Nil Johanna

Beruf und Berufung verbinden.

Beruf und Berufung verbinden

Du denkst, dass man eine klare Grenze braucht,
es entweder dies oder das sein muss…

Die Wahrheit ist aber, dass du sowohl dies als auch das sein willst.

Die Wahrheit liegt in der Verknüpfung!

Schutzengelkontakt


Ich bitte meinen Guide, mich mit dem Guide von Jean zu verbinden.
Jean bittet um diesen Kontakt.

Ich sitze an einem klaren, flachen Flusslauf.
Das Wasser schillert in allen Farben des Regenbogens
und ist wunderschön anzuschauen.
Alte Bäume umzäumen den Platz hier, ihre Äste hängen bis ins Wasser.
In der Ferne höre ich den Lärm von Straßenverkehr,
aber hier ist es sehr friedlich, wunderschön ruhig.
Neben mir steht plötzlich jemand…

Das Erste, was ich wahrnehme, sind Füße in Sandalen,
dann ein helles Gewand, wie aus Wolle gewoben.

Ein Mann, vielleicht um die Dreißig, sein Haar ist lang und schwarz.
Sein Gesicht fein, sanfte Züge, ein mildes, sensibles Gesicht,
mit sehr dunklen Augen, die mich freundlich anschauen.
Ein Guide mit einer sehr, sehr starken Ausstrahlung.

Guide: Nein, auch wenn ich so ausschaue:
Ich bin ganz sicher nicht Jesus (lacht).
Mein Name ist Samuel, ich bin ein Mittler zwischen Himmel und Erde gewesen in dieser Inkarnation.
Aber ich bin weder ein Engel noch ein Heiliger…
Ich war und bin es bis heute: Ein Heiler!
Einer von Millionen und abermals Millionen, alle Welten brauchen uns!
Die, die Zerbrochenes wieder zusammenfügen,
die, die Gebogenes wieder gerade biegen,
die, die Verlorenes wieder finden,
die, die Vergessenes wieder hervorholen
aus der Finsternis des Vergangenen.

Ich, der Heiler aus der Seelenfamilie der Schöpfer (lächelt).

U: BEIDES?

S: Ja, beides, die Anteile beider in mir vereint.
Siehst du den Regenbogen in dem Sprühnebel des Wassers?

U. Ja, das ist wunderschön.

S: Sag mir, wo genau beginnt die Farbe Rot?

U: Das kann ich nicht sagen, da irgendwo, wo Orange ist…

S: Irgendwo?

U: Na, der Übergang ist fließend!

S: Ja, da sagst du Recht, der Übergang ist fließend!
Alles, was lebt, alles, was der Schöpfung entspringt,
hat fließende Übergänge, das ist ein wichtiges Prinzip!

Statisch festgelegte Grenzen hat die Materie.
Und der Mensch, der die Materie beherrschen will, liebt sie:
die festen Grenzen.

Aber die Wahrheit ist: Das Leben und alles, was im Leben ist,
hat fließende Grenzen.
Entwicklung ist immer bewegt, nicht statisch…
Es gibt keinen klaren Anfang und es gibt kein klares Ende…
Es gibt kein klares Oben und kein klares Unten…
Das ist die Wahrheit.

Und nun bin ich der Guide einer Seele,
die um Klarheit seiner Grenzen ringt.
Die meint, ohne klare Festlegung hätte sie keine Kontur!

Dann wäre sie in der Not, im wahrsten Sinn des Wortes
zu zerfließen und sich selbst aufzulösen.

Lieber Freund Jean,
du bist nur in einer Hinsicht eine Ausnahme der Regel:
Du WEISST um die fließenden Übergänge, die dich ausmachen.
Die meisten inkarnierten Menschen wissen es nicht.
Darum hast du nun eine Not, dass du suchst,
was denen selbstverständlich ist.

Aber was eben nicht die Wahrheit ist!
Dein Bewusstsein der Wahrheit ist eine Sequenz weiter
als ihr Bewusstsein und das verwirrt dich so sehr,
dass du den Fehler in dir suchst (lächelt).

U: Darf ich dir eine Frage stellen?

S: Du bist irritiert, weil du mich so nicht wahrgenommen hast bei den Regressionen!

U: Ja.

S: Jean hat mehrere Guides.
Ich bin, der jetzt kommen darf.

U: Verstehe, danke.

S: Jean, du bist einsam und es irritiert dich!
Solltest du nicht wie alle Menschen in fröhlicher Gesellschaft leben?
Solltest du nicht wie alle Menschen Teil der Gemeinschaft sein?
Und solltest du nicht wie alle Menschen klar definieren können,
wer und was du bist?
Woher du kommst und wohin du gehst?
Nein, mein Freund, du bist einer, der gesondert ist.
Das ist ein Auftrag deiner Seele!
Aber sonderbar zu sein, ist nur dann Schmerz,
wenn wir meinen, das Gegenteil erfüllen zu müssen.

Jeder Mensch ist auf der Suche nach seiner Identität!
Und die Frage danach, wer und was er WIRKLICH ist,
beschäftigt ihn von Kindesbeinen an.
Es beginnt in dem Augenblick, in dem er anfing,
sich zu vergleichen mit den anderen.
Er setzt sich so in Beziehung zu ihnen
und will durch diese Art etwas über sich selbst,
seine Fähigkeiten und Schwächen erfahren…

Er will so erfahren, was er anstrebt und was er vermeiden will.

So begrüßenswert dies ist, so bedauerlich ist es,
wenn er darüber vergisst, dem eigenen Herzen zu folgen.
Schau dir die kleinen Kinder an:
Sie fragen nicht danach!
Sie leben mit aller Hingabe sich selbst, in dem sie einfach tun und genießen,
was ihnen begegnet.

Aber je älter sie werden, umso öfter werden sie aussondern,
was ihnen „erlaubt“ erscheint oder sinnvoll oder logisch
oder gewinnbringend.
Dann hören sie auf, nach ihrem Herzen zu leben
und leben stattdessen nach den Regeln und den Gesetzen Anderer.

Daran ist nichts auszusetzen, solange es ein Gleichgewicht gibt…
Solange die eigenen Herzenswünsche genauso viel Bedeutung behalten
wie die der Gesellschaft.

Ungleichgewicht auf beiden Seiten aber ist eine große Last der Seele,
die sich inkarniert.
Jean, wenn du dich in den Vergleich stellst zu den anderen,
dann merkst du vor allem Eines: Du bist anders!

Und das stimmt, es ist wahr.
Aber ist das nun eine traurige Wahrheit oder eine gute?
Auf diese Frage möchtest du eine Antwort haben.
Bisher war es ja eine Wahrheit, die dich traurig gemacht hat, nicht wahr?

Aber ich will dir eine Geschichte erzählen aus diesem Leben hier,
das ich führte, um als Seele zu lernen,
Frieden mit meiner Andersartigkeit zu machen.
Ich lebte in einem kleinen Fischerdorf am Rande des Mittelmeeres.
Ich wuchs auf als Sohn eines Fischers,
so wie auch er schon Sohn eines Fischers gewesen war und sein Vater vor ihm. 

Jedermann war seit der Stunde meiner Geburt klar,
dass auch ich einmal Fischer werden würde.
Auch mir selbst war dies bewusst seit Kindesbeinen an.

Aber je älter ich wurde,
umso mehr interessierten mich ganz andere Dinge:
Nicht die Fische, nicht der Fang, nicht die Zeichen der Wetter…

Nein, was mich WIRKLICH interessierte, das waren die Menschen!
Was machte sie fröhlich?
Was machte sie traurig, was schmerzte sie, was heilte sie?
Ich veränderte durch diese Fragen meine Position
innerhalb der Gemeinschaft des Dorfes.
Nach wie vor machte ich mit, was die anderen taten:
Ich spielte mit den Kindern, ich feierte Feste.
Ich war dabei, wenn es einen Trauerfall gab…

Aber das war äußerlich!
Innerlich war ich der Beobachter: Der, der nicht mitlebt,
sondern der aus einem INNEREN Abstand heraus
Fragen zum Geschehen stellt.
Eine Distanz, die nicht sichtbar wurde
und die doch Teil meines Wesens war.
Du verstehst sehr gut, was ich meine, nicht wahr?

Ich wurde erwachsen, ich wurde Fischer wie mein Vater,
aber ich fühlte mich damit leer, es gab in mir keinen Widerhall…
Mein Verstand und mein Körper arbeiteten hervorragend die Arbeit des Fischers.
Aber mein Herz?
Ach, mein Herz war nicht dabei!

Und zum ersten Mal wurde mir die ganze Tiefe der Bedeutung,
anders zu sein, bewusst!
Zum ersten Mal erlebte ich mich als einsam!
Nicht nur anders…

Das war ein so großer Schmerz und eine so große Angst
und eine noch größere Wut auf mich selbst!
Wieso konnte ich nicht sein wie meine Brüder?
Wieso konnte ich nicht sein wie mein Vater?
Wozu hatte ich all die Fragen und Ideen,
wenn ich doch nur unzufrieden war mit dem, was ich hatte?

Was – so dachte ich – hatte Gott sich nur dabei gedacht,
mich zu einem Sonderling zu machen?

Eines Tages kam ein Rabbi in unser Dorf,
der bekannt war für seine Güte und große Weisheit.
Ich hörte ihm schweigend zu, wie er allen, die zu ihm kamen,
weise Antworten gab. 

Die meisten stellt ihm belanglose Fragen über religiöse Themen.
Aber einige fragten ihn auch zu Dingen, die sie quälten:
zu ihrer Ehe, ihren Kindern, ihren Eltern und zu sich selbst.

Es gefiel mir, wie er das machte!
Und schließlich, als es schon Abend wurde und ich sicher war,
das niemand mehr da war, um unser Gespräch zu belauschen,
ging auch ich zu ihm und fragte ihn:
Sag mir doch: Was hat Gott sich nur dabei gedacht, mich so anders zu machen?

Da lachte der Rabbi: Oh, mein Sohn, du bist nicht der Einzige,
der anders ist.
Alle sind anders, sieh nur einmal recht genau hin,
keiner ist wie der Andere!

Ja, sagte ich, das ist schon wahr, aber niemand ist so sehr anders wie ich!
Keiner stellt die Fragen, die ich stelle…
Keiner beobachtet das Leben so genau wie ich…
Und mit niemandem kann ich darüber reden…

So allein bin ich mit meinen Gedanken, dass ich sie mit keinem teilen kann!
Ich habe es so oft versucht, aber sie verstehen mich nicht.

„Oh, so anders bist du also!“ Lächelte der Rabbi!
„Sag mir doch, wenn du dir so viele Fragen gestellt hast über das Leben und die Menschen, hast du dann auch Antworten erlangt?“

„Auf einige schon, andere sind mir nach wie vor ein Rätsel!“

„Und die Antworten, die du über das Glück und Unglück,
den Sinn und die Sinnlosigkeit der Menschen und des Lebens hast,
hast du die auch an sie weiter gegeben?“

„Nein, wieso, die fragen mich doch nicht!“

„Wie sollen sie dich fragen, wenn sie nicht wissen, dass du sie hast!“

Jean, als der Rabbi das zu mir sagte,
war mein Herz zum ersten Mal fröhlich!
Meine Andersartigkeit hatte also doch einen Sinn!
Ich würde helfen können!
Ich würde meine Antworten auf den Sinn ihres Leidens und Lebens
ihnen schenken und damit eine Hilfe sein auf ihrem Weg.
Wie wunderbar mir das schien!

Und so begann ich, jedem meine Antworten zu geben.
Ich gab allen Rat!
Du musst dies tun und jenes lassen…
Geh dort hin und verlasse das und das…
Meide dies und nimm jenes…
Was du erlebst, geschieht dir darum und du erreichst dein Ziel nicht, weil….

Oh, oh (lacht).
Kannst du dir vorstellen, was passierte?
Abgesehen von wenigen Ausnahmen tat NIEMAND, was ich ihm riet!
Im Gegenteil: Man fing an mich zu meiden!
Jetzt war ich nicht nur innerlich isoliert,
jetzt war ich es auch ganz offensichtlich!
Oh, wie verfluchte ich den alten Rabbi für seinen Rat!

Jahre der Einsamkeit begannen!
Ich wollte zurück in mein altes Leben, das war immer noch besser als dies hier!
Aber es gab kein Zurück mehr!
Das ganze Dorf wusste jetzt um meine Andersartigkeit!
Solange ich ein heimlicher Beobachter ihres Lebens war, glaubte man mir,
dass ich war, wie sie selbst es waren.
Aber nun war es jedem klar, dass dies nicht so war.

Endlich kam der alte Rabbi wieder in unser Dorf.
Ich wartete wieder bis zur Abendstunde
und dann platzte mein ganzer Zorn aus mir heraus:
„Du bist Schuld, das ich heute einsamer bin denn je!
Du hast mich zum Narren gemacht!“

„Nun bist du noch einsamer? Wie das?
Hast du ihnen deine Antworten nicht gegeben?“

„Jedem habe ich sie gegeben, aber keiner hat sie gewollt!“

„KEINER?“

„Wenige!“

„Und die Wenigen? Hat ihnen deine Antwort geholfen?“

„Ja, denen hat es geholfen…“

„Weißt du, warum sie deine Antworten nicht wollten?“

„NEIN!“

„Weil du doch GENAUSO einer bist wie sie selbst.
Siehst du, den ganzen Tag sind sie zu mir gekommen,
haben mich gefragt und um Hilfe gebeten…

Und mir vertrauen sie…
Sie werden meinen Ratschlag ernst nehmen…
Was ist wohl der Unterschied zwischen mir und dir?“

„Du bist älter als ich!“

„Nein, das ist es nicht.
Sie vertrauen mir, weil ich noch viel, viel mehr offensichtlich anders bin als du!
Ich bin ein Fremder und ich bin von Amts wegen ein Weiser.
Keiner findet sich hier im Dorf, der so ist wie ich, ich bin ganz anders!
Deshalb vertrauen sie mir.

Du aber bist doch einer wie sie!
Woher nimmst du dir heraus, ihnen zu helfen,
wenn du selbst doch genau das gleiche Leben führst wie sie?
Du beschämst sie in ihrem Stolz!
Denn du hast Antworten auf ihre Fragen gefunden,
wozu sie selbst unter den gleichen Bedingungen nicht finden konnten!
Du zeigst ihnen, dass du weiser bist, als sie es sind
und das können sie nicht annehmen!
Was willst du nun tun: wieder so werden wie sie?“

„Das geht ja nicht!
Ich würde es wohl wollen, aber ich BIN es ja nicht!“

„Siehst du, du antwortest klug!
Du BIST nicht wie sie, warum klagst du dann?“

„Weil ich so einsam bin, weil mein Anders sein so sinnlos ist!“

„Du willst also zwei Dinge:
Du willst nicht mehr einsam sein und du willst,
dass dein Anders sein einen Sinn hat?“ 

„Ja.“

„Dann sag mir, was ist wichtiger?
Gemeinschaft haben, die niemals echt ist
oder dem Anders sein einem Sinn geben?“

„Letzteres!“

„Dann musst du konsequent sein.
Dann musst du zu einem werden, der ganz und gar anders ist!
Also dann werde Rabbi wie ich und zieh als Fremder durch die Lande
und segne die Menschen, die dich fragen, mit deinen Antworten.“

Jean, was der Rabbi zu mir sagte, das sage ich heute zu dir!

Du bist gekommen, um die Seelen der Menschen zu berühren mit dem, was du kannst und du kannst viel.
Du kannst als Künstler zu ihnen sprechen…
Aber du kannst auch als Heiler zu ihnen gehen…
Du kannst auch einer sein, der keine klare Grenze hat,
der Schöpferseele und Heilerseele ist und mit beiden Kräften denen hilft, die zu ihm kommen.

Du bist nicht wie andere!
Aber du stehst vor der Frage, was wichtiger ist:
Eine falsche Gemeinschaft oder deinem Anders sein einen Sinn zu geben.

Du musst dich dazu bekennen und du wirst es tun,
sobald die Zeit reif dafür ist.

Du denkst, dein Studium sei Verschwendung? 
Das ist es nicht, sondern ein Teil deiner Fähigkeiten!

Du denkst, deine künstlerische Begabung sei Verschwendung?
Das ist es nicht, sondern Teil deiner Fähigkeiten.
Verstehst du?

Du denkst, dass man eine klare Grenze braucht:
entweder dies oder das sein muss…

Die Wahrheit ist aber, dass du sowohl dies als auch das sein willst.
Die Wahrheit liegt in der Verknüpfung!
Denk nicht darüber nach, sondern fühle nach.

Du bist nicht geboren, um zu kämpfen!
Du bist geboren, um zu heilen!
Dein Schmerz des Ausgeschlossen seins,
der seelischen Einsamkeit ist genau das, was du zu heilen fähig bist!
Dein Schmerz, durch Anders sein isoliert zu sein,
macht dich gerade für jene zum Heiler,
die dies in anderer Weise auch erleiden.

Aber deine Fähigkeit, durch die Kunst das Mystische ,
das Psychische an die Oberfläche zu bringen,
ist gerade das Werkzeug, mit dem du Anderen, Hilfloseren helfen kannst!

Aber, mein Freund, Anders sein wirst du immer!
Und du wirst, wenn du es willst, vielen helfen können,
die unter ihrer Art, anders zu sein, leiden.

U: Danke, Samuel, ich hoffe,
dass wir ihm damit ein Licht auf den Weg geben!
Darf ich dir jetzt seine Fragen stellen?

S: Stell sie nur, liebe Frau!

U: Was passiert mit seiner Mutter?
Kann er ihr helfen?

S: Deine Mutter und du, ihr seid als Seelen eng verbunden, mein Freund.
Siehst du nicht, wie sehr sie durch ihr Leid dich auffordert,
in die Richtung zu gehen,
dich mit den Krankheiten der Seele auseinanderzusetzen?

Lerne, lerne, lerne!
Nimm alles Wissen in dir auf zu den
Themen der Krankheiten der Seele.
Du kannst ihr jetzt schon helfen, in dem du sie malen lässt.
Ihre Seele hat keine Worte für das, was sie leidet…
Aber wie alle Seelen hat sie Farben und Formen.

Ihre Seele WILL sich mitteilen, aber wie denn nur?
Oh ja, dabei kannst du ihr helfen!

U: Weshalb fühlt er soviel Sehnsucht und Kummer in sich?

S: Weil er sich so einsam fühlt!

Aber Einsamkeit ist NICHT! der Sinn deiner Andersartigkeit!
Sondern ein Helfer zu werden denen,
die darunter noch viel mehr leiden als du.
Du bist zur Welt gekommen, um das zu tun.

Ein guter Heiler ist einer, der den Schmerz kennt.
So wie wir nur dann gute Guides sind,
wenn wir genau den Schmerz kennen, den ihr tragt.
Niemand, der den Sinn seines Anders seins erkannt hat, ist einsam.
Der weiß darum:
Er weiß um den Sinn und er liebt viel zu sehr,
als sich damit weiter zu quälen, dass er nicht so ist wie andere.

U: Kann er im Leben eine Partnerin finden?

S: (Lacht) Ja, und was für eine!
Aber sie ist noch viel zu jung für dich.
(Zeigt mir ein kleines Mädchen mit einer Schleife im Haar
und einem rosa Kleidchen.)
Das ist sie, aber zuerst musst du lernen,
deine Männlichkeit zu lieben und zu leben…

Und die Weiblichkeit statt entweder zu fürchten oder zu verachten, anzunehmen als das, was sie ist:
Ein Geschenk an dich!

U: Also erst andere Frauen?

S: Aber ja! Sobald er aufhört, sich davor zu fürchten…
Sobald er aufhört, gleich eine Frau zu suchen, die sein Leben ist!

Die findet er, aber nicht bald.
Aber Freundinnen auf seinem Weg, die ihn einweihen in das Glück,
ein Mann zu sein, die darf er auch heute finden, wenn er es mag.

U: Wie sollte er sich verändern, um zu werden, was er in sich ist?

S: HANDELN!
Alles bleibt im Kopf, bleibt Theorie, das ist die große Gefahr!
Du bist einer, der dazu neigt, zu fatalistisch zu sein, zu sehr abzuwarten.
Irgendwann hat man zu lange geträumt, gedacht, gehofft, gewartet…
Dann ist die Gelegenheit vorbei.
Dein Problem ist deine Bereitschaft, zu warten!
Daran solltest du viel mehr arbeiten!

Tun, gleich!
Riskieren, das es schief geht…
Riskieren, dass du zu schnell bist!

U: Woran liegt das?

S: Alte Ängste anderer Inkarnationen!
Er hat gesagt: Ich will nie wieder voreilig sein…
Ich will nie wieder Dinge riskieren, deren Ende ich noch nicht absehen kann.
Das geht nicht!!!
Risikofreude besitzt er, aber er versucht, sie übersichtlich zu halten…
Leider auch dann, wenn das gar nicht möglich ist!

Wenn er sich nicht bemüht, daran zu arbeiten,
wird er über die Mitte des Lebens hinaus
Jahrzehnte mit Warten verbracht haben
und in der Rückschau nichts haben
als eine Kette verpasster Chancen.
Bis er endlich akzeptiert, das er Risiken eingehen MUSS!

U: Jean grüsst ganz herzlich seine Großeltern, er hat sie sehr lieb
und alle, die ihn kennen!

S: Ich gebe diesen Gruß weiter, aber sie haben dich auch lieb
und es ist dein Großvater, der mich drängte, dir zu begegnen!

Lass dir von ihm sagen:
Es ist NICHTS, NICHTS Böses daran, ein Mann zu sein:
Zu begehren…
Zu lieben…
Zu schenken, was es zu schenken gibt!

Ein Mann zu sein, ist ein Spender der Freude zu sein,
des Lebensmutes und des Selbstbewusstseins an die Frau!
Er bedauert, dass es in eurer Familie anders gelebt wird!
Und er hofft, dass diese Ahnenlast durch dich beendet wird!

U: Danke, Samuel, damit sind wir am Ende angekommen.

S: Ich danke dir, meine Freundin!
Geh nun und tue, was dein Herz freut, gute Zeiten beginnen.

Meinem geliebten Sohn, Bruder und Freund Jean gebe ich diesen Stein:
(Ein Rubin, ungeschliffen.)
Er soll ihn bei sich tragen, es hilft ihm sehr.

Sag ihm:
Mein Herz ist bei ihm Tag und Nacht.