.
Auch unsere Eheschließung war ein großer
geschäftlicher und gesellschaftlicher Erfolg für ihn.
Er galt Land auf, Land ab als „Gesegneter“ und das war ihm sehr, sehr wichtig.
Denn in diesem Ruf zu stehen, bedeutete für ihn persönlich,
von Schuld frei zu sein!
Er brauchte als einer der wenigen Menschen seiner Zeit
KEINE Angst vor dem vernichtenden Urteil Gottes zu haben!

Ja, doch dann gebar ich Franz.
Franz war „merkwürdig“ von Klein auf.
Je älter er wurde, um so deutlicher wurde, dass Franz nicht normal war.
In der heutigen Zeit würde man seine Behinderung als Autismus verstehen,
in der damaligen Zeit verstand man ihn als Besessenen.

Ich gebar noch zwei weitere Kinder:
einen gesunden Knaben und ein ebenso gesundes Mädchen.
Aber um Franz stand es schlimmer und schlimmer!
Ich? Ich liebte meinen Erstgeborenen.
Ich liebte ihn sogar mehr noch als meine beiden anderen Kinder.
NIE konnte ich glauben, was gesagt wurde:
Er sei eine Strafe Gottes für unseren Hochmut oder er sei vom Teufel besessen.
In Franz war NICHTS Böses, das spürte ich bis in die Tiefe meiner Seele.

Aber für meinen Mann war das Kind eine einzige Katastrophe!

Er zwang mich, Franz versteckt zu halten, aber das konnte ich nicht.
Ich konnte doch mein eigenes Kind nicht
in den Mauern unseres Hauses einsperren!
Eines Tages bin ich mit Franz in unseren
nahe gelegenen großen Garten gegangen.
Er liebte es so sehr, dort Steinchen zu sammeln und zu ordnen
und in der Sonne zu sitzen.

Am Zaun standen zwei Händler, die Geschäfte mit meinem Mann machen wollten und amüsierten sich über das „verrückte“ Kind.
Gleichzeitig kam mein Gatte dazu und entbrannte in großen Zorn auf mich.
Er schlug mich, worauf Franz völlig außer sich geriet,
um sich schlug und sowohl seinen Vater als auch die beiden Händler traktierte.
Nun war das Unglück perfekt.

Es wurde Anzeige von den Händlern und MEINEM GATTEN erhoben
gegen Franz und mich wegen Pakt mit dem Teufel.

Eine sehr, sehr gefährliche Situation, noch gab es keine Verhandlung.
Aber WENN es eine geben würde, waren wir gewiss des Todes!
Da entsann ich mich deines Namens.

Eilends sandte ich zu dir um Rat und Hilfe in meiner Not.
Mein Verstand war völlig verwirrt.
Denn ich selbst war mir nicht mehr sicher,
ob ich nicht etwa doch versehentlich etwas getan oder gedacht hatte,
das den Teufel in mich führte und ich darum den Franz so bekam, wie er war?

Anna, wie soll ich dir schildern, welche Güte ich durch dich empfangen habe?
Deine Klugheit, deine Belesenheit in allen Werken der Kirche
rettete uns vor der Anklage.
Du fandest genug juristische Gründe,
um eine öffentliche Verhandlung zunichte zu machen.
Aber viel wichtiger war, dass du meiner SEELE geholfen hast.
Du hast mir gezeigt: Was ich für Franz fühlte, war wahr und gut.
Du hast einer Gottesvorstellung widersprochen,
die meine Seele in die Verzweiflung trieb.
Du warst wie ein kühler Quell, den ich Durstige trinken durfte!

Franz war nicht besessen, Franz war einfach nur krank, so dein Urteil.
Und ich hatte keinen Bund mit dem Teufel,
sondern wie es einer Mutter zukommt, Liebe zu meinem kranken Kind.

Mein Mann beugte sich deiner Weisheit, auch die beiden Händler.
Aber so ein Vorfall durfte NIE WIEDER geschehen,
das war die Forderung meines Gatten!

Ich sollte Franz in die Obhut einer alten Frau auf dem Land geben.
Anna, DAS konnte ich nicht!
Ich wusste doch, dass Franz nur einen einzigen Menschen wahrnahm: mich!

Nie werde ich vergessen, wie du vor mir standest.
Wie du Franz Hand in meine legtest und zu meinem Mann sagtest:
Dann lass sie beide gehen, denn diese Zwei sind eins!
Und was Gott zusammengefügt hat, das darf der Mensch nicht scheiden!

„Aber Gott hat sie und mich zusammengefügt!“ war seine Antwort.
„Nein! Dein WILLE hat sie und dich zusammengefügt!“

So fand ich meine und Franz Freiheit in diesem kleinen Haus am Rand der Stadt.
Meine beiden anderen Kinder besuchte ich täglich.
Liebe Anna, sieh nur, wie viel Weisheit in dir ruht!

Sag nicht, dies ist vergangen, oh nein!
Diese Weisheit ist bis zum heutigen Tag Teil deines Seins.
Auch die Antwort auf deine Frage treibt dich immer noch
von Inkarnation zu Inkarnation, immer noch suchst du.
Meinst du, dies sei ein spärliches Resultat deiner Suche?
Ach, weißt du denn nicht, dass die Suche wichtiger ist als die letzte Antwort?

Dennoch: Es liegt Last auf jener Inkarnation.
Solange dein Ruf als Ratgeber mit – nun sagen wir –
UNGEWÖHNLICHEN Ansichten begrenzt war,
durftest du sagen und predigen, was du wolltest.

Aber dies nahm ein jähes Ende, als ein neuer Kirchenfürst davon erfuhr.
Dein Klösterlein wurde aufgehoben, deine Brüder, so sie sich von dir lossagten,
auf ferne Klöster verteilt.
Jene Vier, die dies nicht taten, wurden mit dir in Ketten gelegt,
du warst ein Ketzer und Gotteslästerer und wurdest zum Tode verurteilt.
Aber DAS war dir nicht schwer!
Was dir schwer war, war, dem Tod deiner Brüder beiwohnen zu müssen.

Du hättest vielleicht auch damit Frieden machen können.
Wärest du nicht durch deine mediale Begabung
schon lange vor den eintretenden Ereignissen gewarnt worden.
Du hast es kommen sehen, aber deiner Sicht nicht glauben WOLLEN.
So bist du ins Jenseits gegangen mit zwei Versprechen.
Das Eine war: NIE wieder will ich eine geistige Autorität sein.

Und das Andere war: NIE WIEDER will ich jenseitiges Wissen wahrnehmen!

Liebe Anna, Versprechen dieser Art, die hindern,
dass unsere Seele sich weiter entfaltet,
werden in JEDER Inkarnation wieder thematisiert!
Jede dieser Inkarnationen bietet der Seele die Chance,
dieses Versprechen, das sie sich einst selbst gab, zurückzunehmen.

Du bist aus der Seelenfamilie der Lehrer, du lebst es auf deine dir mögliche Art.
Aber Eines bitte ich dich, zu bedenken:
Hättest du dieses Versprechen schon VOR dieser Inkarnation hier gegeben,
was wäre aus mir und Franz geworden?
Was wäre aus unseren Seelen geworden?

Du hast das Recht darauf, deine Gaben nicht zu leben.
Und du hast auch das Recht darauf, deine bisher erworbene Weisheit
als Ergebnis deiner Gottes-Suche für dich zu bewahren.
Und doch: Du betrauerst die Leere in dir!
Du fragst dich ängstlich nach deinem Morgen,
jetzt am Rande des Alters der Weisheit.
Hast du vergessen, was du hier wusstest?
Gott lässt die Rosen duften, damit sich der Menschen Geist daran labt!
So ist es mit allen Gottes Gaben…

Liebe: Wir finden den Sinn unseres Lebens,
wenn wir Gottes Gabe an uns dem Du schenken!

Meine Gabe Gottes an meine Seele ist Mütterlichkeit.
Ich habe auf deinen weisen Rat hin mich
von den Vorzügen meines Standes gelöst,
habe die Armut hier gewählt und die scheinbare Isolation.
Und doch wurde ich durch das Loslassen reicher, als ich je vorher war.
Warum?
Weil ich meinem Seelenauftrag folgte:
Die Mutter schützt das Schwächste zuerst!

Manchmal liegt der wahre Reichtum darin, loszulassen,
was nur scheinbar wertvoll ist, aber nicht erfüllt.
Manchmal raubt uns ein vermeintlich hartes Schicksal alles,
worauf wir gebaut haben, weil wir auf Sand gebaut haben.

Dann klagen wir und hadern, aber wir merken,
dass uns ein neues Haus geschenkt wird:
vielleicht kleiner, vielleicht weniger komfortabel, aber LEBENDIG!

Anna, weißt du, was du suchst?
Du suchst die Spuren des LEBENDIGEN Gottes.

Such nicht Außen, such ihn in dir!
Frage nicht, was dir von Außen begegnen könnte,
damit du dich lebendiger fühlst.
Frag, was du nach Außen geben könntest,
damit du den lebendigen Gott in dir Wirkung gibst.

Glaub mir, dieser Weg ist gesegnet!
Denn bedenke, deine Wurzeln in Gott reichen tief!

U: Vielen Dank, Sofia, ich würde jetzt gerne Annas Fragen stellen.

S: Natürlich, sehr gern.

U: Anna fragt, was für eine Verbindung ihr habt?

S: Ich sagte die EINE gemeinsame Inkarnation,
aber wir hatten schon mehrere gemeinsame.
Allerdings hast du MIR öfter geholfen als ich dir.
Jetzt ist die Reihe an mir, dir beizustehen.

U: Warst du die weiße Frau in meinem Traum?

S: Nein, das warst DU!
Das war der Teil deiner Persönlichkeit, der für die spirituelle Bindung steht.
Dieser Teil kommt zurück zu dir, er wird wieder mehr und mehr integriert.

U: Was für eine Lebensaufgabe habe ich in dieser Inkarnation?

S: Dich wieder mit allen deinen Potenzialen zu verbinden.
Auch mit deiner Gottes-Suche und auch mit deiner Medialität.

U: Was hat sie von der vorderen Inkarnation mit gebracht?

S: Die Angst vor Autoritäten, mein Liebes.
Die Furcht, dass dein Ich ihnen nicht gewachsen ist:
ihnen, den Mächtigeren.

U: Warum ist ihre Partnerschaft so schwierig?

S: Weil keiner wahr ist, ihr seid „pragmatisch“, aber nicht wahrhaftig…

U: Wie geht es ihrem Schwiegersohn und ihrer Mutter in der geistigen Welt?

S: Oh, beide sind wohlauf! Sie grüßen dich von Herzen.

U: Danke, liebe Sofia.
Ich hoffe, wir können Anna helfen, die große Kraft, die sie in sich trägt,
wieder zu spüren…

S: Oh, spüren konnte sie das schon.
Aber nutzen könnte sie diese Kraft besser.
Ich bin zuversichtlich, dass sie nun, da sie darauf aufmerksam wird,
sich nicht ihrer Wissbegier entzieht.
Sie wird viele Fragen stellen, magst du noch einen Augenblick verweilen?

U: Ja…

Ein ganz zarter Glockenklang ist zu hören,
wie von einem feinen Windspiel bewegt…

S: So leise, so zart nimmst du mich wahr, Anna.
Das Große kommt klein daher.

Damit verabschiedet sich Sofia von mir.