Zukunft

Medial sein, aber bitte keine Zukunftsprognosen stellen

Ein Schutzengel-Reading zu dem Thema Medialität

Medial sein, aber bitte keine Zukunftsprognosen stellen!

Es ist unerträglich, GENAU zu wissen,
wohin das Schicksal die Menschen treibt!

Die Aufgabe der Medialität ist NICHT,
die Zukunft vorherzusagen,
sondern die Seelen von ihren eigenen Verurteilungen loszusprechen.

Wer medial ist und nur am Äußerlichen haftet,
der ist wie eine Plage für sich und die Menschen.

Du bist eine mediale Seele,
du bist immer sowohl im Diesseits als auch im Jenseits sichtbar.

 

Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Corinna zu verbinden.
Corinna bittet um diesen Kontakt.

Ich stehe auf einem Landungssteg, ein Dampfer legt an.
Das hier ist kein Meer, ich sehe Berge im Hintergrund…

Menschen in der Kleidung des ausgehenden 19. Jahrhundert gehen von Bord
in leichter, sommerlicher Kleidung.
Sie gehen an mir vorbei, als würden sie mich nicht sehen.

Dann kommt ein älterer Herr, er ist groß und hat ein wenig Bauch.
Ein schöner Strohhut verdeckt sein Gesicht.
Er trägt einen weißen Leinen-Anzug
und hält eine braune Reisetasche in der Hand.
Freundlich verabschiedet er sich vom Kapitän,
der ihm lachend etwas hinterher ruft.
Dann kommt er auf mich zu.
Ein kluges Gesicht, ein grauer Bart, braune Augen hinter einer Brille,
freundlich lächelnd reicht er mir die Hand.

G: Otto, mein Name war Otto.
Aber wenn Corinna das zu profan ist,
hätte ich auch noch Maximilian anzubieten oder wie wäre es mit Felix?

Felix! Der Glückliche, ja, ich denke, das würde mir gefallen (lacht).

Du bist die Uta?

U: Ja…

F: Man hört recht viel von dir in unseren Kreisen.
Schön, schön.
Würdest du mich ein Stück begleiten?

U: Ja, gerne.

Er nimmt meinen Ellenbogen und wir gehen weg vom See.
Ich kenne diesen Ort, jetzt weiß ich, dass wir an einem See in Österreich sind.
Aber ich habe den Namen vergessen.

Felix geht langsam, zu jedem Haus weiß er, mir etwas zu erzählen:

Der Fischer dort, der hat viele Schulden gemacht, die hat er nicht bezahlt,
weil er seine Einnahmen versäuft, er wird das dann noch teuer bezahlen.

Die Schneiderin hat versucht, sich zu vergiften, ist ihr aber nicht gelungen.
Jetzt wartet sie seit 12 Jahren darauf, dass der Tod endlich kommt…

Das Kind da, siehst du?
Das wird im Krieg fallen, es wird ein Held werden.
Und es begreift zu spät, dass Helden nicht so dumm sind, sich zu opfern…

Usw., usw.
(Er redet und redet.)

U: Hör bitte auf, das ist ja unerträglich!
(Er bleibt stehen. Schaut mir sehr liebevoll in die Augen und sagt:)

F: Ja, nicht wahr, das ist unerträglich, GENAU zu wissen,
wohin das Schicksal die Menschen treibt!

Du hast dich gefragt, warum meine Corinna solche Angst
vor ihrer medialen Gabe hat, nun, jetzt weißt du es!

Davor hat sie Angst: Zu sehen, was unvermeidlich ist und doch geschieht.
Das will sie nie wieder erleben.

Aber weißt du, es gibt auch eine völlig andere Betrachtungsweise,
gehen wir noch einmal zurück und fangen von vorne an?

U: Ach nein, bitte nicht!

F: Bitte, Uta, ich verspreche dir, dieses Mal tut es nicht in deiner Seele weh…

U: Hm…

F: Bitte!

U: Na gut.

Wir stehen wieder am Anfang, Felix sagt: Siehst du den Fischer da?
Seine Seele hat völlig das Vertrauen in den eigenen Wert verloren.
Sie glaubt, das Einzige, was zählt, ist, dass was man genießen kann.
Sonst hat das Leben gar keinen Sinn.

Sie glaubt, dass sie ihrer Frau und ihren Kindern jeden Wunsch erfüllen muss, sonst ist sie keine Liebe wert.
Weil sie das glaubt, wird sie sich verschulden
und in der Folge wird sie sogar den Körper töten, den sie zur Verfügung hat.

Aber dann wird sie erleben, dass ihre Frau und ihre Kinder
sie gar nicht wegen der schönen Dinge geliebt haben,
sondern weil sie so ein warmherziger Mensch war.
Und sie wird sehr bereuen, was sie getan hat.
Aus der Reue wird sie viel mehr Vertrauen in ihren Wert als Mensch entwickeln…

Sie wird nie, nie wieder glauben, dass der eigene Wert
von materiellen Opfern abhängt, die sie bringt.
Sondern sich von nun an daran freuen, ihre Liebe zu geben
und mit Stolz darauf schauen, was diese Liebe anderen hilft.

Und siehst du die Schneiderin dort,
die vergeblich seit Jahren auf ihren Tod wartet?
Sie wird noch sehr lange warten und steinalt werden
und jeder Tag wird für sie aus nichts Anderem als Sinnlosigkeit bestehen.

Dann wird sie sterben und sie wird sehen,
dass ihr langes, langes Leben voller Freude hätte sein können,
wenn sie nur hingeschaut hätte!

Wenn sie sich nur getraut hätte, sich zu freuen
und froh und glücklich darüber zu sein, dass sie ein Teil des Lebens ist.
Ihren ewigen Groll wird sie sehr bereuen.
Und diese Reue wird sie dazu bringen, sich bei der nächsten Gelegenheit
mit dem brennenden Wunsch ins Leben zu begeben, alles zu genießen,
was ihr das Leben an Schönem und Guten zu bieten hat.

Sie wird von einem tiefen und unerschütterlichen Vertrauen
ins Leben gesegnet sein, mit dem sie sich und anderen hilft.

Und siehst du den Knaben?
Er wird sich opfern für Kaiser und Vaterland, weil er glaubt,
dass er sonst nichts zu bieten hat, das der Ehre wert wäre.
Und es ist ihm sehr wichtig, der Ehre wert zu sein.

Er wird sterben und sehen, dass sein Name auf einer steinernen Tafel
in der Mitte des Ortes steht mit vielen anderen Namen.
Und er wird sehen, wie seine Mutter an der Tafel vorbeigeht jeden Tag
und den Kaiser verflucht und ihn, weil er sie im Stich gelassen hat…

Und er wird sehen, wie das Mädchen, das er liebte,
mit seinem Sohn auf dem Arm vorbeigeht und hofft,
dass ihr Sohn nicht genauso dumm sein wird wie sein Vater,
den er nie kennen lernte…

Und er wird sehen, wie sein Vater seinen Tapferkeits-Orden
auf den Seegrund versenkt.
Weil: Jedes Mal, wenn der den sieht, zerreißt es ihm das Herz.

Er wird sehen, dass sie alle ihn ehrten,
weil er ein guter, liebevoller und fleißiger Sohn war,
der den Eltern fehlen wird, solange sie leben…

Und er wird sehen, dass er seiner Liebsten fehlen wird, bis diese alt und grau ist. Und er wird sehen, dass er seinem Sohn
leider nicht mehr früh genug sagen kann, dass es ein Unsinn ist,
sich freiwillig für Führer und Vaterland zu opfern.

Er wird verstehen, dass er kein Opfer war, sondern ein Täter.
Er wird sich wieder ins Leben einbringen
und aus der Tiefe seines Herzens heraus mit seiner ganzen Lebenskraft
dafür einstehen, dass Menschen ihr Leben wertschätzen.
Und dass es kein Opfer braucht,
sondern Mitarbeit und Verantwortungsbewusstsein, um die Welt zu retten.

Felix hält inne und schaut mich ein wenig belustigt an: Verstehst du?

U: Nein, nicht ganz..

F: Wer medial ist und nur am Äußerlichen haftet,
der ist wie eine Plage für sich und die Menschen.

Denn er bestätigt die Einstellung, dass ihr nichts seid als die Spielbälle
eines blinden und grausamen Schicksals.

Wer aber medial ist und sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens macht,
der wird zum Segen der Menschen.

Denn er ist in der Lage, zu sehen, wohin eine Sache läuft.
Aber mehr als das sieht er die Angst der Menschen, die ihn dazu treibt.

Die Angst des Fischers, nicht genug an Materiellem bieten zu können
und deshalb ungeliebt zu sein…

Die Angst der Schneiderin war, sich nicht freuen zu dürfen,
ohne dass sie dafür bestraft würde…

Und die Angst des Knaben war, nichts wert zu sein außer,
er gibt sein Selbst völlig auf.

Ein Medium, das bereit ist, sich selbst soweit zu schulen,
dass es diese Zusammenhänge erkannt, kann helfen,
die Seelenpläne zu verändern.

U: Aber ist nicht das Sterbedatum vorgegeben?
Ist es nicht Schicksal?

F: Doch, das ist es, aber die Folgen nicht…

Alle drei Beispiele mussten sich im Jenseits der Reue stellen.
Das ist sehr schmerzlich, weißt du?

Und alle Angehörigen und Hinterbliebenen mussten sich dem Zorn stellen,
die die Fehleinschätzung der Verstorbenen in ihnen ausgelöst hat.

Die Aufgabe der Medialität ist NICHT, die Zukunft vorherzusagen,
sondern die Seelen von ihren eigenen Verurteilungen loszusprechen.

Medium sein:
Das bedeutet, unser Sprecher zu sein.
Was sprechen wir?
Was wollen wir erreichen?
Die Befreiung der Seelen von ihren Ängsten!

Ich bin sicher, DAVOR hat Corinna keine Angst.
Das ist eine Aufgabe, die ihr Herz ganz warm werden lässt.

Sie weiß so gut, was Angst ist.
Aber ehe sie eine Entscheidung in diese Richtung treffen kann,
muss sie verstehen, wie ihre Ängste wirken.

Sie war einmal eine Frau, die für ihre Hellsichtigkeit bekannt war!
Man ging zu ihr, um zu erfahren,
ob eine Heirat ein glückliches Arrangement sein würde oder nicht…
Man ging zu ihr, um zu erfragen, ob ein Geschäft gut ausginge oder nicht.
Usw., usw.

Und sie sagte es.
Sie sagte, was ihr in den Sinn kam!
Der Preis, den sie dafür zahlte, war hoch:

Zum einen konnte sie für sich selbst nicht glauben,
ihr Schicksal beeinflussen zu können.
Zum anderen mieden die Menschen sie aus Furcht,
in ihrem Gesicht ein Erschrecken oder eine Sorge ablesen zu müssen,
sobald sie sie ansah.
Das war kein gutes Leben.

Obendrein musste sie im Jenseits feststellen,
dass sie nie etwas Anderes als eine von mehreren Möglichkeiten gesehen hatte und erst durch ihre Aussage die Dinge und ihr Ausgang fixiert wurden.

Nie, nie wieder wollte sie ein Medium sein.
Das war das Ergebnis ihrer Reue.

Ihre Angst davor, nicht richtig zu liegen in ihrem Urteil, wurde riesig.
Zu riesig und deshalb treffen wir uns heute.

Es geht um die Wahrheit:
Das, was wahr gewesen ist.
Das, was wahr ist.
Und das, was wahr sein wird.

Wer entscheidet das, Uta?

U: Oh, jeder selbst.

F: Jeder SELBST!

Hörst du, liebe Corinna? (Lächelt.)
So einfach ist das!
Jeder entscheidet selbst, wie es mit der Wahrheit ist.
Anders geht es gar nicht.

Wenn ich hier an diesem Julitag am See stehe, dann ist meine Wahrheit:
Dass es ein wunderbarer Tag ist, angenehm warm und hell-
Aber da drüben die Frau in dem schwarzen Seidenkleid mit dem engen Korsett und den vier Unterröcken und der Bindehautentzündung, deren Wahrheit ist:
Dass es zum Umfallen heiß ist und blendend hell.

Wessen Wahrheit ist nun richtiger:
Meine oder ihre?

Weißt du, liebe Seelenfreundin Corinna, hier geht es um deine Angst!
Die Angst, in deiner Ansicht, in deiner Wahrheit
NICHT durch andere bestätigt zu werden.

Wenn ich nicht richtig liege, dann BIN ich nicht richtig?
Corinna, liebes Mädchen, weißt du denn nicht?
Du musst nur für DICH richtig sein.
Das ist die einzige Form von Wahrheit, die ihr Menschen je erreichen könnt!

Jeder, der mehr von euch verlangt, der überfordert euch
und tut euch schreckliches Unrecht!

Damals in deinem Leben als Hellseherin, da haben dir alle,
die zu dir kamen und von dir IHRE Wahrheit hören wollten,
schreckliche Gewalt angetan.

Meinst du, sie hätten keinen himmlischen Schutz gehabt, der sich in Form
von Träumen, Gewissenbissen, Lust und Unlust mahnend eingebracht hätte?

Doch, doch, auch sie hatten immer die Möglichkeit, IHRER Wahrheit zu folgen, ganz egal, was du gesagt hast.

Aber warum hat dann so oft gestimmt, was du sagtest?
Weil du nicht im Buch des Schicksals gelesen hast.
Sondern in der Seele derer, die dir gegenüber saßen.
Du hast gesehen, was sie glaubten, was ihre Wahrheit war.

Die Seele tut, was sie für wahr hält.
Aber diese Wahrheit der Seele ist veränderbar.
Wenn die Frau da drüben in dem schwarzen Seidenkleid aufhört,
daran zu glauben, dass es unanständig ist,
wenn man kein Korsett und keinen Unterrock trägt,
dann wird sie diese Dinge ablegen.
Und auch für sie wird es ein angenehm warmer Tag im Juli sein.
Genauso wie für mich.

Corinna, den Menschen die Wahrheit nahe bringen:
Ja, das ist dir wichtig!
Ein wahrer Umgang miteinander:
Ja, der ist dir wichtig.

Aber zu allererst musst du erkennen,
dass es nur DEINE Wahrheit gibt!
Und die ist NUR dir wahr!
Und so geht es jedem Einzelnen.

Deine Aufgabe ist es jetzt:
Zu allererst wieder Vertrauen in DEINE Wahrheit zu fassen.
Vertrauen in dein Richtig liegen.
Wer kann dir das je absprechen?

Was fragst du dich, ob du auch richtig liebst, richtig glaubst, richtig handelst?
Was soll das?
Aus deiner Perspektive heraus ist es JETZT richtig.

Morgen wird hier ein Föhn-Sturm sein!
Es wird dann regnen wie aus Eimern!
Und mein Urteil darüber, dass dies ein schöner warmer Tag ist,
ist schon morgen ungültig.
Aber JETZT ist es MIR wahr.

Mehr, mein Schatz, ist doch nicht nötig!
Mehr brauchst du nicht und mehr darf niemand von dir verlangen.

Na, na ja…
Außer einem: Dass auch du nie mehr vom Anderen verlangst. (Lächelt.)

Du glaubst, dass du viel zu wenig Kraft hast,
ganz allein mit deinen Lebenswahrheiten dazustehen.
Aber Liebes, das stimmt gar nicht.

Ganz im Gegenteil: Je mehr es dir gelingt,
aus deiner augenblicklichen Wahrhaftigkeit heraus zu handeln,
umso geborgener und sicherer fühlst du dich!

Glaub mir nur: DAS macht dich nicht einsam.

Ich weiß, wie sehr du dich danach sehnst,
mit anderen Seelen geradezu zu verschmelzen…
Und du hast ja auch Recht, das IST wunderschön…
Nur es darf nicht auf Kosten der individuellen Wahrhaftigkeit geschehen.

Schau, du kannst dich, wenn du es nur zulässt,
mit der Seele eines Baumes verschmelzen.
Aber dennoch bleibt der Baum ein Baum und die Corinna die Corinna.

Verschmelzen, ganz eng MITEINANDER sein, bedeutet nicht,
das Selbst aufzugeben, sondern es zu verbinden mit dem Du!
Mit dem, was außerhalb ist.

Es Bedeutet NICHT, sich selbst in seiner Eigenheit zu beschneiden,
sondern die Aspekte des Du´s dazu zu nehmen.

Die Erde ist ein schwieriger Ort, um das zu tun,
noch habt ihr längst nicht das Bewusstsein, um dies zu tun.

Aber als Sehnsucht ist es in euch und bei dir Corinna sogar sehr lebendig.

Du bist ein Teil der Welt und die Welt ist ein Teil von dir.
Aber du musst NICHTS, NICHTS von dir aufgeben, um das als wahr zu erleben.

Du hast in dir eine große Angst, verlassen zu werden!
Und dieser Angst begegnest du durch Wohlverhalten.

Corinna, du bist NIE, NIE verlassen!
Und wer dir nur dann wohlgesonnen ist, wenn du so bist,
wie es für ihn angenehm ist, der ist nie so mit dir verbunden,
wie du es brauchst, um glücklich zu sein.

Liebe Corinna, ich merke schon, dass ich zu Ende kommen muss.
Aber eines möchte ich dir noch sagen.

Es gibt zum Leben zwei grundsätzliche Betrachtungsweisen.
Die Eine ist:
Zu sehen, was ist und dann ein Urteil auszusprechen…

Die Andere ist: Zu sehen, was ist und dann gespannt darauf sein,
wohin es sich entwickelt.

Die eine Betrachtungsweise ist ganz auf ein Ziel fixiert,
die andere auf den Weg, der zu irgendeinem Ziel führen wird.

Es ist an der Zeit, dass du dich mehr und mehr
auf die zweite Betrachtungsweise konzentrierst.

In vielen, vielen Dingen hast du das schon getan
und was andere angeht, fällt es dir leicht.

Aber bei dir neigst du zu einer unangemessenen Ungeduld.

Sei dir doch bitte etwas wohlgesonnener.
Sei doch bitte nicht so oft dein Richter, sondern dein Anwalt.
Es würde uns sehr helfen, wenn dir das gelingt.

Das macht doch auch viel mehr Spaß, nicht wahr?
Na siehst du!

Ich bin doch nicht dein Guide, damit ich deine Tränen trockne,
sondern damit es immer weniger Tränen und immer mehr Lächeln gibt.

Ich bin da, um dir zu zeigen:
Je wahrhaftiger du wirst, umso mehr wirst du dich eingebunden fühlen
ins Netzwerk des Lebens.

U: Danke Felix, du hast aber Temperament!

F: Ja?
Sieht man mir gar nicht an, oder? (Grinst.)

U: Nee… aber das ist ja nicht dein einziges Aussehen.

F: Die anderen Formen zeige ich Corinna, wenn sie mag. (Lacht fröhlich.)

U: Darf ich dir jetzt Corinnas Fragen stellen?

F: Gerne!

U: Corinna fragt, ob die wichtigen Entscheidungen,
die sie bisher in ihrem Leben getroffen hat,
für ihre Entwicklung in dieser Inkarnation
eher förderlich oder eher hinderlich waren.

F: Siehst du!
Das ist die Frage nach dem Urteil: Was ist Richtig?

Hm!
Hinderlich oder förderlich für deine Entwicklung sind nicht deine Entscheidungen, sondern wie du auf sie schaust, Corinna.

Mit dem Blick auf ein absolutes Ziel oder mit dem Blick auf den Weg?

Ihr Menschen irrt euch gewaltig, wenn ihr denkt,
die Entwicklung der Seele würde durch pure Erkenntnis dessen gefördert,
was richtig und was falsch sei.

Wäre das der Fall, dann würden die bereits vorhandenen „Heiligen Bücher“,
die ihr besitzt, durchaus reichen,
jede Seele zum Zustand der Vollendung zu führen.

Aber das, was da steht, ist eben NICHT die persönliche Wahrheit,
sondern eine oft kaum nachvollziehbare.

Also: Frage dich nicht, ob es richtig war!
Sondern frage dich, welche Fragen du dir stellst,
seit du die Verantwortung für diese Entscheidungen trägst.

Frag dich nur einmal, ob die Entscheidungen dazu beitragen,
dich selbst wahrhaftiger werden zu lassen.
Oder ob sie dich dazu bewegen, noch mehr als bisher dich der Meinung
und den Anforderungen anderer Wahrheiten zu unterwerfen?

Dienen sie dir dazu, mehr Vertrauen
in deine ganz persönliche Wahrnehmung zu finden?
Oder tragen sie im Gegenteil dazu bei,
gerade diese für wenig wert zu erachten.

Ist dein Preis der Sicherheit durch Andere der,
dich selbst und deine Ansichten aufzugeben?

Oder fördern die Anderen deine Art des Denkens, Fühlens und Handelns?

Wer dich anders will, als du bist,
verlangt nicht die Verschmelzung, sondern deine Ich-Opferung!
Nicht einmal Gott verlangt das von dir!

Keine einzige menschliche Seele liebt die Veränderung, im Gegenteil!
In aller Regel machen ihr Veränderungen Angst.
Die versucht sie so gut es geht, zu vermeiden.

Es ist wunderbar, wenn Veränderungen aus Einsicht entstehen.
Aber der übliche Werdegang ist die Veränderung,
die dadurch entsteht, dass der Druck auf die Seele so groß ist,
dass sie nicht anders KANN, als die Umstände zu verändern.

Corinna, ihr seid frei, ganz grundsätzlich seid ihr frei!

Aber ob der Preis, den eine freiwillige Veränderung mit sich bringt,
von euch als zu hoch eingeschätzt wird oder nicht,
das entspricht immer eurer momentanen Wahrheit.

Wenn ihr aber nicht einmal der folgen könnt, dann ist es Zeit, Fesseln zu lösen!

Dann tut die Seele das auch früher oder später.

Noch einmal:
Ich achte deine Sehnsucht nach Verschmelzung, aber ich habe dir versprochen, darauf aufzupassen, dass daraus keine Selbstauflösung wird.
Das DARF nie wieder sein, das war es viel zu oft.

U: Welche Aufgabe hat sie in dieser Inkarnation?

F. Sich dem zu stellen, was wahre Sicherheit bedeutet.

Der eigenen Angst zu begegnen und unter dieser Erkenntnis
zu einer inneren SELBST-Sicherheit zurückzufinden,
die unumgänglich ist, um weitere Entwicklungsschritte zu machen.

Von der Selbstaufgabe zur Hingabe zu entwickeln,
die nicht mehr länger aus Angst, verlassen zu sein, geschieht,
sondern aus reiner Freude an der Begegnung mit der Vielfalt des Lebens.

U: Geht es ihrer Mutter gut im Jenseits?

F: (Er lächelt, ich weiß nicht wieso.
Aber er legt ein Stück karierten Stoff hin, ein Kleid oder Rock,
so eine Art Schottenkaro.
Und er hält einen Strauss Vergissmeinnicht in der Hand,
ganz unmöglich gepflückt, teilweise ganz kurze Stängel,
teilweise mit Wurzeln dran.)

F: Natürlich geht es ihr gut, Liebes, natürlich.
Sie ist bei dir, du musst keine Angst davor haben, sie ist da.

(Jetzt zeigt er mir ein Seidentuch, das um einen Kopf geschlungen wird:
Ein kahler Kopf, vermutlich eine Fensterpuppe, aber das sehe ich nicht genau.)

U: Gibt es in ihrer Familie eine Erbkrankheit oder ist es ein Muster,
das viele ihrer weiblichen Vorfahren früh sterben?

F: Hm, hm (nicht ernst).
Das Muster ist, dass Weiblichkeit in ihrer „wilden, starken “ Form nicht sein darf.

Lieber sterben, als eine wilde, starke Frau zu sein,
die nimmt und fordert für sich selbst, die vom Leben Lust verlangt…

Ja, das ist ein Muster.
Du kannst das ändern, willst du?
Traust du dich? Ich helfe dir!

U. Erreichen die Gebete, die sie spricht an Gott oder Jesus, diese überhaupt?

F: Hm, liebe Seelenfreundin, es gibt zwei Formen von Gebeten:
Die einen sind wie die Anfrage an Unbekannt!
Man richtet sie aus der Mitte seines Verstandes auf etwas so Fernes,
so unendlich Hohes.

Die andere Form ist aus der Mitte der eigenen Seele
in die eigene Eingebundenheit in Gott:

Ich, Corinna, Teil von dir, ich bitte dich…
w
eil dies oder das und jenes meine Wahrheit ist.
Werden diese Gebete erhört?

Hm. Corinna, gehört werden sie ganz gewiss!
Wie sie aber erfüllt werden, das hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Uta, dein Elia lässt dir ausrichten,
dass er dazu sehr gerne mehr erklären würde, wenn es euch angenehm wäre.

U: Ja, sicher sehr gerne!

Felix, Corinna fragt, warum sie Anita im Traum
in deren Todesstunde gesehen hat?
Ob das Zufall war oder ob die ihr was mitteilen wollte.

F: Sie war da, weil DU für sie sichtbar warst, sonst war da nichts und niemand.
Sie hat dich wahrgenommen und wollte dich fragen, was sie jetzt tun soll.

Corinna, du bist eine mediale Seele!
Du bist immer sowohl im Diesseits als auch im Jenseits sichtbar.

Wenn du schläfst, ist deine Präsenz drüben noch deutlicher.
Es tut mir leid, dass ich dich erschreckt habe,
weil ich sie durchgelassen habe zu dir.

Aber irgendwie musste ich dich doch auf deine Begabung aufmerksam machen!

Ob du mir diesen kleinen Kunstgriff
in die Trickkiste der Guides wohl verzeihen kannst?
Magst du wohl mehr darüber lernen?

Ich bin so gespannt, wie deine Antwort ausfällt.

Nein, Liebes, Guides wissen nicht alles!
Wir sehen allerdings im Gegensatz zu euch die Vielfältigkeit der Möglichkeiten.

Uta, bist du müde?

U: Na ja, es wird langsam schwierig, dich zu halten.

F: Dann will ich nicht deine Kraft verzehren.
Ich wünsche dir ein gesegnetes Wochenende,
mit der Freude des Herzen die Wunder der Welt empfangen.
Auch das ist Gottesdienst!

Und du, meine Freundin Corinna:
Ich bin so voller Freude, dein Guide zu sein.
Du bist eine Frau, die mich begeistert
und ich möchte dir vor allem für Eines danken:
Für deine Bereitschaft, in die Tiefe zu wachsen!

Dazu gehört viel Mut, mir macht es meine Aufgabe sehr leicht.
Ich möchte dir Mut machen, dich den versteckten Gespenstern
im Keller deines Bewusstseins zu stellen, damit du siehst,
dass sie nur noch Schatten sind.

Ich möchte dir Mut machen,
dich deiner eigenen Wahrnehmungsfähigkeit zu öffnen.

Und ich möchte dir Mut machen,
die Urteile über dich und deine Fähigkeiten zur Wahrheit zu revidieren.

Ich umarme dich.

Servus, meine Liebe!